Mittwoch, 25. März 2020

[Rezension] 56_2020_Print - Die blutigen Pfade von Andreas Faber


Das Buch "Die blutigen Pfade" wurde von Andreas Faber verfasst und erschien 2020 im Gegenstromschwimmer Verlag.

Dem Autor gelingt es, dass man sich sofort wieder mitten im Geschehen fühlt. Es geschehen Sachen, die einem fürchterliches befürchten lassen und man sich wünscht, dass die 4 Helden wieder ins Geschehen einsteigen.
Die Charaktere haben sich weiter entwickelt und man kann mit ihnen wieder auf Abenteuer gehen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind wie auch schon beim ersten Teil hervorragend und der Spannungsbogen hervorragend.
Obwohl es sich ja um eine Trilogie handelt sind die Teile unabhängig voneinander zu lesen, allerdings ist zu betonen, dass es trotzdem zielführend ist der Reihe zu folgen, da man so mit den Beteiligten wachsen kann und sich so manches Geschehen klarer wahrgenommen wird.

Jeder, der Fantasy gerne liest, muss auch zu dieser Trilogie greifen. Eine 100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

Montag, 16. März 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Klassentreffen mit tödlichem Ausgang von Roland Blümel


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Rainer Zufall aus „Klassentreffen mit tödlichem Ausgang“ und dessen Autor Roland Blümel.
Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
Roland: Naja, das kann ich versuchen, auch wenn mein Protagonist manchmal etwas maulig ist. Das hatten wir vor allem in seinem fünften Fall, dem "Currywurstmord", wo ich mitgespielt und ihm bei den Ermittlungen geholfen habe.
Rainer Zufall: Von wegen geholfen! Alles durcheinandergebracht hast du. Zum Glück konnte ich die Täterin …
Roland: … oder den Täter. Kerl, du willst doch nicht spoilern, oder?
Rainer: Okay, wo ich dem Täter oder der Täterin trotzdem auf die Spur gekommen bin.
Roland: Gut, also zur Vorstellung: Rainer ist ein junger Hamburger Kommissar, der aus mir unerklärlichen Gründen bei Frauen ein Stein im Brett hat und inzwischen mit seiner Kollegin Britta Papadopoulos liiert ist.
Rainer: Und der von seinem Autor durch so manchen Schlamassel gezogen wird.
Roland: Aber du kommst immer durch und klärst auch alle Verbrechen auf.
Rainer: Das stimmt.
Roland: Bisher.
Rainer (stutzt): Was heißt das nun wieder? Was brütest du aus?
Roland: Ich denke gerade über deinen 7. Fall nach.
Rainer: Ich ahne schon fürchterliches.

Rainer Zufall: Roland, beschreibe uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Roland: Was zu einem fröhlichen Wiedersehen nach 30 Jahren auf der Hochseeinsel Helgoland werden soll, entwickelt sich für die ehemaligen Klassenkameraden zu einem spannungsgeladenen Treffen mit tödlichem Ausgang. Ein Teilnehmer wird vergiftet. Rainer und seine Kollegin Britta Papadopoulos, die auch gerade ein Wochenende auf der Insel verbringen wollen, ermitteln in dem Fall. Schnell stellt sich heraus, dass beinahe jeder der verbliebenen 12 ehemaligen Mitschüler ein Motiv für den Mord hätte. Gegenseitige Verdächtigungen werden laut und die Gruppe fällt immer mehr auseinander. Zwei weitere Anschläge bringen Rainer und Britta schließlich auf die richtige Spur.

Rainer Zufall: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Roland: Das muss so sein. Wenn alles glattlaufen würde, dann würde es doch kein Schw… Mensch lesen.

Rainer Zufall: Hast du eine Lieblingsstelle im Buch? Meine ist: Wir waren ja auf dem Weg nach Helgoland und Britta ging es nicht gut. Jetzt kommt die Stelle:
»Du schaffst das.« Rainer strich ihr mit der anderen Hand beruhigend über den Kopf. Held und Beschützer zu sein, ist schon was Tolles, dachte er, als sich der Katamaran in Bewegung setzte. Brittas Griff wurde noch fester.

Rainer Zufall: Wie viel echter Roland steckt in dem Buch oder in dem einen oder anderen Charakter?
Roland: Ach, ich denke schon, dass Rainer an vielen Stellen so ist, wie ich gern sein würde.
Claudia: Rainer unter uns. Wie würdest du als Hauptprotagonist deinen Autor beschreiben?
Rainer Zufall: Naja, im Grunde ist er schon ganz okay, auch wenn er mich durch manchen Schlamassel schleift. Zum Glück, ich verbessere, zu SEINEM Glück lässt er es ja immer noch gutgehen, auch wenn ich mal selbst im Gefängnis lande oder jemand mich bzw. Britta umbringen will. Aber was ihm da auch immer für Sachen einfallen. Manche haben ihn auch schon gefragt, wie er immer auf die Ideen kommt. Hat er aber weder denen noch mir bisher verraten. Ich vermute, wer weiß es selbst nicht.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du, als Hauptprotagonist vielleicht sogar Mitspracherecht?
Roland: Also ich hatte vor ca. 1 ½ Jahren ein Klassentreffen, das aber ganz harmonisch ablief. Trotzdem kam mir im Nachhinein die Idee, wie es wäre, wenn dabei Spannungen entstehen würden, die zu einer Gewalttat führen. So kamen der Titel und die Idee für das Buch zustande.
Rainer Zufall: Sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen?
Roland: Ich habe mich für eine Schiefertafel entschieden, die es in den Schulen heute noch gibt. Bei dem Schriftzug kommt das rote "tödlich" nicht ganz so richtig raus. Das war mir aber erst klar, als das Buch schon raus war.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Rainer: Naja, das mit dem Helden habe ich ja oben schon geschrieben. Das bin ich gern: ein Held!
Roland: Der zweite Protagonist in dem Buch, Sven Müller, einer der Klassenkameraden, trifft mit als erstes ein und begegnet zwei Kameraden, die nicht allzu gesprächig sind:
"Super, dachte Sven. Es wird Zeit, dass jemand von den anderen dazukommt, sonst geht mir mit diesen beiden Spaßbremsen gleich der Gesprächsstoff aus."
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch und vielleicht sieht man sich ja mal wieder 😊

[Autoreninterview] Roland Blümel

Autoreninterview
Roland Blümel

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Gerne doch. Ich bin ein Hamburger Autor und Lektor mit niedersächsischem Migrationshintergrund. Von Haus aus war ich mal IT-Berater, habe nun aber umgesattelt, schreibe Bücher (zumeist Krimis und Thriller, aber auch z.B. Humor und arbeite aktuell an einem Sachbuch um Thema COPD).
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Als mein vorgezogener Ruhestand näher rückte, habe ich mich gefragt, was ich gern machen würde. So habe ich mich mit dem Thema Schreiben beschäftigt, habe Material gesammelt, angefangen zu schreiben und nebenbei noch eine Ausbildung zum freien Lektor gemacht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Da ist zum einen meine Krimi-Reihe mit Kommissar Z, wovon es inzwischen 6 Bände gibt. Begonnen habe ich mit zwei Thrillern (Männerfeindschaft und Ein Alb-Traumurlaub). Der Alb-Traumurlaub ist ein Thriller mit eingebautem Reiseführer für Irland. Dann habe ich diverse Kurzkrimis gemeinsam mit der Autorengruppe-tödlich geschrieben und schließlich ein humorvolles Buch über das Älterwerden (Alterserscheinungen).
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Ja, ich verarbeite gerade meine Krankengeschichte in einer Art autobiographischem Sachbuch. Ich leide seit 30 Jahren an der unheilbaren Krankheit COPD, eine Lungenerkrankung.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Neben spazieren gehen und lesen schaue ich gern Filme, höre und mache gern Musik (wobei ich zu letzterem momentan nicht komme).
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese gern Jussi Adler-Olsen, Stieg Lars Larsson und Ken Follet. Da bin ich also voll in den Genres, die ich auch gern selbst schreibe.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Meistens sitze ich am Schreibtisch, weiche aber auch gern mal in mein Lieblingscafe aus. Allerdings ist der Schreibtisch oft zu voll, im Cafe komme ich manchmal nicht so richtig voran, da ich meine Umwelt zu sehr wahrnehme.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Normalerweise versuche ich, morgens schon ein wenig zu schreiben oder je nach Auftrag auch zu lektorieren. Wobei ich schon immer wieder auch mal eine Bewegungspause brauche. Wenn das Wetter es zulässt, gehe ich auch mal an die frische Luft. Nach dem Essen gibt es einen Kaffee und danach entweder lesen (zum Vergnügen oder Arbeit) und dann geht es weiter. Allerdings muss ich mich disziplinieren, mich nicht durch zu viel social media ablenken zu lassen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Natürlich lese ich sehr viel Krimis und Thriller, bin aber auch für andere Genres offen. Beim Schreiben ist es ähnlich, wobei ich mich auch hier an andere Genres herantrauen möchte und schon herangetraut habe.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich bin ein großer Fan von Mark Twain und zitiere gern einen seiner Sprüche: "Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen".

Bei mir selbst fällt mir eine Passage aus meinem Buch "Alterserscheinungen" ein, als ich meiner Lektorin gegenüber saß: 
"Leichenblass saß ich ihr gegenüber und zuckte bei jedem ihrer Tastendrucke zusammen. Als sie mir die Datei zurückschickte und ich auf das Ergebnis blickte, durchfuhr mich ein eiserner Schreck. Was für ein Gemetzel!"
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe eigentlich zwei Lieblingsländer, in denen ich schon mal war und die mich beide beeindruckt haben. Das eine ist die grüne Insel Irland. Ich mag die Landschaft und auch die Leichtigkeit des Seins der Menschen, die dort wohnen, ihre Fröhlichkeit.

Das zweite Land ist Neuseeland. Die Insel ist einfach einzigartig. Da gibt es vieles, was es nirgendwo anders gibt.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Naja, ich denke, die meisten Menschen behaupten von sich, kritikfähig zu sein. Da reihe ich mich dann ein. Aber gut, es kommt sicher auf die Art der Kritik an. Wenn sie sich darin erschöpft, dass ich heruntergemacht werde, dann sicher nicht. Wenn sie konstruktiv ist, dann nehme ich sie mir schon zu Herzen und überlege, was ich daraus lernen kann.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Ich habe mich entschieden, SP zu werden, weil ich so große Flexibilität habe. Ehrlich gesagt war und bin ich sicher zu ungeduldig, mein Manuskript einzureichen und dann ewig auf eine Antwort zu warten. Außerdem kann ich so eben alles selbst gestalten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich freue mich über jeden, der liest und dafür Bücher oder ebooks kauft. Es wird ja immer wieder gesagt, dass immer weniger gelesen wird und die Leute zu Netflix oder anderen Streamingdiensten abwandern, aber ich bin überzeugt, dass Bücher zu lesen, immer noch etwas Besonderes ist. Danke an alle!

Sonntag, 15. März 2020

[Rezension] 52_2020_Print - Meph von Nici Hope


Das Buch „Meph“ wurde von Nici Hope verfasst und erschien 2020. 

Der Autorin gelingt es eine Story zu schreiben, die einem mitreißt in einen Strudel von Lust, Inspiration und in tiefe blaue Welten. Die Protagonisten entwickeln sich weiter und man kann mit ihnen mitleiden, mitfühlen, lachen, weinen, Lust erleben und schwimmen gehen. 
Der Schreibstil und die Wortwahl sind sehr gut gewählt und lassen einem das Buch in einem Atemzug verschlingen. 

Wer Lust hat auf eine erotische, lustvolle Novelle, macht mit der von Nici Hope nichts verkehrt. 100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

Freitag, 13. März 2020

[Rezension] 51_2020_Print - Sommersprossen lügen nicht von Quin Tanner




Das Buch "Sommersprossen lügen nicht" wurde von Quin Tanner verfasst und erschien 2019 im Dead soft Verlag.

Der Autorin gelingt es einem in eine Geschichte mitzunehmen, in dem es nicht so einfach ist, zu sich selbst zu stehen, weil man Gefahr läuft dadurch ausgestoßen zu werden. Diese Problematik umgibt Simon. Er will zu seiner Sexualität stehen, lebt aber in ständiger Angst vor Ablehnung. Für ihn wird es auch nicht einfacher, als er Olaf und Martim in sein Leben lässt.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann spüren in welchem Gefühlszustand sie sich im Moment befinden. Man kann in allen drei eine Weiterentwicklung spüren und man fiebert mit den Entscheidungen mit.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind gut gewählt, auch wenn man mit den Erzählperspektiven vielleicht seine Probleme haben könnte. So wird die Geschichte von Simon in der ICH-Perspektive verfasst und die Erzählungen von Olaf und Martim in der Erzähl-Perspektive. Es ist anders, aber keinesfalls stört es. Man hat sofort einen klaren Schnitt, wenn ein anderer Charakter seinen Teil erzählt.
Man kann mit den Charakteren lachen, weinen, überlegen, sich ängstigen oder einfach nur das Leben genießen. Das Eintauchen in das Leben von Simon fällt sehr einfach und man erlebt einen tollen Weg ins Erwachsenwerden. Aber die Autorin schafft es auch einen zu überraschen und Wendungen herbeizuführen, die man nicht voraussieht.

Jeder, der gerne auch mal eine andere Perspektive auf das Leben wirft, ist mit dem Buch bestens beraten.

Donnerstag, 12. März 2020

[Protagonisteninterview] Rizzo auf "F***ing real - Beyond reproach

Protagonisteninterview

Ich treffe mich heute mit dem Protagonisten Rizzo aus dem Buch „F***ing real - Beyond reproach“ von Svea Lundberg.

Hi, schön, dass du heute Zeit findest ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
„Hey, freut mich auch.“
Wie geht es dir heute? 
„Bestens, ich kann nicht klagen.“
Würdest du dich meinen Lesern vorstellen? 
„Mein Name ist Ricardo O’Neill, aber eigentlich nennen mich alle Rizzo, in Anlehnung an meinen Künstlernamen Rizzo Hanson. Ich bin in der Erwachsenenfilmindustrie als Darsteller tätig, daher der Künstlername. Außerdem stehe ich oft als Dragqueen auf der Bühne – meine absolute Leidenschaft.“
Was ist dein höchstes Lebensziel? 
„Mit meinen Dragshows Erfolg zu haben und einfach das Leben zu genießen.“
Wie kann man sich deinen ganz normalen Alltag vorstellen? 
„Kommt darauf an, ob ich einen Dreh habe oder nicht. Wenn Filmszenen anstehen, muss ich vorab extrem auf meine Gesundheit und meine Ernährung achten und natürlich gewisse Vorbereitungen treffen.“ (grinst) „Ansonsten habe ich immer wieder Promoshoots und meine Arbeit als Drag benötigt ebenfalls viel Vorbereitung: Kostüme aussuchen, neue Shows einstudieren, immer wieder neue Make-ups entwerfen. Tja und privat gibt es dann noch meinen festen Freund und unseren … Aber nein, das verrate ich hier jetzt nicht. Ihr sollt ja den Roman lesen.“
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdest du gerne aus deinem Leben eliminieren? 
„Ehrlich? Keine. Es gab so einige unschöne Situationen, gerade in meiner Teenie-Zeit, was meine Sexualität und mein Elternhaus betrifft, aber ich sehe es so: What doesn’t kill you makes you stronger. Ich wachse an meinen Aufgaben und möchte daher nichts missen.“
Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie würdest du ihn verwenden? 
„Ich würde ihn für meine Liebsten verwenden.“
Herzlichen Dank für deine Zeit. 
„Danke, dass ich mit dir quatschen durfte.“

Mittwoch, 11. März 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Falling into you von Julia Niederstraßer


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Autorin Julia Niederstraßer, um mit ihr über ihr Buch „Falling into you“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Hey, danke, dass ich dabei sein darf. Ich bin schon aufgeregt, wie das so wird.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Falling into you ist keine Geschichte für Zwischendurch. Es geht viel um die Gefühlswelt von Mira, die mit Schuldgefühlen und der Selbstverwirklichung zu kämpfen hat. Natürlich gibt es einen Kerl, der ihr dabei hilft: Samuel. Und die Rollstuhlmannschaft des Basketballteams, das sie trainiert. Auch wenn einige düstere Seiten angesprochen werden, sorgt Miras beste Freundin für heitere Momente.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Letzteres 😀 das finde ich irgendwie spannender.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ja, aber das würde zu viel verraten. Es ist auf jeden Fall eine Stelle fast am Ende und es regnet. Nach vielen Höhen und Tiefen ist es schön ruhig zwischen Mira und Samuel. Und es kommt ein Rasenmäher vor 😀
Wie viel echte Julia steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Schwierig. Julia ist irgendwo zwischen der besten Freundin Arianna und Trish. Von den Ansichten auf jeden Fall. Ansonsten ist Julia ebenfalls wie Mira darauf bedacht, dass möglichst viele Menschen glücklich sind. Aber nicht so ausgeprägt wie bei Mira.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben? 
Mira: „Falling into you quält uns 😀“ Samuel: „…und bringt uns zusammen.“ Arianna: „Ihr wärt sowieso zusammen gekommen, ihr seid Simba und Nala!“
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? 
Den hat der Verlag am Ende vorgeschlagen.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
In meinem Kopf sehen die Cover immer anders aus, aber ich mag es.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Das hier gefällt mir, weil es genau das ist, was Mira lernt: das Wir existiert nicht ohne Ich.
Danke für das Gespräch.
Danke auch

[Autoreninterview] Julia Niederstraßer

Autoreninterview
Julia Niederstraßer

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Julia Niederstraßer, ein Nordlicht, Potterhead und Chihuahua-Mutti von Potter. Ich liebe es Gefühle bildlich zu beschreiben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
ich sehe ganz oft Filme in meinem Kopf. Situationen, Figuren oder einen Satz und das musste alles irgendwann raus.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Wenn ich dich sehe 2018 und Falling into you 2020, beide im Forever Verlag.
Wenn ich dich sehe ist ein Mutmach-Buch. Es beschreibt Lotte, die ihren größten Halt verloren hat und deshalb versucht das Leben desjenigen fortzuführen. Im Grunde genommen sucht Lotte sich selbst und findet dazu noch Nick.
Falling into you beschäftigt sich mit den Schuldgefühlen von Mira, die von der eigenen Familie noch verstärkt werden. Es geht darum, für sich selbst einzustehen, wenn es niemand anderes tut. Sport spielt eine große Rolle, Leistungsdruck, Vertrauen und Inklusion. Falling into you zeigt einige dunklen Seiten.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Ja, dieses Mal ist es Fantasy.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, zu Konzerten gehen, mit Potter entspannen, Freunde und Familie treffen
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Harry Potter – j.k. Rowling, Cassandra Clare, Kerstin Gier
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
An meinem Schreibtisch direkt vor der Terrasse. Ich kann mich im Frühling mit einer Decke an den Tisch setzen, Terrassentür aufreißen und schreiben.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Kein Frühstück – das ist gar nicht meins, Uni, Krankengymnastik, Potter durchkuscheln, schreiben bis es nachts ist.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Fantasy und Romance bei beidem
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Dream it, do it!
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Grundsätzlich nehme ich Kritik an, das Problem ist nur, dass ich mir sie sehr zu Herzen nehme. Gerade beim Schreiben. Ich finde die Frage ist aber nicht nur, wie man Kritik annimmt, sondern auch, wie sie verpackt ist. Wenn sie unhöflich ist, dann, bin ich ehrlich, nehme ich sie nicht mehr ernst.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich glaube, hier passt ein Zitat von Mira aus Falling into you ganz gut, um sich daran zu erinnern, dass alles gut wird:
 

Dienstag, 10. März 2020

[Reiheninterview] CC Cocks - F***ing real von Svea Lundberg

 

Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit Svea Lundberg, um mit ihr über ihre Reihe „CC Cocks – F***ing real Band 1 und 2“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
„Sehr gerne, ich freue mich, dass wir ein bisschen über meine Bücher sprechen können.“
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „F***ing real - Beyond all doubt“ und „F***ing real - Beyond reproach“ mit wenigen Worten vorstellen?
„Die Reihe dreht sich rund um die Darsteller des fiktiven Gay-Porn-Labels CC Cocks. Da denkt man natürlich als erstes an Erotikromane voller expliziter Szenen. Die gibt es natürlich auch, aber in erster Linie versuche ich innerhalb der Reihe auf sehr vorsichtige Weise ungewöhnliche Liebesgeschichten zu erzählen. Es geht um Fragen der eigenen Identität, um die Frage, womit man sich selbst wohlfühlt und was die Gesellschaft von einem fordert.“
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
„Ich liebe es, mit meinen Figuren mitzuleiden. Natürlich tut es mir da auch selbst weh, sie durch schwierige Situationen zu schicken. Aber im Endeffekt machen gerade diese Situationen einen Roman lebendig, da die Figuren an ihnen am meisten wachsen. Von daher schreibe ich gerne sehr emotionale, auch mal traurige Szenen. Zwischendurch dann mal ein bisschen Flausch oder eine sexy Szene ist natürlich auch schön. Es darf nur nicht zu kitschig sein.“
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
„Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht die eine Lieblingsszene habe. Ich mag grundsätzlich die Szenen am liebsten, in denen sich eine besondere Dynamik zwischen den Figuren entwickelt. Das können Streit- oder auch Sexszenen sein. Hauptsache ich spüren, was zwischen den Figuren vorgeht. Ein paar von diesen Szenen zeige ich euch in den Schnipseln.“
Wie viel echte Svea steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
„Das ist tatsächlich von Buch zu Buch unterschiedlich. Natürlich haben alle Figuren irgendetwas Persönliches von mir, seien es Charakterzüge oder besondere Vorlieben. Aber ich kann nicht behaupten, dass alle Bücher sehr nahe an meiner Lebensrealität sind. Wäre bei schwulen Pornodarstellern auch überraschend.“ (lacht) „Da ist dann eben ein besonderes Maß an Recherche notwendig. In anderen Büchern wie zum Beispiel meiner Polizei-Reihe „Sheltered in blue“ steckt dann wieder sehr viel von mir selbst.“
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben? 
„Vermutlich würde sie mich hassen für all das, was ich ihnen antue.“ (lacht) „Aber ich denke, sie würden mich auch als emotional und einfühlsam beschreiben.“
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es mehrere Teile werden, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
„Zu Beginn war F***ing real – Beyond all doubt als Einzelband geplant, aber dann hat sich ein gewisser Nebencharakter so in mein Herz geschlichen, dass ich ihm einen eigenen Roman widmen wollte. Nun werden wahrscheinlich auch noch weitere Bände folgen. Ich habe Blut geleckt.“ (lacht)
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
„F***ing real stand als Titel von Beginn an fest, er passt einfach perfekt zum Inhalt des ersten Bandes. Als klar war, dass noch ein zweiter Band folgen würde, mussten noch entsprechende Untertitel her. Das gestaltete sich etwas schwieriger, aber ich denke, ich habe da gemeinsam mit dem Verlag eine ganz gute Lösung gefunden.“
Wer ist denn der Coverdesigner?
„Die Cover hat die wunderbare Irene Repp von Daylin Art gestaltet. Das Coverbild des ersten Bandes stammt von Dave Jackson, einem kanadischen Fotografen.“
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
„Nichts. Ich liebe sie und sie wurden exakt so entworfen, wie ich es mir gewünscht hatte.“
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
„Da würde ich einfach auf die Schnipsel verweisen, das sind all meine Lieblingsstellen.“
Danke für das Gespräch.
„Ich danke dir für deine Mühe!“

Montag, 9. März 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Für eine Nacht und einen Kuss von Andrea Ego


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Autorin Andrea Ego, um mit ihr über ihre neueste Kurzgeschichte „Für eine Nacht und einen Kuss“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Vielen herzlichen Dank, dass ich heute hier sein darf. Es ist immer etwas Besonderes für mich, über meine Bücher und ihren Hintergrund zu erzählen.
Kannst du uns deine Kurzgeschichte in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Geht auch der Klappentext? ;-) Nein, im Ernst. In der Kurzgeschichte geht es um Mia, die nichts im Leben bereuen will, doch dann macht ihr eine unerwartete Begegnung mit einem Mann einen Strich durch die Rechnung.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich finde, die Abwechslung ist das Salz in der Suppe. Oft freue ich mich auf eine „schöne“ Szene, doch diese zu schreiben ist oftmals schwieriger als die düsteren Szenen. Vielleicht haust in mir irgendeine dunkle Seite, die ich bisher noch nicht wirklich entdeckt habe? ;-)
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Hm, da muss ich kurz überlegen … Oh ja, die, bei der Mia und Christian im kalten See schwimmen gehen! :-D Ich liebe diese Stelle, die den Unterschied der beiden so deutlich macht, und sie dennoch verbindet, weil sie sich eben doch ähnlich sind.
Wie viel echte Andrea steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
In Mia steckt erstaunlich wenig Andrea, in Christian hingegen deutlich mehr. Normalerweise ist das doch umgekehrt, doch für eine Kurzgeschichte wagte ich es, in einen ganz anderen Charakter zu schlüpfen, als mir sonst so liegt. ;-)
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Hm, ich denke, Mia würde mich stirnrunzelnd betrachten und sich fragen, was in meinem Leben wohl falsch gelaufen ist, dass ich so viel arbeite. :-D Sie würde mich irgendwohin zerren, damit ich auch etwas anderes sehe als meinen Laptop. Mit Christian würde ich mich gut verstehen. Der würde denken, dass ich vieles richtig gemacht habe, wenn ich heute so zufrieden mit meinem Leben bin. ;-)
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel kam tatsächlich erst beim Schreiben. Mia denkt an dieser Stelle an die beiden Männer, die ihr Herz tatsächlich berührt haben. Der eine davon hat es „nur“ für eine Nacht und einen Kuss besessen, der andere hätte es ein Leben lang auf Händen tragen sollen. ;-)
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich finde es für meine Kurzgeschichte perfekt. :-D Auch wenn die Designerin und ich doch einige Male hin und her geschrieben haben, bis es wirklich gepasst hat, bin ich jetzt sehr glücklich.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus der Kurzgeschichte interessieren.
„Leben ist, keine Angst zu haben. Wenn du jetzt, in diesem Moment, sterben würdest, ohne es zu bereuen.“
Danke für das Gespräch.
Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte! <3

Sonntag, 8. März 2020

[Buchvorstellung einmal anders] F***ing real - Beyond all doubt von Svea Lundberg


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Tyler und Jayson aus „F***ing real – Beyond all doubt“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Tyler: „Sehr gerne. Freut uns hier zu sein.“
Jay (grinst): „Unbedingt.“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben? 
Tyler: „Natürlich. Mein richtiger Name ist Dale, aber man kennt mich eher unter meinem Künstlernamen Tyler Stone.“
Jay: „Tyler THE Stone.“
Tyler: „Klappe, Jay!“ (drückt seinem Freund einen Kuss auf den Mund) „Wir arbeiten beide in der Erwachsenenfilmbranche. Oder genauer: Jay arbeitet noch immer als Pornodarsteller, ich bin mittlerweile ausgestiegen und hauptberuflich als Fotograf tätig. In New York betreibe ich ein kleines Studio. Tja und privat bin ich mit diesem Chaoten hier zusammen und habe noch eine Tochter aus einer früheren Beziehung.“
Jay: „Das Wichtigste hat Tyler ja bereits gesagt. Ich sollte wohl noch erwähnen, dass ich keinen Künstlernamen habe. Wo Jayson Ward draufsteht, ist auch Jayson Ward drin.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen. 
Tyler: „Ich würde sagen, F***ing real ist mehr als das, was man erwarten würde. Sicher, es ist ein Roman mit explizitem Inhalt, aber es ist sicher kein reines Bumsbuch – wie Jay so schön sagen würde. Es ist eine sehr vorsichtig und sinnlich erzählte Liebesgeschichte, die sich unter anderem mit der Frage nach der eigenen Identität beschäftigt und damit, was man sich selbst und anderen schuldig ist. Oder eben auch nicht.“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige oder auch schöne Situation zu stoßen?
Jay: „Auf jeden Fall! Sie liebt es, uns leiden zu lassen.“ (lacht) „Aber am Ende ist sie auch glücklich, wenn wir es sind.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Tyler: „Puuuh gute Frage. Ich glaube, meine Lieblingsszene ist die, in der Jay und ich das erste Mal ganz ohne Kameras um uns herum miteinander schlafen.“
Jay: „Mmh ja, das war sehr schön. Und extrem heiß.“ (lacht) „Meine Lieblingsszene ist der Abend in dem kleinen Fischerhäuschen.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
Jay: „Ich glaube, das ist von Buch zu Buch sehr unterschiedlich. In manchen stecken persönliche Erlebnisse von ihr, in manchen mehr Fantasie. Aber so oder so ist sie ihren Figuren immer sehr nahe.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Tyler: „Einfühlsam, zuverlässig und ehrgeizig.“
Jay: „Und vielleicht ein bisschen verrückt.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht? 
Jay: „Der Titel stand bereits ganz zu Anfang fest, denn er ist quasi die Quintessenz des Romans. Zwischen Tyler und mir ist einfach alles fucking real.“
Tyler: „Genau. Als dann klar war, dass noch weitere Bände in der Reihe folgen werden, musste dann noch ein passender Untertitel her: Beyond all doubt – ohne jeden Zweifel.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt? 
Jay: „Ganz ehrlich? Ich finde es perfekt, weil es so eine Mischung aus roher Sexualität und einfühlsamer Sinnlichkeit versprüht. Lediglich für einen gewissen Buch-Online-Händler war es etwas zu freizügig.“ (lacht)
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Tyler: „Als wir uns voneinander lösten, blitzten seine Augen in dunkler Lust. Um seinen Mund dieses Lächeln, das ich einst für ein berechnendes Porno-Poker-Face gehalten hatte. Das ich inzwischen liebte und zu deuten wusste. Sein Jayson-Lächeln.
Mein kleiner Teufel.“
Jay: „Mit Tyler jedoch war es das genaue Gegenteil: Ich hatte Spaß, weil er dafür sorgte. Weil er mich dazu brachte, abzuschalten. Loszulassen. Mich fallenzulassen in dem sicheren Wissen, dass er mich auffangen würde. Trotz all der Unstimmigkeiten, die bisweilen zwischen uns herrschten. Und gottverdammt ... wie hätte ich mich dadurch verunsichert fühlen können?“
Danke für das Gespräch 
Jay: „Wir danken dir!“

Samstag, 7. März 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Imaginate - Der Nachttannenturm von Nina F. May


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Vermicelli aus „Imaginate – Der Nachttannenturm“, um mit ihm über das Buch und seine Autorin zu sprechen.
Danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.

Eigentlich habe ich gar keine Zeit, denn Zeit ist Geld. Ich bin so im Stress, ich habe schon wieder die Hälfte meines Buchbestandes angeknabbert.
Könntest du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin ein Bücherwurm und außerdem Buchhändler. Ich vermarkte die Bestsellerreihe Imaginate und verdiene mit Fanartikeln mittlerweile mehr als mit den Büchern an sich.
Beschreibe uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen. 
Welches Buch? Ich habe da mehrere bei mir im Laden, schau mal vorbei. Angeknabberte Bücher gibt es übrigens zum Sonderpreis.

Ach, du meinst „Imaginate – Der Nachttannenturm“ von Nina F. May? Es geht darin um einen Bücherwurm namens Vermicelli, der einen Fortsetzungsroman – der auch Imaginate heißt – geschickt vermarktet. Die Hauptfigur heißt Raizel. Sie gelangt aus der Menschenwelt in das Reich des Nachttannenturms und erfährt, dass durch Imaginate ihr altbekanntes Universum überhaupt erst entstanden ist. Sie spielt dann in einem Theaterstück mit, das ich inszeniere.
Glaubst du, macht es der Autorin Spaß dich in so manch schwierige Situation zu stoßen?
Mit einem Wurm kann man´s ja machen. Hättest du vielleicht ein Steinbestimmungsbuch für mich als Snack? Die erden mich immer so schön.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Die Releaseparty des aktuellsten Imaginate-Bandes in meinem Buchladen, mit einem spektakulären Auftritt der Froschcombo und einem Geheimgast, einem Freund des anonymen Autors von Imaginate. Die Theaterpremiere gehört dagegen zu den schlimmsten Momenten in meinem Leben, das werdet ihr beim Lesen merken.
Was glaubst du, wie viel von deiner Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Ich glaube, in mir steckt ziemlich von ihr. Auch wenn sie Bücher nur im metaphorischen Sinne vernascht. Bei einem Charactertest kam allerdings heraus, dass sie am meisten mit dem verfressenen Haustier der Koboldfamilie gemeinsam hat.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie kennt sich gut mit dem Literaturbetrieb aus und spielt in Imaginate auch auf die Buchvermarktung in der Realität an, zum Beispiel rund um Harry Potter.
Weißt du wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattest du sogar Mitspracherecht?
Es geht um die Vorstellungskraft, die Macht der Fantasie. Da passt Imaginate, also Stell dir vor. Erst sollte er I-magie-nate lauten, und also auf Magie anspielen. Aber das war zu kompliziert mit den Bindestrichen.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Da fehlt natürlich noch der Bücherwurm. Aber dieser Farbmix aus tannnengrün, nachtschwarz und gold ist schon ein Hingucker.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
„Ein Mysterium hat sich um den anonymen Autor von Imaginate gebildet, der wahlweise als Außerirdischer, Genie oder Geistesgestörter gehandelt wird. Oder als eine abgefahrene Mischung aus allen dreien.“ (Nachrichten aus Nirgendwo, Baldorger Tageszeitung)
Danke für das Gespräch 

[Autoreninterview] Nina F. May

Autoreninterview
Nina F. May

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Nina F. May, liebe Kekse und gute Fantasyliteratur 😊 Mit Zwillingsbabys und Mann lebe ich in einem Haus mit verwunschenem Garten bei Hannover.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer gerne meine Fantasie spielen lassen, in meiner Schulzeit zum Beispiel Buchenden, die mir nicht gefielen, umgeschrieben. Leider auch bei den Büchern meiner jüngeren Geschwister, die das nicht so prickelnd fanden…
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Imaginate – Der Nachttannenturm. Stellen Sie sich vor, Sie sind die Hauptfigur in einem Roman. In den Buchhandlungen werden Fanartikel aus Ihrem Alltag verkauft. Doch eine alte Prophezeiung sagt voraus, dass Sie das Zeitalter des Friedens beenden werden. Also müssen Sie herausfinden, wer der anonyme Autor Ihres Lebensromans ist – und das Schicksal selbst in die Hand nehmen. So ergeht es der Literaturliebhaberin Raizel. Sie ist die Hauptfigur meines Romans.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an zweien. Ein Fantasyroman und eine Novelle.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Geocaching – auf diese digitale Form der Schnitzeljagd gibt es in Imaginate auch eine Anspielung.
Mit den Babys spielen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Martin Millar, ein britischer Punkfantasyautor, dessen lakonischen Humor hoffentlich auf mich abgefärbt hat.
Jasper Fforde, dessen Buch-im-Buch-Welten ich wunderbar finde.
Und natürlich die Klassiker Herr der Ringe und Harry Potter.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe auf einem türkisfarbenen Laptop auf dem Sofa gelümmelt ohne Schreibtisch. Ich kann am besten morgens schreiben und brauche dazu einfach immer etwas Süßes – als Belohnung für den nächsten Absatz. Und Kaffee. Die Schreibmaschine meiner Großmutter ist auch im Blickfeld. Auch wenn ich heute auf dem Computer schreibe, ist mir diese Erinnerung an meine Großmutter wichtig. Sie ist im Trailervideo zu Imaginate zu sehen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Da dreht sich alles um die Babys, vom Aufstehen und Wickeln über Breischlacht und Stillen bis zum Abendsingen. Nach Spaziergängen schlafen sie ziemlich lange, da ist dann Zeit zum Schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beides Fantasy, beim Lesen auch Krimi.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Krause Haare, krauser Sinn.
Möge dir das Unmögliche stets als reizvolle Herausforderung erscheinen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Großbritannien, von dort stammt auch meine Hauptfigur Raizel. Ich habe in Liverpool Kreatives Schreiben studiert, ich liebe die Sprache, die Teekultur, das Essen…
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Bin ich ehrlich gesagt nicht, ich nehme das immer sehr ernst und reagiere erstmal mit Trotz. 😉
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich das Lektorat sehr schätze und die wunderbare Covergestaltung von Alex Kopainski und rundherum die fantastische Betreuung durch das liebevolle Drachenmondteam.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Bis Mittwoch kann man Imaginate – Der Nachttannenturm unter www.drachenmond.de noch mit persönlicher Widmung bestellen – nur echt mit grünem Stift 😉

Freitag, 6. März 2020

[Reiheninterview] Marc Anderson-Reihe von Jörg H. Trauboth

   

Reiheninterview 
Marc Anderson – Reihe 
von Jörg H. Trauboth


Heute treffe ich mich mit Jörg H. Trauboth, um mit ihm über seine Reihe rund um Marc Anderson zu sprechen.
Hallo, danke, dass Sie heute Zeit haben, um mit mir über Ihre Reihe zu reden.
Ich danke Ihnen, dass Sie sich auch für den 3. Band der Trilogie interessieren.
Können Sie uns die Reihe, bestehend aus den Büchern „Drei Brüder“, „Operation Jerusalem“ und „Omega“, mit wenigen Worten vorzustellen? 
Gern. Die Trilogie beschreibt den Weg des Elitesoldaten Marc Anderson und den seiner beiden besten Freunde, die sich alle „Brüder“ nennen. Marc Anderson trifft bereits im ersten Band seine große Liebe Karina Marie. Diese Liebe wird in den beiden Nachfolgebänden im Kampf um Leben und Tod eine zentrale Rolle spielen. Die Bücher sind vor allem Polit-Thriller. Sie greifen Themen wie den Terror, die Entführungsgefahr, die politische Situation in Deutschland und die Nah-Ost Politik der USA auf. Ich operiere jedoch in einer neuen Zeit, also auch mit politischen Führern in der Zukunft, die sich in allen drei Bänden wiederfinden und von den aktuellen Personen unserer Gegenwart sehr unterscheiden. Meine Leser finden es finde es erschreckend, dass einige meiner fiktiven Szenarien gerade aktuelle Realität werden. Darüber werde ich auch auf der anstehenden Buchmesse in Leipzig reden, wo übrigens die Trilogie auch als Hörbuch Premiere hat.
Die Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es Ihnen leichter, sie durch einfache, lustige oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Die Charaktere wachsen, wie der Autor zweifelsohne mit ihnen. Marc zeigt bereits im ersten Buch eine weiche Seite, die sich in den Folgebüchern verstärkt. Ich wollte keinen langweiligen Einheitshelden aus der Retorte schaffen, der in allen Lebenslagen zielt und trifft, sondern einen Menschen, der auch zweifelt, weint und den Boden unter den Füssen verliert. Das spitzt sich besonders in OMEGA zu. Für jeden Charakter pflege ich ein Profil zu entwickeln. Oft mit Foto und einer Vita wie auf einem Personaldatenblatt. Ein Plot hat bei mir gern einen Umfang von zehn Seiten oder mehr. Nichts darf in einem Thriller dem Zufall überlassen bleiben. Jeder ad hoc Einfall muss auf Stimmigkeit geprüft werden. Besonders wichtig ist das bei der Darstellung der Protagonisten vom ersten bis zum dritten Buch. Dieses ist eine Trilogie über ein außergewöhnliches Team, über das Bewältigen von extremen Lebenssituationen, über Freundschaft, Verrat, Tod und Hoffnung. OMEGA war für mich bisher größte schriftstellerische Herausforderung. Ich wollte das Genre Thriller und die seelsorgerische Arbeit so miteinander verbinden, dass die Glaubwürdigkeit erhalten bleibt und die Spannung nicht verloren geht. Dieser Plot, an dem ich lange gearbeitet habe, war also ziemlich schwierig. Wenn ich dann beim Schreiben des Buches merkte, dass ein Teil übergewichtig wurde, wechselte ich auf die andere Seite. Vielleicht macht gerade dieses Wechselspiel den Reiz aus. Es erlaubte mir, weitgehend auf Cliffhanger zu verzichten. Ähnlich verfuhr ich mit der Sprache. Im sensiblen Bereich sind die Sätze daher ausführlich beschreibend, im Action-Teil fast schon Stakkato. Das Wagnis scheint gelungen. Ich freue mich, dass die ersten Rezensionen bei Lovely Books zu sehr positiven Kommentaren führen. (Anm. der Bloggerin: https://www.lovelybooks.de/autor/J%C3%B6rg-H.-Trauboth/Omega-2421239013-w/)
Haben Sie Lieblingsstellen in Ihrer Reihe, die Sie uns gerne vorstellen würden?
In DREI BRÜDER fand ich großen Spaß daran, das abstruse Auftreten des Ministerialrates Dr. Hartwig Bloedorn zu entwickeln, der einerseits äußerlich dem Bild eines steifen Ministerialbeamten entspricht und nach Dienstschluss in einem Kaftan unter einem Sternenhimmel in der Wüste sitzt.
Es gibt eine sehr schöne emotionale Szene zwischen meiner Bundeskanzlerin Dr. Henriette Behrens („Germanys best brand“) und ihrem Verehrer, dem Verteidigungsminister Paul Voss in dessem Haus. Beide fühlen sich intellektuell zum Philosophenkaiser Marc Aurel hingezogen. Mehr darf der Leser erahnen.
Oder wie Marc nach einem Absturz mit seinem Flugzeug auf dem Mittelmeer, eine Szene, bei der er – mit Verlaub – die Hosen voll hatte, lässig mit dem geretteten Lösegeld auf der Fläche seines untergehenden Flugzeuges steht und sich vom Eigner der Segelyacht in Rufweite fotografieren lässt.
Dann fällt mir eine Szene auf Mallorca ein, wie Marc von den Entführen in die Ermita de Betlem gelotst wird und dort hinter der Sakristei einen toten Mönch mit einer Nachricht findet. Die Szene ist schaurig genug , dass ich den Ort für eine Buchlesung aussuchte.
Ganz starkes Kino für mich ist schließlich der Show Down der Protagonisten im Haus der Unternehmerfamilie Ericson, wo der wahre Täter entlarvt wird. Es gibt Stellen, bei denen die Buchstaben geradezu in den Laptop fliegen aus Sorge, ein neuer Gedanke könnte verloren gehen. Das war so eine Stelle.
In OPERATION JERUSALEM denke ich gerade an eine Szene im Atlantik, wie Marc sich mit seinem Kampfschwimmer-Team der SUNDOWNER, auf der seine Frau als Geisel genommen wurde, annähert, die fünf Männer einen Kreis um Marc bilden und skandieren „für Karina Marie!“. Gänsehaut selbst beim Schreiben.
Die Befreiung der SUNDOWNER mit Marcs Team und Unterstützung der SEALS basiert auf viel Recherche und Insider-Informationen, denn über die Kampfschwimmer ist nicht viel bekannt. Wenige Tage vor Abgabe des Buches fand ich, dass noch ein Kick fehlte. Sie dürfen jetzt gern lachen. Der zündende Gedanke kam mir in der Badewanne (!), als ich das Badewasser ablaufen ließ. Das Schicksal der SUNDOWNER war besiegelt.
Ja, und in OMEGA fällt mir eine Szene ein, wie Marc von seinem Peiniger über den Jakobsweg gejagt wird und plötzlich auf eine Hündin stößt, die verletzt in einer Schlucht liegt. Er vergisst seinen Zeitplan und rettet das Tier. Spätestens hier ist er nicht mehr wie der Marc im ersten Buch.
Eine Testleserin meinte, besonders angerührt hätte sie die Szene, wie Pias Patentante Jelke bei der Trauerfeier in der vollbesetzten Kirche den leeren Kinderwagen- kleinen Pia. Danach versucht Marcs bester Freund Tom eine vorbereitete Rede, die vollkommen misslingt, und er sehr authentisch wird. Ich finde in der Kirche folgt eine Szene nach der anderen, bei denen ich beim Schreiben selbst emotional betroffen war.
Große Freude hat mir das Szenario im Tunnel gemacht, als Ali Naz Marcs Team unter dem Einsatz von Händels Wassermusik regelrecht flutete.
Wie viel echter Jörg steckt in Ihren Büchern oder dem einen oder anderen Charakter? 
Kaum einem Autor gelingt es, sich vollkommen zu verbergen. So ist auch in dieser Trilogie überall etwas von mir enthalten. Das hängt sicherlich mit meinem ziemlich bewegten Lebensweg als Luftwaffenoffizier, Krisenmanager und Notfallseelsorger zusammen. Meine gute Seite habe ich bei Marc, Karina Marie, dem Team und Jelke ausgelebt; meine finstere bei Ali Naz. Meine Liebe zu Tieren, besonders zu Hunden, ist offensichtlich. Nicht umsonst ist meine Hündin Carla, mit der ich den Jakobsweg gegangen bin, mit mir auf dem Autorenfoto von OMEGA zu sehen. So etwas macht man vielleicht bei einem Tierbuch. Die Regel gilt für mich nicht.
Wenn ich nun Ihre Protagonisten, Antagonisten oder Nebencharaktere fragen würde, wie würden sie Sie beschreiben? 
Also gut. Beginnen wir mit dem ersten Band - DREI BRÜDER:
Bundeskanzlerin Dr. Henriette Behrens: Wie können Sie sich unterstehen, derartig aus dem Nähkästchen zu plaudern, Herr Oberst? 
Autor: Meinen Sie die militärischen Informationen? Da ist nichts, was nicht öffentlich belegt werden kann. Oder meinen Sie vielleicht Ihre Affäre mit dem Verteidigungsminister? Das würde ich wirklich nicht überbewerten. Die Liaison macht Sie doch nur noch sympathischer.
Ministerialrat Dr. Hartwig Bloedorn: Ich fühle mich von Ihnen vollkommen falsch dargestellt! Unverschämtheit!
Autor: Ich bitte um Nachsicht. Aber genauso habe ich Sie im Krisenkeller im Werderschen Markt 1 in Berlin live wahrgenommen.
Bei Band 2 - OPERATION JERUSALEM fällt mir spontan ein:
US Präsident George F. Summerhill: Musste denn diese delikate Szene im Lincoln Bedroom wirklich sein, Jörg?
Autor: Sorry Mr. President. Es musste sein. Sie wären sonst zu sehr der Gutmensch geworden.
US Präsident George F. Summerhill: ...der ich auch bin. Überhaupt haben Sie ziemlich in meine Familie hineingegriffen. Sie töten meine Liebsten und das vor dem Hintergrund eines drohenden Krieges mit dem Iran. Vollkommen utopisch!
Autor: Sorry, Mr. President. Auch das musste sein. Was Tom Clancy, John Grisham, Dan Brown und James Patterson dem Weißen Haus bisher literarisch angestellt haben, von Hollywood ganz zu schweigen, schreibt nun ein deutscher Autor, allerdings sehr viel zurückhaltender. Ich wollte auch kein House of Cards – Szenario simulieren. Ja, ich mute Ihnen Einiges zu. Nehmen Sie es bitte nicht persönlich.­­
US Präsident George F. Summerhill: Wollen Sie den Unsinn etwa auch noch verfilmen? Zugegeben, der Stoff ist interessant.
Autor: Thank you, Mr. President. Wir arbeiten daran.
Und nun Band 3 - OMEGA:
Karina Marie: Musste das sein, Jörg?
Autor: Ja, leider. Ich hatte drei Anfänge. Alle waren nicht überzeugend. Der Schock musste auf der ersten Seite passieren. Glaube mir, ich habe selbst gelitten. Mehrmals wollte ich aufgeben. Dann aber hat mich der Sog der Entwicklung selbst mitgerissen. Aber ich fand es nicht gut, dass du mich nachts aus dem Schlaf gerissen hast.
Karina Marie: Du weißt genau, warum. Da gibt es Passagen mit dieser Daniela, die mir überhaupt nicht gefallen. So ist Marc nicht.
Autor: Das stimmt, Karina Marie. Aber dein Mann ist vollkommen verstört, hat keine Bodenhaftung mehr und macht Dinge, die er unter normalen Umstanden nicht machen würde. Er hat nie aufgehört, Dich zu lieben ...
Karina Marie: ... Ich weiß ...
Thomas „Tom“: Musstest du eigentlich Marc drei Mal in eine familiäre Katastrophe schicken? Es reicht mein Lieber!
Autor: Stimmt, Tom. Mir auch!
Marc Anderson: Tom hat vollkommen recht. Du hast mich nicht wie in den ersten beiden Büchern meine Kriege führen lassen, sondern mich sofort und chancenlos in eine Katastrophe gebeamt und mir dann noch eine neurotische Depression untergeschoben. Geht’s noch?
Autor: Ich habe das schreiben müssen, weil ich dich unendlich mag. Weil du ein Mensch bist, dessen unglaubliche Stärke in der persönlichen Katastrophe vollkommen versagt. Weil du anderen auf deinem Leidensweg zeigen kannst, dass Omega eben nicht das Ende ist, sondern nur der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet. Glaube mir, auch du hast mir schlaflose Nächte bereitet. Es hat lange gedauert, bist du verstanden hattest, was ich mit Versöhnung meinte. Aber du wolltest ja 300 Seiten lang mit dem Kopf durch die Wand.
Ali Naz: Du Ungläubiger weißt schon, dass du mit meinem Profil nah an der Wirklichkeit im Nahen Osten bist? Du wolltest einen Roman und hast ein Sachbuch geschrieben! Ich habe dich perfekt reingelegt ... hah, hah, haaah!
Autor: Nun mal langsam. Ich wollte ein fiktives Nah Ost-Szenario entwickeln. Als das Buch fertig war, legte Trump seinen Nah-Ost-Friedensplan vor, der noch schlimmer ist als der in meinem Buch. Und ich konnte auch nicht wissen, dass dein Kollege, General Soleimani, von den Amerikanern umgebracht wird, so wie auch ich dich in meinem Buch zur Strecke bringe. Allerdings war dein Ende sehr viel unangenehmer.
Ali Naz: Vollkommen egal. Ich habe auch in meinem Ende gezeigt, dass ich der Größte bin.
Autor: Es entspricht deinem Narzissmus, dass du immer das letzte Wort haben muss. Möge die reale Welt von Verrückten wie Dir verschont bleiben.
Wann fiel die Entscheidung eine Reihe zu schreibe? War es von vornherein Ihr Ziel, einen Mehrteiler zu schreiben, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt? 
Nicht im Traum hatte ich an eine Fortsetzung meines Debut-Romans DREI BRÜDER gedacht. Doch das Werk schlug ein, wir mussten nachdrucken, und die Leser wollten eine Fortsetzung. Der nächste Band OPERATION JERUSALEM floss mir regelrecht aus der Feder, und an dessen Ende machte ich nun bewusst die Tür für den dritten Band auf. Ziel war es, jedes Buch als eigenständiges Werk zu schreiben. Startet man allerdings mit dem ersten Buch, lässt sich die Entwicklung der Protagonisten besser verfolgen. Ich denke, dass besonders Marc Anderson eine dynamische Entwicklung vollzogen hat. Er ist – wie schon angedeutet - nicht mehr der aus dem ersten Band. Meine Leserschaft kann sich auch darauf verlassen, dass meine Werke immer positiv ausgehen, selbst wenn Menschen sterben. Im letzten Band gebe ich einen Ausblick, was aus den Protagonisten werden wird. Das wird dankbar angenommen.
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Autor: Die Titel waren von Anfang an von mir gesetzt. Ich mag es, wenn der Titel die zentrale Botschaft des Inhaltes widerspiegelt
Wer war der Coverdesigner?
Das war jeweils ein Gesamtwerk zwischen den ratio-books-Verlag, einer Coverdesignerin und dem Autor. Die Grundfarbe blieb als Wiedererkennungsmerkmal der Trilogie Rot.
Sind Sie mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würden Sie nachträglich noch was ändern wollen?
Autor: Die Frage ist eher, wie das Cover bei den Lesern ankommt. Da sind die Meinungen kontrovers. Bei OMEGA hätten wir besser einen älteren Marc auf das Cover gesetzt. Seine Haltung aber ist perfekt. Ich habe sie auch im Text so aufgenommen.
Zum Abschluss würden mich noch Ihre Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Autor: Ich zitiere mich so ungern selbst. Wollen wir das nicht unseren Leserinnen und Lesern in der Rezension überlassen? Doch da fällt mir ein. Ich habe das Werk OMEGA - angesichts der notfallseelsorgerischen Leistung von Jelke in diesem Buch - allen ehrenamtlichen Helfern gewidmet, ohne die unser Land nicht wäre, was es ist. Und das gilt wohl nicht nur für Deutschland.
Danke für das Gespräch. 
Autor: Ich finde es wunderbar, dass Sie sich als Bloggerin wieder Zeit für mich genommen haben. Über das Verhältnis von Bloggern und Autoren wird gerade viel diskutiert. Ich fühle mich bei Ihnen sehr gut aufgehoben.