Donnerstag, 29. Juli 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Moro: Flucht im 24.Jahrhundert von Maxi Magga

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute ist ein komischer Tag 😊 Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Maxi Magga, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Der Abgerichtete 2“ von Maxi Magga. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Das mache ich doch gerne. So lange hat man mir die Worte zwischen den Einband gelegt, immer wieder daran herumgenörgelt, umgeschrieben, verbessert. Und immer musste ich dazu schweigen. Ich bin glücklich, dass ich endlich selbst zu Wort kommen darf.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Und ob ich das kann. Ach so, du meinst, ich soll. Tschuldige, das ist alles noch so neu für mich. Gut. Ich bin sozusagen der neugeborene Bruder vom 1. Band „Der Abgerichtete“, aber völlig eigenständig zu lesen. Das Thema hat meine Autorin noch nicht losgelassen. Ich nehme die Leser wieder mit in das 24. Jahrhundert, in eine Welt, in der der Mensch nur nach der Kaste zählt, in die er geboren wurde, zwischen horrendem Reichtum und damit verbundener unbegrenzter Macht und absoluter Armut und Rechtlosigkeit. In die Sklaverei verkauft, wagt mein Protagonist Moro die Flucht. Aber ist es das System, das ihn immer wieder in Aussichtslosigkeit und Elend zurückstößt, oder sind es Gedankenlosigkeit, Eigensinn und Bosheit der Menschen?
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Das ist leicht zu beantworten. Meine Autorin liebt es geradezu, ihr Laptop in Tränen zu ertränken, wenn sie meinen Protagonisten Moro wieder einmal durch die Hölle gejagt hat. Das tut sie ausgiebig. Ich an ihrer Stelle hätte ihn vielleicht früher mit der Faust auf den Tisch hauen lassen. Aber was weiß denn ich schon. Ich bin ja nur das Zentrum der ganzen Schreiberei. Zugleich muss ich zugestehen, dass Maxi ein paar herzerwärmende Szenen geschildert hat. Obwohl, da heult sie ja auch schon wieder. Ich halte mich doch gerne an die schönen Dinge, die Moro erleben darf, und die Situationen mit leiser Heiterkeit. Da steckt oft viel Heute im 24. Jahrhundert.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Sicher habe ich die. Aber du glaubst doch nicht, dass spoilern werde! Soviel sei gesagt, es gibt da zwei Stellen, in denen Babys eine zentrale Rolle spielen. Und eine um ein fünfjähriges Mädchen, die direkt von Maxis Großnichte diktiert sein könnte. Und einmal geht es um eine besondere Bettwäsche. Und – nein, jetzt höre ich auf, bevor ich mich überrumpeln lasse und etwas verrate.
Weißt du wie viel Maxi tatsächlich in dir oder auch in dem einen oder anderen Charakter steckt?
Etliches. Das wird sie jetzt nicht so gerne hören, aber auch die Antagonisten lagen schließlich nicht einfach so im Osterkörbchen. Unter uns Büchern macht es die Runde, dass das für jeden von euch Menschen gelten soll.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben? 
Ich finde, wir lassen die Charaktere da lieber raus. Die machen ohnehin beim Lesen deutlich, was sie denken. Meiner Meinung nach bildet Maxi sich ein, eine Vertreterin von Moro light zu sein. Du weißt schon, ach, ist das Leben ungerecht, und so. Dabei geht es nicht darum, dass sie anderen das Recht auf Besitz absprechen würde, genauso wenig wie Moro es tut, aber dass es eben generell nicht sehr fair und friedlich zugeht. Mit den Figuren in meinem Inneren arbeitet sie ihre Frustration emotional ab. Vielleicht mag sie es aber auch einfach nur, auf dem Papier so richtig böse sein zu dürfen.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Irgendwann hatte Maxi die Idee, sie müsste Moro, der ja bereits im ersten Band vorkommt, auf seiner Flucht aus der Sklaverei begleiten. Das war bis kurz vor Schluss auch der vorgesehene Buchtitel: Moros Flucht. Außer Maxi wollte aber keiner so recht mitziehen. Die Coverdesignerin hat letztendlich den entscheidenden Vorschlag gemacht.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Damit Maxi einen Tobsuchtsanfall kriegt? Nein, danke. Im Ernst, ich liebe mein Outfit.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
o „Darf ich ihn behalten, Papa?“
o „Wenn Sie etwas aus Barmherzigkeit für mich tun wollen, dann töten Sie mich.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Mittwoch, 28. Juli 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Anima - Krieg der Engel von Benjamin Lenz



Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Pyromane, um mit ihm über das Buch „Anima – Krieg der Engel“ zu sprechen. 

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten. 
Keine Ursache, denke ich mal… 
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben? 
Klar. Ich bin Pyromane, ein Lychaios. Ein “gefallene Engel”, wie die da oben sagen. Ich bin 117 Jahre alt, aber das ist hier noch kein Alter. Ich habe ein Faible für Explosionen, Feuerwerk und so weiter, alles was laut und hell ist. Ich lebe im Tartarus zusammen mit meiner Gang. Hier besteht das Leben eigentlich nur aus Anarchie, Partys und Moshpits. Es gibt hier keine Regeln, cool was? Naja irgendwann bin ich Anima über den Weg gelaufen, eigentlich ist sie ja die Hauptperson, auch wenn sie ohne mich nicht weit gekommen wäre. Ich habe ihr aus der Patsche geholfen und so haben wir uns angefreundet. Sie ist ziemlich mutig, fast so mutig wie ich. Naja, bis auf meine Höhenangst vielleicht… Vielleicht sind wir beide auch gleich mutig. 
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen. 
Also… Es ist auf eine Weise ein Abenteuer aber auch ein Politthriller mit viel Gerede und so'n Kram. Krimi vielleicht, passieren ja Morde die aufgeklärt werden müssen. Ach ja und da die Menschen nicht mehr an Engel glauben auch Fantasy. Da es ums Erwachsenwerden geht auch Coming of Age… Aber keine Romanze! Anima und ich sind nur befreundet! Es ist philosophisch und irgendwas mit Soziologie also Gesellschafts…dings. Dystopisch und utopisch zugleich also sehr kontrastreich. Und natürlich vor allem spannend. 
Glaubst du macht es dem Autor mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen? 
Wenn ich mir unsere Odyssee so angucke, glaube ich Benni sieht uns gerne schwitzen, aber wenn wir eine Aufgabe gemeistert haben, gönnt er uns auch eine Verschnaufpause. Manchmal zumindest. 
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch? 
Ja, als ich Anima meiner Clique vorgestellt habe und wir gemeinsam plaudern, das war echt schön. - Wenn ich da schon wüsste, was auf uns zukäme, wäre ich zu dem Zeitpunkt wohl kaum so ruhig gewesen. Anima hat an dieser Stelle zum ersten Mal eine Gruppe gefunden, wo sie sich zuhause fühlt. Das ist schon ein ganz besonderer Moment. 
Was glaubst du, wie viel Benjamin steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter? 
Ich glaube Benni wäre gerne so wie ich. Ich denke er hat viele Gedanken und Fragen in das Buch eingearbeitet, die er selbst nicht beantworten kann und vielleicht steckt in ihm auch ein bisschen was von Anima und er sucht wie sie noch nach seinem Platz in der Welt. 
Wie würdest du deinen Autor beschreiben? 
Ambivalent vielleicht. Er kann sich nicht entscheiden, ob er die Welt lieben oder hassen will. Ich denke aber er liebt die Welt eher und sein Buch ist ein Liebesbrief an diese unperfekte Welt. Der Wunsch, dass man sie nicht aufgibt, oder dass SIE sich nicht aufgibt. Vielleicht schreibt er deswegen Bücher, Anima hat mal gesagt “Die Feder ist mächtiger als das Schwert”. Und ich glaube er ist ziemlich von sich überzeugt und macht sein eigenes Ding. Er würde auch schreiben, wenns Niemand lesen würde. Und er hält sich für ziemlich schlau, allein schon was er für Wörter benutzt in der Geschichte… Klugscheißer. 
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht? 
“ANIMA” war der Arbeitstitel, war ja auch ziemlich naheliegend. Dann wollte sich Benni glaub ich nicht mehr davon trennen, aber ANIMA alleine reichte wohl nicht, weil man nicht wusste worum es geht deswegen kam der Zusatz “Krieg der Engel” auch, wenn es streng genommen ja nur ein kalter Krieg ist. 
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt? 
Beim Cover kann man ja richtig neidisch werden. Das wurde nicht mal eben mit Bildern aus dem Internet gemacht, sondern mit einer eigens angefertigten Zeichnung! Die Illustratorin hat übrigens auch zahlreiche Skizzen erstellt, die die Seiten zieren. Und Anima ist echt gut getroffen, und dann erst diese Pose… Natürlich wäre es schön, wenn ich auch auf dem Cover abgebildet wäre, ich bin schließlich der beste Freund der Hauptfigur, aber der Autor zieht ja schlichte Cover vor. So ist das eben… 
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch? 
Das ist schwer zu sagen… Gibt ja so viele gute… “Kunst liegt im Auge des Betrachters”, “Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist ein Sklave”, “Liebe ist das, was das Leben lebenswert macht”... Wenn ich mich entscheiden muss, dann sag ich: “Man hasst, wovor man Angst hat und man fürchtet, was man nicht kennt.“ Das beschreibt den Konflikt zwischen unseren Völkern ganz gut und passt auch in die Menschenwelt… 
Danke für das Gespräch. 
Bitte, oder was man auch immer bei euch sagt.

Dienstag, 27. Juli 2021

[Rezension] Liebe kennt kein Handicap (Hamburg 2) von Elisa Schwarz

 




Das Buch "Liebe kennt kein Handicap (Hamburg 2)" wurde von Elisa Schwarz verfasst und erschien 2021.

Der Autorin gelingt es uns auf einen Weg mitzunehmen, der alles andere als einfach ist. Nathan ist unheilbar krank, lebt aber so gut als ihm möglich. Seine Positivität greift auch auf den Leser über und man kann sich in alle Höhen und Tiefen hineinfühlen. Devin erscheint zu Beginn ganz anders und entwickelt sich. Es gibt auch Treffen mit alten Bekannten, die die Geschichte ebenfalls wieder auflockern und einem den Weg noch begreiflicher machen.
Die Wortwahl und der Schreibstil waren perfekt und man konnte sich der Geschichte nicht entziehen. Die Spannung und auch die Form wie sie erzählt wurde, machte es zu einem Erlebnis. Man konnte mit den Protagonisten lachen, weinen, fürchten, ärgern und auf jeden Fall eine schöne Zeit erleben.

Jeder, der gerne Gay-Romance mit Tiefgang liest, sollte auf jeden Fall auch zu diesem Buch greifen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung

[Autoreninterview] Benjamin Lenz

Autoreninterview
Benjamin Lenz

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Benjamin Lenz, Schauspieler und, wie ihr euch sicherlich denken könnt, auch angehender Autor. Ich interessiere mich sehr für Politik und Philosophie und ich glaube, dass man das auch merkt, wenn man sich meine Projekte anschaut. Das heißt aber nicht, dass ich ein ernster Mensch bin, im Gegenteil. Humor zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, wenn auch vielleicht ein etwas eigentümlicher.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Mit 7. Ich wollte immer Menschen (vornehmlich mussten meine Eltern dafür herhalten) unterhalten und habe mir kleine Geschichten ausgedacht. Als sie auch mal ihre Ruhe wollten, mein Output aber nicht kleiner wurde, musste ich aufs Papier umsteigen. Mit 7 habe ich dann mein erstes Buch fertig gestellt über Piraten, mit eigenen Illustrationen… Spannungsbogen wie ein Sägeblatt. 
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
1. “Hüter der Zeit” Mit mysteriösen Uhren kann man durch die Zeit reisen und so ein makelloses Leben führen, denn gemäß dem Schmetterlingseffekt kann der Zeitreisende alles, was er als negativ empfindet, verhindern. Diese geheime Fähigkeit bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich… 
2. “Zeitspiel” Eine an “Hüter der Zeit” angelehnte INTERAKTIVE Geschichte. 
3. “BLICKWINKEL” Eine Coming-of-Age-Geschichte über ein blindes Mädchen, dass ihr altes Leben verliert und sich in einer neuen Welt zurechtfinden muss, in einer fremden Stadt mit fremden Menschen und sogar einem fremden Blindenhund. 
4. “ANIMA- Krieg der Engel” Durch eine intrigante Verschwörung droht ein fragiler Frieden zwischen zwei unterschiedlichen Engelvölkern zu zerbrechen und ein Krieg zu entbrennen. Die Hoffnung ruht allein auf einer Außenseiterin, die in eine gefährliche Mission hineingezogen wird. 
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
An keinem Buch, aber mehreren anderen künstlerischen Projekten. 
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Einen Spaziergang im Grünen mit einem Hörbuch auf den Ohren. 
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich bin ein großer Ferdinand-von-Schirach-Fan und im internationalen Bereich verschlinge ich am meisten die Dan-Brown-Romane. 
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Schreiben tue ich meist im stillen Kämmerlein am Schreibtisch, aber zur Inspiration und Ideenentwicklung habe ich mir jüngst in unserem Garten eine grüne Ecke eingerichtet, wie ein Wohnzimmer, nur draußen. Das letzte Projekt hat da bei Vogelgezwitscher und Sonnenschein auch seinen Ursprung gefunden, vielleicht merkt man das ja auch in der einen oder anderen Beschreibung im Buch… 
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Da gerade meine letzten Ferien vor der Berufswelt sind, relativ entspannt. Ich starte gemütlich in den Tag eigentlich immer mit einem Hörbuch oder einem Podcast zum Frühstück und teile meine Schreibarbeit über den Tag auf, mit vielen Pausen, in denen ich schon was zu tun finde. Wenn ich mein Pensum erreicht habe (momentan ist mein Anspruch mindestens zwei DIN A 4 Seiten auszuformulieren) gönne ich mir einen schönen Abend entweder mit einem Spaziergang oder einem gemütlichen Fernsehabend. 
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Ich lese und schreibe am liebsten Thriller oder Abenteuer, schreibe aber zusätzlich auch gerne alltägliche Geschichten, bei denen es nicht darum geht die Welt zu retten, also am ehesten Coming of Age. Ich bin mir allerdings beim Schreiben häufig gar nicht darüber im Klaren, welches Genre ich gerade bediene. 
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Ein Zitat, dass mich sehr begleitet ist, wie könnte es anders sein: “Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler.“ von Shakespeare, allerdings sehe ich das aus einer sehr sozialwissenschaftlichen Sicht. Man könnte auch in Kleists Worten sagen: “Die Notwendigkeit eine Rolle zu spielen [...] macht mir jede Gesellschaft lästig. Froh kann ich nur in meiner eigenen Gesellschaft sein, weil ich da ganz wahr sein darf.” 
Aus meinem Buch fällt mir spontan der Satz ein “Schlimmer als die Dummheit selbst ist es diese nicht zu erkennen.” Was bedeutet, dass ich versuche mir meines eigenen Unwissens bewusst zu sein. 
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Ne, nicht so wirklich. 
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich brauche keine Kritik, denn ich bin unfehlbar. Ne Spaß, ich höre mir gerne Kritik an, ob ich sie umsetze ist aber eine andere Frage, denn ich habe meist eine wenig kompromissbereite Vision. 
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Um ehrlich zu sein, habe ich noch nicht die Energie aufbringen können und wollen den Aufwand einer Verlagsveröffentlichung in Kauf zu nehmen, da das Schreiben nur ein Hobby ist und sicherlich auch bleiben wird. Da ist das kostenfreie Hochladen auf Wattpad die bequemste Alternative. 
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Vielleicht, dass man nicht vergessen sollte wertzuschätzen. Genauso wie es nicht in jeder Geschichte um die Rettung der Welt gehen muss, um unterhaltsam und berührend zu sein, müssen wir nicht auf das große Wunder warten um glücklich zu sein. Das Glück verbirgt sich, wenn man genau hinsieht auch in den kleinen Momenten, die vielleicht gar nicht so bedeutsam scheinen, man muss sie nur wertschätzen.

Montag, 26. Juli 2021

[Schnipseltime] Feueratem - Drachen über Linz von Cornelia Eder

 


***

Der Anblick dieser erhabenen Steinmassen hat sich in ihr Gedächtnis gebrannt. Unendliche Freiheit. Ein wohliges Gefühl machte sich in Elen breit, als sie das erste Mal das Massiv in vollem Ausmaß sah. Diese Schönheit, die Mutter Erde geschaffen hat, saftiges Grün der Bäume im Kontrast zu dem schroffen Grau der Felsen. Am liebsten würde sie für immer am Fuße dieser Berge leben, um sich jeden Tag an dem Ausblick zu laben. Wer weiß, was sich nach der Schlacht ergibt. Vielleicht kann sie sich von den Avantgardisten befreien und hier ein neues Leben beginnen. Dann könnte sie regelmäßig durch die Berge wandern.

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Elen schließt die Augen, spürt den Boden unter ihr, die feinen Steine, die gegen die dünne Schuhsohle drücken und Drayas glatte Haut unter ihren Fingern. Der ihr unbekannte Geruch fiel ihr bereits beim Betreten der Höhle auf. Jetzt nimmt sie ihn bewusster wahr. Er umfängt sie, spielt mit ihren Geruchsrezeptoren und verankert sich in ihrem Gehirn. Ein Gefühl von Sicherheit ergreift von ihr Besitz. Elen spürt es, ganz tief in ihr: Hier ist der Ort, der für sie bestimmt ist.

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»Das sind Librarios. Sie erneuern die Schriftstücke oder übersetzen sie aus alten Sprachen. Ihr Zugang zu den geheimsten Dokumenten unserer Gemeinschaft macht sie zu den Mächtigsten unter uns. Früher wurden ihnen nach dem Ableisten ihres Eides die Zungen herausgeschnitten, damit sie mit niemandem über ihr Wissen sprechen konnten.«

*** 

Mist, er hat vollkommen verdrängt, wie spärlich dieser Raum eingerichtet ist. So kann er keinen Eindruck bei ihr schinden. Sie ist sicherlich Besseres gewohnt. Wäre ihm doch eine vorzeigbarere Alternative eingefallen! Jetzt ist es für diese Erkenntnis zu spät.

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Schon wieder sie. Hat er nicht einmal Ruhe von ihr? Einen einzigen Moment für sich? Er wird wegen ihr ein Magengeschwür bekommen. »Ich brauche niemanden. Ich bin ein perfekter Einzelkämpfer. Du bist nur ein Klotz an meinem Bein, ein unerwünschtes Furunkel. Du bist total wahnsinnig und mit so jemandem soll ich zusammenarbeiten?!« Endlich hat er diesem Weibsbild einmal ordentlich seine Meinung gegeigt. Zu lange hat er damit gewartet. Maurice richtet sich zu seiner vollen Größe auf und sieht Schmerz in ihren Augen aufflackern. Aber er ist zu stolz, um ihr Leid an sich heranzulassen.

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Berge erstrecken sich vor ihnen wie Finger der Erde, die den Himmel berühren. Einzelne sind so hoch, dass selbst jetzt, kurz vor Sommerbeginn, ihre Gipfel schneebedeckt sind.

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»Da gibt es die Miru. Sie nennen sich Menschen. Allerdings wissen sie nichts von dem, was sich um sie herum und vor allem unter ihnen abspielt. Sie sind zu sehr mit sich beschäftigt, um selbst klare Zeichen zu erkennen. Ihre Fähigkeit, Dinge zu ignorieren, ist fast bemerkenswert. Doch diese ist bei ihren unterentwickelten Sinnen nötig. Im Grunde sind sie Knechte ihrer Körper, die rasch an Grenzen stoßen. Wir Protectoren haben schärfere Sinne und werden erheblich älter als die Miru. Unsere Gemeinschaft geht zurück bis in die Entstehungsgeschichte der Menschheit, als die Drachen noch auf der Erdoberfläche lebten.«

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Sie verschluckt sich und spuckt den Tee in einer Fontäne wieder aus. Entgeistert starrt sie Joshua an. »Entschuldige, ich glaube, ich habe dich eben falsch verstanden.«

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Wenngleich die Zeichnung die rohe Gewalt und Kraft des Drachen nicht so widerspiegelt wie das Schwarz-Weiß-Bild, zeigen sich klar Parallelen. Der massige Körper, der spitz zulaufende Kopf, die großen Flügel mit Falten und Löchern darin.

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»Warum sollen wir uns verstecken? Ich habe keine Angst vor der Gemeinschaft und vor den Miru sowieso nicht.« Obwohl sich Maurice vorgenommen hat zu schweigen, ließen sich die Worte nicht zurückhalten.

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»In dreißig Minuten reisen wir ab. Leichtes Gepäck. Du brauchst keinen Lippenstift oder dergleichen.«

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Um den Frosch in seinem Hals zu vertreiben, räuspert sich Joshua. Er strafft die Schultern und spürt sofort die Wirkung im Raum. Um ihn herum wird es ruhiger. In diese Stille spricht er seine Gedanken laut aus: »Wir müssen evakuieren.«

[Buchvorstellung einmal anders] Feueratem - Drachen über Linz von Cornelia Eder




Buchvorstellung einmal anders


Heute ist ein komischer Tag 😊 Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Cornelia Eder, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Feueratem – Drachen über Linz“ von Cornelia Eder. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Hallo, gerne. Ich liebe es, mich mit anderen zu unterhalten (die nicht unbedingt meine Autorin sind). Es freut mich, dass du dir die Zeit für mich nimmst. Hast du Angst vor Drachen. Ich hoffe nicht. Im Grunde sind sie ja lieb, aber vor den Avantgardisten – vor denen, also da müssen wir uns in Acht nehmen.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ja, klar. Hallo liebe Leser! Ich bin Feueratem – Drachen über Linz. Hier geht es heiß her. Und damit meine ich nicht nur die Drachen, die Linz bedrohen. Sondern auch das Knistern zwischen … Moment einmal, ich will nicht spoilern.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Im Grund ist Cornelia eine umgängliche Autorin. Meistens jedenfalls. Ich muss ja zugeben, dass mir die Vergleichsmöglichkeiten etwas fehlen. Aber ich bin mir sicher, ich und auch die Charaktere hätten es schlimmer treffen können. Manches Mal lässt sie ihre Leute aber ordentlich leiden und ein anderes Mal könnte sie den Charakteren noch etwas Zeit geben, doch da bricht sie dann ab. Also wirklich. Da denke ich, jetzt wird es spannend und was macht sie.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Da müsste ich jetzt sagen, klapp mich vorne auf und schau dir jede Seite an. Ich bin wunderschön und voll mit lauter tollen Szenen.
Besonders gut gefällt mir die schöne Landschaft des Salzkammerguts. Das sind die Szenen in den Bergen. Wunderschön hier, aber wem erzähle ich das?
Weißt du wie viel Cornelia tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Ui, du hast aber anspruchsvolle Fragen. Ich denke, dass Cornelia in den Charakteren kaum vorkommt. Sie ist ja doch etwas älter als sie. Am ehesten hat sie etwas mit Rahel gemein. Ja, das würde gut passen. Fürsorglich, weise, aber bei weitem nicht so alt wie Rahel.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Also ich finde, sie ist klasse. Sie hat sich große Mühe mit uns gegeben. Allein die Arbeit am Lektorat, also puh. Hut ab – oder wie ich zu sagen pflege: Buchdeckel hoch.
Joshua: Da kann ich nur zustimmen, so viel Geduld und Unterstützung. Trotz meiner fragwürdigen Herkunft hat sie mich wunderbar begleitet.
Maurice: Klar, dass das Weichei wieder zustimmt. Ich finde, sie hat total verk….
Ein Fauchen aus dem Hintergrund lässt Maurice zusammenzucken.
Maurice: Was heißt hier zusammenzucken. Ich bin nur nicht lebensmüde, wenn die Biester mich grillen wollen, also darauf habe ich keinen Bock.
Elen: Maurice, sie sind doch keine Biester, sondern wunderschöne Geschöpfe. Schade eigentlich, dass die Menschen sie nie zu Gesicht bekommen.
Maurice (lacht hämisch): Das dauert nicht mehr lange.
Esther: Ich bin Cornelia dankbar. Sie hat mir durch eine sehr schwierige Zeit geführt und mir gezeigt, wie wunderschön das Leben ist. Dank ihr habe ich Joshua kennen gelernt und …
Buch: Kein Spoilern!
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Also beim Arbeitstitel war von vornherein klar, der kann es nicht bleiben. Mehrere Bücher und sogar ein Film mit Tom Hanks heißen so. Doch mit der Titelsuche ließ sich unsere liebe Autorin Zeit. Erst nach Abschluss des Lektorats bekam ich den wunderschönen Namen. Er entstand in einem Brainstorming mit ihrem Mann und unserer Lektorin. Zuerst standen einige zur Auswahl und sie haben sich gemeinsam rangetastet. Die endgültige Entscheidung musste Cornelia jedoch allein treffen. (Hinter vorgehaltener Hand: So ganz unter uns: Sie hasst es, Entscheidungen treffen zu müssen.)
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Sieh mich doch an. Marie Graßhoff hat das wunderbar gemacht. Die hat vielleicht Talent. Ohne mich gelesen zu haben, den Inhalt von diesen vielen Worten in ein Bild zu bringen. Ich bin definitiv und absolut zufrieden.
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob die Autorin viele echte Plätze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Definitiv spiele ich in der echten Welt. Linz als Landeshauptstadt, die malerische Bergwelt des Salzkammerguts, die Hafenstadt Hamburg kommen alle namentlich vor. Die Handlung entspringt jedoch der Fantasie … oder doch nicht? Wer weiß das schon so genau?
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
Die Menschen denken, es gibt sie nicht. Die Menschen stempeln sie als Hirngespinste fantasiereicher Leute ab. Doch leben sie mitten unter uns, wenige Meter trennt sie von der Erdoberfläche. Die meiste Zeit schlafen sie, doch wenn sie erwachen, dann Gnade uns Gott. Die Welt stünde in Flammen, ein Inferno würde über uns hereinbrechen, die Welt stünde in Flammen.
Maurice schafft es, die Drachen wunderbar zu beschreiben (Aber verrate ihm nicht, dass ich das gesagt habe. So etwas steigt ihm rasch zu Kopf.)
Die Biester, in der Höhle hinter dem Tor, nehmen jedwede Art von Unruhe wahr, sogar bevor man sich selbst dieses Gefühls gewahr wird. Und ihre Augen – größer als die Hände eines erwachsenen Mannes – beobachten stets wachsam ihre Umgebung. Keine Regung, und sei sie noch so klein, bleibt ihnen verborgen.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Gerne doch und noch viel Spaß mit mir. Vorsicht beim Umblättern ich bin kitzlig, nicht, dass ich in Flammen aufgehe.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Sonntag, 25. Juli 2021

[Rezension] Espoir heißt Hoffnung (Hamburg 1) von Elisa Schwarz

 




Das Buch "Espoir heißt Hoffnung (Hamburg 1)" wurde von Elisa Schwarz verfasst und erschien 2018.

Die Autorin nimmt uns um in eine Welt der Reichen und Schönen mit. Der Charakter Severin von Hohenkamp ist Erbe der Hohenkamp AG und besitzt nur ein florierendes Unternehmen, sondern auch viel Geld und seine Ideale, die er um jeden Preis umsetzen will. Zu Beginn scheint er unnahbar und als ob er nur Nathan Klingsklee vertraut. Doch auf einer Feier trifft er Enno von Dewitz, dessen Eltern vor einigen Jahren ebenfalls zu den gut betuchten Unternehmern gehörten. Enno ist zu Anfang eher zurückhaltend, ja sogar abweisend gegenüber Severin. Die beiden treffen sich immer öfter auf Veranstaltungen, doch Enno bleibt seinen Überzeugungen treu.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind toll gewählt. Man liest das Buch extrem schnell. Anzumerken sind, dass oft auch ganze Sätze auf Französisch gesagt werden, was allerdings kein Problem darstellt. Der Lesefluss ich gegeben, das Buch spannend und man fühlt mit den Protagonisten mit, ob es nun zu einem Happy End kommt oder nicht. Die beiden schenken sich nichts, Beide stehen für ihre Ideale und Ziele ein und übersehen so manches. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut gewählt und es gibt zwei, wo sich der Leser wünscht, mehr darüber zu erfahren. Nathan und Jochen.
Zu erwähnen ist auch, dass die Autorin nicht vor schwierigen Themen, wie Umweltschutz, Alkoholismus, zurückschreckt. Sie baut diese Themen super in das Buch einfließen.

Jeder, der spannende Gay-Romance Geschichten, mit Tiefgang und auch schwierigen Themen gerne liest, kommt hier auf seine Kosten.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.