Mittwoch, 12. Juni 2019

[Buchvorstellung einmal anders, Cover- und Protagonisteninterview] Kaltblütige Abrechnung von L.R. Wöss


Buchvorstellung einmal anders,
Cover- und Protagonisteninterview

Heute treffe ich mich mit dem Chefinspektor Toni Wakolbinger aus dem Buch „Kaltblütige Abrechnung“ und dessen Autorin L.R.Wöss.
Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um für das Buch zu sprechen. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?

Lotte: Das machen wir gerne.

Toni: Das kann ja heiter werden.
Claudia: Da ich vor kurzem ein langes Gespräch mit der Autorin hatte, wäre es toll, wenn Sie sich, Herr Wakolbinger, sich meinen Lesern vorstellen könnten. 
Toni: Was soll ich da groß sagen? Ich arbeite bei der Kriminalpolizei, kann mich so richtig in einen Fall festbeißen. Nach dem Tod meiner Frau wollte ich kürzertreten, stattdessen brummt man mir eine neue Assistentin auf, die sich einfach nicht abschrecken lässt. Und unser Fall hat es auch in sich.
Toni: Lotte, beschreibe uns das Buch in max. 5 Sätzen.
Lotte: Du wolltest eigentlich nicht mehr die ganz großen Fälle bearbeiten, aber dann passiert in Graz ein furchtbarer Mord. Der angesehene Arzt Dr. Leitner wird tot aufgefunden, verstümmelt und mit einem rosaroten Babyschuh auf dem Bauch. Was bedeutet das? Die neue Assistentin, die du anfangs so abgelehnt hast, ist Gold wert und gemeinsam wollt ihr den Fall aufklären.
Toni: Das werden wir auch, da kannst du Gift drauf nehmen! Sag mal, magst du es deine Protagonisten auch ein bisschen zu quälen? Sie in Situationen hinein zu werfen, die schon fast zu gefährlich erscheinen? Was wenn einmal etwas wirklich lebensbedrohliches passiert? Macht dir das Spaß?
Lotte: Natürlich. Das Hineinmanövrieren macht riesen Spaß, viel schwieriger ist es, euch da wider herauszuholen.
Toni: Hast du eine Lieblingsstelle im Buch? Meine ist, als ich unserem etwas verstaubten Chef endlich sagen konnte, dass er sich die Amtshilfe von den Wienern sonst wo hinstecken kann.

Lotte (lacht): Das kann ich mir vorstellen. Meine ist am Anfang, als sich deine neue Assistentin Cindy gegen dich durchsetzt und du sie eigentlich als Schülerin vom Tatort verbannen möchtest.
Toni (grunzt): Sie sieht aber auch verdammt jung aus. Sag mal, wie viel echte Lotte steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Lotte: Ein bisschen was von mir ist in jedem Buch. Als ich jünger war, wäre ich gerne so wie Cindy gewesen, intelligent, taff, sportlich. Und du lieber Toni hast ein bisschen was von meinem Mann, der ein wenig mein Held ist.
Claudia: Herr Wakolbinger, wie würden Sie Ihre Autorin beschreiben?
Toni: Nachdem sie mir gerade so ein Kompliment gemacht hat? Was soll ich sagen? Sie ärgert sich immer, wenn ich nicht so agieren will, wie sie es geplant hat. Und dann sieht sie ein, dass ich eben ich bin.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? 
Lotte: Mein Arbeitstitel war ‚Der rosarote Babyschuh‘, tatsächlich habe ich dieses Mal sehr lange am Titel herumgebastelt, bis ich einen fand.
Toni: Sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder würden wir nachträglich noch etwas ändern wollen?
Lotte: Das Cover ist top! Nein, da möchte ich nichts ändern. Mein Coverdesigner Michael Troy ist einsame Klasse.
Claudia: Was mich noch interessieren würde, ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch. 
Lotte: »Wer, wo und wann? Warum hat man mich nicht verständigt?«

Toni: (beleidigt) Danke auch. Total aus dem Zusammenhang gerissen! Meines ist das, wie unser Chef zu uns sagt: »Gute Arbeit, Chefinspektor und natürlich ein Lob an das gesamte Team.« Das passiert nämlich extrem selten.
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch und vielleicht sieht man sich ja bald wieder. 
Lotte: Ich sage auch danke.

Toni: Das nächste Mal kann das Cindy machen. Wozu habe ich denn nun eine lästige Assistentin?

Samstag, 8. Juni 2019

[Autoreninterview] Andrea Reinhardt

Autoreninterview
Andrea Reinhardt

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gern. 😊 Ich bin Andrea Reinhardt, schreibe auch unter diesem Namen. Ich bin (noch) 37 Jahre, lebe in der Vordereifel mit Sohn, Mann und Fellnase. Hauptberuflich arbeite ich in Teilzeit als Fachkinderkrankenschwester auf einer Kinderintensivstation und nebenberuflich habe ich mir das Schreiben ausgesucht. Ich schreibe Thriller, möchte meine Leser mit Emotionen packen. Mein Brotjob ist dabei etwas zum Markenzeichen meiner Bücher geworden 😉
Ansonsten lebe ich ein ganz stinknormales Leben, mag es unheimlich zu lachen, bin eine Chaotin, talentiert ins Fettnäpfchen zu treten, liebe Thriller und Krimis zu lesen und alles was mit Musik zu tun hat. Ich mag ehrliche, lustige und ironische Menschen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Ganz unspektakulär. Ich habe nie darüber nachgedacht, habe nie den Wunsch gehabt und schreibe auch noch nicht „schon immer“. Als Kind war ich talentiert in Geschichten erfinden, das begrenzte sich jedoch auf Ausreden erfinden, damit ich nur halb so viel Ärger bekam :-D
2016 habe ich meinen Brotjob reduziert, da mein Sohn eingeschult wurde. Als ich mit meinem Mann und Bruder einen Horrorfilm schaute, triggerte mich ein Satz der Hauptdarstellerin. Sie sagte: „Wenn ich nicht bald ein neues Buch veröffentliche, haben wir kein Geld mehr.“ BUMM das war es. Ich suchte nach einer neuen Beschäftigung, also warum nicht ein Buch schreiben. Ehe ich mich versah, hatte ich das laut ausgesprochen und die beiden Männer haben mich nicht wirklich ernst genommen.
Am nächsten Tag habe ich angefangen. Teufelseltern entstand, hatte Erfolg und ich wollte nicht mehr aufhören.😊
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Bisher sind 2 erschienen aus der Natalie Bennett- Reihe.
Teufelseltern: Es erzählt in zwei Hauptsträngen. Einmal die traurige Geschichte von Emilia Dearing 2013 und ihr tragisches Leben zusammen mit ihren Geschwistern und Teufelseltern. Zum anderen spielt die Hauptgeschichte in 2016. Es dreht sich um die Entführung zweier Kinder aus einem Kinderkrankenhaus. Dem Team um Natalie Bennett läuft die Zeit weg, die Kinder lebend zu finden. Das Buch hält einige Überraschungen bereit. Und wird die Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitnehmen.
Der zweite Teil Missetaten spielt auch in zwei Zeitebenen. Hier findet das Team Leichen, jedem wurde ein anderes Organ entfernt. Die Ermittler erkennen Parallelen bei den Opfern. Und liefern sich einen Wettlauf mit dem Serienkiller, als ein 12- jähriges Mädchen in seine Fänge gerät.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Derzeit schreibe ich am dritten und letzten Teil der Natalie- Bennett- Reihe, dass voraussichtlich im Herbst erscheinen wird. Ein weiterer Thriller ist fertiggestellt und wartet auf eine Veröffentlichung. Das ist ein Thriller der in Koblenz am Rhein spielt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Tatsächlich nutze ich meine Freizeit überwiegend zum Schreiben. Es ist einfach mein Hobby. Oder ein gutes Buch lesen. Ansonsten treffe ich mich mit Freunden zu einem Gläschen Sekt oder Cocktail und lache viel.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautor, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Ich liebe gute Thriller. Autoren gibt es da einige. Charlotte Link, Peter James, Nicci French, Martin Krist, Claudia Giesdorf sind zum Beispiel diejenigen, die ich immer wieder lese. Es gibt aber noch ganz viele andere.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe hauptsächlich auf meinem Sofa, obwohl ich ein eigenes Schreibbüro habe. Dabei brauche ich Ruhe. Ich kann deshalb nicht oft in Cafés oder draußen schreiben. Ich habe mein Laptop immer dabei, und nutze auch jede Gelegenheit. Aber in der freien Welt bin ich oft zu sehr abgelenkt.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Halb sieben aufstehen, Sohnemann für die Schule fertig machen, frühstücken. Halb acht gehe ich eine Gassirunde mit unserem Hund, wenn mein Mann schon weg ist. Ansonsten stürze ich mich auf den Haushalt. Und dann wird geschrieben bis mittags. Kochen, Sohn holen, essen, Hausaufgaben, Spielen. Abends setzte ich mich manchmal auch noch mal an den Laptop oder lese ein gutes Buch. Oder aber auch schaue ich einen Film.
Ja und ab und zu gehe ich noch arbeiten 😉 im Schichtdienst. Da klappt dann der normale Ablauf nicht ganz und das Schreiben wird hintenangestellt.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Thriller und Krimis
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Mein Lieblingszitat ist von Albert Einstein und passt einfach wunderbar zu meiner Geschichte als Autorin. „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.“
Ich denke dabei an mein Umfeld und deren Reaktionen, als ich gesagt habe, ich schreibe jetzt ein Buch. Ich glaube, sie dachten alle erstmal: Was für eine absurde Idee. 😊
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Irland, ich war leider noch nie dort, aber es ist mein nächstes Ziel. Mich hat die Landschaft und Musik dort schon als Kind fasziniert. Irgendwie gibt mir das Land, das Gefühl von Freisein und Leben.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich würde Lügen, wenn ich sage, dass mir Kritik nichts ausmacht. Aber ich möchte trotzdem ehrliche, jedoch konstruktive Kritik erhalten. Ich bin sehr ehrgeizig und lege viel Wert auf die Meinungen meiner Leser. Manchmal steht mir aber genau das auch im Weg. Mittlerweile bin ich entspannt, weiß dass ich nicht jedem gefallen kann und versuche auch Kritiken umzusetzen, wenn sie nicht an meinem Schreibstil liegen. Den muss man nun mal akzeptieren. Ich möchte mich nicht verbiegen lassen. Ansonsten nehme ich es mir zu Herzen und versuche es besser zu machen. Zum Glück musste ich bisher nur sehr wenig Kritik einstecken 😉
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich hatte einfach schlichtweg keinen Mut an den Verlag zu treten. Ich selbst hatte zu viele Zweifel. Die Resonanz meiner Leser zeigt mir, dass das unbegründet war. Natürlich hat SP viele Vorteile, zb. dass alle Entscheidungen bei mir selbst liegen, ich mir die Nähe zu meinen Lesern selbst erarbeite. Ich liebe die Zusammenarbeit mit Blogger/innen und das Aussuchen von Covern. Natürlich greift man dafür tief in die Tasche, wenn man es professionell machen möchte und selbst nicht talentiert genug dazu ist, wie ich zum Beispiel.
Ganz weg von der Idee in einem Verlag zu veröffentlichen bin ich aber nicht, würde es auch nicht ablehnen. Aber ich werde trotzdem weitere Bücher im SP veröffentlichen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Ja, als erstes bedanke ich mich, dass ihr meine Worte gelesen habt. Ich hoffe ich konnte euch etwas neugierig machen. Gerne lade ich euch auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle ein. Ob Trauer, Wut oder Fassungslosigkeit, es dürfte alles dabei sein. Ihr findet weitere Informationen auf www.andreareinhardt.de, ebenso Leseproben. Oder auf Instagram und Facebook unter Andrea Reinhardt Autorin. Sollte ich jemanden erreicht haben, der mein Buch liest, dem wünsche ich spannende Lesestunden. Und ich freue mich immer über jegliches Feedback egal welcher Art.

Donnerstag, 6. Juni 2019

[Protagonisteninterview] mit Alexander Merahwi und Julian Melnik aus Tanz der Ikonen und Poker mit Hai von B.D.Winter

Krimitag B.D. Winter – 
Shark Temptations 1 + 2

Wie schon so oft, darf ich heute im Zuge meiner Krimitage ein Interview mit Alexander Merahwi und Julian Melnik führen. Wieder treffe ich mich in den Räumen der Firma „Merahwi & Martin“ mit den beiden. Im Empfangsbereich werde ich von Julian begrüßt.
Wenig später holt mich Dana ab, um mich in das Büro von Merahwi zu bringen. Kurz darauf folgt auch Julian mit einem Tablet.

Schön Sie wiederzusehen, Herr Merahwi. Es freut mich, dass Sie die Möglichkeit ergreifen, um die Fälle „Tanz der Ikonen“ und „Poker mit Hai“ noch einmal vorzustellen.
Merahwi: Es ist schon ein paar Monate her, dass wir uns zuletzt getroffen haben. Doch einer Einladung von Ihnen und zu Ihrem Blog folge ich immer wieder gerne.
Herr Merahwi, um auch denen, die die Bücher noch nicht kennen, einen kleinen Einblick zu gewähren, würden Sie anhand der bisherigen Fälle ihren Tätigkeitsbereich der Firma erklären?
Merahwi: Auf dem Firmenschild und im Branchenbuch lesen Sie "Verhandlungsstrategen". Ich bin Unterhändler und unterstütze Leute, die sich emotional oder rhetorisch nicht in der Lage sehen, schwierige Verhandlungen selbst gewinnbringend zu führen.
Julian: Und die sich deine Honorare leisten können. Den besten Unterhändler Wiens zu engagieren, ist nämlich nicht billig. Aber dass sich jeder Cent lohnt, ist auch klar. Sandro, äh, Herr Merahwi, lässt nämlich nicht locker, bis er gewinnt. Und dafür setzt er auch Methoden ein, bei denen ein normaler Anwalt Herzflattern bekäme.
Merahwi: In "Tanz der Ikonen" hätte ein Anwalt so lange herumlaviert, bis die Karriere unseres Auftraggebers unwiderruflich zerstört gewesen wäre.
Julian: Der hat nämlich für die Russenmafia eine Ikone geschmuggelt, und die ist bei der Übergabe in die falschen Hände geraten. Es hieß also her mit der Ikone oder ade mit den Knochen eines begnadeten Ballettstars. Und in "Poker mit Hai" hast du ein Herz für Kinder bewiesen.
Merahwi: Vor allem wollte ich nicht hinnehmen, dass ihr Vater, ein Mafiaboss, den Kontakt mit ihrer Mutter unterbindet.
Julian, würdest du die Teammitglieder und deren Aufgaben meinen Lesern erklären?
Julian: Dass dir unser Team gefällt, hab ich schon mitbekommen. Wir sind aber auch eine coole Truppe! Dana haben sie ja schon kurz kennengelernt, als sie dich hereingeführt hat. Sie ist Sandros Sekretärin. Die Einzige, die ihn so einigermaßen im Griff hat und nicht nur ihn. Sie ist ein liebenswürdiger Feldwebel, und mit ihr solltest du dich gar nicht erst anlegen. Stella ist die Frau fürs Grobe, sprich für den Außendienst. Was Alarmanlagen ebenso einschließt wie Beschattungen, Einbrüche und noch so manche andere nicht koschere Sachen. Wenn du ihr blöd kommst, liegst du schneller auf dem Kreuz, als du dir vorstellen kannst, und das meine ich nicht bildlich gesprochen. Eine richtig coole Socke ist Jan. Vergiss alles, was du über Computermenschen gehört hast. Jan ist überhaupt nicht nerdig und hackt sich trotzdem in die gefinkeltsten EDV-Systeme ein. Dragan ist offiziell unser Grafiker und Mediendesigner, inoffiziell organisiert er Bild- und Videomaterial, das unseren Gegnern den Schweiß ins Gesicht treibt. Bernd jongliert mit Zahlen. Und mit Offshorekonten und Briefkastenfirmen, Sandros eigenen und denen der Gauner, die sich einbilden, unsere Klienten übers Ohr hauen zu können. Phil fehlt noch. Er ist für alles Künstlerische zuständig. Und darin ist er ein wahres Genie.
Mittlerweile kenne ich ja das Team ziemlich gut und immer wieder drängt sich mir der Vergleich mit James Bond auf. Wie weit würden Sie, Herr Merahwi oder auch du Julian, in einem Fall gehen, um etwas oder jemanden zu retten?
Merahwi: Das hängt von den Umständen ab, vom Auftrag und den Beteiligten. Von Gewalt halte ich nichts. Jemandem, der taktisch denken und kaltblütig verhandeln kann, stehen andere Möglichkeiten offen.
Julian: Kannst du das bitte auch unseren Gegnern sagen? Mir gefällt gar nicht, dass du zu manchen Besprechungen eine Pistole mitnehmen musst. Und was du in "Tanz der Ikonen" abgezogen hast, während ich mich schon die Donau hinabschwimmen sah, werde ich dir nie vergessen. Aber mit James Bond liegst du absolut richtig, Claudia. Sandro ist Bond und ich bin Miss Moneypenny.
Wie geht das Team damit um, wenn der Auftraggeber oder auch ein Teammitglied aus der ihm zugedachten Rolle ausbricht?
Merahwi: Natürlich erschwert das einen Auftrag, ist aber emotional oft verständlich. Die Stärke unseres Teams ist neben seiner hohen Spezialisierung seine Flexibilität. Wir springen für einander ein, richten uns in jeder Situation neu aus und jeder erhält genau die Aufgabe, für die er bestens geeignet ist.
Julian: Bis auf mich in "Poker mit Hai". Ich war hoffnungslos überfordert.
Merahwi: Und hast deine Sache trotzdem sehr gut gemacht. Obwohl ich dich höchst ungern in diese Teile unseres Geschäfts hineinziehe. Ich möchte, dass Julian eine weiße Weste behält.
Mit welchen Zitaten würden Sie die Bücher am treffendsten vorstellen, Herr Merahwi? Oder Julian, gibt es ein Lieblingszitat, das du uns gerne vorstellen würdest?
Merahwi: "Beim Poker gewinnt nicht der mit dem besseren Blatt, sondern der mit den besseren Nerven."
Julian: Oh Mann, wie soll ich mich denn da entscheiden? Das hier ist eines meiner Lieblingszitate: "Ab ins Haifischbecken. Wie hoch war die Überlebenschance einer kleinen Sardine?" Die Sardine bin übrigens ich, der Hai ist Sandro. Gut ist auch das von Dana: "Und genau so läuft es, Julian, es ist tabu. Können Sie sich das merken, oder muss ich Ihnen ein Memo schreiben?"
Wie wichtig erscheint die sexuelle Orientierung oder auch die Kunst in den Fällen zu sein. Ist es für Sie persönlich wichtig, diese Themen aufzunehmen und wenn ja, warum?
Julian: Also das mit der Homosexualität ist mir schon wichtig. Wir leben in Wien, im 21. Jahrhundert. Da muss man das wirklich nicht mehr verstecken.
Merahwi: Ich sehe das anders. Die sexuelle Orientierung ist Privatsache und geht niemanden etwas an. Kunst ist ebenso eine persönliche Angelegenheit, nur dass man mit ihr selten andere vor den Kopf stößt. Ich kann mir ein Leben ohne Kunst nicht vorstellen.
Julian: Und ich mir kein Leben ohne Männer.
Gibt es noch Szenen, die das Wesen der Bücher perfekt umschreiben?
Julian: Wie viel Zeit hast du?
Merahwi: Es wird nicht nur um die Zeit gehen, sondern auch um den Platz auf Claudias Seite. Ich finde die Verhandlungen unter Druck sehr aussagekräftig. Wenn die Gangster alle Trümpfe in der Hand haben.
Julian: Klar, weil du in denen deinen Mythos aufbauen und gleichzeitig deine Fassade aufrecht halten kannst. Du bist beim Verhandeln cool und brillant, aber noch besser gefallen mir die Coups, die du durchziehst. Wenn du es mit der Legalität nicht so genau nimmst und die Mistkerle austrickst. Und die Teammeetings, die liebe ich.
Merahwi: Gar nicht die Liebesszenen? Jetzt verblüffst du mich.
Julian: Hey, du hast gerade gesagt, dass die Liebesszenen Privatsache sind. Ich bin ja schon froh, dass die Leser bei den schönsten Momenten dabei sein dürfen. Und damit meine ich jetzt nicht nur Sex, obwohl ich in dieser Beziehung durchaus auf meine Kosten …
Merahwi: Ich denke, Claudia hat genug Material für ihr Interview ;-)
Danke für das sehr interessante Gespräch und ich hoffe, dass man sich sehr bald wiedersieht.

[Autoreninterview] B.D.Winter

Autoreninterview
B.D.Winter


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
B.D. Winter ist mein Pseudonym für Geschichten mit schwulen Protagonisten. Ich veröffentliche auch unter meinem Klarnamen Barbara Drucker und mit beiden Autorenmarken habe ich mich auf Spannungsliteratur spezialisiert. Ich schreibe Geschichten mit charismatischen Helden, Liebe zwischen starken Charakteren, Geheimnisse und Gefahr. Als Wienerin bringe ich in einige Romane die Atmosphäre und den Charme meiner Stadt ein, so auch in die "Shark Temptations"-Reihe.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das war in meinem Fall ein sehr langer Weg, obwohl sich die Kreativität früh und immer wieder meldete. In meiner Kindheit, als ich Bücher weiterspann oder auf Jungscharlagern Theaterstücke entwarf. Meine Versuche als Jugendliche zähle ich nicht mit, richtig gepackt hat es mich erst mit knapp 30. Ich schrieb einen Wirtschaftsthriller, der allerdings unveröffentlicht in meiner Schublade liegt und auf eine sorgfältige Überarbeitung wartet. Dann schob ich ein Literaturwissenschaftsstudium nach und publizierte wissenschaftlich. Über eine dieser Publikationen wurde ein Fanfiction-Verlag auf mich aufmerksam und lud mich ein, eine Geschichte für eine Karl-May-Anthologie zu schreiben. Innerhalb einer Viertelstunde sagte ich zu und ab da war ich angefixt. Ich machte noch die Ausbildung zur Schreibpädagogin und lernte so das Handwerk des belletristischen Schreibens von der Pike auf.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Als Barbara Drucker schreibe ich historische Geheimbundromane im Mantel-und-Degenstil. Bereits erschienen sind "Das Gift der Schlange" und "Der Schwur der Schlange", in denen sich ein aristokratischer Spion zwischen Hofintrigen und einem mächtigen Geheimbund behaupten muss. Als B.D. Winter veröffentlichte ich bislang "Tanz der Ikonen" und "Poker mit Hai" aus der Reihe "Shark Temptations". Die Reihe ist Romantic Suspense und verbindet eine Liebesbeziehung mit raffinierten Coups. Außerdem bin ich in fünf Anthologien mit Kurzerzählungen vertreten.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe an einer Urban Fantasy über einen unkonventionellen Schutzengel. Er hat mit seinem von Arbeitsüberlastung und Burnout bedrohten Schützling ebenso Probleme wie mit traditionellen Kollegen und muss sich extrem anstrengen, um seinen Schützling zu retten. Dabei greift er zu mehr als fragwürdigen Methoden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich gehe sehr gerne ins Kino oder schaue mir Qualitätsserien an. "Suits", "Lucifer", "White Collar", "Die Borgias", um nur einige zu nennen, die mich auch beim Schreiben inspirieren. Außerdem lese ich sehr gerne und ich mache Ikebana, das ist die japanische Kunst des Blumenarrangierens. Früher tanzte ich auch Turnier und ich focht historisch, doch beides schaffe ich körperlich nicht mehr.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Mein absoluter Lieblingsdichter und mein Vorbild ist Friedrich Schiller, aber ich lese nicht nur Klassik ;-) Ich mag Wirtschafts- und Anwaltsthriller und Romane mit raffinierten Coups. Ich greife sehr gerne zu John Grisham und Dan Brown, Elizabeth George mag ich wegen der großartigen Milieustudien und Figuren.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Im Grunde genommen kann ich überall schreiben, wo ich einen Tisch zur Verfügung habe, am liebsten schreibe ich aber bei mir zu Hause. Mein Schreibtisch steht im Wohnzimmer und ich blicke dabei in den Raum hinein, auf eine Reproduktion eines Selbstportraits von Andy Warhol, meinem Lieblingsmaler. Ich halte sehr viel von Ordnung, weil da der Geist am besten fließen kann. Mein Schreibtisch ist immer aufgeräumt, Chaos macht mich wahnsinnig. Auf ihm stehen eine Schillerbüste, Blumen, eine Kerze, eine Duftlampe, etwas zum Trinken, der Stiftköcher und das Telefon. Und ein Bild meiner Tochter.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich schreibe die Morgenseiten, mache ein paar Kreativitätsübungen oder Aufgaben zur Persönlichkeitsentwicklung und eine Office-Stunde mit Facebook und Bürokram. Dann schreibe ich in zwei bis drei längeren Blöcken. Dazwischen lese ich ein wenig oder sehe mir eine Folge einer Serie an und gegebenenfalls coache oder lektoriere ich. Und einmal pro Woche mindestens unternehme ich etwas, um mir Inspirationen von außen zu holen. Dabei ist mir der Erlebnischarakter wichtig. Ich erforsche Wien wie ein Tourist oder gehe ins Kino, manchmal auch in Museen. Je mehr Abenteuer desto schöner sind diese Touren J
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Oh, da hatte ich vorgegriffen. Ich liebe Anwalts- und Wirtschaftsthriller, Geheimbundromane und Politthriller. Verschwörungen, Spione, raffinierte Coups. Durchaus auch historische Romane und Liebesromane, die müssen aber wirklich gut geschrieben sein und ein interessantes Thema haben, keine Kitschromane und Romanzen. Ich will von einem Buch gefesselt werden und atemlos lesen. Fürs Schreiben gilt das Gleiche, wobei ich mich noch nicht über einen Anwalts- oder Hochfinanzthriller traute.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lebensmotto ist "I do it my way", mein Lieblingszitat stammt von Schiller und lautet "Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." Bei meinen Büchern ist es schon schwieriger, weil die Zitate jeweils auf die Geschichte und die Figuren zugeschnitten sind. Allgemein könnte vielleicht dieses aus "Der Schwur der Schlange" zutreffen: "Selbstvorwürfe sind keine Stärke. Stärke ist, mit den Konsequenzen seiner Taten zu leben und seine Pläne neu auszurichten."
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Italien. Es verbindet den Süden, das Meer, Kunst und Kultur und sehr gutes Essen. Ich finde den italienischen Lifestyle schön, die hohe Bedeutung der Bella figura und der Ästhetik. Die Italiener sind Designweltmeister, ihre Mode ist unübertroffen und die Menschen haben einen ganz eigenen Chic. In Italien liegt auch mein Kraftort.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Wenn ich sagte, ich liebe sie, würde ich lügen. Ich habe gelernt, mit ihr umzugehen. Konstruktive Kritik nehme ich mir zu Herzen, oft bringt sie mich ja auch weiter. Reine Geschmacksurteile oder wenn jemand meine Geschichten komplett falsch versteht tun natürlich weh, aber so etwas muss man abhaken, wenn man sich nicht verrückt machen will. Manche Leser erwarten sich, dass ihre eigenen Moralvorstellungen und Lebensentwürfe unreflektiert bestätigt werden, dagegen kannst du als Schriftstellerin nichts ausrichten. Schon gar nicht, wenn du wie ich nicht affirmativ schreibst, sondern Dinge hinterfragst. Eine Sängerin brachte mir etwas ganz Wichtiges bei, nämlich zu unterscheiden, von wem und aus welchen Motiven heraus Kritik kommt. Was ich jedoch nie tue, ist, den Kritiker anzugreifen oder schlechtzureden. Wenn meine Bücher eine bestimmte Reaktion auslösen, dann ist das so, und jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Bei den "Marchese"-Büchern hatte ich schlicht und einfach zu kurzen Atem. Nach 14 Absagen warf ich das Handtuch und erfuhr erst sehr viel später, dass das zu jeder Autorenkarriere dazugehört und eine lächerlich kleine Zahl ist. Wobei ich da von richtigen Verlagen spreche, also von großen Publikumsverlagen. Bevor ich zu einem Miniverlag gehe, der selbst on demand drucken lässt und ausschließlich bei Amazon veröffentlicht, kann ich die Dinge gleich selbst in die Hand nehmen. Für einen Verlag sprechen ein professionelles (!) Lektorat und Korrektorat, ein professionelles (!) Cover und die Verbindungen zu Journalisten und zum stationären Buchhandel. Deshalb interessieren mich auch die Imprints der Verlage nicht. Wenn ich einen beträchtlichen Teil meiner Tantiemen abtrete, will ich auch eine entsprechende Gegenleistung dafür. Mein Ego braucht das Etikett Verlagsautor nicht, ich schließe jedoch nicht aus, bei einem Publikumsverlag zu publizieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Der Vorteil am Selfpublishing ist, dass ich auch kontroversielle Stoffe behandeln kann und selbst entscheide, ob ich den Massengeschmack bediene oder eben nicht. Im Selfpublishing verzichte ich dabei auf Umsatz, bei Verlagen würde es bei manchen Geschichten gar nicht erst zu einer Veröffentlichung kommen, weil der Verlag ein Wirtschaftsunternehmen ist, das verdienen muss. Und ein ganz besonderes, wenngleich kostspieliges Highlight ist im Selfpublishing die Arbeit am Cover und den Werbemitteln, wobei ich hier immer mit Profis zusammenarbeiten werde. Man sieht einfach den Unterschied zwischen einem begabten Laien und einem ausgebildeten Grafiker.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Taucht ein in die Bücher und genießt sie, schlüpft in die Perspektiven der verschiedenen Figuren und seht euch auch einmal andere, überraschende Meinungen an. Lest auch mal zwischen den Zeilen. In erster Linie aber unterhaltet euch, denn dafür habe ich die Bücher geschrieben.

Mittwoch, 5. Juni 2019

[Protagonisteninterview] mit Ryan und Mira aus Forever yours von Morgan Stern

Protagonisteninterview
mit Ryan und Mira

Ich treffe mich heute mit Ryan und Mira aus dem Büchern von Morgan Stern „Forever yours 1 + 2“
Hallo. Ganz schön aufregend, dass ihr heute Zeit findet mit mir über die Bücher und ein wenig über das was darin passiert zu sprechen.
Ryan: Für mich ist das ja eher Alltag, als Rockstar ist praktisch das ganze Leben ein einziges Interview ;-) Für Mira ist das alles noch ganz neu, sie ist da auch ein wenig schüchtern und scheut die Öffentlichkeit.
Mira: Danke Ryan, das hätte ich allerdings auch selbst sagen können. Hallo erstmal.
*Ryan runzelt die Stirn und sieht Mira ernst an*
Wie geht es euch heute?
Ryan: Bestens, ein bisschen im Stress, wie üblich aber das passt schon.
Mira: *nickt zustimmend*
Würdet ihr euch meinen Lesern vorstellen?
Ryan: Muss ich mich denn vorstellen? Ich denke, mein Name ist schon ein Begriff oder? Ich bin Ryan McGraph, Rockmusiker und zusammen mit meiner Band habe ich schon den ein oder anderen großen Hit gelandet. Wir sind übrigens aus Irland, wie einige andere namhafte Bands auch.
Mira: Ich komme aus Deutschland, Ryan hat mich quasi nach Irland verschleppt.
Ryan *lacht gekünstelt auf* : So ist es, ich musste sie einfach haben und es gibt sozusagen kein Entkommen. Meine Mira gehört mir. *zwinkert*
Was ist euer höchstes Lebensziel?
Mira: Gesundheit, dass es meiner Familie immer gut geht. Alles andere ist doch irgendwie unwichtig.
Ryan: Hach ja, Mira ist ja der totale Familienmensch. Aber ja, ich gebe ihr da schon recht. Man sollte immer gut auf die Menschen aufpassen, die man liebt.
Wie kann man sich euren ganz normalen Alltag vorstellen?
Ryan: Lange schlafen, gut essen und trinken, Spaß haben, ein bisschen Musik machen – alles was einem eben so Freude bereitet. Und an den ganzen anderen Tagen arbeiten wir, fahren mit dem Bus durch die Weltgeschichte, geben Interviews, Autogramme, machen Fotos.
Mira: Unterm Strich verbringen wir die meiste Zeit im Bus oder Flugzeug oder eben wartend in irgendwelchen Studios oder Hallen.
Ryan: Wenn wir nicht auf Tour sind, ist es entspannter. Da wird dann viel ausgeruht oder eben das getan, was einem gerade so in den Sinn kommt.
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdet ihr gerne aus eurem Leben eliminieren und warum?
Ryan: Das ist eine sehr tiefgründige Frage. *kratzt sich an der Schläfe*
Mira: Es gibt schon ein paar Entscheidungen, die ich im Nachhinein anders treffen würde. Vielleicht wäre ich vorsichtiger, skeptischer, weiser in Anbetracht darauf, wem ich inwiefern vertraue.
Ryan: Oder du würdest alles genauso wieder machen, weil du eben du bist.
Mira: Könnte natürlich auch sein. Wir werden es nicht heraus finden.
Ryan: Ich würde die Sache mit dem Vertrauen schon wirklich nochmal überdenken, das kann einem blitzschnell in ziemliches Chaos bringen, wenn man den falschen Menschen vertraut. Ob man mit den Konsequenzen dann umgehen kann, sollte man sich echt vorher überlegen.
Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, wie würdet ihr ihn verwenden?
Mira: Meine Familie. Ich würde sie in Sicherheit wissen wollen.
Ryan: Ich würde den Wunsch gegen 1000 weitere Wünsche eintauschen. Schließlich fällt mir ständig etwas Neues ein, das ich gerne hätte und so bin ich auf der sicheren Seite. *lacht*
Herzlichen Dank für eure Zeit.
Ryan: Danke für das nette Gespräch.

[Autoreninterview] Morgan Stern

Autoreninterview
Morgan Stern

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Aber gerne doch. Hallo zusammen, ich bin Morgan Stern, 38 Jahre alt und leidenschaftliche Geschichtenerzählerin. Bislang schreibe ich im Bereich Psychothriller und habe im März mein 2. Buch veröffentlicht.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe, um genau zu sein, schon immer. Seit ich es kann quasi. Sehr früh hat es mich fasziniert, wie viel Leben man bloßen Gedanken und Ideen einhauchen konnte, indem man sie auf Papier brachte und wie ihr seht, ich bin diesem Hobby treu geblieben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich habe bisher einen 2 teiligen Psychothriller namens FOREVER YOURS veröffentlicht. Er besteht aus zwei Einzelbänden, die fortlaufend die Geschichte um Mira und Ryan erzählen.
Worum geht es? Nun, die beiden leben in komplett verschiedenen Welten, lernen sich online kennen. Die wirkliche Kluft zwischen ihnen wird allerdings erst deutlich, als Ryan mit seiner Band berühmt wird und all die Geheimnisse, die er Mira einst anvertraut hat, nun urplötzlich eine Bedrohung für seine Karriere darstellen. In seiner vermeintlichen Not entführt er Mira, will sie aus dem Weg schaffen, aber dann läuft alles doch irgendwie nicht ganz so wie geplant.
Eine nervenaufreibende Entführungsgeschichte nimmt ihren Lauf....
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Ja ein wenig. Ich habe ein paar Ideen und angefangene Sachen hier aber was davon nun meine Hauptaufmerksamkeit bekommt, ist noch nicht so ganz entschieden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ganz klar – sie mit meiner Familie verbringen. Ich liebe die Natur, das Reisen, unterwegs sein und Dinge entdecken und erleben. Wann immer es möglich ist, findet man mich irgendwo am Wasser. Außerdem male und bastele ich auch mal ganz gerne oder mache Fotos. Musik spielt auch eine recht wichtige Rolle in meinem Leben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Um ehrlich zu sein lese ich gar nicht sonderlich viel und wenn dann meist irgendwelche Psychologie- oder Gesundheitsbücher. Bei dem ein oder anderen Autorenkollegen schnuppere ich selbstverständlich auch mal rein, aber wirkliche Lieblingsautoren habe ich nicht.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Ich lümmele entweder auf meinem Sofa mit dem Laptop auf dem Schoss oder sitze auf meiner Ledereckbank in der Küche. An beiden Orten habe ich einen super Ausblick nach draußen und in den Himmel. Das brauche ich, um meinen Gedanken nachhängen zu können. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich gerne immer irgendwo direkt am Meer schreiben. J
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Normal? Was ist das denn? ;-)
Ein ganz normaler Tag startet bei mir mit einer Menge Kaffee. Sobald ich halbwegs wach bin, schnappe ich Kind und Hund und bringe ersteres in den Kindergarten. Der Hund würde im übrigen auch sehr gerne dort bleiben, kommt aber dann doch wieder mit mir. Wir haben einen herrlichen Weg am Fluss entlang, das ist ein Muss sofern es nicht gerade aus Eimern schüttet.
Ich habe irgendwie immer allerhand zu tun aber wenn ich in einer intensiven Arbeitsphase stecke, verbringe ich den Vormittag am Computer. Am Mittag bin ich dann entweder mit meinen Liebsten irgendwo unterwegs oder – wenn meine Tochter z.B. eine Freundin mit nach Hause bringt – arbeite noch ein bisschen weiter. Ich kann mir meine Zeit glücklicherweise recht flexibel einteilen und genieße das in vollen Zügen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Puh ich denke beim Schreiben bin ich schon definitiv der Psychothriller-Mensch. Hier kann ich mich wirklich gut austoben, Charaktere formen und auch Grenzen überschreiten.
Beim Lesen, wie oben schon erwähnt, spricht mich eher bildende Literatur an.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Ein Zitat aus meinem Buch welches meine Arbeit beschreibt? Hm... nein ich fürchte, da muss ich passen.
So etwas wie eine Lebensphilosophie habe ich allerdings schon bzw. es ist mehr etwas, nach dem ich mich richte. Ich behandele meinen Gegenüber so, wie ich selbst behandelt werden möchte.
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Finnland – weil es mir schon als ich meine Füße zum ersten Mal dort auf den Boden gestellt habe, ein extremes Gefühl von Heimat und angekommen sein vermittelt hat. So etwas ist sehr prägend und verbindet mit dem Land auf unerklärliche Art und Weise.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Kritik ist eine schwierige Sache. Ich freue mich, wenn ich Feedback von meinen Lesern bekomme – auch wenn sie mich auf Unstimmigkeiten hinweisen oder Fragen stellen. Das macht meine Arbeit ein bisschen interaktiver, ich bin direkter bei den Leuten und ich habe auf diese Art und Weise zb auch im 2. Teil meines Psychothrillers gewisse Punkte abgearbeitet, die ich nach Teil 1 von den Lesern als vermeintliche Kritik genannt bekommen hatte. Mit so etwas kann ich natürlich umgehen, auch damit, wenn es für jemanden persönlich einfach nicht passt, nicht gefällt. Dann sollte man es aber auch so ausdrücken. Viele Rezensionen sind toll, subjektiv aber auch objektiv beurteilt.
Mit einer Kritik a la „ich wollte eine Liebesschnulze, weil es keine ist, ist das Buch blöd.“ Kann und will ich allerdings nicht umgehen. So etwas macht mich wütend.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Ich habe im Vorfeld natürlich mit anderen Autoren gesprochen, Meinungen eingeholt und ich muss gestehen, dass ich dennoch ziemlich blind ins Selfpublishing eingestiegen bin. Das würde ich heute wohl ein wenig anders machen, aber ich genieße die Tatsache, dass ich alle meine Entscheidungen selbst treffe und mich weder zeitlich noch inhaltlich nach anderen richten muss. Das passt für mein momentanes Leben einfach am besten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich wünsche Euch allen einen ganz gar wunderschönen Sommer mit vielen angenehmen, entspannten Lesestunden an einem gemütlichen Fleckchen J

Dienstag, 4. Juni 2019

[Protagonisteninterview] mit Kati Blum aus Kati Blum: Eine Herausforderung zum Küssen von Birgit Gruber

Protagonisteninterview
mit Kati Blum


Ich habe heute die Möglichkeit mich mit Kati Blum dem Hauptcharakter aus „Kati Blum – Eine Herausforderung zum Küssen“ zu treffen.
Hallo, Kati, danke, dass du heute Zeit hast ein paar Fragen zu beantworten.
Aber gerne. Willkommen in meinem „Baumhaus“.
Wie geht es dir heute? 
Eigentlich recht gut, auch wenn es momentan etwas ruhig – um nicht zu sagen „langweilig“ – geworden ist. Es gibt aktuell keinen Mord in Bayreuth, den ich lösen könnte 😉
Würdest du dich meinen Lesern kurz vorstellen?
Gerne. Mein Name ist Kati Blum. Ich bin vor einigen Jahren durch meinen Mann Thorsten in Bayreuth gelandet. Er war meine große Liebe, ist aber leider vor zwei Jahren durch einen Herzinfarkt früh aus dem Leben gerissen worden. Seitdem verbringe ich den größten Teil meiner Zeit damit, abwechselnd meiner Schwiegermutter Anke und dem süßen Kriminalhauptkommissar Lars auf die Nerven zu gehen. Ihr müsst wissen, Anke und ich – das ist wie Feuer und Wasser. Mit Lars hingegen ist es mehr wie: Spiel, Spaß und Spannung.
Birgit lässt dich durch so einige spannende, witzige aber auch gefährliche Situationen gehen. Wie geht es dir damit, dass sie dich ab und zu nicht gerade schont? 
Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden. Und ich muss Birgit da auch ein wenig in Schutz nehmen, oftmals kann sie gar nichts dafür. Ich bin eben einfach so und ehe sie sich versieht, habe ich schon wieder eine meiner genialen Ideen 😊 Sie ist regelmäßig selbst überrascht, was ich nun schon wieder so treibe.
Was ist dein höchstes Lebensziel? 
Ein zufriedenes Leben.
Welche Stolpersteine oder Ereignisse würdest du gerne aus deinem Leben streichen? 
Schwer zu sagen. Schließlich ist das, was uns ausmacht, die Summe aus all unseren Erlebnissen und Erfahrungen, die wir gesammelt haben.
Wenn du einen Wunsch frei hättest, für was würdest du ihn verwenden? 
Wahrscheinlich wäre es am sinnvollsten mit zu wünschen, dass mein „Dummglück“ mir stets erhalten bleibt 😊
Danke, dass du das Gespräch möglich gemacht hast.

[Coverinterview] Kati Blum - Eine Herausforderung zum Küssen von Birgit Gruber

Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? Ist das dein Arbeitstitel oder hat er sich im Laufe der Zeit verändert?
Der Arbeitstitel war: Kati 2
„Eine Herausforderung zum Küssen“ fand ich am Ende ganz passend, weil Kati nun einmal eine Herausforderung ist. Für Lars auf jeden Fall und manchmal könnte er sie auch küssen. 😉
Hattest du genaue Vorstellungen, was sich auf dem Cover befinden soll? 
Da eine „Herausforderung zum Küssen“ zur Kati Blum Reihe gehört, war klar, dass „ihr“ Bild auch wieder aufs Cover soll. Die Schuhe – die leider nur auf der TB-Rückseite“ zu sehen sind, waren gerade zu prädestiniert für diesen Roman.
Es dominieren helle, freundliche Farben. Das macht das Cover zu einem echten Hingucker. Dazu dann die Frau und der Titel. Haben diese Gestaltungsmittel eine besondere Bedeutung für dich und die Geschichte? Warum gerade diese Stilmittel? 
Als ich das Modell gesehen habe, dachte ich sofort: So stelle ich mir Kati Blum vor – Perfekt! Die Farben passen zur lustig-lockeren Story.
Bist du zu 100% mit dem Cover zufrieden oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen? 
Ich bin absolut zufrieden. Ich denke das Cover vermittelt den Lesern genau das, was sie in der Krimikomödie erwartet. Eine spannend-witzige Krimigeschichte.

[Buchvorstellung einmal anders] Kati Blum - Eine Herausforderung zum Küssen von Birgit Gruber


Buchvorstellung einmal anders 

Ich treffe mich heute mit der Autorin Birgit Gruber, um mit ihr über das Buch „Kati Blum – Eine Herausforderung zum Küssen“ zu sprechen.
Danke, dass du dir heute Zeit nimmst, um über dein Buch zu sprechen.
Sehr gerne 😊
Beschreibe uns dein Buch in max. 5 Sätzen.
Kati Blum ist eine quirlige junge Frau mit Dickkopf. In eine „Herausforderung zum Küssen“ wird ein Hotelgast tot aufgefunden und „ganz Kati“ steckt sie ihre neugierige Nase in die Ermittlungen und gerät dadurch mit Kommissar Lars aneinander. Die Funken fliegen und die zwielichtigen Ganoven haben mit Kati skurrilen Methoden nicht gerechnet.
Deine Protagonistin erlebt ja so einige Situationen, magst du es, wenn du sie in schwierige Situationen schickst? 
Oh ja! Ich persönlich würde so manche Situation bestimmt meiden. Aber Kati scheut sich nicht und kommt mit ihren eigenwilligen Einfällen und einer Portion Humor in der Regel damit sehr gut klar.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, die du uns gerne vorstellen würdest? 
Es gibt eine Stelle im Buch, an der es um extravagante, teure Schuhe geht. Es wird brenzlig für Kati, aber sie meistert die Situation ganz nach ihrer Art und mit Lars Hilfe 😊
Wie viel echte Birgit steckt in dem Buch oder in dem einen oder anderen Charakter? 
Das ist vermutlich schwer zu sagen. Natürlich steckt das ein oder andere von mir in allen meinen Charakteren, aber dann sind sie doch wieder ganz anders als ich…
Wie würde dich deine Hauptprotagonistin beschreiben?
Ich hoffe als gute Freundin. Nach bereits 3 gemeinsamen Abenteuern, fühle ich mir doch schon sehr verbunden. Sie weiß, dass ich zielstrebig bin und wahrscheinlich ebenso wenig locker lasse wie sie selbst. Genau wie Kati gebe ich nicht eher Ruhe, bevor der Fall gelöst ist.
Mich würde noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 



Danke für das Interview.
Danke, dass ich da sein durfte!

Sonntag, 2. Juni 2019

[Coverinterview] Peter, der kleine Katzenkommissar von Britta Banowski


Coverinterview 


Wann kam die Idee zum Titel? Was es dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe der Zeit?
Der Titel kam beim Schreiben, denn zuerst gab es die Frage, warum man im Krimi keine Tiere einsetzt, und so fragte ich meinen Mann: Warum müssen im Krimi immer Menschen ermitteln, es kann doch auch eine Katze! Und so war der Titel geboren
Hattest du genaue Vorstellungen oder hast du deinem Coverdesigner freie Hand gelassen?
Ich habe auf Facebook eine Freundin gefunden, die eigentlich Portraits zeichnete und sie zeichnete dann auch das Cover für Peter
Dein Cover sticht unter den anderen heraus. Es ist schlicht, kreativ und beinhaltet alles, was, an wissen sollte. Warum hast du zu dem Stilmittel selbst gezeichnet gegriffen?
Ich habe eine Illustratorin gefunden, die das Cover gemalt hat
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich etwas ändern wollen?
Nein, das Cover ist so wie es ist genau richtig, nur habe ich jetzt ein Problem, dass die nachfolgenden Bände auch von ihr gezeichnet werden müssen, und es ist gar nicht so leicht

[Buchvorstellung einmal anders] Peter, der kleine Katzenkommissar von Britta Banowski


Buchvorstellung einmal anders 

Ich treffe mich heute mit der Autorin Britta Banowski, um mit ihr über ihr Buch zu sprechen.
Danke, dass du heute Zeit findest, um mit mir über dein Buch zu sprechen.
Beschreibe uns dein Buch in max. 5 Sätzen.
Peter ein kleiner Hauskater übernimmt durch Hilferufe, die er hört, ganz von allein, die Arbeit der Polizei
Doch da er eine Katze ist, kann er den oder die Täter ja nicht allein stellen, sondern braucht Hilfe.
Aber wie er Freunde findet, und wie er sie dazu bringt, ihm zu helfen, das lest in diesem Buch.
Ein Kinder-Krimi für Kinder ab 8 Jahren.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch leichte oder schwere Situationen zu führen? 
Um so schwieriger die Situationen sind, um so flüssiger fällt es mir, sie aufzuschreiben, und mir macht es Spaß, von jetzt auf gleich Spannung beim lesen zu erzeugen, nur durch die Macht der Worte
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Erst hatte ich ja auch Angst, weil ich nicht wusste, was mich erwartete, aber als die Tür dann von innen aufgestoßen wurde, und das „Hilfe“-Rufen immer lauter wurde, besiegte ich meine eigene Furcht, und ging immer meiner kriminalistischen Nase, und meinem Bauchgefühl nach. Ich ging instinktiv erst runter in die untere Etage. Denn meist werden Menschen in Kellerräumen festgehalten, und versteckt, das sagte mir mein Verstand. Und der sollte mich wieder einmal nicht betrügen. Dort war es dunkel und nur meine Schnurrhaare verrieten mir den Weg. Das Rufen wurde immer lauter, aber ich konnte ja nichts sehen, geschweige denn reagieren. Als ich aber vor einer Metall-Tür stand wurde das Rufen zwar lauter, aber ich kam dort nicht rein. Ich kratzte, miaute und versuchte alles, diese Tür zu öffnen, aber alle Versuche scheiterten kläglich, denn meine Kraft reichte einfach nicht aus, diese große Tür zu öffen. „Was also tun?“, dachte ich noch, aber im gleichen Moment hörte ich Schritte, die die Treppe herunterkamen. Tapp- Tapp- Tapp, machte es und kamen immer näher, mir wurde wieder richtig mulmig zumute. „Jetzt nur schnell weg!“, dachte ich, und verbarg mich erst mal unter dem Treppenvorsatz, damit man mich nicht sehen konnte. Als die Schritte immer näher kamen, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und rannte an einer Person vorbei hoch in die Etage, wo ich herkam und.... „Gott sei Dank, die Tür steht noch offen“, dachte ich, durch die Glastür nach Hause. Mein Frauchen hatte bereits die Balkon-Tür wieder geschlossen, denn es war ja schon etwas dunkel geworden. Also wartete ich geduldig, bis sie die Tür wieder aufmachte und mich herein ließ. Drinnen in der Wohnung, wurde auch ich immer unruhiger, denn ich wollte ja dem Mädchen helfen, was da unten im Keller gefangen war. „Aber wie spreche ich mit meinen Besitzern, die kein Wort auf Katzensprache verstehen?“ Ich miaute, jammerte, lief im Zimmer hin und her, kratzte wieder und wieder an der Balkon-Tür, bis mein Frauchen mich fragte: „Peter, was hast du denn?“ Ich miaute wieder und kratzte wieder an der Scheibe, als mein Frauchen mir folgte. Denn ich schaute mich immer wieder um, ob sie mir auch folgt. Als die Tür aufging, sprang ich, wie von einer Tranantel gestochen, wieder über das Terrassen-Tor und lief zu der Stelle, wo ich das „Hilfe, Hilfe das erste Mal gehört habe. Abermals stand ich vor der Glastür, und miaute ganz fürchterlich. Jetzt erst wurde meinem Frauchen bewusst, dass irgendetwas nicht stimmte. Sie kam hinter mir her, in der Hoffnung was heraus zu finden. „Was hast du denn!“ fragte sie mich abermals, aber ich lief unruhig hin und her, immer an ihren Beinen anschmiegend, so als wollte ich ihr sagen: „Hier braucht jemand Hilfe!“ und ich kann das nicht alleine. Ich bin nur eine Katze, du als Erwachsene Frau kannst mir jetzt die Tür aufmachen, oder eine Lösung finden, die Tür zu öffnen. Ich wusste, dass mein Frauchen mal als Pflegerin gearbeitet hat, und so meistens erst klingeln musste, um sich Zutritt zum Haus oder zur Wohnung zu verschaffen. „Bitte öffnen Sie!“ „Hier ist die Polizei!“ rief mein Frauchen durch den Sprechfunk unten am Klingelschild. Das stimmte natürlich nicht, aber eine andere Lösung hatte auch mein Frauchen gerade nicht parat. Der Summer der Tür war zu hören, und die Tür ging auf, ich ging rein und mein Frauchen folgte mir. „Wo willst du denn hin?“ fragte mich meine Besitzerin wieder, aber ich war schon in Gedanken bei dem Mädchen, das um Hilfe gerufen hatte. Ich ging wie vorher auch die Treppe hinunter, und da war es wieder das Rufen „Hilfe, Hilfe!“. Erst jetzt verstand mein Frauchen, warum sie mir folgen sollte. Sie zog an der Stahltür, aber auch sie bekam sie nicht auf.„ich muss jemanden finden, der einen Schlüssel für diese Tür hat!“ sagte sie mir noch, aber sie war schon schnurstracks nach oben gelaufen und fragte jetzt im ganzen Haus nach, ob irgendjemand einen Schlüssel besaß, der zu dieser Stahltür passte. Ein Mann in diesem Haus war es dann auch, der meinem Frauchen den Schlüssel gab, der zu dieser Stahltür passte und wir endlich nachschauen konnten, was da immer um Hilfe rief. Wir gingen beide hinein, in eine unbekannte, dunkle Welt. Unten rauschte es, weil die Heizungsanlage ja schon angestellt war. Aber das war nicht alles. In diesem Kellergewölbe, was größer war, als wir es vermutet hatten, waren ein paar Nischen und da waren auch Türen, die dunkel angestrichen, einem noch mehr Angst machten, als wir sowie so schon hatten. Wir gingen vorsichtig, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, das kleine Mädchen zu finden, was um Hilfe gerufen hatte. Aber gerade jetzt, wo wir sie nur am Rufen hätten orten können, blieb es ruhig. Uns blieb nichts weiter übrig, als erst mal nach einem Licht Ausschau zu halten, denn Streichhölzer waren auf die Dauer aufgebraucht. Sie dachte nach und kam auf die Idee, das Handy-Licht zu benutzen, und das tat sie dann auch. Also unternahm mein Frauchen die Initiative, und rief in die Dunkelheit: „Wo bist Du?“ „Hier!“, antwortete es erst leise, aber je näher wir durch die dunklen Gewölbe liefen, immer lauter werdend. „Wo?“ „Wir können dich nicht finden!“ Und sie leuchtete in die Richtung, aus der die Rufe kamen. Hinten an der letzten Tür angekommen, rief es wieder, und jetzt direkt vor uns „Hier!“. „Ok, Wir haben dich gefunden, aber die Tür ist auch verschlossen, wie die anderen vorher, wir müssen eine Lösung finden, dich dort herauszuholen!“, antwortete mein Frauchen, mit beruhigender Stimme. so als wollte sie nicht nur meine Angst, sondern auch ihre eigene vor anderen verbergen. Im Schein des Handy-Lichts erblickte sie eine Brechstange, die an die Wand gelehnt war. „Ah, ich habe hier ein Brecheisen gefunden, und versuche jetzt zu dir rein zukommen“, sagte mein Frauchen. Sie nahm mit beherztem Griff die Brechstange in beide Hände und versuchte, das Schloss, welches dort baumelte, zu lösen. Auf einmal knackte es, und das Schloss samt Scharnier fiel zu Boden. Ganz langsam, löste mein Frauchchen den restlichen Verschluss von der Tür, und zog langsam und bedächtig die Tür auf. Sie leuchtete den Raum ab, und sah hinten in der hintersten Ecke ein kleines Mädchen sitzen, die Beine mit den Armen umfassend, und zitternd vor Angst und vielleicht auch Kälte. Denn es war ja schon Ende Oktober, die warmen Tage waren längst vorbei, aber das Mädchen war nur mit einem Sommerkleid bekleidet, so wie man es an sehr heißen Tagen trägt. „Wer bist du, und wie kommst du hier her?“, fragte mein Frauchen das vor ihr sitzende Mädchen.
Wie viel echte Britta ist in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter versteckt? 
Also alle Handlungen, die Frauchen ausführt bin ich, und so würde ich es auch real ausführen, wenn es denn so wäre, also steckt in jedem Buch ein Teil von mir
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
durchsetzungsstark, selbstbewusst, und sachlich
Mich würde noch dein Lieblingszitat interessieren.
Aufgeben kenne ich nicht, und das ist nie eine Option, aber es gibt andere Wege, die man nur suchen muss
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] Britta Banowski

AUTORENINTERVIEW
Britta Banowski


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich Britta Banowski, bin 50 Jahre, verheiratet und Mutter von 3 mittlerweile erwachsenen Söhnen, gelernte Elektronikerin und ex. Altenpflegerin, mit Traumberuf Försterin, die ich mal werden wollte.
Aber mein Leben nahm an vielen Stellen eine andere Wendung, wie ich es geplant hatte.
Erst der Umzug recht spät aus dem ostdeutschen Bundesland Brandenburg, wo ich an der polnischen Grenzregion geboren und aufgewachsen war, nach Hannover. Und schon 3 Jahre nach Umzug kommen die Schicksalsschläge in gehäufter Form.
Und das war eigentlich mein Start in die Autoren-Tätigkeit, denn ich musste einiges verarbeiten, und so schrieb ich, nachdem ich durch die Krankheit meines Mannes, dem Ableben meines Vaters und auch meiner Mutter, nicht mehr in der Lage war, regulär zu arbeiten, mein Leben auf, aber nicht nur das. 
Ein Mauerblümchen wie ich mal war, gibt es heute nicht mehr, heute zeige ich anderen durch positive Energie, dass das Leben lebenswert sein kann, wenn man das Richtige dann macht.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Durch viele Schicksalsschläge, aber auch weil ich Kindern das Lesen wieder näher bringen wollte, sowie durch Anraten vieler Freunde, Bekannte und sogar Psychologen
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben?
Zuerst veröffentlichte ich „die 10-Minuten-Gedichte Gedichte, die das Leben schreibt, 30 Gedichte in sarkastischer Versform geschrieben, bei epubli.
Dann setzte ich mich an meine Biografie: „eine Frau von Ost nach West“Zeit für Veränderungen, weil es für mich Zeit war, mit der DDR-Geschichte und auch den Fehlern nach der Wende und allem, was ich erlebte, aufzuräumen und den Menschen mit diesem Buch ein wenig Nostalgie zurück zu geben.
Und dann kam „Peter, der kleine Katzenkommissar“, der gleich bei einem (Brokatbook- Verlag) Anklang fand, und mittlerweile eine Trilogie ist, aber nur der 1. Teil bisher veröffentlicht wurde.
Er war für mich das Highlight des Schreibens, denn auch wenn es ein Krimi für Kinder ist, so floss er mir sozusagen aus den Fingern.
Bei diesem Krimi habe ich gemerkt, dass ich zum Krimi-Schreiben eine Ader habe, denn ich habe früher viel gelesen und man konnte mich auch als Bücherwurm bezeichnen.
Das letzte Buch welches ich heraus gab, war ein Ratgeber über Burnout, denn ich habe mehrfach gegen ihn kämpfen und mich behandeln lassen müssen.
Titel:“Burnout, die Krankheit, die keine ist, oder Doch?“, ist nicht nur ein Ratgeber, sondern ein Hilfsmittel zum bewältigen von Krisen incl. Quellen von Selbsthilfegruppen und Therapie-Ansätzen erschienen sowohl bei amazon als auch bei epubli
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Ja klar, arbeite ich an einem neuen Werk, welches sich mit Kirche und seiner Verantwortung befasst und es wird wieder ein Krimi
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Wenn ich Zeit finde, sogar regelmäßig gehe ich in die nächste Karaoke-Bar und singe Popsong der 80er aber auch Schlager und Rock-Balladen, und da merke ich wieder was leben ist, dort fühle ich mich wohl, denn meinen Traum Sängerin und Tänzerin zu werden, musste ich schon als Kind begraben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Also ich habe keinen richtigen Lieblings-Autor und Lieblingsbücher auch schon lange nicht mehr, denn Zeit zum lesen finde ich nur ab und zu, wenn ich in einer Arztpraxis sitze, und von daher könnte ich mir eine Leserunde nur mit Steffi Seitz oder Eva-Luisa Menderes vorstellen, oder Marlies Hahnelt
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Hier in der Wohnung habe ich meinen Schreib-Platz, wenn mein Mann im Bett ist und der PC frei, dann schreibe ich am Ende des Ess-Tisches und neben mir rechts steht das Aquarium mit Fischen und wenn meine eine Katze, die mir geblieben ist, Lust hat, leistet sie mir Gesellschaft.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Ich stehe recht spät auf, hole meinen Mann aus dem Bett, setze ihn in den Rollstuhl, und koche dann Kaffee und gebe der Katze ihr Frühstück. Meine Mails checke ich schon am Vormittag, dann kommt die Krankengymnastik und Ergotherapie am verschiedenen Tagen in der Woche auch schon an, und so verbringe ich die meiste Zeit neben meinem Mann.
Wir schauen dann TV aber nicht nur Krimis sondern Tierfilme, Informationen für den Tag
und dann gehe ich einmal am Tag auch spazieren, dann mache ich Abendbrot und wir schauen uns entweder wieder Krimis an oder Spielfilm bis 21.30 und dann fängt meine Schreib-Arbeit erst richtig an.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Mein Lieblings-Genre ist und bleibt Krimi und deswegen schreibe ich auch welche, weil ich bin absoluter Sherlock Holmes und Agatha Christie-Fan
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Es gibt immer einen Weg, auch wenn er steinig und schwer ist, es ist niemals ein Weg, aufzugeben und sich auszuruhen, sondern nach Lösungen zu suchen“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Mein Lieblingsland ist Russland, erstens weil mein Vater dort beruflich tätig war, viel darüber erzählt hat, und auch die Mentalität und auch die Charakter-Eigenschaften der russischen Leute mich Faszinieren seit der Zarenzeit. Denn viele russische Klassiker habe ich gelesen, wie „Die Mutter“ oder „wie der Stahl gehärtet wurde“
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Es kommt auf die Kritik an, wie sie bei mir ankommt, an manchen Tagen kann ich gut mit ihr umgehen, aber wenn Kritik unter die Gürtellinie geht, kann ich überhaupt nicht mit umgehen, möchte ich dann auch nicht, weil ich dann verletzt bin
Warum hast du dich entschieden und einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich habe ja schon mehrere Bücher geschrieben und auch die Variante über Selfpublishing ausprobiert, aber Verlage sind für mich wichtig, auch hat es mit der Finanzierung zu tun, denn zum selfpublishing braucht man ein gewisses Finanz-Polster, welches ich nicht habe.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Auch mit Niederlagen muss man umgehen lernen, und beim schreiben lernt man, niemals aufzugeben, auch wenn einem das eigene Manuskript nicht gefällt, man kann es immer ändern, aber ein Buch, welches man angefangen hat, sollte man immer auch beenden, sonst weiß man nie, was mal draus geworden wäre.
Also schreibt weiter und werdet mit jedem Buch besser!

Samstag, 1. Juni 2019

[Coverinterview] Love, Hope, Cupcakes von Lita Harris



Coverinterview 


Wann kam die Idee zum Titel? Was es dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe des Schreibprozesses?

Die Idee zu dem Titel hatte ich letztes Jahr im Winter, dass weiß ich noch so genau, weil ich im Dezember eine Titelschutzanzeige geschaltet hatte. Ich verwende nie Arbeitstitel. Für meinen nächsten Roman habe ich auch schon den Titel – und auch für die folgenden.
Hattest du genaue Vorstellungen oder hast du den Coverdesignern freie Hand gelassen?
Ich hatte genaue Vorstellungen.
Dein Cover ist ja eher schlicht gehalten, fast romantisch und ohne Pärchen. Wie kam es dazu, dass du nicht zu dem schon fast standardmäßigen Pärchencover gegriffen hast? Haben die Blumen und die Farben eine besondere Bedeutung für dich oder die Geschichte?
Weil es eine Sammlung mit drei Kurzromanen ist, brauchte ich etwas, das nicht auf eine bestimmte Geschichte zugeschnitten ist. Für die Geschichte haben die Blüten keine Bedeutung, sonst würde das Buch »Love, Hope, Magnolias« heißen. ;-) Ich finde Magnolien einfach zauberhaft. In meinem Garten wächst auch ein Strauch, der in jedem Frühling wunderschön blüht. Auf meinem Instagram Account gibt es Fotos davon.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich etwas ändern wollen?
Es ist genauso so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Rebecca Wild hat das wirklich toll gemacht. Ich bin schon sehr gespannt, was meine Leserinnen dazu sagen.