Donnerstag, 21. März 2019

[Coverinterview] Herzchaos von Rosita Hoppe

Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? Ist es dein Arbeitstitel oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses geändert?

Herzchaos ist eine Wiederveröffentlichung. Zuerst hieß der Roman „Nur ein Traum?“, dann beim nächsten Verlag „Herzchaos“. Und da ich zweimal die Rechte zurückbekam, ich aber den Titel Herzchaos weiter nutzen durfte und er wunderbar zur Geschichte passt, habe ich ihn übernommen.
Hattest du genaue Vorstellungen was sich darauf befinden soll oder hast du der Coverdesignerin freie Hand gelassen? 
Ich wollte was modernes, habe ihr in etwa gesagt, was ich wollte, da ich mir vorher etliche Cover angesehen hatte. Ich finde, sie hat es wunderbar umgesetzt. Und ich war von Anfang an ganz verliebt in dieses Cover.
Die Farben, das Pärchen, der Strand sind ganz besondere Gestaltungsmittel, die das Cover zu etwas Besonderem machen. Haben diese Sachen eine besondere Bedeutung für dich oder die Geschichte? 
Ich fand es schön, wie die beiden zueinander gewandt stehen, innig und glücklich wirken, so wie Carly es mit Robert wird. Dazu der Strand, den ich ganz wichtig finde, weil (Achtung: Spoiler!!!!) genau dort sie sich unverhofft wiedertreffen.
Bist du mit dem Cover zu 100% zufrieden oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich bin zu hundert Prozent zufrieden mit dem Cover. 😊

[Buchvorstellung einmal anders] Herzchaos von Rosita Hoppe



Buchvorstellung einmal anders 

Ich treffe mich heute mit der Autorin Rosita Hoppe, um mit ihr über ihr Werk „Herzchaos“ zu sprechen. 

Danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über dein Buch zu sprechen.
Das mache ich sehr gern. 😊
Beschreibe uns dein Buch in max. 5 Sätzen. 
Carolin hat alles, wovon viele Frauen träumen, einen netten Mann, eine tolle Tochter, ein Haus, Freundinnen, die mit ihr durch dick und dünn gehen, dennoch spürt sie, dass ihr etwas im Leben fehlt. Das Verhältnis zu ihrem Mann hat sich im Laufe der Jahre abgekühlt und sie leiden beide darunter. Da lernt sie Robert kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Nur die Verantwortung ihrer Familie gegenüber hindert sie daran, für Robert alles aufzugeben.

Carolin ist bereit, um ihre Liebe zu kämpfen und einen Neuanfang zu wagen, doch ausgerechnet in diesem Augenblick schlägt das Schicksal grausam zu ...
Magst du es deine Protagonisten an ihre Grenzen zu treiben?
Ja, das bringt Spannung. Ein Roman lebt von Höhen und Tiefen der Figuren. Aber es bringt auch mich beim Schreiben manchmal an meine Grenzen.
Wie viel echte Rosita steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
Also erstmal habe auch ich vor Jahren mit meinen Freundinnen Fahrten unternommen, wie Carly es mit ihren Freundinnen macht. Allerdings habe ich dort keinen „Robert“ kennengelernt. 😉 Ansonsten liebe ich genau wie Carly Bücher und Chips.
Wie würde dich deine Hauptcharaktere beschreiben?
Schreibwütig, lesewütig, reiselustig, hilfsbereit und immer ein offenes Ohr für andere.
Mich würde noch dein Lieblingszitat interessieren. 
„Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden“. (Mark Twain)
Danke für das Gespräch. 
Ich bedanke mich, es hat mir total viel Spaß gemacht. 😊

[Autoreninterview] Rosita Hoppe

Autoreninterview 
Rosita Hoppe

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?

Hallo, vielen Dank für deine Einladung. Ich bin Rosita Hoppe und schreibe leidenschaftlich gerne gefühlvolle und romantische Liebesromane und sinnliche, prickelnde Erotik, die unter Pseudonym erscheint.

Ich habe einst Reiseverkehrskauffrau gelernt, übe den Beruf aber nicht mehr aus. Doch meine Liebe zum Reisen und tolle Orte wirst du in meinen Büchern finden. Ich bin verheiratet und habe zwei tolle erwachsene Töchter zwei zauberhafte Enkelkinder. 😊

Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Mir ging vor etwa 13 Jahren so viel im Kopf herum, mit dem ich nicht wusste, wohin. Ich schrieb es auf, anfangs einfach in die ausrangierten Schulhefte meiner Töchter und tippte es später in den PC meines Mannes. Es entstanden ziemlich schnell erste Kurzgeschichten und eine kurze grobe Fassung meines ersten Romans, der einige Jahre später tatsächlich veröffentlicht wurde. Ich war vom Schreibvirus erfasst und seit dem habe ich nicht mehr aufgehört. Von Beginn an hatte ich das Bedürfnis, meine Geschichten zu veröffentlichen. Ich belegte einen Onlineschreibkurs, der über 1 ½ Jahre ging und erlernte das Handwerk Schreiben von der Pike auf.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein erster Roman hieß „Nur ein Traum?“ und erschien 2009, ist aber nicht mehr auf dem Markt, weil der Verlag schloss. Er erschien erneut 2016 als E-book mit neuem Titel. „Herzchaos“, ist aber ebenfalls nicht mehr erhältlich, weil auch der Verlag seine Pforten leider schloss. Inzwischen habe ich ihn als „Herzchaos“ im Selfpublishing wieder auf den Markt gebracht.

Mein zweiter Roman „Das Glück fährt Taxi“ ist eine turbulente und humorvolle Liebesgeschichte rund um die Boutiquebesitzerin Carly. Ihre Freundinnen wollen ihr unbedingt einen Mann suchen, wenn sie das nicht selbst auf die Reihe kriegt.
„Wenn es Liebe wird“ ist mein Herzensroman, weil da eine Menge von mir drinsteckt. Die Hauptperson Felicitas ist Redakteurin einer Zeitung, ein Job, den ich freiberuflich auch einige Jahre machte und so eine Menge eigener Erfahrungen einbringen konnte. Felicitas lernt den Bildhauer Viktor kennen, über den sie eine Reportage schreiben soll. Sie findet ihn faszinierend und auch er scheint interessiert. Aber warum zieht er sich dann immer wieder zurück. Ein dunkles Geheimnis umgibt diesen attraktiven Mann. (Ich bin übrigens immer noch verknallt in Viktor, obwohl die Geschichte schon beinahe vier Jahre auf dem Markt ist 😉 )
Mit „Küsse am Meer“ habe ich das Setting auf meine Lieblingsinsel Amrum gelegt. Pauline, vom Schicksal gebeutelt, weil betrogen, verlassen und ohne Job reist nach Amrum, um ihrer Schulfreundin Jule in deren Pension auszuhelfen. Und prompt tappt sie auf der Insel in die Liebesfalle, obwohl Liebe so gar nicht auf ihrem Lebensplan steht.
„Glück am Meer“ ist die unabhängig lesbare Fortsetzung meiner Amrumreihe. Hier geht es um Jule, die ein schlimmes Schicksal ertragen musste und noch immer darunter leidet. Dazu kommt die Sorge um den Erhalt ihrer Pension, denn die Gäste bleiben aus. Da mietet sich Ben für vier Wochen ein und scheint ihr Rettungsanker zu sein. Und das nicht nur in finanzieller Sicht.
Es gibt übrigens ein Wiedersehen mit Pauline.
Weitere Veröffentlichungen sind zwei Kurzgeschichtenbände, zwei Kurzromane als Susanna Rossi und dreizehn erotische Kurzromane, die unter Sita Torasi veröffentlicht sind.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite sogar an zwei Werken. Ich schreibe am nächsten Amrumroman, der im Frühjahr 2020 erscheinen wird und zusätzlich an einem erotischen Roman. Für den letzteren kann ich noch nicht sagen, wann sie erscheinen wird, denn er steht noch am Anfang und ich habe ihn noch keinem Verlag angeboten.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Lesen, wenn es das Wetter erlaubt, fahre ich ab und an mit Inlinern, um mir den Kopf freipusten zu lassen. Ich walke und ich reise sehr gern, aber leider viel weniger, als ich es gern täte.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Ich habe einige Lieblingsautoren. Z.B. Susan E. Phillips, Carly Phillips, N. Sparks. Zu meinen deutschen Lieblingsautoren gehören Nina George, Gabriella Engelmann, Noa C. Walker, Claudia Winter und Kate Sunday/Kate Lynn Mason, Bobbie Kitt. Aber es gibt noch wesentlich mehr AutorInnen, deren Bücher ich sehr gerne lese.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Ich sitze in meinem Büro am Schreibtisch, rechts hinter mir ein Fenster mit Blick auf unseren Teich und über die Straße hinweg fängt der Wald an. Vor mir eine Wand mit frühlingsgrüner Tapete und ein paar weißen und grauen Streifen. Rechts und links vom Laptop Unterlagen, Fotos meiner Lieben, ein paar Glücksbringer, wie zB. Einen Keramikengel und einen Hühnergott. (Das sind diese grauweißen Steine mit Löchern, die man an der See finden kann. Sie sollen Glück bringen).
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Ich arbeite in der Regel von Montag bis Freitag bis nachmittags, wenn Abgabetermine drücken auch abends und am WE. Aufstehen um kurz vor 6 Uhr, nach Frühstück und nötigem Haushalt setze ich mich an den PC. Erst mal werden E-Mails gecheckt und bei Fb reingeschaut, (was ich mir nicht verkneifen kann, bevor die Arbeit beginnt). Dann schreiben, planen, evtl. Interviews beantworten, Marketing etc. Abends stehen meist Mann und Familie im Vordergrund.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Beim Lesen und beim Schreiben bevorzuge ich romantische, aber auch dramatische Liebesromane und erotische Romane. Ab und an lese ich auch mal einen Krimi.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Lieblingszitat: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden“. (Mark Twain)


Ein Zitat aus einem meiner Bücher gefällt mir sehr gut und trifft eigentlich auf jeden Menschen zu. Er steht in „Glück am Meer“, gleich vorne drin und ist von mir:


„Spuren, die das Leben zeichnet, lassen sich nicht einfach wegwischen. Sie machen einen Menschen aus. Sie machen dich aus.“
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Ich mag Deutschland sehr gerne, es gibt so viele herrliche Ecken und ganz besonders liebe ich die Küste. Italien finde ich auch ganz klasse, ich liebe die Sprache (obwohl ich sie selbst nicht spreche), das Flair, die Landschaften.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Kritikfähigkeit musste ich erst lernen, und sie vor allen Dingen nicht persönlich nehmen. Mittlerweile kriege ich das, glaube ich zumindest, ganz gut hin.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag (bookshouse, books2read, Niemeyer Buchverlage) zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Als ich anfing zu schreiben, gab es noch kein SP. Ich fühle mich unter einem Verlagsdach einfach wohler, bekomme dort ein anständiges Lektorat, ohne das selbst zahlen zu müssen, was natürlich auch fürs Cover gilt. Books2read ist die E-booklinie von HarperCollins, ein großes Verlagsdach. Besonders beim Niemeyer Verlag ist der Vertrieb zu Buchhandlungen viel besser, als bei den anderen. So liegen meine Bücher in deutlich mehr Buchhandlungen als vorher. Beim SP muss man halt für alles selbst sorgen, das liegt mir nicht. Was nicht heißt, dass ich es nicht doch irgendwann mal versuchen werde.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
O ja. 😊 Ich möchte mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit bedanken und hoffe, deine Leserinnen hatten ein bisschen Spaß.

Mittwoch, 20. März 2019

[50/03_2019/ebook] Die Mottenkönigin von Beatrice Jacoby



Das Buch "Die Mottenkönigin" wurde von Beatrice Jacoby verfasst und erschien 2018 im Papierverzierer Verlag.


Die Autorin geht mit ihrem Schreibstil völlig anders auf das Genre der Jugendfantasy zu. Es ist anders, witzig, skurril und trotzdem aufrüttelnd. Man kann mit den Protagonisten mitgehen auf ihrem Weg nach der Rettung des eigenen Lebens.
Klarabell hat eine Begabung und strebt nach Unabhängigkeit und Unsterblichkeit, die in Form von Pares als einzige Hoffnung für die Zukunft nach dem 18. Lebensjahr erscheint. Diese Begegnungen und der Kampf sich richtig zu entscheiden prägen das Buch.
Durch die Wortwahl und den Schreibstil, ist das Buch angenehm und flüssig zu lesen.


Jeder, der Fantasy gerne liest und auch mal etwas abseits des Mainstream liest, ist mit diesem Buch sehr gut beraten.

[Coverinterview] Die Mottenkönigin von Beatrice Jacoby



Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? War es dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe der Zeit?

Der Arbeitstitel ist bei mir ganz am Anfang meist nur der Name des Protagonisten, bis ich sehe, wohin sich das Projekt beim Schreiben entwickelt. Zwischendurch lautete er bei diesem Buch mal „Wie man dem Schicksal ein Schnippchen schlägt“. „Die Mottenkönigin“ entstand erst, als ich eine Änderung vornahm, durch die die Motten überhaupt erst ins Buch flatterten.
Hattest du genaue Vorstellungen, was sich auf dem Cover befinden sollte oder hattest du der Coverdesignerin freie Hand gelassen? 
Ich durfte dem Verlag ein paar lose Ideen schicken, ab da lag es nicht mit in meiner Hand, was okay ist. Das ist nicht meine Stärke.
Das Cover sticht mit dem blau und dem Gold als Farben und der Motte einfach heraus. Warum ausgerechnet diese Farben als Stilmittel? 
Im Detail müssten wir die Coverdesignerin fragen :D Für mich harmonisiert blau gut mit der Traum-Thematik der Geschichte. Wenn man genau hinschaut, sieht man auch ein paar kleine Lichtreflexe im Hintergrund, was an einen Nachthimmel erinnern kann. Das angelaufene Gold in der Schrift und den Verzierungen geben dem ganzen einen „Jahrmarkt-Charme“. Wie gesagt, ich liebe die Arbeit der Designerin! 
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen? 
Nein, ich finde es perfekt so, wie es ist. 

[Buchvorstellung einmal anders] Die Mottenkönigin von Beatrice Jacoby


Buchvorstellung einmal anders


Heute treffe ich mich mit der Autorin Beatrice Jacoby um mit ihr über das Buch „Die Mottenkönigin“ zu reden.

Danke, dass du dir heute Zeit nimmst, um über dein Buch zu sprechen.

Sehr gern, danke dir für den Vorschlag J
Beschreibe dein Buch in max. 5 Sätzen.
Klarabell wird innerhalb eines Monats sterben – außer, sie schlägt dem Schicksal ein Schnippchen. Ein Unsterblicher bietet ihr an, zu Seinesgleichen zu werden, und verlangt im Austausch eine Gegenleistung, für die ihre übernatürliche Gabe, Träume zu manipulieren, nötig wäre. Doch dieser Gefallen, der gegen jede Regel der Traumwandler - verstößt, erscheint ihr als der einzige Ausweg. Wenn da nur nicht ihr Gewissen wäre.
Deine Protagonisten erleben ja so manche schwierige Situation, macht es dir Spaß sie durch Tiefen und Höhen zu schicken?
Absolut, denn dadurch lernt man seine Charaktere erst richtig kennen und seien wir doch mal ehrlich – wenn alles immer Friede Freude Eierkuchen wäre, würde es doch nur halb so viel Spaß machen ;)
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, die du uns gerne vorstellen würdest? 
Ohne zu spoilern wird das schwer, denn meine Lieblingsstelle liegt relativ weit hinten im Buch. Allgemein habe ich liebsten Szene mit dem unsterblichen Pares geschrieben, weil er so herrlich einen an der Waffel hat. Aber das ist als Händler auf dem Schwarzmarkt für Übernatürliches vielleicht auch Grundvoraussetzung.
Wie viel echte Beatrice steckt in dem Buch oder in dem einen oder anderen Charakter?
Schon einiges, auch wenn ich nicht behaupten könnte, dass ein Charakter genauso wäre wie ich. Jede der Cousinen hat etwas von mir mitbekommen, aber eben auch deutliche Unterschiede zu mir. Das ist mir immer wichtig. Die Dynamik des Trios ist zwar auch nicht 1:1 aus dem echten Leben übernommen, aber an drei Mädchen aus meiner Kindheit angelehnt.
Außerdem baue ich in Geschichten gerne Kleinigkeiten ein, die es in meinem Leben wirklich gibt oder gab. Zum Beispiel hatten meine Schwester und ich eine Zaubertafel mit den kaputten Pigmenten in der Ecke und Sternenstempel, wie Klarabell sie einmal verwendet.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Gemein wahrscheinlich, weil ich sie durch all diese Höhen und Tiefen geschickt habe. Aber es geschah alles zu ihrem Besten.
Mich würde noch dein Lieblingszitat aus dem Buch „Die Mottenkönigin“ interessieren.
»Meine Teure, für den richtigen Preis kannst du jedes Wunder haben, das dein schrecklich verwöhntes Herz begehrt.«
Dieses Zitat von Pares war einer der ersten Sätze, die ich vor dem eigentlichen Schreiben kannte, darum liegt es mir besonders am Herzen.
Danke für das Interview.
Ich habe zu danken, es hat unheimlich viel Spaß gemacht!

[Autoreninterview] Beatrice Jacoby


Autoreninterview
Beatrice Jacoby

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich arbeite tagsüber im Eventmarketing und abends an meinen Geschichten. Zwischendrin tanze ich unheimlich gerne, trinke viel zu viel Tee und bespaße die beiden Katzen, die meinen Freund und mich bei sich wohnen lassen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Durch meinen Vater und meine Schwester. Er hat uns selbst ausgedachte Gute-Nacht-Geschichten erzählt, weil wir alle unsere Kinderbücher so schnell auswendig kannten. Das wollte ich auch können. Mit meiner Schwester zusammen habe ich mir die ersten Geschichten ausgedacht und als Kinder nachgespielt. Sie später aufzuschreiben kam irgendwie ganz selbstverständlich dazu.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich kann’s selbst kaum glauben, aber mit dem Gemeinschaftsprojekt mit Alexis Snow, das bald erscheint, sind es dann drei.

Mein romantisch-dystopisches Debüt „ColourLess – Lilien im Meer“ spielt auf einer von der Außenwelt abgeschotteten Insel, auf der alle farbenblind sind, bis zwei ungleiche junge Menschen Farbe entdecken. Davon sind jedoch nicht alle begeistert.
Meine „Mottenkönigin“ ist ein Experiment, in eine düstere Richtung zu gehen, immerhin wird die Protagonistin Klarabell noch vor ihrem achtzehnten Geburtstag sterben, wenn sie nicht mithilfe eines zwielichtigen Deals Unsterblichkeit erlangt.
In Alexis und meinem Roman „Paradies der Verlorenen“ tauchen wir den Garten Eden in ewige Finsternis, die nun auch unsere Welt bedroht. 

Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Aktuell überarbeite ich ein Projekt und beginne gerade mit einem neuen. Ich freue mich riesig darauf, die Story brennt mir schon eine Weile unter den Nägeln!

Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?

Zeit mit Herzensmenschen verbringen. Ansonsten schreibe und lese ich unheimlich gerne, verreise so viel wie möglich und gehe gern zum Sport.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?

Neil Gaiman ist mein absoluter Held. Abgesehen von seinem „The Ocean at the End oft he Lane“ sind meine Liebelingsbücher „Tiger Lily“ von Jodi Lynn Anderson, „Body Electric“ von Beth Revis und Shakespeares „Viel Lärm um nichts“. Die fallen mir ad hoc ein, aber es gibt sicher noch mehr, wenn ich länger darüber nachdenke.

Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Unspektakulärer Weise schreibe ich sehr gern im Arbeitszimmer am Schreibtisch. Beim Überarbeiten habe ich gern Gesellschaft und ziehe eher aufs Sofa oder an den Tisch im Wohnzimmer um. Ich mag die Idee, auf dem Balkon zu schreiben, aber meistens ist es mir nach 5 min zu hell und ich gehe rein ... Ideen entwickle ich am liebsten unterwegs oder in der Badewanne statt am Schreibtisch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?

Ich stehe auf, gehe zur Arbeit, am frühen Abend bin ich wieder daheim, koche mit meinem Freund und danach geht’s entweder zum Training oder an die Tastatur. Ich liebe Serien, darum schauen wir oft noch eine Folge oder einen Film vorm Schlafen gehen. Ganz langweilig J
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?

Fantasy in fast allen Variationen und Subgenres – bei beidem.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?

Auf meinem Unterarm habe ich ein Zitat von Neil Gaiman tätowiert: „make  good art“.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass es meine Arbeit beschreibt :D In erster Linie erinnert es mich an seinen gleichnamigen Vortrag von Gaiman und dient zur Motivation, wenn ich in einer Schreibkrise stecke. Oder wenn ich das Gefühl habe, aus den Augen zu verlieren, worum es mir beim Schreiben geht: Herzblut zu Papier zu bringen und Emotionen zu transportieren. Denn dadurch verbindet Kunst Menschen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nicht wirklich.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Das kommt darauf an, wie sie formuliert wird. An sich nehme ich konstruktive Kritik gern an, wenn ich sie kurz sacken lassen kann. Manchmal ertappe ich mich aber auch dabei, wie ich mir Dinge zu sehr zu Herzen nehme, die nicht wirklich konstruktiv sind.

Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Selfpublishing beinhaltet ein deutlich höheres finanzielles Risiko, weil man alle Kosten für das Lektorat, Korrektorat, Cover etc. selbst trägt, außerdem kommt viel Verwaltung und das komplette Marketing hinzu. Natürlich muss man sich auch als Verlagsautor um Marketingmaßnahmen kümmern, aber man hat Unterstützung. Gerade am Anfang war und ist mir das sehr wichtig. Außerdem finde ich die Einblicke in die Buchbranche durch Verlage sehr lehrreich. 
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Das Leben ist zu kurz – genießt es, sorgt euch so wenig wie möglich J