Freitag, 23. April 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Der Fluch von Rosegarden Manor von Marlies Lüer

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Artan, Tante Hazel, Waldemar Waldmeister (ein Schulterdrache), Nathan, und Ambrose aus „Der Fluch von Rosengarden Manor“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.


Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Artan: Na klar doch, kein Ding!
Tante Hazel: Im Namen aller Rosen antworte ich mit all der Leidenschaft, die mir innewohnt.
Drache: Nichts lieber als das! Ich komme gern mal zu Wort.
Nathan: Zeit? Da ich nunmehr in der Ewigkeit verweilen muss, ist Zeit kein Problem.
Ambrose: Es ist mir eine Ehre!
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Artan: Ich bin ein geborener Magier aus der merlinischen Linie und Mellys fester Freund.
Tante Hazel: Bin Mellys Tante und Herrin von Rosegarden Manor.
Drache: (wirft sich in die Brust und räuspert sich) Ich bin Waldi, der Schulterdrache der Dandelia Dorca, Vater der Drachen ihrer Kinder und der glückliche Gefährte von Wendi, Mutter der Drachenkinder, die zu Artan und seinen kleinen Schwestern gehören. Ich bin ein durch und durch magisches Wesen, geboren aus der Hand der keltischen Götter sozusagen. Und ich bin jemand, dem es schwerfällt, sich kurz zu fassen.
Nathan: Ich weiß nicht, ob ich auf diese Frage antworten sollte. Ist das eine Falle?
Ambrose: Auch ich bin ein geborener Magier und stamme aus dem Norden Schottlands.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Artan: Ich sage den ersten Satz! Da wir fünf Interviewpartner sind, teilen wir die Frage gerecht unter uns auf. Das Buch ist schlicht der Hammer!
Tante Hazel: Das sagt er nur, weil er eine Hauptrolle hat …
Drache: Contenance, Leute! Es geht hier um das Buch, nicht um euch.
Nathan: Ich finde, es ist eine einzige Indiskretion.
Ambrose: Ich LIEBE das Buch, denn es erzählt von der wichtigsten Lebensphase von Melly, meiner kleinen Beerenprinzessin.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Artan: Schwer zu sagen. Im Grunde kenne ich die Frau nicht. Ich bin doch mehr auf mich selbst fixiert. Auf jeden Fall kennt die keine Rücksicht auf Eitelkeiten – zeigt sie mich doch als Trottel, der ich war mit 17 Jahren. Da darf man noch großspurig sein. Und sich zu viel zutrauen (Artan errötet leicht an dieser Stelle des Interviews)
Tante Hazel: Nun, auf jeden Fall war sie konsequent, was mein Schicksal angeht, und kein Weichei.
Drache: Wenn ich so zurückblicke in die Dandelia-Dorca-Reihe, ja, dann kann ich nicht umhin anzunehmen, dass sie ihren Spaß daran hat. Da waren viele schwierige Situationen. Ich sag nur: Schwangere Drachenfrauen!!! Zickig wie sonst was. Gilt auch für schwangerere Hexen. (Aber sagt das bitte nicht Dandelia!)
Nathan: Auf jeden Fall hat sie kein Verständnis für die Großartigkeit der Nachkommen des Korlan und deren Recht auf Konsequenz in Sachen Einzigartigkeit. Außerdem bin ich anbetungswürdig! Und brutal, das gebe ich zu. Na und?
Ambrose: Nun ja. Sie hatte ihre Gründe.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Artan: Das erste Mal mit Melly zusammen Eis mit Erdbeeren essen und im selben Moment wissen, dass nur durch sie die Erdbeeren so köstlich sind, und nur mit ihr zusammen schmecken. Melly ist meine Süße, für immer und ewig.
Tante Hazel: Ehrlich gesagt, war das der Moment, als ich das letzte Mal in den Baum ging. Ich wollte wirklich nur das und nichts weiter.
Drache: Der Moment, wo unser Sohn Blue Sky zwischen unseren Flügeln wieder in Geborgenheit und Sicherheit war. Das ist für mich der beste Moment im Buch.
Nathan: Da selbst Leute wie ich ihre guten Momente haben: Das war, als ich einen Anfall von Romantik hatte und auf dem Dudelsack spielte. Im Haselhain. Im Verborgenen. Versteht sich.
Ambrose: Wieder das Tageslicht zu sehen!
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Artan: Also, ich habe nichts mit ihr gemeinsam. Aber es könnte gut sein, dass was von ihr in Melly steckt. Oh! Doch, da ist ja was: Unsere Liebe zu Drachen!
Tante Hazel: Sie backt gut. Aber ich backe besser.
Drache: Die Liebe zur Mystik! Die teilen wir. Auch die Treue zu denen, die wir lieben.
Nathan: Natürlich nicht! Die ist genauso ekelhaft herzlich und voller Güte wie die ersten Rosenherrinnen! Wie kann man nur wagen, MICH mit der da zu vergleichen!?
Ambrose: Sie erinnert mich an meine Pearl.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Artan: Drachenverliebt.
Tante Hazel: Häuslich.
Drache: Fantasievoll!
Nathan: Gutmenschen-Tussi.
Ambrose: Ein Mensch mit Tiefgang und Weitblick.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Artan: Ich glaube, da war irgendwas mit Erdbeeren …
Tante Hazel: Nein, Artan, da war was mit Rosenzauber! Viel wichtiger als deine blöden Erdbeeren.
Drache: Allerdings, der Titel hat sich quasi ins Gegenteil verkehrt.
Nathan: Darauf bin ich stolz! Mein FLUCH hat die Oberhand gewonnen über süße Erdbeeren und rote Rosen.
Ambrose: Ehrlich gesagt, der ursprüngliche Titel „Erdbeerglück und Rosenzauber“ hat mir besser gefallen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Artan: Ist okay. Hauptsache, ich musste nicht mit drauf.
Tante Hazel: Eigentlich hätte ich in meiner Eigenschaft als Rosenherrin aufs Cover gehört.
Drache: Wir Drachen fehlen total auf dem Cover. Schade.
Nathan: Ich finde es gut! Die Dornen, das Grabkreuz … da hätte noch mehr Finsternis draufgepasst – aber, wie ich schon sagte: Weichei und Gutmenschin. Ekelhaft!
Tante Hazel: ICH habe sie Weichei genannt! Jetzt stehle mir nicht auch noch die Worte aus dem Mund, du alte Hexe.
Ambrose: Das Cover ist sehr passend. Ich mag es.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Artan: „Ich liebe Frauen, die am Herd stehen.“ (Weil ich super gerne esse, nicht, weil ich ein Macho bin, klar?)
Tante Hazel: „Der Kuchen war wieder ein Traum, Tante.“ (Ich bin stolz auf meine Bisquitrolle)
Drache: „Du liebe, olle Verräterin, lass mir doch meinen großen Moment!“
Nathan: „Oh, ihr MacArran-Frauen, ihr seid doch alle gleich. Liebe! Güte! Tapferkeit und Barmherzigkeit! Ich spucke auf euch.“ (mein Lieblingszitat, weil DAS meine ganze Wahrheit ist, ich hasse mit Inbrunst alle Mac-Arran-Frauen!)
Ambrose: Zu dem Zeitpunkt gab es den Hortus nicht mehr. (Ich habe diese Zeile gewählt, weil sie meine Freiheit und Erlösung bedeutet.)
Danke für das Gespräch

Donnerstag, 22. April 2021

[Buchvorstellung einmal anders] S.T.A.R.S. - Eagle von Lilly S. Corwin



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Maddy aus „S.T.A.R.S. - Eagle“ und deren Autorin Lilly S. Corwin.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr das Interview vielleicht gemeinsam bestreiten?
Lilly: Vielen Dank für die Einladung. Da die kleine Maus hier noch minderjährig ist, hat ihre Mama nur zugestimmt, weil ich dabei bin.
Maddy murrt leise: Ich bin nicht klein.
Lilly (mit einem nachsichtige Lächeln): Natürlich bist du das nicht.
Claudia: Ich hatte ein vor kurzen ein langes Gespräch mit deiner Autorin, deshalb wäre es schön, wenn du dich meinen Lesern vorstellen könntest.
Maddy (hibbelt aufgeregt auf ihrem Stuhl herum): Also, mein Name ist Maddison Amanda Cole und ich bin fast sechs Jahre alt. Ich bin die Tochter der weiblichen Hauptperson.
Claudia: Könntet ihr uns das Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben? Vielleicht ohne den Klappentext abzulesen?
Maddy (legt den Kopf schief und überlegt): So genau weiß ich es nicht, denn meine Mom und meine Tante versuchen es immer vor mir zu verheimlichen, wenn irgendwas Schlimmes passiert (sie zieht eine entzückende Schnute). Aber als Mom sich immer mehr veränderte, tauchte plötzlich Eagle bei uns auf (sie bekommt einen leicht verträumten Gesichtsausdruck). Er ist soooo toll und was ganz Besonderes, denn er …
Lilly: STOP! Du kleines Plappermaul, nicht zu viel verraten.
Maddy (verlegen) Ups.
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie fühlst du dich dabei Maddy?
Maddy sieht hilfesuchend zu Lilly.
Lilly: Leider lässt sich das nicht immer vermeiden und es tat mir auch stellenweise wirklich leid, was ich Maddy und ihrer Familie zumuten musste.
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs vorstellen möchtet?
Maddy (springt von ihrem Stuhl auf): Oh ja! Am Ende da…. (der Rest des Satzes wird von Lilly’s Hand erstickt, die sich in letzter Minute vor ihren Mund schiebt.
Lilly: Puh, gerade nochmal gut gegangen. Maddison Amanda Cole, du must wirklich vorsichtiger sein. DU kannst doch nicht das Ende verraten. (Lilly schüttelt mit dem Kopf, während Maddy betreten zu Boden schaut)
Maddy: Entschuldigung. Meine Lieblingsszene, außer dem Ende, ist die, als ich Eagle zum ersten Mal sehe. Ich kannte ihn vorher nur von einem Foto. Meine Mom war darüber ziemlich erschüttert, aber warum, verrate ich nicht.
Claudia: Wie viel echte Lilly steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Eagle (ergreift das Wort, bevor Lilly oder Maddy etwas sagen kann): Ich weiß, dass dieses Projekt aus mehreren Gründen etwas ganz Besonderes für Lilly war. Zum einen, weil es von den S.T.A.R.S. bereits mehrere Teile von anderen Autoren gibt und damit die Messlatte sehr hoch. Doch Emilia und ich finden, dass ihr das gut gelungen ist. (Beide nicken)
Claudia: Wie würdest du, Maddy deine Autorin beschreiben?
Maddy: Strukturiert, perfektionistisch und detailverliebt. Gerade mit mir hat sie oft gesprochen, mich gefragt, wie ich manche Sachen sagen oder beschreiben würde. Sie hat sehr auf mich geachtet.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du als Charakter vielleicht sogar Mitspracherecht?
Lilly: Lass mich das beantworten, Krümelchen. Der Titel stand von Anfang an fest und ist auch geblieben, ein anderer wäre zu keinem Zeitpunkt in Frage gekommen.
Maddy: Da ich noch ein Kind bin, hatte ich bezüglich der Geschichte zwischen den Erwachsenen relativ wenig Mitspracherecht. Doch immer wenn ich dabei war, stand ich fast immer im Mittelpunkt.
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Maddy: Der Mann sieht aus wie Eagle und es passt gut zu seinen Kollegen.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Lilly: »Lass das bloß Taylor nicht hören«, meint mein Begleiter daraufhin mit warnendem Unterton in der Stimme. »Mein Kollege reagiert, na ja sagen wir, leicht verschnupft, wenn man seinen Partner als »niedlich« oder »süß« bezeichnet.
Emilia: »Da Sie alle künftig zu einer Eliteeinheit gehören werden, können Sie sicher auch Karten lesen.«
Eagle: Der letzte Satz vor ENDE, aber das verrate ich nicht 😉
Maddy: »Deine Hand sieht winzig auf seiner aus Mommy«, kichert unsere Mitfahrerin von hinten, was den Moment unterbricht, der sich gerade aufbauen wollte und uns ebenfalls ein Schmunzeln entlockt. »Aber sie würde in seiner viel besser aussehen.«
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch

Mittwoch, 21. April 2021

[Blogbeitrag] Rezensionen - Freud und/oder Leid eines jeden Bloggers und auch Autors

Rezensionen

Aus Sicht eines Bloggers ist Rezensionen zu schreiben ein sehr wichtiges Medium. Man liest ein Buch, konzentriert sich auf dessen Inhalt, gibt eine Meinung ab, die andere natürlich beeinflussen kann und wird. Man hat damit eine Aufgabe übernommen, die man sogar als schwer bezeichnen kann.
Denn Lesegeschmäcke sind anders und weichen stark voneinander ab. Was dem einen gefällt, kann ein anderer vielleicht nicht verstehen, wie man so ein Buch überhaupt angreifen kann.

Aber ich greife vor.

Allein der Weg zu einer Rezension ist lange.
Zunächst wählt man sich als Blogger die Leseexemplare sehr genau aus, in meinem Fall frage ich auch ab und zu nach, ob es die Möglichkeit eines Leseexemplares gibt.
Sobald man von einem Autor eines bekommt, wächst auch der Druck auf den Blogger, denn man soll/muss innerhalb einer gewissen Zeitspanne, meist 4 Wochen (oder nach Absprache) das Buch lesen und seine Meinung mitteilen. Die Koordination, dass nicht zu viele Bücher im selben Zeitraum sind, beginnt.
Man setzt sich hin, beginnt das Buch zu lesen. Ich mache mir immer eine Liste mit + und - Punkten und Notizen, denn wenn mir etwas auffällt, teile ich das auch dem Autor mit. Ebenso schreibe ich ihm die gefundenen Fehler, denn Fehler sind menschlich und können ausgebessert werden, bei ebooks sogar relativ schnell. (Er soll ja auch etwas von meiner "Arbeit" bzw. "konstruktive" Kritik bekommen, die vielleicht für eine Rezension zu viel sein könnte.)
Ihr seht, ich schreibe meine Rezensionen nicht nur, ich durchlebe das ganze Buch und finde ab und zu in Büchern sogar noch Plotholes. (Das schlimmste war, als ich in einem 4 Jahre alten Buch ein Opfer fand, das 3 Seiten weiter auferstand und die, die bei der Polizei anrief, den Toten gefunden zu haben, auf einmal gestorben war)

Aber ich schweife ab. Das Thema war Rezensionen.

Was mache ich als Blogger, wenn das Buch gelesen ist. Ich gehe auf die Plattformen, in meinen Fall meistens immer Amazon, lovelybooks, wasliestdu, goodreads und meinen externen Blog. (auf Wunsch hin auch auf Thalia und Weltbild oder ähnliches)
Dann überlege ich mir die Sterneanzahl.
Rezensionen mit einer Sterneanzahl von 3 bis 5 gebe ich ohne Rücksprache mit dem Autor, denn für mich sind das solide gute Bewertungen (zumindest aus meiner Sicht als Lehrer), raus. Bei einer Sterneanzahl von 1 und 2 Sternen, nehme ich Kontakt auf mit dem Autor, schreibe ihm meine Meinung zu dem Buch, auch eine Version der Rezension, die ich auf meinem externen Blog zu diesem Zeitpunkt schon veröffentlicht habe. In dem Fall darf der Autor frei entscheiden, ob ich diese auch auf den anderen Plattformen veröffentliche (da auf dem externen Blog immer ohne Sterneangabe rezensiert wird, kommt es dort auf jeden Fall)

Dann wird die Rezension getippt. Sie ist immer so ein Fall, allerdings ist es am aller wichtigsten, dass man das Buch neutral betrachtet, denn fällt man in den persönlichen Stil, kann es sein, dass man viel zu emotional wird und dann (was ich in letzter Zeit immer häufiger beobachte) auch beleidigend wird, was natürlich nicht passieren sollte. Manche sogenannte Blogger, nehmen kein Blatt vor den Mund und schreiben in einer Form, dass man nur mehr den Kopf schütteln kann.

Aber ich bleibe noch bei meiner Art, Rezensionen zu schreiben.
Für mich ist es wichtig, dass Buchtitel, Autor, Erscheinungsjahr und auch der Verlag (wenn vorhanden) genannt wird. Wenn es nicht eine Reihe ist (denn da ist Spoilergefahr) kommt eine kleine Inhaltsangabe und dann erst kommt ein kurzer Kommentar zur Geschichte und den Charakteren, Wortwahl und Sprachstil, vielleicht ein Kommentar, ob es eine Reihe ist oder ob es einzeln unabhängig zu lesen ist. Erst im letzten Abschnitt schreibe ich eine Zeile persönliches Fazit in der Ich-Form bzw. wen ich das Buch empfehle zu lese, oder wen ich es eher abraten würde, denn auch die Bücher gibt es, die einfach nicht für jedermann gemacht sind.
Nachdem die Rezension getippt und an alle Plattformen abgesendet ist, ist meine Aufgabe erledigt.  

Aber es gibt sie diese Rezensionen, die einfach nur abgegeben werden, um dem Autor zu schaden, wo ohne Grundlage einfach nur persönlich über den Autor direkt oder das Buch, weil das Cover oder der Klappentext oder die Leseprobe nicht gefällt, gelästert wird und wenn man es so sagen will ein Exempel statuiert wird.
Und das finde ich einfach nur mies.
Ein Autor glaube ich kann von unseren Meinungen, auch wenn es eine 1 Stern Meinung ist, profitieren, wenn man sie begründet. Was nützt es, bei der neuesten Methode mitzumachen, nur Sterne zu verteilen oder einen Satz zu schreiben, wie z.B. "Gefällt mir nicht".
Es ist eine legitime Meinung, keine Frage. Aber hier stellt sich mir die Frage nach dem Sinn und ab und zu frage ich mich auch, ob diese Bücher überhaupt gelesen wurden von demjenigen.
Auch bedenklich finde ich den neuen "Kult", Bücher nicht zu lesen, aber trotz allem darüber zu lästern und was noch schlimmer ist, eine Rezension abzugeben. Was kann ich über ein Buch schreiben, wenn man nur die Leseprobe oder die ersten 10 Seiten gelesen hat? Nichts. Man konnte nicht in das Buch hineinfühlen, es erleben, Gründe für vielleicht irrationales Verhalten finden, usw.

Ich halte es sogar so, dass die "schlechten" Rezensionen sogar noch länger sind, als die "guten", denn ich will in dem Fall meine Meinung begründen, warum ich glaube, dass es keine bessere Bewertung verdient. Aber dazu habe ich auch das Buch vollständig gelesen.
Außerdem frage ich mich, warum ein Blogger nicht das Gespräch suchen sollte? Wenn der Plot genial, aber die RS mies ist, frage ich nach, weil es mich einfach interessiert, warum für das Lektorat Geld da war, aber beim Korrektorat gespart wurde. Denn auch das lernt man mit der Zeit, dass dies 2 verschiedene Paar Schuhe sind.
Außerdem kann es passieren, dass man die Testleserversion mit RS-Fehlern als Blogger bekommt, da man das endgültige Format, laut epubli oder BoD nicht rausgeben darf, da man da laut Angaben einer Autorin sogar verklagt werden kann, wenn man die Endversion herumschickt. Genau deshalb suche ich das Gespräch, um diese Möglichkeiten auszuschließen. (Die Autoren gehen vielleicht davon aus, dass man das weiß - ich wusste es bis vor 2 Wochen nicht, warum man oft nicht die Endversion bekommt, deshalb kaufe ich mir oft auch noch mal die hochgeladene Version oder lese es noch einmal via KU, um mich abzusichern, dass die Leser eine sehr gute Version bekommen.)

So, jetzt habe ich mir lange den Kopf zerbrochen, was ich schreiben soll und mein abschließendes Fazit lautet:

Rezensionen sind ein wichtiges Medium in der Buchwelt und unverzichtbar für jeden Autor. Sie sind ein Parameter dafür, ob das Buch gut oder schlecht am Bücherhimmel dastehen wird. Ob es sofort abstürzt oder ob es eine Chance hat zu überleben.
Deshalb wünsche ich mir in Zukunft, dass Rezensionen nicht dazu verwendet werden, dass man Autoren in den Abgrund stürzt, sondern man sie dazu benutzt, zu dem sie hier sind, nämlich um Meinungen zu sammeln und einen breiten Fächer von Meinungen zu sammeln und Preis zu geben.
Achtet darauf, egal, ob ihr Rezensionsschreibender Autor, Blogger oder einfach Leser seid, dass ihr nicht zu emotional und auf keinen Fall beleidigend werdet, denn es ist wichtig, dass wir als "Leser-Schreiber-Gemeinschaft" auftreten. Nichts ist schlimmer, als Rezensionen, die vor Neid und Zwietracht nur so strotzen.

In diesem Sinne, gehe ich jetzt lesen und versinke in den nächsten Büchern, die ich bald wieder auch rezensieren werde. :)

[Autoreninterview] Jessy D. Sera

Autoreninterview
Jessy D. Sera

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Jessy D. Sera ist ein Pseudonym, unter dem ich erotiklastige Bücher schreibe. Ich nutze diesen Namen zum einen aus pragmatischen Gründen und zum anderen, weil ich nicht will, dass meine Leser*innen genau wissen, wer ich bin.
Denn ich bin pansexuell, ich bin non-binary, ich bin polyamor, ich bin BDSM-Switcher ... damit bin ich alles und nichts. Ich kann mit Hingabe jede Rolle annehmen und bin immer ich.
Sobald meine Leser*innen mich aber sehen, bekomme ich ein Label. Dann bin ich Frau oder Mann, jung oder alt, groß oder klein, blond oder rothaarig, dick oder dünn, Sub oder Dom.
Aber in der Welt des Geistes, der Fantasie und der Worte, will ich frei von diesem Label sein und ausleben, was ich mag. Unabhängig von allem, was einschränkt.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich lese gerne selbst Erotikliteratur. Aber vieles davon ist nicht so, wie ich es gerne hätte. Denn ich möchte meine smigen S*xszenen bitte in eine spannende Geschichte mit starken Charakteren eingebettet haben. Außerdem liebe ich Femdoms, die ihre Lust mit bewusst submissiven Männern ausleben. Und gerade da habe ich bisher noch nicht so viel entdeckt.
Zudem thematisiere ich gern Bisexualität, was Homo- und Heteroerotik in einem Buch mit einschließt.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Unter Jessy D. Sera habe ich erst zwei Bücher der Reihe „Gabriel“ veröffentlicht.
Gabriel – Erweckung
Gabriel – Verlangen
Gabriel, ein sehr attraktiver Mensch, gerät an zwei Vampire. Sie nähern sich an und loten miteinander das Spannungsfeld von Dominanz und Schmerz aus. Die Rahmenhandlung erzählt die Geschichte ihrer Beziehung und der Gefahren, der sie ausgesetzt sind.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, aber an Gabriel 3 werde ich voraussichtlich erst im Herbst dieses Jahres weiterschreiben. Und danach habe ich schon ein paar nette Ideen … 😉
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Im Bereich der queeren Literatur, mit mal mehr oder weniger Erotik und Kinks, mag ich die Bücher u.a. von Akira Arenth, S.B. Sasori oder K.A. Merikan
Manchmal kann ich mich aber auch an Büchern von Robyn Hunter erfreuen.
Leider habe ich noch keine Bücher mit Bisexualität und Femdom gefunden, die mir gefallen. Aber ich suche weiter …
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese Querbeet, mit der Vorliebe für Fantasy. Entsprechend bauche ich auch in meinen Erotikbüchern oft Fantasyelemente ein. Ich liebe es einfach eine neue Welt zu erschaffen und die daraus resultierenden Möglichkeiten zu nutzen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich kann schreiben, was ich will und kann Themen in jeder Kombination wählen, wie ich sie will. Somit entstehen Geschichten, wie ich sie selbst gerne lesen will und habe auch noch die Möglichkeit sie mit den Leser*innen zu teilen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest meine Bücher! 😉
Lasst euch in Welten mitnehmen, die keine klare Abgrenzung haben, wo vieles möglich ist und BDSM nur dann BDSM genannt wird, wenn er auf einem Konsens beruht.

Dienstag, 20. April 2021

[Rezension] Die Zähmung eines widerspenstigen Herzens von Mo Kast

 


Das Buch "Die Zähmung eines widerspenstigen Herzens" wurde von Mo Kast verfasst und erschien 2021.

Der Autorin gelingt es in dieser Geschichte so einige wichtige Punkte anzuschneiden. Was passiert, wenn man verlassen wird und von der Katze gehasst wird. Die Protagonisten sind detailreich und sehr genau dargestellt, so dass es eine Freude macht, denen durch die Geschichte zu folgen.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind ausgezeichnet und es macht Spaß den Charakteren bei dem Entdecken der neuen Möglichkeiten zu Verfolgen. Man kann mit ihnen lachen, weinen, Ideen verfolgen und auch ab und zu den Kopf schütteln. Ab und zu möchte man die Charaktere auch in den Arm nehmen und mit ihnen sprechen.

Jeder, der gerne Gay-Romance liest, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung

[Buchvorstellung einmal anders] Das Lächeln am Rand der Welt: Eine Camino Rhapsodie von Knud Hammerschmidt


Buchvorstellung einmal anders

Heute ist ein komischer Tag 😊 Nach dem Autoreninterview drückt mir Knud sein Print in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Das ist neu, normalerweise bekomme ich immer ein ebook, aber schauen wir mal, was passiert.

Ich drehe es hin und her und öffne schließlich das Buch des Autors „Das Lächeln am Rand der Welt: Eine Camino Rhapsodie“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Immer gern.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ich passe nicht in jede Schublade, eigentlich passe ich in keine Schublade. Einerseits gefällt mir das, andererseits bin ich dadurch nicht so sichtbar wie ein Genreroman. Ich bin ein Buch voller Lebensfreude, Optimismus und Liebe. Ich erzähle nicht nur eine, ich erzähle gleich drei Geschichten und viele kleine Geschichten, so ganz nebenbei, ich bin ein Buch für Leser mit Phantasie. In mir geht es, unterm Strich, um das Leben und das Lieben. So entdeckt eine/r meiner Charaktere die Liebe für sich neu auf eine Art, mit der er/sie nicht gerechnet hat. Mehr verrat ich hier aber nicht! 😉
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Tja, mein Autor liebt das Harmonische, das ist wahr. Aber! Er tut sich mit schwierigen Situationen leichter, wenn es um das Schreiben geht. Vielleicht, weil in Problemen mehr Dynamik liegt? Aber zu Guter Letzt, im letzten Drittel merke ich schon, dass er Wege gefunden hat, auch das Schöne und Harmonische mit Spannung zu beschreiben.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eigentlich mehrere. Ich habe dir jetzt mal drei rausgesucht, jeweils zu einem der drei Hauptcharaktere passend:
„Die Fotos waren sehr gut, sowohl in Schwarzweiß wie auch in Farbe. Vor dem hellen Rechteck der Balkontür hob sie sich schattenhaft, nur von hinten beleuchtet, von der hellen Mittagssonne ab. Besonders ein Schwarzweiß-Bild hatte es ihr angetan. Sie stand halbseitlich, mit einem Arm auf dem Balkongeländer, ihr Körper halb im Licht und halb im Schatten. Die langen Beine wurden durch das Spiel von Licht und Schatten noch betont und ihre Brüste schienen schattenhaft durch den Stoff des Tops hindurch. Ihr Gesicht lag komplett im Schatten, bis auf die, von hellen Lichtstreifen betonten Konturen von Stirn, Nase, Mund und Kinn. Es sah sinnlich und doch elegant aus. „Das musst du mir unbedingt schicken!“ „Sowieso“, Kim gähnte. „Mitten in der Nacht aufstehen und bereits mittags ein paar Wein intus. Du hast einen schlechten Einfluss auf mich.“ Sie rollte sich auf dem Bett zusammen und war innerhalb von Sekunden eingeschlafen. Mercedes schmunzelte und schlüpfte unter das Laken. Das Zimmer lag im Schatten und das Licht des frühen Nachmittags hing wie eine Leinwand im Rahmen der Balkontür. Sie liebte die Siesta im Halbschatten. Es war wie ein Versprechen auf die Fortsetzung eines schönen Tages. Als würde dieser Tag ihr sagen: ruh dich aus, ich bin hier und warte auf dich.“
Dann eine Erkenntnis der Protagonistin Miriam: „Ein Reisender, der stets in Bewegung ist, ruht in sich selbst und ist dort zuhause, wo er mal kurz seinen Koffer abstellen kann. Die Heimat eines Reisenden ist das Staunen, Erfahren und Berühren. Erst wenn er längere Zeit an einem Ort verweilt, wird er wissen, ob er angekommen ist.“
Und zu wem diese Textstelle gehört, verrate ich nicht. 😉
„Alle ihre Sinne waren nur auf sie ausgerichtet. Ihre Körper und ihre Lust waren, für eine kostbare, kurze Unendlichkeit, eine untrennbare Einheit. Sie erreichten den Zenit ihrer Flugbahn gemeinsam. Das Universum zog sich zusammen wie eine Sprungfeder, verharrte für einen kurzen Moment, dann dehnte es sich aus und sie verströmten sich aneinander.“
Weißt du wie viel Knud tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Eine ganze Menge würde ich mal sagen. Sehr viel an Erlebnissen, Erfahrungen und natürlich sind die Ortsbeschreibungen sehr genau.
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Ayayay! Ich selbst möchte da eigentlich keine Aussage treffen, als Schöpfung meines Autors fühle ich mich ihm doch sehr verpflichtet. Von Miriam, Mercedes, Vinzenz und ihren Freunden weiß ich, dass sie ihn mögen und sich teilweise in ihm wiederfinden. Und die Nebencharaktere? Hmm.. keine Ahnung. Vielleicht frage ich mal Frau HeidiMariaundJosef. Oder Barbara Millicent Roberts, oder den Typ mit dem Stahlwollebart und seinen flusenbärtigen Kumpel. Oder lieber doch nicht. Die hat er nämlich alle ein wenig durch den Kakao gezogen. Also ich mag den Kerl, er hat einen guten Humor und weiß meistens wovon er schreibt.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
ja, der Titel kam sehr spät. Es gab einen Arbeitstitel, an dem Knud recht lange festgehalten hat. Er hat sich da ewig lang herumgehangelt und varianten versucht. Aber irgendwie war er nie zufrieden. Und als er dann bei den letzten Kapiteln war, hat es plötzlich Klick gemacht. Aus nachvollziehbaren Gründen. Insofern hatte ich Mitspracherecht und war die Muse für den Titel. 😉
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Nichts ist so gut, dass man es nicht ändern möchte. Aber Coverart ist nicht wirklich Knuds oberste Priorität. Insofern bin ich zufrieden. Das passt so. Das Titelfoto ist auf jeden Fall sehr cremig.
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob der Autor viele echte Plätze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Da ist alles echt! Darum lieben ja die Jakobswegpilger, die die Wege kennen, das Buch so sehr!! Und natürlich weil die Story sehr gut ist.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Hmm… dann würde ich sagen, nehmen wir etwas … Nachdenkliches? „Wenn die Zukunft feststeht und die Zeit, die bleibt, kurz ist, ist die Erinnerung, das was bleibt“, sinnierte sie. „Das Alter ist die Phase, in der das Gestern von größerer Bedeutung ist, als das Morgen.“
Nun betritt der Autor wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich dem Autor zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] Knud Hammerschmidt

Autoreninterview
Knud Hammerschmidt

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich lebe in München, stamme ursprünglich aus dem Herzen des Ruhrgebiets, bin schon fast 20 x umgezogen und seit fast 26 Jahren mit ein und derselben wunderbaren Frau zusammen. Als Autor bin ich wohl ein Spätberufener 😉 ich gehöre der sogenannten Generation X an, was heißt, ich bin in den 80ern groß geworden. Mir machen eine Menge Dinge Freude, die kreativer Natur sind, sowie vieles was nicht unbedingt alterstypisch ist und ich bin in meinem Leben ganz gut herumgekommen. Außerdem bin ich ein leidenschaftlicher Jakobsweg -Fan.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe es einfach irgendwann mal als kreative Ausdrucksform ausprobieren wollen. Für mich selbst, beruflich oder auch für ein Nürnberger Stadtmagazin habe ich immer schon gern geschrieben. Es hat mir immer gefallen, mich schriftlich gut ausdrücken zu können.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben? 
„Das Lächeln am Rand der Welt“ ist mein erster Roman und erzählt drei ineinander verwobene Geschichten von Menschen, die durch Galicien wandern. Ich bin mir sicher, hier sind mir ein paar spannende Charaktere und ungewöhnliche Lebensgeschichten gelungen. Ein bekannter Münchener Regisseur hat gesagt, dass ihm meine feine Beobachtungsgabe gefällt. Davor, als allererste Fingerübung, habe ich mal ein amüsantes Kochbuch geschrieben. Nach meinem ersten Jakobsweg 2012 hatte ich das dringende Bedürfnis das alles in irgendeiner Form zu Papier zu bringen. Daraus wurde dann „Ohne Schmerz kein Halleluja“, eine unterhaltsame, nicht immer ganz ernst zu nehmende, Mischung aus Ratgeber und Tagebuch. Das habe ich dann drei Jahre später ins Englische übertragen, unter dem Titel „Dude looks like a Pilgrim“, was eine sehr spannende Erfahrung war.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich habe derzeit 2 Projekte. Einmal einen Roman, der in den wilden 80ern handelt und einen Band mit Shortstorys zum Thema Sommer. Der vorläufige Arbeitstitel ist „Seven Songs of Summer“ oder so ähnlich. Mein Thema, du merkst es sicher, sind Menschen. Menschen und das was sie tun und erleben und warum und wie sie sich entwickeln finde ich ungemein spannend. Darum sehe ich mich auch nicht wirklich als Genre-Schreiber.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Reisen, Wandern, mal ins Gym, Skateboardfahren, kochen, essen, schwimmen, Wein trinken, den Sommer genießen. Vor mich hin denken. Ich bin ein Sommermensch.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ja natürlich. Das sind eigentlich schon so viele, dass es schwer fällt, eine Auswahl zu treffen. Aber derzeit sind das z.B. Helge Timmerberg, Douglas Adams (immer wieder!), Terry Pratchett, Umberto Eco, Andrea Camillieri, P.G. Wodehouse, Ben Aaronovich, Ralf König…
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe ganz profan in meinem Arbeitszimmer, das man teilweise auch in meinen Lesungsvideos gut sehen kann. Z.B. bei Youtube oder FB
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
So wie bei jedem anderen Menschen auch, mit Aufwachen, Gähnen, die Realität des frühen Morgens verleugnen, Kaffee trinken und sich dem Leben stellen. Abends koche ich meist, dann etwas lesen, malen, Netflix & Chill. Also was man als Mensch halt so tut.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen variiert es. Von intelligenter Fantasy über phantasievolle SF (wie Alan Dean Foster z.B.) bis zu Cozy Krimis, Komödien, Gesellschaftsromanen und Büchern die sich jedem Genre entziehen. Schreiben: Ich habe es ja schon erwähnt: ich sehe mich am ehesten als Autor, der über Menschen schreibt, wenn es denn ein Genre sein muss, so passt wohl am besten der Gesellschaftsroman.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst?
„Genügt es denn nicht, dass ein Garten schön ist, ohne dass man unbedingt glauben muss, dass Feen darin hausen?“ — Douglas Adams
Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? „Zynismus ist eigentlich nur ein anderes Wort dafür, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Gottseidank ist der Mensch ein ambivalentes Wesen, so dass man sowohl ein Zyniker als auch ein Optimist sein kann.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe einen Lieblingskontinent und das ist Asien. Ganz besonders Südostasien. Ich liebe Nachtmärkte, die Kultur, das Essen, die Menschen und natürlich die Strände.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kommt drauf an, was da kritisiert wird und mit welcher Absicht. Wenn ich das Gefühl habe, jemand krittelt an mir herum, um sich selbst zu erhöhen, kann ich ziemlich fuchsig werden.
Berechtigte Kritik, die sachlich und nachvollziehbar rüber kommt, finde ich teilweise durchaus bereichernd.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
😉 Weil ich bislang noch keinen Verlag gefunden habe, der mich verlegen will. Und natürlich auch, um mich in aller Ruhe als Autor zu entwickeln. Ich gehe davon aus, das sich über kurz oder lang für das eine oder andere Buch ein passender Verlag findet.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja! Die Bill & Ted Filme gehören in jede ordentliche DVD Sammlung, man sollte unbedingt mal Tucholsky gelesen haben und ab 30 ist ein altersgerechtes Verhalten ein Zeichen von Frühvergreisung.