Mittwoch, 16. Juni 2021

[Rezension] Der Stern von Erui - Heimkehr von Sylvia Rieß


Das Buch „Der Stern von Erui - Heimkehr“ wurde von Sylvia Rieß verfasst und erschien 2015. Nun wurde 2021 die überarbeitete Version veröffentlicht, die ich auch rezensiere.

Die Autorin erschafft eine Fantasywelt, die spannend, anders, auch düster und ein wahres Erlebnis für den Leser. Die Protagonisten sind detailreich und interessant gestalten. Man ist sofort in Mitten der Geschichte und es macht Spaß, dass Geschehen mit den Protagonisten zu erleben.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind hervorragend für das Buch gewählt und der Lesefluss und der Spannungsbogen ist immer gegeben. Allerdings muss man auch anmerken, dass es kein Buch ist für Zwischendurch und es nicht an einem Tag gelesen ist. Man braucht Zeit sich auf die Umgebung einzulassen und das Buch wirken zu lassen.
Die Protagonisten sind ebenfalls sehr umfangreich und mit Namen versehen, die nicht einfach sind, aber eindeutig super zu ihnen passen. Man kann das Geschehen mit ihnen erleben.

Jeder, der großartige Fantasyprojekte liest, der ist mit diesem 1. Teil sehr gut beraten. ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Teil, der bereits erschienen ist.

Montag, 14. Juni 2021

[Rezension] Mente Alienari von Monika Grasl

 




Das Buch "Mente Alienari" wurde von Monika Grasl verfasst und erschien 2020 im PuPut Books Verlag.

Die Autorin nimmt uns mit in ein historisches Setting. Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt und die Interaktion der Charaktere sind sehr gut dargestellt.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind der Geschichte sehr zuträglich und es macht Spaß das gesamte Setting zu erleben.

Jeder, der gerne historische Krimis liest, sollte auf jeden Fall auch zu diesem Buch greifen, weil es auch sehr gut recherchiert ist und man die historischen Aspekte sehr gut erfahren kann.

Samstag, 12. Juni 2021

[Rezension] Der Fluch von Rosegarden Manor von Marlies Lüer

 




Das Buch "Der Fluch von Rosegarden Manor" wurde von Marlies Lüer verfasst und erschien 2021.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine interessante Entdeckungstour auf Rosegarden Manor. Wir begleiten die Protagonistin auf ihren Weg und ihre Ferien, die voller Geheimnisse zu sein scheinen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind ausgezeichnet und es macht Spaß, die Geschichte, Schritt für Schritt zu entdecken. Man kann mit den Charakteren lachen, entdecken und sich wundern.

Jeder, der gerne spannende Geschichten liest und entdecken will, was sich hinter dem Fluch von Rosegarden Manor verbirgt, muss einfach zu diesem Buch greifen.

[Rezension] Macht der Sinne von Alexandra Gehring




Das Buch "Macht der Sinne" wurde von Alexandra Gehring verfasst und erschien 2020 im blue panther books Verlag.

Die Autorin nimmt uns mit in eine Welt rund um Macht, Lust und Leidenschaft. Mit expliziten, sehr direkt beschriebenen Situation, geht es sehr heiß her bei ihren Geschichten. Die Protagonisten sind immer wieder anders, jedoch immer sehr gut beschrieben.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind direkt und fordernd, aber für die Geschichten perfekt gewählt. Man kann mit den Protagonisten jeder Geschichte, seinen Weg gehen, mit ihnen lachen, weinen und sich durchkämpfen.

Jeder, der explizite Kurzgeschichten rund um den Themenbereich SM, BDSM gerne liest, wird mit diesem Buch sehr zufrieden sein. Jeder, der Liebesgeschichten erwartet, sollte nicht zu diesen Büchern greifen.

[Schnipseltime] Meeresrufen von Linnea Bennett




Amphitrite.

Diesen Namen hatten ihr ihre Eltern gegeben, zu denen sie eine tiefe Liebe empfand. Eine Liebe, von der sie sicher war, dass keine andere sie übertreffen würde. Sie hatte sich geschworen, keinen Mann in ihr Herz zu lassen. Der Gedanke an eine Heirat widerstrebte ihr zutiefst, denn wie sollte sie einen Gatten mehr lieben, als sie ihre Familie liebte?

All die Schwestern und ihre Eltern, mit denen sie die meiste ihrer Zeit verbrachte - wenn sie nicht gerade am Meer stand und den Blick in die Ferne gerichtet hatte. Langsam ging sie weiter, spürte das Wasser an ihren Waden. Das helle Kleid trieb an der Wasseroberfläche, doch es kümmerte Amphitrite nicht.

Ebenso wenig wie sie die Kälte des Meeres störte. Sie spürte sie nicht, begrüßte das Wasser wie einen alten Freund. Wasser war ihr Lebenselixier. Amphitrite beschleunigte ihren Schritt. Steil ging der Sandstrand hinab ins Meer, sie drückte das Kleid nach unten, denn noch immer trieb es an der Oberfläche des Wassers.

»Wieso ziehst du es denn nicht aus?«

[Buchvorstellung einmal anders] Meeresrufen - Der Fluch der Eris von Linnea Bennett



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Marea, Eris und Hyas aus „Meeresrufen – Der Fluch der Eris“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Marea: Danke, dass wir hier sein dürfen. Ich hoffe, wir können allen Fragen gerecht werden.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Marea: Sehr gerne! Ich heiße Marea und bin eine junge Studentin aus England. Eigentlich wollte ich nur einen ruhigen Urlaub verbringen, doch irgendwie kommt immer alles anders, als man denkt.
Hyas: Ich heiße Hyas und ich lebe in Athen. Marea und ich kennen uns über ihren Bruder, ich habe ihn während eines Auslandssemesters kennengelernt. Wir sind gute Freunde.
Eris: Mich sollte man kennen, ich bin Eris, die griechische Göttin der Zwietracht und bin der Meinung, dass mir in der Vergangenheit oft Unrecht widerfahren wurde.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Marea: Das Buch beschreibt meine Geschichte und erzählt, wie ich während eines Griechenlandurlaubs in die Welt der Mythologie stolpere, ohne es zu wollen oder auch zu erahnen. Dieser Mann, der ständig dort auftaucht, wo ich bin, macht mir ganz schön zu schaffen. Was er in mir sieht, wüsste ich gern.
Eris: Man darf nicht vergessen, dass in diesem Buch auch ein Fluch behandelt wird, der mir zugesprochen wird.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Hyas: Das glaube ich sehr wohl. Wir haben es nicht immer leicht mit ihr und manchmal lässt sie uns auch ordentlich leiden.
Marea: Oder sie blamiert uns.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Marea: Meine Lieblingsstelle ist der Spaziergang mit Narius am Strand. Auch wenn ich mich fragte, wie er einfach so aus dem Meer auftauchen konnte.
Hyas: Ich mochte die Szenen besonders gern, in denen ich Marea und ihrer Freundin die Stadt näher gebracht habe.
Eris: Meine Lieblingsszene? Das ist einfach! Jene Stelle, in der ich den Stein ins Rollen gebracht und ein paar dumme Frauen ausgetrickst habe!
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Marea: Ich glaube, dass die Autorin uns kleine Eigenschaften von sich mitgegeben hat.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Hyas: Ein wenig sadistisch ist sie vielleicht schon veranlagt, denn sonst wären wir nicht so oft in Schwierigkeiten geraten.
Eris: Sei nicht so, ich bin der Meinung, dass ihr schon bekommen habt, was ihr verdientet.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr vielleicht sogar Mitspracherecht?
Marea: Ja, der Titel stand bereits von Anfang an fest. Nur der Reihentitel "Der Fluch der Eris", an dem hat die Autorin lange überlegt.
Eris: Warum erschließt sich mir jedoch nicht. Ein Titel mit meinem Namen kann nicht übertroffen werden.
Hyas: Tatsächlich hatte die Autorin aber anstatt "Meeresrufen" auch Alternativen in Erwägung gezogen. Doch es ist bei "Meeresrufen" geblieben.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Marea: Ich finde das Cover perfekt! Es zeigt das Meer, ein wenig des Strandes und auch das rote Kleid kommt mir bekannt vor.
Hyas: Ich hätte kein anderes wählen können.
Eris: Ich muss zugeben, dass es mir auch gefällt.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Marea: Mein Lieblingszitat ist: »Poseidon. Du musst auf dein Herz hören. Wir können dir nicht helfen, wenn du dir die Steine selbst in den Weg legst.«
Hyas: Meines ist: »Das glaube ich dir nicht, jede Frau wünscht sich doch einen starken Mann an ihrer Seite. Und ich bin einer der stärksten Männer, denen du je begegnen wirst. Du wirst niemanden finden, der besser ist, als ich es bin.«
Eris: Mein Lieblingszitat ist: »Ich habe euch nicht betrogen. Eure Männer werden lernen, dass sie ihre Laster ablegen müssen.« Der Meinung bin ich übrigens noch immer.
Danke für das Gespräch
Marea: Danke, es war toll, mit dir zu sprechen!
Hyas: Dem stimme ich zu!
Eris: Ja, es war wirklich interessant. Wir danken dir!

[Autoreninterview] Linnea Bennett

Autoreninterview
Linnea Bennett


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gern, danke! Mein Name ist Linnea Bennett und ich bin eine junge Fantasyautorin aus Wien. Magische Welten und romantische Geschichten haben es mir angetan, weshalb ich beides in meinen Romanen verbinde.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer geschrieben, wie wohl auch viele meiner Kollegen. In der Grundschule waren es sehr knappe Kurzgeschichten, die einen Umfang von etwa 1-2 Seiten hatten. Je älter ich wurde, desto länger wurden die Geschichten und während meiner Teenagerzeit habe ich mich an Fanfictions versucht – daraus ist dann das Bücherschreiben geworden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Von mir sind bisher zwei eigenständige Werke erschienen, die Dilogie "Ruf der Magie" und eine Kurzgeschichte in "Die Märchenwaldchronik" der Mondfüchse, worin ich das Märchen "Hänsel und Gretel" neu interpretiert habe. In Band 1 meiner Dilogie "Dämonenblut" findet Aurora heraus, dass sie kein normales Mädchen ist und einen Hang zur Magie hat. Alles beginnt damit, dass sie eines nachts einen geheimnisvollen jungen Mann im Wald trifft und ein Ritual beobachtet, das sie nicht sehen sollte. In diesem Buch muss Aurora lernen, dass nichts so ist wie es scheint und dass manche Entscheidungen schwerwiegende Folgen mit sich ziehen. Band 2 "Dämonenfeuer" knüpft direkt an Band 1 und beendet Auroras Geschichte.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich arbeite derzeit parallel an zwei Werken, die noch für 2021 geplant sind.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich verbringe sehr gern Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie oder lese.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ja, die habe ich! Ich lese sehr gern die Bücher von Kresley Cole und Nalini Singh, mit den Büchern der Autorinnen habe ich bereits viele Stunden verbracht.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Schreibplatz ist teilweise chaotisch und teilweise sehr ordentlich – das variiert sehr stark. Doch im Grunde befindet sich mein Laptop in meinem Büro. Oftmals bin ich umgeben von Büchern, Lesezeichen und Postkarten. Und natürlich Notizen. Notizen habe ich hier unzählige liegen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein ganz normaler Tag beginnt bei mir frühmorgens. Nachdem ich einigermaßen wach bin, was leider immer ein wenig dauern kann, gehe ich meinem Brotjob nach. Ist dieser getan, mache ich ein wenig Hausarbeit und dann schreibe ich – das gelingt an manchen Tagen besser als an anderen. Doch ich versuche immer zumindest ein paar Sätze weiterzukommen. 😊
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei beiden Dingen habe ich dasselbe Lieblingsgenre: Fantasy, vor allem Romantasy. Ich liebe es in neue Welten abzutauchen und dabei darf die eine oder andere Liebesgeschichte nicht fehlen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein Lieblingszitat, nach dem ich handle habe ich nicht, doch folgendes Zitat aus "Meeresrufen" beschreibt meine Arbeit am besten: "Du musst auf dein Herz hören."
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe eine Vorliebe für die skandinavischen Länder, doch woher diese kommt, weiß ich leider nicht. Doch die Sprachen und alten Kulturen faszinieren mich.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich würde schon behaupten, dass ich ein kritikfähiger Mensch bin. Kritik nehme ich mir grundsätzlich sehr zu Herzen und versuche aus ihr zu lernen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich fand es von Anfang an spannend, alles selbst in die Hand zu nehmen und bei jedem Arbeitsschritt mitentscheiden zu können.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja, das habe ich tatsächlich: Lebt euer Leben so wie es euch gefällt, denn ihr habt nur das eine. Wichtig ist es, mit sich selbst zufrieden zu sein und nicht, dass die Welt mit euch zufrieden ist.

Donnerstag, 10. Juni 2021

[Schnipseltime] Kong-Fu Mama von Petra Liebkind


 
… Damit warf sie sich die Sporttasche über die Schulter, lief hinaus – und prallte direkt gegen eine breite Männerbrust.

»Uff!«, stieß sie im Zurücktaumeln aus. Fast hätte sie das Gleichgewicht verloren, aber im nächsten Moment hielten sie zwei Arme wie Stahlgreifer fest. Marlene blickte auf – direkt in ein Paar dunkler Mandelaugen.

Ein Mann, du liebe Zeit, und was für einer! Eine sensationelle Kraft ging von ihm aus. Er war einen halben Kopf größer als sie und roch besser als alles, was sie jemals in ihrem Leben an Männerdüften wahrgenommen hatte. Das musste Sandelholz sein zusammen mit einem Hauch Vanille. Kurz geschorenes Haar wie ein Mönch. Eindeutig Chinese. Warm- herziger Katzenblick. Wäre nicht die rechte Augenbraue von einer Narbe zweigeteilt gewesen, sie hätte ihn für den friedfertigsten Menschen der Welt gehalten.

Marlenes Gedanken stoben wilder auseinander als eine aufgeschreckte Hühnerschar, die sich die Neuigkeiten über den neuen Hahn im Stall berichten musste. »Entschuldigung«, sagte der vermeintliche Hahn ruhig und lächelte dabei fast unmerklich, »ich dachte, alle Damen sind draußen.« Gleichzeitig ließ er ihre Arme los und trat einen Schritt zurück.

»Ich heiße Marlene«, erwiderte sie und verscheuchte die inneren Hühner, die lautstark gegen die Distanz zum Hahn protestierten. »Ich komme zum Probetraining.«

»Freut mich sehr, Marlene.«

Sein Akzent ging in der fast perfekten Aussprache der Worte beinahe verloren, obschon Marlene die Anstrengung dahinter bemerkte. Höflich neigte er den Kopf und ließ sie dabei nicht aus den Augen. Marlene kam es vor, als würde er ihr Gesicht und ganz besonders ihren Hals aufmerksam mustern. »Ich bin Liwei, der Shifu dieser Schule.«

Marlene konnte den Blick nicht von ihm abwenden. Liweis Gesichtszüge waren exotisch und fein geschnitten, hohe Wangenknochen, goldene Haut. Gut – das mit der goldenen Haut war eine Spur übertrieben, aber hier in diesem Zwielicht wirkte sein Gesicht überirdisch, und Marlene konnte sich nicht satt sehen. »Wir sollten anfangen«, sagte Liwei und ließ ihr den Vortritt.

Marlene nickte und fühlte sich auf einmal äußerst motiviert, ihr Bestes zu geben. …

[Buchvorstellung einmal anders] Kong-Fu Mama von Petra Liebkind



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Petra Liebkind, um mit ihr über ihr Buch „Kung-Fu Mama“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke Claudia, dass Du einen so spannenden Bücherblog schreibst und meine „Kung-Fu-Mama“ liest!
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Die amüsante Geschichte rund um Marlene Stern und ihrem kleinen Buben Steffi zeigt wie stark Alleinerziehende sein müssen: der Ex-Partner nervt und die Lehrerin meint, sie dürfe sich in die Kindererziehung einmischen. Natürlich ist auch das Geld knapp, der Job öde und als wäre das nicht genug, fühlt sich Marlene schrecklich einsam. Aber manchmal werden Märchen war – man muss bloß die kleinen Wunder im Alltag zulassen! Und schon kribbeln Schmetterlinge im Bauch und man findet sich mitten im tollsten Ballsaal der Welt wieder. :)
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne, lustige oder schwierige, düstere, traurige Zeiten und Situationen zu führen?
Natürlich durchlebe ich alle Höhen und Tiefen gemeinsam mit meinen Figuren. Ich fühle mit Marlene, mit Steffi, Charly und Liwei in gleicher Weise. Das ist ja gerade das Faszinierende am Schreiben! Du liebst die Guten und die weniger Guten, weil du ihre verstecktesten Geheimnisse kennst und weißt, warum sie so geworden sind.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eine komische Stelle aus dem Kung-Fu-Training vielleicht? Marlene ist hier beim Stretching gemeinsam mit Liwei, dem chinesischen Trainer – sie soll mit den Fingerspitzen zu den gegrätschten Beinen wippen. Liwei zieht an ihrem Arm…
»Locker atmen.« Liwei sprach leise und erhöhte den Zug. Das sagte sich einfach.
Das Wort »locker« traute sie sich nicht mal denken. Nie wieder Brokkoli vor dem Training! Dies könnte der peinlichste Tag ihres Lebens werden, und da gab es wahrlich mächtig Konkurrenz. Mochte dieser Chinese vielleicht ein beinharter Shaolin sein, aber der Brokkoli würde sogar ihn umwerfen. Stur starrte sie in die dunklen Mandelaugen, ein Duell auf Leben und Tod – von ihrer Seite jedenfalls. Liwei schien nicht den geringsten Verdacht zu hegen, in welcher Gefahr er schwebte. Je länger sie starrte, desto mehr mochte sie dieses Gesicht. …
Wie viel echte Petra steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Wir können nicht schreiben, ohne uns zu verraten. Natürlich sind die Figuren und die Handlung erfunden, aber was wir erfinden, sagt doch etwas über uns aus, richtig? :)
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Marlene, Charly und Liwei sind sich endlich einig. Nach einem High Five verkündet Marlene: »Petra, du gibst einfach niemals auf! Du hast unbeirrt an „Kung Fu Mama“ geglaubt, wolltest einen tollen Verlag und sieh uns jetzt an – wir sind im PIPER-Verlag erschienen!«
Sie werfen mit Konfetti um sich. Ich atme das Zeug beim Lachen ein und ersticke beinahe! Liwei umschlingt mich im Heimlich-Griff und rettet mein Leben. Hach, er duftet so gut - das könnt ihr Euch nicht vorstellen! :)
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Das wirst du jetzt nicht glauben – aber vor 8 Jahren hatte ich bereits diesen Titel im Kopf und die Geschichte hat sich allmählich daraus entwickelt.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Das Cover ist perfekt – Martina Frank, die Graphikerin, hat Marlene und Steffi genau richtig getroffen. Ich war sofort begeistert!
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Das ist leicht, Claudia, diese Zeilen hier habe ich mir echt von der Seele geschrieben: „…Glücksmomente verteilte das Leben als kleine Zuckerl, ganz sporadisch – genug, damit man weitermachen wollte, zu wenig, um sich daran gewöhnen zu können. Diabetes bekam man davon jedenfalls keinen. …“ :)
Danke für das Gespräch.
Herzlichen Dank an dich und deine LeserInnen für das Interesse.

Mittwoch, 9. Juni 2021

[Buchvorstellung einmal anders] The Butterfly Tales - Imogen von Nadja Losbohm

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute ist ein komischer Tag 😊 Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Nadja Losbohm, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „The Butterfly Tales - Imogen“ von Nadja Losbohm. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Hallo Claudia, ich freue mich sehr, dass wir zueinander gefunden haben. Dafür danke ich dir sehr.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Nun, wie du und deine Leser*innen sicher bereits wissen und wie man es an meinem hübschen Cover-Kleid sehen kann, stecke ich voller Magie und Schmetterlingen. :) Ich halte für euch jede Menge Abenteuer, phantastische Wesen, Zauberei parat. In mir findet ihr Farben und Licht und vielleicht etwas Hoffnung, dass es in naher Zukunft besser wird.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne, lustige oder schwierige, düstere, traurige Zeiten und Situationen zu führen?
Nadja liegt sowohl das eine als auch das andere. Sie schreibt gerne leichte, lustige Dinge, aber da sie sich auch sehr gut mit den düsteren Seiten des Lebens auskennt, vermag sie auch sehr gut diese zu schreiben. Aus Letzteren fällt es ihr lediglich schwerer wieder herauszufinden, weil sie von ihren eigenen Erfahrungen und Gefühlen in solchen Situationen zehrt. Aber sie schafft das. Es dauert vielleicht etwas länger, aber es gelingt ihr.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Oh, ich glaube, meine persönliche Lieblingsstelle ist das erste Kapitel. Darin entdecken Prinzessin Laoghaire und ihr Bruder Prinz Anrai etwas, das sie auf eine abenteuerliche Reise schickt, nicht nur in die Welten, die noch so in mir verborgen sind, sondern auch zu sich selbst. Ich wünschte, ich könnte zeichnen oder malen, dann würde ich euch ein Bild zeigen, wie die beiden auf dem Boden sitzen und…ah, ich will nicht zu viel verraten. Ihr solltet mich lesen. Dann versteht ihr besser, was ich meine. J
Weißt du wie viel Nadja tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
In mir steckt von Nadja ihr Wunsch nach Magie, mit der man Dinge und Erinnerungen wegzaubern kann. Aber auch ihre Leidenschaft und Bewunderung für das geschriebene Wort, das ebenfalls magische Kraft hat, sind in mir enthalten. Man findet auch ihre Lieblingsblume in mir. J Ansonsten steckt etwas von Nadja sowohl in dem Geschwisterpaar, von dem ich kurz erzählt habe, als auch in anderen Charakteren, die sich Fragen über das Leben, das Schicksal, das Unrecht stellen, oder die fallen und wieder aufstehen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben? 
Ich glaube, alle meine Bewohner stimmen darin überein, wenn ich sage, dass Nadja eine gewaltige Fantasie hat und die Gabe, die Bilder, die in ihrem Kopf herumschwirren, bildhaft zu Papier zu bringen, sodass jeder, der außerhalb meiner Seiten lebt, sie wunderbar sehen kann. Nadjas Liebe zum Schreiben, zum Lesen, zu Märchen, zu Fantasy spiegelt sich in mir wider. Das spüre ich, das spüren wir alle, oder, meine lieben Schmetterlinge, Prinzessinnen und Prinzen und was sonst noch so in mir lebt? *aus allen Ecken und Enden schallt es eintönig: Jawoll!*
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Oh nein, Mitspracherecht hatte ich da nicht. Aber das ist in Ordnung, da ich den Titel perfekt finde. Nadja hat mir anvertraut, dass der Titel bereits vor dem ersten Wort, das sie in 2020 aufschrieb, feststand und er mit schuld daran war, dass sie die Idee, mich zu schreiben, nicht mehr losließ.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Um Himmels willen, nein! :) Ich liebe mein Kleid. Es schmiegt sich perfekt an meine Seiten, strahlt wie die Sonne und verströmt die Magie, die in mir ist.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
Oh, da fällt mir die Wahl wirklich schwer. Eines meiner Lieblingszitate ist dieser kleine Dialog. „Hast du dich je geliebt gefühlt?“ „Nein, immer nur beurteilt.“ Damit wurde eine Figur in mir geboren, die ein recht düsteres Gemüt hat, aber auch ein großes Herz. Ebenso mag ich aber den ersten Satz von mir: „Alles begann mit einem Blick auf eine Tapete in einer Burg…“ Und was soll ich sagen: Damit begann wirklich die Geschichte. J Denn Nadja hat eines Tages auf eine Tapete bei sich zuhause gesehen, auf der komische Muster sind, da schossen ihr diese Worte genau so durch den Kopf und sie wusste, so soll ich beginnen.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Ich freue mich, dass du mir zugehört hast und dass du in meine Welten abtauchst. So werde ich ein Teil von dir und du ein Teil von mir. Danke dafür.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Dienstag, 8. Juni 2021

[Schnipseltime] Kong-Fu Mama von Petra Liebkind

 




Textschnipsel zu »Kung Fu Mama«


Seite 12
Rasch zog Marlene den Schal höher, um das chinesische Drachen-Tattoo zu verdecken. … Der Drache war in leuchtenden Farben gestochen und ein wahres Kunstwerk. Jedoch spürte sie deutlich, wenn die Blicke geringschätzig ausfielen, so wie die von Frau Wurmser und den braven Muttis dieser Schule.

Seite 17
Ein Unglück kam selten allein und am liebsten in Horden. Glücksmomente hingegen verteilte das Leben als kleine Zuckerl, ganz sporadisch – genug, damit man weitermachen wollte, zu wenig, um sich daran gewöhnen zu können. Diabetes bekam man davon jedenfalls keinen.

Seite 45
Marlene riss die Tür auf. »Charly!«
Lässig in Jeans, das Hemd über der Hose, und in Lederjacke stand ihr Ex-Freund wie ein zweiter Jim Morrison da und grinste breit.
»Mali«, erwiderte er mit Honigstimme, die Metall zum Schmelzen brachte. Marlene meinte beinahe Musik im Hintergrund zu hören. Dagegen gab es keine Medizin und keine Vorbeugeimpfung.

Seite 61
Marlene beim Kung-Fu-Training:
Marlene hätte heulen mögen. Und vielleicht tat sie es ja bereits, wer konnte das bei dem ganzen Schweiß im Gesicht schon wissen? Es tropfte aus allen Poren, ja, ihre gesamte Körperoberfläche heulte haltlos drauflos.

Seite 92
»Locker atmen.« Liwei sprach leise und erhöhte den Zug. Das sagte sich einfach.
Das Wort »locker« traute sie sich nicht mal denken. Nie wieder Brokkoli vor dem Training! Dies könnte der peinlichste Tag ihres Lebens werden, und da gab es wahrlich mächtig Konkurrenz. Mochte dieser Chinese vielleicht ein beinharter Shaolin sein, aber der Brokkoli würde sogar ihn umwerfen.

Seite 120
»Du bist meine Rettung«, flüsterte er, und Marlene konnte nicht anders, als ihm jedes einzelne Wort zu glauben. »Deswegen widme ich dir meinen nächsten Song.«
Schon summte er drauflos, die Vibrationen übertrugen sich von seiner Brust auf ihre. Der vertraute Duft der Lederjacke vermischt mit Gummibärchen, lullte sie ein.
Darauf bist du schon mal reingefallen, meldete sich ihr Verstand träge zurück.
Mit dem letzten Funken Willenskraft schob sie Charly von sich.

Seite 172
»Hoffentlich können chinesische Drachen fliegen.« Die Nervosität in ihrer Brust machte sie ganz hibbelig. »Ich stehe derzeit am Rande eines Abgrunds, weißt du. Die Zehen schauen bereits ins Tal.«
Liwei machte einen Schritt auf sie zu. Instinktiv sog Marlene seinen Duft ein, und wäre diese Mischung aus Sandelholz und Vanille ein Stoff gewesen, hätte er sich wie Samt um sie gelegt.

Seite 232
»Das Leben ist kein romantischer Song«, sagte sie anstelle einer Entschuldigung. »Im echten Leben schert sich keiner um deine Gefühle, sondern nutzt sie aus. Liebe ist eine Schwäche und kann gegen dich verwendet werden. «

Seite 278
»Eltern machen Fehler«, sagte Linda. Sie verzog den Mund. »Du bist selbst Mutter, du weißt das. Irgendwann musst du damit abschließen. Nicht wegen uns. Für dich selbst. Jetzt ist vielleicht die letzte Gelegenheit.«

Seite 286
Marlene blickte auf Stephan, der an sie geschmiegt mit geschlossenen Augen eingeschlafen schien. Da bewegten sich unmerklich seine Lippen.
»Ich wünsche mir, dass Mami wieder glücklich ist. Bibedi. Babedi. Bu.«

[Autoreninterview] Petra Liebkind

Autoreninterview
Petra Liebkind

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, Claudia!
Meine große Leidenschaft – nach dem Schreiben – ist Kung Fu. Tatsächlich bin ich selbst eine Kung Fu Mama gewesen und einige meiner ersten Erfahrungen im Training habe ich im Roman einfließen lassen. Vor allem die vielen Muskelkater! Die waren höllisch – aber auch irgendwie gut. Man ist so stolz auf sich, das Training geschafft zu haben. :)
Unter dem Pseudonym „Petra Liebkind“ zeige ich der Welt seit Mai meine sanfte Seite. Davor habe ich Kriminalromane und Romantikthriller unter meinem Namen Petra K. Gungl im Gmeiner Verlag veröffentlicht. Mein Brotberuf war die Juristerei, die ich vor einigen Jahren zugunsten des Schreibens an den Nagel gehängt habe.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Mein erstes „Buch“ habe ich mit 6 Jahren geschrieben, im „Pixi“-Format. Es war eine klassische Love-Story zwischen Kater Karlo und einer Mieze. Tja, damals durften Männer noch Haare haben. ;)
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Da wäre mal die „Diabolische“ Serie um Agnes Feder – „Diabolische List“ + „Diabolisches Spiel“ (der dritte Teil steht in den Startlöchern). Die junge Juristin arbeitet in einem Wiener Wunschbaby-Institut, wo Mitarbeiter unter mysteriösen Umständen sterben. Agnes‘ Ex-Freund ist der polizeiliche Ermittler, ein eifersüchtiger Kerl, der sie zwingt, für ihn zu spionieren und sie damit in Gefahr bringt. Ausgerechnet in dieser Situation verliebt sich Agnes in den Anwalt Siebert Thal, was sie in Teufels Küche bringt.
Teil 2, „Diabolisches Spiel“, ist ebenfalls ein abgeschlossener Fall für Agnes Feder und spielt in London. Bei Medikamententests sterben Probanden und Agnes will herausfinden, welche Machenschaften hinter dieser Tragödie stecken.
In „Tannenglühen“ zeigt die Strafverteidigerin Franziska Ferstl, dass sie es mit 60 immer noch mit der Russenmafia und dem alten Adel aufnehmen kann, um ihren besten Freund aus der Untersuchungshaft zu bekommen. Womit sie allerdings nicht rechnet, ist, wieviel ihr diese Freundschaft tatsächlich abverlangt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Aktuell habe ich viel Freude an meiner Kurzgeschichte für die Krimisammlung zum 25. Jubiläum der Mörderischen Schwestern: „Tour de Mord“ (Benevento Verlag), die im September erscheinen wird. Außerdem gilt es ein Drehbuchprojekt fertig zu machen und auch noch die Arbeit am dritten Teil der „Diabolischen“ Serie um Agnes Feder. Das Marketing der beiden Neuerscheinungen „Kung Fu Mama“ und „In 18 Morden um die Welt“ (Hg.: Fenna Williams/Petra K. Gungl) will auch getan werden. Mir wird nie langweilig. ;)
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich bin ein totaler Familienmensch und verbringe viel Zeit mit meinen Lieben. Ganz wichtig ist für mich das Kung Fu – Training, das hält nicht nur körperlich fit, sondern ist auch ein idealer geistiger Ausgleich, weil es Meditation in Bewegung ist.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Es gibt Bücher für jede Gemütslage – und je nach dem greife ich zu unterschiedlichen Genres und AutorInnen. Vom Jugendbuch, literarische Romane, Romance bis Thriller oder Klassiker.
Margaret Atwood finde ich großartig. (Der Report der Magd, Die Zeuginnen) Und eben habe ich Fenna Williams spannenden neuen Krimi „Viele Erben verderben das Sterben“ gelesen und mich nach Venedig entführen lassen!
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Von meinem Schreibtisch habe ich Aussicht ins Grüne. Ich mag es beim Schreiben den Blick schweifen zu lassen. Glücklicherweise kann man genauso gut am Küchentisch schreiben, was sich gerade jetzt im Lockdown gezeigt hat, wo wir innerhalb der Familie ständig wegen diverser Videokonferenzen Zimmer getauscht haben. :)
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Morgens starten wir gemeinsam unseren Tag mit einem guten Frühstück. Wenn alle weg sind, beginnt meine Schreibzeit und endet, sobald die Truppe heimkehrt. Ein super Tag ist es, wenn ich am Abend Kung Fu trainiere oder mit meinem Schatz ins Theater gehe.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese je nach Gemütslage quer durch alle Genres – meide allerdings detailliert dargestellte Gewalt, insbesondere an Frauen. Das brauche ich nicht.
„Kung Fu Mama“ ist mein erstes Werk in der Sparte „heitere Romanze“ und ich habe es sehr genossen, keine meiner Figuren abzumurksen! Da hänge ich gern eine Fortsetzung dran. :)
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lebensmotto: Zieh die Sandalen erst aus, wenn du am Fluss bist. – Das passt einfach immer!
Für die Arbeit – da würde ich aus Kung Fu Mama zitieren: „Und weil sie erkannt hatte, dass es Freunde und Hilfe gab, solange man weitermachte und an sich glaubte.“ :)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Da gibt es keine Rangfolge bei mir. Ich liebe Europa - England, Frankreich, Italien – z.B. hatte ich einen unvergesslichen Aufenthalt in Hamburg und Helgoland…
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Konstruktive Kritik ist sehr wichtig, weil man daran wachsen kann. Durch die Außensicht gewinnt man neue Einblicke. Dafür bin ich immer sehr dankbar, auch weil ich weiß, dass diese Aufrichtigkeit dem Kritiker meist nicht leichtfällt.
Es ist allerdings für das eigene Selbstvertrauen notwendig, unterscheiden zu können, ob die Kritik aus seriöser Quelle stammt. Manche Menschen wollen einfach gemein sein und dich verletzen. Gibt’s eben auch.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Als ich mit meinem ersten Roman auf Verlagssuche ging, war Selfpublishing noch verrufen. Die Selfpublisher haben tolle Arbeit geleistet und sich verdient etabliert. Mittlerweile schreckt mich diese Alternative keineswegs mehr. AutorInnen haben dadurch die Möglichkeit abwägen, welche Form des Publizierens für sie die meisten Vorteile bringt.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn Euch ein Buch besonders gefallen hat, teilt Eure Begeisterung mit anderen. Lesen sollte immer in Mode sein – es erweitert unseren Horizont, beflügelt unser Denken und steigert die Kommunikationsfähigkeit.

Montag, 7. Juni 2021

[Schnipseltime] Love & Death: Der Vampirfürst von Zenobia Volcatio

 


Helena wies lächelnd in einen Gang, der ebenfalls von weißen Marmorstatuen gesäumt wurde. »Sehr erfreut. Hier entlang.«

Sie begleitete ihn bis zu einer dunklen zweiflügligen Holztür. »Geh hinein. Tiberius erwartet dich«, und ließ ihn dann allein.

Magnus straffte sich. Jetzt würde er dem Herrscher von Rom gegenübertreten und er war überaus gespannt auf ihn. So öffnete er die Tür und betrat das Zimmer.

Ein Unsterblicher mit kurzem schwarzem Haar, in einen hellen Hausmantel gekleidet, lag lässig auf einem römischen Sofa und stützte sich mit einem Arm an der Lehne auf.

Tiberius blickte ihn erfreut aus hellgrauen Augen an. »Willkommen in meinem Haus, Magnus.« Er wies mit der anderen Hand auf das Sofa ihm gegenüber. »Bitte mach es dir bequem.«

Magnus folgte der Aufforderung. »Danke für die Einladung Tiberius. Was verschafft mir die Ehre?«

Der Ältere lächelte freundlich. »Ich wollte dich in meiner Stadt willkommen heißen und dich kennenlernen.«

»Grazie für die Einladung. Mir wurde bereits gesagt, dass du der Herrscher der Stadt bist.«

Sein Gegenüber nickte. »Du bist Gast bei Sophie.«

Dass dieser Uralte so viel über ihn wusste, wunderte Magnus nicht sonderlich. »Vorerst. Ich möchte gern für länger in Rom bleiben.«

Tiberius´ Lächeln wurde breiter. »Das höre ich gern. Bist du zum ersten Mal in Rom?« Magnus nickte und der Römer stellte fest: »Du sprichst sehr gut italienisch.«

»Ich lebte eine Zeit lang in Florenz.«

»Ebenfalls eine schöne Stadt«, erwiderte Tiberius wissend.

Magnus betrachtete die Wandmalerei an einer Zimmerseite. Eine Jagdszene, die ihm gut gefiel. Auch die sonst in Dunkelrot gehaltenen Wände, an denen Wandleuchten ein diffuses Licht abgaben, verliehen dem Raum eine gemütliche Atmosphäre. Ein Zimmerbrunnen und einige Pflanzen, die ihren Blütenduft verströmten, trugen ebenfalls dazu bei. In diesem antiken Ambiente wirkte der große Fernseher an einer Wand ziemlich fehl am Platz.

Tiberius´ Präsenz empfand Magnus als wirklich imposant. Aber er wollte sich seine Bewunderung nicht anmerken lassen und gab sich lieber unbeeindruckt.

Der Hausherr nutzte die Momente des Schweigens, um Magnus eingehender zu betrachten. Diese faszinierenden eisblauen Augen, das helle Haar und die edlen Züge. Wunderschön und absolut begehrenswert. Der herbe Duft nach Leder, den er verströmte, passte ideal zu ihm. Der Römer musste regelrecht ein erregtes Knurren unterdrücken, was ihm beinah über die Lippen gekommen wäre. Am liebsten würde er über ihn herfallen. Aber er erstickte die Lust sofort im Keim, als sich sein Schoß regte. Bei dem Kelten hatte er sich einfach nicht im Griff.

Magnus registrierte ein kurzes Funkeln in den Augen des Herrschers und fühlte sich geschmeichelt, dass jemand so Mächtiges ihn offensichtlich begehrte. Bisher kannte er nur Legenden über diese jahrtausendealten Unsterblichen und jetzt saß er einem der Ältesten gegenüber. Er konnte nicht verhindern, dass er sich vorstellte, wie es im Bett mit so jemandem sein würde. Sicher überirdisch und Tiberius sah dazu noch wirklich gut aus. Der Hausmantel verhüllte zwar den Großteil seiner Figur, aber an den nackten Armen und Waden ließ sich erkennen, dass der Römer relativ muskulös war.

Auf einmal stand der Hausherr dicht vor ihm. Er musste vor Kurzem gebadet haben, denn eine frische Note ging von ihm aus und vermischte sich mit dem Blütenduft. Magnus hatte gar nicht gesehen, wie er aufgestanden war. Doch er ließ sich von dessen Schnelligkeit nicht einschüchtern.

[Schnipseltime] Love & Death: Der Vampirfürst von Zenobia Volcatio

 











[Buchvorstellung einmal anders] Love & Death: Der Vampirfürst von Zenobia Volcatio

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Tiberius und Magnus aus „Love & Death: Der Vampirfürst“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Tiberius und Magnus nahmen nebeneinander auf dem Sofa Platz und Tiberius ergriff zuerst das Wort: „Sehr gern. Es freut mich, dass dich unsere Geschichte interessiert.“
Magnus erwiderte schmunzelnd: „Schön wieder hier zu sein. Das letzte Mal war ich ja mit Isabel zum Interview zu Band 2 bei dir.“ Er sah zu Tiberius und tätschelte ihm den Schenkel. „Aber in Band 3 geht es ja um uns beide.“ Dabei grinste er hinterhältig und Tiberius verdrehte nur genervt die Augen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Tiberius warf Magnus einen warnenden Blick zu. „Mein Name ist Tiberius Aemilio und ich bin schon einige Jahrhunderte lang der Herrscher über die Unsterblichen von Rom. Ich existiere seit bald 2000 Jahren, wurde 61 n. Chr. in Rom geboren und lebe mit meiner Gefährtin Helena zusammen. Mein Äußeres ist nichts Besonderes. Ich bin knapp über 1,70 m, habe schwarze kurze Haare und hellgraue Augen.“
Magnus: „Ich stamme aus Großbritannien, wurde ca. 850 geboren. Ich geriet mit 25 in die Gefangenschaft der Wikinger. Sie verschleppten mich in ihre Heimat, um mich ihrem Gott zu opfern. Tja, und der hat mich verwandelt. Ich habe hellblonde, lange Haare, eisblaue Augen und bin ca. 1,80 m.“
Tiberius betrachtete ihn begehrlich von der Seite. „Mein wunderschöner Kelte!“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Tiberius legt nun auch seine Hand auf Magnus´ Schenkel: „Uns beide verbindet eine leidenschaftliche Affäre, aber schon bald droht eine Gefahr aus meiner Vergangenheit, der ich mich stellen muss. Die Entscheidung, die ich treffen muss, bricht mir das Herz und ich ziehe meine Konsequenzen daraus.“
Magnus ergänzt: „Ich gerate bei der ganzen Sache zwischen die Fronten, aber Tiberius muss diesen Kampf allein ausfechten.“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Magnus nickt. „Oh ja. Aber zum Glück kam ich diesmal ganz glimpflich davon, im Gegensatz zu Band 2.“
Tiberius meint: „Es waren mehr psychische Strapazen für mich. Schreckliche Sorgen um meine Liebsten, eine Entscheidung, die mir den Boden unter den Füßen wegriss und ein schwerer Verlust. Dank Magnus und Helena fand ich meinen Lebensmut zurück.“ Dabei drückte er Magnus‘ Hand und schenkte ihm ein warmes Lächeln.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Tiberius´ Augen funkeln auf. „Gewiss. Als ich Magnus das erste Mal hoch oben auf dem Kolosseum gesehen habe. Da stand er so erhaben mit wehenden Haaren. Bei dem Anblick war es sofort um mich geschehen.“
Magnus grinste. „Ach, so war das also. Dich hat es gleich erwischt.“
Tiberius wurde verlegen und gab ihm mit dem Handrücken einen Klaps ans Knie. Magnus lachte nur und entblößte dabei seine längeren Eckzähne. Der Römer grummelte: „Barbar! Kein Benehmen!“
Magnus witzelte: „Ach, Zenturio!“ Dann fing er sich wieder. „Okay, zu meiner Lieblingsszene. Das war die, bei der ich mich Tiberius opfere. Das war die abgefahrenste Erfahrung, die ich je gemacht habe.“
Tiberius nickt eifrig. „Stimmt. Das war unvergleichlich!“
Magnus fügte hinzu: „Wie würden die Sterblichen heute sagen? Das ist nicht zu toppen!“
Der Römer verträumt: „Die wahre Vereinigung!“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Magnus flüsterte: „Wir beide sind ihre Lieblinge und ich glaube, sie wollte uns zusammen in einem Buch haben.“
Tiberius: „Ich bin ihr jedenfalls überaus dankbar, dass sie dich nach Rom geschickt hat. Sonst hätte ich dich nie getroffen.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Tiberius lächelte. „Sie hat ein Faible für das alte Rom. Das gefällt mir. Und sie liebt Italien. Alles sehr sympathisch.“
Magnus fügte hinzu: „Und sie ist absolut fasziniert von uns Unsterblichen.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Tiberius: „Den hat sich Zenobia erst relativ spät überlegt. Er sollte zu den anderen Bänden passen und gleich klarstellen, dass es ein Vampirroman ist. Da es hauptsächlich um mich geht, stand der Titel dann schnell fest.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Magnus : „Mir gefallen die nackten Oberkörper und die Farben.“
Tiberius: „Und mir die vertrauliche Geste. Wie Magnus mir die Hand auf die Schulter legt.“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Tiberius und Magnus sehen sich gegenseitig an. Dann meint der Römer: „Also, wir haben beide kein spezielles Zitat. Wir erzählen uns im Buch einiges aus unserer jeweiligen Vergangenheit, aber ich hätte jetzt nichts besonderes in Erinnerung.“
Magnus schmunzelt. „Mir fällt doch noch was ein. Ich steh drauf, wenn du mir dein „Volo te“ (Ich will dich) zuhauchst. Oder sonst was auf Latein. Das klingt einfach scharf.“
Tiberius grinst und schweigt.
Danke für das Gespräch
Die beiden erheben sich fast gleichzeitig. Tiberius reicht ihr die kühle Hand. „Grazie für die Einladung, Claudia. War mir ein Vergnügen.“
Magnus nimmt ebenfalls ihre Hand. „Ciao. War wieder nett. Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder.“

Sonntag, 6. Juni 2021

[Rezension] Zerbrich meine Schale von K.A. Merikan

 




Das Buch "Zerbrich meine Schale" wurde von K.A. Merikan verfasst und erschien 2017.

Die Geschichte nimmt uns mit auf eine schier unmögliche Reise. Ein Charakter schreibt einem Häftling und glaubt ihm nie zu begegnen, doch das Schicksal will es anders und auf einmal steht er vor ihm. Der Weg der Charaktere wird gut beschrieben, auch wenn es oft ein wenig weit hergeholt schien.
Die Wortwahl und der Sprachstil waren nicht immer perfekt, aber gut lesbar. Es machte Spaß, die Welt der beiden zu erkunden, ihre "dunklen" Löcher des Lebenslaufes zu erforschen und sie auf ihrem Weg zum Erblühen zu begleiten.
Oft hat man das Gefühl, die Charaktere nehmen und schütteln zu müssen, weil sie sich ausnützen, ohne Gegenwehr und irgendwie gegen jede Vernunft handeln. Aber viele Kleinigkeiten konnten die expliziten Stellen und die Role Plays wettmachen.

Jeder, der Gay Romance liebt und nichts gegen etwas weit hergeholte, oft widersinnige Entscheidungen liest, der wird mit dem Buch gut unterhalten.

[Buchvorstellung einmal anders] Die Botschafter von Andreas Kroll



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Autor Andreas Kroll, um mit ihm über sein Buch „Die Botschafter“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Gerne.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Es handelt sich um einen Fantasy-Roman, genauer gesagt um High-Fantasy. Die Geschichte wird aus der Sicht dreier Botschafter erzählt (ein Mensch, ein Zwerg, eine Albin). Die Gruppe bricht in Richtung Norden auf, um die Riesen als Verbündete zu gewinnen, da ihre Völker von geflügelten Schlangen und Großechsen bedroht werden. Angedacht sind insgesamt zwei Teile.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Es macht mir Spaß, humorvolle Szenen zu schreiben. Auch spannende und düstere Kapitel fließen beim Schreiben. Traurige Momente fallen mir eher schwer. Liebesszenen sind auch nicht einfach.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Als der Zwerg Gillim sich von seinen Eltern verabschieden möchte, begibt er sich in die Ahnenhalle. Dort befinden sich die versteinerten Vorfahren und auch bei seinen Eltern ist die Versteinerung schon weit fortgeschritten ...
Mir gefällt die Verbindung von Diesseits und Jenseits, dass die Schwindenden sich in einer Art Übergang zwischen diesen Welten befinden. Aber eine Lieblingsstelle im Roman zu benennen ist mir kaum möglich. Ich mag auch die unterirdische Floßfahrt oder die Hochzeit von Heinrich ...
Wie viel echter Andreas steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Der Menschen-Botschafter Heinrich ist mir mit seinen Unsicherheiten und Zweifeln am nächsten.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Zwerg Gillim: Andreas sollte sich mal locker machen und könnte ruhig etwas geselliger sein. Ich kann auch nicht singen, na und? Am Lagerfeuer, nach zwei Humpen Bier, ist das doch egal.
Albin Ketlin: Manchmal verstehe ich seinen merkwürdigen Humor nicht. Etwas Bewegung würde ihm guttun. Er ist ja eigentlich ein hübscher Kerl, aber dieser dicke Bauch ...
Heinrich: Naja, er ist im Großen und Ganzen ganz in Ordnung. Merkwürdige Ideen hat er manchmal. Oft ist er auch etwas neben der Spur. Auf der Theaterbühne kann er plötzlich auch mal laut und polterig sein. Eine seltsame Wundertüte.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel hat sich beim Plotten manifestiert. Mir war schnell klar, dass sich eine Botschaftergruppe mit sehr unterschiedlichen Charakteren auf eine Reise begeben wird. Es gab noch die eine oder andere Überlegung, aber Die Botschafter hat sich immer wieder durchgesetzt.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
100% Die Coverdesignerin Juliane Schneeweiss hat ein tolles Cover gezaubert.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Da, Großtante Lill! Sie steckte ihm die Zunge ins Ohr und übergoss sich mit Bier, bevor sie zu Boden stürzte. Gillim half ihr auf und fragte sie nach Groog, erhielt aber keine Antwort.
Danke für das Gespräch.
Gerne.

[Autoreninterview] Andreas Kroll

Autoreninterview
Andreas Kroll

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, mein Name ist Andreas Kroll und ich wurde 1968 in Hannover geboren. Nach meiner Ausbildung als Werbetechniker habe ich meinen Zivildienst in München gemacht und mich anschließend als Schreihals in einer Grunge-Gothic-Band versucht. War ne´coole Zeit ... Dann habe ich über den zweiten Bildungsweg mein Abitur gemacht, um ein Studium der Kulturwissenschaft erfolgreich abzubrechen und 15 Jahre in der Pflege zu arbeiten. Seit 2005 veröffentliche ich (nebenberuflich) Theaterstücke beim Deutschen Theaterverlag. Seit 2015 lebe und arbeite ich im Ökodorf Sieben Linden. Mein erster (Fantasy-) Roman ist Anfang diesen Jahres im Selfpublishing erschienen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Meine erste Geschichte bestand aus gemalten Bildern und mein Vater hat dann Sprechblasen dazu erstellt (weil ich noch nicht Schreiben konnte). In der Grundschule habe ich immer sehr gerne Aufsätze geschrieben und in der Schülerzeitung veröffentlicht. Mir war immer klar, dass ich gerne Schreiben möchte, aber welches Genre? Ich habe dann eine zeitlang Gedichte geschrieben, Songtexte für meine damalige Band und bin schließlich bei Theaterstücken fürs Amateurtheater gelandet. Seitdem veröffentliche ich beim Deutschen Theaterverlag Theaterstücke, wobei ich mich auf Komödien spezialisiert habe. Einen Fantasy-Roman wollte ich schon seit meiner Jugend schreiben. Aber erst jetzt – mit 53 Jahren – habe ich diesen Traum verwirklicht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher sind Hauptsächlich Theaterstücke veröffentlicht worden.
Die Botschafter ist mein erster Roman. Hierbei handelt es sich um High Fantasy. Die Geschichte wird aus der Sicht dreier Botschafter erzählt (ein Mensch, ein Zwerg, eine Albin). Die Gruppe bricht in Richtung Norden auf, um die Riesen als Verbündete zu gewinnen, da ihre Völker von geflügelten Schlangen und Großechsen bedroht werden.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich bin gerade dabei den zweiten Teil von meinem Roman zu plotten (angedacht sind insgesamt zwei Teile). Im Moment bin ich aber gerade sehr mit der Buchvermarktung beschäftigt und ich komme kaum zum Schreiben.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, Filme gucken, im Wald spazieren gehen, künstlerisch Tätig sein, am Lagerfeuer sitzen, schweigen, schlafen, faulenzen, Sex and drugs and Rock & Roll.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Nein. (kurze dramatische Pause) Ok, manchmal lese ich etwas, aber ich bin kein Vielleser. Dann kann es auch Bukowski oder King sein, oder Sachliteratur über das Mittelalter.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich liege im Bett, den Laptop auf einem Kissen, welches sich wiederum auf meinem Bauch befindet. Sehr gemütlich. Im Sitzen, am Schreibtisch, schreibe ich eher selten. In der Badewanne nie.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Uff. Das ist sehr unterschiedlich. Im Moment arbeite ich halbtags in einem Seniorenheim. Ich arbeite aber auch im Gästeteam eines Seminarbetriebes. Leben tue ich in einer Gemeinschaft, dem Ökodorf Sieben Linden (mit ca. 150 Menschen). Da gibt es Vollversammlungen, Themenabende, Vorstellungsabende, gemeinsame Feste, gemeinsames Essen usw. Vor der Arbeit oder nach der Arbeit beschäftige ich mich meist mit der Buchvermarktung meines Romans, schreibe Blogs an (oder gebe Autoreninterviews).
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Hm, beim Lesen (wie gesagt, ich bin kein Vielleser) ist mir das Genre eigentlich egal. Belletristik bis Sachbuch. Horror bis Lyrik. Beim Schreiben eindeutig Fantasy. Bei Theaterstücken nur Komödien.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Alles hat seine Zeit. (irgendwie beruhigt mich dieser Spruch) Ein Zitat aus meinem Buch, welches meine Arbeit am besten beschreibt? Sorry, da fällt mir nix schlaues ein.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ach, ich stehe nicht so auf Nationen und so´n Zeug.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Je fundierter die Kritik begründet ist, desto besser kann ich sie annehmen. Auch macht der Ton die Musik. Ich habe heute zufällig meine erste kritische Rezension bekommen, aber sie war toll geschrieben und was soll ich sagen: die Kritikpunkte waren durchaus berechtigt und nachvollziehbar.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ungeduld? Ich habe mich bei Literaturagenturen beworben und (nach langer Wartezeit) zwei sehr freundliche Absagen erhalten, nach dem Motto: es war haarscharf, aber leider ... Die anderen Agenturen haben nicht geantwortet. Bei Verlagen habe ich es gar nicht erst versucht. Ich hatte keine Lust ewig auf eine Antwort zu warten und außerdem sehr konkrete Vorstellungen was Cover, Landkarten usw. angeht. Da wollte ich mir nicht reinreden lassen. Wenn ein großer Verlag anklopfen würde, würde ich zumindest die Tür öffnen und einen Tee anbieten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ach. Ich weiß nicht. Kauft mein Buch. Keine Ahnung. Bleibt gesund. Geht im Wald spazieren.

Samstag, 5. Juni 2021

[Reiheninterview] Hailey Blake - Reihe von Laura Misellie

  

Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Hailey, Kai, Ray, Enya, Jess, Caitlin, Luk, Lesley und Ian und ihrer Autorin Laura Misellie, um mit ihnen über die Reihe „Hailey Blake“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
Hallo *im Chor von allen*
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Hailey Blake 1 – Bad Boys küssen besser“, „Hailey Blake 2 – Wie mit zwei Herzen“ und „Hailey Blake 3 – Herz über Kopf“ mit wenigen Worten vorstellen?
Hailey: Eigentlich dreht sich alles darum, ob Kai und ich zueinander finden. Nebenbei passiert ganz schön viel, was uns alle immer mal wieder ins Straucheln bringt. Und Reibereien gab es einige zwischen der Truppe hier.
Caitlin: Es dreht sich nicht nur um die Geschichte der zwei Protagonisten. Wir alle haben unsere Storyline bekommen.
Ian: Manche eben eine gute und manche wohl nicht …
Kai: Jetzt ist er wieder am Jammern, dass alle so schrecklich ungerecht zu ihm sind ..,
Ray: Ich finde es super, dass wir alle unsere eigenen, kleinen Geschichten haben. So lernt man jeden von uns gut kennen und es wird nie langweilig.
Enya: Das wird es sicher nicht …
Jess lacht nur darüber.
Luk: Bei mir läufts total gut. Weiß gar nicht, wieso ständig wer jammert.
Lesley: Mich mag jeder, das finde ich toll <3
Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubst du? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ian: Ich glaube, ihr gefällt es, manche Charaktere wie die Helden darzustellen, obwohl sie keine sind, und andere nette Charaktere wie die Idioten hinzustellen.
Hailey: Geht das schon wieder los?
Kai: Er kann eben nicht anders …
Ray: Sie hat auf jeden Fall einen Hang zur Dramatik.
Caitlin: Und du etwa nicht?
Enya: Von ihm reden wir doch jetzt gar nicht.
Jess: Ich habe einen echten Spießrutenlauf hinter mir. Am Ende mag sie aber das Happy End und ich bin gut davongekommen.
Luk: Ich sags mal so … Wen auch immer sie durch düstere Zeiten führt, am Ende muss ich es ausbaden und mein weint auf meine Schulter.
Lesley: Du stehst doch drauf.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Hailey: Ich mag unsere Treffen bei Luk im Café.
Kai: Keine Ahnung, ob ich jemals allein war, aber wenn … Dann wäre das meine liebste Szene.
Enya: Jetzt macht er wieder auf unnahbar. Ich mag jede Szene, in der ich Thalia nicht um mich haben muss.
Ray: Ich mag die gemütlichen Abende auf dem Sofa.
Jess: Ich könnte jetzt eine Szene nennen, aber dann haut Kai mir eine runter, also besser nicht.
Caitlin: Mein eigenes Happy End, nicht wahr?
Luk: Auf jeden Fall.
Lesley: Der Ausflug zur Uni in Band 3 war super. Hailey und ich hatten viel Spaß.
Ian: Auch auf die Gefahr hin wieder unangemessen rüberzukommen … Ich mochte die Trauerfeier von Julie.
Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Laura steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Laura: Toll, ich dachte, ich könnte den anderen das Feld überlassen ;D In jedem von den Chaoten steckt ein bisschen was von mir und meiner Entwicklung, seit ich 14 war. Ich weiß, dass sich einige Leser immer mal wieder fragen, ob ich die "schlimmen" Momente selbst erlebt habe. Ich mache inzwischen kleine Artikel auf meiner Website, wo ich über alles hinter den Kulissen spreche. Man lernt dort einige neue Facetten der Geschichten kennen. Und natürlich auch von mir.
Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben?
Hailey: Sie ist kreativ, lässt uns einiges durchleben. Aber sie mag die vertrauten und ruhigen Momente, in denen unsere Freundschaftsbande gut rüberkommen.
Kai: Sie liebt, was sie geschaffen hat. Sogar den Haufen von uns Idioten.
Wisst ihr, als Charaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder habt ihr ein Eigenleben entwickelt?
Lesley: Es sollten von Anfang an 3 Teile werden. Nur wer drin vorkommt, das stand nicht immer fest. Ich bin ja z.B. neu dazugekommen.
Die anderen nicken zustimmend.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Laura: Die Titel wurden direkt zu Beginn der Neuauflage festgelegt. Bei Band 3 war es knifflig, aber letztlich Stand auch der bereits, bevor ich mit der Neuauflage begonnen habe.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Laura: Kathy von Epic Moon Coverdesign 😊
Enya: Die finde ich toll. Ich stehe auf ihren Kleidungsstil!
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Hailey: Sie passen zu uns. Die Wurzeln der Bäume, die dafür stehen, dass wir im Leben der anderen Wurzeln schlagen. Der schwarze Balken in der Mitte, der uns wie ein Weg durch alle drei Bücher führt. Die Silhouetten. Beim ersten Band Ray und ich, Kai etwas im Abseits, weil er da noch ein Arsch war. Beim zweiten Band Kai und ich, die wir uns inzwischen verstanden haben, und dazu Jess. Und bei Band 3 Kai und ich allein.
Luk: Da gibt es wohl nichts mehr zu ergänzen.
Zum Abschluss würden mich noch deine, Laura, Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Laura: Das sind so ziemlich alle, die auf den Zitatbildern gelandet sind^^ Vor allem die, in denen sich jemand ein bisschen neckt oder streitet, gefallen mir besonders gut. Und natürlich Aussagen, die in Band 3 fallen und die beleuchten, wie sehr Kai sich geändert hat.
Danke für das Gespräch.
Danke, dass wir hier sein durften 😊