Sonntag, 26. September 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Frühlingswolkenmelodie - Zarte Klänge in St. Helens von Helen Rose Sky



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Riley und Marten aus „Frühlingswolkenmelodie“ und deren Autorin Helen Rose Sky.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Riley mustert Claudia mit seinem berühmten schiefen Grinsen.
»Sicher Zuckerschnecke. Für dich mache ich alles.«
Helen nickt peinlich berührt, während Marten seinem Kumpel unsanft in die Rippen boxt.
»Reiß dich zusammen. Was wenn sie hier mitliest? Das letzte Mal, als sie sich was zusammengereimt hat ...«
»Keine Angst«, unterbricht Riley seinen Freund und setzt seinen besten Unschuldsblick auf. »Sie weiß mittlerweile, wie ich gewisse Dinge meine.«
Claudia: Es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Marten ergreift das Wort, ehe Riley sich erneut blamieren kann.
»Wir sind Musiker, die in der Freizeit gern mit dem Motorrad die Gegend erkunden und Abenteuer suchen. Natürlich geht sowas nicht immer reibungslos ab. Diese bittere Erfahrung musste Riley bei unserem letzten Ausflug machen. Wenn ihr mehr über uns wissen wollt, solltet ihr die Geschichte lesen.«
»Mich kennt ihr ja schon“, meint Helen und lacht. Inzwischen bin ich schon einige Male bei Diabooks78 zu Besuch gewesen.«
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie fühlt ihr euch als Charaktere dabei?
»Nicht doch, wie kommst du denn darauf? Ich würde niemals absichtlich jemanden in eine missliche Lage bringen. Dinge passieren nun mal … gelegentlich ...«
Helen windet sich unbehaglich auf ihrem Stuhl.
»Ja klar«, meint Riley und schnaubt verärgert durch die Nase. »Auf die Erfahrung mit dem Gips und dieser doofen Schiene hätte ich gern verzichten können.«
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Meine Nase reibt leicht über die zarte Haut ihrer Wange und ich schließe für einen kleinen Moment die Augen, um diesen Ansturm von Eindrücken zu bewältigen. All meine Sinne sind in diesem Augenblick auf sie ausgerichtet. Ich kann mich nicht sattsehen an den winzigen Grübchen, die sich in ihren Mundwinkeln bilden, wenn sie die Lippen kräuselt, so wie jetzt. Die Sommersonne lässt ihr Haar wie dunkle Seide schimmern, der Klang ihrer Stimme verführt mich, ihr Duft betört mich. Die plötzliche Nähe bewirkt nicht nur bei mir, dass ich schneller atme, und es kostet mich sämtliche Kraft, die ich aufbieten kann, um standhaft zu bleiben und nicht die Beherrschung zu verlieren. Es wäre so einfach, sie jetzt zu küssen.
Claudia: Wie viel echte Helen steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? Hat sie eventuell etwas vergessen zu erwähnen was euch wichtig erscheint?
»Sie behauptet immer, dass nichts von ihren Eigenschaften in uns steckt«, antwortet Riley nachdenklich. »Ich weiß aber zufälligerweise ganz genau, dass sie so gerne kocht und backt wie Ruby, Musik so liebt wie Janos, Bücher verschlingt wie Nathaniel oder so romantisch ist wie Anne. Und Gewitter kann sie nicht ausstehen. Diese Angst teilt sie mit Becca.«
Claudia: Wie würdet ihr als Hauptprotagonisten eure Autorin beschreiben?
Marten sieht Helen aufmerksam an.
»Ich kenne sie noch nicht so lange wie die anderen, aber ich würde sagen, sie ist ein kitschsüchtige Romantikerin, in der manchmal eine kleine, ironische Realistin zum Vorschein kommt, die mit ihrem seltsamen Humor manchmal alle um sich herum verblüfft. Außerdem tobt sie sich gern kreativ aus und hört Musik in einer Lautstärke, dass selbst mir fast die Ohren abfallen, und ich bin Einiges gewohnt.«
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Charaktere vielleicht sogar Mitspracherecht?
»Der Titel stand schon fest, bevor die ersten Worte überhaupt geschrieben wurden«, erzählt Riley. »Mitspracherecht hatten wir keines, aber was erwartet man auch von seiner Lieblingsautorin ...«
Sein Blick ist herzzerreißend.
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
»Es passt perfekt zur Geschichte. Die Farben harmonieren super miteinander und alles ist stimmig. Ich würde auf keinen Fall etwas ändern wollen«, meint Riley.
»Ich bin derselben Meinung. Renee Rott hat hier wieder ganze Arbeit geleistet und all meine Wünsche umgesetzt.«
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Marten grinst, als er sein Lieblingszitat präsentiert.
»Idiota egocentrico, cresci un pó finalmente!«
»Lach du nur«, meint Riley und präsentiert uns sein Lieblingszitat.
»Wenn du es auf dieselbe Art wie vorhin auf dem Motorrad anstellst, darfst du mich gern jeden Tag in den Wahnsinn treiben, meinetwegen auch mehrmals.«
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch
»Wir haben zu danken, Zuckerschnecke. Ruf mich an, wenn dir mal langweilig ist. Das Angebot mit der Motorradfahrt steht noch.«

[Rezension] Kieztränen - Tragödien der Nacht von Nina-Marie Holz

 



Das Buch "Kieztränen - Tragödien der Nacht" wurde von Nina-Marie Holz verfasst und erschien 2021.

Die Autorin nimmt uns mit in den Kiez und dort erlebt man so einiges. Einige schwierige Themen werden angeschnitten und gut bearbeitet. Die Protagonisten sind alle greifbar und detailliert ausgearbeitet. So einiges scheint zunächst zu passieren, ohne dass man weiß wieso es so passieren muss. Allerdings hat die Autorin einen guten Plan und man wird von der Geschichte ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nur mitgerissen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind wirklich gut und der Geschichte sehr zuträglich. Man kann mit den Protagonisten lachen, weinen und mit ihnen schöne und weniger schöne Augenblicke erleben. Zu erwähnen ist auch noch ein ziemlich fieses Ende, das einem gespannt auf den nächsten Teil warten lässt.

Jeder, der gerne spannende Bücher mit Tiefgang liest, wo man auch selbst ein wenig mitdenken kann, empfehle ich dieses Buch sehr gerne.

Samstag, 25. September 2021

[Blogbeitrag] Was ist denn gerade in der Bloggerszene los?




Guten Abend.


Heute passierte einiges, das die Wogen auf Seiten der Blogger und Autoren hochkochen ließ ... und dies zurecht.

Eine Autorin erzählte von ihren Erfahrungen mit den Bloggern und ich konnte nicht anders, als ungläubig immer wieder auf diese Story zu schauen.
Können Blogger wirklich so unverfroren sein und nachdem sie mit einem Rezensionsexemplar "bezahlt" wurden, dies verkaufen? E-books tatsächlich auf Piratenseiten hochladen, obwohl jeder weiß, dass diese Exemplare mit einem Wasserzeichen gesichert sind? Blogger nach dem Erhalt eines Exemplars einfach den Autor blocken und so tun, als ob nie etwas passiert wäre, nie ein Kontakt aufgebaut worden ist?
Nach einigen Gesprächen mit befreundeten Autoren bin ich am Boden der Realität angekommen. Es kommt öfter vor, als mir bewusst war. Ich dachte immer, dass die Piratenseiten von anderer Seite mit Material bestückt werden, aber dass dies nun die Blogger selbst machen, schlägt dem Fass den Boden aus.
Man kann sagen, ich bin zu tiefst schockiert.

Doch kaum habe ich mich von diesen Schocks erholt, kam die nächste Unverfrorenheit. Diese Autorin bekam eine Nachricht, dass sie doch froh sein sollte, dass ihre Bücher überhaupt angesehen werden, da sie ja "nur" Selfpublisherin ist.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Es ist doch völlig egal, ob ich ein Buch aus dem SP-Bereich oder aus einem Verlag lese. Es durchläuft normalerweise alles dieselben Schritte. Jedes Buch hat normalerweise ein professionelles Coverdesign, Lektorat und sogar Korrektorat hinter sich. Klar findet man da auch Autoren, die bei mancher Stelle sparen, aber im Normalfall ist außer, dass eben kein Verlagslogo auf dem Cover ist, alles gleich.

Die Autoren machen sich die Arbeit und stellen uns wundervolle Geschichten zur Verfügung, bemühen sich uns zu unterhalten, uns wundervolle Lesemomente zu schenken und dann kommt so etwas, das die Buchwelt erschüttert.

Warum soll ein Verlagsbuch mehr wert sein, als ein SP-Buch? Diese Frage treibt mich um. Ich habe viele SP-Bücher in meinem Regal, seit ich blogge, nehmen sie immer mehr Platz in meinem Regal ein. Verlagsbücher werden immer seltener, aber natürlich lese ich sie auch noch.

Wie unverschämt werden eigentlich Blogger?
Eine weitere Geschichte, die mich aufregt und die scheinbar immer mehr überhand nimmt, ist die Geschichte, dass sich Blogger für Rezensionen und ihre Arbeit bezahlen lassen und dies auch noch der Autorin sagen, dass "unbezahlte" Blogger nichts bringen.

Hallo? Hört ihr den Ruf? 
Es ist ein Hobby. Bloggen ist für die meisten ein Hobby und deshalb wird es nicht bezahlt. Mir ist bewusst, dass manche Blogger einen Gewerbeschein haben und deswegen befugt sind, auch Geld für die Dienste einzufordern. Aber seien wir doch bitte einmal ehrlich. Wisst ihr, dass ihr nur Bloggern mit Gewerbeschein etwas zahlen müsst, weil die offiziell auch beim Finanzamt gemeldet sind und deshalb natürlich auch auf das Einkommen meist angewiesen sind.

Liebe Autoren, Blogger sind in der Regel nicht zu bezahlen, bis auf die oben erwähnten Ausnahmen. 

Und ich betone das hier in diesem Artikel noch einmal in aller Deutlichkeit, dass ich alles, was ich mache immer gratis mache. Wenn ich ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, oder eine Karte zugesendet bekomme. Nette Gespräche entstehen, das ist mir persönlich "Bezahlung" genug.
Aber auch hier gibt es Unterschiede. Eine Bloggerin, wo ich dachte, sie sei eine Freundin, hat mir die Freundschaft gekündigt, weil ich eben sagte, dass es ein Hobby und kostenfrei ablaufen soll.
Was soll ich sagen, jeder wie er will.

Natürlich muss ich auch sagen, dass kein Blogger fern ab von "Fehlern" ist. Je größer die Reichweite, desto größer die Anfrage und natürlich die Verantwortung. Man versucht jedem gerecht zu werden und trotzdem passieren Fehler. Falls ich jemals bei einem von euch einen Fehler begangen haben mag, oder Amazon meine Rezensionen gestrichen und ich es nicht bemerkt habe, dann meldet euch gerne. Ich habe alle Rezensionen auf einen Stick gespeichert und es kann schnell geregelt werden. Oder ihr findet den Autorentag nicht, weil ich ihn als erstes (am Termin) immer am Blog und auf Facebook poste und wenn das Leben ein Hexenkessel ist, dann kann es schon mal zu Verzögerungen auf Instagram kommen. Aber alle Autorentage werden auch dort erscheinen. :) 

Es gibt noch so viel zu sagen zu dem Thema, aber ich möchte es zunächst einmal dabei belassen und abwarten, was denn da noch alles in der Zukunft auf uns zukommen wird.

Gute Nacht und schöne Lesestunden.

[Buchvorstellung einmal anders] Zeitreise mit den Nepomuks - Bei den Römern von Heidi Troi


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Nepomuks, den Protagonisten aus „Zeitreise mit den Nepomuks – Bei den Römern“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.


Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Danke, dass du uns auf deinem Blog vorstellst. 😘 Wir sind ein bisschen aufgeregt. Das ist schließlich unser erstes Interview.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Wir sind die Nepomuks. Nepomuk ist unser Nachname. Eigentlich sind wir zwei Geschwisterpaare, die alle zusammen im Haus von Opa Nepomuk leben. Theresia und Chris sind Geschwister und Nikolas und Maria auch. Klingt ein bisschen kompliziert. Deswegen haben wir es in unserem Buch auf den ersten Seiten als Bild erklärt.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Wir haben von unserem Opa das Geheimnis von Licht und Wasser erklärt bekommen, mit dem man in die Vergangenheit reisen kann. Unser Opa war in seiner Kindheit ein Lauser und hat in der Vergangenheit einiges angestellt, das wir jetzt in Ordnung bringen müssen. Theresia findet das ganz schön blöd, aber wir anderen finden das eigentlich supercool.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Oh, der macht das ganz gewiss großen Spaß. Sie lacht ständig beim Schreiben 😉
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Ja, die haben wir. [Die vier Kinder grinsen sich gegenseitig an] Und zwar ist das die Stelle, an der wir – eigentlich Chris – aufs Klo müssen. Na ja, sowas kommt sonst in einem Buch nicht vor. Aber unsere Autorin macht vor gar nichts Halt und die Illustratorin hat sich da irgendwie von ihr anstecken lassen. Und so … Aber lest das mal lieber selbst.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Kann sie sich bitte umdrehen und la la la singen, damit sie nicht hört, was wir hier über sie erzählen? Okay. Macht sie. Also … Sie hat eindeutig was von Theresia, die immer alles besser weiß [Chris lacht]. Dann hat sie wohl auch was von mir. Ich hab nachts Angst und das war bei ihr als Kind wohl auch so. Maria hat die Träume von ihr. Unsere Autorin war sich in ihrer Kindheit sicher, dass sie Träume hatte, die die Zukunft voraussagten. Und Nikolas hat von ihr, dass sie am liebsten nur mit einem Feuerstein und einem Taschenmesser ausgestattet in der. Natur leben möchte – zumindest bis der erste Gewitterregen kommt.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Sie ist schnell, liebt ihre Heimat und sieht überall Geschichten. Manchmal muss man sich mit ihr schämen, weil ihr in Cafés oder wo sonst Menschen beieinandersitzen, immer ganz lange Ohren kriegt, wenn es laut wird. Sie liebt Geschichten so sehr, dass sie einfach nicht weghören kann. Nur gut, dass sie die Geschichten dann schnell wieder vergisst. Sonst würden sie womöglich in ihren Büchern vorkommen …
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Mitspracherecht? Pfff! Das hat die sich alles ganz allein ausgedacht. Aber ein bisschen zur Entstehung können wir doch erzählen. In Brixen gibt es eine Heiligenstatue gleich zweimal. Den heiligen Nepomuk, der die Stadt gegen Hochwasser schützen sollte. Unserer Autorin hat dieser Name schon als Kind super gefallen. So hat sie ein Kaninchen, das in ihrem Zimmer gelebt hat, Nepomuk getauft – kurz Muckl. Als sie dann zum ersten Mal für eine Filmwoche ein Drehbuch schreiben sollte, hat sie es kurzerhand DETEKTIVBÜRO NEPOMUK getauft. Und jetzt sind eben wir die Nepomuks … mit ganz schon viel Konkurrenz, wie ihr seht.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Wir lieben das Cover. Die Illustratorin Evi hat uns so super getroffen. Noch besser geht gar nicht. Und Nikolas ist sowieso glücklich, weil er so das Bild von Aurelia ständig mit sich rumtragen kann. In die ist er nämlich ein bisschen verliebt. Aber nicht weitersagen 😉
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Da haben wir eines extra für dich, liebe Claudia 😉
Nikolas meinte: »Der Lehrer ist ein Wahnsinniger! Nur gut, dass das in unserer Zeit anders abläuft.«
»Anders?«, mischte sich Aurelia ins Gespräch. »Wie ist denn Schule bei euch?«
»Schön«, meinte Chris sehnsüchtig.
Danke für das Gespräch
Wir bedanken uns auch, liebe Claudia. So schön, dass eine Bloggerin, die auch gleichzeitig Lehrerin ist, uns interviewt. Wir hoffen, dass wir auch bei dir in der Klasse landen und deine Schüler*innen Spaß mit uns haben.

Freitag, 24. September 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Small Town Hearts: Parker & Kaden von Christiane Bößel



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Parker, Kaden, Gwen, Donovan, Tristan, Morgan, Nate und Miguel aus „Small Town Hearts: Parker & Kaden“ und deren Autorin Christiane Bößel.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview ergänzen?
Parker: Wenns sein muss ...
Kaden: Klar, machen wir.
Die anderen reden durcheinander, Morgan versucht, das Chaos zu bändigen, schafft es aber natürlich wieder einmal nicht.
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Parker verzieht genervt das Gesicht und verschränkt die Arme. Sie ist nicht besonders redselig, entscheidet gern selbst, wem sie sich öffnet. Deswegen übernimmt Morgan die Vorstellung. Nacheinander zeigt sie auf die Personen in der Runde, die im Wohnzimmer verteilt auf Sofa, Sesseln und Boden sitzen.
Morgan: „Das ist Parker, unser Nesthäkchen. Insgesamt sind wir vier Geschwister. Ich bin die älteste, dann kommen die Zwillinge Tristan und Donovan. Sie sehen nur gleich aus, eigentlich sind sie total verschieden.“ Donovan brummt, lacht aber dann und patscht seinem Bruder auf den Oberschenkel. „Wer will schon so sein wie der?“ Tristan will einhaken, aber Morgan stoppt ihn. „Kein Streit jetzt. Wir sind hier in einem Interview. Also benehmt euch ausnahmsweise mal.“ Sie seufzt tonlos. „Außer uns Kindern gibt es noch unseren Dad, der gerade unterwegs ist. Nate wohnt auch hier.“ Sie küsst ihn auf die Wange und sieht ihn liebevoll an. „Mein Verlobter.“ Er nimmt ihre Hand und streichelt sie. „Eve ist Donovans Freundin und Rylee gehört zu Tristan.“ Sie winkt Kaden heran, der sich neben Parker setzt und seinen Arm um sie legt. Kurz bröckelt ihre Abwehr und sie lehnt sich leicht an ihn, dann setzt sie wieder ihre grimmige Miene auf. „Kaden hat es geschafft, das Herz unserer Parker zu erobern“, fügt Morgan hinzu. Sie strahlt, woran zu erkennen ist, wie schwierig es ist, an Parker heranzukommen. Emotional gesehen. „Und dann gibt es noch Gwen, Parkers beste Freundin und Miguel, Kadens Cousin und Vertrauter aus Kolumbien.“ Sie sieht sich um. „Habe ich jemanden vergessen?“ Alle schütteln synchron die Köpfe.
Claudia: Könnt ihr uns das Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Parker: Im Grunde geht es darum, wie Kaden und ich zusammenkommen. Wie ich mich in ihn verliebe, obwohl er ein Arsch ist, der meine beste Freundin verarscht hat.
Kaden: Was ich bereue. Und das weißt du auch. Ich habe mich verändert. Außerdem war ich schon vorher in dich verliebt. Du wolltest mich nur nicht.
Parker: Aus Gründen. Gwen ist wegen dir durch die Hölle gegangen.
Kaden: Ja, und das tut mir wahnsinnig leid. Ist ja nicht so, als wäre für mich alles supi. War ein langer, schwieriger Weg dich zu erobern.
Parker zuckt die Schultern. „Ich habe dich echt gehasst, weil ich mich verliebt habe.“
Ich hake ein und hindere die Protagonisten, zu sehr zu spoilern.
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie geht es euch als Protagonisten oder Nebencharakteren dabei?
Nate, der selbst Schriftsteller ist, übernimmt das Wort. „Natürlich ist es für uns Autoren schwierig, unsere Figuren zu quälen. Auch wenn es zugegebenermaßen ein wenig Spaß macht, sie leiden zu lassen. Aber es ist nötig. Niemand will ein Buch lesen, in dem alles glatt geht. Jedes Buch braucht mindestens ein – besser mehrere – Probleme. Alles andere ist langweilig. Wir Schreiberlinge fühlen allerdings oft das gleiche wie unsere Figuren. Verlieben uns, sind traurig, schlecht gelaunt, fröhlich. Alles, was die Gefühlspalette bietet. Für unser Umfeld nicht immer leicht, aber da müssen sie durch.“ Er grinst Morgan an, die verständnisvoll nickt. Man sieht ihr an, wie stolz sie auf Nate ist.
Seiner Erklärung habe ich nichts hinzuzufügen.
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Kaden: Ich liebe unseren Ausflug zum See und was dort passiert ist.
Parker: Mir gefällt am besten, wie du mit den Pferden umgehst. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass du gar nicht so ein Arsch bist, wie ich immer dachte.
Gwen: Ich mag mich selbst im Nachhinein nicht besonders gern in dem Buch. Ich bin dort eine lausige Freundin. Deswegen bin ich froh, dass ich am Ende doch die Kurve kriege.
Claudia: Wie viel echte Christiane steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? Sind euch gewisse Eigenschaften an euch aufgefallen, die ihr eindeutig mit der Autorin verbindet?
Wieder meldet sich Nate: „Komplett außerhalb sich selbst kann man nie schreiben, weil jeder unbewusst oder bewusst seine Erfahrungen in die Geschichten mit ein bringt. In Christianes Fall ist es vermutlich ihre eigenen Erlebnisse mit Islandponys, was hier besonders auffällt. Es kann auch sein, dass Donovan einer Person nachempfunden ist, die ihr sehr nahesteht“ Er zwinkert mir zu, verrät aber nicht, wen er meint. Sein Glück. „Sie mag es auch, kleine Anekdoten aus ihrem Alltag in ihre Bücher einzuflechten.“
Claudia: Wie würdet ihr als Protagonisten eure Autorin beschreiben?
Donovan: Sie ist immer ganz nah an uns dran und kennt uns in und auswendig. Manchmal ist das nervig, aber eigentlich ist es ganz schön. Sie ist quasi wie eine Übermutti.“
Die Bezeichnung gefällt mir nicht so gut, weil ich mich dann alt fühle, aber im Grunde hat er recht.
Morgan: Ihr ist es wichtig, alle Seiten zu beleuchten und niemanden nur schwarz oder weiß darzustellen. Die Gründe aufzuzeigen, warum wir so handeln, damit die Leser*innen uns besser verstehen können. Sie fühlt mit uns und für uns. Das merkt man deutlich.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Charaktere vielleicht sogar Mitspracherecht?
Tristan: Die Titel der einzelnen Bücher hat der Verlag festgelegt. Wir haben nicht widersprochen, weil sie uns allen sofort gefallen haben.
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Rylee: Mir – und auch den anderen – gefallen die Cover sehr gut. Jedes ist auf seine Art schön. Morgan und Nate haben für E-Book nachträglich ein anderes bekommen, was auch wunderschön ist.
Parker: Ich mag ja lieber schwarz, aber unser Cover liebe ich trotzdem.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Gwen: Ich mag die Stellen am liebsten, in denen man merkt, was für eine gute Freundin Parker ist. Wie diese hier, in der mich Parker schimpft, weil ich mich wegen Kaden so hängenlasse. Fragwürdige Methode, aber ich liebe sie für solche Aktionen einfach: „Los, in den Mund damit, kauen und mit Cola runterspülen. Und zwar alle. Du musst ihn verdauen und auskacken, dann geht es dir besser. Glaub mir. Er ist ein Arsch und da muss er auch hin.“ Wegen meines doofen Vergleichs verdrehte ich innerlich über mich selbst die Augen.
„Wo hast du denn den Blödsinn her? Aus einer alten Bravo aus den Achtzigern? Oder vom Disney Channel?“
Ungeduldig wedelte ich vor ihrem Körper herum. „Ist doch egal.“ In Wahrheit hatte ich es vor Jahren in einem von Tristans Theaterstücken gesehen. Damals hatte es mich aus irgendeinem Grund beeindruckt. Aus mangelndem Liebeskummer hatte ich allerdings nie die Gelegenheit bekommen, es selbst auszuprobieren. Nun musste Gwen dran glauben.
Ohne zu murren stopfte sie sich die erste Kugel zwischen die Lippen, verzog angeekelt das Gesicht, kaute aber brav, setzte die Flasche an und schluckte. So machte sie es mit den restlichen Papierknödelchen ebenfalls, bis alle wie Kaden verschwunden waren.
Sie wischte sich über den Mund und rülpste leise. „Jetzt ist mir schlecht.“ Stöhnend lehnte sie sich zurück und rieb sich den Bauch.
Parker: Das ist meine Lieblingsschnipsel. „Ich ignorierte die Ungeduld der restlichen Gruppe und drängelte mich zu Ferdyr. Er wieherte leise, und rieb seinen Kopf an mir. Schloss die Augen, als ich ihm zärtlich über seine Stirn runter zu seiner Nase strich. Ich legte meine Wange auf seinen Rücken, genoss seinen Geruch, seine kraftvolle Ruhe, die sich zuverlässig auf mich übertrug. Hier war ich glücklich und ganz bei mir. Konnte ich ich sein. Und das würde ich mir von Kaden nicht verderben lassen. Die Tiere nahmen mich wie ich war. Ohne Bedingungen, ohne Wertungen. Menschen taten das nicht. Von ihnen hatte ich schon vor Jahren den Stempel Rebellin und immer schlecht gelaunte Außenseiterin aufgedrückt bekommen. Das Flittchen, das sich durch die Betten der Männerwelt vögelte. Sie hatten alle keine Ahnung, wer ich wirklich war.
Ich hasste Menschen. Und das Leben. Und meistens auch mich.
Innerlich seufzend umschlang ich Ferdyrs Hals.
„Wir schaffen das mit dem Idioten, alter Junge. Stimmts?“, flüsterte ich in seine Mähne. Als hätte er mich verstanden, nickte er und schnaubte leise.“
Kaden wirkt geknickt. Vielleicht ist er traurig, dass Parkers Lieblingszitat nicht ihn thematisiert, sondern ein altes Pferd. Aber ich mag den Abschnitt, in dem Parker sich mir zum ersten Mal ein wenig öffnet. Nicht deutlich, aber dadurch, dass sie meine Pizza angenommen hat. „Wir aßen schweigend, nur die Geräusche von Fredyrs Scharren im Stroh und das der restlichen Herde im Offenstall ein paar Meter weiter und der Geräusche der einsetzenden Nacht um uns. Ein Käuzchen oder eine Eule, das Zirpen der Grillen, das Schnaufen und Schnauben der Pferde, das Rascheln von irgendwelchen kleinen Tieren, Mäusen vielleicht oder Katzen. Kein Straßenlärm, keine Menschen, keine Musik oder irgendetwas anderes Künstliches. Nur Natur. Wie zuhause. In Kolumbien. Ruhe und Glück rauschte durch meine Adern. Aber auch Heimweh und eine unbekannte Melancholie. Überdeutlich hörte ich meinen eigenen Atem, den etwas schnelleren von Parker, spürte ich mein Herz pochen.“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Christiane Bößel

Autoreninterview
Christiane Bößel

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Landei aus Südbayern, tierverrückt (Hühner und Katzen), büchersüchtig, Serienjunkie, liebe Nudeln, meinen Garten und meine Couch
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich schreibe ich, seit ich alle Buchstaben konnte. Hatte also schon immer Geschichten, Figuren, Settings im Kopf. Mein erstes „Buch“ hatte sechs Seiten, war selbst illustriert und hieß „Ausflug in den Zoo“ (da war ich sieben). Leider kein Bestseller geworden. In der Pubertät habe ich dramatische Gedichte und die ersten Kurzgeschichten geschrieben. Später dann vorwiegend Erzählungen, die ich auch bei Postry Slams vorgetragen habe (und auch immer wieder gewonnen habe J ). Durch meinen Sohn ist das Schreiben dann erstmal in den Hintergrund getreten. 2014 musste dann mein erstes Buch endlich raus und ich habe meinen Debütroman begonnen („Liebessprung“). Seitdem habe ich nicht mehr aufgehört.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich schreibe Liebesromane mit mal mehr, mal weniger Erotik, mal im Hier und Jetzt, mal mit Fantasy-Elementen. Lieben darf bei mir jeder, deswegen gibt es bei mir nicht nur Liebe zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen zwei Kerlen oder zwei Mädels. Genremäßig sind meine Bücher Young Adult, New Adult, Gay-Romance und Romantasy zuzuordnen.
Daneben gibt es von mir auch Fachbücher für Deutsch als Fremdsprache und für Schüler*innen mit geringer Lesekompetenz.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Momentan (März 21) arbeite ich am 4. Teil meiner Small Town Reihe und an einem Crossover mit einer Autorenfreundin, in der sich zwei Männer aus jeweils einem unserer Bücher treffen und verlieben. Das macht riesen Spaß und ist sehr inspirierend.
Im Herbst, wenn dieses Interview erscheint stecke ich vermutlich gerade mitten in einem meiner neuen Ideen (noch geheim ;) ). Aber es wird natürlich wieder ganz viel Liebe darin vorkommen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen, meine Hühner beobachten, mit meiner Familie Zeit verbringen (meist nur mein Mann, weil mein siebzehnjähriger Sohn lieber mamalos rumhängt), im Garten sitzen, im Wald oder den Bergen unterwegs sein, Serien schauen
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe New Adult-Bücher und Romance, auch gern M/M und mag viele Autor*innen gleich gern. Eine meiner liebsten ist Sarina Bowen. Aber ich liebe auch die Bücher von Ina Taus oder Svea Lundberg.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das ist mein offizielles Arbeitszimmer. Ich schreibe aber auch gern am Küchentisch oder auf dem Sofa. Meine Ideen kann ich quasi überall entwickeln, manchmal kommen sie „einfach so“.

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ganz unspektakulär:
Meist stehe ich wochentags um 6 Uhr auf, hänge rum und trinke Tee bis ich einigermaßen wach bin. Dann dusche ich und ziehe mich um (was meist auch unspektakulär in Jogginghose oder Leggins ist). So um halb 8 oder 8 setze ich mich an meinen Mac. Ich brauche die Routine beim Schreiben und es ist ja auch ein „Job“, nicht nur Hobby und deswegen benehme ich mich auch so. Ohne feste Zeiten würde ich zu sehr rumtrödeln und nichts schaffen. Ich schreibe dann in der Regel bis mittags, länger reicht meine Konzentration nicht. Dann esse ich und mache Pause, schaue dabei ein wenig fern zum Abschalten. Am Nachmittag mache ich Papierkram oder Haushalt oder Dinge für mich und manchmal auch gar nichts. Zwei Tage die Woche bin ich in meinem Angestelltenverhältnis, wo ich Menschen mit multifaktoriellen Vermittlungshemmnissen in beruflichen Maßnahmen unterstütze. Eine schöne Mischung zum reinen Schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
In beiden Fällen auf jeden Fall Romance! Wobei ich auch gerne Thriller lese.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Meine Oma hat immer gesagt „Wer wois, für wases guad isch“ (Wer weiß, wofür es gut ist) und „alls im Lebm hat soin Sinn“ (alles im Leben hat seinen Sinn). Danach lebe ich. Meine Oma war eine kluge Frau und sie hatte wirklich Recht damit.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich mag tatsächlich Deutschland sehr gern. Meine Lieblingsländer sonst sind Italien und Australien.
An Italien liebe ich Land und Leute. Niemand sieht in Flip Flops, Sonnenbrille und Anzug so cool und attraktiv aus wie italienische Männer! Und natürlich das Essen und die Adria. Ich habe unzählige Urlaube dort verbracht.
An Australien fasziniert mich die Landschaft. Nach dem Abi war ich mal für 2 Monate dort und ich habe mich nie so frei und Eins mit dem Universum gefühlt wie im Outback, der australischen Wüste. Nur rote Erde, Weite und Hitze. Unglaublich schön.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik ist nie schön, aber man lernt damit zu leben. Mir kommt es immer darauf an, wie sie formuliert wird. Einfach nur motzen mag ich nicht, konstruktive Kritik kann einen unheimlich weiterbringen, im Schreiben und in der Persönlichkeit.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich mag mich nicht um alles selbst kümmern und Marketing ist mir ein Graus. Muss man beim Verlag auch tun, aber nicht ausschließlich. Und als SP muss man viel mehr in der Öffentlichkeit stehen, ich bin eher Eigenbrötlerin.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lebt so, wie es euch glücklich macht! Das will ich auch immer mit meinen Büchern ausdrücken.

Donnerstag, 23. September 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Kieztränen - Tragödien der Nacht von Nina-Marie Holz

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Nina M. Holz, um mit ihr über ihr Buch „Kieztränen – Tragödien der Nacht“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich hier zu sein.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Puh, das ist schwierig. Ich würde es vermissen am ehesten mit Liebesgeschichte trifft Kiez beschreiben.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Besonders die schweren Zeiten haben mich bis abends ins Bett begleitet und mir so einige schlaflose Nächte beschert. Ich habe mit ihnen mit gelitten.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Meine liebste Stelle ist das Ende, aber die müsstet ihr schon selbst lesen. Sonst verrate ich zu viel :)
Wie viel echte Nina steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich glaube in Luna steckt fast 100% Nina, was ich eigentlich überhaupt nicht wollte, aber genau das macht das Buch auch sehr persönlich für mich.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Ich glaube sie würden mich als ziemliche Schlafmütze bezeichnen, die inzwischen nur noch zwischen arbeiten, schreiben und schlafen herum vegetiert und mich daraufhin eine Runde über den Kiez schleifen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel stand schon vor der Geschichte. Es gibt ein Lied mit dem selben Titel von meinem liebsten Sänger Fynn Kliemann. Der Inhalt des Liedes hat mich für die Geschichte inspiriert, hat in dem Sinne aber nichts damit zu tun. Durch Fynns freundliche Genehmigung darf ich den Titel auch zum Glück verwenden.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe das Cover und bin sehr zufrieden damit.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Eindeutig: „Ich bin gesellig, doch falle allein.“
Danke für das Gespräch.
Ich habe zu danken, vielen Dank für diese tolle Möglichkeit. :)

[Autoreninterview] Nina M. Holz

Autoreninterview
Nina M. Holz

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Nina-Marie Holz, ich bin 23 Jahre jung und komme aus Bremen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seit dem ich klein bin habe ich immer mal wieder meine Gedanken in kurzen Notizen fest gehalten, später dann in einem Tagebuch und vor etwa einem Jahr kam dann meine Idee daraus ein eigenes Buch zu gestalten.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bis jetzt ist nur Kieztränen von mir erschienen, aber einige andere Ideen folgen noch. Kieztränen ist eine New-Adult Geschichte der etwas anderen Art. Sie spielt in Hamburg und hat einige Crime Elemente.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, aktuell arbeite ich an einer Dystopie und natürlich an dem zweiten Teil von Kieztränen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Am liebsten verbringe ich meine Zeit mit meinem Mann und unserem Sohn, die meiste Zeit auf dem Spielplatz. Aber ich reise auch sehr gerne.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Besonders die Bücher von Stefanie Hasse haben mir schon einige schöne Lesestunden empfohlen. Besonders Matching Night habe ich nicht nur ein mal gelesen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich tatsächlich an unserem Esstisch im Wohnzimmer, ich hoffe allerdings bald auf ein eigenes Büro.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Die meiste Zeit des Tages verbringe ich auf der Arbeit, danach genieße ich die Zeit mit meinem Sohn und wenn alle im Bett sind, dann nutze ich die Zeit um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Mein liebstes Genre beim Lesen ist eindeutig Fantasy, beim Schreiben allerdings New-Adult. An Fantasy traue ich mich noch nicht ran :D
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein liebstes Zitat zu meinem Leben wäre eher: „Never a failure always a lesson“, der auch meinen Unterarm ziert und aus meinem Buch: „Ich bin gesellig, doch falle allein.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe die Niederlande, besonders die Offenheit der Menschen und das Essen hat es mir angetan.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Bis jetzt denke ich, dass ich gut mit Kritik umgehen kann. Wir sprechen uns aber nach der ersten schlechten Rezension :D
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe mich nur bei zwei Verlagen beworben, da ich dachte, dass ich es „muss“ um eine echte Autorin zu werden. Einige Gespräche mit anderen Selfpublishern haben allerdings dazu geführt, dass ich immer selbstsicher wurde und den Schritt gewagt habe. Es war auch definitiv die richtige Entscheidung.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Habt Spaß, seid nicht zu kritisch mit mir und lasst euch einfach auf die Geschichte drauf ein. Ihr werdet es nicht bereuen.

Mittwoch, 22. September 2021

[Buchvorstellung einmal anders] 2040 - Tag der deutschen Einheit

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Paul Kanter, Aliza Ehlers, der Hackerin Charlie und Mahmud Al-Farsi aus „2040 – Tag der Deutschen Einheit“, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Paul nickt. „Hmm.“
Aliza: „Gerne.“
Charlie: „Kein Ding, Kleine. Lass uns anfangen.“
Mahmud: „Ich hoffe, es ist wichtig, Mann. Ich hab zu tun.“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Paul: „Über mich gibt es nicht viel zu sagen. Ich betreibe einen Kiosk, einen Späti, in Neukölln. Kann mich gerade so über Wasser halten.“
Mahmud: „Von wegen nichts über ihn zu sagen: War mal mein bester Mann, früher. Haben alle vor ihm gezuckt, wenn sie mit der Kohle im Rückstand waren, wallah. Aber jetzt ist er ein Weichei, Mann. Ich bin übrigens Mahmud Al-Farsi. Chef von Neukölln, Alter. Ich bin n angesehener Unternehmer hier, Bars, Clubs und andere Geschäfte. Naja, weißt schon, wa?“
Aliza: „Kriminell ist er. Drogen, Prostitution, Schutzgeld, Wettgeschäfte. Und dummerweise mein Onkel. Das erkennt man nicht, weil ich einen Deutschen geheiratet habe. Eigentlich will ich mit meinem Onkel nichts zu tun haben, aber er will immer Insidertipps von mir. Ich habe nämlich früher bei der Polizei gearbeitet und jetzt bin ich bei der Sonderstelle Nationale Sicherheit, der SNS.“
Charlie: „Dann musst Du den Leuten aber auch erklären, was das ist. Die Leute aus 2021 wissen ja nicht, dass es heutzutage, in 2040, eine neue Behörde gibt, die sich angeblich dem Kampf gegen den Terror gewidmet hat, aber eigentlich nur der verlängerte Arm der Patriotischen Alternative ist, der rechten Partei, die Deutschland regiert.“
Aliza: „Was denkst Du, wer Du bist, so über meine Leute zu reden?“
Charlie: „Ich bin Charlie, steinreiche Hackerin, und gebe einen Scheiß darauf, was Du sagst. Du wirst noch dankbar sein, dass es mich gibt.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Paul: „Meine Freundin, die Journalistin Olivia, wird angegriffen und schwer verletzt. Ich versuche herauszufinden, was passiert ist, und gerate in eine ziemlich üble Sache.“
Aliza: „Ich ermittle für die SNS in der Sache und jage erst Paul als Verdächtigen. Dann merke ziemlich schnell, dass da mehr dahintersteckt.“
Charlie: „Aber ohne mich hättet ihr beide keinen Plan.“
Mahmud: „Und ohne mich würden Euch am Ende ordentlich Muskeln fehlen, die Nummer zu klären.“
Glaubt ihr, macht es dem Autor Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Mahmud: „Auf jeden Fall. Der Sack jagt uns von einer miesen Sache in die nächste.“
Paul: „Keine Ahnung, was der sich dabei denkt.“
Aliza: „Verantwortungslos, wenn ihr mich fragt. Er denkt, er würde damit groß rauskommen, aber schert sich einen Dreck darum, wie es uns geht.“
Charlie: „Kommt Leute, hört auf rumzujammern. Am Ende bekommen wir es doch ganz gut hin.“
Alle zusammen: „Ey, hör auf zu spoilern!“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Aliza: „Meine ist, als ich Pauls Nachbarin wegen ihres Namens verarsche. Aber komm, ‚Cheyenne‘? Echt jetzt?“
Charlie: „Ich hab auch eine, aber die ist soweit am Ende, da würde ich zuviel verraten. Auf jeden Fall zeige ich ordentlich meine Skills.“
Paul: „Sorry, nee. Für mich ist das alles ein einziger Albtraum.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Paul: „Ich glaube, am Ende steckt der Autor immer in allem. Es kommt ja alles aus seinem Kopf.“
Mahmud: „Auch der Drecksack Oskar Zöllner? Alter, was der von sich gibt, das ist schon übel.“
Aliza: „Das kannst Du laut sagen. Aber vielleicht ist das auch das tolle am Autorendasein, dass man auch übelste Gedanken, die man gar nicht meint, seinen Figuren in den Mund legen kann.“
Wie würdet ihr euren Autor beschreiben?
Charlie: „Erstaunlich, dass dieser faule Sack das Buch überhaupt fertig bekommen hat.“
Mahmud: „Hat ja auch lange genug gedauert.“
Paul: „Vier Jahre.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Paul: „Das war schon von Anfang an der Titel, als es nur mich gab und die anderen noch nicht dabei waren. Angeblich der Arbeitstitel. Aber den hat er dann so lange schon benutzt, auch in der Öffentlichkeit, dass es komisch gewesen wäre, ihn zu ändern.“
Aliza: „Passt ja auch. Rund um den Tag der Deutschen Einheit laufen ja dann auch alle Fäden zusammen.“
Charlie und Mahmud zusammen: „Ey! Nicht schon wieder spoilern!“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Charlie: „Nee, top.“
Die anderen nicken zustimmend.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Charlie: „Boah, ne, da habe ich jetzt keinen Bock zu kramen. Außerdem hat Patrick schon seit Monaten Zitate aus dem Buch auf Instagram gepostet, such Dir da was raus.“
Aliza: „Nee, weiß ich auch nicht.“
Danke für das Gespräch
Mahmud: „Kein Ding, Mann.“
Paul nickt.
Aliza: „Gerne. Wenn es noch Rückfragen gibt, melden Sie sich bitte.“
Charlie: „Bei mir nicht, ja? Ich brauch erst mal Urlaub nach der ganzen Geschichte.“

[Autoreninterview] Patrick Baumann

Autoreninterview
Patrick Baumann

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Patrick Baumann, 1977 in Berlin geboren. Ich bin die meiste Zeit meines Lebens selbständig und lebe seit fast zehn Jahren mehr oder weniger ortsunabhängig, d.h., ich arbeite hauptsächlich am Rechner und das von überall :) In Berlin betreibe ich mit einem Partner einen Billardsalon, ich habe mit Partnern einen Onlineshop und ich mache freiberuflich Websites. Und neben diesen ganzen Sachen habe ich jetzt meinen ersten Thriller „2040 – Tag der Deutschen Einheit“ geschrieben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe immer viel gelesen, seit ich die ersten paar Buchstaben in der Schule gelernt habe. In meiner Jugend habe ich ein paar kleine Kurzgeschichten geschrieben. Dann aber jahrelang nur beruflich (Pressearbeit, Websites, Blogs), bis ich vor vier Jahren endlich angefangen habe, meinen Traum „Romanautor“ umzusetzen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher nur ein Roman, nämlich mein kürzlich erschienener Thriller „2040 – Tag der Deutschen Einheit“. Berlin im Herbst 2040. Die »Patriotische Alternative Deutschlands« regiert die Republik. Rechte Schlägertrupps machen die Straßen Neuköllns unsicher. Der Ex-Gangster und Kioskbetreiber Paul Kanter versucht, sich aus allem Ärger heraus- und seinen Spätverkauf über Wasser zu halten. Wenn da nicht nervige Mitarbeiter, kriminelle Jugendliche und vor allem die Al-Farsis wären, die ihm von Woche zu Woche mehr Schutzgeld abknöpfen. All das wird nebensächlich, als ein Unbekannter Kanters Freundin, eine Journalistin, in ihrer Wohnung überfällt und schwer verletzt. Während sie im Krankenhaus mit dem Tod ringt, muss Kanter nicht nur seine Unschuld gegenüber den Behörden beweisen, sondern gerät in eine politische Verschwörung, die mehr als eine Nummer zu groß für ihn ist und ihn in die dunkelsten Kapitel seiner Vergangenheit zurückführt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Noch nicht, aber ich habe viele Ideen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Mit guten Freunden Zeit verbringen, Lesen, Musik hören, Sport, wandern, Billard spielen, Filme.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Einige: Don Winslow, Adrian McKinty, Dennis Lehane, James Ellroy, Paul Auster, Volker Kutscher.. es gibt noch Dutzende mehr.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich sitze immer dort, wo ich gerade arbeite. In meiner Wohnung ist das mein Schreibtisch, wenn ich reise, eben mein dortiger Arbeitsplatz. Ich schreibe gerne allein, in Cafes oder anderen belebten Orten also eher nicht.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Recht früh aufstehen (spätestens 7 Uhr, aber ohne Wecker, da ich auch recht früh ins Bett gegangen bin), 5 Minuten bewegen, dann Kaffee trinken und Zeitung lesen, dann entweder Frühstück oder gleich an den Schreibtisch und später Frühstück. Meinen Thriller habe ich neben meiner regulären Arbeit geschrieben, morgens gleich als erstes. Wenn ich das hinter mir habe, beginnt mein „normaler“ Arbeitstag. Am späten Nachmittag dann oft noch Sport und abends meistens ein bisschen Netflix und dann noch ne halbe Stunde lesen vor dem Einschlafen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei Belletristik gerne Hard-Boiled-Thriller, z. B. von den oben genannten Autoren. Ansonsten lese ich auch viele Sachbücher, viel über persönliche Weiterentwicklung (und in den letzten Jahren auch viele Schreibratgeber). Selbst habe ich erst einen Roman geschrieben, den oben genannten Thriller. Ich kann mir aber auch ganz andere Sachen vorstellen, will mich auf keinen Fall auf Thriller festlegen. Das hat sich eher einfach so ergeben. Als nächstes würde ich gerne was Lustiges schreiben.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich finde immer wieder inspirierende Zitate, die mir meist für einen gewissen Zeitraum als Orientierung dienen. Aktuell zum Beispiel von Paulo Coelho: „The world is changed by your example, not by your opinion.“ (deutsch sinngemäß: „Du veränderst die Welt mit deinem Verhalten, nicht mit deiner Meinung.“ Ein Zitat aus meinem Buch, von dem ich auch überzeugt bin, kommt von einer älteren Dame namens Frau Yilmaz: „Es kann sein, dass andere nicht sind gut zu dir. Dass andere belügen dich, betrügen, bestehlen, behandeln schlecht. Kannst du nichts ändern. Aber hast du immer Verantwortung, für was du machst. Niemand sonst. Vielleicht ist jemand andere Schuld, was passiert, aber Verantwortung hast immer du.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein. Ich lege mich grundsätzlich sehr ungern auf ein „Lieblings-xxx“ fest. Dafür gibt es zu vieles, was ich noch nicht kenne. Am meisten Zeit außerhalb Deutschlands habe ich im Norden Thailands verbracht. Da fühle ich mich offenbar wohl :)
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, auf jeden Fall. Es ist nicht immer angenehm, aber ich will lieber die ganze Wahrheit als das
Gefühl zu haben, mir wird aus Höflichkeit oder Mitleid etwas vorenthalten.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Das hatte mehrere Gründe: 1. Ich hatte keine Lust auf das Klinkenputzen, das die Agentur- und Verlagssuche anscheinend oft bedeutet. 2. Ich hatte keine Lust, lange zu warten, bis mein Buch veröffentlicht wäre. 3. Ich finde, dass der Autoren bei Verlagsveröffentlichungen einen zu geringen Prozentsatz der Einkünfte erhält. Das alles zusammen hat zu meiner Entscheidung geführt, SP nicht nur als Notnagel, sondern als erste Option zu wählen. Keine Ahnung, ob das eine gute Entscheidung war!
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Falls Du überlegst, einen Roman zu schreiben, aber denkst, dass Du es aus irgendwelchen Gründen nicht tun solltest, könntest oder dürftest: Vergiss es und fang an. Ich habe mir lange genug Gründe eingeredet, warum es noch nicht Zeit ist. Es gibt keinen Grund, es nicht zu tun, außer, du willst es eigentlich gar nicht. Aber dann hör auf, darüber zu reden, bis du es wirklich willst.

Dienstag, 21. September 2021

[Rezension] Wahnsinn in Weiß von Rieke Clausen

 



Das Buch "Wahnsinn in Weiß" wurde von Rieke Clausen verfasst und erschien 2021.

Die Autorin nimmt uns mit in ein wirres Gedankenkarussell, bestehend aus Angst, Unverständnis, Gesetztheit und Hoffnung. Die Protagonisten sind sehr detailreich gestaltet und man kann trotz so mancher schwierigen oder auch wirren Situation sich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn man manche Handlungen sehr stark hinterfragt, aber diese im Laufe des Buches alle sehr gut erklärt werden.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind gut gewählt und es hindern einem die kleinen Tippfehlerchen, die im neu überarbeiteten Buch eliminiert wurden, nicht daran, voll und ganz in die Geschichte einzutauchen. Man fiebert mit den Charakteren mit und hofft mit ihnen gemeinsam, die Wahrheit zwischen Wahn und Tatsachen herauszufinden.
Das Ende kommt überraschend und auch so manche Szene bringt einem selbst zum Überlegen, ob man tatsächlich noch so richtig denkt.

Jeder, der Thriller gerne liest, sollte auch zu diesem Buch greifen.

Sonntag, 19. September 2021

[Rezension] Betrayal - Rette mich von Fenja Wächter

 



Das Buch "Betrayal - Rette mich" wurde von Fenja Wächter verfasst und erschien 2021.

Dies ist der 2. Teil der Betrayal - Reihe, wo zwar immer wieder Personen aus dem 1. Teil auftauchen, aber ohne Probleme eigenständig und unabhängig gelesen werden kann.
Für diejenigen, die den 1. Teil bereits kennen, ist es fast wie ein Wiedersehen und doch ein ziemlich abrupter Start in die Geschichte. Wir lernen Grayden und Bennett genauer kennen und ihre Aufgaben in dem Werk, in dem sie gemeinsam stecken. Man erlebt so einiges, wo man sich am liebsten umdrehen und gehen will, aber trotzdem will man unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind super gewählt und der Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite gegeben. Man fiebert mit den so unterschiedlichen Charakteren mit, will dass sie mehr machen oder auch weniger. Verbündet sich mit ihnen und verflucht sie bei widersinnigen Entscheidungen. Man kann mit ihnen lachen, weinen, zweifeln und doch auch aus ihrem Optimismus schöpfen.
Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven verfasst, nämlich die aus Graydens und Bennetts. Es gibt aber auch immer wieder einen Rückblick in die Geschichte Graydens und einem bereits aus dem 1. Band bekannten Charakter, dessen Namen ich aus Spoilergründen nicht nenne.
Auch die tiefgreifenden Themen, die das Buch begleiten, müssen erwähnt werden. Das Buch beinhaltet so viel zwischen Liebe und Hass, Frieden und Kämpfen, Genuss und Versagen. Aber auch Themen, die einem sehr nahe gehen. Ab und zu kann man den Zweifel und das Verlangen der Charaktere mit den Händen spüren und man will sie einfach nur nehmen und schütteln, um sie zur Vernunft zu bringen.

Jeder, der Gay-Romance mit Tiefgang gerne liest, dem empfehle ich das Buch aus vollstem Herzen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

[Schnipseltime] Sonia - Die Tochter des Erschaffers von Petra Grell

 


Sonia nickte und bahnte sich ihren Weg zwischen den Sträuchern, um in die Mitte des Hauses zu gelangen. Dort kniete sie sich hin, legte ihre Handflächen in den Schnee und schloss die Augen. Peter stand neben ihr und beobachtete, wie sich die Ruine, welche früher ein herrschaftliches Haus gewesen war, veränderte. Dadurch, dass Sonia ihm das ihr Sichtbare in Gedanken übertrug, konnte er wie durch ihre Augen sehen. Das Feuer entfachte und das Gebäude wuchs und wuchs bis zu seiner vollen Pracht und ohne verschlingende Flammen. 

Als sie die angenehme Wärme um sich fühlte, öffnete Sonia ihre Augen und stand auf. Das Haus war zwar groß aber genauso ärmlich eingerichtet, wie das, wo sie das kleine Mädchen gesehen hatte. Nur die Küche war etwas größer und die Räume waren durch richtige Wände getrennt. Aus dem Nebenraum kam ein leises Kichern und so entschieden sich die beiden dort nachzuschauen. Der Raum entpuppte sich als Schlafzimmer. Auf dem Bett lagen ein Mann und eine Frau nackt und eng umschlugen. Sie unterhielten sich gerade. 

»Marienne, du bist so wunderschön, ich werde nie aufhören dich zu lieben.« 

»Mein lieber Thomas, wie viele Frauen dies wohl schon gehört haben?« 

»Keine von ihnen war so wunderschön, wie du!« 

Die Frau lächelte ihn an. »Kannst du dich noch erinnern, worum ich dich gebeten habe?« 

Thomas setzte sich hin und schaute sie hart an. Ein undefinierbarer Gesichtsausdruck verscheuchte alle Liebe aus seinem Gesicht. »Ich konnte nicht. Das ganze Dorf schaute zu und du weißt: Als Bürgermeister muss ich das Richtige tun.« 

Marianne würgte hervor: »Was habt ihr getan?!« Sie keuchte und vor Zorn wurde ihre Stimme gepresst. »Sie war meine Schwester, keine Hexe!« Sie setzte sich auf und wandte sich von dem Mann ab. 

»Wir haben getan, was auch immer nötig war. Das Haus dürfte schon vollständig abgebrannt sein.« 

Ein Aufblitzen in ihren Augen verriet den lodernden Hass und Marienne drehte sich wieder zu ihm. Sie schrie so laut auf, dass sich Sonia und Peter die Ohren zuhalten mussten. Aus Thomas Augenwinkeln sickerte Blut. Er spürte es, wischte es ab und schaute sich völlig schockiert seine Finger an. Ungläubig sah er seine Geliebte an. Diese war nicht mehr so wunderschön wie noch vor ein paar Sekunden. Ihr Gesicht nahm dämonische Züge an, ihre Haut wurde grau und ihre Fingernägel lang, schwarz und spitz. 

»Du hast die falsche Hexe getötet, mein Lieber!«, dröhnte die dunkle Stimme aus ihrem Mund. »Und jetzt wirst du leiden, genauso wie meine Schwester leiden musste.« 

Eine unsichtbare Macht hielt Thomas regungslos an das Bett gepresst und seine panischen Schreie wurden zu stummen Mundbewegungen. Marienne schnitt mit ihren langen Fingernägeln in seine Haut, die sie Stück für Stück abriss. An seinen Augen, die blutunterlaufen waren, konnte man die unglaublichen Qualen erkennen, die er litt. 

Ihre Folter beendete sie, indem sie ihm mit der bloßen Hand die Rippen brach und das Herz heraus riss. Unmittelbar danach veränderte sich ihr Aussehen wieder und vor ihnen stand Marienne in ihrer menschlichen Gestalt, in der Hand das blutige Herz haltend. 

Die Hexe ließ achtlos das Organ fallen, ehe sie sich umdrehte. Sonia und Peter folgten ihr vor die Haustür, vor der sie stehen blieb. Zwischen ihren Händen erglühte eine Flamme, die sie in das Hausinnere warf. Dann versiegelte sie magisch die Tür und wandte sich ab. Mit Tränen in den Augen aber einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht lief sie in die Richtung, wo das Haus ihrer Schwester stand. 

Das Haus des Bürgermeisters brannte lichterloh und Sonia brach die Verbindung ab.

[Buchvorstellung einmal anders] Sonia - Tochter des Erschaffers von Petra Grell

 



Buchvorstellung einmal anders 


Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Sonia, Peter, Wendy und Cthulhu aus „Sonia – Die Tochter des Erschaffers“ und deren Autorin Petra Grell.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig bei dem Interview unterstützen?

Peter: „Aber selbstverständlich.“
Sonia: „Na klar, das machen wir doch immer!“
Wendy: „Naja.. immer…“
Cthulhu: „Ich hoffe deine Fragen sind des Großen Alten würdig… Sonst besuche ich dich in deinen Träumen.“
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Sonia: „Ich heiße Sonia, im Buch bin ich 17 Jahre alt und ich bin die nichts ahnende Protagonistin. Ein bisschen Heulsuse mit einem Schlafproblem, aber das legt sich hoffentlich.“
Peter: „Ich bin der Peter. Mein alter ist nicht bekannt, den ich bin ein Schoggothe - ein Wesen aus Protoplasma. Ich und einige anderen haben uns angepasst und menschliche Gestalten angenommen um unter euch bleiben zu können.
Wendy: „Hi. Ich bin die Wendy. Ich bin genauso Alt wie Sonia und ja zu mir gibt es noch nicht so viel zu sagen, außer, dass ich zu viele Männer Date und nicht wirklich meinen freundschaftlichen Pflichten nachgehe.
Cthulhu: „Du Närrin. Was für eine Frechheit mich zu fragen wer ich bin. Jeder sollte mich kennen. Ich bin der Große Alte, der vor Äonen auf die Erde kam. Wenn wir hier fertig sind, setze ich mein Schlummerschlaf fort.
Claudia: Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Sonia: Es ist auf jedenfalls eine Interessante Interpretation. Die Tatsache, dass Petra als Inspiration meinen Vater, also H.P. Lovecraft benutzt hat, finde ich großartig. Es gibt nicht sehr viele im Deutschsprachigem Raum.
Peter: Ich finde es genial, wie mich Petra dargestellt hat. Ein schönes Gesicht, männlicher Körper. So anders als eine stinkende Masse von irgendwas.
Wendy: Verdreht die Augen und zeigt auf den schlafenden Cthulhu. Kommentieren möchte sie nicht.
Cthulhu: Schnarcht.
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie fühlt ihr euch als Charaktere dabei?
Petra: Also hehe, meine Charaktere haben sich irgendwie selbständig gemacht und mir eigentlich nur wenig Spielraum gelassen, was den verlauf der Geschichte betrifft. Ich war dann eher da, um denen aus der Patsche zu helfen.
Sonia: „Du hast es dir doch mit den Albträumen ausgedacht! Das was ich ertragen musste, werde ich dir nicht vergessen. Ich hoffe, dass es in den weiteren Bändern etwas abschwächt!“
Wendy: „Du weißt aber schon, dass wir in einem Horrorroman sind oder? Wenn es abschwächt, kann man es ja Fantasy nennen! Willst du in einem Fantasyroman stecken? Ich nicht! Und zu deiner Frage Claudia, ich fand es recht amüsant in welche Situation Sonia geritten wurde. Ich als Nebencharakter wurde zum Glück verschont.“ Grinst süffisant.
Peter: „Ich kann nicht klagen, ich bin ja schlimmeres gewohnt. Wenn ich daran denke, was der zweite Band für mich bereit hält, habe ich mehr Angst, um mein Wohlbefinden.“
Cthulhu: Schnarcht immer noch und sabbert Peter auf die Schulter.
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr gerne den Lesern des Blogs vorstellen wollt?
Sonia: „Ich habe zwei Lieblingsstellen. Die erste ist im Wald, wo ich meine eigenen Kräfte entdeckt habe, das hat wirklich Spaß gemacht. Und natürlich, als ich meinen Vater getroffen hatte. Das war so rührend.“ Seufzt und ihre Augen werden glasig.
Peter: „Meine Lieblingsstellen sind die kurzen Momente, die ich mit Sonia habe.“
Wendy: Schüttelt mit dem Kopf als Zeichen, dass sie auch hier nicht antworten möchte.
Cthulhu: „Meine Lieblingsstelle ist direkt am Ende des Prologs, bzw. Des ersten Teiles, wenn ihr es lest, wisst ihr warum.“
Claudia: Wie viel echte Petra steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? Hat eure Autorin vielleicht etwas vergessen zu erwähnen?
Sonia: „Definitiv steckt in jedem von uns etwas von Petra. Bei manchen mehr, bei anderen weniger. Wer sie kennt und das Buch liest, wird es schon merken.“
Die anderen nicken eifrig.
Claudia: Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Sonia: „Chaotisch, unorganisiert und manchmal sehr sehr brutal.“
Peter: „Großartig einfach nur großartig.“
Wendy: „Naja, ich hätte es vermutlich besser geschafft, oh mein Gott, dieser Schreibstil.“ Verdreht die Augen und dreht den Kopf weg.
Cthulhu: „Ein würdiges Opfer für mich. Du musst wissen, ich suche sie schon seit Monaten heim. Alles was im Buch steht, kommt von mir.“
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Charaktere vielleicht sogar Mitspracherecht?
Wendy: „Wir hatten kein Mitspracherecht, wenn es nach mir ginge, hieße das Buch Wendy!“
Peter: „Was ärgert dich das jetzt? Du bekommst doch deinen eigenen Band!“
Sonia: „Peter!!!! Das soll doch noch ein Geheimnis bleiben. Meine Güte. Denk doch mal bisschen nach bevor du den Mund aufmachst.“
Petra: „Oh herrje… Naja… Also ich finde es irgendwie besser, wenn die Bücher nach den Hauptprotagonisten heißen.“
Cthulhu: „Ich will auch mein eigenen Band! Kriegt jetzt jeder eins? Aber dann muss es auch so gut sein, dass es eines Gottes würdig ist.“
Petra: „Und was soll ich über dich schreiben, wenn du ständig nur schläfst?“
Cthulhu: „Touche.“
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Sonia: „Ich liebe das Cover, ich denke ich kann für jeden von uns sprechen. Teo hat wirklich wundervolle Arbeit geleistet. Wir sind alle sehr sehr stolz auf ihn.“
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Sonia: „Du bist eine ganz besondere, starke Frau. Ich bin so stolz auf dich, Sonia.“
Peter: „Eigentlich jeder Satz, den ich mit Sonia austauschte. Unsere Gespräche sind unbezahlbar!"
Wendy: „Wag es gar nicht, den Namen des Meisters in deinen unwürdigen Mund zu nehmen!“
Cthulhu: „Phnglui mglw´nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn.“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Petra Grell

Autoreninterview
Petra Grell

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich heiße Petra. Sei 8 Jahren wohne ich an der schönen Nordseeküste. Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch, wenn ich etwas fertig haben möchte, dann muss es sofort sein. Ich bin sehr offen und hilfsbereit mit dem Hang mich ausnutzen zu lassen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Meine erste Kurzgeschichte verfasste ich Anfangs 2020 für eine YouTuberin und dann hat es mich irgendwie gepackt. Eigentlich wollte ich nur ein einziges Buch schreiben, aber dann habe ich Blut geleckt und schreibe einfach weiter.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher ist nur mein Debütroman Sonia - Die Tochter des Erschaffers erschienen. Es ist ein Horrorroman, der mit einer Triggerwarnung kommt, da es explizite Gewaltszenen beinhaltet. Ich habe es unter dem Einfluss des Großen Alten Cthulhu geschrieben. Die Hauptprotagonistin Sonia erfährt, dass sie etwas Besonderes ist, dass sie zu einem höherem Zweck geboren wurde. Mit ihr erkunden man die wunderbare Welt von H. P. Lovecraft.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite an einigen Büchern gleichzeitig. Da ich leider überhaupt nicht strukturiert arbeiten kann, springe von Manuskript zu Manuskript. Es wird Band 2 von Sonia geben, ein Fantasythriller und eine Kurzgeschichten Sammlung.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Tatsächlich schreibe ich in meiner Freizeit sehr sehr gerne. Sonst gehe ich mit meiner Tochter in den Wald, zocke Computerspiele oder lese selber Bücher. 
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine Lieblingsbücher, mhm, schwierig sich da auf wenige zu reduzieren. Definitiv aber Herr der Ringe, Ein Blick in die Hölle, Oktopus und Der Besudler auf der Schwelle. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Edward Lee, Matt Shaw, Arno Strobel und Jess. J. S.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Hehe, zeigen, das wollt ihr nicht sehen. Auf meinem Schreibtisch herrscht das absolute Chaos, überall liegen irgendwelche Schnipsel, Notizen, Sticker, leere Verpackungen von Müsliriegeln, die ich gleich wegräumen werde.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Uhi ein ganz normaler Tag. Ich stehe um 5.30 auf, mache mir einen Tee oder Kaffee und gehe eine Rauchen. Dann Wecke ich meine Tochter, wir frühstücken bisschen zusammen bevor ich sie zum Kindergarten bringe. Dann fahre ich für gewöhnlich arbeiten. Je nachdem, wie lange ich arbeite, fahre ich entweder nach der Arbeit nach Hause und mache etwas Haushalt oder ich hole direkt meine Tochter von der Kita ab. Dann sind wir entweder im Wald, im Garten oder entspannen einfach Zuhause. Nach dem Abendessen geht sie schlafen und ich schreibe.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese gerne Horror, Fantasy und extreme, brutale Literatur. Dies fließt auch mit in meinen Schreibstil rein.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Oh sowas habe ich leider gar nicht, bzw. habe ich noch kein Zitat gefunden, das gut genug für mein Leben wären oder meine Arbeit am besten beschreiben würde.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Seit dem ich mich mit H.P. Lovecraft beschäftige ist meine Lieblingsland Amerika geworden. Ich würde nur zu gerne hinfliegen um in die Fußstapfen des Meisters zu treten und seine Stadt, sein Grab und sein Haus zu sehen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich denke ich nehme Kritik ganz gut auf, wenn diese natürlich berechtigt ist. Ich bin schon sehr gespannt, wie meine Leser mein Buch finden und freue mich schon auf ihre Kritik. Ich versuche auf jeden Kritikpunkt einzugehen, wenn ich das Gefühl habe, dass es etwas ist, was ich wirklich verbessern oder in den Angriff nehmen sollte. 
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Für mich kam Verlag nie in Frage. Ich mache am liebsten alles selbst, egal, wie stressig es ist. Zum Glück, habe ich in meinem Freundeskreis so viele Talentierte Menschen, die mir dabei Helfen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit meinem Buchbaby und bleibt gesund.