Mittwoch, 27. Mai 2020

[Verlagsvorstellung] Autorin im Traumtänzer-Verlag - Màili Cavanagh


Verlagsvorstellung
Traumtänzer-Verlag
Autorin Màili Cavanagh


Wie hast du von dem Verlag erfahren?
Durch meine Mitautorin Julia Fränkle/Svea Lundberg 
Wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Traumtänzer Verlag angenommen wurde?
Ich denke, die Qualität und Originalität unseres gemeinsamen Werkes hat überzeugt. 
Wer bist du? 
a) Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Màili Cavanagh ist das Pseudonym, unter dem ich seit 2015 homoerotische Romane und Kurzgeschichten schreibe. 
Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in der schönen Hansestadt Lüneburg. Außerdem fotografiere und lese ich gerne, sofern es mein Job als Team-Assistentin zulässt. 
b) Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben?
Bisher erst eines: „Unter weiten Adlerschwingen“ – ein Gemeinschaftswerk mit Svea Lundberg. 
Pine Ridge Reservation, August 2018 
Armut, Drogen, Gewalt, Suizide – Mit dem grausamen Alltag im Indianerreservat will sich Chayton Callahan nicht abfinden. Weniger noch, als er seine Cousine Janice eines Abends auf einem abgelegenen Schrottplatz findet – missbraucht und halb totgeprügelt. Aus bitterer Erfahrung weiß Chayton, dass die hiesige Stammespolizei nichts gegen Janice’ Peiniger wird ausrichten können, sollte es sich wie befürchtet um einen Weißen handeln. Chayton sieht nur eine Chance: Er muss einen Agenten des FBI überzeugen, sich des Falles anzunehmen. 
Doch Special Agent Logan Harris ist nicht freiwillig bei der Indian Country Crimes Unit gelandet. Schuld waren seine große Klappe und seine direkte Art, Missstände offen anzusprechen. Als sich die beiden Männer zum ersten Mal begegnen, ist schnell klar, dass Welten aufeinanderprallen. Hätten Chayton und Logan nicht ein gemeinsames Ziel, würden sie einander aus dem Weg gehen – oder miteinander ins Bett. Eine Zusammenarbeit scheint unmöglich, doch die wenigen Indizien legen nahe, dass der Täter bald sein nächstes Opfer finden wird. Und so versuchen Chayton und Logan gegenseitige Anziehung und Abneigung gleichermaßen beiseitezuschieben, um in der Trostlosigkeit des Reservats eine weitere Tragödie zu verhindern … 
c) Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten?
Leider nicht. Dafür wird es voraussichtlich in anderen Verlagen drei Veröffentlichungen von mir geben. 
d) Was ist dein Genre beim Schreiben? 
Derzeit Gay Romance. Ich habe aber auch schon Western und Science Fiction Romane geschrieben. 
e) Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst? 
Du lebst, aber das ist auch alles. Auch ein Stein lebt, wenn du Leben mit Existieren gleichsetzt. Aber leben, wirklich leben kannst du nur durch die anderen. Du lebst, weil das, was du sagst und tust, das Leben, Fühlen und Denken anderer beeinflusst, und umgekehrt. Und du stirbst auch erst, wenn sich niemand mehr deiner Worte und Taten und somit deiner selbst erinnert. Erst wenn du aus den Gedanken aller Menschen verschwunden bist, bist du wirklich tot. (Märchenmond - Wolfgang Hohlbein) 
f) Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Solange sie sachlich und begründet ist kann ich damit gut umgehen. 
g) Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Francis Bacon sagte mal: „Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.“ In diesem Sinne: Alles Bord und Segel setzen! 

Montag, 25. Mai 2020

[Verlagsvorstellung] Autor im Traumtänzer-Verlag - Herbert Feid

Verlagsvorstellung
Traumtänzer-Verlag
Autor Herbert Feid

Wie hast du von dem Verlag erfahren?
Über eine Dame, die mein Manuskript überarbeitet hat und den Verlag kannte.
Wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Traumtänzer Verlag angenommen wurde? 
Nun, Lysander fand das Buch nicht unbedingt dem Mainstream seines Verlages entsprechend, aber er hat das Experiment gewagt, etwas daraus auszubrechen. Allerdings musste ich dabei auch im Text einige Federn lassen. 
Wer bist du?
a) Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Herbert Feid, geb. 1945 Ich habe über 40 Jahre in Japan gelebt und als ich als Rentner nach Deutschland zurückkehrte mit dem Schreiben begonnen. 
b) Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben? 
Nur eins mit dem Titel „sieben monate mit mozart“. Es ist ein homoerotischer Roman ohne explizit erotisch zu sein.
c) Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten? 
Das ist noch ungewiss, es hängt wohl auch mit dem Erfolg oder Misserfolg des Experiments ab.
d) Was ist dein Genre beim Schreiben? 
Leichte homoerotische Lektüre die bis weit in das Gebiet der Unterhaltungsliteratur hineingreift.
e) Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst?
Nein!
f) Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich freue mich sehr über Kritik und versuche sie auch beim Schreiben zu berücksichtigen. Über dumme Kritik ärgere ich mich manchmal und dann ärgere ich mich über mich, weil ich mich geärgert habe.
g) Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
In dem Roman „sieben monate mit mozart“ ist sehr viel autobiographisches und biografisches Material enthalten, was vielleicht bei einigen Lesern nicht ankommt (viel hat auch schon Lysander weggestrichen) aber es ist ein ehrliches Buch und keine Fiktion. In diesem Sinne solle es gelesen werden, wenn auch einige Passagen „Dichtung“ sind.

Samstag, 23. Mai 2020

[Verlagsvorstellung] Autorin im Traumtänzer-Verlag - Julia Fränkle / Svea Lundberg


Verlagsvorstellung
Traumtänzer-Verlag
Autorin Julia Fränkle/Svea Lundberg

Wie hast du von dem Verlag erfahren? Und wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Traumtänzer Verlag angenommen wurde? 
Lysander, den Verlagschef, habe ich bereits vor Jahren über das Autorenforum „Tintenzirkel“ kennengelernt. Dort war ich vor Jahren als Neuankömmling im Forum sein „Patenkind“ und dadurch haben wir bereits für einige Romanprojekte zusammengearbeitet – sei es durch gegenseitige Plot-Hilfe oder Betalesen. Im Frühjahr 2016 schrieb Lysander mich an und erzählte mir, dass er dabei sei, einen Verlag zu gründen und ob ich mir vorstellen könnte, bei ihm zu veröffentlichen. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade dabei, meine „Pferdeapfel-Jungs“ zu schreiben. Eigentlich hätte der Roman mein erstes Self-Publishing-Projekt werden sollen, aber die Chance, die erste Veröffentlichung für den Traumtänzer-Verlag zu stellen, konnte ich mir ja nicht entgehen lassen. Im Januar 2017 wurden dann aus meinen „Pferdeapfel-Jungs“ endgültig meine „Musik-Jungs“ und sie durften unter dem Titel „Die stille Seite der Musik“ in die große, weite Buchwelt hinausziehen. 
Wer bist du?
a) Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich höre sowohl aus meinen richtigen Namen Julia, als auch auf Svea, mein offenes Pseudonym. Als Autorin bewege ich mich innerhalb den Genres Fantasy und Romance, als Lektorin arbeite ich für verschiedene Verlage und Self-Publisher. Wenn ich gerade mal nichts mit Büchern zu tun habe, gehe ich noch einem Teilzeitjob im Einzelhandel nach. Ausgleich und Entspannung finde ich bei ausgedehnten Spaziergängen mit unserer Boxer-Rottweiler-Hündin, beim Sport, beim Yoga oder bei geselligen Abenden unter Freunden und mit meinem Mann. 
b) Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben?
„Die stille Seite der Musik“ (Januar 2017) ist ein Young Adult Roman, der sich mit Themen wie erster Liebe, aber auch dem individuellen Umgang mit Handicaps auseinandersetzt. Mein Protagonist Tino muss aufgrund eines Unfalls seinen Traum von der Pianistenkarriere aufgeben und Flo ist gehörlos. 
„Die Clifton-Lüge“ (Juli 2018) erzählt eine emotionale (Liebes-)Geschichte vor der wunderschönen Kulisse Islands. Roman ist Autor und leidet am Tourette-Syndrom, was ihm den Umgang mit anderen Menschen schwer macht. Um dem zu entfliehen wandert er nach Island aus und lernt dort Bereiter und Tourenguide Kristján kennen, der Stück für Stück hinter Romans verschlossene Fassade blicken kann. 
„Unter weiten Adlerschwingen“ (gemeinsam mit Màili Cavanagh, April 2019) spielt im Lakota-Reservat Pine Ridge, welches von einer grausamen Missbrauchs- und Mord-Serie in Atem gehalten wird. Mit FBI-Agent Logan Harris und Native American Chayton Callahan treffen zwei charakterstarke Männer aufeinander, die Vorurteile und gegenseitiges Misstrauen überwinden müssen, um nicht nur sich selbst, sondern auch den Mörder von Chaytons Cousine zu finden. 
c) Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten?
Konkrete Pläne gibt es noch nicht, aber ich habe die eine oder andere Idee, die sicher sehr gut zum Traumtänzer-Verlag passen würde. Und ganz eventuell werde ich mit meiner Co-Autorin Màili Cavanagh noch einmal nach Pine Ridge zurückkehren. 
d) Was ist dein Genre beim Schreiben?
Unter meinem Realnamen Julia Fränkle schreibe ich im weiten Feld der Fantasy und unter dem offenen Pseudonym Svea Lundberg bewege ich mich im Bereich Contemporary, das kann von Romance, über Drama und Erotik, bis hin zu Crime/Thrill alles sein. Wichtig sind mir dabei jedoch stets authentische Figuren und eine durchdachte Handlung, die wenigstens so nahe an der Realität kratzt, dass sie tatsächlich so stattgefunden haben könnte. 
e) Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst? 
„Wenn du Kritik vermeiden willst, tu nichts, sag nichts, sei nichts. Aber Kritik gehört zum Leben, also tu, was du willst, sag, was du denkst und sei, wer du bist.“ (Keine Ahnung, von wem das Zitat stammt, mein Vater hat es mir vor Jahren in mein Posiealbum geschrieben.) 
f) Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Gerade in Bezug auf das Schreiben finde ich Kritik wahnsinnig wichtig. In meinen Augen ist Schreiben zu 80% Handwerk, welches man erlernen kann und sollte. Nur wenn man kritisch mit der eigenen Schreibe umgeht, kann man sich auch weiterentwickeln. Über inhaltliche Dinge lässt sich eher streiten, da vieles Geschmackssache ist, aber auch hier nehme ich Kritik bei Unstimmigkeiten gerne an. 
Keine Frage, Kritik am eigenen Werk tut weh, aber insofern sie höflich vorgetragen und konstruktiv begründet wird, kann man eigentlich nur davon profitieren. 
g) Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Im Grunde nur eines: DANKE! Für euer Feedback, euren Zuspruch und einfach dafür, dass ihr meine Romane lest. Die Geschichten wollen raus, keine Frage, ich würde also vermutlich auch schreiben, wenn niemand es lesen würde. Aber zu wissen, dass es dort draußen Menschen gibt, die sehnsüchtig auf das nächste Werk aus meiner Feder warten, ist unbeschreiblich toll und die beste Motivation überhaupt.

Freitag, 22. Mai 2020

[Rezension] 97_2020_mobi - Blitzgewitterleidenschaft von Helen Rose Sky




Das Buch "Blitzgewitterleidenschaft" wurde von Helen Rose Sky verfasst und erschien 2020.

Es ist die 4. Reise in den beschaulichen Ort St. Helens und wieder erleben wir eine besondere Geschichte. Dieses Mal erleben wir die Geschichte von Rebecca und John.
Die Charaktere sind sehr gut ausgebaut und man kann das fühlen und leben der beiden mitfühlen. Man kann lachen, weinen, mit ihnen so manchen Stolperstein erleben, man kann auch liebgewonnene Charaktere aus den vorherigen Bänden wieder besuchen und ihre Weiterentwicklung beobachten, ohne dass sie zu viel Platz einnehmen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind so gewählt, dass man locker, flockig durch das Buch rast und man eine kurzweilige, tolle Unterhaltung hat.
Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass es sich um eine Reihe handelt, aber jedes Buch in sich abgeschlossen ist. Da aber die Charaktere alle miteinander befreundet sind, kann man immer wieder an ihrem Leben teilnehmen.

Jeder, der Liebesgeschichten gerne liest, dem kann ich diese Geschichte und auch die anderen sehr empfehlen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

Donnerstag, 21. Mai 2020

[Verlagsvorstellung] Traumtänzer-Verlag


Verlagsinterview
Traumtänzer-Verlag

Was kannst du uns über die Entstehungsgeschichte des Verlages berichten?
Ich habe lange mit mir gerungen, ob es überhaupt noch zeitgemäß ist, einen kleinen Verlag zu gründen. Durch Selfpublishing gibt es viele neue Möglichkeiten für AutorInnen, ihre Bücher zu veröffentlichen, und es bietet einige Vorteile – hat aber eben auch Nachteile, weswegen es nach wie vor AutorInnen gibt, die lieber den Weg über einen Verlag gehen. Nach einigen Gesprächen mit Freunden, insbesondere mit Kaye Alden, habe ich beschlossen, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Da ich selbst Kleinverlagsautor bin, hatte ich eine klare Vorstellung davon, was ich als Autor gut oder nicht so gut an den Verlagen fand, mit denen ich zusammengearbeitet habe, und wusste deswegen ganz genau, wie ich es machen wollte. Dennoch musste ich auch einiges erst via Trial und Error ausprobieren und ganz viel dazulernen. Aber es hat sich definitiv gelohnt!
Wer trifft die wichtigsten Entscheidungen im Verlag?
Ich habe das letzte Wort, aber die Verlags-AutorInnen dürfen viel mitreden, insbesondere was Titel, Cover und Klappentext betrifft. Es gibt nicht viel Unangenehmeres, als als AutorIn einfach ein Cover vorgesetzt zu bekommen. Ich versuche, ihre Vorstellungen und Wünsche so weit wie möglich mit einzubeziehen.
Wer bist du? Der Verleger stellt sich vor:

a) Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem wir es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Lysander Schretzlmeier, ich wohne mittlerweile wieder im schönen Süden Deutschlands und war schon immer ein begeisterter Bücherwurm. 
b) Warum hast du den Verlag gegründet? 
Ich möchte schöne Bücher in die Welt bringen – sowohl inhaltlich als auch von der Gestaltung her. Zu viele gute, außergewöhnliche Manuskripte verstauben auf ewig in der Schublade, weil sie nicht „Mainstream“ genug sind. Ich möchte auch außergewöhnlichen Titeln, die mich begeistern, eine Chance geben.
c) Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich verbringe viel Zeit mit meinen Tieren, betreibe Sport oder schreibe selbst.
d) Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Harry Potter! Nicht mehr lange und ich kann alle Bücher auswendig vortragen. 
e) Kannst du uns deinen Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du dich am liebsten mit den Werken deiner Autoren beschäftigst?
Ich sitze tatsächlich am liebsten mit dem Laptop auf der Couch. Am Schreibtisch sitze ich so schon lange genug. Neue Manuskripte lade ich mir meistens auf meinen E-Reader und lese, wann immer ich die Gelegenheit dazu habe.
f) Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Meine Tage beginnen auch am Wochenende meist gegen sechs Uhr morgens. Ich gehe erst einmal mit dem Hund raus, dann frühstücke ich und kümmere mich erst einmal etwa eine Stunde lang um Verlagsangelegenheiten. Danach gehe ich zu meinem Brotjob, nach dem Brotjob geht es weiter zum Pferd und abends erledige ich, was so anfällt. 
g) Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst und deine Arbeit am besten beschreibt? 
„Ein Mensch, der keine Fehler gemacht hat, hat nie etwas Neues ausprobiert.“ Das Zitat wird Albert Einstein zugeschrieben und trifft insbesondere meine Verlagsarbeit ganz gut.
h) Hast du ein Lieblingsland und warum?
Das ist eine schwierige Frage! Ich liebe es, andere Länder zu erkunden und mehr über andere Kulturen zu lernen, deswegen fällt es mir schwer, mich für eines zu entscheiden. Neuseeland war schon immer ein großer Traum von mir und ich hoffe, eines Tages eine längere Zeit dort verbringen zu können. Die Landschaft ist herrlich und ich mag auch die Mentalität der Leute sehr gerne.
i) Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich freue mich immer über konstruktive Kritik, auch wenn es – je nach konkretem Anlass – nicht immer leicht ist, sie anzunehmen. Aber ich denke mir, wenn mich jemand kritisiert, hat diese Person einen Grund dazu, und das nehme ich ernst.
j) Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich freue mich sehr, wenn ihr Lust habt, einen Blick auf den Traumtänzer-Verlag und unser Programm zu werfen! Fragen, Anregungen, Wünsche – ich bin offen für alles.
Welche Genres veröffentlicht ihr im Verlag?
Im Traumtänzer-Verlag erscheinen Bücher mit schwulen Protagonisten, sowohl im Bereich Contemporary Romance als auch Fantasy mit teilweise düstereren Themen.
Welche Kriterien habt ihr für die Auswahl der eingereichten Manuskripte?
Hauptkriterium ist natürlich, dass die Protagonisten schwul sind. Ansonsten nehme ich sehr gerne tiefgreifende Inhalte.
Wie viele Mitarbeiter gibt es im Verlag?
Nur mich – der Traumtänzer-Verlag ist ein Ein-Mann-Betrieb.
Wer gestaltet eure Cover?
Die meisten Cover stammen von Yvonne Less von Art4Artists. Das Cover von „Sieben Monate mit Mozart“ wurde von Sylvia Ludwig gestaltet.
Wer ist für Korrektorat und Lektorat bei euch im Verlag zuständig?
Meistens übernehme ich es selbst. „Von Rache und Regen“ wurde von Sabrina Železný lektoriert.
Wie viele Bücher habt ihr im Moment im Sortiment? 
In unserem Programm gibt es zurzeit: 
„Die stille Seite der Musik“ von Svea Lundberg (Contemporary Romance) 
„Sternenbrand 1: Blind“ und „Sternenbrand 2: Blau“ von Annette Juretzki (Science Fiction) 
„Das Geheimnis der Flammenden Rose“ von Tina Alba (Fantasy mit Erotik) 
„Die andere Seite des Regenbogens – queere Geschichten voller Farbe“ von mehreren Autorinnen (Anthologie) 
„Gebrochene Flügel – Zwischen Fliegen und Fallen“ von Jennifer Heck (Dystopie) 
„Die Clifton-Lüge“ von Svea Lundberg (Contemporary Romance) 
„Das Lied des Jägers“ von Leann Porter (Urban Fantasy) 
„Unter weiten Adlerschwingen“ von Màili Cavanagh und Svea Lundberg (Contemporary Romance) 
„Von Rache und Regen 1: Regentänzer“ von Annette Juretzki (Sword & Sorcery) 
„Sieben Monate mit Mozart“ von Herbert Feid (Contemporary)
Wie viele Autoren gehören zum Verlag oder haben bereits etwas bei euch veröffentlicht? 
Aktuell sind es sieben AutorInnen, die einen oder mehrere Romane bei Traumtänzer veröffentlicht haben.

Mittwoch, 20. Mai 2020

[Rezension] 95_2020_KU - Glaukos von Nona Simakis




Das Buch "Glaukos: Memoiren" wurde von Nona Simakis verfasst und erschien 2020.

Die Autorin entführt uns in die Welt der Mythen und Sagen. Witzig, spritzig von Glaukos erzählt, erfahren wir mehr über die Götter und andere mystische Wesen der antiken Welt.
Die Sprache und die Wortwahl sind dem Buch sehr zuträglich, wodurch man noch schneller durch das Buch fliegt, als gewollt. Es ist ein kurzweiliger, interessantes Leseerlebnis.

Jeder, der gerne etwas mehr von den Göttern aus erster Hand wissen möchte, der ist mit dem Buch bestens beraten, ich werde es auf jeden Fall auch in meine Klassenbibliothek stellen.

Dienstag, 19. Mai 2020

[Rezension] 94_2020_epub - Racheengel: Tochter der Nacht von Marc Short



Das Buch "Racheengel: Tochter der Nacht" wurde von Marc Short verfasst und erschien 2016.

In der hier vorliegenden Kurzgeschichte werden wir in New York auf eine Taxifahrt und eine Nacht mitgenommen. Dem Autor gelingt es von Anfang an Gas zu geben und einen Spannungsbogen zu ziehen, der einem fast atemlos beim Geschehen zusehen lässt.
Die Themen, die in der Geschichte behandelt werden, sind trotz der Kürze, eine Vielzahl. So sind Freundschaft, Brüderschaft, Treue, Hass und noch vieles mehr darin vorhanden.

Jeder, der Vampyre gerne liest und mit ihnen Abenteuer erleben will, so ist diese Kurzgeschichte ein idealer Einstieg.

[Buchvorstellung einmal anders] The Maybe Loop von Alva Furisto



Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Gregor, Josi und Sergej aus „The Maybe Loop“ und deren Autorin Alva Furisto. 

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
Sergej: „Klar. Ich nehme gern den Frosch und Dornschnittchen für dich unter die Brille.“ 
Gregor: „Bitte nicht auf Deutsch. Das liegt mir nicht.“ 
Maybe seufzt. „Ich lege einfach los. Das regelt sich schon. 
Claudia: Ich hatte vor längerer Zeit ein Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Sergej: „Ich bin versteckt. Interview oder Vorstellung?“ 
Maybe: „Verwirrt meinst du.“ 
Sergej: „Ich habe mich nicht verlaufen.“ 
Maybe winkt ab. „Ich übernehme das kurz. Sergej ist unser Küken. Er ist um die 25 Jahre alt, hat einen Charme, der die meisten umhaut und studiert Psychologie, während er als Statist seine Brötchen verdient. Er stammt aus Russisch-Karelien und lebt in Paris. Mehr kann ich nicht verraten.“ 
Sergej: „Ich werde doch nicht mit Brötchen bezahlt?“ 
Gregor: „Das ist Josi, die ich Maybe nenne. Ich glaube, sie ist etwa 35 Jahre alt, lebt im Westerwald, liebt ihr divenhaftes Auto und mich.“ 
Maybe sieht Gregor kritisch an. „Das sind also die wesentlichen Dinge?“ 
Gregor nickt. „Die netten. Ja. Was Maybe nicht hören will: Sie hält sich für unattraktiv, weil sie für eine Frau sehr groß und sportlich ist. Sie ist eine Zollbeamtin, hat aber ein Trauma, das ihr den Alltag erschwert und eine Schwäche für einen trotteligen Kollegen.“
Maybe: „Na danke. Du hättest etwas über die Loops erzählen können, anstatt mich in die Pfanne zu hauen.“ 
Gregor: „Ich nenne sie Maybe, weil Vielleicht ihr Lieblingswort ist und sie alles wie ein Supercomputer abwägt. Diese endlosen Schleifen in ihrem Kopf nennen wir Maybe-Loops.“ 
Maybe: „Und das ist Gregor. Erfolgreicher Schauspieler polnischer Abstammung. Er lebt in Paris und ist der Schwarm der einsamen Herzen, Schwiegermütter und meiner. Körperlich scheint er nahezu perfekt. Tief in ihm wohnt ein Schatten, den seine Augen wie der Spiegel seiner Seele für mich sichtbar machen. Er erzählt mir nicht alles, sondern trägt die Geheimnisse lieber mit sich herum und stößt Leute vor den Kopf, statt Klartext zu reden.“ 
Gregor: „Jetzt haben wir so viel über uns gesprochen, jetzt wollen wir doch einmal das Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben, ohne den Klappentext abzulesen.“ 
Maybe: „Ich Landei treffe charismatischen Schauspieler mitten in der Nacht und gewähre ihm Unterschlupf. Das Knistern ignorierend, wollen wir Freunde sein, um nicht an gebrochenen Herzen zu scheitern.“ 
Gregor: „Ich bin ohne dich in Paris beinah gestorben, so sehr hast du mit gefehlt.“ 
Sergej: „Ich habe euch gesagt, dass ihr beide total beknallt seid. Wenn ich clver bin, heirate ich das Maybe-Dornschnittchen und wir leben glücklich bis an unser Lebensende.“ 
Maybe: „Und darüber hinaus.“ 
Maybe an Claudia: „Mehr dürfen wir nicht erzählen sonst grillt Alva uns.“ 
Claudia nickt. 
Gregor an Alva: Da sind wir bei einem interessanten Thema: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren, Hoppalas und Stolpersteine immer sein? 
Alva: Ohne diese Qualen wären wir nicht die, die wir sind und würden nicht zu denen werden, die wir sein wollen. Jeder Konflikt prägt uns, macht uns stark oder reißt Mauern ein und legt Schwächen gnadenlos frei. Gerade du, Gregor. Dich musste ich doch völlig brechen. Sonst wärst du niemals …Ups. Mehr kann ich nicht sagen. Spaß macht es mir jedoch nicht. Ich leide immer mit euch. In jeder einzelnen Sekunde. Und ein Happy End ist doch nur dann schön, wenn der Weg dorthin beschwerlich war. 
Sergej: „Das klingt super in Bezug auf Gregor.“ 
Alva: „Pssst. Nicht spoilern.“ 
Maybe: „Das hört sich beunruhigend an.“ 
Gregor: Ich wette jeder hat so seine Lieblingsstelle im Buch? Welche ist denn eure? Meine ist die, an der ich endlich die Fröschin küsse: 
»Ist schon gut«, murmele ich und beobachte seinen Mund, während Elenas Worte in meinen Ohren hallen. Sie hat recht. Ich bin eine Fröschin. Und eine ungeküsste noch dazu. 
Gregor tritt nah vor mich. Er legt seine Stirn gegen meine, sodass sich unsere Nasenspitzen berühren und hält meine Hände. 
»Happy Birthday, Maybe«, flüstert er nah vor meinen Lippen. Ich schließe die Augen. Sanft küsst er meine tränenfeuchte Wange und hinterlässt einen heißen Fleck, der in der Nachtluft zu vereisen scheint. Ich weiß nicht, ob ich die Augen öffnen kann. Vielleicht könnte ich so lange den Atem anhalten, bis ich sterbe. Vielleicht … 
Gregors Lippen berühren meinen Hals und ich revidiere das mit dem Sterben. Ich muss bereits tot sein. Sanft küsst er mich bis zu meinem Schlüsselbein hinab, und ich drohe den Verstand zu verlieren. Behutsam löse ich meine Hände aus seinen, unterdrücke ein Stöhnen, als er mit seinem Mund meinen Hals hinaufwandert, innehält, sich leicht festsaugt und mit seiner heißen Zunge über meine Haut gleitet. Ich kann nicht anders, als eine Hand seinen Rücken hinabgleiten zu lassen und die andere auf seinen Hinterkopf zu legen. Gregor lässt von mir ab, schlingt seine Arme um mich und schiebt mich so nah an sich, dass ich in seinem Schritt spüren kann, wie sehr er mich begehrt. Er sieht mich ernst an, beinah leidend, dann berührt sein Mund meine Oberlippe. Der Kontakt ist sanft und kurz, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Tief atmend legt er seine Stirn erneut an meine. 
»Hilf mir, Maybe. Verzeih mir, bitte. Ich ...«, stammelt er, während er meine Mitte noch immer gegen seine presst. 
Maybe: „Das ist auch meine Lieblingsstelle, denn da kommt der Stein unaufhaltsam ans Rollen.“ 
Sergej: Meine nicht. Ich mag die: 
Als ich den wenigen schwarzen Stoff meines Strings zwischen den trocknenden Wäschestücken entdecke, schiele ich zu Sergej, der mich amüsiert beobachtet. Nun erkenne ich, dass er seinen Slip trägt. 
»Meinetwegen musst du dich nicht anziehen. Ich habe bereits alles gesehen.« Er grinst schief. 
»Das würde mich nun auch nicht wesentlich kleiden«, sage ich kichernd und hebe den String in die Höhe. Ich blicke zu Gregor, der offenbar eingeschlafen ist und beschließe zu tun, was ich in seiner Gegenwart erst lernte: Ich folge meinem Bauchgefühl und vergesse alle anerzogenen Regeln, indem ich mich so nah neben Sergej setze, dass unsere nackten Oberschenkel sich aneinanderschmiegen. Zu meiner Beruhigung scheint meine Nähe ihm willkommen, denn er lehnt seinen Kopf an meine Schulter. Daher lege ich meinen Arm um ihn. 
Sergej streichelt mit den Fingerkuppen über meinen Oberschenkel und ich erschaudere. 
»Erklärst du mir, was hier vorgeht?«, flüstere ich. 
»Muss es für alles eine Erklärung geben?«, kontert Sergej. 
Alva: Ich liebe jede einzelne Stelle der Bücher. Egal ob traurig, lustig oder romantisch. 
Maybe und Gregor neugierig: Wie viel echte Alva steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
Alva: Ihr alle seid ein Teil von mir. Maybe ist wie mein weichgespültes ich. Sergej ist der Scherzkeks in mir, der dennoch immer einen lustigen Spruch auf den Lippen hat. Und Gregor ist ja nun mal ein ganz besonderer Teil von mir. Denn er steht für den Virus, der mich mein Leben lang begleiten wird, der mich immer wieder in Tiefs versetzt, aber mich auch dazu anhält, dass ich auf mich achte. Ich habe also gar keine andere Wahl, als ihn zu lieben, weil er ein Teil von mir ist, obwohl ich weiß, dass er mich womöglich eines Tages zerstört. 
Claudia: Gregor, Sergej und Josi, unter uns. Wie würdet ihr als Hauptprotagonisten eure Autorin beschreiben? 
Gregor: Alva hat einen enormen Gerechtigkeitssinn, dazu quält sie ein Freiheitsdrang, dass allein der Gedanke etwas nicht tun zu können schon dazu führt, dass sie an den gedanklichen Ketten zerrt. 
Maybe: Sie ist wie das Beste aus uns dreien. Wobei auch Torben noch zu berücksichtigen ist, denn sie hat seinen Langmut und seine Berechnung. Sie wägt ab wie ich und hat Sergejs Witz. Manchmal wie er auch – unbeabsichtigt. Und sie teilt Gregors Empfindsamkeit, wobei sie auch wie er oft zu lange benötigt, die Sache einfach mal auszusprechen. Von daher: Ein Hoch auf Band drei und Alvas Drang, endlich mal alles rauszulassen! 
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Hauptcharaktere vielleicht sogar Mitspracherecht? 
Maybe: Der Titel zu Band eins war zunächst ich: The Boyfriend Girl. Die ewige beste Freundin, der weibliche Kumpel, der nie die Geliebte wird. Wieviel tiefgreifender der Sinn dieser Worte in Bezug auf die Story ist, darf ich ja nicht verraten. Dann kamen meine Loops und Gregor nannte sie Maybe-Loops. Somit standen die Titel für eins und zwei. 
Gregor: Und für Band drei war ich zuständig. Als ich das Band um Maybes und mein Handgelenk legte, nannte ich das den Lock Loop. Eine Schlaufe, die in der Mitte fest ist und etwas verbindet. Es gibt diesen Begriff für Halterungen, die vor dem Absturz sichern. Eine tolle Metapher also. 
Maybe: Wenn wir schon über den Titel reden, müssen wir auch über das Cover sprechen. Sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen? 
Sergej: Die Cover sind zwischen Stühlen. 
Maybe: Was genau meinst du?“ 
Sergej: Ich bin nicht drauf. Wer will schon ein trauriges Dornschittchen und einen Feigenfrosch, wenn er mich sehen kann? 
Alva: Geduld, lieber Sergej. Immerhin warst du in Band eins eine Nebenfigur. 
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch. 
Alva: Ganz ehrlich unter uns Protas und der Autorin? Da gibt es einen Satz, der ist wie ein Running-Gag, weil wir ihn ungeschönt im Originalton hören: »Was ist ein Hänschenklein?« - Steht im Buch. 
Gregor sagt jedoch tatsächlich: „What the fuck is „Hänschenklein“ und bricht sich bei Hänschenklein beinah die Zunge. Seither hält dieser Spruch für vieles her, wenn einer was nicht versteht. 
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch. 
Sergej: Vielen Dank für die Claudia.

Montag, 18. Mai 2020

[Autoreninterview] Zenobia Volcatio



Autoreninterview
Zenobia Volcatio

Heute darf ich mich mit den Protagonisten Isabel und Jack des neuen Buches „Tochter der Nacht“ und deren Autorin Zenobia Volcatio treffen und sie ein wenig über die Autorin und das Buch ausfragen.

Claudia: Bevor wir beginnen, möchte ich wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntet ihr auch vielleicht gegenseitig interviewen und euch so kurz vorstellen?
Jack grinst und schaut Isabel an. „Ladys first!“ 
Isabel grinst zurück. „Danke. Charmant wie immer. Also. Mein Name ist Isabel, ich bin 28, habe rote lange Haare, grüne Augen und lebe in San Francisco. Dort arbeite ich für eine Organisation, die Unsterbliche beobachtet und lerne in einer Bar dann Jack kennen. Er hat mich sofort fasziniert und ich wollte mehr über ihn erfahren. So führte dann das eine zum anderen. Wir kamen uns näher und na ja…“ Dabei zwinkert sie dem Unsterblichen zu. „Dann möchte ich noch Magnus entschuldigen. Interviews mit Sterblichen sind so gar nicht sein Ding und deshalb wollte er nicht mit.“
Jack schmunzelt vielsagend. „Diese Nacht wird mir immer in Erinnerung bleiben.“ Dann wendet er sich Claudia zu. „Okay, also ich bin Jack, habe blonde kurze Haare, blaugraue Augen, wurde mit 26 verwandelt und lebe schon lange auf meinem Anwesen bei London. Geboren wurde ich 1771 in wohlhabende Verhältnisse. 
Diese Rothaarige hier fiel mir in der Bar sofort ins Auge. Nach der Jagd war ich auf ein Abenteuer aus und da mir dann ihre interessierten Gedanken zuflogen, packte ich die Gelegenheit gleich beim Schopf. Da muss ich unserer Autorin echt dankbar sein, dass sie uns zusammengebracht hat. 
Sag mal Zenobia. Wie bist du eigentlich zum Schreiben gekommen? 
Zenobia lacht: „Freut mich, dass ich euch damit einen Gefallen getan habe. Also, schon seit meiner Jugend haben mich Vampire fasziniert und ich begann mit 15 eigene Geschichten über sie zu schreiben. Und dann haben sie mich nie wieder losgelassen. Später kamen auch noch andere Ideen, die nichts mit Vampiren zu tun hatten, dazu.“ 
Isabel: „Welche Bücher sind von dir bisher erschienen? Vielleicht wollen es die Leser des Blogs ja wissen?“ 
Zenobia: „Bisher sind die beiden Bände meiner dystopischen Love Servant-Reihe um einen Liebesdiener in einem Land der Frauen erschienen. Im 1. Band sucht er nach Liebe und im 2. nach Freiheit. Ich beschreibe es immer als Dystopie trifft Romance. Also, ein ganz anderes Genre als eures.“ 
Isabel: „Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? Vielleicht eines, wo wir dir helfen können?“ 
Zenobia: „Oh ja. Dabei könnt ihr mir tatsächlich helfen. Denn es ist Band 2 der Love & Death-Reihe und ihr beide, Magnus und einige andere aus Band 1 spielen wieder mit.“ Die Autorin lächelt. „Und euch steht darin einiges bevor.“
Isabel und Jack sehen sich ratlos und auch skeptisch an. 
„Oha, das klingt nicht gut“, kommentiert Jack.
Zenobia: „Darin geht’s nach Las Vegas in die Stadt der Vampire und ihr müsst euch einem gemeinsamen Feind stellen, der bisher noch nicht vorkam.“
Isabel fühlt sich sichtlich unwohl. „Oje, ich schätze das wird turbulent.“
Zenobia nickt. „Ja, das wird es.“ 
Isabel wechselt schnell das Thema. „Was machst du eigentlich, wenn du Freizeit zur Verfügung hast?“
Zenobia: „Da ich neben meinem Brotjob her schreibe, beschäftige ich mich viel mit meinen Büchern. Das bedeutet für mich Entspannung. Nebenher höre ich gern Musik. 
Jetzt erzählt doch den Lesern mal was eure Lieblingsbeschäftigungen sind.“
Jack: „Ich sammle Sportwagen und fahre ab und zu Rennen.
Isabel: „Und ich interviewe am liebsten Vampire, weil mich fasziniert was sie schon alles erlebt haben.“
Jack grinst breit, so dass man seine längeren Eckzähne sehen kann. „Meine kleine Spionin!“ 
Isabel: „Zenobia, liest du eigentlich auch Bücher? Hast du Lieblingsbücher oder auch einen Lieblingsautoren?“ 
Zenobia: „Ja, ich lese gern, aber nicht regelmäßig. Einige Lieblingsbücher sind aus der Vampirchronik-Reihe von Anne Rice. Ansonsten lese ich viel von Self-Publishern.“ 
Und wie sieht es mit euch aus, lest ihr auch ab und zu ein Buch?
Isabel: „Durch meinen Job lese ich viel in den Akten der Unsterblichen und dann interessieren mich Sachbücher über untergegangene Kulturen. Vampirromane lese ich natürlich auch gern. 
Jack: „Ich bin eher der Zeitungsleser. Bücher sind nicht so meins. Die Literatur über uns habe ich schon verfolgt. Man muss ja wissen, was die Sterblichen sich so vorstellen. Und manche Dinge stimmen in etwa.“ 
Isabel: „Ich kann mir vorstellen, dass die Leser dieses Blogs interessiert, wo wir entstanden sind. Also, dann beschreiben wir doch einmal den Platz, wo wir zum Leben erweckt wurden. Also, soweit ich mich erinnere wurde ich in Zenobias Wohnzimmer vor 17 Jahren am PC erschaffen.“ 
Jack: „Ich auch. Damals schrieb sie die 1. Version dieses Romans und dann versauerten wir ewig in der Schublade.“ 
Isabel: „Zum Glück hat sie es wieder hervorgeholt und überarbeitet, damit die Leser endlich von uns erfahren.“ 
Jack grinst. „Ja, zum Glück.“ Er streicht sein blondes, langes Deckhaar zurück. „Ich glaub, die Leser werden mich sympathisch finden. 
Zenobia, wie können wir uns eigentlich einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Zenobia zwinkert: „Zuerst kommt immer die Arbeit und dann das Vergnügen. Nach Feierabend setze ich mich dann ans Laptop und schreibe oder surfe herum. Später schaue ich noch eine Weile fern und gehe dann ins Bett.“ 
Isabel: „Jetzt haben wir schon so viel über unsere Autorin und uns preisgegeben, aber was Zenobias Lieblingsgenre beim Lesen oder beim Schreiben ist, wissen wir noch immer nicht.“ 
Zenobia: „Bei der Arbeit am Manuskript, merkte ich wieder, dass ich mich in meiner Vampirwelt doch zu Hause fühle. Die Love & Death-Reihe ist Dark Fantasy, wenn ich sie einordnen sollte. Also, beim Lesen und Schreiben am liebsten über Vampire.“ (lacht) 
Zenobia: „Sagt mal, habt ihr eigentlich ein Lieblingszitat, nach dem ihr in eurem Leben handelt?“ 
Isabel: „Zitat nicht, aber mein Motto lautet „Wer nicht wagt, kann auch nicht gewinnen.“ 
Jack: „Ich habe auch kein Zitat, aber versuche immer optimistisch zu bleiben.“ 
Isabel: „Wir könnten ja auch jeder ein Lieblingszitat aus dem Buch nennen oder unsere jeweilige Lieblingsszene. Das wäre sicher interessant! 
Meine Lieblingsszene war meine erste Nacht als Vampir, wie ich mit meinen neuen Sinnen den Ausflug in die Stadt erlebte. Das war so überwältigend.“ 
Jack nickte. „So war es für uns alle einmal. Unbeschreiblich! Bei der Lieblingsszene kann mich nicht entscheiden. Es gab so viele schöne mit Isabel. Zum Beispiel als sie so verloren in der Bahnhofshalle von Victoria Station saß und meine Hilfe brauchte.“ 
Isabel: „Ja, du warst da meine Zuflucht.“ 
Jack lächelt: „Oder unsere erste gemeinsame Jagd in San Francisco.“ 
Zenobia: „Ich mag eure erste Hotelnacht und als ihr bei Jack in London seid. Als Isabel in die Welt der Unsterblichen hineingezogen wird.“ 
Isabel: „ Jetzt wollen wir noch verraten, wie unser Lieblingsland heißt und warum wir dort gerne hinreisen würden. Meins ist Italien. Die greifbare Geschichte überall, die Lebensart und die Landschaften sind einfach schön. Allerdings kenne ich bisher nur die Toskana. Mein Schöpfer stammte von da und als ich das erste Mal dort war, habe ich mich sofort in die Gegend verliebt. Dann lebte ich noch eine zeitlang mit Magnus in Florenz.“ 
Jack grummelt: „Ich finde immer noch, dass er gar nicht zu dir passt.“ 
Isabel rollt mit den Augen. „Ich weiß, dass du ihn nicht magst. Aber wir lieben uns. Was ist denn dein Lieblingsland, Jack?“ 
Jack lacht: „Als waschechter Brite natürlich England. Aber Kalifornien hat auch seinen Reiz. Und ich würde mal gern weit in den Norden reisen. Alaska z.B. wo es über 30 Tage finster ist. Da könnte ich dann viel mehr unternehmen und bräuchte keinen Sonnenaufgang fürchten. Das wäre klasse!“ 
Isabel nickt. „Stimmt, das wäre cool. Wir wären durchgehend wach, aber dort gibt es doch nur Schnee und eisige Kälte. Ich mag es lieber gemütlicher.“ 
Isabel: „Zenobia, bist du ein kritikfähiger Mensch? Oder bessere Frage, wie gehst du mit Kritik um?“ 
Zenobia: „Kritik reflektiere ich erst und schaue, ob ich etwas verbessern kann, oder ob es einfach Geschmackssache ist.“ 
Jack: „Isabel, weißt du eigentlich wo wir erscheinen und wie der Titel lautet?“ 
Isabel: „Soweit ich weiß erscheint der Roman auf Amazon. Der Titel heißt „Tochter der Nacht“. Die Story handelt von den ersten Jahren meines Daseins.“ 
Jack: „Sag mal, sind wir eigentlich mit dem Cover zufrieden oder hätten wir da noch mehr mitreden sollen? Und das Wichtigste, sind wir eigentlich gefragt worden, ob uns der Titel gefällt?“ 
Isabel: „Also, ich bin mit dem Cover zufrieden. Mir gefällt die Darstellung von mir und das halbierte Porträt. Mit dem Titel bin ich auch einverstanden. Aber gefragt worden bin ich nicht.“ 
Jack: „Ich auch nicht. Aber er passt und das Cover kann ja nur gut sein, wenn du drauf bist.“ 
Isabel grinst. „Schmeichler!“ 
Claudia: „ Da haben wir ja heute einiges über euch und eure Autorin erfahren. Aber eine Frage hätte ich da noch, wenn ich darf. Was wollt ihr meinen Lesern noch mit auf den Weg geben?
Jack: „Lest die Geschichte von Isabel wie sie in unsere unsterbliche Welt reingezogen wird. Ich verspreche euch, ihr werdet es nicht bereuen.“ 
Isabel: „Natürlich würde es mich riesig freuen, liebe Leser, wenn ihr mehr über mich und die Vampirwelt erfahren wollt. Und wie ich letztendlich bei meinem Prinzen gelandet bin.“ 
Jack fügt hinzu: „Und seid wachsam. Wir sind unter euch!“
Claudia: Ich danke euch für das Gespräch! 

Sonntag, 17. Mai 2020

[Autoreninterview] Anja Langrock

Autoreninterview
Anja Langrock

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich heiße Anja Langrock, bin noch 39 Jahre alt, und lebe mit meinem Mann und zwei Kindern im schönen Bayern. Ich bin ein Freund von Gegensätzen. Ich mag die Natur, bin aber auch ein Städteliebhaber. Ich liebe das Schreiben, aber ebenso das Lesen. Ich bin gesellig, liebe aber gleichermaßen das Alleinsein. Ich bin eine gute Zuhörerin, erzähle dennoch gern. Ich mag es puristisch und gleichzeitig verspielt. Manch einer würde behaupten, ich kann mich nur nicht entscheiden;-) 
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Ich hatte schon immer viel Fantasie und habe mir gern Geschichten ausgedacht oder ein offenes Ende in Büchern weitergesponnen. Irgendwann kam mir der Gedanke, ich könnte einfach mal versuchen eine Geschichte aufzuschreiben. Und es fiel mir erstaunlich leicht. Anschließend habe ich motiviert sogleich mit meinem zweiten Roman begonnen. 
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Debütroman: „Es könnte für immer sein“ Laura und Niklas scheinen auf den 1. Blick ein Traumpaar zu sein. Doch warum verschwindet sie plötzlich ohne Vorwarnung? 
Herzenreihe: 1. Teil: „Das Flüstern unserer Herzen“ Emilia trägt eine schwere Last aus ihrer Vergangenheit, Raphael zeigt sich kalt und gefühllos. Sie stammen aus völlig unterschiedlichen Welten, dennoch können sie die magische Anziehung zwischen sich nicht leugnen. Wird Emilia ihn überzeugen, sein altes Leben aufzugeben? 
2. Teil: „Das Leuchten unserer Herzen“ Luise und Henry kennen sich seit Kindertagen. Während Luise in den zehn Jahre älteren Henry verliebt ist, sieht er lediglich in ihr die kleine Schwester seines besten Freundes. Wird er seine Meinung jemals ändern? 
3. Teil: „Das Beben unserer Herzen“ (erscheint im Juni 20) Sophie und Liam wären sich normalerweise niemals begegnet. Denn es gibt nur einen einzigen Grund, warum er Sophie angesprochen hat. Er will sie für seine Rache an Luise und Raphael benutzen. Aber wird er Sophies Reizen wirklich widerstehen können? 
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich bin gerade fleißig am Schreiben. Die Veröffentlichung ist im Herbst geplant. 
Leo und Mila lernen sich auf der Party ihres besten Freundes kennen. Schnell wird deutlich, dass beide Männer Interesse an ihr zeigen. Milas widersprüchliches Verhalten verunsichert Leo. Einerseits scheint sie ihn zu mögen und verhält sich freundlich und umgänglich, aber im nächsten Moment zeigt sie sich verschlossen und schüchtern. Sie hält ihn auf Distanz, während Tommy sehr vertraut mit ihr umgeht, und ein Geheimnis aus Milas Leben kennt, das Leo niemals erfahren darf.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Unternehmungen mit meiner Familie, Backen, Sport: Joggen und Radfahren, früher bin ich viel geritten, aber seitdem ich kein eigenes Pferd mehr habe, kommt es leider viel zu kurz. Außerdem lese ich natürlich sehr gern und viel. Schreiben ist für mich tatsächlich auch mehr Hobby als Arbeit.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Es gibt so unglaublich viele tolle Autoren, deren Bücher ich gerne lese. Diese alle aufzuzählen, würde wohl den Rahmen sprengen. Aber ich habe alle Bücher von Elisabeth George, Charlotte Link, Joy Fielding und Stieg Larsson gelesen. Außerdem finde ich die Bücher von Rebecca Gable, Jessica Winter und Noah Fitz toll. Verschlungen habe ich die Bücher von Elja Janus, ich kann es kaum erwarten, dass ihr drittes Buch erscheint. Und wenn ich in der richtigen Stimmung bin, mag ich auch mal ein klassisches Werk lesen. Ich habe alle Bücher von Hermann Hesse gelesen, „Narziss und Goldmund“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Ich schreibe sehr gerne am Esstisch im Wohnzimmer, mit Blick ins Freie. Seitdem die Kinder permanent zu Hause sind, musste ich notgedrungen meinen Schreibplatz ins Arbeitszimmer verlegen. Generell kann ich eigentlich überall schreiben, sofern ich einen Laptop habe. 
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Momentan gibt es ganz normale Tage ja leider nicht, aber vor Corona habe ich morgens die Kinder in die Kita gebracht, um anschließend schnell einen Cappuccino vorzubereiten und mich sogleich an den Laptop gesetzt. Normalerweise nutze ich die vier Vormittage, die beide Kinder in der Kita sind, komplett zum Schreiben, Überarbeiten oder für Social Media Zwecke. 
Mittags hole ich die Kinder ab und verbringe den Nachmittag mit ihnen. Manchmal nutze ich abends die Zeit, wenn die Kinder im Bett sind, um weiterzuarbeiten, aber da meine kleine Tochter nachts immer noch sehr schlecht schläft, bin ich oftmals zu müde, um noch etwas Produktives zustande zu bringen;-) 
Aktuell nutze ich jede freie Minute, konkret heißt das, sobald mein Mann seine Arbeit beendet hat (zum Glück ist er derzeit noch im Home Office, somit fällt wenigstens die Fahrtzeit weg) beginne ich zu Schreiben oder Korrigieren. Leider bleibt mir momentan viel weniger Zeit zum Schreiben, da wir auch noch ein gemeinsames Familienleben führen wollen. 
In knapp einem Jahr endet meine Elternzeit, dann wird mein Tagesablauf noch einmal ein ganz anderer sein.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Ich schreibe derzeit nur im Genre: Romance. Momentan kann ich mir kein anderes vorstellen. Generell ausschließen würde ich es allerdings nicht. 
Ich lese gerne Thriller, Krimis, Liebes-, Familien- und historische Romane 
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Du kannst nicht zurück und den Anfang ändern. Du kannst aber jetzt anfangen und das Ende ändern. 
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Ich kann mich nur sehr schwer entscheiden. Eigentlich sind es drei. 
Frankreich: Ich liebe die Côte d’Azur. Wir haben in meiner Kindheit jedes Jahr dort Urlaub gemacht. 
Marokko: Ein ganz besonders Feeling. Ich war mehrmals in Marokko, vor allem in Marrakesch und obwohl es eine andere Kultur ist, fühlte ich mich dort sofort zu Hause. Ich liebe es durch die Souks zu schlendern und mich von der besonderen Stimmung mitreißen zu lassen. Ich habe sogar eine Geschichte über die besondere Liebe zu dieser Stadt geschrieben;-) 
Norwegen: Da ich bekanntlich Gegensätze liebe, darf bei meinen Lieblingsländern ein nordisches Land nicht fehlen. Schweden und Island mag ich ebenfalls gern, habe mich aber für Norwegen entschieden. Diese Liebe entstand schon früh, ich finde sowohl die Landschaft unglaublich faszinierend, mag aber auch die Leute dort.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ehrlich gesagt bin ich einer der kritikunfähigsten Menschen, die ich kenne. Am schlimmsten ist Kritik von Menschen, die mir nahestehen. Von Außenstehenden kann ich viel eher (konstruktive) Kritik annehmen. Und natürlich auch umsetzen, wenn ich nach reiflicher Überlegung eingesehen habe, dass der andere Recht hat;-)
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Der Hauptgrund ist wohl die realistische Einschätzung, wie unwahrscheinlich es ist, einen Verlag zu finden. Ich habe abgewogen, ob ich die Zeit investieren möchte oder doch lieber selbst veröffentliche. Denn das Ganze durchläuft bei einem Verlang, ein sehr langwieriges Prozedere. Und bei kleinen Verlagen war ich mir unsicher, inwieweit sie den Autor und seine Werke voranbringen können. Natürlich muss einem bewusst sein, dass man als Selfpublisher erst einmal ordentlich investieren muss, dafür obliegen mir alle Entscheidungen. Als ich vor einem Jahr meinen Debütroman veröffentlicht habe, war ich ziemlich überfordert und habe eine Buchveröffentlichung total unterschätzt. Jetzt bin ich viel besser vernetzt, ich habe eine Lektorin, eine Coverdesignerin, die auch den Buchsatz erstellt, kenne andere Autoren und Bloggerinnen, die mir weiterhelfen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Ich hoffe, dass ich euch ein wenig neugierig auf meine Bücher gemacht habe. Dabei erwartet euch ein angenehmes Lesevergnügen mit schönen Liebesgeschichten, mit authentischen Protagonisten zum Gernhaben, bei denen Herzschmerz, Missverständnisse, Aufregung, Leidenschaft, Romantik und natürlich eine große Portion Spannung nicht fehlen dürfen. 

Samstag, 16. Mai 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Chain of innocent souls 1 von Patrizia Rodacki



Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Autorin Patrizia Rodacki, um mit ihr über ihr Buch „Chain of innocent souls 1“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gerne. Mein Debütroman war ein absolutes Herzensprojekt und hat einfach einen besonderen Platz in meinem Autorenleben, daher freue ich mich sehr, heute über diesen etwas erzählen zu dürfen.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
In meinem Debütroman „Chain of innocent souls“ geht es um Ayla, eine junge Kriegsschülerin, die mit einem geheimnisvollen Seelengefäß somit ihre Welt Warwood retten soll. Mit ihren Mitstreitern muss sie ihre Mission als Retterin erfüllen und die Dämonenengel der Dämmerung, die ihre Welt bedrohen, vernichten.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Tatsächlich fallen mir schwierige, düstere Erlebnisse einfacher als schöne Szenen zu schreiben. Manchmal lasse ich meine Charaktere auch gerne leiden oder gar sterben, dann fühle ich mich wie eine Göttin, die die alleinige Macht über Leben oder Tod meiner Charaktere hat. Dennoch denke ich, dass es wichtig ist, dass meine Protagonisten sowohl schwierige Zeiten als auch magische Momente erleben.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Da ich nicht allzu viel verraten will und Band 2 schon fertig ist: Tatsächlich ist die allerletzte Szene, so kurz sie ist und so eigenartig sie auf einige wirken mag, meine Liebste. Meine Leser wissen alle (noch) nicht, was das, was am Ende passiert ist, für eine große Bedeutung für die Welt hat, in der der Roman spielt und für die gesamte Dilogie, aber bald werden sie erfahren, warum ich diese Szene so mag. 
Ich tue mich schwer, mich für eine absolute Lieblingsstelle zu entscheiden. Viele Momente und Gespräche zwischen den Charakteren mag ich, da kann ich tatsächlich keinen Favoriten benennen.
Wie viel echte Patrizia steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter? 
Ayla hat viele meiner Eigenschaften. Der Schule kann sie nicht viel abgewinnen, sie trinkt gerne und viel- zumindest würde sie das oft tun, würde Ausbilderin Xanura es ihr auch erlauben- und manchmal kann sie doch ganz schön besserwisserisch sein. 
Sie ist aber auch stark, mutig und entschlossen. Egal, was auch passieren mag, sie verfolgt ihre Mission bis zum Ende und auch ich bin so, dass ich die wichtigsten Aufgaben, die ich als eine Art Mission sehe, immer beende und nicht so einfach aufgebe, auch wenn der Weg steinig ist. 
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Ein Dialog zwischen meinen beiden Protagonisten Deywor und Ayla:
Ayla: Sag mal, Deywor … was hältst du eigentlich von unserer jungen Autorin Patrizia? 
Deywor: Du meinst, von dieser Möchtegern-Autorin? Ich kann sie nicht ausstehen. 
Ayla: Oh, warum das? 
Deywor: Sie ist arrogant und eingebildet. Sie glaubt einfach, alles besser zu wissen und geht mir immer mehr auf die Nerven. Hey, wenn ich so darüber nachdenke, sie ist fast genauso wie du. Vermutlich kann ich sie deshalb nicht leiden. 
Ayla: Du bist mal wieder so richtig nett heute. Und sie ist überhaupt nicht so wie ich! 
Deywor: Stimmt, du bist noch viel unerträglicher. Aber mal im ernst: Wie kann man einen solchen Menschen wie sie nur mögen? Ist dir schon mal aufgefallen, wie gerne sie uns quält? 
Ayla: Ja, manchmal kann sie schon etwas sadistisch sein. 
Deywor: Etwas? Soll ich dich daran erinnern, was am Ende von Teil 2 … 
Ayla: Nicht spoilern! Das wissen die meisten Leser noch gar nicht! Und ja, nicht alles an ihr ist toll, aber ich bewundere sie für ihre kämpferische Natur und ihre Kreativität. Mutig stellt sie sich neuen Herausforderungen und es braucht schon viel Fantasie, um sich die Welt, in der wir leben, ausgedacht zu haben. 
Deywor: Na wenn du meinst … 
Ayla: Ich gehe jetzt mal mit unserer Autorin einen trinken. Ich bin mir sicher, von dieser Idee wird sie ganz begeistert sein, da sie guten Alkohol so sehr liebt wie ich. Im Gegensatz zu dir ist sie auf jeden Fall ein Mensch, mit dem man Spaß haben kann. 
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Die Idee zum Titel entwickelte sich mit der Zeit. Die namensgebende „Chain of innocent souls“, also Aylas Kette, ist zentrales Element der Story. Im Laufe des Schreibprozesses wurde mir klar, dass ich mein Buch nach dieser benennen will. 
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich bin zu 100 % zufrieden. Das traumhafte Cover hat alle meine Erwartungen übertroffen, es ist ansprechend gestaltet und vor allem habe ich mich in die Schriftart verliebt.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Eigentlich sollte es das Ende von allem sein, aber es war erst der Anfang.“ 
Gerne blicke ich zurück auf dieses Zitat am Ende des Buches. Chain of innocent souls war mein erstes, großes Schreibprojekt. Es war das Ende des Projekts, aber erst der Anfang meiner Autorenkarriere. 
Das Zitat passt also nicht nur zum Buch selbst, sondern auch zu mir als Autorin.
Danke für das Gespräch.

Freitag, 15. Mai 2020

[Rezension] 90_2020_mobi - Sternenhimmelzweisamkeit von Helen Rose Sky




Das Buch "Sternenhimmelzweisamkeit" wurde von Helen Rose Sky verfasst und erschien 2019.

Bereits zum 3. Mal werden wir nach St. Helens mitgenommen und erleben die Liebe hautnah.
Die Charaktere erleben so einiges und immer wieder bestechen die Charaktere mit Charme und kleinen wundervollen Problemchen, die sie überwinden wollen und sollen. Die Entwicklung der Charaktere ist spürbar und man kann mit ihnen lachen, weinen, ärgern, fröhlich sein und mit ihnen so manches Problemchen aus dem Weg räumen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind wie immer der Geschichte sehr zuträglich und man ist in einer liebevollen Geschichte gefesselt, die wie jedes Mal leider viel zu schnell vorbeigeht.
Obwohl es eine Reihe ist, kann man jeden Teil einzeln lesen, da jedes Buch von einem anderen Pärchen erlebt wird. Anne und Nicolas sind in diesem Teil die Hauptakteure und haben so manches zu erleben.

Jeder, der einfach eine Liebesgeschichte mit viel Witz, Charme und auch Tiefgang lesen will, der ist mit dieser Reihe sehr gut beraten.

[Buchvorstellung einmal anders] Mein Herz ist dein - Eine verbotene Liebe von Franziska Neidt


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Emily aus „Mein Herz ist dein – Eine verbotene Liebe“ und deren Autorin Franziska Neidt.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
Natürlich stellen wir uns gerne gegenseitig vor. 
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit deiner Autorin, deshalb wäre es schön, wenn du dich meinen Lesern vorstellen könntest. 
Mein Name ist Emily Neuer, ich bin Ende zwanzig und ein eher ruhiger Typ. Ich liebe das Wasser und gehe für mein Leben gerne zum Essen. Irgendwann habe ich das Zeichnen mit Kohle für mich entdeckt und als neues Hobby angefangen. Mein Leben hatte sich verändert nach einem Burn Out in der Arbeit. Durch die Depression hatte ich mich sehr zurückgezogen aber habe auch entdeckt was wirklich wichtig ist im Leben. Mit Männern hatte ich in der Vergangenheit immer wenig Glück. Aber ich wusste immer dass irgendwann mein Traumprinz auf mich wartet. 
Emily: Franziska, beschreibe uns das Buch in möglichst wenig Sätzen. 
Franziska: Emily litt nach einem Burn Out in der Arbeit unter Depressionen. Als sie ein Jahr später in eine Klinik geht um an ihren Problemen zu arbeiten begegnet sie ihrem Therapeuten Robin. Schon von Anfang an hat es zwischen den beiden gefunkt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nach langer Geheimniskrämerei geschieht ein Unglück und es steht die Frage im Raum ob die Liebe noch eine Chance hat. 
Emily: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren, Hoppalas und Stolpersteine immer sein? 
Franziska: Ja, ich gehöre wohl zu den Autorinnen die ihre Protagonisten immer ein wenig quälen wollen. Einfach und schön wäre ja langweilig. Schwierige Situationen müssen einfach sein, denn schließlich sollen meine Protagonisten auch das echte Leben kennenlernen und das ist nun mal kein Zuckerschlecken. Und schließlich wachst auch ihr Protas an den Stolpersteinen die ich euch in den Weg lege. 
Emily: Hast du eine Lieblingsstelle im Buch? Meine lautet: … 
„Ich liebe dich, auch wenn es verboten ist, ich gebe dich nicht auf, egal was kommt“, sagte Robin total überdreht und aufgeregt. 
Emily: Wie viel echte Franziska steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
Franziska: Ein bisschen Franziska steckt vor allem in dir liebe Emily. Auch ich kenne Depressionen und konnte mich dadurch gut in dich hineinversetzen. Die Thematik zum Buch beschäftigte mich eine Zeitlang in meiner eigenen Therapie und dadurch entstand auch die Idee zum Buch zu dieser Geschichte. Meine Phantasie hat daraus dann einfach eine tolle Geschichte gemacht. 
Claudia: Emily unter uns. Wie würdest du als Hauptprotagonistin deine Autorin beschreiben? 
Also Franziska ist schon eine besondere Person. Sie ist eine eher ruhige Person die oft mit Selbstzweifeln geplagt ist. Sie benötigt oft Bestätigung von außen um an sich selbst zu glauben. Aber das liegt wohl an ihrer Vergangenheit. Ihr Selbstbewusstsein ist in den letzten Jahren allerdings schon sehr gestiegen. Während des Schreibprozesses zu diesem Roman haben wir uns oft unterhalten und Franziska hat mir immer wieder gezeigt das man trotz Depressionen ein ausgefülltes Leben führen kann. In dieser Hinsicht ist sie sehr optimistisch. Vor allem ist Franziska ein sehr empathischer und authentischer Mensch der mit beiden Beinen im Leben steht. Sie wurde mir eine richtige Freundin. 
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du Emily vielleicht sogar Mitspracherecht? 
Die Idee zum Titel war urplötzlich beim Schreiben da und ich wusste das wird er sein. Und ja, ich Emily hatte sogar ein klein wenig Mitsprachrecht. Nachdem Franziska nicht mehr weiterwusste beim Schreiben hat sie mir und Robin einen Brief geschrieben über die Blockade, ihre Gefühle zu uns. Natürlich hatten wir ihr geantwortet und kurz darauf entstand der Titel zum Buch der sich bis zum Schluss nicht mehr veränderte. 
Emily: Sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen? 
Franziska: Jaaaa, mit dem Cover sind wir 100% zufrieden. Meine Verlegerin hatte tolle Arbeit geleistet und hat sogar als Überraschung noch die Berge ins Cover gezaubert die ich so liebe. Das macht das Cover erst so richtig perfekt. 
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch. 
Franziskas Lieblingszitat ist folgendes: 
Einige Seelen 
Mögen sich einfach sofort 
bei dem ersten Aufeinandertreffen 
>N.R. Hart< 

Emilys Lieblingszitat ist: 
Robins Geständnis als er zum ersten Mal sagte: Ich liebe dich
Ich liebe dich, auch wenn es verboten ist, ich geb dich nicht mehr her, egal was kommt. 
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch.