Donnerstag, 23. September 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Kieztränen - Tragödien der Nacht von Nina-Marie Holz

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Nina M. Holz, um mit ihr über ihr Buch „Kieztränen – Tragödien der Nacht“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich hier zu sein.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Puh, das ist schwierig. Ich würde es vermissen am ehesten mit Liebesgeschichte trifft Kiez beschreiben.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Besonders die schweren Zeiten haben mich bis abends ins Bett begleitet und mir so einige schlaflose Nächte beschert. Ich habe mit ihnen mit gelitten.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Meine liebste Stelle ist das Ende, aber die müsstet ihr schon selbst lesen. Sonst verrate ich zu viel :)
Wie viel echte Nina steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich glaube in Luna steckt fast 100% Nina, was ich eigentlich überhaupt nicht wollte, aber genau das macht das Buch auch sehr persönlich für mich.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Ich glaube sie würden mich als ziemliche Schlafmütze bezeichnen, die inzwischen nur noch zwischen arbeiten, schreiben und schlafen herum vegetiert und mich daraufhin eine Runde über den Kiez schleifen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel stand schon vor der Geschichte. Es gibt ein Lied mit dem selben Titel von meinem liebsten Sänger Fynn Kliemann. Der Inhalt des Liedes hat mich für die Geschichte inspiriert, hat in dem Sinne aber nichts damit zu tun. Durch Fynns freundliche Genehmigung darf ich den Titel auch zum Glück verwenden.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe das Cover und bin sehr zufrieden damit.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Eindeutig: „Ich bin gesellig, doch falle allein.“
Danke für das Gespräch.
Ich habe zu danken, vielen Dank für diese tolle Möglichkeit. :)

[Autoreninterview] Nina M. Holz

Autoreninterview
Nina M. Holz

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Nina-Marie Holz, ich bin 23 Jahre jung und komme aus Bremen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seit dem ich klein bin habe ich immer mal wieder meine Gedanken in kurzen Notizen fest gehalten, später dann in einem Tagebuch und vor etwa einem Jahr kam dann meine Idee daraus ein eigenes Buch zu gestalten.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bis jetzt ist nur Kieztränen von mir erschienen, aber einige andere Ideen folgen noch. Kieztränen ist eine New-Adult Geschichte der etwas anderen Art. Sie spielt in Hamburg und hat einige Crime Elemente.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, aktuell arbeite ich an einer Dystopie und natürlich an dem zweiten Teil von Kieztränen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Am liebsten verbringe ich meine Zeit mit meinem Mann und unserem Sohn, die meiste Zeit auf dem Spielplatz. Aber ich reise auch sehr gerne.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Besonders die Bücher von Stefanie Hasse haben mir schon einige schöne Lesestunden empfohlen. Besonders Matching Night habe ich nicht nur ein mal gelesen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich tatsächlich an unserem Esstisch im Wohnzimmer, ich hoffe allerdings bald auf ein eigenes Büro.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Die meiste Zeit des Tages verbringe ich auf der Arbeit, danach genieße ich die Zeit mit meinem Sohn und wenn alle im Bett sind, dann nutze ich die Zeit um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Mein liebstes Genre beim Lesen ist eindeutig Fantasy, beim Schreiben allerdings New-Adult. An Fantasy traue ich mich noch nicht ran :D
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein liebstes Zitat zu meinem Leben wäre eher: „Never a failure always a lesson“, der auch meinen Unterarm ziert und aus meinem Buch: „Ich bin gesellig, doch falle allein.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe die Niederlande, besonders die Offenheit der Menschen und das Essen hat es mir angetan.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Bis jetzt denke ich, dass ich gut mit Kritik umgehen kann. Wir sprechen uns aber nach der ersten schlechten Rezension :D
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe mich nur bei zwei Verlagen beworben, da ich dachte, dass ich es „muss“ um eine echte Autorin zu werden. Einige Gespräche mit anderen Selfpublishern haben allerdings dazu geführt, dass ich immer selbstsicher wurde und den Schritt gewagt habe. Es war auch definitiv die richtige Entscheidung.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Habt Spaß, seid nicht zu kritisch mit mir und lasst euch einfach auf die Geschichte drauf ein. Ihr werdet es nicht bereuen.

Mittwoch, 22. September 2021

[Buchvorstellung einmal anders] 2040 - Tag der deutschen Einheit

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Paul Kanter, Aliza Ehlers, der Hackerin Charlie und Mahmud Al-Farsi aus „2040 – Tag der Deutschen Einheit“, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Paul nickt. „Hmm.“
Aliza: „Gerne.“
Charlie: „Kein Ding, Kleine. Lass uns anfangen.“
Mahmud: „Ich hoffe, es ist wichtig, Mann. Ich hab zu tun.“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Paul: „Über mich gibt es nicht viel zu sagen. Ich betreibe einen Kiosk, einen Späti, in Neukölln. Kann mich gerade so über Wasser halten.“
Mahmud: „Von wegen nichts über ihn zu sagen: War mal mein bester Mann, früher. Haben alle vor ihm gezuckt, wenn sie mit der Kohle im Rückstand waren, wallah. Aber jetzt ist er ein Weichei, Mann. Ich bin übrigens Mahmud Al-Farsi. Chef von Neukölln, Alter. Ich bin n angesehener Unternehmer hier, Bars, Clubs und andere Geschäfte. Naja, weißt schon, wa?“
Aliza: „Kriminell ist er. Drogen, Prostitution, Schutzgeld, Wettgeschäfte. Und dummerweise mein Onkel. Das erkennt man nicht, weil ich einen Deutschen geheiratet habe. Eigentlich will ich mit meinem Onkel nichts zu tun haben, aber er will immer Insidertipps von mir. Ich habe nämlich früher bei der Polizei gearbeitet und jetzt bin ich bei der Sonderstelle Nationale Sicherheit, der SNS.“
Charlie: „Dann musst Du den Leuten aber auch erklären, was das ist. Die Leute aus 2021 wissen ja nicht, dass es heutzutage, in 2040, eine neue Behörde gibt, die sich angeblich dem Kampf gegen den Terror gewidmet hat, aber eigentlich nur der verlängerte Arm der Patriotischen Alternative ist, der rechten Partei, die Deutschland regiert.“
Aliza: „Was denkst Du, wer Du bist, so über meine Leute zu reden?“
Charlie: „Ich bin Charlie, steinreiche Hackerin, und gebe einen Scheiß darauf, was Du sagst. Du wirst noch dankbar sein, dass es mich gibt.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Paul: „Meine Freundin, die Journalistin Olivia, wird angegriffen und schwer verletzt. Ich versuche herauszufinden, was passiert ist, und gerate in eine ziemlich üble Sache.“
Aliza: „Ich ermittle für die SNS in der Sache und jage erst Paul als Verdächtigen. Dann merke ziemlich schnell, dass da mehr dahintersteckt.“
Charlie: „Aber ohne mich hättet ihr beide keinen Plan.“
Mahmud: „Und ohne mich würden Euch am Ende ordentlich Muskeln fehlen, die Nummer zu klären.“
Glaubt ihr, macht es dem Autor Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Mahmud: „Auf jeden Fall. Der Sack jagt uns von einer miesen Sache in die nächste.“
Paul: „Keine Ahnung, was der sich dabei denkt.“
Aliza: „Verantwortungslos, wenn ihr mich fragt. Er denkt, er würde damit groß rauskommen, aber schert sich einen Dreck darum, wie es uns geht.“
Charlie: „Kommt Leute, hört auf rumzujammern. Am Ende bekommen wir es doch ganz gut hin.“
Alle zusammen: „Ey, hör auf zu spoilern!“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Aliza: „Meine ist, als ich Pauls Nachbarin wegen ihres Namens verarsche. Aber komm, ‚Cheyenne‘? Echt jetzt?“
Charlie: „Ich hab auch eine, aber die ist soweit am Ende, da würde ich zuviel verraten. Auf jeden Fall zeige ich ordentlich meine Skills.“
Paul: „Sorry, nee. Für mich ist das alles ein einziger Albtraum.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Paul: „Ich glaube, am Ende steckt der Autor immer in allem. Es kommt ja alles aus seinem Kopf.“
Mahmud: „Auch der Drecksack Oskar Zöllner? Alter, was der von sich gibt, das ist schon übel.“
Aliza: „Das kannst Du laut sagen. Aber vielleicht ist das auch das tolle am Autorendasein, dass man auch übelste Gedanken, die man gar nicht meint, seinen Figuren in den Mund legen kann.“
Wie würdet ihr euren Autor beschreiben?
Charlie: „Erstaunlich, dass dieser faule Sack das Buch überhaupt fertig bekommen hat.“
Mahmud: „Hat ja auch lange genug gedauert.“
Paul: „Vier Jahre.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Paul: „Das war schon von Anfang an der Titel, als es nur mich gab und die anderen noch nicht dabei waren. Angeblich der Arbeitstitel. Aber den hat er dann so lange schon benutzt, auch in der Öffentlichkeit, dass es komisch gewesen wäre, ihn zu ändern.“
Aliza: „Passt ja auch. Rund um den Tag der Deutschen Einheit laufen ja dann auch alle Fäden zusammen.“
Charlie und Mahmud zusammen: „Ey! Nicht schon wieder spoilern!“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Charlie: „Nee, top.“
Die anderen nicken zustimmend.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Charlie: „Boah, ne, da habe ich jetzt keinen Bock zu kramen. Außerdem hat Patrick schon seit Monaten Zitate aus dem Buch auf Instagram gepostet, such Dir da was raus.“
Aliza: „Nee, weiß ich auch nicht.“
Danke für das Gespräch
Mahmud: „Kein Ding, Mann.“
Paul nickt.
Aliza: „Gerne. Wenn es noch Rückfragen gibt, melden Sie sich bitte.“
Charlie: „Bei mir nicht, ja? Ich brauch erst mal Urlaub nach der ganzen Geschichte.“

[Autoreninterview] Patrick Baumann

Autoreninterview
Patrick Baumann

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Patrick Baumann, 1977 in Berlin geboren. Ich bin die meiste Zeit meines Lebens selbständig und lebe seit fast zehn Jahren mehr oder weniger ortsunabhängig, d.h., ich arbeite hauptsächlich am Rechner und das von überall :) In Berlin betreibe ich mit einem Partner einen Billardsalon, ich habe mit Partnern einen Onlineshop und ich mache freiberuflich Websites. Und neben diesen ganzen Sachen habe ich jetzt meinen ersten Thriller „2040 – Tag der Deutschen Einheit“ geschrieben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe immer viel gelesen, seit ich die ersten paar Buchstaben in der Schule gelernt habe. In meiner Jugend habe ich ein paar kleine Kurzgeschichten geschrieben. Dann aber jahrelang nur beruflich (Pressearbeit, Websites, Blogs), bis ich vor vier Jahren endlich angefangen habe, meinen Traum „Romanautor“ umzusetzen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher nur ein Roman, nämlich mein kürzlich erschienener Thriller „2040 – Tag der Deutschen Einheit“. Berlin im Herbst 2040. Die »Patriotische Alternative Deutschlands« regiert die Republik. Rechte Schlägertrupps machen die Straßen Neuköllns unsicher. Der Ex-Gangster und Kioskbetreiber Paul Kanter versucht, sich aus allem Ärger heraus- und seinen Spätverkauf über Wasser zu halten. Wenn da nicht nervige Mitarbeiter, kriminelle Jugendliche und vor allem die Al-Farsis wären, die ihm von Woche zu Woche mehr Schutzgeld abknöpfen. All das wird nebensächlich, als ein Unbekannter Kanters Freundin, eine Journalistin, in ihrer Wohnung überfällt und schwer verletzt. Während sie im Krankenhaus mit dem Tod ringt, muss Kanter nicht nur seine Unschuld gegenüber den Behörden beweisen, sondern gerät in eine politische Verschwörung, die mehr als eine Nummer zu groß für ihn ist und ihn in die dunkelsten Kapitel seiner Vergangenheit zurückführt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Noch nicht, aber ich habe viele Ideen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Mit guten Freunden Zeit verbringen, Lesen, Musik hören, Sport, wandern, Billard spielen, Filme.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Einige: Don Winslow, Adrian McKinty, Dennis Lehane, James Ellroy, Paul Auster, Volker Kutscher.. es gibt noch Dutzende mehr.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich sitze immer dort, wo ich gerade arbeite. In meiner Wohnung ist das mein Schreibtisch, wenn ich reise, eben mein dortiger Arbeitsplatz. Ich schreibe gerne allein, in Cafes oder anderen belebten Orten also eher nicht.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Recht früh aufstehen (spätestens 7 Uhr, aber ohne Wecker, da ich auch recht früh ins Bett gegangen bin), 5 Minuten bewegen, dann Kaffee trinken und Zeitung lesen, dann entweder Frühstück oder gleich an den Schreibtisch und später Frühstück. Meinen Thriller habe ich neben meiner regulären Arbeit geschrieben, morgens gleich als erstes. Wenn ich das hinter mir habe, beginnt mein „normaler“ Arbeitstag. Am späten Nachmittag dann oft noch Sport und abends meistens ein bisschen Netflix und dann noch ne halbe Stunde lesen vor dem Einschlafen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei Belletristik gerne Hard-Boiled-Thriller, z. B. von den oben genannten Autoren. Ansonsten lese ich auch viele Sachbücher, viel über persönliche Weiterentwicklung (und in den letzten Jahren auch viele Schreibratgeber). Selbst habe ich erst einen Roman geschrieben, den oben genannten Thriller. Ich kann mir aber auch ganz andere Sachen vorstellen, will mich auf keinen Fall auf Thriller festlegen. Das hat sich eher einfach so ergeben. Als nächstes würde ich gerne was Lustiges schreiben.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich finde immer wieder inspirierende Zitate, die mir meist für einen gewissen Zeitraum als Orientierung dienen. Aktuell zum Beispiel von Paulo Coelho: „The world is changed by your example, not by your opinion.“ (deutsch sinngemäß: „Du veränderst die Welt mit deinem Verhalten, nicht mit deiner Meinung.“ Ein Zitat aus meinem Buch, von dem ich auch überzeugt bin, kommt von einer älteren Dame namens Frau Yilmaz: „Es kann sein, dass andere nicht sind gut zu dir. Dass andere belügen dich, betrügen, bestehlen, behandeln schlecht. Kannst du nichts ändern. Aber hast du immer Verantwortung, für was du machst. Niemand sonst. Vielleicht ist jemand andere Schuld, was passiert, aber Verantwortung hast immer du.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein. Ich lege mich grundsätzlich sehr ungern auf ein „Lieblings-xxx“ fest. Dafür gibt es zu vieles, was ich noch nicht kenne. Am meisten Zeit außerhalb Deutschlands habe ich im Norden Thailands verbracht. Da fühle ich mich offenbar wohl :)
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, auf jeden Fall. Es ist nicht immer angenehm, aber ich will lieber die ganze Wahrheit als das
Gefühl zu haben, mir wird aus Höflichkeit oder Mitleid etwas vorenthalten.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Das hatte mehrere Gründe: 1. Ich hatte keine Lust auf das Klinkenputzen, das die Agentur- und Verlagssuche anscheinend oft bedeutet. 2. Ich hatte keine Lust, lange zu warten, bis mein Buch veröffentlicht wäre. 3. Ich finde, dass der Autoren bei Verlagsveröffentlichungen einen zu geringen Prozentsatz der Einkünfte erhält. Das alles zusammen hat zu meiner Entscheidung geführt, SP nicht nur als Notnagel, sondern als erste Option zu wählen. Keine Ahnung, ob das eine gute Entscheidung war!
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Falls Du überlegst, einen Roman zu schreiben, aber denkst, dass Du es aus irgendwelchen Gründen nicht tun solltest, könntest oder dürftest: Vergiss es und fang an. Ich habe mir lange genug Gründe eingeredet, warum es noch nicht Zeit ist. Es gibt keinen Grund, es nicht zu tun, außer, du willst es eigentlich gar nicht. Aber dann hör auf, darüber zu reden, bis du es wirklich willst.

Dienstag, 21. September 2021

[Rezension] Wahnsinn in Weiß von Rieke Clausen

 



Das Buch "Wahnsinn in Weiß" wurde von Rieke Clausen verfasst und erschien 2021.

Die Autorin nimmt uns mit in ein wirres Gedankenkarussell, bestehend aus Angst, Unverständnis, Gesetztheit und Hoffnung. Die Protagonisten sind sehr detailreich gestaltet und man kann trotz so mancher schwierigen oder auch wirren Situation sich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn man manche Handlungen sehr stark hinterfragt, aber diese im Laufe des Buches alle sehr gut erklärt werden.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind gut gewählt und es hindern einem die kleinen Tippfehlerchen, die im neu überarbeiteten Buch eliminiert wurden, nicht daran, voll und ganz in die Geschichte einzutauchen. Man fiebert mit den Charakteren mit und hofft mit ihnen gemeinsam, die Wahrheit zwischen Wahn und Tatsachen herauszufinden.
Das Ende kommt überraschend und auch so manche Szene bringt einem selbst zum Überlegen, ob man tatsächlich noch so richtig denkt.

Jeder, der Thriller gerne liest, sollte auch zu diesem Buch greifen.

Sonntag, 19. September 2021

[Rezension] Betrayal - Rette mich von Fenja Wächter

 



Das Buch "Betrayal - Rette mich" wurde von Fenja Wächter verfasst und erschien 2021.

Dies ist der 2. Teil der Betrayal - Reihe, wo zwar immer wieder Personen aus dem 1. Teil auftauchen, aber ohne Probleme eigenständig und unabhängig gelesen werden kann.
Für diejenigen, die den 1. Teil bereits kennen, ist es fast wie ein Wiedersehen und doch ein ziemlich abrupter Start in die Geschichte. Wir lernen Grayden und Bennett genauer kennen und ihre Aufgaben in dem Werk, in dem sie gemeinsam stecken. Man erlebt so einiges, wo man sich am liebsten umdrehen und gehen will, aber trotzdem will man unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind super gewählt und der Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite gegeben. Man fiebert mit den so unterschiedlichen Charakteren mit, will dass sie mehr machen oder auch weniger. Verbündet sich mit ihnen und verflucht sie bei widersinnigen Entscheidungen. Man kann mit ihnen lachen, weinen, zweifeln und doch auch aus ihrem Optimismus schöpfen.
Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven verfasst, nämlich die aus Graydens und Bennetts. Es gibt aber auch immer wieder einen Rückblick in die Geschichte Graydens und einem bereits aus dem 1. Band bekannten Charakter, dessen Namen ich aus Spoilergründen nicht nenne.
Auch die tiefgreifenden Themen, die das Buch begleiten, müssen erwähnt werden. Das Buch beinhaltet so viel zwischen Liebe und Hass, Frieden und Kämpfen, Genuss und Versagen. Aber auch Themen, die einem sehr nahe gehen. Ab und zu kann man den Zweifel und das Verlangen der Charaktere mit den Händen spüren und man will sie einfach nur nehmen und schütteln, um sie zur Vernunft zu bringen.

Jeder, der Gay-Romance mit Tiefgang gerne liest, dem empfehle ich das Buch aus vollstem Herzen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

[Schnipseltime] Sonia - Die Tochter des Erschaffers von Petra Grell

 


Sonia nickte und bahnte sich ihren Weg zwischen den Sträuchern, um in die Mitte des Hauses zu gelangen. Dort kniete sie sich hin, legte ihre Handflächen in den Schnee und schloss die Augen. Peter stand neben ihr und beobachtete, wie sich die Ruine, welche früher ein herrschaftliches Haus gewesen war, veränderte. Dadurch, dass Sonia ihm das ihr Sichtbare in Gedanken übertrug, konnte er wie durch ihre Augen sehen. Das Feuer entfachte und das Gebäude wuchs und wuchs bis zu seiner vollen Pracht und ohne verschlingende Flammen. 

Als sie die angenehme Wärme um sich fühlte, öffnete Sonia ihre Augen und stand auf. Das Haus war zwar groß aber genauso ärmlich eingerichtet, wie das, wo sie das kleine Mädchen gesehen hatte. Nur die Küche war etwas größer und die Räume waren durch richtige Wände getrennt. Aus dem Nebenraum kam ein leises Kichern und so entschieden sich die beiden dort nachzuschauen. Der Raum entpuppte sich als Schlafzimmer. Auf dem Bett lagen ein Mann und eine Frau nackt und eng umschlugen. Sie unterhielten sich gerade. 

»Marienne, du bist so wunderschön, ich werde nie aufhören dich zu lieben.« 

»Mein lieber Thomas, wie viele Frauen dies wohl schon gehört haben?« 

»Keine von ihnen war so wunderschön, wie du!« 

Die Frau lächelte ihn an. »Kannst du dich noch erinnern, worum ich dich gebeten habe?« 

Thomas setzte sich hin und schaute sie hart an. Ein undefinierbarer Gesichtsausdruck verscheuchte alle Liebe aus seinem Gesicht. »Ich konnte nicht. Das ganze Dorf schaute zu und du weißt: Als Bürgermeister muss ich das Richtige tun.« 

Marianne würgte hervor: »Was habt ihr getan?!« Sie keuchte und vor Zorn wurde ihre Stimme gepresst. »Sie war meine Schwester, keine Hexe!« Sie setzte sich auf und wandte sich von dem Mann ab. 

»Wir haben getan, was auch immer nötig war. Das Haus dürfte schon vollständig abgebrannt sein.« 

Ein Aufblitzen in ihren Augen verriet den lodernden Hass und Marienne drehte sich wieder zu ihm. Sie schrie so laut auf, dass sich Sonia und Peter die Ohren zuhalten mussten. Aus Thomas Augenwinkeln sickerte Blut. Er spürte es, wischte es ab und schaute sich völlig schockiert seine Finger an. Ungläubig sah er seine Geliebte an. Diese war nicht mehr so wunderschön wie noch vor ein paar Sekunden. Ihr Gesicht nahm dämonische Züge an, ihre Haut wurde grau und ihre Fingernägel lang, schwarz und spitz. 

»Du hast die falsche Hexe getötet, mein Lieber!«, dröhnte die dunkle Stimme aus ihrem Mund. »Und jetzt wirst du leiden, genauso wie meine Schwester leiden musste.« 

Eine unsichtbare Macht hielt Thomas regungslos an das Bett gepresst und seine panischen Schreie wurden zu stummen Mundbewegungen. Marienne schnitt mit ihren langen Fingernägeln in seine Haut, die sie Stück für Stück abriss. An seinen Augen, die blutunterlaufen waren, konnte man die unglaublichen Qualen erkennen, die er litt. 

Ihre Folter beendete sie, indem sie ihm mit der bloßen Hand die Rippen brach und das Herz heraus riss. Unmittelbar danach veränderte sich ihr Aussehen wieder und vor ihnen stand Marienne in ihrer menschlichen Gestalt, in der Hand das blutige Herz haltend. 

Die Hexe ließ achtlos das Organ fallen, ehe sie sich umdrehte. Sonia und Peter folgten ihr vor die Haustür, vor der sie stehen blieb. Zwischen ihren Händen erglühte eine Flamme, die sie in das Hausinnere warf. Dann versiegelte sie magisch die Tür und wandte sich ab. Mit Tränen in den Augen aber einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht lief sie in die Richtung, wo das Haus ihrer Schwester stand. 

Das Haus des Bürgermeisters brannte lichterloh und Sonia brach die Verbindung ab.