Dienstag, 24. Dezember 2019

[Weihnachtsaktion 2019] Insa Tamer


Hörst du in der Weihnachtszeit während des Schreibens Weihnachtsmusik?

Mir ist Musik beim Schreiben sehr wichtig. Oft höre ich dramatische oder auch härtere Songs, auf jeden Fall aber immer stimmig zur aktuellen Szene. Weihnachtsmusik wäre ein »Schreibtöter«, da ich vermutlich meine Hauptdarsteller mit Weihnachtsmann-Mützen unter dem Tannenbaum vor mir sähe – das würde mich völlig rausbringen. Ich stelle mir gerade ein Kampftraining mit Cale und Seth vor - und plötzlich erklingt »Oh du fröhliche«! Beide stoppen, drehen sich langsam um, sehen sich an und sagen: »Jetzt ist sie völlig durchgedreht!«
Geschenke! Was ist das Verrückteste, was du jemals zu Weihnachten verschenkt hast?
Ich glaube, das Verrückteste war ein Schlüssel für ein Schließfach am Bahnhof, in dem das Geschenk abgeholt werden musste ... Ich war aber so fair und habe verraten, an welcher Bahnstation sich das Fach befand.
Weihnachtsbäckerei! Welche Leckerei darf für dich an Weihnachten unter gar keinen Umständen fehlen?
KEKSE! :-D In dieser Zeit mutiere ich zum Krümelmonster! Am liebsten mag ich frisches Mürbegebäck. - Sorry, ich muss los, Kekse kaufen!
Wie sieht für dich eine perfekte Weihnachtsgeschichte aus?
Die perfekte Weihnachtsgeschichte sollte ein Happy End haben! Böse oder offene Enden gibt es im Leben und über das Jahr hinweg genug. Ansonsten bin ich nicht festgelegt und lasse mich gern überraschen.
Gibt es ein besonderes Weihnachtsritual bei dir?
Hm. *Ich überlege. Fünf Minuten später überlege ich immer noch.* Ich fürchte, nein. Vielleicht sollte ich mir mal eines zulegen?!
Wie wird Nikolaus bei euch zu Hause gefeiert?
Da hat meine Schwiegerma Geburtstag, und das wird, je nach Wochentag, gefeiert. Da unsere Hündin Kaja keine Stiefel hat, die man füllen könnte, geht dieser Tag ansonsten oft im Alltag und der Vorweihnachtszeit unter.
Heute müssen deine Protas ran. Also nach dem Motto. Egal, ob deine Charaktere wollen oder nicht, heute geht’s auf den Weihnachtsmarkt. Was erleben sie dort? 
Ich bin die Erste am Glühweinstand und sichere uns einen großen runden Stehtisch. Heute wollen wir es wagen und uns gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt treffen: die Hauptdarsteller aus der Berserkersohn- und Berserkerblut-Reihe. Na ja, und ihre Autorin, also ich. Die bisherigen Treffen beschränkten sich auf aktuelle Krisengespräche. Zu Weihnachten aber, finde ich, sollte nach mittlerweile drei Jahren auch ein gesittetes Zusammenkommen in entspannter Stimmung möglich sein. Zumindest hoffe ich darauf.
Zukünftige Hauptdarsteller und Kurzgeschichtenprotagonisten musste ich leider auf später vertrösten. Ich bezweifle stark, dass die Menschen, die einen besinnlichen Bummel über den Markt machen möchten, auf verwundete Cops, glasige Monster oder – nein, niemand möchte unvorbereitet auf solch einen Trupp treffen.
Nervös reibe ich mir die feuchten Hände an der Hose trocken. Bisher mutet alles weihnachtlich-idyllisch an. Die Dämmerung hat längst den Grad zur Dunkelheit überschritten und bringt die vielfache Beleuchtung warm zur Geltung. Leises Jingle-Bells dringt aus den Lautsprechern und der Duft von gebackenen Waffeln und gerösteten Mandeln umweht mich verführerisch. Erstaunlicherweise ist der Markt noch recht leer. Die Verkäufer und Verkäuferinnen stehen oder sitzen in ihren kleinen Buden, die sich um mich her dicht aneinanderreihen, als wollten sie sich gegenseitig wärmen, schauen sich nach Kunden um, stricken oder trinken dampfende Getränke.
Aus den vereinzelt schlendernden Passanten stechen jedoch bald zwei Männer hervor. Ein riesiger blonder Kerl in Daunenjacke, der nicht nur durch seine verspiegelte Sonnenbrille, die er trotz der Dunkelheit trägt, ins Auge fällt. In seinen Arm eingehängt läuft eine kleinere Frau mit femininen Kurven; das dunkle Haar hat sie in einem Pferdeschwanz gebunden. Ihr strahlender, wacher Blick scheint alles um sie her erfassen zu wollen. Kaum jemand, der die beiden sieht, würde wohl vermuten, dass sie ihn führt, denn er hat keinen Blindenstock dabei.
Hinter den beiden folgt, kaum kleiner als der Blonde, ein Typ mit dunklen, leicht gelockten Haaren. Die schwarze Lederjacke ist trotz der Kälte geöffnet. Sein Arm ruht auf den Schultern seiner Begleiterin, die mit ihrem schmalen dreieckigen Gesicht und dem roten, kurzen Schopf an eine Fuchsnymphe erinnert. Die beiden Paare müssen niemandem ausweichen. Die wenigen Besucher des Marktes teilen sich vor ihnen wie das Wasser vor der Klippe. Bewundernde, scheue bis auffällige Blicke folgen ihnen gleich Metallspänen einem Magneten. Erst, als die vier näherkommen, sehe ich, dass hinter dem kleinen Tross noch ein einzelner Mann läuft, dessen Beinprothese nicht zu erahnen ist. Kurz bevor sie bei mir sind, überholt er seine Freunde und reicht mir grinsend die Hand. »Unsere liebste Autorin!«
Ich suche vergeblich nach Anzeichen für Sarkasmus – er meint es tatsächlich ernst. »Dev, schön, dass du gekommen bist! Ich glaube, du stiehlst den anderen hier gerade die Show!«
Er lächelt breit und wirft einen Blick über die Schulter. »Die haben die Show ja auch nicht mehr nötig, sie sind in festen Händen ...« Als ginge ihm bei diesen Worten etwas durch den Kopf, versiegt das Lächeln und er streicht sich eine unsichtbare Fluse von der Jacke. »Elayla wollte nicht mitkommen. Du kennst sie ja. Ach was, du hast sie geschrieben. Ich geh dann mal was zu trinken für uns alle holen.« Weg ist er.
Beklommen sehe ich ihm nach, als ein tiefes Räuspern erklingt. »Ich hoffe, sie kriegen sich irgendwann.«
Ich drehe mich um und schaue empor zu Illumin Chromes Brillengläsern, die seine Betroffenheit ein Stück weit verbergen.
»Ja, das hoffen wir alle ...«, ergänzt Cinnamon, seine Begleiterin, die mich umarmt. Erfreut realisiere ich, dass auch sie noch mit mir spricht, obwohl ich ihr und den anderen als Autorin schon so einiges angetan habe ... Vielleicht ist das der berühmte Geist der Weihnacht? Selbst Chrome reicht mir die Hand, die ich glücklicherweise am Stück zurückbekomme.
Die Begrüßung mit Tooley und Jira fällt ebenfalls herzlich aus und langsam beginne ich mich zu entspannen. Sollte es doch ein ganz weihnachtlich-harmonisches Treffen werden? Jemand atmet mir in den Nacken und ich fahre herum.
»Seth Dracon! Ob Prinzregent der Seques oder nicht, du sollst mich nicht so erschrecken!« Der Angesprochene, dessen Sandelholzduft den der gebrannten Mandeln aussticht, verzieht keine Miene. »Du meinst, es ist unangenehm, wenn sich ein Assassine unbemerkt an dich heranschleicht?«
Ich setze zu einer bissigen Antwort an, als ich Cale, das blonde Pendant zu dem schwarzhaarigen Seth, nahen sehe. Ein freches Raubtierlächeln gleitet über seine Züge. »So schreckhaft heute? Du hast uns so beunruhigend erschaffen, schon vergessen?«
»Und was schreckt den Zauberlehrling an den Geistern, die er rief?«, ergänzt Seth trocken und ich stöhne auf. »Wer hat euch bloß dieses Mundwerk verpasst ...«
»Oh, ich habe mich bei so manchen Gemeinheiten gefragt, wer mir diese verpasst hat ...«, kontert Cale mit schmalen Augen und angedeutetem Grinsen. Cinnamon aber schüttelt den Kopf, zieht ihren Gefährten Chrome zu sich herunter und küsst ihn. »Sie hat uns zusammengebracht, dafür hat sie einiges gut!«
Dankbar lächle ich sie an und werde sofort von meinem schlechten Gewissen gezwackt. Auch diesen beiden steht noch so manches bevor ... Rasch strecke ich einladend den Arm aus: »Jaaa, Dev besorgt uns schon die Getränke, kommt doch alle hier herüber, damit wir –«
»Haltet den Dieb! Meine Tasche!«
Wir fahren herum, als ein junger Mann an uns vorbeistürmt. Wie aus dem Nichts fährt Chrome seinen Blindenstock aus, den er ihm in den Weg streckt. Der Flüchtende, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, stolpert über das Hindernis, schafft es aber, sich zu fangen. Hinter mir startet Cale durch, der in einem Salto über uns hinweg schießt; Seth schlängelt sich wie Lufthauch an mir vorbei. Beide kommen gleichzeitig mit Tooley und Jira bei dem Flüchtenden an, der es nur noch wenige Meter weit geschafft hat. Cale gleitet über den Boden und tritt ihm die Beine weg, Seth packt sich die Kapuze und Tooley rammt ihn dazu wie ein Rugbyspieler in freiem Lauf. Es gibt ein Geräusch, als würde jemand auf einen halbleeren Pezzi-Ball springen und ihm die Luft herauspressen, als der Dieb unter den drei Kämpfern begraben zu Boden geht.
Ich greife mir mit den Fingern an die Nasenwurzel, von wo Kopfschmerz aufzusteigen beginnt. Hatte ich tatsächlich geglaubt, ein Treffen mit Berserkern, Seques und Mondgängern würde »normal« ablaufen? Obwohl ...
Schon drängen sich die ersten Schaulustigen um die Gruppe, als ein Herr mit schütterem grauen Haar am Rollator angeschoben kommt, so schnell er es eben vermag. »Die Tasche – von meiner Else – hat er gestohlen – der Schuft!« Er muss zwischen den einzelnen Worten nach Luft schnappen und blickt sich immer wieder über die Schulter. Weit hinter ihm folgt eine Frau, klein und gebeugt am Stock. Else.
Tooley und Cale stellen den Täter zunächst auf die Beine. Als Tooley den Mann am Kragen hochhebt und schüttelt, wie die Glocke am Heiligabend, fällt eine flache Tasche zu Boden.
»Das ist sie! Wir wollten doch nur einen gemütlichen Bummel machen ...«, ächzt der alte Herr und stützt sich schwer nach Atem ringend auf sein Gefährt. »Das werden Sie, keine Sorge!« Chrome tritt hoch aufgerichtet vor und mit einem Mal bekomme ich Angst. Nicht um den Senior oder die Umstehenden, aber um den Dieb. Innerhalb von einer Sekunde senkt sich Schwärze auf uns herab. Nicht die Schwärze, die man erlebt, wenn das Licht ausfällt, sondern eine, die einem wie fester Stoff auf die Augen drückt. Ich halte die Luft an, höre das hektische Atmen des Taschendiebes, dann ein Wimmern. Chrome murmelt sonor und eindringlich und das Wimmern erstirbt. Nutzt er etwa seine Kräfte um – ja, wofür?
Rufe werden laut: »Stromausfall, warum tut denn niemand etwas?«, und überdecken das akustische Geschehen vor mir. Dann, mit einem Schlag, kehrt die weihnachtlich-warme Helligkeit zurück. Der junge Kerl im Hoody befindet sich immer noch an derselben Stelle. Allerdings schüttelt er den Kopf, als habe er schlecht geträumt, reibt sich die Augen. Die Kapuze ist ihm herunter gerutscht, das Haar steht in alle Richtungen ab, als wäre er gerade erst aufgestanden. Er schaut sich um, scheint zu überlegen, wie er hierher gekommen ist. Mir drängt sich ein Lächeln auf. Diese Lösung hätte ich Chrome gar nicht zugetraut.
Jira tritt auf den verwirrten Dieb zu. Aus der flachen Hand pustet sie ihm bläulich glitzernden Staub ins Gesicht. Der Kerl niest, schüttelt erneut den Kopf und schließlich leuchten seine Augen auf, als er den inzwischen auf dem Rollator sitzenden Senior sieht, dessen Gattin er eben noch bestohlen hat. Zu aller Erstaunen bückt er sich, nimmt die Tasche auf und geht zu ihm hinüber, während Passanten Else zu ihrem Mann begleiten.
»Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist«, murmelt der junge Langfinger, der kaum über fünfzehn sein kann. »Ich möchte Ihnen etwas geben ...« Damit zieht er sein Portemonnaie aus der Hosentasche und holt einige Scheine hervor, die er dem fassungslosen Rentner reicht. »Das ist mein Taschengeld von diesem Monat. Bitte nehmen Sie es, weil ich Sie so erschreckt habe. Ich glaube –«, er scheint auf eine Stimme zu lauschen, die nur er hören kann, »ich wollte nur ein bisschen Nervenkitzel und mir die neue Spiele-Konsole kaufen. Dafür langte es sowieso nicht.« Einen Moment lang schweigt er mit zusammengezogenen Augenbrauen. »Eigentlich will ich die Konsole auch gar nicht mehr. Drinnen hocken ist langweilig. Ich will –«, wieder scheint er auf etwas zu horchen, »ich wollte schon immer mit älteren Menschen arbeiten. Ich gehe zu dem Altenheim in unserer Nähe. Vielleicht brauchen die ja zu Weihnachten jemanden, der den Leutchen Gesellschaft leistet.«
Und mit abwesendem, nach innen gerichtetem Blick verlässt er den von Zaungästen umringten Schauplatz. Niemand hält ihn auf. Die Zuschauer beginnen sich zu zerstreuen. Der betagte Herr trippelt zu seiner Gattin hinüber und hält ihr die Geldscheine hin. »Hier mein Goldstück, damit kannst du dir die warme Bettdecke kaufen, die du schon immer haben wolltest!«
Erstaunt wende ich mich an meine Protagonisten, die das Schauspiel zufrieden grinsend beobachten. »Was war das denn?«
Chrome wendet mir das Gesicht zu. Ich sehe mich selber doppelt in den Gläsern seiner Brille. Etwas blass sehe ich aus. »Ein wenig mentale Beeinflussung. Das ließ sich in der Dunkelheit besser durchführen, als mit neugierigen Menschen drum herum.«
»Tja, und ein wenig Instantzauber, den ich mit der Nuance »Verantwortung« belegt habe, hat den Rest erledigt«, ergänzt Jira und zieht sie Nase kraus, als sie lacht. Gut, dass Tooley sein Gesicht in diesem Moment nicht im Spiegel sehen kann. Es ist herzerweichend, wenn ein so harter Kerl herzchenförmige Pupillen bekommt.
»So, das hat ewig gedauert, ich musste auf die andere Seite des Standes. Wusstet ihr, wie riesig der ist? Ich hoffe, ich habe für jeden das richtige Getränk besorgt – ist was?« Dev steht da, das beladene Tablett in den Händen und schaut groß in die Runde. Cinnamon ist es, die verhalten zu kichern beginnt. Jira versucht sich noch zu beherrschen, bevor sie losprustet. Bald unterlegt Chromes Bass das Gelächter und auch die anderen stimmen mit ein. Cale bekommt die gleichen Herzchenpupillen wie Tooley, als sein Blick den so selten lachenden Seth streift. Und ich denke: Och, für meine Leutchen war doch eigentlich alles wie immer. Oder?
Weihnachten im Schnee oder mit Sonne, Strand und Meer?
Da bin ich echt old fashioned – wenn ich die Wahl habe, gehört zu Weihnachten für mich eindeutig Schnee! Ich mag das weiße Glitzern, die gedämpften Geräusche und dass die weiße Decke g die scharfen Ecken und Kanten der Umgebung rundet – perfekt für einen harmonischen Heiligabend.
Hast du schon mal überlegt, ein Buch zu schreiben, das in der Weihnachtszeit spielt?
Zu den letzten beiden Weihnachtsfesten habe ich zumindest jeweils eine Geschichte veröffentlicht, die in der Weihnachtszeit spielt, Spin-Off´s aus der Berserkersohn-Reihe. In Band III von Berserkerblut spielt ein Teil über die Weihnachtszeit hinweg. Sprich: Wo es sich anbietet, baue ich die Festzeit gerne ein. Tatsächlich kommt mir aber gerade eine Idee zu einem Plot, der schon lange in mir arbeitet! :-D
Also kann ich diese Frage demnächst vielleicht mit einem vollwertigen »Ja« beantworten!
Welches Weihnachtslied ist dein Ohrwurm, den du jedes Jahr aufs Neue hasst?
Sicher schreien jetzt einige vor dem Bildschirm auf: ‚Last Christmas‘ von Wham verfolgt mich immer wieder auf´s Neue.
Besitzt du klassische Weihnachtspullis?
Kurz und knapp: Nein! Allerdings ist mir bei meinem einzigen, silbrigen Pulli schon vorgeworfen worden, ich wolle den Christbaumkugeln Konkurrenz machen ...
Weihnachtsfilme! Welcher Weihnachtsfilm ist dein absoluter Liebling?
Das ist wohl »Ist das Leben nicht schön«. Auch die erste Hälfte von »Schöne Bescherung« sehe ich sehr gerne (danach wird es etwas chaotisch), aber bitte mit der Originalbesetzung!
Was ist dir lieber? Schlitten fahren, Skifahren oder Eislaufen?
Da ziehe ich den Schlitten vor. Beim Skifahren haben einzelne Teile von mir schon gefühlt über vierhundert Stundenkilometer erreicht, das muss ich nicht wiederholen.
Was wäre dein größter Wunsch an Weihnachten?
Ich denke, es wäre wunderbar, einmal mehr positive als negative Nachrichten in den Medien hören zu dürfen. Mein persönlicher Wunsch für meine Lieben und mich ist Gesundheit.
Der Weihnachtsmann oder das Christkind? Hast du damals als Kind auch an ihn oder sie geglaubt?
Als kleines Kind habe ich an beide geglaubt. Mein Vater hat sich im Schlafzimmer eingeschlossen und Gespräche mit dem Christkind geführt, dessen Antworten ich »merkwürdigerweise« nie hören konnte ...
Weihnachtsbaum groß, klein oder gar nicht?
Früher fand ich vormittags das Schmücken der duftenden Tanne schön. Irgendwann aber wollte ich keine sterbenden Bäume mehr nach Weihnachten entsorgen. Ich ging dazu über, Bäume mit Wurzelballen zu kaufen. Ein Baum wurde im Topf so riesig, dass ich ihn bei einem Umzug zurücklassen musste, ein anderer ging ein.
Seit einigen Jahren habe ich nun einen großen, grob aus Holz geschnittenen Tannenbaum, der mir geschmückt ebenso gefällt wie ein echter, vor allem, weil er im Keller ganz zufrieden auf seinen Einsatz im nächsten Jahr wartet.
Schnee an Weihnachten ein Muss oder doch lieber nicht?
Schnee zur Weihnacht hat einfach etwas und schafft die richtige Atmosphäre. Aber wenn er für mich ein Muss wäre, wäre wohl ein Umzug angesagt. Ich glaube, weiße Weihnachten gab es hier im Rheinland zuletzt 20011 ...?
Wurdest du unter einem Mistelzweig schon mal geküsst? Wenn ja erzähl uns mehr darüber. (Gerne auch deine Protagonisten)
Cinnamon hüpft beinahe vor Aufregung. »Das ist eine gute Idee! Mistelzweige – die brauchen wir dieses Jahr haufenweise im Haus!«
Ein kleines Lächeln gleitet über Chromes kantige Züge. »Wie du willst, liten ulvinne. Dein Wunsch ist mir Befehl.«
»Und das natürlich völlig uneigennützig«, feixt die junge Frau und lugt zu ihrem riesigen Begleiter empor.
Ich muss schlucken. Wenn die beiden wüssten, wie wenig sie sich dieses Jahr um Weihnachtsdekoration scheren werden ... aber noch ist Berserkerblut III erst in der dritten Korrekturrunde. »Sicher eine gute Idee«, kommentiere ich mit verkrampftem Lächeln.
Was ist das Schönste, was du an Weihnachten je geschenkt bekommen hast?
Als ich fünf Jahre alt war, öffnete meine Mutter am Heiligen Abend geheimnisvoll die Tür und da stand: Sylvester! Kaum ein Pfund schwer, sechzehn Wochen alt: eine winzige Siamkatze. Sylvester hat bereits am ersten Abend mit ihrer frechen und aufgeweckten Art die ganze Familie um die kleine Kralle gewickelt und lange Jahre unseren Alltag bereichert. Heute bin ich allerdings kein Fan mehr von Tiergeschenken, auch, wenn es bei uns gut gegangen ist.
An Weihnachten wird viel dekoriert und alles glitzert … Wie sieht es bei dir zu Hause aus?
Leider aus zeitlichen Gründen jedes Jahr etwas magerer. Früher war kein Gebäudeteil vor mir sicher. Treppengeländer, Fenster, Fensterbänke, Türzargen – alles, was nicht flüchten konnte, wurde dekoriert. Heute gibt es jeweils einen neuen Kranz und Beleuchtung für draußen und drinnen. Ansonsten schmücke ich nur noch, wenn ich Zeit und Muße dazu habe, aber Lichter, ja, die müssen in der dunklen Jahreszeit sein!
Was ist dein Lieblingsweihnachtsgetränk?
Ein leckerer, prickelnder Sekt oder ganz dekadent - Champanger! Mjam!
Was würden deine Protagonisten an Weihnachten so tun?
Ich schätze, Cinnamon und Chrome würden den ersten Teil des Abends mit all ihren Freunden verbringen. Jira, Tooley und Brill als Patchworkfamilie wären dabei. Der junge Brill würde sein erstes harmonisches Weihnachtsfest erleben und sich im Laufe des Abends vielleicht sogar trauen, menschliche Gestalt anzunehmen.
Devron, Chromes engster Freund würde versuchen, Elayla den Hof zu machen, während Crash noch mehr Beruhigungsmittel erhielte, damit er niemanden umbringt, falls ihn aus Versehen jemand berührt ...
Cale und Seth wären vermutlich den Abend und die Nacht über in Cales Haus in Cold Falls verschwunden. Die erste ungestörte Zeit ohne Angriffe, Prophezeiungen und Verletzungen. Anschließend – ich verrate nicht, was davor geschah – würde zumindest Cale gerne mal eine Woche ausschlafen ... Und Row und Luna brauchen keine Gesellschaft, die wären sich gerade selber genug!
Klassischer Weihnachtsbraten oder doch Pizza und Co auf dem Weihnachtstisch?
Entspannung geht vor Arbeit! Gerne was Schnelles, Leckeres. Salat und etwas ausgefallenere Schnitten reichen voll und ganz.
Oooh du fröhliche … Wie sieht dein Weihnachtsabend aus?
Möglichst entspannt! Meist verbringen wir aus reinen organisatorischen Gründen den Heiligen Abend mit dem einen Teil der Familie, den ersten Feiertag mit dem zweiten Teil. Es wird lecker gegessen, jeder bringt etwas mit. Auch eine Runde Horrorwichteln ist nicht ausgeschlossen.

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