Dienstag, 30. April 2019

[Buchvorstellung, Cover-, Autoren- und Protagonisteninterview] Ein alter Hut von Ann-Kathrin Karschnick


Buchvorstellung, Protagonisten-, Cover- und Autoreninterview 

Schon vor einem Jahr war ich begeisterte Leserin des „Fluchsammlers“, nun habe ich die Möglichkeit genützt mit der Autorin Ann-Kathrin Karschnick und einigen ihrer Protagonisten über das neueste Buch „Ein alter Hut“ zu reden, das heute Release feiert.
Auf einmal sehe ich mitten in Bad Ischl 5 mir bekannte Leute entgegenkommen. Ann-Kathrin mit ihren Protagonisten Anna, Sarah, Elias und Benny. Im Park setzen wir uns auf eine Bank und beginnen unser Interview.
Hi, wie schön euch 5 hier zu treffen. Danke, dass ihr euch meinen Fragen stellt.

AK: Gerne doch. Ich freue mich, dich wiederzusehen und dir meine neuesten Charaktere vorstellen zu dürfen. Das sind Anna, Sarah, Elias und Benny.
Da euch ja noch nicht jeder kennt, könnte sich jeder vielleicht kurz vorstellen?
Anna: Ich bin die mit der schwarzen Seele, wenn du alle an der Schule fragst. Dabei trage ich einfach nur gerne schwarz. Ansonsten gibt es von mir nur noch zu sagen, dass ich ein photographisches Gedächtnis habe und mit Sarah und Benny schon seit dem Kindergarten befreundet bin.

Sarah: Weiß der Himmel, warum wir es mit dir schon so lange aushalten. *grinst* Na, gut, wenn es um Buchinterpretationen geht, ist dein Nerdwissen zu Büchern schon echt hilfreich. Ich bin übrigens Sarah und werde von allen nur Hexe genannt, weil ich feuerrote Haare habe.
Benny: *zieht einen Blumenstrauß aus seinem Ärmel und gibt ihn Claudia* Für dich. Ich bin Benny und liebe Magie und Tricks. In jeder freien Minute eifere ich meinem Idol Christian Ehrlich nach. Schau mal, ich habe jetzt sogar dieselbe rote Jacke. *zeigt stolz an sich herunter*
Elias: Ja, also, was die Jacke angeht. *zögert* Die ist schon cool, wenn man auf einer Bühne steht, aber an einer Schule? Vielleicht solltest du dir das noch mal überlegen. * gibt Benny einen kameradschaftlichen Schlag auf die Schulter* Ich bin Elias und leidenschaftlicher Latein-Tänzer. In meiner Freizeit besuche ich eine Tanzschule und gehe auf Turniere. Die drei kenne ich zwar aus der Schule vom Sehen, aber erst die Talentshow hat uns näher bekannt gemacht.
Jeder hat ja einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte wie würdest du sie, Ann-Kathrin in max. 5 Sätzen beschreiben?
Es ist eine Geschichte voller Freundschaft. Die Hauptfiguren sind keine Schablonen, sondern tatsächlich mal starke Charaktere, die an einer Schule versuchen zu überleben. Übrigens zeitweise im wahrsten Sinne des Wortes. Ich fasse es gerne als Buffy für jüngere Leser zusammen.
Und an euch 4 die wichtige Frage: Stimmt ihr zu oder wie würdet ihr die Story beschreiben?
Benny: Ich würde sie als Magie des Lebens bezeichnen. Die Hingabe an eine Präsenz, die nie zuvor erreicht wurde.

Sarah: Ach, hör doch auf mit dem Quatsch. Du klingst wie einer von diesen verkappten Mentalisten. Das passt schon ziemlich gut. Wobei die Autorin das Drama vergessen hat. *schaut wichtig*
Anna: Es geht vor allem um Bücher und den Verstand. Man kann alles schaffen, wenn man den Verstand einsetzt.
Elias: Joah, das passt schon, wie es beschrieben wurde.
Wie habt ihr die Geschichte empfunden? Glaubt ihr macht es der Autorin auch ein wenig Spaß euch in gefährliche Situationen zu schicken?
Anna: Definitiv. Vor allem, weil sie uns diese seltsame Theaterlehrerin an die Seite gestellt hat. Mit Frau Hiller ist jede Aufgabe wie ein kompletter Neustart des Alltags. Nichts bleibt beim alten.

Benny: Frau Hiller ist mal was anderes. Aber sie scheint cool zu sein. Verschroben cool, aber sie mag meine Zaubertricks.
Habt ihr 5 eigentlich eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet? Gerne auch mehrere. 
Sarah: *antwortet wie aus der Pistole geschossen* Der Moment, in dem ich Lukas drohe, ihm wieder eins auf die Nase zu geben. Sein Gesicht ist unbezahlbar dabei.

Elias: *schaut verträumt* Ich glaube, das ist, als ich mit Anna nach der Schule nach Hause gehe. Da wird mir erst klar, wie viel mir diese drei bedeuten.
Benny: Als Elias sich für mich einsetzt. Ich lache immer noch darüber, wie er Lukas fertig gemacht hat, ohne auch nur eine Faust zu erheben.
Anna: *richtet ihre Jacke* Das war die dritte Aufgabe. Die war wie für mich gemacht. Gut, die Umsetzung war nachher etwas schwierig, aber der erste Teil der Aufgabe hat richtig Spaß gemacht.
Wie viel echte Ann-Kathrin steckt eigentlich in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter? 
AK: Von mir steckt in dem Buch nur ein bisschen Sarkasmus und die roten Haare von Sarah. Der Rest ist eher an Zufallsbekanntschaften aus der Bahn oder Freunden angelehnt. ;)
Anna, Ben, Elias und Sarah, unter uns. Wie würdet ihr als betroffene Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben? 
Alle rufen gleichzeitig durcheinander und man kann nicht genau sagen, wer was sagt: Sadistisch. Zielstrebig. Verrückt. Verspielt.
Wann kam die Idee zum Titel? War der dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe des Schreibprozesses?
Die Idee zum Titel kam vom Verlag. Eigentlich war er von vornherein fest und hat sich auch nicht geändert. Genau genommen gab es erst den Titel und dann den Rest. J
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Benny: Ein bisschen mehr Zaubertricks auf dem Cover hätten nicht geschadet, aber sonst ist es schon ziemlich cool.

Anna: Aber es beschreibt doch perfekt, worum es in dem Buch geht. Nein, als ich finde es ideal. Ich bin sehr zufrieden.
Sarah: Mich erinnert es etwas an den sprechenden Hut aus Harry Potter, aber ich weiß ja nun, dass der alte Hut mal so gar nichts damit zu tun hat. Von daher passt es wohl doch ziemlich gut.
Elias: Passt super.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer Lieblingszitat. 
Anna: Anna drehte sich erschrocken um. Ihr gegenüber stand Lukas, der Sohn des Direktors. Sie schluckte und drückte sich von der Wand ab. Auf keinen Fall wollte sie sich von dem in die Enge treiben lassen. Wenn sie drei die Musketiere waren, dann war er ihr Kardinal Richelieu.

Sarah: »Hey, Hexe«, begrüßte Benny sie und nahm sie in den Arm. Auch Anna umarmte ihre Freundin. »Wie war dein Urlaub in Italien? Wollten sie dich im Vulkan verbrennen?«
»Hey, Benny. Schöne Jacke«, erwiderte Sarah mit einem ironischen Grinsen. »Ach, bevor ich es vergesse, Michael Jackson rief gerade an und bietet dir passend zur Jacke seine Glitzerhandschuhe an.«
Elias: »Ehrlich jetzt?« Sie lachte. »Jeder will Rocket sein, weil er einfach eine coole Sau ist. Aber er kriegt nie das Mädchen. Obwohl, vielleicht gibt es ja irgendwo im Universum eine Waschbärenfrau, die wie er ist. Das wäre mal ein Liebesfilm, den ich gerne sehen würde.«
»Rocket und Fuel – zusammen erobern sie die Sterne. Oder sprengen sie«, schlug Elias als Titel vor.
Benny: Benny verzog das Gesicht, als er in die Hocke ging, um die Münze wieder aufzuheben. »Damals habt ihr mich wenigstens noch unterstützt. Im Altenheim reden sie immer noch von unserem legendären Auftritt, Sarah.«
»Das mag ich doch stark bezweifeln. Erst einmal war das vor fünf Jahren. Die meisten sind also inzwischen entweder dement oder tot. Und zweitens war es sicher nur deswegen legendär, weil du das Kaninchen von deinen Nachbarn geklaut hast.«
Danke für das Gespräch.
AK: Danke dir für die tollen Fragen. J
Gemeinsam genießen wir noch die Sonne und begeben uns dann auf zu unserem Theaterbesuch.

{72/04_2019/ebook] Ein alter Hut von Ann-Kathrin Karschnick


Das Buch „Ein alter Hut“ wurde von Ann-Kathrin Karschnick verfasst und erschien 2019 im Papierverzierer Verlag.

Ein Talentewettbewerb an der Schule bringt 4 grundverschiedene Menschen zueinander, die sich zu Beginn ihrer Aufgaben nicht darüber im Klaren sind, wohin sie das alles führen wird.

Der Autorin gelingt es uns auf ein Abenteuer mitzunehmen, das uns in Escaperooms, Harry Potter, Märchen und Alice im Wunderland gleichzeitig entführt. Sie schafft es einem die Zeit vergessen zu lassen und mit Anna und Elias (aus deren die Geschichte abwechselnd erzählt wird) die Abenteuer zu erleben. Wir erleben Bullying, Eifersucht, Liebe, Verwunderung. Ab und zu greift man sich einfach nur an den Kopf, weil man die Handlungen im Moment nicht nachvollziehen kann, jedoch in weiterer Folge versteht, warum es so sein muss.
Der Schreibstil und die Wortwahl sind wie immer toll für einen Jugendroman gewählt und der Geschichte und dem Lesefluss sehr zuträglich. man kommt ins Nachdenken, wie man in manchen Situationen anders reagieren hätte können, im Buch, wie auch im realen Leben.

Jeder der Jugendbücher gerne liest, muss einfach zu diesem Buch greifen.
100%ige Lese- und Kaufempfehlung.

Montag, 29. April 2019

[Autoreninterview] Jessica V. Houven

Autoreninterview
Jessica V. Houven

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo! 😊 Und vielen lieben Dank für die tolle Gelegenheit mich und meine Bücher ein wenig vorzustellen. Ich bin Jessica, 30 Jahre jung und ich komme aus dem beschaulichen Westerwald in Rheinland-Pfalz. Schön nah zu den Städten, aber ruhig genug, um zu wissen, wie echte Rehe aussehen. Ich gehöre noch zu denen, die als Kind nach der Schule in den Wald zum Spielen gegangen sind. Ich liebe Eistee, Sommer & Strand und eine riesige Freude könnt ihr mir mit Schokokoalas machen.
Ende 2017 habe ich den ersten Schritt als Selfpublisher gemacht und es kein bisschen bereut, obwohl es so viel zu lernen gibt. Niemand ist perfekt und das wäre auch viel zu langweilig. 😊
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Ich mochte Bücher schon als Kind und habe sehr gerne gelesen – alles, was mir in die Finger kam. Außerdem habe ich mir abends im Bett oft Geschichten ausgedacht und eine Weile sogar aufgeschrieben.
Richtig ans Schreiben bin ich aber erst mit 14/15 Jahren gekommen. Es entstand eine Vampirgeschichte, die natürlich noch nicht annähernd Material zum Veröffentlichen war. Seitdem war aber ein Schalter umgelegt und diverse Geschichten geisterten mir durch den Kopf. Eine Zeit lang habe ich sogar in RPGs geschrieben, weil es noch leichter war, einen Gegenpart beim Schreiben zu haben. Dann habe ich endlich den Mut zusammengenommen, eine meiner Geschichten auch mal fertig zu schreiben und den Sprung ins kalte Wasser zu wagen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Mein erstes Werk war „Mitnal – Das Reich der Toten“, ein Fantasyroman, der in Mexiko spielt. Magisch begabte Jugendliche werden dort an einer Akademie unterrichtet und erleben ein erstaunlich starkes Erdbeben mit. Karicia ist die Einzige, die dahinter mehr vermutet und gemeinsam mit ihrer Cousine die unerklärlichen magischen Ereignisse ergründen will – nicht zuletzt, weil sie Stimmen hört, die vor genau diesem Erdbeben gewarnt haben.
Mein zweites Buch ist „Das Gesetz der Eiche“ und spielt in London. Es ist eine Mischung aus Action und Spannung. Nola beginnt ihr Studium an einer renommierten Universität, wo ihr Gerüchte über einen mysteriösen Geheimbund zu Ohren kommen. Die Geschichten lassen sie nicht los, weshalb sie mehr darüber herausfinden will. Allerdings wird sie während ihrer Recherchen schneller in kriminelle Handlungen verstrickt, als sie ahnen kann. 
Und zu „Das Gesetz der Eiche“ gibt es jetzt nun den Folgeband „Die Blätter der Eiche“.
(Zack, mehr als fünf Sätze – die quatschenden Autoren…)
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Na klar. Es geistern immer viele Ideen herum. Momentan recherchiere ich für ein paar Geschichten, um zu prüfen, ob etwas buch-taugliches dabei ist. Ansonsten arbeite ich an einer Fantasy-Geschichte, die ich vor ein paar Jahren begonnen habe. Ich möchte da einige Punkte überarbeiten und die Story abschließen. Es wird sich um eine komplett eigenständige Welt drehen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Ach, das sind bei mir die typischen Klassiker, schätze ich. Zum Beispiel unternehme ich gerne etwas mit meinen Freunden, gehe ins Kino oder lese. Ich bin auch ein ziemlicher Serien-Junkie und ich reise total gerne.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Ja, auch ich bin ein Harry Potter Fan. Nicht anders zu erwarten, wenn man mit den Büchern und Filmen aufwächst, oder? Die Bücher könnte ich immer und immer wieder lesen. Das wird nicht langweilig. Die „Erben der Nacht“-Reihe von Ulrike Schweikert habe ich auch verschlungen, mehrmals. Ich lese aber seit einigen Jahren vermehrt Bücher von Selfpublishern bzw. „unbekannteren“ Autoren (im Vergleich zur lieben Frau Rowling). Da mag ich vor allen Dingen Laura Labas und Jo Schneider.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Oh, ich habe befürchtet, dass die Frage irgendwann mal auftauchen würden. Fast alle anderen Autoren haben so tolle Bilder von ihren Schreibtischen bei Instagram und Co. Meiner ist dagegen total langweilig, ohne hinreißenden Ausblick. Beim Schreiben blende ich aber ohnehin alles um mich herum aus, deshalb ist das halb so wild. Die Ideen und das Plotten läuft bei mir aber auch an der frischen Luft oder auf der Couch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Ein normaler Arbeitstag beginnt damit, dass ich den Wecker verfluche und mich dann doch aus dem Bett quäle. Liegen bleiben und den Wecker nochmal klingen lassen… nein, dann würde ich definitiv einschlafen und nicht zur Arbeit gehen. Spulen wir mal vor, während ich fleißig dem Brotjob nachgehe uuuuuuund dann um halb fünf zuhause bin. Blinzel.
Im besten Fall brauche ich nicht einkaufen oder putzen (wer hat diese regelmäßigen Aufgaben eigentlich erfunden?) und fahre den Computer hoch. Mails checken, VIP-News checken (totales Opfer! Frag mich, wer in Hollywood mit wem zusammen war, ich weiß es), Tee kochen. Und dann wird gewerkelt. Je nachdem was ansteht. Fragen von lieben Bloggern beantworten, sich überlegen, welche Werbung man machen könnte, plotten oder schreiben. Wenn ich über einer Szene brüte, kann es passieren, dass ich im Wohnzimmer auf und ablaufe und ja, ich rede auch manchmal mit mir selbst… Irgendwie kann ich der Idee dann manchmal besser folgen und sie greifen. Tja und in der Woche versuche ich um 20 Uhr auf der Couch zu sein, um abzuschalten.
Am Wochenende sieht das ähnlich aus, weil ich vormittags andere Dinge erledige und meist erst ab dem frühen Nachmittag zu schreiben beginne. Ist irgendwie eher meine Zeit.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Beim Lesen sind mir Thriller und Fantasy am liebsten. Wobei ich auch je nach Laune alles Mögliche lese: Romanzen, Lustiges, Historische Romane, Krimis. Ich möchte mich nicht zu sehr festlegen, weil es eben auch wundervolle Bücher in anderen Genres gibt.
Beim Schreiben hält es mich momentan vor allem in den Bereichen Fantasy und Fiction. Mal sehen, ob sich das irgendwann noch ändert.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Ich hab ziemlich viele, weil ich auf tiefgründe Sprüche stehe. Ein Glückskeks-Mensch sozusagen.
Eines, wonach ich handle und das es in vielen verschiedenen Ausführungen gibt ist: „Wenn es holprig wird, steigt man nicht aus, sondern schnallt sich an.“
Ein Zitat aus einem meiner Bücher ist schon schwerer mit meiner Arbeit in Verbindung zu bringen. Es gab eine Szene in „Die Blätter der Eiche“, da ging es zwar um Gründe einer Ausgangssituation, aber das passt auch extrem gut auf die Ideen beim Schreiben: „Ein kleiner Stein brachte etwas ins Rollen, das sich später nicht mehr stoppen ließ. Das zu groß wurde, um es wieder aus der Welt zu schaffen.“
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Neuseeland! Ich war bereits drei Mal dort, jedes Mal für längere Zeit und habe mich in dieses Land verliebt. Andere Urlaubs- und Reiseziele waren zwar ebenfalls schön, aber das Land hat es mir einfach angetan. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute, die wunderschöne Natur, die so eine ganz besondere Atmosphäre hat… ich fühle mich dort zuhause und angekommen, vollkommen entspannt.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich würde schon sagen, dass ich ein kritikfähiger Mensch bin. Wie jeder, freue ich mich nicht total, wenn ich Kritik bekomme, aber nach den ersten Sekunden kann ich gut damit umgehen. Ich weiß, dass mich Kritik im Leben weiterbringt, beruflich und privat. Ich versuche zu verstehen, weshalb ich kritisiert werde und ob es gerechtfertigt ist. Solange man mir die Dinge erklären kann und nicht unter die Gürtellinie geht, ist alles okay. Nur mit gesunder Kritik und dem eigenen Nachdenken darüber, kommt man weiter und verbessert sich.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Ich habe meinen Weg als Selfpublisher angefangen, was auch gut so ist. Zu sehen, was alles dazu gehört, welche Arbeit man hineinsteckt, das ist viel wert und lässt den Respekt für die Kollegen (und auch Verlage) wachsen. Es ist eben nicht nur „ein Buch schreiben“. Man kann alles selbst beeinflussen, aber es ist auch verdammt viel Arbeit. Aus dem Nichts versucht man in kleinen Schritten bekannter zu werden, seine Schreibe zu verbessern und deshalb auch bei den Lesern akzeptiert zu werden. Natürlich wünsche ich mir, irgendwann mal die Zusammenarbeit mit einem Verlag kennenlernen zu dürfen. Für mich persönlich ist der Weg vom Selfpublisher zum Verlag besser, weil ich mich erst austesten und verbessern kann.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Dass ich mich zum einen bei allen ganz, ganz herzlich bedanke, die sich diese Antworten durchgelesen und mich somit ein bisschen kennengelernt haben. Und zum anderen möchte ich jeden dazu animieren, mir immer gerne eine Rückmeldung zu meinen Büchern zu geben – egal, wie diese ausfällt. Leser und Autoren profitieren nur gegenseitig voneinander, wenn sie offen miteinander umgehen. Mir macht der direkte Kontakt jedenfalls unglaublich viel Spaß und ich wünsche mir, dass ich das in den nächsten Monaten und Jahren mit den zahlreichen, wundervollen Menschen weiter ausbauen kann.

[71/04_2019/ebook] Das Geheimnis der schwedischen Briefe von Tanja Bern


Coming soon!

[70/04_2019/ebook] Der Zirkel von Prag von Johanna Stöckl


Coming soon!

[69/04_2019/ebook] Die Magie der Bücher von Nadja Losbohm


Coming soon!

[68/04_2019/ebook] Paul die kleine Posteule von Nessy Reich


Coming soon!

[67/04_2019/ebook] Chroniken der Weisen - Hinter den Spiegeln von Laura Misellie


Coming soon!

Dienstag, 23. April 2019

[Coverinterview] Das Geheimnis der schwedischen Briefe von Tanja Bern


Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? War er dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe des Schreibprozesses?
Mein Arbeitstitel war damals „Ein schwedischer Traum“. Ich mochte den aber nie, er war für mich wirklich nur ein Vorabtitel, weil mir noch nichts Passendes eingefallen ist. Den jetzigen Titel hat der Verlag vorgeschlagen, und ich liebe ihn. Ich fühlte sofort, dass es der Richtige war, der alles miteinander vereint.
Hattest du genaue Vorstellungen was sich auf dem Cover befinden sollte oder hast du den Coverdesignern freie Hand gelassen?
Ich durfte meine Ideen zum Cover vorschlagen, und das wurde dann vom Verlag an die Abteilung weitergeleitet, die dafür zuständig ist. Das wurde dann sogar anfangs umgesetzt, aber irgendwie entsprach es nicht wirklich dem, was das Buch ausdrückt. Ich hatte eine sehr schwedische Vorstellung und war dann total überrascht, als der Covervorschlag kam, denn das hatte ich nicht erwartet. Je länger ich aber das Bild betrachtet habe, desto mehr verliebte ich mich. Warum steht in der nächsten Antwort
Auf dem Cover sehen wir ein Schloss und eine Frau und natürlich den Titel. Haben diese Worte und die Bilder eine besondere Bedeutung für dich oder die Geschichte?
Johannas Part ist sehr groß in der Geschichte, er nimmt die Hälfte des Buches ein. Sie ist mit Emilia die Protagonistin, und ist auch später fest in ihren Gedanken verwurzelt. Das Cover spiegelt viel besser den Vergangenheitspart wider, als es meine schwedische Idee getan hätte, und Johannas Erzählung ist ja Dreh- und Angelpunkt in der Story. Für mich ist Johanna auf dem Cover, und die edlere Kleidung symbolisiert für mich die Zeit nach dem Krieg, die für sie Vieles verbessert hat. Sie steht vor einem Gebäude, das in ähnlicher Form sehr wichtig und fast verhängnisvoll für sie gewesen wäre. Sie hat aber ihren Frieden damit geschlossen. Und schaut mal genau hin. Ein klein bisschen Schweden ist auch auf dem Cover. Entdeckt ihr die kleine, schwedische Flagge? 😊 Der Titel ist ebenso etwas Besonderes für mich, obwohl die Briefe an sich keinen so großen Stellenwert haben, passt es perfekt, denn es vereint sowohl Schweden als auch das Geheimnis der Familie.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich bin 100% zufrieden. Ich liebe das Cover und auch was es für ein Gefühl in mir auslöst, denn es harmoniert mit den Empfindungen, die ich während des Schreibens hatte.

[Buchvorstellung einmal anders] Das Geheimnis der schwedischen Briefe von Tanja Bern


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Autorin Tanja Bern, um mit ihr über ihr Buch zu reden.
Danke, dass du heute Zeit findest, um für das Buch zu sprechen.
Für meine Geschichten habe ich doch immer Zeit. Ich danke dir für die Möglichkeit.
Beschreibe uns dein Buch doch in max. 5 Sätzen.
Es geht um ein großes Familiengeheimnis und um die eine große Liebe, die einen auch nach Jahrzehnten nicht loslässt. In „Das Geheimnis der schwedischen Briefe“ muss sich Emilia um ihre Urgroßmutter Johanna kümmern, die alleine nicht mehr zurechtkommt. Durch sie taucht Emilia in Johannas Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg ein und erlebt all das Leid, aber auch eine unerschütterliche Liebe zu einem Mann, von dem Emilia nie zuvor etwas gehört hat. Später reist Emilia nach Schweden, um weiter nach der Wahrheit zu forschen und findet dort viel mehr, als sie erwartet hat.
Du schickst deine Protagonisten in so manche schwierige Situation. Macht es dir Spaß deine Protagonisten auch manchmal an ihre Grenzen zu treiben?
Ich würde es nicht als Spaß bezeichnen. Es ist harte Arbeit und oft sehr emotional. Im Moment des Schreibens bin ich ja tief mit der Figur verbunden und empfinde, was sie fühlt. Da gibt es auch mal Tränen meinerseits. Ich gebe zu, dass mir spannende Szenen trotzdem meist sehr gut von der Hand gehen, und es ist erlösend, sie aufzuschreiben. Aber es ist mit sehr vielen Gefühlen verstrickt, die ich nicht immer von meinen eigenen trennen kann. Manchmal verzweifle ich auch an meinen Figuren, weil die fast immer ein Eigenleben haben und ihren Kopf durchsetzen. Das ist aber gut so, denn nur so entwickelt sich die wahre Story aus dem Exposé heraus, das ich immer als roten Faden nehme.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Diese kleine Szene liebe ich besonders, weil ich mich haargenau an diesem Ort so gefühlt habe wie Emilia. Hier taucht sie das erste Mal in die Natur Schwedens ein, und beim Schreiben war mir, als sei ich selbst wieder dort. Das war wunderbar!

Emilia lief bis zu einem nahen Trampelpfad zurück, der vom See aus in den Wald hineinführte. Es roch nach dem Harz der Nadelbäume. Sonnenschein sprenkelte den Erdboden. Ein Rotkehlchen landete vorwitzig in Emilias Nähe auf einem Ast, flog aber rasch davon, als sie vorsichtig die Hand ausstreckte. In den Baumkronen piepste und raschelte es.
Sie blieb stehen, verharrte, lauschte …
Das erste Mal seit Jahren fühlte sie vollkommene Ruhe in sich. Ihr bisheriger Lebensstil hatte sie förmlich vor sich hergetrieben. Immer erreichbar, immer bereit, allen zu helfen. Und in den wenigen Pausen ließ sie sich vom Fernsehprogramm beschallen. Nur dann konnte sie ihre sich rotierenden Gedanken abschalten. Aber hier ordnete sich auf seltsame Weise ihr Verstand. Sie fühlte sich frei und mit diesem Ort verbunden.
Emilia sah sich noch einmal zum See um, zog sich Schuhe und Strümpfe wieder an, um dem Pfad zu folgen, der von Tannennadeln bedeckt war.
Die Wanderung führte sie über Hügel voller Wurzelgeflechte, durch sumpfiges Gebiet, in dem nur ein schmaler Grat trocken hindurchführte, und auf eine Lichtung, die fast im Herbstlaub der vergangenen Jahre versank.
Vereinzelte Birkenblätter, von der Sonne beschienen, fielen wie goldene Schneeflocken auf den Waldboden. Die helle Rinde der Bäume bildete einen Kontrast zu den hohen Eichen, von denen sie umrahmt wurden. Emilia schaute durch die lichten Wipfel der fünf Birken, die wie eine Familie zusammenstanden. Die anderen Bäume umgaben sie in einigem Abstand wie geheime Beschützer.
Über ihr spannte sich ein Himmel in sattem Blau. Wind bewegte die obersten Äste. Ein Greifvogel zog hoch oben seine Kreise. Sein Ruf hallte bis zu ihr auf die Lichtung.
All dies fühlte sich für Emilia besonders an. So Vieles hatte sie gar nicht mehr wahrgenommen, weil ihr Blick wie verschleiert gewesen war.
Wie viel echte Tanja steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderem Charakter?
Oh, ich denke, eine Menge, auf ganz unterschiedliche Weise. Das fällt mir aber erst auf, wenn ich das Buch überarbeite. Es ist also nicht bewusst so kreiert. Es sind immer so Kleinigkeiten, die ich dann selbst entdecke und total verwundert darüber bin, weil mir die Figur oft charakterlich gar nicht ähnelt. Ich finde das immer sehr interessant und auch berührend, da es oft diese Kleinigkeiten sind, die die Figur letztendlich zum Leben erweckt hat, zumindest für mich. In „Das Geheimnis der schwedischen Briefe“ steckt aber auch sehr viel von meiner Oma. Ihre Erzählungen vom Krieg haben mich immer inspiriert, obwohl ich dem Thema Zweiter Weltkrieg sonst eher ausgewichen bin. Durch ihre Erinnerungen ist aber schließlich die Buchidee entstanden, und sie hat mir bei der Recherche total geholfen. Für sie war es übrigens sehr tröstlich, endlich in der Intensität darüber zu sprechen, nach all der Zeit.
Wie würden dich deine Protagonisten beschreiben?
Ha ha, sie würden mich wahrscheinlich als ziemlich stur bezeichnen. Ich bin ihre schreibverrückte Geschichtenerzählerin, und wir lieben uns. Wahrscheinlich würden sie aber auch über meinen Kaffeekonsum meckern und ausplaudern, dass ich mit ihrer Hilfe gewisse Szenen sogar nachspiele, um mich einfühlen zu können. Ich denke, sie würden aber auch sagen, dass ich sehr ehrgeizig und hilfsbereit bin, für Freunde immer da sein werde, und Tiere einen hohen Stellenwert für mich haben.
Mich würde noch dein Lieblingszitat interessieren.
Ich liebe William Butler Yeats:
Come away, O human child
To the waters and the wild
with a fairy, hand in hand
For the world's more full of weeping
than you can understand.
Die Legenden um Feen und Elfen sind für mich sehr faszinierend, und die irischen Sídhe aus meiner ersten Fantasyreihe, die ich gerade umarbeite, sind mir immer ganz nah. Wenn ich sie „flüstern“ höre, komme ich mir immer vor wie das Kind in dem Gedicht.
In Schweden habe ich mich übrigens auch sehr der Natur verbunden gefühlt. Dort könnten wirklich auch heute noch Sagengestalten leben. Zumindest fühlt es sich so an, wenn man dort durch die Wälder streift.
Danke für das Gespräch! 
Ich habe zu danken! ♥ Ich freue mich immer sehr über das Interesse von Lesern und Bloggern.

[Autoreninterview] Tanja Bern

AUTORENINTERVIEW
Tanja Bern

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich lebe mit meiner Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Ich bin ein sehr intuitiver Mensch, kümmere mich um Tiere, die Hilfe brauchen, liebe die Natur und lese natürlich gerne. Schreiben ist schon in der Teenagerzeit zu meiner Leidenschaft geworden.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Wie oben schon erwähnt, habe ich recht früh versucht, meine Gedankenbilder in Worte zu fassen, denn ich hatte schon als Kind komplexe Geschichten im Kopf. Doch erst als ich mit 24 Jahren in Irland war, wurde etwas in mir geweckt, das mich nicht mehr losließ. Ich begann mein erstes Fantasybuch zu schreiben und kann seitdem nicht mehr aufhören. Noch immer bin ich fasziniert und inspiriert von Irland, und es ist oft meine Schreibkulisse.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben?
Würde ich hier jedes Buch vorstellen, würde das den Rahmen etwas sprengen, denn aktuell sind von mir 16 Bücher auf dem Markt (die beiden Kinderbücher und die Anthologien nicht mitgerechnet). Aber ich stelle gerne die aktuellen ein wenig vor.
Das neueste Buch „Winterreise“ ist der erste Teil meiner Jahreszeitenreihe „Galway Girl“, die in Galway und Umgebung spielt, wie der Titel schon verrät. Es geht um Sínead, die ihr Leben neu ordnen muss und von ihrem besten Freund auf eine Reise quer durch Irland mitgenommen wird. Band 2 steht kurz vor der Veröffentlichung.
Aktuell sind auch meine beiden Familiengeheimnisromane von Bastei.
Einmal „Die Töchter von Tarlington Manor“, in der es um Casey geht, die durch das alte Tagebuch von Aeryn O’Mara nach Irland kommt, dort nach Aeryns Spuren sucht und so den Leser mit nach Kerry ins 19. Jahrhundert nimmt.
Das zweite Buch heißt „Das Geheimnis der schwedischen Briefe“. Die Hauptfigur Emilia erfährt von ihrer Urgroßmutter Johanna das große Geheimnis ihrer Familie und taucht mit dem Leser in die Wirren des Zweiten Weltkriegs ein. Johannas Erzählung führt Emilia schließlich nach Schweden, wo sie so viel mehr als nur die Wahrheit findet.
Ich habe aber auch Fantasybücher und einen mystischen Ruhrgebiet-Krimi im Repertoire.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite sozusagen immer an einem neuen Werk. *lach* Im Moment schreibe ich am vierten Teil meiner Galway Girl - Reihe. Danach werde ich mich wieder einem Familiengeheimnis widmen, das schon unter Vertrag ist. Ich arbeite aber auch immer zwischendurch an meiner ersten Fantasy-Reihe, die aktuell nicht veröffentlicht ist, weil ich sie komplett umarbeite.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich beschäftige mich gerne mit meinen Katzen, bin gerne in der Natur, und mit der Familie fahre ich sehr gerne mit dem Rad. Zudem brauche ich Yoga, um zur Ruhe zu kommen und um das ganze Sitzen auszugleichen. Ich liebe es aber auch, abends Netflix oder Prime zu schauen (normales TV haben wir nicht mehr). Und manchmal spiele ich Sims 4 oder auch mal so App-Spiele. Nur das Lesen fehlt mir zurzeit. Leider kann ich in einer aktuellen Schreibphase kein anderes Buch lesen, da es mich oft aus meiner Geschichte rausbringt. Deshalb ist das Lesen den Urlauben vorbehalten, worauf ich mich immer total freue.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Ja, natürlich. Ich lese zum Beispiel total gerne die Bücher von Britta Strauß und von Susanna Ernst. Im Moment wartet aber das neue Buch „Blackwood“ von Britta Sabbag auf mich. Viele Autoren kenne ich ja persönlich, und es ist immer etwas Besonderes, wenn ich in ihre Geschichten eintauchen darf. Ich bin aber auch seit über zwanzig Jahren ein Fan von Diana Gabaldon und ihrer Outlander-Reihe. Allerdings bin ich nicht der Typ, der Bücher mehrmals liest. Aber ich lese in einige Bücher immer mal wieder gerne rein, um verschiedene Szenen noch mal zu genießen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das Foto zeigt meinen Schreibtisch, wenn er gut aufgeräumt und aufgehübscht ist. Eigentlich liegen überall kleine Notizzettel herum, mindestens zwei leere Kaffeetassen stehen verstreut auf dem Arbeitsplatz, und meine Haarspangen sind überall dazwischen. Soll heißen, ich habe meist einen recht chaotischen Schreibtisch. Aber jede Deko, die in den Fächern auf meinem Schreibtisch ist, hat eine Bedeutung, und ich brauche das, um kreativ zu sein. Nur manchmal wird mir das zu viel, dann gehe ich mit meinem Netbook in die Küche oder im Sommer in den Garten. Es kommt immer auf meine Stimmung an.

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich brauche morgens ein ausgiebiges, langes Frühstück. Da meine Tochter in fünf Minuten fertig und mein Mann bereits auf der Arbeit ist, bin ich am Küchentisch meist allein, deshalb gucke ich dabei am Handy auch schon mal eine Folge einer aktuellen Serie, die ich gerade schaue. Um 8:30 Uhr beginnt dann normalerweise mein Schreibtag, der mit kleinen Pausen meistens so bis nachmittags geht, je nachdem, wann meine Tochter aus der Schule kommt. Dann dreht sich erst einmal alles um kochen, aufräumen und andere Pflichten. Danach gehe ich noch mal an den PC. Da schaue ich dann in die Sozialen Medien, um mit Kollegen und Fans zu kommunizieren, bereite Beiträge vor, schreibe Interviews, mache die Buchhaltung sowie Marketingarbeiten und entwickle neue Exposés. Autor zu sein heißt so viel mehr, als nur schreiben, wenn man es ernsthaft betreibt. Dieses Interview zum Beispiel beantworte ich aktuell um 21:35 Uhr und ich bin erst am Anfang. Eine ganz normale Zeit, in der ich oft noch arbeite. Meistens bin ich aber so um 21:00 Uhr mit allem fertig und habe Feierabend. Natürlich klappt das nicht immer reibungslos. Oft machen mir Termine einen Strich durch die Rechnung, oder ich bin unkonzentriert, komme schreibtechnisch nicht vorwärts, dann verlagert sich alles, was zur Folge hat, dass ich nachts manchmal immer noch am PC sitze. Ich habe ja Deadlines, an die ich mich halten muss, deshalb muss ich ein gewisses Schreibpensum täglich schaffen, manchmal auch im Urlaub. Aber eigentlich klappt alles ganz gut. Und das Wochenende gehört der Familie.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Die Fantasy-Romance lese ich vorzugsweise, aber ich mag auch mystische Liebesgeschichten. Gay-Romance lese ich auch sehr gerne. Ähnlich verhält es sich mit dem Schreiben. Ich habe mit Fantasy begonnen und liebe dieses Genre. Die Familiengeheimnisse in Verbindung mit einer Romanze haben es mir in letzter Zeit aber sehr angetan. Das liegt mir wirklich gut. Besonders die Vergangenheitsparts finde ich dabei sehr faszinierend, obwohl da immer viel Recherche für notwendig ist.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Das Zitat „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum“ von Tommaso Campanella hat mich jahrelang begleitet. Es hat mich nie aufgeben lassen, und ich habe mir meinen Traum erfüllt, indem ich den Autorenjob nun hauptberuflich mache.
Ein Zitat aus meinem eigenen Buch „Nah bei mir“ ist mir besonders wertvoll, denn das brauche ich sowohl im Leben als auch beim Schreiben: „Erinnerungen sind wie Sterne. Sie leuchten aus dem Dunkel heraus.“ Und hier geht es nicht nur um meine persönlichen Erinnerungen. Ich habe ja auch die Erinnerungen meiner Figuren im Kopf, und genau diese sind der Antrieb, der mich zum Schreiben bringt.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Irland ist unangefochten das Land, das ich wirklich liebe. Ich war nur einmal dort, und es hat sich mir derart eingebrannt, dass ich mich quasi einen großen Teil meines Lebens damit beschäftigt habe. Ich fühle mich diesem Volk verbunden, bin hoch fasziniert von der Geschichte, liebe die Folkmusik und finde die Natur atemberaubend. Es tat mir weh, all die Jahre nicht dort sein zu können, aber in einer Familie muss man eben Kompromisse eingehen. Aber genau dieses Heimweh (und ich sage bewusst nicht Fernweh, denn Irland fühlt sich wie mein zweites Zuhause an) hat bewirkt, dass ich wirklich zu schreiben begonnen habe. Diesen Sommer bin ich endlich wieder auf der Grünen Insel, und für mich schließt sich ein Kreis, den ich vor zwanzig Jahren begonnen habe. Ich freue mich so sehr darauf!
Ich bin aber auch ein Fan der Nordsee. Meine Familie und ich sind mindestens zweimal im Jahr in Katwijk/Holland. Dort kann ich wieder auftanken.
Erwähnen möchte ich auch noch Hvide Sande in Dänemark, das auch eine meiner Buchkulissen geworden ist (Am weißen Strand). Dort zwischen Dünen und Meer fühle ich mich sehr zu Hause, und es zieht uns als Familie immer wieder dorthin.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, ich bin sehr kritikfähig. Das merke ich sowohl im Lektorat, als auch bei Rezensionen, die mal nicht so toll bewertet sind. Natürlich muss man bei einem Lektorat jemanden haben, dem man vertrauen kann. Aber bisher habe ich nur ausgezeichnete Lektorinnen und Lektoren gehabt, die aus meinen Büchern das Allerbeste herausgeholt haben. Ich habe sogar Spaß daran, die Anmerkungen zu bearbeiten, manche Dinge im Text zu überdenken und daran zu werkeln. Ohne konstruktive Kritik geht es in diesem Job nicht. Bei schlechteren Rezensionen ist mir immer klar, dass nicht jeder Leser jedes Buch toll finden kann. Und für mich ist das dann völlig okay. Natürlich gibt es immer mal Bewertungen, wo man heftig schlucken muss, und genau das tue ich dann auch. Lesen, runterschlucken und aus dem Gedächtnis verbannen, damit es nicht weh tut. Ich gebe aber zu, dass ich bei Kritik, die meine Person an sich betrifft, durchaus auch mal empfindlich sein kann. Das liegt daran, dass ich mich selbst in meiner Haut nicht immer wohlfühle, und wenn dann noch jemand Kritik an meinem Kleidungsstil oder an meiner Figur übt, kann ich auch schon mal ein bisschen beleidigt sein. Ha ha, aber nie lange. Ich bin doch so harmoniesüchtig.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublishing zu machen?
Anfangs hat es sich so ergeben, weil das Self Publishing noch gar nicht so bekannt war. Ich veröffentliche ja schon seit elf Jahren. Mit meiner ersten Buchreihe war ich am Schluss jedoch sehr unglücklich, was den damaligen Verlag betraf. Und als ich mich 2014 davon befreite, überlegte ich schon, ob das Self Publishing für diese Reihe nicht vielleicht eine Option wäre. Aber ich traute mir das ehrlich gesagt damals nicht zu. Seit 2011 arbeite ich auch mit meiner Agentin Alisha Bionda zusammen. Mit ihrer Unterstützung konnte ich mich schließlich in der Verlagswelt etablieren. Heute ist sie Agentin und Freundin zugleich. Ich lege meine Arbeit in ihre Hände, und sie weiß am besten, wo sie meine Projekte vorstellt. Das nimmt mir eine Menge Arbeit und Sorgen, denn ich vertraue ihr voll und ganz. Deshalb habe ich die Option Self Publishing eigentlich ad acta gelegt. Ich mag auch die Verlagsbetreuung, die natürlich nicht überall gleich ist, aber alleine das professionelle Lektorat ist für mich unerlässlich.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich hoffe, ich kann euch mit meinen Geschichten in andere Länder oder mystische Welten mitnehmen, in denen ihr träumen könnt. Mein Wunsch ist es, euch an die Worte zu fesseln, euch abzulenken von dem Alltagsstress. Liebt, lacht, leidet und hofft mit meinen Figuren, in die ihr eintauchen könnt und die euch vielleicht tief im Herzen berühren. Danke an jeden Leser, der sich für eines meiner Bücher entscheidet. Für euch schreibe ich!

Montag, 22. April 2019

[Buchvorstellung einmal anders, Cover-, Autoren- und Protagonisteninterview] Frühlingszauberküsse von Sandra Pulletz


Buchvorstellung, Protagonisten-, Cover- und Autoreninterview 

Ich mag Pflanzen wirklich sehr, doch leider habe ich einen absolut braunen Daumen. Alle Blumen, die ich erhalte gehen in Rekordgeschwindigkeit ein. Also besuche ich so oft es geht einen botanischen Garten. Heute scheint nicht mein Tag zu sein, die Uni macht eine Exkursion. Dennoch höre ich interessiert dem Prof mit einem Ohr zu und setze mich etwas Abseits auf eine Bank. Eine junge Frau und ihr etwas hinter hier folgender Kommilitone kommen auf mich zu und lassen sich auf meine Bank nieder. Neugierig wie ich nun mal bin, beginne ich das Gespräch.
Hi! Ich bin Claudia. Könnte es sein, dass ich euch von irgendwoher kenne?
„Hey, ich bin Mason. Das ist Joyce.“ Er lächelt freundlich. „Wir besuchen hier das College.“
Joyce nickt.
Ihr seid tatsächlich Joyce und Mason? Das ist ja toll euch persönlich kennenzulernen. 
„Freut uns auch“, meint Joyce, runzelt aber leicht die Stirn.
Wisst ihr, dass ihr eine ziemlich wichtige Rolle in einem Buch von Sandra Pulletz spielt? 
„Ach, daher kennst du uns!“ Jetzt hellt sich Joyces Gesicht auf.
„Na klar! Woher solltest du uns sonst kennen?“ Mason lacht.
Oh, schau wer da kommt, ist das nicht die Autorin Sandra Pulletz? Kurz unter uns, wie war es ein Buch mit ihr zu schreiben, die Hauptperson zu sein? Und könntet ihr das Buch in max. 5 Sätzen beschreiben? 
„Aiaiai, also manchmal war es schwierig, vor allem da Joyce so stur sein kann.“ Mason duckt sich, aber Joyce zuckt mit den Schultern und sagt: „Es war ganz okay. Ich wünschte, sie hätte mich nicht so leiden lassen. Und vor allem, hätte Mason mal eher seinen Mund aufgemacht …“ Sie seufzt.
„Hey, Moment mal!“ Mason rümpft die Nase. „Ich wollte dir dauernd was erklären, aber du hast mich immer abgewürgt.“
„Ach, so kann man das nicht sagen“, erwidert Joyce schnell. „Zum Buch lässt sich sagen, dass wir uns hier im wunderschönen England befinden. Du weißt bestimmt, dass der Campus nicht weit vom Botanischen Garten entfernt ist. Ostern naht und … hatschi! … ich … hatschi …“
„Gesundheit“, sagt Mason schnell. „Joyce hat eine Pollenallergie, was supernervig ist. Bestimmt hat sie wieder auf die Vitamine vergessen. Auf jeden Fall verbringen wir im Buch die Osterferien bei ihren Eltern auf dem Land.“
„Oh Mann“, fährt Joyce dazwischen. „Erinnere mich nicht daran. Das war ja das reinste Gefühlschaos. Und die Neuigkeiten, die Callie verbreitet hat, sind auch nicht ohne.“
„Pst, verrate nicht so viel, das müssen die Leser selbst rausfinden!“, mahnt Mason sie.
„Wie? Und auf meinen Nachbarn Jesse soll ich die Leser jetzt nicht neugierig machen?“ Beleidigt verschränkt Joyce die Arme vor der Brust, aber Mason tätschelt ihre Schulter.
Freundlich begrüße ich auch die Autorin und sehe auf die Uhr, die bald zwölf Uhr anzeigt. 

Echt toll, dass ich euch alle hier treffe. Habt ihr noch kurz Zeit und ein wenig Lust auf ein gemeinsames Interview?
Sandra: „Sicher doch! Ich liebe Interviews!“
Mason: „Ja, allerdings muss ich bald los und später auch noch lernen.“
Joyce: „Oh Mann, du Streber!“
Euer Leben wird ja ziemlich genau durchleuchtet. Welche Gefühle habt ihr da durchlebt, als euch Sandra über Höhen und Tiefen führte? 
Mason: „Puh, da war alles dabei. Von Frühlingsgefühlen über unglücklich sein und noch viel mehr.“
Joyce: „Also bei mir gab es bestimmt noch mehr als bei Mason. Denn zunächst musste ich mich ja mal von meiner neuen Katzenfreundin Lia verabschieden. Und ein Küken habe ich gefunden. Ach, das war ja sooo putzig. Ihr versteht natürlich, dass man sich um so liebe Tierwesen sorgt. Und dann waren da noch die Sorgen um meine Schwester. Die Vorfreude, Jesse wiederzusehen. Auf meine Schwester war ich allerdings auch böse, auf Mason auch. Aber Glücksgefühle mischten sich auch darunter. Also die volle Gefühlspalette war vorhanden.“
Auf einmal springt Mason auf und verschwindet mit den Worten „die Arbeit bei Soja & Han beginnt gleich“ aus dem botanischen Garten. Joyce folgt ihm mit den Worten „ich hol uns was zu essen“ ebenfalls. Nach kurzer Zeit nehme ich das Gespräch mit Sandra wieder auf. 

Warum spielt dein Buch hauptsächlich in der kleinen Heimatstadt von Joyce?
Ja, das hat sich so ergeben. Ich wollte sie vom Campus weglocken. Ostern in einem kleinen Dorf, wer liebt das nicht? *lacht* Außerdem habe ich dort Zugang zur Natur. Wie du weißt, kommen so einige Pflanzen im Buch vor.
Sandra, was kannst du uns über deine Protagonisten noch so alles erzählen, jetzt wo die beiden weg sind? Hast du vielleicht sogar einen persönlichen Liebling im Buch? 
Also ich mag sie ja alle gern. Den ganzen Haufen! Mason mochte ich von Anfang an, aber auch Jesse ist ein netter Kerl. Callie ist eine tolle Schwester und auch die Eltern sind ganz okay. *grinst* Zumindest haben sie eine große Wandlung durchgemacht. Aber wer versteht nicht, dass sich Eltern um ihre Kinder sorgen? Deshalb darf man ihnen das alles nicht so übelnehmen!
Welches ist deine absolute Lieblingsszene, die das Buch am besten beschreibt? 
Oje, da gibt es so viele! Vielleicht die, wo Mason und Joyce im Wald unterwegs sind und Mason viele merkwürdige Dinge macht :D
Wie viel steckt von dir in dem Buch oder in dem einen oder anderen Charakter? 
Nur ein bisschen. Zumindest habe ich meine Allergien an die Schwestern „vererbt“. :D Und meine Pflanzenliebe Mason und auch Joyces Dad.
Joyces Mum kocht ja ganz gut, ihr habe ich einige Rezepte vorgeschlagen, die sie bitte kochen und backen soll.
Da kommt Joyce mit dem Essen aus „Soja & Han“ zurück und lässt sich wieder zu uns auf die Bank fallen. 

Sag mal, Joyce, wie kommt es, dass du hier auf diesem College/Uni gelandet bist? Dachte ich lerne heute auch ein paar deiner Freunde kennen?
Sie erstarrt kurz und wird verlegen. „Ach, das hat sich so ergeben. Ich wollte ein bisschen weiter weg von zuhause, damit ich nicht jedes Wochenende nach Hause muss … Und Freunde? Naja, Mason kennst du ja schon … Dr. Simons arbeitet und … so viele gibt es da nicht mehr … Die anderen sind im Kurs.“
Sie steht auf und sucht nach den Teilnehmern des Kurses. 

Sandra, fällt es dir eigentlich leicht deine Hauptcharaktere durch schwierige und aber auch schöne Zeiten zu führen?
Ja, es muss immer Abwechslung her :D Manchmal geht es allerdings Schlag auf Schlag. Da kann ich nix dafür :D
Was hat dich dazu gebracht dieses Buch zu verfassen? 
Hahaha, das weißt du genau ;). Eines Tages vor nicht allzu langer Zeit hat eine liebe Bloggerin nach Frühlings- bzw. Ostergeschichten gefragt und ich habe noch gemeint, dass ich keine hätte. Allerdings will ich schon seit Jahren eine Ostergeschichte schreiben und habe auch so einige Geschichtenanfänge … Trotzdem saß ich an einem anderen Manuskript. Dort kam ich nicht richtig weiter … und mir flogen lauter Szenen aus einer Frühlingsgeschichte entgegen. Aber in ein paar Wochen kann ich ja kein Buch schreiben … Und dann wäre schon Ostern … Ich habe kurz überlegt, wollte aber die Ideen mal aufschreiben. Dann war ich mittendrin und habe gedacht: Kann ja auch eine Kurzgeschichte werden, oder? Also habe ich getippt und getippt. An manchen Tagen bis zu 5000 Wörtern, das ist sehr viel. Als die Zeit immer weniger wurde, habe ich sogar mal 8000 Wörter an einem tag geschafft! Puuuh, das war was!!! Tja, und dann war das Buch fertig. Wurde superschnell korrigiert und ich konnte es veröffentlichen.
Joyce und auch Mason kommen wieder in den Park. Er sieht etwas gestresst aus, lässt sich aber nicht nehmen noch einmal kurz mit uns zu plaudern. 

Leser sind ja immer ein wenig neugierig! Wie würdet ihr zwei, Joyce und Mason, die Autorin meinen Lesern beschreiben?
„Als eine verrückte Nudel!“, platzt es aus Mason.
„Dem kann ich nur zustimmen. Was bei uns alles in der Familie los war, seit Sandra in unser Leben getreten ist. Krass!“
Hättest du, Sandra dieser Beschreibung noch etwas hinzuzufügen? Wie würdest du dich selbst beschreiben? 
„Oh, naja, ich nehme das mal so an. Ansonsten würde ich mal meinen, ich bin sehr nett und man kann mit mir durchaus diskutieren, aber im Prinzip weiß ich schon, wieso ich was schreibe.“ *lacht*
Da nun Joyce sowie Mason ihren weiteren Verpflichtungen nachkommen müssen, stelle ich noch schnell die Fragen zum Cover.
Das Cover wirkt lebendig und frisch. Das verliebte Paar und der Strauß Bärlauch trifft den Charakter des Buches sehr gut. Wie und wann kam die Idee zum Cover bzw. Titel? Stand der Titel schon vorher fest oder entwickelte er sich erst im Laufe des Schreibprozesses?
Also ich habe gezielt Ausschau gehalten nach einem Paar mit Frühlingsblumen. Das war gar nicht so einfach, aber ich bin fündig geworden. Das Bild hat mir sofort gefallen.
Den Titel hatte ich nicht von Anfang an. Fest stand nur, dass etwas mit „Küsse“ drinnen sein sollte, damit es zu den anderen Büchern passt. Da ja Bärlauch am Cover ist, dachte ich zuerst an etwas mit Bärlauch im Titel, das hat mir aber nicht so gefallen. Dann habe ich ein bisschen herumgespielt mit den einzelnen Worten und „Frühlingszauberküsse“ ist herausgekommen.
Hattest du genaue Vorstellungen, was auf das Cover sollte oder hast du den Coverdesignern freie Hand gelassen? 
Ja, das Bild (Foto) war so gut wie fertig, da musste nicht mehr so viel geändert werden.
Wie lange dauerte es, bis du mit dem Cover zu 100% zufrieden warst? Oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen? 
Es war innerhalb von 2 Tagen fertig und ich bin zufrieden damit. Es sieht so hübsch aus.
Leider muss die Autorin zu einem wichtigen Termin, also verabschiede ich mich von ihr, aber nicht ohne abschließende Frage. 

Wird es noch weitere Geschichten mit Joyce und ihrer Familie geben oder planst du schon ein neues Projekt auf das wir uns freuen dürfen?
Nein, es gibt keine Fortsetzung. Aktuell schreibe ich an einer Surferromanze :D Ich hoffe, ihr könnt sie im Sommer lesen.
Ich gehe noch vor bis zum Tierarzt, wo Joyce arbeitet, denn eine Frage interessiert mich noch. 

Joyce, was ist eigentlich deine liebste Szene in diesem Buch?
„Als ich Lia in meine Arme schließen konnte! Und das, was danach passiert ist, du weißt schon …“ Sie zwinkert.
Gibt es noch Wünsche oder Ziele für die Zukunft?
Ja, primär wünsche ich mir, dass ich das Semester positiv abschließen kann. Drückt mir also die Daumen! Und in ein paar Monaten wird sich das Leben meiner Familie ja um 180 Grad wandeln … Das wird aufregend!
Bye und vielleicht sieht man sich ja bald mal wieder.
Bye, hab noch einen schönen Aufenthalt im frühlingshaften England

Sonntag, 21. April 2019

[Coverinterview] Die Magie der Bücher von Nadja Losbohm


Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? War er schon dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe der Zeit?
Der Titel fiel mir ein, nachdem ich die vierte Kurzgeschichte fertig hatte. Da meine Arbeitsweise beim Schreiben etwas chaotisch ist, gebe ich keine Arbeitstitel. Es beginnt mit einer Grundidee und dann schaue ich, was so passiert. Ich erzwinge auch nichts beim Schreiben. Die Ideen für Geschichten oder auch für den Buchtitel tauchen irgendwann einfach so in meinem Kopf auf. Das ist dann immer ein Zeichen dafür, dass es genau die richtige Wahl ist: wenn es aus dem Nichts auftaucht. Zumindest habe ich es so erlebt und empfinde es so.
Hattest du genaue Vorstellungen vom Cover oder hast du den Coverdesignern freie Hand gelassen? 
Ich glaube, ich hatte bisher so ziemlich immer eine genaue Vorstellung, wie ein Cover aussehen sollte. Manchmal klappt es, dass Tom Jay, der seit „Die Jägerin“ alle meine Buchcover gestaltet hat, diese Vorstellung umsetzen kann, manchmal nicht, aber dann findet man eine Alternative, die mitunter besser ist als das, was zuerst gewünscht war. Ich wusste, dass das Cover zu „Die Magie der Bücher“ genau das zeigen sollte: etwas Magisches, Märchenhaftes und eben ein Buch. J
Dein Cover sticht unter allen anderen heraus. Die Blumen, das Buch, dazu noch der Feenstaub. Warum hast ihr zu diesen Stilmitteln gegriffen?
Ganz einfach: Weil es den Inhalt am besten repräsentiert. J
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover oder würdest du noch etwas ändern wollen?
Ich bin mehr als zu 100 Prozent zufrieden! Ich liebe es und kann mir kein schöneres vorstellen. Tatsächlich ist das Cover schuld daran, dass es das Buch auch als Taschenbuch gibt. Ursprünglich gab es lediglich eine Ebook-Variante mit nur vier Geschichten. Dann kamen die ersten Rückmeldungen von Lesern, die meinten, das Cover sei zu schön, als dass es das Buch nur als Ebook gibt. Mit vier Geschichten wäre das Taschenbuch sehr, sehr dünn geworden. Also habe ich drei weitere Märchen geschrieben, damit man auch ein paar Seiten mehr hat zum Lesen und Träumen. Und dass Leser mir geschrieben haben, dass sie das Cover so schön finden und es sich gern als Poster an die Wand hängen möchten, ist sicherlich sehr aussagekräftig, dass es perfekt ist. J

[Buchvorstellung einmal anders] Die Magie der Bücher von Nadja Losbohm


Buchvorstellung einmal anders

Ich treffe mich heute mit der Autorin Nadja Losbohm, um mit ihr über ihre Sammlung an Geschichten zu reden.
Herzlichen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst um für dein Buch zu sprechen.
Ich danke dir, dass du mir die Gelegenheit dafür gibst.
Würdest du dein Buch in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Die Magie der Bücher“ beinhaltet sieben Kurzgeschichten, in denen die Bücher die Hauptrollen übernehmen. Die Märchen berichten von der Macht der Bücher, dass sie dir die Liebe deines Lebens zeigen können, dir helfen, deiner Bestimmung nachzukommen, aber auch Brücken bauen können zwischen verschiedenen Völkern oder es viel schöner ist, sie zu teilen, als nur für sich zu behalten. Es gibt noch einiges mehr, aber alle Geschichten sprechen mir, einem Bücherwurm, aus dem Herzen und spiegeln hoffentlich auch das Empfinden anderer wider, die ebenfalls Bücher lieben.
Die Magie der Bücher ist ja eine ganz besondere. Welcher Weg ist dir denn am liebsten diese Magie auch in deinem Buch zu entdecken oder für den Leser greifbar zu machen?
Für mich sind Emotionen sehr wichtig. Sie spielen in meinen Geschichten immer eine große Rolle. Daher arbeite ich viel mit ihnen, denn das Lesen soll zu einem Erlebnis werden und alle Sinne ansprechen. Außerdem steckt viel von mir persönlich in meinen Büchern. Ob es nun darum geht, wie ich alles um mich herum vergesse und die Welt ausblende, nichts weiter höre oder sehe als das, was in dem Buch vorgeht, das ich selbst lese, oder ob es um die Sehnsucht nach einer besonderen, sicheren Welt geht, die sich sicherlich viele wünschen, die aber nur für mich bestimmt ist, nachdem ich viele besondere, sichere Welten für andere geschaffen habe. All das, so hoffe ich zumindest, macht meine Geschichten nicht nur greifbar für die Leser, sondern auch nachvollziehbar und lässt eine Verbundenheit entstehen, dass man z.B. sagt: „Hey, das stimmt. So empfinde ich auch, wenn ich lese. Wie schön, dass es noch jemand gibt, der so tickt.“
Hast du überlegt in diesem Buch auch andere Genres einfließen zu lassen?
„Die Magie der Bücher“ war ja eher ein Zufallstreffer. ;-) Ich hatte nie geplant, ehrlich gesagt plane ich nie, eine Sammlung zu schreiben mit Märchen. Ich habe einfach angefangen, weil ich die Idee hatte, die Geschichte „Die Zauberspiegel“ zu schreiben. Dann folgte „Die Lesende Elfe“ und dann „Blueberry’s Reise ins Land der Glitzervögel“. Das war auch der Punkt, wo ich zum ersten Mal bemerkt habe, dass in allen Geschichten Bücher vorkommen, und ich dachte, dass es doch schön wäre, ein Buch daraus zu machen und es zu veröffentlichen. Da diese Kurzgeschichten schon märchenhaft waren, mussten natürlich die restlichen dazu passen, und zu jener Zeit war mir auch märchenhaft zumute, sodass das Schreiben dieser Geschichten gut passte.
Hast du Lieblingsstellen in diesem Buch, die du uns gerne vorstellen würdest?
Meine absolute Lieblingsstelle ist das Gedicht aus „Der Herr der Bücher“. Seitdem ich das Gedicht über den Schattenkönig von Walter Moers in „Die Stadt der träumenden Bücher“ gelesen habe, habe ich davon geträumt, ein ähnlich atmosphärisches Gedicht zu schreiben. Ich hoffe, es ist mir gelungen.
Als Lehre und als Warnung dies gedacht‘:
Jeder Bücherwurm nehm‘ sich in Acht!
Spitz die Ohren, liebes Kind,
und lausche gut dem flüsternd‘ Wind.

Einst lebte hier ein großer Narr,
der gab sein Hemd und auch sein Haar.
Lesen – das war ganz sein Lieblingsding,
mehr noch als der Ehe Ring.

‚Für die Bücher lebt‘ und atmet er‘,
seufzt seine Frau des Herzens schwer.
‚Gefesselt in den Welten ihrer,
wird er selbst zu Schwert und Krieger.‘

‚Sollt‘ ich nicht sein die Leidenschaft
und seines Lebens unermüdlich Kraft?
Er sagt: Das Lesen ist mein Hochgenuss,
besiegelt Schwur sogar mit Kuss.‘

‚Doch sei es, wie es sei.
Er liebt der Bücher Spielerei.
Sein Schatz nicht bei den Menschen lag,
geschrieben Wort ist nun sein Grab.‘

Wer liegt nun hier an diesem Hort
und überdauert Zeit und Wort?
Sein Name niemals war bekannt.
Der Herr der Bücher er nur genannt.

Wie viel echte Nadja ist in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter versteckt?
Zum einen sind wie gesagt meine eigenen Empfindungen beim Lesen mit eingebaut und auch der Wunsch nach einer sicheren, meiner ganz besonderen eigenen Welt. In „Yolanda“, der Geschichte über die kleine Hexe, die sich irgendwie fehl in der Welt fühlt und nicht wirklich dazugehört, bin ich auch ein Stück weit vertreten.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Ich glaube, sie würden sagen, dass ich pflegeleicht bin, weil ich dem Weg folge, den sie vorgeben, und nicht anders herum. Sie dürfen bei mir fast machen, was sie wollen. J
Mich würde noch dein Lieblingszitat interessieren.
Eindeutig das Gedicht aus „Der Herr der Bücher“.
Danke für deine Zeit.
Vielen Dank, dass ich über mein Büchlein plaudern durfte. Ich habe mich sehr gefreut!