Freitag, 23. April 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Der Fluch von Rosegarden Manor von Marlies Lüer

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Artan, Tante Hazel, Waldemar Waldmeister (ein Schulterdrache), Nathan, und Ambrose aus „Der Fluch von Rosengarden Manor“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.


Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Artan: Na klar doch, kein Ding!
Tante Hazel: Im Namen aller Rosen antworte ich mit all der Leidenschaft, die mir innewohnt.
Drache: Nichts lieber als das! Ich komme gern mal zu Wort.
Nathan: Zeit? Da ich nunmehr in der Ewigkeit verweilen muss, ist Zeit kein Problem.
Ambrose: Es ist mir eine Ehre!
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Artan: Ich bin ein geborener Magier aus der merlinischen Linie und Mellys fester Freund.
Tante Hazel: Bin Mellys Tante und Herrin von Rosegarden Manor.
Drache: (wirft sich in die Brust und räuspert sich) Ich bin Waldi, der Schulterdrache der Dandelia Dorca, Vater der Drachen ihrer Kinder und der glückliche Gefährte von Wendi, Mutter der Drachenkinder, die zu Artan und seinen kleinen Schwestern gehören. Ich bin ein durch und durch magisches Wesen, geboren aus der Hand der keltischen Götter sozusagen. Und ich bin jemand, dem es schwerfällt, sich kurz zu fassen.
Nathan: Ich weiß nicht, ob ich auf diese Frage antworten sollte. Ist das eine Falle?
Ambrose: Auch ich bin ein geborener Magier und stamme aus dem Norden Schottlands.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Artan: Ich sage den ersten Satz! Da wir fünf Interviewpartner sind, teilen wir die Frage gerecht unter uns auf. Das Buch ist schlicht der Hammer!
Tante Hazel: Das sagt er nur, weil er eine Hauptrolle hat …
Drache: Contenance, Leute! Es geht hier um das Buch, nicht um euch.
Nathan: Ich finde, es ist eine einzige Indiskretion.
Ambrose: Ich LIEBE das Buch, denn es erzählt von der wichtigsten Lebensphase von Melly, meiner kleinen Beerenprinzessin.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Artan: Schwer zu sagen. Im Grunde kenne ich die Frau nicht. Ich bin doch mehr auf mich selbst fixiert. Auf jeden Fall kennt die keine Rücksicht auf Eitelkeiten – zeigt sie mich doch als Trottel, der ich war mit 17 Jahren. Da darf man noch großspurig sein. Und sich zu viel zutrauen (Artan errötet leicht an dieser Stelle des Interviews)
Tante Hazel: Nun, auf jeden Fall war sie konsequent, was mein Schicksal angeht, und kein Weichei.
Drache: Wenn ich so zurückblicke in die Dandelia-Dorca-Reihe, ja, dann kann ich nicht umhin anzunehmen, dass sie ihren Spaß daran hat. Da waren viele schwierige Situationen. Ich sag nur: Schwangere Drachenfrauen!!! Zickig wie sonst was. Gilt auch für schwangerere Hexen. (Aber sagt das bitte nicht Dandelia!)
Nathan: Auf jeden Fall hat sie kein Verständnis für die Großartigkeit der Nachkommen des Korlan und deren Recht auf Konsequenz in Sachen Einzigartigkeit. Außerdem bin ich anbetungswürdig! Und brutal, das gebe ich zu. Na und?
Ambrose: Nun ja. Sie hatte ihre Gründe.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Artan: Das erste Mal mit Melly zusammen Eis mit Erdbeeren essen und im selben Moment wissen, dass nur durch sie die Erdbeeren so köstlich sind, und nur mit ihr zusammen schmecken. Melly ist meine Süße, für immer und ewig.
Tante Hazel: Ehrlich gesagt, war das der Moment, als ich das letzte Mal in den Baum ging. Ich wollte wirklich nur das und nichts weiter.
Drache: Der Moment, wo unser Sohn Blue Sky zwischen unseren Flügeln wieder in Geborgenheit und Sicherheit war. Das ist für mich der beste Moment im Buch.
Nathan: Da selbst Leute wie ich ihre guten Momente haben: Das war, als ich einen Anfall von Romantik hatte und auf dem Dudelsack spielte. Im Haselhain. Im Verborgenen. Versteht sich.
Ambrose: Wieder das Tageslicht zu sehen!
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Artan: Also, ich habe nichts mit ihr gemeinsam. Aber es könnte gut sein, dass was von ihr in Melly steckt. Oh! Doch, da ist ja was: Unsere Liebe zu Drachen!
Tante Hazel: Sie backt gut. Aber ich backe besser.
Drache: Die Liebe zur Mystik! Die teilen wir. Auch die Treue zu denen, die wir lieben.
Nathan: Natürlich nicht! Die ist genauso ekelhaft herzlich und voller Güte wie die ersten Rosenherrinnen! Wie kann man nur wagen, MICH mit der da zu vergleichen!?
Ambrose: Sie erinnert mich an meine Pearl.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Artan: Drachenverliebt.
Tante Hazel: Häuslich.
Drache: Fantasievoll!
Nathan: Gutmenschen-Tussi.
Ambrose: Ein Mensch mit Tiefgang und Weitblick.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Artan: Ich glaube, da war irgendwas mit Erdbeeren …
Tante Hazel: Nein, Artan, da war was mit Rosenzauber! Viel wichtiger als deine blöden Erdbeeren.
Drache: Allerdings, der Titel hat sich quasi ins Gegenteil verkehrt.
Nathan: Darauf bin ich stolz! Mein FLUCH hat die Oberhand gewonnen über süße Erdbeeren und rote Rosen.
Ambrose: Ehrlich gesagt, der ursprüngliche Titel „Erdbeerglück und Rosenzauber“ hat mir besser gefallen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Artan: Ist okay. Hauptsache, ich musste nicht mit drauf.
Tante Hazel: Eigentlich hätte ich in meiner Eigenschaft als Rosenherrin aufs Cover gehört.
Drache: Wir Drachen fehlen total auf dem Cover. Schade.
Nathan: Ich finde es gut! Die Dornen, das Grabkreuz … da hätte noch mehr Finsternis draufgepasst – aber, wie ich schon sagte: Weichei und Gutmenschin. Ekelhaft!
Tante Hazel: ICH habe sie Weichei genannt! Jetzt stehle mir nicht auch noch die Worte aus dem Mund, du alte Hexe.
Ambrose: Das Cover ist sehr passend. Ich mag es.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Artan: „Ich liebe Frauen, die am Herd stehen.“ (Weil ich super gerne esse, nicht, weil ich ein Macho bin, klar?)
Tante Hazel: „Der Kuchen war wieder ein Traum, Tante.“ (Ich bin stolz auf meine Bisquitrolle)
Drache: „Du liebe, olle Verräterin, lass mir doch meinen großen Moment!“
Nathan: „Oh, ihr MacArran-Frauen, ihr seid doch alle gleich. Liebe! Güte! Tapferkeit und Barmherzigkeit! Ich spucke auf euch.“ (mein Lieblingszitat, weil DAS meine ganze Wahrheit ist, ich hasse mit Inbrunst alle Mac-Arran-Frauen!)
Ambrose: Zu dem Zeitpunkt gab es den Hortus nicht mehr. (Ich habe diese Zeile gewählt, weil sie meine Freiheit und Erlösung bedeutet.)
Danke für das Gespräch

Donnerstag, 22. April 2021

[Buchvorstellung einmal anders] S.T.A.R.S. - Eagle von Lilly S. Corwin



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Maddy aus „S.T.A.R.S. - Eagle“ und deren Autorin Lilly S. Corwin.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr das Interview vielleicht gemeinsam bestreiten?
Lilly: Vielen Dank für die Einladung. Da die kleine Maus hier noch minderjährig ist, hat ihre Mama nur zugestimmt, weil ich dabei bin.
Maddy murrt leise: Ich bin nicht klein.
Lilly (mit einem nachsichtige Lächeln): Natürlich bist du das nicht.
Claudia: Ich hatte ein vor kurzen ein langes Gespräch mit deiner Autorin, deshalb wäre es schön, wenn du dich meinen Lesern vorstellen könntest.
Maddy (hibbelt aufgeregt auf ihrem Stuhl herum): Also, mein Name ist Maddison Amanda Cole und ich bin fast sechs Jahre alt. Ich bin die Tochter der weiblichen Hauptperson.
Claudia: Könntet ihr uns das Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben? Vielleicht ohne den Klappentext abzulesen?
Maddy (legt den Kopf schief und überlegt): So genau weiß ich es nicht, denn meine Mom und meine Tante versuchen es immer vor mir zu verheimlichen, wenn irgendwas Schlimmes passiert (sie zieht eine entzückende Schnute). Aber als Mom sich immer mehr veränderte, tauchte plötzlich Eagle bei uns auf (sie bekommt einen leicht verträumten Gesichtsausdruck). Er ist soooo toll und was ganz Besonderes, denn er …
Lilly: STOP! Du kleines Plappermaul, nicht zu viel verraten.
Maddy (verlegen) Ups.
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie fühlst du dich dabei Maddy?
Maddy sieht hilfesuchend zu Lilly.
Lilly: Leider lässt sich das nicht immer vermeiden und es tat mir auch stellenweise wirklich leid, was ich Maddy und ihrer Familie zumuten musste.
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs vorstellen möchtet?
Maddy (springt von ihrem Stuhl auf): Oh ja! Am Ende da…. (der Rest des Satzes wird von Lilly’s Hand erstickt, die sich in letzter Minute vor ihren Mund schiebt.
Lilly: Puh, gerade nochmal gut gegangen. Maddison Amanda Cole, du must wirklich vorsichtiger sein. DU kannst doch nicht das Ende verraten. (Lilly schüttelt mit dem Kopf, während Maddy betreten zu Boden schaut)
Maddy: Entschuldigung. Meine Lieblingsszene, außer dem Ende, ist die, als ich Eagle zum ersten Mal sehe. Ich kannte ihn vorher nur von einem Foto. Meine Mom war darüber ziemlich erschüttert, aber warum, verrate ich nicht.
Claudia: Wie viel echte Lilly steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Eagle (ergreift das Wort, bevor Lilly oder Maddy etwas sagen kann): Ich weiß, dass dieses Projekt aus mehreren Gründen etwas ganz Besonderes für Lilly war. Zum einen, weil es von den S.T.A.R.S. bereits mehrere Teile von anderen Autoren gibt und damit die Messlatte sehr hoch. Doch Emilia und ich finden, dass ihr das gut gelungen ist. (Beide nicken)
Claudia: Wie würdest du, Maddy deine Autorin beschreiben?
Maddy: Strukturiert, perfektionistisch und detailverliebt. Gerade mit mir hat sie oft gesprochen, mich gefragt, wie ich manche Sachen sagen oder beschreiben würde. Sie hat sehr auf mich geachtet.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du als Charakter vielleicht sogar Mitspracherecht?
Lilly: Lass mich das beantworten, Krümelchen. Der Titel stand von Anfang an fest und ist auch geblieben, ein anderer wäre zu keinem Zeitpunkt in Frage gekommen.
Maddy: Da ich noch ein Kind bin, hatte ich bezüglich der Geschichte zwischen den Erwachsenen relativ wenig Mitspracherecht. Doch immer wenn ich dabei war, stand ich fast immer im Mittelpunkt.
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Maddy: Der Mann sieht aus wie Eagle und es passt gut zu seinen Kollegen.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Lilly: »Lass das bloß Taylor nicht hören«, meint mein Begleiter daraufhin mit warnendem Unterton in der Stimme. »Mein Kollege reagiert, na ja sagen wir, leicht verschnupft, wenn man seinen Partner als »niedlich« oder »süß« bezeichnet.
Emilia: »Da Sie alle künftig zu einer Eliteeinheit gehören werden, können Sie sicher auch Karten lesen.«
Eagle: Der letzte Satz vor ENDE, aber das verrate ich nicht 😉
Maddy: »Deine Hand sieht winzig auf seiner aus Mommy«, kichert unsere Mitfahrerin von hinten, was den Moment unterbricht, der sich gerade aufbauen wollte und uns ebenfalls ein Schmunzeln entlockt. »Aber sie würde in seiner viel besser aussehen.«
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch

Mittwoch, 21. April 2021

[Blogbeitrag] Rezensionen - Freud und/oder Leid eines jeden Bloggers und auch Autors

Rezensionen

Aus Sicht eines Bloggers ist Rezensionen zu schreiben ein sehr wichtiges Medium. Man liest ein Buch, konzentriert sich auf dessen Inhalt, gibt eine Meinung ab, die andere natürlich beeinflussen kann und wird. Man hat damit eine Aufgabe übernommen, die man sogar als schwer bezeichnen kann.
Denn Lesegeschmäcke sind anders und weichen stark voneinander ab. Was dem einen gefällt, kann ein anderer vielleicht nicht verstehen, wie man so ein Buch überhaupt angreifen kann.

Aber ich greife vor.

Allein der Weg zu einer Rezension ist lange.
Zunächst wählt man sich als Blogger die Leseexemplare sehr genau aus, in meinem Fall frage ich auch ab und zu nach, ob es die Möglichkeit eines Leseexemplares gibt.
Sobald man von einem Autor eines bekommt, wächst auch der Druck auf den Blogger, denn man soll/muss innerhalb einer gewissen Zeitspanne, meist 4 Wochen (oder nach Absprache) das Buch lesen und seine Meinung mitteilen. Die Koordination, dass nicht zu viele Bücher im selben Zeitraum sind, beginnt.
Man setzt sich hin, beginnt das Buch zu lesen. Ich mache mir immer eine Liste mit + und - Punkten und Notizen, denn wenn mir etwas auffällt, teile ich das auch dem Autor mit. Ebenso schreibe ich ihm die gefundenen Fehler, denn Fehler sind menschlich und können ausgebessert werden, bei ebooks sogar relativ schnell. (Er soll ja auch etwas von meiner "Arbeit" bzw. "konstruktive" Kritik bekommen, die vielleicht für eine Rezension zu viel sein könnte.)
Ihr seht, ich schreibe meine Rezensionen nicht nur, ich durchlebe das ganze Buch und finde ab und zu in Büchern sogar noch Plotholes. (Das schlimmste war, als ich in einem 4 Jahre alten Buch ein Opfer fand, das 3 Seiten weiter auferstand und die, die bei der Polizei anrief, den Toten gefunden zu haben, auf einmal gestorben war)

Aber ich schweife ab. Das Thema war Rezensionen.

Was mache ich als Blogger, wenn das Buch gelesen ist. Ich gehe auf die Plattformen, in meinen Fall meistens immer Amazon, lovelybooks, wasliestdu, goodreads und meinen externen Blog. (auf Wunsch hin auch auf Thalia und Weltbild oder ähnliches)
Dann überlege ich mir die Sterneanzahl.
Rezensionen mit einer Sterneanzahl von 3 bis 5 gebe ich ohne Rücksprache mit dem Autor, denn für mich sind das solide gute Bewertungen (zumindest aus meiner Sicht als Lehrer), raus. Bei einer Sterneanzahl von 1 und 2 Sternen, nehme ich Kontakt auf mit dem Autor, schreibe ihm meine Meinung zu dem Buch, auch eine Version der Rezension, die ich auf meinem externen Blog zu diesem Zeitpunkt schon veröffentlicht habe. In dem Fall darf der Autor frei entscheiden, ob ich diese auch auf den anderen Plattformen veröffentliche (da auf dem externen Blog immer ohne Sterneangabe rezensiert wird, kommt es dort auf jeden Fall)

Dann wird die Rezension getippt. Sie ist immer so ein Fall, allerdings ist es am aller wichtigsten, dass man das Buch neutral betrachtet, denn fällt man in den persönlichen Stil, kann es sein, dass man viel zu emotional wird und dann (was ich in letzter Zeit immer häufiger beobachte) auch beleidigend wird, was natürlich nicht passieren sollte. Manche sogenannte Blogger, nehmen kein Blatt vor den Mund und schreiben in einer Form, dass man nur mehr den Kopf schütteln kann.

Aber ich bleibe noch bei meiner Art, Rezensionen zu schreiben.
Für mich ist es wichtig, dass Buchtitel, Autor, Erscheinungsjahr und auch der Verlag (wenn vorhanden) genannt wird. Wenn es nicht eine Reihe ist (denn da ist Spoilergefahr) kommt eine kleine Inhaltsangabe und dann erst kommt ein kurzer Kommentar zur Geschichte und den Charakteren, Wortwahl und Sprachstil, vielleicht ein Kommentar, ob es eine Reihe ist oder ob es einzeln unabhängig zu lesen ist. Erst im letzten Abschnitt schreibe ich eine Zeile persönliches Fazit in der Ich-Form bzw. wen ich das Buch empfehle zu lese, oder wen ich es eher abraten würde, denn auch die Bücher gibt es, die einfach nicht für jedermann gemacht sind.
Nachdem die Rezension getippt und an alle Plattformen abgesendet ist, ist meine Aufgabe erledigt.  

Aber es gibt sie diese Rezensionen, die einfach nur abgegeben werden, um dem Autor zu schaden, wo ohne Grundlage einfach nur persönlich über den Autor direkt oder das Buch, weil das Cover oder der Klappentext oder die Leseprobe nicht gefällt, gelästert wird und wenn man es so sagen will ein Exempel statuiert wird.
Und das finde ich einfach nur mies.
Ein Autor glaube ich kann von unseren Meinungen, auch wenn es eine 1 Stern Meinung ist, profitieren, wenn man sie begründet. Was nützt es, bei der neuesten Methode mitzumachen, nur Sterne zu verteilen oder einen Satz zu schreiben, wie z.B. "Gefällt mir nicht".
Es ist eine legitime Meinung, keine Frage. Aber hier stellt sich mir die Frage nach dem Sinn und ab und zu frage ich mich auch, ob diese Bücher überhaupt gelesen wurden von demjenigen.
Auch bedenklich finde ich den neuen "Kult", Bücher nicht zu lesen, aber trotz allem darüber zu lästern und was noch schlimmer ist, eine Rezension abzugeben. Was kann ich über ein Buch schreiben, wenn man nur die Leseprobe oder die ersten 10 Seiten gelesen hat? Nichts. Man konnte nicht in das Buch hineinfühlen, es erleben, Gründe für vielleicht irrationales Verhalten finden, usw.

Ich halte es sogar so, dass die "schlechten" Rezensionen sogar noch länger sind, als die "guten", denn ich will in dem Fall meine Meinung begründen, warum ich glaube, dass es keine bessere Bewertung verdient. Aber dazu habe ich auch das Buch vollständig gelesen.
Außerdem frage ich mich, warum ein Blogger nicht das Gespräch suchen sollte? Wenn der Plot genial, aber die RS mies ist, frage ich nach, weil es mich einfach interessiert, warum für das Lektorat Geld da war, aber beim Korrektorat gespart wurde. Denn auch das lernt man mit der Zeit, dass dies 2 verschiedene Paar Schuhe sind.
Außerdem kann es passieren, dass man die Testleserversion mit RS-Fehlern als Blogger bekommt, da man das endgültige Format, laut epubli oder BoD nicht rausgeben darf, da man da laut Angaben einer Autorin sogar verklagt werden kann, wenn man die Endversion herumschickt. Genau deshalb suche ich das Gespräch, um diese Möglichkeiten auszuschließen. (Die Autoren gehen vielleicht davon aus, dass man das weiß - ich wusste es bis vor 2 Wochen nicht, warum man oft nicht die Endversion bekommt, deshalb kaufe ich mir oft auch noch mal die hochgeladene Version oder lese es noch einmal via KU, um mich abzusichern, dass die Leser eine sehr gute Version bekommen.)

So, jetzt habe ich mir lange den Kopf zerbrochen, was ich schreiben soll und mein abschließendes Fazit lautet:

Rezensionen sind ein wichtiges Medium in der Buchwelt und unverzichtbar für jeden Autor. Sie sind ein Parameter dafür, ob das Buch gut oder schlecht am Bücherhimmel dastehen wird. Ob es sofort abstürzt oder ob es eine Chance hat zu überleben.
Deshalb wünsche ich mir in Zukunft, dass Rezensionen nicht dazu verwendet werden, dass man Autoren in den Abgrund stürzt, sondern man sie dazu benutzt, zu dem sie hier sind, nämlich um Meinungen zu sammeln und einen breiten Fächer von Meinungen zu sammeln und Preis zu geben.
Achtet darauf, egal, ob ihr Rezensionsschreibender Autor, Blogger oder einfach Leser seid, dass ihr nicht zu emotional und auf keinen Fall beleidigend werdet, denn es ist wichtig, dass wir als "Leser-Schreiber-Gemeinschaft" auftreten. Nichts ist schlimmer, als Rezensionen, die vor Neid und Zwietracht nur so strotzen.

In diesem Sinne, gehe ich jetzt lesen und versinke in den nächsten Büchern, die ich bald wieder auch rezensieren werde. :)

[Autoreninterview] Jessy D. Sera

Autoreninterview
Jessy D. Sera

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Jessy D. Sera ist ein Pseudonym, unter dem ich erotiklastige Bücher schreibe. Ich nutze diesen Namen zum einen aus pragmatischen Gründen und zum anderen, weil ich nicht will, dass meine Leser*innen genau wissen, wer ich bin.
Denn ich bin pansexuell, ich bin non-binary, ich bin polyamor, ich bin BDSM-Switcher ... damit bin ich alles und nichts. Ich kann mit Hingabe jede Rolle annehmen und bin immer ich.
Sobald meine Leser*innen mich aber sehen, bekomme ich ein Label. Dann bin ich Frau oder Mann, jung oder alt, groß oder klein, blond oder rothaarig, dick oder dünn, Sub oder Dom.
Aber in der Welt des Geistes, der Fantasie und der Worte, will ich frei von diesem Label sein und ausleben, was ich mag. Unabhängig von allem, was einschränkt.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich lese gerne selbst Erotikliteratur. Aber vieles davon ist nicht so, wie ich es gerne hätte. Denn ich möchte meine smigen S*xszenen bitte in eine spannende Geschichte mit starken Charakteren eingebettet haben. Außerdem liebe ich Femdoms, die ihre Lust mit bewusst submissiven Männern ausleben. Und gerade da habe ich bisher noch nicht so viel entdeckt.
Zudem thematisiere ich gern Bisexualität, was Homo- und Heteroerotik in einem Buch mit einschließt.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Unter Jessy D. Sera habe ich erst zwei Bücher der Reihe „Gabriel“ veröffentlicht.
Gabriel – Erweckung
Gabriel – Verlangen
Gabriel, ein sehr attraktiver Mensch, gerät an zwei Vampire. Sie nähern sich an und loten miteinander das Spannungsfeld von Dominanz und Schmerz aus. Die Rahmenhandlung erzählt die Geschichte ihrer Beziehung und der Gefahren, der sie ausgesetzt sind.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, aber an Gabriel 3 werde ich voraussichtlich erst im Herbst dieses Jahres weiterschreiben. Und danach habe ich schon ein paar nette Ideen … 😉
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Im Bereich der queeren Literatur, mit mal mehr oder weniger Erotik und Kinks, mag ich die Bücher u.a. von Akira Arenth, S.B. Sasori oder K.A. Merikan
Manchmal kann ich mich aber auch an Büchern von Robyn Hunter erfreuen.
Leider habe ich noch keine Bücher mit Bisexualität und Femdom gefunden, die mir gefallen. Aber ich suche weiter …
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese Querbeet, mit der Vorliebe für Fantasy. Entsprechend bauche ich auch in meinen Erotikbüchern oft Fantasyelemente ein. Ich liebe es einfach eine neue Welt zu erschaffen und die daraus resultierenden Möglichkeiten zu nutzen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich kann schreiben, was ich will und kann Themen in jeder Kombination wählen, wie ich sie will. Somit entstehen Geschichten, wie ich sie selbst gerne lesen will und habe auch noch die Möglichkeit sie mit den Leser*innen zu teilen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest meine Bücher! 😉
Lasst euch in Welten mitnehmen, die keine klare Abgrenzung haben, wo vieles möglich ist und BDSM nur dann BDSM genannt wird, wenn er auf einem Konsens beruht.

Dienstag, 20. April 2021

[Rezension] Die Zähmung eines widerspenstigen Herzens von Mo Kast

 


Das Buch "Die Zähmung eines widerspenstigen Herzens" wurde von Mo Kast verfasst und erschien 2021.

Der Autorin gelingt es in dieser Geschichte so einige wichtige Punkte anzuschneiden. Was passiert, wenn man verlassen wird und von der Katze gehasst wird. Die Protagonisten sind detailreich und sehr genau dargestellt, so dass es eine Freude macht, denen durch die Geschichte zu folgen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind ausgezeichnet und es macht Spaß den Charakteren bei dem Entdecken der neuen Möglichkeiten zu Verfolgen. Man kann mit ihnen lachen, weinen, Ideen verfolgen und auch ab und zu den Kopf schütteln. Ab und zu möchte man die Charaktere auch in den Arm nehmen und mit ihnen sprechen.

Jeder, der gerne Gay-Romance liest, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung

[Buchvorstellung einmal anders] Das Lächeln am Rand der Welt: Eine Camino Rhapsodie von Knud Hammerschmidt


Buchvorstellung einmal anders

Heute ist ein komischer Tag 😊 Nach dem Autoreninterview drückt mir Knud sein Print in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Das ist neu, normalerweise bekomme ich immer ein ebook, aber schauen wir mal, was passiert.

Ich drehe es hin und her und öffne schließlich das Buch des Autors „Das Lächeln am Rand der Welt: Eine Camino Rhapsodie“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Immer gern.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ich passe nicht in jede Schublade, eigentlich passe ich in keine Schublade. Einerseits gefällt mir das, andererseits bin ich dadurch nicht so sichtbar wie ein Genreroman. Ich bin ein Buch voller Lebensfreude, Optimismus und Liebe. Ich erzähle nicht nur eine, ich erzähle gleich drei Geschichten und viele kleine Geschichten, so ganz nebenbei, ich bin ein Buch für Leser mit Phantasie. In mir geht es, unterm Strich, um das Leben und das Lieben. So entdeckt eine/r meiner Charaktere die Liebe für sich neu auf eine Art, mit der er/sie nicht gerechnet hat. Mehr verrat ich hier aber nicht! 😉
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Tja, mein Autor liebt das Harmonische, das ist wahr. Aber! Er tut sich mit schwierigen Situationen leichter, wenn es um das Schreiben geht. Vielleicht, weil in Problemen mehr Dynamik liegt? Aber zu Guter Letzt, im letzten Drittel merke ich schon, dass er Wege gefunden hat, auch das Schöne und Harmonische mit Spannung zu beschreiben.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eigentlich mehrere. Ich habe dir jetzt mal drei rausgesucht, jeweils zu einem der drei Hauptcharaktere passend:
„Die Fotos waren sehr gut, sowohl in Schwarzweiß wie auch in Farbe. Vor dem hellen Rechteck der Balkontür hob sie sich schattenhaft, nur von hinten beleuchtet, von der hellen Mittagssonne ab. Besonders ein Schwarzweiß-Bild hatte es ihr angetan. Sie stand halbseitlich, mit einem Arm auf dem Balkongeländer, ihr Körper halb im Licht und halb im Schatten. Die langen Beine wurden durch das Spiel von Licht und Schatten noch betont und ihre Brüste schienen schattenhaft durch den Stoff des Tops hindurch. Ihr Gesicht lag komplett im Schatten, bis auf die, von hellen Lichtstreifen betonten Konturen von Stirn, Nase, Mund und Kinn. Es sah sinnlich und doch elegant aus. „Das musst du mir unbedingt schicken!“ „Sowieso“, Kim gähnte. „Mitten in der Nacht aufstehen und bereits mittags ein paar Wein intus. Du hast einen schlechten Einfluss auf mich.“ Sie rollte sich auf dem Bett zusammen und war innerhalb von Sekunden eingeschlafen. Mercedes schmunzelte und schlüpfte unter das Laken. Das Zimmer lag im Schatten und das Licht des frühen Nachmittags hing wie eine Leinwand im Rahmen der Balkontür. Sie liebte die Siesta im Halbschatten. Es war wie ein Versprechen auf die Fortsetzung eines schönen Tages. Als würde dieser Tag ihr sagen: ruh dich aus, ich bin hier und warte auf dich.“
Dann eine Erkenntnis der Protagonistin Miriam: „Ein Reisender, der stets in Bewegung ist, ruht in sich selbst und ist dort zuhause, wo er mal kurz seinen Koffer abstellen kann. Die Heimat eines Reisenden ist das Staunen, Erfahren und Berühren. Erst wenn er längere Zeit an einem Ort verweilt, wird er wissen, ob er angekommen ist.“
Und zu wem diese Textstelle gehört, verrate ich nicht. 😉
„Alle ihre Sinne waren nur auf sie ausgerichtet. Ihre Körper und ihre Lust waren, für eine kostbare, kurze Unendlichkeit, eine untrennbare Einheit. Sie erreichten den Zenit ihrer Flugbahn gemeinsam. Das Universum zog sich zusammen wie eine Sprungfeder, verharrte für einen kurzen Moment, dann dehnte es sich aus und sie verströmten sich aneinander.“
Weißt du wie viel Knud tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Eine ganze Menge würde ich mal sagen. Sehr viel an Erlebnissen, Erfahrungen und natürlich sind die Ortsbeschreibungen sehr genau.
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Ayayay! Ich selbst möchte da eigentlich keine Aussage treffen, als Schöpfung meines Autors fühle ich mich ihm doch sehr verpflichtet. Von Miriam, Mercedes, Vinzenz und ihren Freunden weiß ich, dass sie ihn mögen und sich teilweise in ihm wiederfinden. Und die Nebencharaktere? Hmm.. keine Ahnung. Vielleicht frage ich mal Frau HeidiMariaundJosef. Oder Barbara Millicent Roberts, oder den Typ mit dem Stahlwollebart und seinen flusenbärtigen Kumpel. Oder lieber doch nicht. Die hat er nämlich alle ein wenig durch den Kakao gezogen. Also ich mag den Kerl, er hat einen guten Humor und weiß meistens wovon er schreibt.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
ja, der Titel kam sehr spät. Es gab einen Arbeitstitel, an dem Knud recht lange festgehalten hat. Er hat sich da ewig lang herumgehangelt und varianten versucht. Aber irgendwie war er nie zufrieden. Und als er dann bei den letzten Kapiteln war, hat es plötzlich Klick gemacht. Aus nachvollziehbaren Gründen. Insofern hatte ich Mitspracherecht und war die Muse für den Titel. 😉
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Nichts ist so gut, dass man es nicht ändern möchte. Aber Coverart ist nicht wirklich Knuds oberste Priorität. Insofern bin ich zufrieden. Das passt so. Das Titelfoto ist auf jeden Fall sehr cremig.
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob der Autor viele echte Plätze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Da ist alles echt! Darum lieben ja die Jakobswegpilger, die die Wege kennen, das Buch so sehr!! Und natürlich weil die Story sehr gut ist.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Hmm… dann würde ich sagen, nehmen wir etwas … Nachdenkliches? „Wenn die Zukunft feststeht und die Zeit, die bleibt, kurz ist, ist die Erinnerung, das was bleibt“, sinnierte sie. „Das Alter ist die Phase, in der das Gestern von größerer Bedeutung ist, als das Morgen.“
Nun betritt der Autor wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich dem Autor zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] Knud Hammerschmidt

Autoreninterview
Knud Hammerschmidt

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich lebe in München, stamme ursprünglich aus dem Herzen des Ruhrgebiets, bin schon fast 20 x umgezogen und seit fast 26 Jahren mit ein und derselben wunderbaren Frau zusammen. Als Autor bin ich wohl ein Spätberufener 😉 ich gehöre der sogenannten Generation X an, was heißt, ich bin in den 80ern groß geworden. Mir machen eine Menge Dinge Freude, die kreativer Natur sind, sowie vieles was nicht unbedingt alterstypisch ist und ich bin in meinem Leben ganz gut herumgekommen. Außerdem bin ich ein leidenschaftlicher Jakobsweg -Fan.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe es einfach irgendwann mal als kreative Ausdrucksform ausprobieren wollen. Für mich selbst, beruflich oder auch für ein Nürnberger Stadtmagazin habe ich immer schon gern geschrieben. Es hat mir immer gefallen, mich schriftlich gut ausdrücken zu können.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben? 
„Das Lächeln am Rand der Welt“ ist mein erster Roman und erzählt drei ineinander verwobene Geschichten von Menschen, die durch Galicien wandern. Ich bin mir sicher, hier sind mir ein paar spannende Charaktere und ungewöhnliche Lebensgeschichten gelungen. Ein bekannter Münchener Regisseur hat gesagt, dass ihm meine feine Beobachtungsgabe gefällt. Davor, als allererste Fingerübung, habe ich mal ein amüsantes Kochbuch geschrieben. Nach meinem ersten Jakobsweg 2012 hatte ich das dringende Bedürfnis das alles in irgendeiner Form zu Papier zu bringen. Daraus wurde dann „Ohne Schmerz kein Halleluja“, eine unterhaltsame, nicht immer ganz ernst zu nehmende, Mischung aus Ratgeber und Tagebuch. Das habe ich dann drei Jahre später ins Englische übertragen, unter dem Titel „Dude looks like a Pilgrim“, was eine sehr spannende Erfahrung war.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich habe derzeit 2 Projekte. Einmal einen Roman, der in den wilden 80ern handelt und einen Band mit Shortstorys zum Thema Sommer. Der vorläufige Arbeitstitel ist „Seven Songs of Summer“ oder so ähnlich. Mein Thema, du merkst es sicher, sind Menschen. Menschen und das was sie tun und erleben und warum und wie sie sich entwickeln finde ich ungemein spannend. Darum sehe ich mich auch nicht wirklich als Genre-Schreiber.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Reisen, Wandern, mal ins Gym, Skateboardfahren, kochen, essen, schwimmen, Wein trinken, den Sommer genießen. Vor mich hin denken. Ich bin ein Sommermensch.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ja natürlich. Das sind eigentlich schon so viele, dass es schwer fällt, eine Auswahl zu treffen. Aber derzeit sind das z.B. Helge Timmerberg, Douglas Adams (immer wieder!), Terry Pratchett, Umberto Eco, Andrea Camillieri, P.G. Wodehouse, Ben Aaronovich, Ralf König…
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe ganz profan in meinem Arbeitszimmer, das man teilweise auch in meinen Lesungsvideos gut sehen kann. Z.B. bei Youtube oder FB
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
So wie bei jedem anderen Menschen auch, mit Aufwachen, Gähnen, die Realität des frühen Morgens verleugnen, Kaffee trinken und sich dem Leben stellen. Abends koche ich meist, dann etwas lesen, malen, Netflix & Chill. Also was man als Mensch halt so tut.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen variiert es. Von intelligenter Fantasy über phantasievolle SF (wie Alan Dean Foster z.B.) bis zu Cozy Krimis, Komödien, Gesellschaftsromanen und Büchern die sich jedem Genre entziehen. Schreiben: Ich habe es ja schon erwähnt: ich sehe mich am ehesten als Autor, der über Menschen schreibt, wenn es denn ein Genre sein muss, so passt wohl am besten der Gesellschaftsroman.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst?
„Genügt es denn nicht, dass ein Garten schön ist, ohne dass man unbedingt glauben muss, dass Feen darin hausen?“ — Douglas Adams
Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? „Zynismus ist eigentlich nur ein anderes Wort dafür, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Gottseidank ist der Mensch ein ambivalentes Wesen, so dass man sowohl ein Zyniker als auch ein Optimist sein kann.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe einen Lieblingskontinent und das ist Asien. Ganz besonders Südostasien. Ich liebe Nachtmärkte, die Kultur, das Essen, die Menschen und natürlich die Strände.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kommt drauf an, was da kritisiert wird und mit welcher Absicht. Wenn ich das Gefühl habe, jemand krittelt an mir herum, um sich selbst zu erhöhen, kann ich ziemlich fuchsig werden.
Berechtigte Kritik, die sachlich und nachvollziehbar rüber kommt, finde ich teilweise durchaus bereichernd.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
😉 Weil ich bislang noch keinen Verlag gefunden habe, der mich verlegen will. Und natürlich auch, um mich in aller Ruhe als Autor zu entwickeln. Ich gehe davon aus, das sich über kurz oder lang für das eine oder andere Buch ein passender Verlag findet.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja! Die Bill & Ted Filme gehören in jede ordentliche DVD Sammlung, man sollte unbedingt mal Tucholsky gelesen haben und ab 30 ist ein altersgerechtes Verhalten ein Zeichen von Frühvergreisung.

Montag, 19. April 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Sternstunde - Der finstere König von Susanne Sievert



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Udy, Shanalei, Shen Su, Jewell, und Der finstere König aus „Sternstunde – Der finstere König“ und deren Autorin Susanne Sievert.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig ergänzen und gerne auf die Fragen antworten?
Vielen Dank für die Einladung. Wir geben unser Bestes.
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Udy: Die Geschichte beginnt mit mir, deswegen werde ich mal den Anfang in dieser lustigen Runde machen. Allerdings werde ich euch nicht viel verraten, einiges soll der Leser selbst über mich herausfinden. Ich bin die Tochter eines Häuptlings und lebe beim stolzen Volk der Riesen. Das Leben ist hart und ich bin anders als meine Familie. Mehr werdet ihr nicht von mir erfahren.
Shanalei: Mit meiner Geschichte geht es weiter und auch wenn ich es gerne möchte, kann ich euch nichts über mich verraten. Nur das Eine: Ich lebe im Süden in einem Palast mitten in der Wüste. Der Sohn des finsteren Königs kennt meine Herkunft und mein Geheimnis. Er nutzt es für seine Zwecke und dabei möchte ich doch nur eines …
Shen Su: In der dritten Geschichte geht es um mich. Ich lebe im Osten und in einem Tempel, zusammen mit meinen vier Schwester. Eines Tages sind sie verschwunden und ich bin allein. Die Einsamkeit kann sehr bedrückend sein.
Jewell: Ich komme aus dem Westen und lebe zusammen mit meinem Bruder am Rande eines Waldes. Das Volk der Dunkelelfen hat uns verstoßen, weil wir anders sind. Meine magischen Steine verkünden Unheil, aber dass das Unglück mich derart trifft, hätte ich niemals für möglich gehalten.
Der finstere König: Zu mir kommen wir noch. *unheilvolles Lachen*
Claudia: Könnt ihr das Buch in eigenen Worten beschreiben? Vielleicht ohne den Klappentext abzulesen, denn den kann man auf den Plattformen abrufen.
Der finstere König: Ich werde hier den Anfang machen. Später lassen mich die Vier sicher nicht zu Wort kommen. Wer etwas Magisches, Düsteres und Neues lesen möchte, greift zur Sternstunde. Wer sich das traut, tritt gegen mich an. Überlegt es euch sehr gut. Ich, der finstere König, der Herrscher aller Himmelsrichtungen! Der bösartige und mächtige Krieger. Der Mann, der tausend Namen. Ich bin …
Udy: Okay, du hattest deine 3 Minuten im Rampenlicht. Verschwinde in den Schatten, wo du hergekommen bist!
Der finstere König: Wage es nicht! Ich werde …
Shen Su: Man muss gehen, wenn es am schönsten ist. Also los. *schiebt ihn raus*
Shanalei *ruft hinterher*: Wenn du den Leuten drohst, bekommen sie Angst und dann will niemand unsere Geschichte lesen.
Jewell: Ist das dein Ernst? Das wäre ja eine Katastrophe.
Udy: Nicht gleich heulen, ja? Zeig‘ ihnen doch die schönen Seiten. Das Buch heißt schließlich nicht nur „Der finstere König“, sondern „Sternstunde“. Die Autorin hat sich dabei was gedacht.
Jewell: Du hast recht. Wir sind vier Frauen, die sich ihren Platz in der Welt erkämpfen. Jede von uns durchlebt die dunkelste Stunde, findet aber die Kraft etwas Neues zu erschaffen.
Shen Su: Wenn du unsere Geschichte liest, dann sag‘ uns: Was ist deine Sternstunde?
Claudia: Macht es dir als Autorin Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie fühlt ihr euch als Charaktere dabei?
Susanne: Als Autorin schicke ich die Protagonistinnen auf eine Reise und sie stellen sich verschiedenen Herausforderungen, um daran zu wachsen und …
Udy: Na, das hast du ja ganz wundervoll und sachlich formuliert. Als hätte ich ein Wissenschaftsbuch aufgeschlagen.
Shen Su: Hach ja, ganz meiner Meinung.
Shanalei: Ich denke, das war Sarkasmus.
Shen Su: Sarkasmus?
Jewell: Ja, beißender und bitterer Spott. Ihr kennt sie doch.
Udy: Pff, keiner von euch kennt mich wirklich. Aber das ist ein anderes Thema. Hier geht es um die Autorin und um die Qualen, die sie uns zumutet. Davon gibt es eine ganze Menge! Blut und Gewalt. Kämpfe, Intrigen, Verrat, Verlust und Tränen. So viele Tränen!
Shanalei: Aber auch Vergebung.
Jewell: Und Güte.
Shen Su: Vergiss die Liebe nicht.
Udy *rollt mit den Augen*: Das habe ich zwischen den ganzen Kämpfen wohl übersehen.
Jewell *flüstert*: Drama-Queen.
Udy: Das habe ich gehört!
Shen Su: Es ist, wie Susanne sagt. Sie schickt uns auf eine Reise, um herauszufinden, wer wir sind. Was wir erreichen können und welche Stärke in uns steckt. Es geht um das Leben! Ich freue mich so auf den zweiten Band! Das wird großartig.
Der finstere König: Ich werde …
Alle Vier zusammen: Halt die Klappe!
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs vorstellen wollt?
Udy: Alle Kampfszenen sind meine Lieblingsszenen. Habt ihr schon die Stelle gelesen, in der ich auf Feo Kun treffe? Nein?! Wenn ihr erfahren wollt, wie man einem Dämon den A… aufreißt, wendet euch an mich.
Shanalei: Das ist wirklich schwierig zu beantworten, ohne etwas zu verraten. *denkt nach und lächelt* Das erste Zusammentreffen mit Harum war magisch und etwas ganz Besonderes für mich.
Shen Su: Definitiv der erste Schritt aus dem Tempel.
Jewell: Ich liebe besonders die ruhigen Stellen, in denen ich meinen kleinen Bruder im Arm halte und wir uns gegenseitig Geborgenheit schenken.
Claudia: Wie viel echte Susanne steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
In diesem Buch steckt auf jeden Fall am meisten von Susanne. Mit ca. 17 Jahren fing ich mit der Geschichte rund um Udy an und beendete sie knapp mit 30 Jahren. In jeder Geschichte spiegelt sich mein jeweiliger Lebensabschnitt.
Bei Udy war ich gerade in der Ausbildung und jeder Tag war ein Kampf. Ich kam so oft an meine Grenzen. Körperlich, sowie seelisch. (Die Gastronomie ist hart, aber ich bin unglaublich dran gewachsen.)
Während ich an der Geschichte von Shanalei schrieb, wünschte ich mir einfach nur Liebe und Anerkennung. Es war eine naive Phase, in der ich mich gerne ausnutzen ließ, ohne es zu merken.
Bei Shen Su lernte ich, immer selbstständiger zu werden – vor allem für mich selbst einzustehen und mich stark zu machen.
Ich denke, bei Jewells Geschichte kann man deutlich erkennen, dass ich sie während der Schwangerschaft schrieb und in den ersten Monaten, als mein Kleines auf der Welt war. Die Geschichte ist brutal, aber es steckt viel Liebe und Fürsorge zwischen den Zeilen.
Claudia: Charaktere unter uns. Wie würdet ihr als Protagonisten eure Autorin beschreiben?
Udy: Mit Susanne zusammenzuarbeiten ist Chaos. Ich fühle mich wie auf dem Schlachtfeld. Es gibt Tage, da rennt sie mit dem Schwert voran ins Getümmel, lacht und spaltet Köpfe. An anderen Tagen rennt sie heulend weg und vergräbt sich in Selbstzweifel.
Shen Su: Sie ist eben ein emotionaler Mensch.
Susanne: Danke.
Jewell: Sie ist mit Leidenschaft dabei. Kämpft, wenn wir kämpfen. Lacht, wenn wir lachen und blutet, wenn wir …
Susanne: …
Jewell: War das etwas übertrieben?
Shanalei: Vielleicht ein kleines bisschen. Ich denke, wir sind uns aber einig, dass Susanne mit Herzblut dabei ist, oder?
Alle vier nicken und die Autorin ist erleichtert.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Susanne: Den Titel zu finden war ein Krampf. Mein Gedanke war, Licht und Schatten zu vereinen.
Udy: Wir haben ihr vielleicht ein bisschen auf die Sprünge geholfen.
Der finstere König: Na, wer von uns war das wohl? Das Buch trägt schließlich meinen Namen. Es geht um mich, den unangefochtenen Herrscher!
Shananlei: Er mal wieder.
Shen Su: Gönn‘ ihn doch ein bisschen Aufmerksamkeit. Er schreit förmlich danach.
Jewell: Jeder von uns wird seine Sternstunde finden.
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Oh nein. Das Cover ist sowas von perfekt. Daran würden nichts mehr verändern.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Ein richtiges Lieblingszitat haben wir nicht. Aber eines können wir sagen: Jeder Auftritt der Einen ist mit einem weisen Zitat verbunden.
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch
Das hat echt viel Spaß gemacht! Vielen Dank. :)

[Autoreninterview] Susanne Sievert

Autoreninterview
Susanne Sievert

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gerne. Ich wohne mit meiner Familie in Hamburg und bin ein richtiges Nordlicht. Neben dem Schreiben lese ich viel. Besonders Stephen King Romane haben es mir angetan. Ich selbst würde mich als ehrlichen, willensstarken und unkomplizierten Menschen beschreiben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Die ersten Geschichten hatte ich während der Grundschulzeit geschrieben, nachdem ich eine Folge von Hercules im Fernsehen gesehen hatte. Kennt jemand die Serie zufällig noch? Ich weiß noch ganz genau, wie mich mit meiner Familie vor dem Fernseher gesessen habe. Als dann noch Xena auftauchte, war es um mich geschehen. Es klingt irgendwie kindisch, aber so hatte es damals bei mir angefangen. Ich wollte unbedingt meine eigene Heldin erschaffen. Später fiel mir das Buch „Narben“ von Caroline Spector in die Hände und ich fing an Sternstunde zu schreiben. Da war ich ca. 17 Jahre und in der Ausbildung.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Sternstunde – Der finstere König ist mein Erstlingswerk. Ursprünglich hatte ich es 2015 veröffentlicht, aber 2017 überarbeitet wiederveröffentlicht. Es ist ein Dark Fantasy Roman, in dem vier Frauen gegen das Böse kämpfen und jede auf ihre Weise ihre Stärken entdeckt.
Danach folgte die Julie Mond Reihe:
Home sweet Julie
Julie’s Monsters
Bloody Julie 2.0
Es ist eine Dystopie, in der die Geschwister Mond nicht nur gegen Zombies kämpfen, sondern vielmehr gegen die Monster der Vergangenheit.
Ich habe auch zwei märchenhafte Kurzgeschichten (für Erwachsene) geschrieben:
Das unausgesprochene Wort der König und Sams Traum.
Dazu möchte ich nicht zu viel verraten. :) Es sind kleine Geschichten, die zum Nachdenken anregen, aber auch Mut geben sollen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite gerade an einer weiteren Kurzgeschichte. Angefangen hat es als Märchen, aber jetzt würde ich es eher in die Kategorie Dark Fantasy/Horrormärchen einsortieren.
Danach arbeite ich am zweiten Band von Sternstunde. Die ersten 50 Normseiten hatte ich vor knapp zwei Jahren geschrieben. Ich bin echt gespannt, was ich damals verfasst habe.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich verbringen Zeit mit meiner Familie und mit Sport. Ich bin auch gerne draußen aktiv. Spazieren gehen oder Fahrradfahren.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Zu meinen Lieblingsautoren gehört auf jeden Fall Stephen King. Aber ich lese auch gerne Bücher von Richard Laymon, Morgan Rice, Jack Kilborn, Marie Graßhoff und Gillian Flynn. Es gibt noch so viele mehr, die ich aufzählen könnte. J Zum Glück, dann wird es nie langweilig.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Da kann ich leider nichts Spektakuläres vorweisen. Ich arbeite gerne bei geöffnetem Fenster im Wohnzimmer. Mein Traum ist ein eigenes Schreibbüro. Das folgt, wenn ich vom Schreiben leben kann, ha ha.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein Alltag (Montag bis Freitag) ist komplett durchstrukturiert. Aufgrund der aktuellen Situation sieht er so aus:
04:20 Uhr klingelt der Wecker.
Aufstehen, fertig machen, schreiben.
Kind wecken, Frühstück machen, ein bisschen Haushalt.
Ab zum Hauptjob.
Nachmittags Sport, Essen, Kind bespaßen, völlig fertig ins Bett fallen.
(Mein Mann übernimmt zum Glück das Homescooling)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Lesen: High Fantasy, Dystopien (Science Fiction), Thriller und hin und wieder eine Liebesgeschichte.
Schreiben: High Fantasy, Dystopie (Science Fiction)
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lieblingszitat für das Leben: Behandle jeden Menschen so, wie du selbst gerne behandelt werden möchtest. Ein Lieblingszitat aus meinen Büchern habe ich nicht. Was meine Arbeit aber beschreiben würde: Weiter immer weiter (Bastian Yotta).
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Mein Lieblingsland ist Deutschland, meine Heimat. Aber im Urlaub und später als Rentner (so der Traum von meinem Mann und mir) Mallorca. Wir lieben die Insel einfach.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin kritikfähig, wenn sie nicht an mich persönlich als Mensch gerichtet ist. Wenn es um meine Bücher geht, heule ich zwar erstmal eine Runde, aber ich nehme sie an. J Mit konstruktiver Kritik kann ich nur wachsen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Anfangs war es für mich ein schneller Weg, ein Buch zu veröffentlichen. Alle Rechte und Ideen liegen bei mir und das gefällt mir. Aber mein Traum ist es, einen Roman bei einem Verlag zu veröffentlichen. Darauf arbeite ich jetzt hin.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr in eines meiner Werke blättert und mir ein Feedback hinterlasst. J Ich habe große Träume und mit Rückmeldungen zu meinen Geschichten komme ich ein Stück näher an mein Ziel.

Sonntag, 18. April 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Wer ist John West? von Jorden Grey



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten John West aus „Wer ist John West“ und dessen Autor Jorden Grey.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig bei den Fragen unterstützen oder einen Blickwinkel darauf geben aus eurer Sicht?
Jorden Grey: Gerne. Das machen wir.
John West: Natürlich.
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit deinem Autor, deshalb wäre es schön, wenn du dich meinen Lesern vorstellen könntest.
John: Mein Name ist John West. Ich bin auf die Suche nach meiner Vergangenheit und kann dir eigentlich nicht so viel über mich verraten.
Claudia: Könntet ihr uns das Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben? Vielleicht ohne den Klappentext abzulesen, den jeder in den diversen Plattformen lesen kann?
Jorden: Es handelt von einem Mann, John, dessen Leben zerstört wird. Er ist auf der Suche nach dem Grund. Eigentlich hat er mit seinem Leben abgeschlossen. Aber dann begegnet er einem Menschen, der ihn braucht. Und er schöpft wieder ein wenig Lebensmut. Aber dann verfolgen ihn schwarz gekleidete Männer.
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie geht es dir als Protagonist dabei?
Jorden: Ich leide mit meinen Charakteren mit. Eigentlich will ich das nicht tun, aber es kommt beim schreiben über mich. Das schlimmste ist, wenn ein Charakter das Buch verlassen muss, weil es wichtig für die Geschichte ist. Das trifft mich dann selber hart.
John: Ich glaube Jorden liebt es mich zu quälen. Was ist alles durchmachen muss. Ein Teil von mir hasst Jorden ein wenig. Aber ein kleiner Teil liebt ihn auch, weil er mich erschaffen hat.
Claudia: Habt ihr – vielleicht sogar jeder - eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr meinen Lesern vorstellen wollt?
Jorden: Meine Lieblingsstelle ist relativ am Ende des Buches, als John das Attentat verübt.
John: Meine Lieblingsstelle ist, als ich Jocelyn treffe. Eigentlich hat sie mich ja gerettet.
Claudia: Wie viel echter Jorden steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Jorden: Das kann ich selber gar nicht beantworten. Die Charaktere kommen aus meinem Inneren. Ich glaube, das sie da schon drin sind und nur herauswollen. So wie einem Bildhauer, der einen Block Stein vor sich hat. Er meißelt eine Statue hervor, die er da irgendwie schon drin war und raus wollte.
Claudia: John, unter uns. Wie würdest du als Protagonisten deinen Autor beschreiben?
John: Eigentlich ist er ja ein netter Kerl.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du als Charakter vielleicht sogar Mitspracherecht?
John: Der Titel stand noch nicht fest. Ich habe Jorden dann gesagt, das ich auf der Suche nach mir selber bin. So entstand dann der Titel „Wer ist John West?“.
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Jorden: Ich bin mit dem Cover zufrieden und würde nichts ändern.
John: Ich wollte ihn überreden, das ich auf das Cover komme. Aber das wollte Jorden nicht.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Jorden: „Dieser Umschlag ist jetzt 30 Jahre alt, Mr. West. Seit Jahren trage ich ihn mit mir herum. Er erinnert mich immer daran, warum ich hier bin. Warum ich das alles tue. Dieser Umschlag und sein Inhalt sollen mich immer daran erinnern, war geschehen ist. Oder genauer gesagt, geschehen wird. In der Zukunft.“
John: „Daddy, komm nach Hause. Jetzt kannst du zu uns kommen. Wir lieben dich. Ich bin nicht böse auf dich. Bitte komm zu uns. Wir vermissen dich so. Wir wollen nicht länger alleine sein. Es ist alles gut.“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Jorden Grey

Autoreninterview
Jorden Grey

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Hobby Autor und schreibe seit der Jugendzeit Geschichten. Meine Familie ermutigte mich jetzt einer meiner Geschichten zu veröffentlichen. Die Geschichte von John West erschien mir da geeignet, da ich die Story gerne als Serie veröffentlichen möchte. Aus diesem Grund sind die einzelnen Bücher auch etwas kürzer. Sie umfassen in etwa 120 bis 150 Seiten. Für den schnellen Genuss zwischendurch. Ich möchte, das die Leser sich gut unterhalten fühlen und sich auf das nächste Buch freuen und wissen möchten wie es weiter geht.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe früh mit dem Lesen von Büchern von Stephen King und Dean Koontz angefangen. Ich war da 12 Jahre alt. Das waren meine Vorbilder. Ich war von den Geschichten fasziniert und wollte eigene Geschichten schreiben. Ich tat dies dann zumeist für Familienmitglieder und Freunden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Im Dezember 2020 habe ich den ersten Teil der John West Chroniken veröffentlicht, mit dem Titel „Wer ist John West?“
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite gerade am 2. Teil der Geschichte mit dem Untertitel „Hope“.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich bin Kampfkunsttrainer und trainiere gern mit meinen Schülern oder auch nur für mich. Ich lese natürlich weiterhin sehr gern meine Lieblingsautoren.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine Lieblingsautoren sind weiterhin Stephen King und Dean Koontz. Meine Lieblingsbücher sind Friedhof der Kuscheltiere und Carrie von Stephen King sowie Trauma und die Thomas Odd-Serie von Dean Koontz. Aber auch die Tribute von Panem Bücher sind meine Lieblingsbücher. Das Buch Raum von Emma Donoghue hat mich stark beeindruckt.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten sitze ich an einem ruhigen Plätzchen in meinem Haus oder im Garten mit meinem Laptop.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe morgens auf und gehe meiner „normalen“ Arbeit nach. Danach trainiere ich mit meinen Schülern oder für mich. Abends finde ich dann noch ein paar Stunden zum schreiben Zeit.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Eigentlich habe ich kein Lieblingsgenre. Auch wenn das meine Lieblingsautoren bzw. Bücher anders aussehen lässt. Ich lese auch sehr viel Drama. Ich liebe die Mischung. Mystery, Thriller, Drama. Ich versuche selber, alles in meinen Geschichten einfließen zu lassen. Ich finde Bücher oder Geschichten gut, die meine Emotionen hervorrufen. Geschichten müssen einen bewegen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Tatsächlich habe ich mein Lieblingszitat an Anfang meines ersten Buches eingefügt. Es ist vom Dalai Lama: „Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Mein Lieblingsland sind die USA. Deshalb spielen meine Geschichten auch dort.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich denke schon, das ich kritikfähig bin. Jemand der was anderes behauptet, hat keine Ahnung :)
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Da ich gern alle Aspekte des Veröffentlichen eines Buches Spaß macht. Vom Schreiben, über den Coverentwurf bis hin zum veröffentlichen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lebt Euer Leben jetzt und lest meine Bücher :)

Samstag, 17. April 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Acht von Andreas Michels



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Alex Richter, Jessy, Jochen, Karel, Prof. Sperling, Dr. Schneider, Hiko, Frau Ines Krämer und Miss Daisy aus „Acht“, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Dr. Schneider: „Vielen Dank für die Einladung, natürlich werden wir unser Möglichstes tun, ihre Fragen zu beantworten, wenngleich natürlich eine gewisse Diskretion aufgrund bestehender Verschwiegenheitsklauseln beachtet werden muss“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Alex Richter. „Hi, ich bin Alex. Das da sind Jessy und Jochen, zwei meiner WG-Mitbewohner, der Herr dort ist Prof. Johann Sperling, mein Geschichtsdozent aus Unizeiten. Daneben sitzt Karel Nowak und der Rest stellt sich wohl am besten selbst vor!“
Dr. Schneider. „Mein Name ist Schneider, ich bin Fachanwalt für Erbrecht und habe eine Kanzlei in Regensburg.“
Frau Krämer. „Hallo, ich bin Ines Krämer und arbeite als Angestellte in der Phantombildstelle der Polizei Regensburg im Revier am Dachauplatz“
Miss Daisy: „Mau?“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Hier muss unter den Anwesenden erst einmal lebhaft diskutiert werden. Letztlich ist es Alex, der antwortet, wenngleich einige andere der Anwesenden gern auch etwas dazu gesagt hätten: „Acht handelt von mir. Also ganz sprichwörtlich, ich bin wohl so etwas wie der Protagonist. Ich bin nicht so ganz happy darüber, was für ein Bild Michels von mir zeichnet, er neigt teilweise schon zu etwas drastischen Worten. Aber leider hat er letztlich schon recht, was mir da in Regensburg passiert ist, ging mir ziemlich an die Nieren und ich werde viel Alkohol brauchen, um mal darüber lachen zu können!“
Glaubt ihr, macht es dem Autor Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Abermals diskutieren die Anwesenden. Letztlich antwortet ein Kerl mit deutlichem Latino-Look. „Ich glaube, unser Schöpfer tut nichts ohne Grund. Man könnte manchmal meinen, seine Hintergedanken haben …Hintergedanken! Inwiefern Spaß dabei eine Rolle spielt, ist schwer zu sagen, aber ich glaube, dass er durchaus mit uns mitfiebert!“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Alex grinst. „Oh ja, die habe ich!“ Zur Antwort kassiert er einen rüden Knuff von Frau Krämer, die etwas rot um die Wangen wirkt. Schnell ist Alex wieder ernst. „Spaß beiseite: Ich habe in dem Buch nicht allzu viel zu lachen, aber gerade die kleinen Sachen sind es, die mich das Ganze haben durchstehen lassen. Danke dafür!“ Er sieht offenkundig Jessy, Jochen, Karel und Prof. Sperling an. Dann wirkt er beim Anblick des Latinos etwas verwirrt, vor allem, als dieser wieder hinter einer Säule verschwindet.
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Dieses Mal ist es Professor Sperling, der antwortet (Nachdem er seine Brille durch eine andere ersetzt hat): „Man kann davon ausgehen, dass unser Schöpfer seine eigenen Erlebnisse aus seiner WG-Zeit in dieses Buch hat einfließen lassen, wenngleich diese in Leipzig war. Geschichtlich ist er auch sehr interessiert, wie man ja bereits an dem Historienroman sieht, den er geschrieben hat. Ich glaube allerdings, dass der Autor in einem Charakter aus einem anderen Buch mehr von seiner Weltsicht hat einfließen lassen: Esariel!“
Wie würdet ihr euren Autor beschreiben?
Frau Krämer antwortet: „Andreas verfügt über einen rabenschwarzen Humor, für den er eigentlich einen Waffenschein benötigt. Aber er grübelt so schrecklich viel, manchmal zu viel für unseren Geschmack. Unsere Schicksale haben sich im Laufe der Geschichte mehrfach verändert und zwar mitunter von einem Extrem ins andere. Und wieder zurück!“
Miss Daisy: „Purrr!“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Jochen räuspert sich, doch bevor er antwortet, muss erstmal die Brille zurechtgerückt werden: „Andreas bearbeitet meist mehrere Projekte gleichzeitig. Acht war eigentlich „nur“ die Nebenstory eines anderen Buches, das dadurch aber zu umfangreich geworden wäre. Anstatt uns aber einfach heraus zu kürzen, hat Andreas Vollgas gegeben und uns letztlich in einem eigenen Buch eine Heimat gegeben. Der Titel stand dabei von Anfang an fest, da er in diesem Fall allegorisch in vielerlei Hinsicht zu sehen ist. Ich bin gespannt, ob die Leser alle Bezüge im Buch zu dem Titel finden!“
Jessy knufft ihren Mitbewohner. „Andreas mag aber vor allem kurze, klangvolle Titel, insofern hat sich das angeboten. Natürlich auch im Zusammenhang mit den Punkten, die Jochen genannt hat!“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Alex kichert. „Das Cover war eine schwere Geburt, das kann ich dir sagen!“ Das liegt daran, dass Kathrin vor eine Weile begonnen hat, ihre kreative Ader auch bei der Gestaltung von Covern auszuleben. Sie hat Andreas quasi getiltet, so viele gute Coverentwürfe hat sie produziert. Es gab mehrere Leserumfragen, genauso, wie der Freundeskreis gelöchert wurde!“
Dr. Schneider lehnt sich vor und versucht dabei diskret, die Katze von seiner Anzughose fernzuhalten. „Das ist korrekt, allerdings kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass, nach Abwägung aller Faktoren, das Cover für „Acht“ vollumfänglich zu unserer Zufriedenheit geraten ist!“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Alex antwortet wie aus der Pistole geschossen: „Grunge ist in!“
Jessy neben ihm verdreht die Augen
Danke für das Gespräch

[Autoreninterview] Andreas Michels

Autoreninterview
Andreas Michels

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, mein Name ist Andreas Michels, ich zähle 41 Lenze und lebe in Bayern, grob zwischen Nürnberg und Regensburg. Ich bin verheiratet und habe mittlerweile einen Sohn.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Dazu hat mich tatsächlich mein Deutschlehrer in der sechsten Klasse animiert, nachdem ich einen Geschichtenwettbewerb gewonnen hatte. Mein erstes Buch habe ich mit 18 zu einem Rollenspielsystem (Shadowrun) geschrieben. Der Verlag ist allerdings kurz vor Veröffentlichung wegen neuer Vorgaben vom Lizenzhalter wieder abgesprungen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Da wäre zunächst einmal „111 Gründe, Rollenspiel zu lieben“, ein Sachbuch, das mit einem Augenzwinkern das Hobby Rollenspiel in all seinen Facetten beleuchtet.
Dann gäbe es noch „Esariel“, eine düstere Noir Story um einen Schutzengel, der desillusioniert mit Seinesgleichen gebrochen hat, aber seiner Vergangenheit nicht entkommen kann.
Sehr stolz bin ich auf „Atahash“, einen Historienroman, der die Eroberung Südamerikas im Jahre 1530 beleuchtet und auch den deutschen Anteil daran thematisiert.
Jetzt frisch herausgekommen ist „Acht“, ein Mysterythriller, um den notorischen Pechvogel Alex Richter, der im schönen Regensburg auf ein düsteres Geheimnis stößt, das besser vergessen geblieben wäre.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Aktuell schreibe ich an der Fortsetzung von „Esariel“, nachdem mein Verlag mich gebeten hat, aus dem Buch eine Trilogie zu machen. Dabei soll aber jedes Buch für sich allein stehen können.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Freizeit? Was ist das? Wenn… sich das tatsächlich findet (und nicht gerade Lockdown herrscht), bin ich im Fitnessstudio zu finden, fahre gern auf Liverollenspiele, verbringe Zeit mit meinen Freunden, aber vor allem viel Zeit mit meinem Sohnemann.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Terry Pratchett ist für mich Vorbild und Lieblingsautor in einer Person. Tolkien ist auch toll, wenngleich er heute nichts mehr veröffentlicht bekäme. Andere Autoren…puh…zu viele, um sie hier aufzuzählen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich zitiere hier mal Albert Einstein: „Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen aus, der ihn benutzt?“ Ganz in diesem Sinne ist mein Schreibtisch ein ziemliches Chaos 😉
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Puh, neben meinem Brotjob (ich bin im Bereich eCommerce tätig), verbringe ich am Tag grob 2 Stunden mit literarischer Tätigkeit, wobei das neben Schreiben mittlerweile auch Marketing, bzw. die Betreuung unseres Autorenshops bedeutet. Die restliche Zeit widme ich meiner Familie und, wenn sich die Zeit findet, meinen Hobbies.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Düstere Stories ziehen mich an. Handfeste Dystopien genauso wie Mysterythriller, passende Fantasystories (Die Romane von Abercrombie z.b.) und dergleichen mehr. SciFi lese ich auch ganz gern, wenn das Setting stimmig ist. So fand ich „The Expanse“ schon genial, als es noch keine Serie dazu gab 😉
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Sofern es mein Leben betrifft: „Such dir deine Freunde mit Bedacht, deine Feinde finden dich von ganz alleine…!“
Wenn es ums Schreiben geht: „The only difference between fiction and reality is, that fiction has to make sense”
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Deutschland. Ich bin hier geboren, ich lebe hier und habe es verdammt gut. Dank mehrerer Auslandsaufenthalte im Rahmen meiner Bundeswehr Dienstzeit habe ich vor allem den letzten Punkt sehr eindrücklich vor Augen gehalten bekommen. Klar gibt es auch viele andere schöne Länder, aber zu Hause ist es am schönsten, so sehr gewisse Leute auch Zeter und Mordio hier schreien.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Das hängt ganz stark davon ab, wie diese Kritik vorgetragen wird. Fundierte Kritik, die in einem vernünftigen Tonfall vorgetragen wird, ist kein Thema. Aber bei herablassendem Tonfall oder vor allem unberechtigter Kritik, da könnte ich mich mitunter ziemlich hineinsteigern. Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und kann da einfach nicht meine Klappe halten. Nicht unbedingt eine Stärke von mir… und dabei ist es egal, ob so ein Troll mich als Ziel hat, oder jemand anderes.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich schreibe, seit ich 18 bin. Zwar hat es bis 2017 gedauert, bis ich meinen ersten eigenen Roman veröffentlicht habe, aber schon vorher habe ich „111 Gründe, Rollenspiel zu lieben“ geschrieben, bzw. als Ghostwriter bei einigen Rollenspielprojekten mitgearbeitet. Ich bin quasi mit Verlagen „aufgewachsen“. Und für das „111 Gründe“ - Buch, das letztlich meine Erstveröffentlichung war, kam der Verlag auf mich zu, nicht andersherum. Und zwar nicht gerade ein kleiner Verlag, da musste ich nicht lange überlegen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich glaube, in dieser Zeit kann man es nicht oft genug sagen: Hände waschen, Abstand halten, dann kommen wir alle unbeschadet durch diese wirre Zeit. Lasst euch nichts anderes erzählen: Corona ist kein Klacks! Ich hatte mehrere schwere Verläufe in der Familie und kann somit ein Lied davon singen.