Dienstag, 31. August 2021

[Rezension] Du bist mehr als Mobbing - Wie du deine innere Stärke wiederfindest von Claudia Fitschen

 



Das Buch "Du bist mehr als Mobbing - Wie du deine Innere Stärke wiederfindest" wurde von Claudia Fitschen verfasst und erschien 2021.

Die Autorin erklärt uns hier die verschiedenen Arten von Mobbing, beschreibt durch Beispiele, wie diese sich auf die Firmenstruktur oder auch auf den Menschen auswirken können. Auch das Wehren dagegen oder auch schon das Erkennen von Mobbing wird genau behandelt.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind dem Buch sehr zuträglich und man fliegt förmlich durch die Seiten. Zu erwähnen ist auch, dass nicht nur erklärt wird, was Mobbing ist und wie man es in den verschiedenen Situationen vielleicht entgegenwirken kann, sondern es wird auch nach Lösungsstrategien gesucht.

Jeder, der sich gerne einmal mehr in diese Thematik einlesen möchte, dem kann ich das Buch empfehlen.

[Rezension] Hummeltaille: Aufgeben ist nichts für Mädchen von Bianca Schmidl

 



Das Buch "Hummeltaille: Aufgeben ist nichts für Mädchen" wurde von Bianca Schmidl verfasst und erschien 2019 im Verlag SchriftStella.

Die Autorin führt mit uns den Kampf in gewohnt witziger Weise fort. Wir bekämpfen den Jojo-Effekt und versuchen so einiges. Die Protagonisten sind wieder sehr gut gewählt.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind auf in diesem Buch gut gewählt und man hat auch wieder den leicht ironisch/satirischen Hauch.

Jeder, der gerne Bücher mit Tiefgang, aber auch Humor in den richtigen Dosen hat, dem kann ich das Buch empfehlen.

[Rezension] Frau Bodenschlampe - Abnehmen ist nichts für Mädchen von Bianca Schmidl

 



Das Buch "Frau Bodenschlampe - Abnehmen ist nichts für Mädchen" wurde von Bianca Schmidl verfasst und erschien 2018 im Verlag SchriftStella.

Die Autorin nimmt uns mit auf den Weg des Abnehmens. Witzig, satirisch und voller augenzwinkernder Momente werden wir durch das Buch geführt. Die Protagonisten sind gut dargestellt und man kann so manche Situation nachvollziehen und auch nachfühlen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind passend, sehr humorvoll und man kann sich passagenweise sehr gut hineinfühlen.

Jeder, der gerne Bücher mit Tiefgang, aber trotzdem mit einer gewissen Ironie gerne liest, der ist mit dem Buch bestens beraten.

[Rezension] BDSM Gute-Nacht-Geschichten: Band 1 von Gerry Berger

 



Das Buch "BDSM Gute-Nacht-Geschichten: Band 1" wurde von Gerry Berger verfasst und erschien 2021.

Der Autor nimmt uns hier mit in seine Wünsche und Vorstellungen, zeigt uns, was in der Welt der BDSM möglich sein kann. Die Protagonisten sind alles sehr lebensecht und detailliert dargestellt.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind perfekt für das Buch gewählt und es macht Spaß die Geschehnisse mit den Protagonisten zu erleben.

Jeder, der Kurzgeschichten gerne liest, dem kann ich das Buch sehr empfehlen.

Montag, 30. August 2021

[Schnipseltime] Crys Tale of Ice von S.H. Raven

 


Eisblaue Augen. Mein Herz stolperte. Äußerlich gab ich mich dank jahrelangen Trainings vollkommen unbeeindruckt, innerlich begann ich zu kochen. Beherrschung war normalerweise eine meiner Stärken. Was bildet der Kerl sich ein? Er war ein paar Jahre älter als ich, groß und durchtrainiert, markantes Gesicht, eine halbmondförmige Narbe zog sich über seine linke Wange. Hunter.

Crys, Kapitel 1

Crys Tale of Ice * Vampirjägerin

[Buchvorstellung einmal anders] Crys Tale of Ice von S. H. Raven

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin S. H. Raven, um mit ihr über ihr Buch „Crys Tales of Ice“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke Claudia, dass du dir Zeit für uns nimmst und deinen Leser_innen so viele tolle Bücher vorstellst!
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Crystal ist eine junge, gefühlskalte Vampirjägerin, die sich in einer dystopischen Zukunft jedem Vampir im Kampf stellt. Sie verfolgt ihr Ziel nach Rache, bis der geheimnisvolle Hunter Kento sie mit ihren Gefühlen und ihrer Vergangenheit konfrontiert. Der Zeitpunkt könnte nicht ungünstiger sein, denn der Feind sucht nach einer Schwachstelle…
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Die schwierigen, düsteren Zeiten fallen mir leichter und gleichzeitig fürchte ich sie, weil sich gerade dann die Figuren oft selbstständig machen und ich nicht alle retten kann. Aber so ist die Magie des Schreibens…
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Hier ist eine Stelle, in der deutlich wird, wie sehr Crys zwischen ihren Gefühlen und Zielen mit sich selbst kämpft:
‚Ich lächelte Sal an und blickte dabei knapp an ihren Augen vorbei. Ich war ruhig. Ich war doch ruhig, oder? Vielleicht hatte ich auch einen Nervenzusammenbruch. Egal. Mein Körper arbeitete ausgezeichnet mit meinem Verstand zusammen.‘
Wie viel echte S.H. Raven steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Sehr viel. Ich bin quasi Crystal, die sich durch ihr Gefühlschaos zurück ins Leben gekämpft hat. Ich denke, jeder, der die Pubertät (Vampirapokalypse) überlebt hat, wird sie und mich verstehen.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
„Viel zu weich. Sie lässt kaum jemanden sterben und braucht Tage, um sich von unseren Verletzungen zu erholen. Sie sollte lieber etwas weniger Brutales schreiben. Wie wäre es mit einem Friede-Freude-Eierkuchen-Kinderbuch?“
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Ich hatte einen anderen Arbeitstitel, aber diesen konnte ich aufgrund des Titelschutzes nicht verwenden. Mit dem Titel und der Doppeldeutung darin bin ich aber sehr glücklich.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich würde die Wörter des Titels gerne anders anordnen. Ein längerer Titel wie bei Band 2 und den Folgebänden gestaltet sich schwierig. Aber das werde ich schon hinbekommen… Das Bild liebe ich sehr!
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Der Raum kann uns nicht trennen.
Die Zeit kann uns nicht trennen.
Der Tod kann uns nicht trennen.
Danke für das Gespräch.
Danke für deine spannenden Fragen! Ich habe wieder etwas über mich, mein Buch und die Figuren gelernt…

[Autoreninterview] S. H. Raven

Autoreninterview
S. H. Raven

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo liebe Claudia und liebe Leser_innen!
Es gibt ein Buch, das mich in meiner Kindheit (begann 1979 in Ost-Berlin) sehr geprägt hat: „Im Dutzend billiger“ von Frank B. Gilbreth jr. Und Ernestine Gilbreth Carey. Ich bin ein sehr effektiver und praktisch veranlagter Mensch und das 10-Finger-Tippen habe ich mit der Methode aus diesem Buch gelernt.
Ich baue gern Möbel auf, ich bastle, nähe und male und ich spiele gern Brettspiele mit meinen beiden Kindern. Nebenbei arbeite ich als Logopädin mit besonderen Kindern, wofür ich ein hohes Maß an Empathiefähigkeit benötige. Diese hilft mir, mich in die Figuren meiner Bücher hineinzudenken.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich kam in die Schule, habe es gelernt und konnte nicht mehr aufhören...
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Crys Tale of Ice * Vampirjägerin
Eine junge Frau findet in einer düsteren Zukunft unserer Welt zwischen Vampiren und Jägern zu ihren Gefühlen zurück und muss sich zwischen Liebe und Rache entscheiden.
Crys Tale of the Moon ° Werwölfe
Die Traditionen eines Werwolfrudels und die Eigensinnigkeit des Alphas werden von einer jungen Mutter in Frage gestellt, während der Feind im Hintergrund an seinen Plänen feilt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, am dritten Teil der Crys-Tale-Reihe ‚Crys Tale of Shadow‘. Es wird eine Art Spin Off sein und bildet den Übergang zum großen Finale.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich schaue gern asiatische (Fantasy-)Serien, lese, faulenze und verbringe Zeit mit meiner Familie.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Neben Stephen King und Terry Pratchett mag ich Lucie Flebbe, Catherine Ryan Hyde und Susanna Ernst. Mein liebstes Buch ist und bleibt allerdings „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich habe meinen Debütroman an allen möglichen Stellen geschrieben – meistens abends auf dem Sofa. Inzwischen habe ich einen kleinen Schreibtisch aus Sheeshamholz in einer Ecke des Wohnzimmers mit einem Ballstuhl – mein Rücken dankt es mir! Hinter mir steht das Gehege der Rennmäuse und ich finde es immer sehr süß, wenn sie abends darin herumflitzen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Aufstehen – Frühstück – Kinder zur Schule – Arbeit – Kinder abholen – gemeinsame Zeit genießen – Abendbrot – Kinder ins Bett – Aufpassen, dass ich nicht im Bett meines Sohnes einschlafe – An den Schreibtisch und Schreiben
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Fantasy und Fantasy. 😉
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Aber es wird besser.“ Ronja Räubertochter
„Fighting!“ Huang Zitao
„Weißt du Moona, du kannst alles tun, was du möchtest. Du kannst sogar auf dem Mond laufen. Du machst einfach größere Schritte und fliegst weiter.“ S. H. RAVEN aus Crys Tale of Ice
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Spanien. Ich habe ein deutsch-spanisches Abitur und war mehrmals dort. Besonders angetan hat es mir Barcelona mit seinen beeindruckenden Gaudí-Kunstwerken. Mein Lieblingskünstler ist der Spanier Salvador Dalí und mein Lieblingsgemälde das „Mädchen am Fenster“ von ihm.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich nehme mir Kritik immer zu Herzen und reflektiere mein Handeln. Ich entscheide dann aber, welche Kritik berechtigt ist und welche ich gekonnt ignorieren kann.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich wollte nicht auf eine Veröffentlichung warten und bestimme generell gerne selbst, was in meinem Leben passiert. Das Selfpublishing ist eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich kann mir aber vorstellen, mich mit anderen Buchprojekten bei Verlagen zu bewerben. Die Unterstützung eines Verlages ist es sicher wert, auch mal Dinge abzugeben.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Beim Schreiben passiert wahre Magie, wenn die Figuren zum Leben erwachen und ihr Schicksal selbst bestimmen. Ich danke allen Leser_innen, dass sie diese Magie in ihr Leben lassen!

Sonntag, 29. August 2021

[Reiheninterview] Ohne Strom - Wo sind deine Grenzen? 1 & 2 von Markus Mattzick

 

 

Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Malte, Jutta, Simone, Florian, Lukas, Laura, Simone, Florian, Lukas, Laura, Helene Odrell, Robert Kempf, Carl Holzer, dem Major, Gordon, Nadine und ihren Autor Markus Mattzick, um mit ihnen über die Reihe „Ohne Strom – Wo sind deine Grenzen? 1 & 2“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
Robert Kempf: Hallo, danke das wir alle kommen durften!
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Ohne Strom – Wo sind deine Grenzen? 1“ und „Ohne Strom – Wo sind deine Grenzen? 2“ mit wenigen Worten vorstellen?
Florian: Es geht darum, wie ich in der Situation den Überblick behalte und der Rest meine Motivation leider nicht versteht. (einige der anderen reißen die Augen auf, verziehen den Mund, es ist Robert Kempf, der das Wort übernimmt).
Robert: Wenn man möchte, kann man das so sehen. Generell geht es darum, dass von einen auf den anderen Moment sämtlicher Strom ausfällt. Auch Akkus und Batterien. Wir werden technisch 150 Jahre nach hinten geworfen, mit einer Infrastruktur von heute und es geht darum, wie wir die ersten 44 Tage erleben.
Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es dem Autor leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Simone: In der Geschichte gibt es wenige einfache und lustige Zeiten. Ob ihm das einfach fiel? Ich glaube nicht. Wenn man Figuren, die man erschaffen hat harte und schwierige Situationen erleben lässt, schmerzt das bestimmt auch den Autor selbst.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Malte: Habe ich, aber da würde ich spoilern.
Jutta: Die Sache mit den Schweinen fand ich gut.
Simone: Das erste Treffen mit Fabian.
Florian: Jedes Kapitel mit mir.
Lukas: Die Feldarbeit war interessant. Hart, aber interessant.
Laura: Als Gordon in Umbach angekommen ist.
Helene Odrell: Als Her Kinzig (Malte) für das Dorf um unsere Hilfe bat, die wir gerne gewährt haben.
Robert Kempf: Die erste Dorfversammlung war Klasse!
Carl Holzer: Die Diskussionen mit Malte. Speziell die, bei denen er einsehen musste, dass ich Recht habe!
Der Major: Die Aktion im Forum.
Gordon: Meine Ankunft in Umbach!
Nadine: Auch ich möchte nicht spoilern.
Jetzt eine Frage direkt an den Autor: Wie viel echter Markus steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Einiges. Drei der Hauptfiguren haben eine Portion „Markus“ abbekommen und natürlich hatte ich, trotzdem ich geplottet habe, immer wieder Situationen gehabt, in denen die Figuren entscheiden mussten, welchen Weg sie gehen. Am Ende waren es dann meine Entscheidungen. Allerdings bin ich da manchmal überrascht gewesen, weil die Entscheidungen nicht immer so waren, wie sie mir gefallen hätten.
Wie würdet ihr als Protagonisten den Autor beschreiben?
Florian: Er ist ein Klugscheißer, genau wie Malte! Etwas zu sensibel.
Malte: weltoffen und nachdenklich
Robert Kempf: Vielseitig interessiert.
Wisst ihr, als Hauptcharaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Malte: Es wurde erst eine Reihe, als klar wurde, dass es als ein Taschenbuch bei den Print On Demand Diensten nicht zu veröffentlichen ist.
Der Major: Ich war nur als Statist geplant, bin aber dann ein der wichtigsten Figuren geworden.
Florian: Wichtige Nebenfigur vielleicht.
Malte: Es gibt einige Figuren, die Sachen gemacht haben, mit denen der Autor nicht gerechnet hatte.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Simone: Der erste Dateiname war „Stromausfall“ und der blieb auch recht lange. Irgendwann erschien auf einmal der Titel „Ohne Strom“ und dann gab es erst noch einen anderen Untertitel, der fast im letzte Moment gegen „Wo sind deine Grenzen?“ ausgetauscht wurde.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Laura: Der Autor selbst. Er hatte dabei Hilfe von einigen anderen Autoren und Testlesern, mit deren Rückmeldungen er sich zum finalen Cover vorgearbeitet hatte.
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Simone: Ich finde es gelungen. Bei vielen postapokalyptischen Dystopien sieht es reißerischer aus, aber die Schlichtheit bringt das „zurück ins 19. Jahrhundert“ auf den Punkt. Und mehr hätte vielleicht auch zu viel aus dem Inhalt gespoilert.
Danke für das Gespräch.
Florian: Gerne! Vielleicht magst du dich auch noch mal mit mir alleine Unterhalten?
Robert: Wir haben zu danken! Tolle Fragen!
Malte: Danke. Dürfen wir im Falle einer Fortsetzung wiederkommen?

Samstag, 28. August 2021

[Autoreninterview] Markus Mattzick

Autoreninterview
Markus Mattzick

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Familienvater in „wilder Ehe“ lebend. Es mag voreingenommen klingen, ich habe einige Talente mitbekommen und bin ein passabler Hobbymusiker. Beruflich hat es mich in die IT verschlagen, was mir eine Bandbreite an Tätigkeiten bietet, die verhindert, dass mir der Job langweilig wird.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich hatte und habe eine blühende Fantasie und habe schon als Kind und Jugendlicher Geschichten verfasst. Das wurde dann durch andere Hobbies und Interessen überdeckt und irgendwann um meinen 40. Geburtstag wollte Romanidee, die ich Jahre mit mir herumgetragen hatte, heraus.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Das Kinderbuch „Julius und der Dinosaurier“, in dem Julius mit seinem Großvater ein Velociraptorfossil entdeckt. Doch bevor die Paläontologen des Senckenbergmuseum kommen, wir ein Teil des Fossil gestohlen und dann kommt auch noch die Polizei. Das wird bald neu und diesmal auch als Taschenbuch veröffentlicht.
„Ohne Strom – Wo sind deine Grenzen?“ ist eine postapokalyptische Dystopie und richtet sich an erwachsene Leser. Darin wird aus der Perspektive von sechs „kleinen“ Leuten beschrieben, wie sie die ersten 44 Tage eines totalen Stromausfall erleben.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja. Ein Psychothriller mit dem Arbeitstitel „Opfer“, in dem es um Homeinvasion geht. Die Frage wer das Opfer ist, bleibt am Ende vielleicht offen.
Auch an einer Fortsetzung für „Ohne Strom“ arbeite ich, aber das ist erstmal nur Ideen sammeln.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Was mit meinen Kindern. Lesen. Musik hören. Musik machen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ken Folletts Säulen der Erde, Stephen Kings The Stand, Umberto Ecos Foucaultsches Pendel. Orwells 1984, Samjatins „Wir“, Bradburys „Fahrenheit 451“, Huxleys „Brave New World“, Atwoods „A Handmaids Tale“
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe fast ausschließlich mit dem Notebook und das steht mal hier, mal dort. Da ich auch Notizen auf dem Rechner (oder in der Cloud) festhalte, brauche ich drum herum nicht viel Platz. Allerdings träume ich manchmal von einem Büro mit einer großen Korkwand oder einem großen Whiteboard.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Aktuell fängt er damit an, dass ich (nachdem ich selbst aufgestanden und durch das Badezimmer bin) versuche meine Tochter fertig für die KiTa zu bekommen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Da ich keinen festen Schlafrhythmus habe, kann es aber auch vorkommen, dass ich vor dem Aufstehen meiner Tochter 60/70 Minuten für das Autorensein aufbringen kann. Wenn meine Tochter in der KiTa ist, fahre ich auf die Arbeit, komme irgendwann nach Hause und dann hat einen der Haushalt, die Familie oder Freunde im Griff. Da ich eher Eule bin, sitze ich dann am Rechner, wenn manche bereits schlafen gehen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Dystopien mag ich schon sehr, historische Romane, alternative Geschichte. Ein Lieblingsgenre habe ich aber nicht wirklich. Wenn, dann nur Phasenweise. Und ich möchte das Schreiben, was ich auch Lese.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich mag die goldene Regel. Behandele andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein. Mich faszinieren Menschen (obwohl ich auch Misanthrop sein kann) und andere Kulturen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Auch mit konstruktiver Kritik tue ich mich manchmal schwer. Ich versuche vorzugeben, dass es mich nicht trifft und so braucht es manchmal länger, bis ich gut gemeinte Ratschläge umsetze.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe mich bei diversen Literaturagenturen beworben und hätte „Ohne Strom“ gerne bei einem Verlag gesehen. Da die Chancen aber nicht gut stehen und ich an dem Projekt 9 Jahre saß, wollte ich einen Abschluss finden. Und da war das SP die Option. Aktuell bin ich auch ganz zufrieden: ich mag das Cover, es ist überall bestellbar (und wird auch gekauft), aber die Lernkurve ist noch hoch und vieles von dem, was man in Ratgebern liest, versteht man erst, wenn man in der Situation ist.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Kauft mein Buch! Nein. Kauft meine Bücher! 😊
Fast genauso wichtig für uns Autoren ist es, wenn Rezensionen geschrieben werden. Das ist einmal die Rückmeldung, die uns helfen besser zu werden, aber heute auch notwendig um andere Leser zu erreichen. Sprecht über die Bücher die ihr toll fandet!
Und wenn ihr selbst ein unfertiges Manuskript habt: schreibt weiter, sucht euch Schreibbuddys, fragt andere Autoren, die Community ist extrem hilfsbereit (und auf den Weg habe ich im letzten halben Jahr bereits einige Bücher lesen dürfen, die noch nicht veröffentlicht waren oder sind).

Freitag, 27. August 2021

[Rezension] Luft an Land von Lili B. Wilms

 


Das Buch "Luft an Land" wurde von Lili B. Wilms verfasst und erschien 2021 im dead soft Verlag.

Die Autorin nimmt uns mit in die schwierige Welt der Liebe und Ungleichheit, aber auch nach der Suche nach Geborgenheit, Freundschaft und der Möglichkeit sich in schwierigen Situationen einmal fallen zu lassen. Die Protagonisten arbeiten hart daran, werden immer wieder an spezielle Situationen erinnert.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind sehr gut gewählt und durch den locker, flockigen Stil, wird das Buch zu etwas Besonderem. Man fliegt nur so durch die Seiten, obwohl die Kapitel eher lang gehalten sind. Es gelingt der Autorin tatsächlich einem mitzureißen, immer wieder einen Moment zu haben, wo man sich denkt, das kann jetzt nicht sein und rast nur so durch die Kapitel.
Es gibt einige Momente, wo man herzlich und laut lachen kann, aber auch Momente, wo man sich mit den Charakteren am liebsten verkriechen möchte. Auch einige explizite Momente werden in dem Buch beschrieben. Zudem werden auch schwierige Themen aufgegriffen, die sehr gut transportiert werden.

Jeder, der gerne Gay-Romance liest, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Durch seine Vielschichtigkeit ist tatsächlich für jeden etwas dabei.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

[Protagonisteninterview] mit Izaak aus Luft an Land von Lili B. Wilms



Protagonisteninterview mit Izaak

Ich treffe mich heute mit Izaak aus dem Buch „Luft an Land“ von Lili B. Wilms.


Hi, schön, dass du heute Zeit findest, ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
Ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen!
Wie geht es dir heute?
Mir geht’s sehr gut. Nach dem ganzen Stress ist endlich etwas Ruhe eingekehrt und das merke ich, tut mir sehr gut.
Würdest du dich meinen Lesern vorstellen?
Ich bin Izaak. Meine Familie ist aus Malta, aber als mein Vater als Profifußballer nach Deutschland kam, sind meine Mum und mein Bruder als ich noch klein war, hinterher gezogen. Mittlerweile arbeite ich als Anwalt.
Wie hast du dich gefühlt, als auf einmal deine Geschichte aufgeschrieben wurde?
Ehrlich? Nicht so toll: obwohl mein Vater berühmt ist, haben unsere Eltern uns immer aus dem Rampenlicht rausgehalten. Weder Nick noch ich mögen es sonderlich in der Presse zu erscheinen. Bisher ging das auch ganz gut. Bis eben die Sache mit Andi… und dann schreibt Lili noch über mich. (verdreht die Augen)
Was ist dein höchstes Lebensziel?
Nichts zu bereuen. Niemanden zu schaden, mit dem was ich tue. Hinter dem zu stehen, was ich tue. Aber dabei zu genießen. Ich möchte nicht irgendwann denken „ach hätte ich doch…“
Wie kann man sich deinen ganz normalen Alltag vorstellen?
Och, das ist langweilig. Obwohl… es war langweilig. Mittlerweile nicht mehr so sehr. Ich wache auf. Fabian steht über mir, weil er früher losmuss als ich. Ich ziehe ihn zu mir und küsse ihn. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es, ihn nochmal ins Bett zu kriegen. Dann… ich kürze das jetzt mal ab. Irgendwann geh ich in die Kanzlei. Da bin ich dann den ganzen Tag. Oder bei Gericht. Abends geh ich ins Fitnessstudio, wo ich meine Freunde Nadine und Tobi treffe, oder wir gehen zu Nick in die Bar. Fabian kommt irgendwann dazu. Oder ich fahre zu ihm und seiner Familie. Diese Abende sind dann meist etwas ruhiger. Naja… (lacht) auch nicht immer.
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdest du gerne aus deinem Leben eliminieren?
Andi. Andererseits… so abscheulich die Geschichte mit ihm war – vielleicht habe ich sie auch gebraucht, um erwachsen zu werden. Nein! Darauf hätte ich auch verzichten können! Ich bleibe bei meiner Antwort: Andi.
Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie würdest du ihn verwenden?
Ich würde Fabian gefügig machen, damit er mir erlaubt, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen. (lacht). Oder warte: Weltfrieden? Eine Welt ohne Krankheiten? Vermutlich das Letzte. Obwohl der Fabianwunsch mir auf der Zunge liegen würde.
Herzlichen Dank für deine Zeit.
Ich danke dir! Das war ja lustig!

Donnerstag, 26. August 2021

[Schnipseltime] Jenseits des Kaps: Captain Pieters zweiter Fall (Pieter Strauss Mystery Series) von Joyce Summer



Prolog

Ein kalter Windzug schlich sich in ihre am Hals geöffnete Daunenjacke. Tansey Januarie lief ein Schauer über den Rücken und sie beeilte sich, den Reißverschluss bis unter das Kinn hochzuziehen. Der Winter schickte seine frostigen Vorboten in das Elgin-Tal. Bald würden die ersten Regenschauer kommen. Schon jetzt meinte sie, die anrückende Feuchte in der Luft zu riechen. Tansey ärgerte sich, dass sie sich nur Plakkies angezogen hatte. Die nackten Zehen in den offenen Schuhen würden heute Nacht, wenn sie zurückkam, sicher kalt wie Eis sein. Überhaupt sahen die Flipflops zu den orange-roten Hosen ihrer Parteiuniform albern aus. Feste Armeestiefel wären die passendere Wahl gewesen. Der Wind hatte mittlerweile ein anderes Opfer gefunden und spielte mit den Ästen der über ihr aufragenden Apfelbäume. Ein empörtes Knarzen des alten Holzes war die Antwort.

Aus Richtung der Farm hörte sie das kurze dumpfe Bellen einer der Hunde. Das machte ihr keine Angst. Diese Hunde kannten sie, seitdem sie klein war, und bedeuteten keine Gefahr für sie. Anders verhielt es sich mit den Tieren des Nachbarfarmers. Sie musste vorsichtig sein, dass sie im Dunkeln nicht eine falsche Abzweigung nahm. Heute hatte sie bewusst den Weg zwischen den Bäumen gewählt, anstatt die mit Kies belegte Zufahrtsstraße entlangzugehen, um möglichst unbemerkt von der Farm zu schleichen. Umso schwieriger war es, den richtigen Weg zu finden und nicht auf dem Gebiet der Nachbarfarm zu landen. Die zwei großen Boerboels von Robey de Beer würden sich darüber freuen. Tansey schüttelte sich. De Beer verkörperte alles, was sie hasste. Sie war sich sicher, dass er seine Viecher auf Schwarze abrichtete. Wie sonst ließe sich erklären, dass die mächtigen Kiefer seiner Boerboels nur schwarze Opfer fanden? Sie ballte die Fäuste und stimmte leise das verbotene Lied »Tötet die Buren« an. Wenn ihr Vater es hören würde, würde er sie aus dem Haus jagen. Der alte Januarie hielt viel von Zef Strauss, auf dessen Farm ihre Familie seit über dreißig Jahren in einem kleinen Haus lebte. Er träumte immer noch von der Regenbogennation, der alte Narr. Als sie ihn zu einer der Versammlungen ihrer Partei mitnehmen wollte, hatte er sich geweigert. Wieso wollte ihr Vater nicht verstehen, dass die Weißen kein Recht hatten, das afrikanische Land zu besetzen? Warum beharrte er darauf, dass viele Farmer seit Generationen hier lebten und daher Südafrikaner waren? Kak, nein! Den Schwarzen gehörte das Land! Das hatte der Commander-in-Chief gesagt. Aber seine Freunde beim ANC hörten nicht auf ihn. Seit Jahren blockierten sie das Gesetz zur Landreform. Heute Nachmittag hatte der Kongress endlich ein Gesetz dazu verabschiedet. Aber was war das wert? Auf den ersten Blick könnten die Enteignungen jetzt endlich vorangehen. Tansey hatte dazu eine andere Meinung: Das war nur Stimmungsmache für die Wahlen im August. Die Regierungspartei hatte Angst vor den neuen, starken Anführern der anderen und wollten sich so wieder als Vertreter der Schwarzen präsentieren.

Alles Augenwischerei. Warum schrieb das neue Gesetz vor, dass die Farmer bei der Enteignung entschädigt werden sollten? Das zeigte wieder, wie weich und korrupt die Regierung war. Schlimmer noch, sie gingen gegen ihre eigenen Leute vor. Gerade vorletzte Woche hatte die Polizei hier ganz in der Nähe eine Siedlung von Schwarzen niedergerissen. Dabei hatten die sich doch nur das genommen, was ihnen zustand: ein Stückchen Land für die Familie. Heute Abend würde Tansey mit den Kameraden darüber beraten, wie sie jetzt weiter vorgingen. Ohne darauf zu warten, dass der korrupte Präsident in ein paar Wochen vielleicht dem neuen Gesetz zustimmte.

Tansey hatte sich auf heute Abend vorbereitet. Analysiert, warum die Landnahmen in Grabouw auf so viel Widerstand durch die Regierung gestoßen waren. Wahrscheinlich war der Fehler bei der Landnahme gewesen, dass es sich um öffentliches Land handelte. Natürlich setzte die Regierung da ihre Anti-Land-Invasion Unit ein. Aber wenn es privates Land wäre? In Stellenbosch und anderen Gegenden hatten Parteifreunde ihre Anhänger ermutigt, brachliegendes Farmland für ihre Shacks zu nehmen. Die einfachen Wellblechhütten standen da mittlerweile seit Monaten und niemand machte Anstalten, die Farmer bei der Räumung zu unterstützen. Tansey hatte auch schon eine Idee, wo sie geeignetes Land finden konnten.

Der langsam anschwellende Schrei eines Kaptriels holte sie aus ihren Gedanken. Wahrscheinlich strich einer der Hunde durch das hohe Gras und hatte den kleinen braun-weißen Laufvogel aufgeschreckt.

Er weint über alles, was wir verloren haben, dachte Tansey und hielt kurz inne, um nach dem Tier zu suchen. Erneut strich ein kalter Windzug über sie. Ich sollte mich besser beeilen. Wahrscheinlich steht Danie schon an der Straße und wartet auf mich.

Es dürften nur noch ein paar Hundert Meter sein, bis der Pfad zwischen den Apfelbäumen auf die Zufahrtsstraße zu der Farm mündete. Von da waren es nur noch ein paar Meter bis zur Appletiser Road mit dem aus gelblichem Sandstein gemauerten Namensschild der Farm, welches Besuchern den Weg wies. Vor ihr tauchten die schlanken Umrisse der Zypressen auf, die schon der erste Eigentümer als elegantes Empfangskomitee für seine Gäste gepflanzt hatte und die die Zufahrtsstraße bis zum alten Farmhaus säumten. Sie hörte Kies unter Reifen spritzen. Kurz darauf wurden die Bäume durch vorbeigleitende Scheinwerfer beleuchtet. War Danie des Wartens müde und war ihr ein Stück von der Straße entgegengefahren? Normalerweise war er zurückhaltender. Für einen Regional Secretary der Partei eher ungewöhnlich, achtete er normalerweise darauf, fremdes Land nicht ohne Einladung zu befahren.

Es liegt sicher daran, dass ich heute so spät dran bin, sinnierte Tansey. Es gibt viel zu besprechen und die wenigsten von uns haben Lust, sich die ganze Nacht um die Ohren zu schlagen, da sie morgens wieder früh raus müssen. Hastig schob sie ihren schmalen Körper zwischen zwei Zypressen auf den Kiesweg. Sofort leuchteten zwei Scheinwerfer auf und blendeten sie.

»Jissis, Danie! Mach die Lichter aus, ich kann nichts sehen!« Sie kniff die Augen zusammen, um etwas zu erkennen, aber das Fahrzeug zeichnete sich nur schemenhaft ab.

Der Motor heulte laut auf und der Kies spritzte nach allen Seiten, als das Fahrzeug auf sie zuraste. Sie merkte noch, dass das Auto sie, einem wilden Stier in der Arena gleich, hochschleuderte. Ihr Bewusstsein blieb am Boden zurück und beobachtete ihren Körper, der in Zeitlupe durch die Luft flog und mit einem dumpfen Krachen auf dem Farmschild aufschlug. Die Dunkelheit umschloss ihren Geist und trug ihn fort. Sie hörte nicht mehr, dass eine Autotür zuschlug und jemand mit langen knirschenden Schritten auf sie zulief.

Im Licht der Scheinwerfer beugte sich eine Gestalt über den Körper des Mädchens. Ein Rinnsal von rotem Blut bahnte sich den Weg in Richtung der Straße. Aus der Ferne weinte der Kaptriel um die nächste verlorene Seele.

[Buchvorstellung einmal anders] Jenseits des Kaps: Captain Pieters zweiter Fall (Pieter Strauss Mystery Series) von Joyce Summer



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Pieter Strauss, Jan (Jakkals) Mulder und Clyde de Jongh aus „Jenseits des Kaps: Captain Pieters zweiter Fall (Strauss Mysteries 2)“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.


Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Jakkals: »Da nich für.«
Pieter und Clyde schauen ihn erstaunt an.
Jakkals: »Was? Das sagt man in Hamburg so. Hat mir Joyce erzählt. Redet ihr denn gar nicht mit ihr?«
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Jan: »Ich bin Jan, Jakkals, Mulder und habe das Vergnügen und auch die Last mit den beiden Typen hier befreundet zu sein. Die Freundschaft geht sogar so weit, dass wir nicht nur zusammen arbeiten, sondern auch in der Freizeit Rugby miteinander spielen.«
Clyde: »Du solltest vielleicht erwähnen, dass du nicht in der Mordkommission arbeitest, sondern zu den härteren Jungs gehörst. Schließlich ermitteltest du in den Townships. Und nicht nur da bist du auf der Pirsch, Jakkals. Deine Frauengeschichten …«
Pieter unterbricht: »Clyde ist mein Stellvertreter, ein toller Familienvater und ein …«
Jakkals: »Ein Pantoffelheld. Die liebe Jaqueline scheucht ihn ganz schön herum.«
Clyde: »Dafür sorgt sie dafür, dass ich immer genug Substanz für den Scrum habe. Meine Frau ist eine geniale Köchin und eine tolle Geschäftsfrau. Sie managt nicht nur die Familie, sondern hat auch noch ihr Bed and Breakfast. «
Jakkals: »Oreit. Ist schon gut. Deine Jaqueline ist wirklich eine tolle Frau. Aber mit etwas Glück haben Pieter und ich auch bald jemanden an der Seite.«
Pieter: »Jissis! Sollten wir uns nicht eigentlich vorstellen? Jetzt artet das gerade in eine Diskussion über unser Liebesleben aus.«
Jakkals: »Egal, ich glaube, die Leser können sich schon vorstellen, was wir für Typen sind.«
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Pieter: »Nicht ganz freiwillig muss ich ins Elgin Tal zu meinen Eltern fahren.«
Jakkals: »Jassas! ›Nicht ganz freiwillig‹ ist eine seltsame Umschreibung, broe. Wenn dein Vater nicht wegen Mordverdachts an der Tochter eures Vorarbeiters verhaftet worden wäre, hättest du doch unser Spiel gegen die Hammies als Ausrede genutzt, nicht zu seinem Geburtstag zu fahren. Dabei solltest du doch froh sein, dass du noch einen Vater hast.«
Clyde: »Und dieses Elgin Tal ist gar nicht so idyllisch und ruhig, wie ich immer dachte. Bei euch wimmelt es von Landbesetzern, es gibt eine Bürgerwehr, die das Gesetz in die eigenen Hände nehmen will und rund um Bekouw gibt es Aufstände von Farmarbeitern. Da ist das Großstadtleben in Kapstadt friedlicher.«
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Jakkals: »Die Hundeszene mit Romeo und Juliet war definitiv so etwas. Sie wäre wahrscheinlich stehen geblieben und die Hunde hätten ihr Pfötchen gegeben. Aber mich lässt sie um mein Leben laufen … Dabei weiß doch jeder, dass das ein völlig dämliches Verhalten bei Hunden ist.«
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Clyde: »Ich mag die Stelle, wenn unser lieber Jakkals endlich auch mal die Fassung bei einer Frau verliert und nicht sofort in den Verführermodus umschalten kann. Bei seiner ersten Begegnung mit Caroline redet er tatsächlich über Eintopf. Sonst steh ich immer als der Typ da, der bei seiner Frau unter der Knute steht und Pieter als der, der einfach zu schüchtern ist. Gut, dass Jakkals auch mal merkt, dass es nicht immer so einfach ist.«
Jakkals: »Ist schon gut, Bro. Ich dachte, ich tue euch auch mal den Gefallen und stelle mich ähnlich dämlich an. Aber den Vogel schießt doch immer noch Pieter ab, als er Emma nach so langer Zeit begegnet. Sein ›Vielleicht trifft man sich mal auf einen Kaffee‹ ist nun wirklich nicht zu toppen
Pieter: »Immerhin habe ich auch dazugelernt. Daher gibt es auch eine Szene im Buch, die mir sehr gut gefallen hat und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung gibt. Mehr will ich aber jetzt nicht verraten.
Jakkals: »Typisch unser Captain, hält sich wieder bedeckt.«
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Pieter: »Die Begeisterung für Rugby, auch wenn Joyce nie selber gespielt hat, hat sie uns allen mitgegeben. Allerdings glaube ich nicht, dass sie in ihrem Leben auch Rugbyanalogien heranzieht.«
Clyde: »Nee, das glaube ich auch nicht. Da bist du echt die Ausnahme, Captain. Aber deine Liebe zum Kaffee und das Ritual mit deiner Mühle und Kaffeemaschine, das klingt verdammt nach Joyce.«
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Pieter: »Bevor Joyce angefangen hat, Krimis zu schreiben, war sie Projektmanagerin in großen Konzernen und Banken.«
Jakkals: »Ich glaube, da ging es manchmal brutaler her als bei uns hier im Krimi. Wenn man da nicht mit dem Rücken zur Wand die Gänge längs lief, bekam man ein Messer hineingerammt.«
Clyde: »Ist doch unser Glück, dass Joyce davon die Nase voll hatte und ihre Mordgelüste jetzt auf dem Papier austobt. Sonst gäbe es uns doch gar nicht.«
Pieter: »Dazu kommt noch ihre Neugier und Reiselust. Wenn sie nicht so schnell die Kontakte zu den Menschen auf Madeira und in Südafrika geschlossen hätte, die ihr immer neue Geschichten erzählen, wären unsere Krimis und die von meinem Kollegen Fernando Avila nur halb so authentisch.«
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Pieter: »Mitspracherecht? Eher nein. Wenn man mir am Anfang des Buches gesagt hätte, dass ich ins Elgin Tal zu meinem Vater fahren würde, hätte ich mich mit Händen und Füßen gesträubt. Ich wäre viel lieber in Kapstadt geblieben. Da hätte es einen Titel wie »Jenseits des Kaps« nicht gegeben.«
Jakkals: »Jetzt können wir es ja zugeben: Clyde und ich haben Joyce vorgeschlagen, endlich diesen leidigen Vater-Sohn Konflikt anzugehen. War also klar, dass die Handlung »Jenseits des Kaps« spielen wird. Aber uns war auch von vornherein klar, dass das nicht ohne unsere Hilfe schaffen wirst.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättest du/hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Pieter: »Mir gefällt das Thema mit den dunklen Bergen und der Straße im Vordergrund. Fast so sah es auch, als ich in Richtung Bekouw fuhr, um meinen Eltern beizustehen. Vor allem das Licht ist typisch.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Clyde und Jakkals unisono: »Vielleicht trifft man sich mal auf einen Kaffee!« Sie fangen an zu lachen.
Pieter zuckt mit den Schultern: »Da siehst du, was ich jeden Tag aushalten muss. Dafür werde ich die beiden heute Abend beim Rugby Training ein paar Extrarunden um den Platz laufen lassen.«
Jakkals: »Nein, im Ernst. Ich finde dieses Zitat schön, weil es wunderbar die Einstellung meines Freundes widerspiegelt: ›Pieter hatte in seinem Leben andere Erfahrungen gemacht und immer den Menschen hinter der Hautfarbe gesehen. »Wir sind alle Individuen«, war sein Motto. Die Hautfarbe und Herkunft waren egal, der Mensch zählte.‹
Danke für das Gespräch

[Autoreninterview] Joyce Summer

Autoreninterview
Joyce Summer

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin eine wasserliebende, Kaffeesüchtige und reiselustige Krimiautorin. Ich lebe und arbeite mit meinem Lebensgefährten hauptsächlich im Norden, in Hamburg. Aber für meine Bücher zieht es mich sowohl im Geiste als auch für die Recherche immer wieder in südliche Gefilde. Dabei spielt das Element Wasser und ein guter Kaffee, oder Galão immer eine große Rolle …
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich war in meinem früheren Leben Managerin und habe für diverse Banken und große Unternehmen gearbeitet. Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man sich fragt, ob man ewig in diesem Geflecht aus Politik und Macht des Geldes so weiter machen möchte. Und vielleicht sind es auch die Mordgelüste, die im Laufe der Zeit entstehen, die mich statt zum Messer zur spitzen Schreibfeder haben greifen lassen …
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
2015 habe ich mit einem »Mord auf der Levada«, einem Madeirakrimi mit der Hamburger Cafébesitzerin Pauline gestartet. Sie reiste nach Madeira und ist dort buchstäblich über eine Leiche gestolpert. Dabei begegnete sie dem etwas grummeligen Comissário Avila, in den ich mich verliebt habe und der seit 2017 seine eigene Serie hat. Ebenfalls ermittelt bei mir am Kap der Guten Hoffnung Captain Pieter Strauss, mein Rugbyspieler von der Kapstädter Spezialeinheit der Valke. Er ist das krasse Gegenteil von Avila und hat ebenfalls eine eigene Krimireihe.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
In meinem Kopf nimmt gerade ein neues Abenteuer von Comissário Avila Gestalt an. Parallel bin ich aber auch noch mitten in Südafrika und Pieter erzählt mir mit seinen Freunden gerade eine Geschichte, die es auch in den nächsten Südafrikakrimi schaffen könnte.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Um den Kopf frei zu bekommen gehe ich gerne im Rennkajak aufs Wasser, was aber im letzten Jahr wegen der Corona Auflagen kaum möglich war. Daher habe ich mich jetzt mehr auf Laufen und Inline Skaten konzentriert. Wenn es mal ruhiger sein soll, treffe ich mich mit Freunden oder greife zu einem Krimi.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ab und zu tauche ich in die etwas schräge Welt von Murakami ab. Es ist immer wieder fasziniert, wie er sich in scheinbaren Banalitäten verfängt und seinen Leser vom Pfad abbringt. Aber meistens lese ich Krimis, die wie meine an den unterschiedlichsten Orten spielen. Sei es die Ostsee mit den Krimis meiner Freundin Eva Almstädt oder aber auch Länder wie Spanien oder Kroatien. Da gerate ich dann gleich ins Träumen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
So oft es möglich ist, treffe ich mich mit meiner Freundin Eva in einem Café. Dann sitzen wir uns gegenüber und schreiben. Diese Interviewfragen beantworte ich auch gerade in einem kleinen Café, während sie mir gegenüber das nächste Abenteuer von Pia Korittki schreibt.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Der Wecker klingelt um sieben Uhr. Dann gibt es Frühstück und ab spätestens acht Uhr sitze ich auf meiner Recamiere und schreibe oder bin auf dem Weg ins Schreibcafé.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Krimi, Krimi und nochmal Krimi. Aber er sollte nicht zu brutal sein. Ich liebe es, wenn ich mitraten kann und es nicht am Ende einen „Mörder aus dem Hut“ gibt. So versuche ich auch meine Krimis zu gestalten.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
»Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.« von Voltaire. Dieses Zitat habe ich schon von meinem Vater gehört, der Science Fiction geschrieben hat. Das beschreibt es ganz gut. Es ist wichtig seinen eigenen Stil zu finden und vor allem den Leser zu unterhalten.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Madeira, also Portugal. Die Insel ist mir schon 2007 unter die Haut gegangen. 2015 habe ich meinen ersten Krimi geschrieben und auch der spielt natürlich auf Madeira. Wir haben viele Freunde dort und ab und zu gibt es auch mal eine Joyce Summer Lesung auf der Blumeninsel.
Die Menschen auf Madeira sind immer freundlich, vor allem, wenn man sich bemüht mit ihnen Portugiesisch zu sprechen. Und sie freuen sich, dass ich durch meine Krimis die schönen und spannenden Seiten der Insel zeige.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Natürlich muss ich bei Kritik erst einmal schlucken. Aber ich finde konstruktive Kritik immer gut, um daran zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Daher habe ich mehrere Testleser, die das Buch schon im Entstehungsprozess begleiten. Auf ihre Kritik möchte ich nicht verzichten.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Mir gefällt es, alles in einer Hand zu haben. Ich treffe meine Entscheidungen bzgl. Thema, Cover, Veröffentlichungszeitraum … Als ehemalige Projektmanagerin betrachte ich auch jedes Buch als Projekt und plane es durch. Zwar schimpfe ich dann manchmal, dass neben dem Schreiben noch soviele andere Dinge anfallen, aber bisher sehe ich nicht, dass ein Verlag mir da soviel abnimmt, dass es sich am Ende für mich auch lohnt.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Behaltet den Spaß am Lesen und lasst euch weiterhin von Claudias Vorstellungen inspirieren. Wenn ihr dadurch auch Lust bekommt mit meinem Captain nach Kapstadt zu reisen oder mit meinem Avila über das liebliche Madeira zu flanieren, freut mich das sehr.

Mittwoch, 25. August 2021

[Rezension] Die Queen, ihr Dompteur und die Sache mit den Cops von Irvin L. Kendall

 



Das Buch "Die Queen, ihr Dompteur und die Sache mit den Cops" wurde von Irvin L. Kendall verfasst und erschien 2021.

Der Autor nimmt uns hier mit in eine Welt, die brutal, hart aber herzlich ist. Die Protagonisten sind sehr detailliert und gut beschrieben und auch die verschiedenen Orte, an denen die Geschichte spielt.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind sehr gut und es liest sich flüssig und schnell. Man kann mit den Protagonisten so einiges erleben und man kann mit ihnen lachen, weinen, staunen und so manche explizite Szene erleben. Es zeigt aber auch auf, wie das Leben sein kann, wenn man nicht hinter seinem Leben oder Stil steht.

Jeder, der gerne Gay-Romance mit einem Schuss Krimi, Herzlichkeit und Tiefgang liest, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

[Rezension] Hailey Blake - Herz über Kopf von Laura Misellie

 



Das Buch "Hailey Blake - Herz über Kopf" wurde von Laura Misellie verfasst und erschien 2021.

Die Autorin entführt uns ein letztes Mal nach Spellington und wieder gelingt es einen spannenden, humorvollen, aber auch traurigen Roman zu verfassen, der einem der Leben der Protagonisten nahe bringt.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind mitreißend, flüssig und der Geschichte sehr zuträglich. Man kann mit den Protagonisten lachen, weinen, Probleme meistern und noch weiter in das Leben der Freunde eintauchen.
Es gibt wie in jedem Teil auch wieder überraschende Wendungen, die man nicht kommen sieht und das Leseabenteuer zu etwas Besonderem machen.

Jeder, der gerne Liebesgeschichten liest, in der auch das Drama, die Liebe und noch andere Sachen nicht zu kurz kommen, der ist mit dieser Reihe bestens beraten.

[Buchvorstellung einmal anders] Chronik der verschwundenen Götter - Verloren von Christine Weber

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Kurai, Shiro und Baal aus „Chronik der verschwundenen Götter - Verloren“ und deren Autorin Christine Weber.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Kurai: „Natürlich!“
Shiro: „Klar, gerne doch.“
Baal: „Warum bin ich hier?“ o_ô
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Kurai: „Ich heiße Kurai Solreni. Ich bin 24 Jahre alt, wohne in der Königsstadt Xanda und diene als Heilerin im Krieg. Ich habe auch noch Beschwörerfähigkeiten, aber die setze ich nicht ein.“
Shiro: *hust*
Kurai: „Äh, also nicht im Krieg, sondern nur privat, meine ich.“
Shiro: „Mhm, privat. *lach* Hallo, mein Name ist Shiro Noxtor. Ich bin 27 Jahre alt und ebenfalls ein Beschwörer. Ich wohne im Semskat, das ist nicht weit von Xanda entfernt, und bin dort die rechte Hand des Statthalters.“
Baal: „Was?“
Kurai: „Du bist dran, dich vorzustellen!“
Baal: „Ich bin Baal.“
Kurai: *seufzt* „Das ist Baal, mein Begleiter. Er ist ein Daemon, aber er zeigt sich in der Menschenwelt als schwarzer Kater mit roten Augen und ziemlich langem Schwanz. Eine schlechte Tarnung, wenn ihr mich fragt.“
Baal: „Darf ich jetzt gehen?“
Kurai: „Nein!“
Claudia: Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Kurai: „Oh, das ist schwierig. Shiro?“
Shiro: „Ihr müsst wissen, dass unsere sechs Götter seit zwei Jahren verschwunden sind. Seitdem spielen alle Bereiche verrückt, für die sie eigentlich zuständig sind, zum Beispiel die Zeit oder Orte.“
Kurai: „Genau. Manchmal dauern Nächte eine Stunde, manchmal dreißig. Und die Ortsportale sind zusammengebrochen, mit denen wir reisen konnten.“
Shiro: „Vergiss nicht die plötzlichen Wetterumschwünge. Und die Daemonen, die ständig in unsere Welt einfallen.“
Kurai: „Genau aus diesem Grund …“
Baal: „… und noch ein paar anderen …“
Kurai: „… haben wir uns auf die Reise begeben, um die Götter zu finden.“
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie geht es euch dabei?
Ich: „Es macht großen Spaß.“ :D
Kurai: -.-
Shiro: -.-
Baal: „Hehe.“
Ich: „Gefahren und Stolpersteine müssen sein, damit die Charaktere sich entwickeln können.“
Kurai: „Ich BIN bereits entwickelt!“
Ich: „Damit ein Auf und Ab der Gefühle entsteht, die die Leser:innen mitnimmt.“
Shiro: (murmelt) „Eher ‚mit sich reißt‘ bei den ganzen Wendungen im Buch.“
Baal: „Ich bin ein Daemon, mir kann das alles nichts anhaben.“
Kurai: „Ich weiß, dass das nicht stimmt.“
Baal: (faucht)
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Ich: „Puh, ich habe einige. Aber eine davon ist die Stelle, in der Shiro Frex unter seinen Umhang holt.“
Shiro: „War klar. Erst uns quälen und dann das.“
Kurai: „Meine ist, als ich Shiro eine Ohrfeige gegeben habe.“ *grins*
Baal: „Ja, das ist auch meine Lieblingsstelle.“
Shiro: „Ha, ha. -.- Meine ist die, als ich Frex das erste Mal getroffen habe.“
Kurai: „Oh ja, die war toll. Ich will auch eine schönere!“
Shiro: „Zu spät!“ :P
Claudia: Wie viel echte Christine steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? Habt eure Autorin vielleicht etwas vergessen zu erwähnen?
Shiro: „Äußerlich haben wir höchstens die langen Haare gemeinsam, haha. Charakterlich, hmmm… Sie liest so gern wie ich?“
Kurai: „Ich würde ja sagen, wir sind beide sehr klein, aber ich bin tatsächlich noch kleiner als sie. Charakterlich setzen wir uns beide stark für unsere Liebsten ein.“
Baal: „Von mir hat sie meine schwarze Seele. Oder andersherum?“
Kurai: „Du bist heute echt düster.“ o.o
Claudia: Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Shiro: „Eiskalt.“
Kurai: „Gnadenlos.“
Shiro: „Das meint ‚eiskalt‘“.
Kurai: „Oh. Dann … Wie nennt man das, wenn jemand Gefallen daran findet, andere mithilfe verstreuter Hinweise die verrücktesten Theorien entwickeln zu lassen, nur um sie am Ende erkennen zu lassen, dass sie sich die ganze Zeit auf dem Holzweg befunden haben?“
Shiro: „Ich glaube, dafür gibt’s keinen Begriff.“
Kurai: „Dann nehme ich ‚nett.‘“ *grinst*
Shiro: *lacht*
Baal: „Sie gibt sich Mühe, ein schlüssiges Konstrukt zu erschaffen.“
Kurai: „Das war wahrscheinlich das Netteste, was du je von dir gegeben hast.“ :O
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr vielleicht sogar Mitspracherecht?
Ich: „Der Arbeitstitel lautete eigentlich ‚Göttersplitter‘. Da die Geschichte sich in eine andere Richtung entwickelt hatte, habe ich den Titel letztlich geändert.
Kurai: „Mitspracherecht? Fehlanzeige.“
Shiro: „Na ja, um ehrlich zu sein …“
Kurai: „Sag jetzt nicht, du hattest was damit zu tun!“ :O
Shiro: „Ich habe Miss Autorin von der ‚Chronik der Götter‘ erzählt und sie hat dann irgendwie darauf ‚Chronik der verschwundenen Götter‘ gebastelt, was ja irgendwie auch mehr Sinn ergibt, jetzt, da die Götter verschwunden sind …“
Kurai: „Wow – ich bin fast neidisch!“
Baal: „Mir fehlt irgendwie der daemonische Aspekt im Titel.“
Kurai: „War klar.“ ;-)
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Kurai: „Zufrieden? Mein Gesicht ist abgeschnitten!“
Shiro: „Und mein Gesicht sieht man wegen der Kapuze praktisch gar nicht.“
Baal: „Jammern auf hohem Niveau. Ich bin gar nicht darauf zu sehen.“
Ich: „Stimmt so nicht, Baal.“ ;-)
Baal: ;-)
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Shiro: „Meint ist: ‚ Wir haben alle unsere Daemonen. Entweder als Freunde an unserer Seite oder als Feinde in unserer Seele.‘“
Kurai: „Oh ja, das hattest du sogar zu mir gesagt. Wunderschön! Meins ist: ‚ Wir Menschen sind Funken der Hoffnung, die in der Dunkelheit den Verängstigten den Weg leuchten können.‘“
Shiro: „Wahre Worte.“ :-)
Kurai: :-)
Baal: „Meins ist: ‚ Je größer die Veränderung, desto wertvoller das Opfer.‘“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch
Kurai: „Sehr gerne, danke dafür!“
Shiro. „Danke für die Einladung.“
Baal: (verschwindet einfach)

[Autoreninterview] Christine Weber

Autoreninterview
Christine Weber

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo zusammen! Ich heiße Christine Weber, bin 30 Jahre alt und komme aus dem schönen Oberbayern. Hauptberuflich bin ich Lehrerin, nebenberuflich erschaffe ich gerne Fantasiewelten, in die ich dann meine Charaktere gefährliche Abenteuer erleben lasse.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben und ich haben uns am ersten Schultag miteinander angefreundet und seitdem hängen wir jeden Tag zusammen ab. Wir haben die verrücktesten Dinge angestellt, u. A. haben wir uns in die Ära der Dinosaurier teleportiert, böse Schneemänner mit einem Föhn zur Strecke gebracht oder bewirkt, dass die Welt der Spirale einer immer wiederkehrenden Apokalypse entkommen konnte. Als wir 14 Jahre alt waren, habe ich im Weltbild-Katalog gelesen, dass der Autor von „Eragon“ mit seinen 15 Jahren der jüngste und erfolgreichste Autor aller Zeiten sei. Da haben Schreiben und ich uns nur stumm grinsend angeguckt, uns Zettel und Stift geschnappt und zu schreiben begonnen, denn: „Das können wir auch!“ Tja, so entstand dann mein erster Roman.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher sind drei Fantasy-Romane von mir erschienen: „Der fünfte Magier“ („Schneeweiß“ und „Pechschwarz“) sowie „Chronik der verschwundenen Götter“ („Verloren“). In all meinen Büchern geht es um eine magische Welt, die irgendwie gerettet werden muss, um Protagonisten, die über sich hinauswachsen müssen, und um die Wahrheit, die ich so gut wie möglich zwischen Lügen, Geheimnissen und Hinweisen zu verstecken versuche. *zwinker*
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich habe erst vor drei Tagen „Chronik der verschwundenen Götter“ veröffentlicht, also: ja! An Band 2! *lach*
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben! Und singen. Und mir witzige Werbung für meine Bücher überlegen. Und lesen natürlich. Und häkeln, mit Vorliebe Drachen. :-)
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich mag die „Imperium“-Reihe von Robert Harris sehr gerne.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das ist ziemlich unspektakulär: Am Wohnzimmertisch. Im Sommer manchmal auch im Garten auf einer Picknickdecke.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Aufstehen, Katzen füttern, fertig machen für die Arbeit, ab zur Schule (Lehrerin, erinnert ihr euch?), Unterricht nachbereiten, Unterricht vorbereiten, social media, Bett. Ziemlich langweilig. Eigentlich komme ich erst an den Wochenenden zum Schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen: Thriller, High Fantasy, gerne auch mal ein guter Krimi
Beim Schreiben: High Fantasy, Detektivromane
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lebensmotto: Carpe diem noctemque! (Nutze den Tag und die Nacht!). :-)
Zitat aus „Chronik der verschwundenen Götter“: „Wir konnten nicht alle retten, doch wir würden niemals aufhören, es zu versuchen.“ Das passt (leider) sowohl zu meiner Arbeit als Lehrerin als auch zu meiner Arbeit als Autorin (Ich gehe nicht zimperlich mit meinen Charakteren um.)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich glaube, fast jeder hält sich für kritikfähig. Ich versuche, aus Kritik das rauszuholen, was mich und mein Schreiben tatsächlich besser macht, und das dann umzusetzen. Dankbar bin ich jedenfalls über alles, was zurückkommt.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Auch wenn es zeitaufwändig und anstrengend ist, liebe ich es, praktisch alle Fäden selbst in der Hand zu halten: vom Schreiben über die Veröffentlichung bis zum Marketing. Ich lese mich gern in neue Gebiete ein und liebe es, mich mit anderen zu vernetzen. Besonders die Nähe zu meinen Leser:innen genieße ich als Selfpublisherin.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Weiterhin viel Freude beim Lesen des größten Schatzes, den es auf der Welt gibt: Bücher. <3

Montag, 23. August 2021

[Blogbeitrag] Kita Kitopia von Mariele Diekhof

 




Wie in jeder pädagogischen Einrichtung geht das erzieherische Leben weiter. Man muss sich auf neue Gegebenheiten einstellen und auch so manches von Außen und Innen abfedern, um in der Kita, der Schule oder in der Nachmittagsbetreuung ein eingespieltes, gut funktionierendes Team zu werden.

Sachen, die man früher gemacht hat, funktionieren meist nicht mehr und so ging ich auch in meinem pädagogischen Handeln auf die Suche nach neuen Möglichkeiten.

Ein Klassenzimmer sollte ein sicherer Bereich sein, wo sich die Schüler, Eltern und Lehrer wohl fühlen und zudem auch miteinander nach neuen Möglichkeiten suchen können.

Noch vor zwei Jahren - vor Corona - habe ich viel mit selbst gebastelten Materialien, zum Anfassen und zum Probieren gearbeitet, einen Jahreszeitenstrahl der Geschichte von der frühesten Zeit bis jetzt gebastelt und Schritt für Schritt in einem Vortrag zusammengefasst und für die Schüler auch zum selbst basteln erstellt.

Jetzt musste ich umdenken und habe die Eltern ins Boot geholt. Gemeinsam haben wir einen Weg zum ganzheitlichen Lernen geschaffen und es machte Spaß gemeinsam etwas zu schaffen.

Wichtig ist auch die Kommunikation mit Eltern, Direktion und Lehrern. Denn ohne Gespräche geht gar nichts. Es kann nur ein erfolgreicher Unterricht werden, wenn man es gemeinsam schafft, Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen und neue Ziele zu setzen. Dazu braucht man natürlich nicht nur offene Eltern, sondern auch Kollegen und Direktoren. Wenn dies der Fall ist, kann man so viel schaffen.

Gemeinsam haben wir schon Lesefeste gefeiert und sind in einem richtigen Theater aufgetreten, mit einem Stück, das eine Autorin für uns geschrieben hat. Das ist ein Miteinander, das ich mir vorstelle.

Wichtig ist es auch, den Ort, wo man sich die meiste Zeit am Vormittag und auch Nachmittag befindet sicher macht. Mobbing verhindert und ebenfalls gemeinsam durch Vorträge Sicherheit und Geborgenheit schafft.

Ihr seht, ich schreibe diesen Blogbeitrag aus der Sicht der großen Kids. Aber es ist überall gleich, nur wird im Kindergarten das Ganze spielerisch verarbeitet und bei den Schülern der Mittelstufe wird alles schon ins eigenverantwortliche Lernen und Handeln gezogen.

Es ist wichtig ein Miteinander zu finden und ich werde auch in Zukunft alles daran setzen, dass sich alle in meiner Klasse wohlfühlen. Und ich werde sicher wieder mit meinem Material arbeiten, um wieder alles ganzheitlich zu machen.

[Rezension] Kita Kitopia von Mariele Diekhof

 




Das Buch "Kita Kitopia - Eine Reise ins Land der spannenden Pädagogik für PädagogInnen und Eltern" wurde von Mariele Diekhof verfasst und erschien 2018 im Verlag modernes lernen.

Die Autorin erklärt in diesem Buch eine Reise durch das schwierige Feld der Pädagogik. Interessant, witzig und spannend gehen wir durch die verschiedenen Etappen des pädagogischen Lebens. Es ist nicht nur für Pädagogen gemacht, sondern auch Eltern finden hier so einige wichtige Informationen zu gewissen Themen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind dem Buch sehr zuträglich und es macht Spaß sich mit Hilfe des Buches selbst auch zu reflektieren. Denn es gibt immer Punkte, die man verbessern kann, egal ob man Lehrer, Erzieher oder ein Elternteil ist.

Jeder, der sich gerne in diesem Bereich der Pädagogik einmal weiterbilden möchte, kann ich das Buch sehr empfehlen.