Sonntag, 11. April 2021

[Schnipseltime] Herzklopfen und Frühlingsduft von Birgit Gruber

 



Obwohl Doro konzentriert ihren gefüllten Teller studierte, konnte sie spüren, wie Felix sie beobachtete. Interessierte er sich etwa auf einmal für sie? Felix doch nicht. Sie hörte ihre Mutter mit Hanne diskutieren. Klar, altersmäßig war sie bestimmt seine erste Wahl an diesem Tisch. Aber das war auch schon alles. Sie blickte auf und sah Hanne neben Felix. Die Vorstellung der beiden als Pärchen brachte sie zum Grinsen. Dann fing sie seinen Blick auf und wurde sofort wieder ernst. Er hatte die Ellenbogen auf den Tisch gestützt und die Hände auf Kinnhöhe gefaltet.

»Sag mal, kennen wir uns von irgendwoher?«, fragte er.

Doro hielt den Atem an. Jetzt war es also so weit. Er erinnerte sich. Und sie hatte doch so sehr gehofft, dass dieser Kelch an ihr vorüberziehen würde.

»Ein blöderer Spruch fällt Ihnen wohl nicht ein?« Sie spießte mit Wucht ein unschuldiges Salatblatt auf. »Wir sind zusammen in einem Kurs, und Sie haben das Zimmer neben uns. Schon vergessen?«

Felix runzelte die Stirn. Doro war selbst von sich überrascht.

»Das ist mir schon klar. Ich meinte die Frage ernst«, erwiderte er. Seine Stimme klang ruhig und samtig.

Und da war es wieder, dieses elektrisierende Gefühl. Wie konnte es nur möglich sein, dass er diesen Effekt immer noch auf sie ausübte? Doro hielt ihre Gabel fester als nötig. Dann wurde ihr die Bedeutung seiner Worte klar. Er war sich nicht sicher! Sie stopfte sich die volle Salatgabel in den Mund, um Zeit zu gewinnen.

»Was soll denn dieses ›Sie‹, Dottylein? Wir kennen uns doch nun schon lange genug, um solche Förmlichkeiten abzulegen«, mischte Gundula sich ein. »Siehst du, Hanne, genau was ich gesagt habe. Einfach zu verklemmt, die Gute.«

Doro biss auf das harte Metall der Gabel angesichts des Dottyleins und der blamablen Äußerung ihrer Mutter. Und überhaupt. Was war denn mit der plötzlich los? Hatte etwa der Aperol Gundulas Einstellung zu Hanne verändert? Auf einmal verstanden sich die beiden richtig gut. Felix grinste, dann räusperte er sich.

»Ich schau mal zum Buffet«, sagte er und erhob sich.

Langsam zog Doro die Gabel aus dem vollen Mund. Ihr Zahn schmerzte. Na bravo!

»Deine Mutter meinte soeben, dass du bisher nicht gerade Glück mit Männern hattest«, erklärte Hanne.

»Stimmt doch. Alles, was du mir so vorgestellt hast, war … na ja, sagen wir verbesserungswürdig. Und von Matthias will ich gar nicht anfangen.« Gundula verdrehte die Augen.

Was für ein Glück, dass Felix nicht mehr zugegen ist, dachte Doro und kaute auf ihrem Salat.

»Ich hab gesagt, dass wir Mütter unseren Kindern durchaus mehr vertrauen sollten. Schließlich soll es nicht unser Partner fürs Leben werden, oder? Meine Tochter jedenfalls ist glücklich mit ihrem Martin. Ich persönlich könnte nicht mit ihm leben.« Hanne griff nach ihrer Holunderschorle und lächelte Gundula an. »Vielleicht liegt es auch daran, wie du die Freunde deiner Tochter behandelst? Hast du schon mal daran gedacht?«

Gundulas Mund wurde schmal. »Also! Was weißt du denn über mich oder …«

»Deine Verhörtechniken?«, vollendete Doro den Satz.

Hannes Zeigefinger schnellte nach vorn. »Siehst du. Da haben wir es schon.«

Gundulas Kopf wanderte langsam in Doros Richtung. Ihr Blick war beißend.

»Du weißt nicht, wie du bist oder sein kannst. Stimmt’s?«, bohrte Doro weiter. Sie genoss den kleinen Schlagabtausch, zumal Hannes Unterstützung sicher schien. »Wenn du meine Freunde verhörst, müssen die sich schon überaus gut verkaufen. Es ist vollkommen unmöglich, dass einer deinen verrückten Fragen standhält. Das hat noch keiner wirklich geschafft. Auch nicht Matthias.«

»Man wird doch wohl erwarten können, dass deine Männer ein vernünftiges Einkommen und Karriereaussichten haben.« Gundula schüttelte missbilligend den Kopf.

»Was heißt denn ›meine Männer‹? Das hört sich an, als hätte ich jede Woche einen anderen. Und über Matthias rede ich nicht!«

»Wer ist Matthias?« Felix nahm soeben wieder seinen Platz ein. Vor sich am Tisch befand sich nun eine dampfende Haxe mit Sauerkraut und Klößen. Doro hatte ihn über das Gespräch hinweg vollkommen vergessen. Leider schien er den letzten Fetzen der Unterhaltung aufgeschnappt zu haben. Super! Genau das, was sie brauchte. Nun lächelte er sie erwartungsvoll an. Die essigreiche Salatsoße brannte auf einmal in ihrer Kehle.

»Mein Ex-Verlobter.«

»Nicht schade drum. Wenn du mich fragst«, stellte ihre Mutter sofort klar. »Der hatte überhaupt keinen Pep.«

Doro sackte in ihrem Stuhl zusammen. Konnte dieser Abend noch unerträglicher werden? Sie hielt nach dem Kellner Ausschau. Was sie jetzt brauchte, war ein großes Glas Rotwein!

»Du hättest fast geheiratet? Was ist passiert?«, hakte Felix interessiert nach.

Wo war nur der Kellner? Über Matthias wollte sie grundsätzlich nicht sprechen. Und schon gar nicht mit Felix. Kuchen. Sie brauchte dringend etwas Süßes. Doro blickte auf ihren Teller. Sie hatte noch nicht mal den Hauptgang zu sich genommen. Glücklicherweise enthielt sich ihre Mutter ausnahmsweise eines Kommentars und begnügte sich mit einer wegwerfenden Handbewegung.

Plötzlich spürte Doro Felix’ Fuß an ihrem Bein. Der Raum schien auf einmal zu schrumpfen. Ein Kribbeln breitete sich an der Stelle aus, an der er sie berührte. Unfähig, sich zu bewegen, starrte sie auf ihren Teller.

»So schlimm?«, fragte Hanne nun auch noch mitfühlend.

Doro schluckte. »Wie bitte?«

In Felix’ Augen lag Belustigung.

»Ich meine das mit der geplatzten Hochzeit. Noch zu schmerzhaft, um darüber zu reden?«

Doro zuckte mit den Schultern und verwinkelte ihre Beine in sicherem Abstand unter ihrem Stuhl. Oberflächlich wirkte alles normal und locker. Doch in Doro war jeder Muskel angespannt. War das gerade Absicht gewesen? Oder hatte Felix lediglich eine entspannte Haltung eingenommen und sie dabei zufällig berührt? Doch warum hatte er dann seinen Fuß nicht wieder zurückgezogen?

»Möchtest du nicht noch mehr?«, fragte Gundula, und Doro zuckte zusammen. Felix’ Mund verzog sich zu einem angedeuteten Lächeln. Sie starrte ihre Mutter an.

»Essen«, stellte Gundula klar, als ob sie mit einer Minderbemittelten spräche. »Ich hol mir jetzt was.«

»Keine schlechte Idee. Dein Aperitif steigt dir schon zu Kopf.« Hanne grinste Gundula an, als wären sie alte Freundinnen. Die schnaufte nur und rückte ihren Stuhl heftiger als nötig nach hinten.

Doro entschloss sich mitzukommen, bevor ihre Mutter sie noch beim Versuch, sich an ihr vorbeizuschieben, einquetschte. Sicherlich war es auch ganz gut, zumindest für einige Minuten aus Felix’ Nähe zu flüchten. So lange, bis sie sich und ihre Gefühle wieder unter Kontrolle hatte. Und wenn sie Glück hatte, könnte sie sogar ein Stück Erdbeerkuchen auftreiben.


[Buchvorstellung einmal anders] Herzklopfen und Frühlingsduft von Birgit Gruber



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Doro, um mit ihr über das Buch „Herzklopfen und Frühlingsduft“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Hallo liebe Claudia, ich freue mich, dass du mich eingeladen hast.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Klar. Mein Name ist Dorothe, aber alle nennen mich Doro. Demnächst feiere ich meinen 40. Geburtstag. Seit kurzem bin ich wieder Single. Mein Verlobter hat es sich anders überlegt. Aber das ist Geschichte. Um mich auf andere Gedanken zu bringen, hat mich meine Mutter Gundula zu einer Aktiv-Woche ins 5 Sterne Hotel in den Bayerischen Wald geschleppt. Nun ja, Erholung sieht anders aus …
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Ich sag mal so:
Urlaub im Bayerischen Wald – Toll!; Mit der rechthaberischen Mutter – Es gibt besseres; Die Jugendliebe wieder sehen – weckt zweifelhafte Gefühle; Die Avancen des jungen Fitnesstrainers – überraschend; Ergebnis: statt Erholung – absolutes Chaos. Aber: wenigstens ist das Ambiente im Sternehotel schön 😉
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Oh, ich denke sie hat durchaus ihre Freude daran, mich in verzwickte Situationen zu bringen. Und ich kann dann zusehen, wie ich da zumindest halbwegs galant wieder raus komme.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
😊 Vielleicht die, in der Felix tatsächlich in der Bar mal nett zu mir war? 😉
Abgesehen davon, hat es mich ehrlich gefreut Hanne kennenzulernen. Sie ist einfach unbeschreiblich, mit ihrer alternativen und unbedarften Art.
Was glaubst du, wie viel Birgit steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Wie viel von ihr selbst darin steckt, kann ich schwer sagen. In den Charakteren wenig. Aber am Schauplatz, da war sie tatsächlich schon und sie hat ebenfalls an einer Aktiv-Woche dort teilgenommen.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie besitzt auf jeden Fall Humor. Manchmal etwas schräg, aber das mag ich. Sie ist zielstrebig und freut sich am Meisten darüber, wenn sie anderen eine Freude machen kann. Ich glaube, dass ist auch der Grund, warum sie beispielsweise diesen Urlaubs-/Liebesroman geschrieben hat. Zum Abschalten und Wohlfühlen 😉
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Unser Kurzurlaub findet ja im Frühling statt. Somit war das Wort „Frühling“ auf jeden Fall gesetzt 😉 Der Rest hat sich ergeben. Mir gefällt „Herzklopfen und Frühlingsduft“ richtig gut.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Das Cover ist superschön geworden. Mit diesem bin ich sehr zufrieden!
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Ich finde das ganz witzig 😊
„Hatte ihre Mutter nicht mehr alle Tassen im Schrank? Gut, im Hinblick auf den vergangenen Tag musste die Frage wohl besser lauten: Hatte sie nicht mehr alle Flaschen im Schrank?“
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir! Es hat mir viel Spaß gemacht, mich mit dir zu unterhalten!

Samstag, 10. April 2021

[Rezension] Ich werde dich finden - wo auch immer du bist von Alina Schüttler

 


Das Buch "Ich werde dich finden: Wo auch immer du bist" wurde von Alina Schüttler verfasst und erschien 2019 im Gegenstromschwimmer Verlag.

Die Autorin nimmt uns mit in ein Piratenabenteuer gemischt mit Amazonen. Die Protagonisten wurden gut beschrieben, jedoch half das das Geschichte nicht wirklich weiter. Es gab Szenen, da verstand man das Verhalten der Charaktere und dann wiederum erschien alles komisch.
Die Wortwahl und der Sprachstil waren gut und der Lesefluss war zu jedem Punkt gegeben. So konnte man sich stellenweise sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und zeitweise aber auch nicht.

Jeder, der einmal gerne über Amazonen und Piraten liest, wird das Buch mögen.

[Reiheninterview] Nina Glück Reihe von Zoe Zander

   

Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit Nina Glück und ihrer Autorin Zoe Zander, um mit ihnen über die Reihe „Nina Glück“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
“Hallo und vielen Dank für diese Möglichkeit.“
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Nina Glück 1 – Glück auf Probe“, „Nina Glück 2 – Glück am Abgrund“, „Nina Glück 3 – Glück und Pech“ und „Nina Glück 4 – Glück im Spiel“ mit wenigen Worten vorstellen?
Zoe: Auch eine Kommissarin hat ein Privatleben und verfügt über eine Vergangenheit. Gerade diese holt Nina öfters ein, als ihr lieb ist und erschwert ihr die Arbeit. 
Nina: Ich muss mich beweisen, aber nicht als Polizistin, sondern als Mutter. Ich liebe meinen Sohn über alles – ebenso liebe ich meinen Beruf und gebe echt alles, um den Opfern zur Gerechtigkeit zu verhelfen. Doch manchmal hilft wahrlich nur Glück, um einen Fall zu lösen. Oder, um mich vor Schaden zu bewahren, wenn ich mir im Übereifer mal selbst das Bein stelle. Neben Mutter und Polizistin bin ich aber auch eine Frau. Und wie jede schon mal im Leben, treffe auch ich nicht immer die beste Wahl. Meine Vorlieben sind nicht jedermanns Sache, aber was ich nicht ausstehen kann, sind Lügner. Die hatten bei mir schon immer schlechte Karten und das lasse ich sie auch deutlich spüren.
Du als Charakter wachst mit deinen Aufgaben, entwickelst dich weiter, bestehst so manche Situation. Was glaubst du? Fällt es der Autorin leichter dich durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Als wäre der Alltag einer Alleinerziehenden nicht schon schwer genug. Natürlich bevorzuge ich einfach gestrickte Aufgaben. Aber Zoe zeigt mir deutlich, dass sich einfache Dinge rasch zu einer Katastrophe entwickeln können. Dafür wiederum komplizierte Angelegenheiten wie von Zauberhand auf einfachstem Wege eine Lösung finden. Aber ich habe den Eindruck, als bevorzugte sie es, meinen Alltag gehörig auf den Kopf zu stellen. Manchmal möchte ich echt das Handtuch werfen. Und manchmal ihr direkt ins Gesicht.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Zoe: Nina trägt ihr Privatleben nicht auf der Zunge. Sie versteck ihre masochistische Neigung nicht, aber sie hat bestimmt nicht damit gerechnet, sich outen zu müssen, um am Arbeitsplatz einen Konflikt aufzuklären. 
Nina: Das einzig Gute an meinem Ex ist unser gemeinsamer Sohn. Es kostete mich oftmals den letzten Nerv. Dennoch versuche ich mir die Wut und Verzweiflung nicht anmerken zu lassen, um Ben aus dem andauernden Rosenkrieg rauszuhalten. Lange Zeit hielten mir beide vor, ich hätte unsere Familie zerstört. Als mir dann Ben eines Tages gestand, dass er mit seinem Vater nie wieder etwas zu tun haben will, war ich erschrocken. Lange Jahre habe ich insgeheim darauf gehofft, dass es mal so weit kommen würde und dann, als es überraschend so weit war, fühlte es sich mehr nach Niederlage als nach Sieg an. Es war ein bewegender Moment, der mir viel zum Nachdenken gegeben hat.
Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Zoe steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Gerade in der Glück-Reihe steckt mehr von mir als in jedem anderen meiner Bücher und Charaktere. Nina hat einiges erreicht und vor allem Schritte gewagt, zu denen ich noch nicht bereit bin.
Wie würdest du als Protagonist die Autorin beschreiben?
Nina: Ich merke, wie Zoe immer wieder versucht, mit den gängigen Vorurteilen aufzuräumen. Es gibt kaum eine Sparte im Alltag, die nicht davon betroffen wäre. Das Spannende ist, dass sie sich selbst immer wieder dabei erwischt, nicht ganz vorurteilsfrei zu sein.
Weißt du, Nina, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Dass Nina mehr als nur einen Fall zum Lösen bekommen würde, stand relativ schnell fest. Lange Zeit war nur eine Trilogie geplant, aber dann erkannte ich, dass Nina als Charakter sehr viel Potential in sich trägt. Man darf sich auf weitere Teile freuen. Vielleicht sogar bis in den zweistelligen Bereich.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Es war/ist unterschiedlich. Manchmal war der Titel die Grundlage der Geschichte, manchmal muss die ganze Story erst niedergeschrieben werden, um den Titel festsetzen zu können.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Die Autorin Jeanette Peters
Bist du mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Wir diskutieren manchmal lange, bis ein Cover steht. Es wird erst veröffentlicht, wenn ich zu 100% zufrieden bin.
Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
(Glück auf Probe) „Du bist eine Polizistin. Ich vertraute darauf, dass du mit Verbrechern klar kommst und dann muss ich erfahren, dass du dich von deinem Freund grün und blau schlagen lässt.“ 
(Glück am Abgrund) „Ich weiß, dass ich neben Iris nicht die Einzige bin, mit der du deine Freizeit verbringst. Das ist kein Thema für mich. Ich will jedoch meine Freizeit sonst mit keinem anderen teilen. Keinen einzigen der schönen Momente. Ich will nicht überlegen, bevor ich sage: „Erinnerst du dich …“ Ob die Erinnerung tatsächlich mit dir, oder dem anderen zu tun hat. Ich will nicht meine Gefühle teilen.“ 
(Glück und Pech) „Glaubst du, dass es gesund ist, mit vierzehn ein Kind zu bekommen?“ 
(Glück im Spiel) „Vielleicht hat dieser Gott bei Chantals Zeugung einen schlechten Tag gehabt? Die zwei Hände voll Oberweite waren bestimmt nicht als modisches Accessoire gedacht.“
Danke für das Gespräch.
Wir haben zu danken.

Freitag, 9. April 2021

[Schnipseltime] Kreuzungen von Roland Hebesberger

 




Auch Viper war in ihren Laptop vertieft.

„Was tust du da?“, fragte ich. Mittlerweile saß ich wieder am Vordersitz und versuchte, die Sonne ein wenig zu genießen.

„Wenn er etwas verschickt, will ich das wissen. Ich schreibe eine Mail an unsere Computergenies, die sollen das übernehmen.“

Diese Aufgabe sollte kein Problem sein, wenn ich daran dachte, was sie alles angestellt hatten, um mich zu schnappen. Und es dauerte nicht lange, da kam schon eine Rückmeldung.

„Verdammte Scheiße, ich habe es gewusst“, brüllte Viper.

„Was ist denn?“, fragte ich und richtete mich auf.

„Er hat Strauter ein Mail geschickt, mit einigen Beweisen.“

„Was?“

„Cornell lebt“, las sie vor. „Ich hatte recht. Anbei die Bilder von der Videoaufzeichnung von Sevilla. Er befindet sich gerade in Salzburg und beschattet mich. Wir treffen uns heute Abend in Freilassing und tauchen unter. Ich sammle alle Beweise und dann müssen wir verschwinden. Ich kenne Leute, die uns helfen können. Wir sind nicht mehr sicher.“

„Verdammt“, knurrte ich. Die Warnungen waren wohl zu schwach gewesen. Haltmeier schien immer noch zu denken, dass er gegen Klein antreten konnte. Er unterschätze die Lage, was offensichtlich war, da er dachte, sein Mailaccount sei sicher.

„Und nun, Sherlock?“, fragte Viper.

[Buchvorstellung einmal anders] Kreuzungen von Roland Hebesberger

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Cornell Rohde, Agent Eberhard Klein und Viper aus „Kreuzungen“ und dessen Autor Roland Hebesberger.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig ergänzen und die Fragen beantworten?
Roland: Hallo Claudia. Danke, dass wir heute hier bei dir sein dürfen. Gerne werden wir deine Fragen beantworten und…
Klein: Ich möchte nur klarstellen, dass wir hier sicherlich keine geheimen Informationen preisgeben werden. Für meinen Teil bin ich nur hier, weil mich sonst der Autor aus der Geschichte geschrieben hätte. Wer die Macht hat, kann Befehle erteilen. Aber Geheimes muss geheim bleiben. Verstanden?
Viper: Ja, Boss
Cornell: Aber Boss, wir sind doch aus guten Gründen hier.
Klein: Cornell, du bist neu hier bei uns, deshalb lasse ich deinen Widerspruch noch durchgehen. Aber halte dich an meine Anweisungen. Du weißt, was sonst geschehen wird.
Roland: Ich glaube, es ist besser, wenn wir einfach anfangen!
Claudia: Ich hatte vor kurzem ein langes Gespräch mit eurem Autor, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Klein: Ich hoffe, der Autor hat bei diesem Gespräch keine brisanten Details bekanntgegeben!
Roland: Also das ist Agent Eberhard Klein. Er ist bei Interpol, hat aber sein eigenes geheimes Team mit denen er seine eigenen Ziele verfolgt.
Klein: Sei ruhig, Autor! Du kannst doch nicht alles verraten!
Roland: Sie werden es sowieso bald alles lesen können. Also können wir hier auch antworten!
Klein: Mein Team und ich werden die Veröffentlichung des Buches zu verhindern wissen!
Roland: Pass auf, Eberhard. Wenn du hier nicht mitspielst, dann wirst du einen frühen und qualvollen Tod erleiden. Noch ist das Buch nicht auf dem Markt und ich kann es umschreiben!
Klein: Na gut. Wie schon erwähnt. Ich bin ein Interpol Agent, der dieses Netzwerk nutzt, um mit meinem eigenen Team für meine Auftraggeber brenzliche Aufgaben zu erfüllen. Zufrieden?
Roland: Geht doch! Danke
Viper: Mein Tarnname ist Viper, ich gehöre zum Delta Team und befolge die Befehle. Mehr darf ich nicht verraten, ansonsten bekomme ich Probleme mit meinem Boss.
Cornell: Mein Name ist Cornell Pavel Rohde. Ich war Polizist in München, bis mein Partner mich hinterging und ich meinen Job und auch meinen Vater verlor. Deshalb zog ich nach Salzburg, um mir ein neues Leben aufzubauen. Als Sicherheitsmann wurde ich Zeuge eines Banküberfalles, wo ich etwas Mysteriöses beobachten konnte. Ich bohrte zu tief und deshalb…
Roland: Verrate nicht zu viel Cornell. Die Leser: Innen die den ersten Teil noch nicht kennen, sollten nicht gespoilert werden!
Klein: Aber wenn ich das sage, ist das ein Problem!
Claudia: Könntet ihr uns das Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Cornell: Ich stehe mehrmals vor einer Kreuzung und muss mich entscheiden, wohin ich gehe. Doch ich muss Weise wählen, denn nehme ich die falsche Richtung, könnte dies fatale Folgen haben. Die Kreuzungen des Lebens haben leider keine Wegweiser!
Viper: Ich möchte hierzu ein Zitat aus dem ersten Teil „Abzweigungen“ anwenden, was dieses Buch sehr gut beschreibt: „Gibt es Gut und Böse? Oder doch nur die eine oder andere Seite?“ Während unserer Reise stellte ich mir oft die Frage, auf welcher Seite nun wer steht.
Klein: Dieses Buch beinhaltet sensible Informationen, die ich nicht freiwillig preisgeben werde. Aber soviel sei gesagt. Ich werde mein Ziel erreichen und mein Schicksal erfüllen. Egal wie hoch der Preis dafür ist!
Roland: Ich habe die Ehre, die Leser: Innen wieder in die Welt meines Debüt-Thrillers zu schicken, die voller Verschwörungen, Intrigen und Mysterien steckt. Diese verworrene Welt weiter erkunden zu dürfen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es den Leser: Innen auch wieder gut unterhalten wird!
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie geht es euch als Charaktere dabei?
Cornell: Ein wenig zu quälen? Dass ich nicht lache!
Roland: Klar macht es mir Spaß! Würde es keinen machen, wäre es sehr schwer in Buch zu schreiben. Wenn ich mir jetzt eine Geschichte vorstelle, wo für die Protagonisten alles einfach und schön ist, dann würde ich nicht lange lesen. Es geht doch darum, dass man Charaktere hat, die sich weiterentwickeln, verändern, lernen, scheitern, verlieren oder doch siegen. Einen 100 Meter Sprint läuft man auch so schnell man kann und spaziert ihn nicht gemütlich bis zur Ziellinie. Es geht darum in einer fiktionalen Welt den „Worst Case“ eines „Was-wäre-Wenn“ Szenarios zu durchspielen. Bei Thrillern ist es dann unumgänglich, dass es Gefahren, Stolpersteine und auch Qualen für die Protagonisten, wie Antagonisten gibt.
Viper: Sollte ich mal ein eigenes Buch bekommen, dann würde ich mich dafür schon etwas quälen lassen!
Roland: Ich denke mal darüber nach!
Cornell: Jede Zeile in dieser Geschichte ist für mich eine Qual. Ich frage mich immer, warum der Autor gerade mich in diese Situationen zwingt. Es ist nicht immer toll, der Auserwählte zu sein!
Roland: Ach, du packt das schon – mein Retter, mein Schlüssel, mein Vernichter!
Cornell: Ach sei doch ruhig!
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs vorstellen möchtet?
Viper: Es gibt da eine Stelle im Buch, wo ich Flugzeug sitze und einmal nicht die taffe und starke Viper sein muss, sondern auch mal meine gefühlvolle Seite zeigen darf. Die gefiel mir recht gut. Obwohl ich es liebe, die Viper zu sein!
Cornell: Da ich auch den ersten Teil nicht spoilern darf, versuche ich es so dazustellen. In Kreuzungen darf ich mich von etwas Verabschieden, was mir im ersten Teil noch verwehrt blieb. Das war wirklich ein schöner Moment!
Klein: Das Buch ist Geheimsache!
Roland: Ich mag das Ende des Buches überaus gerne. Lange habe ich überlegt, ob ich es so durchziehen soll. Aber mit dem Endergebnis bin ich hochzufrieden und ich brenne schon darauf zu erfahren, wie das die Leser: Innen erleben werden!
Claudia: Wie viel echter Roland steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? Habt ihr ihn vielleicht auch wo entdeckt, dass er nun verschweigt?
Klein: Würde es in unserer Geschichte so einen Charakter wie den Autor geben, dann würde ich ihn für mein Team engagieren. So perfide Pläne zu schmieden ist ein Talent, dass nicht ungenutzt bleiben darf!
Roland: Oh, da schleimt sich jemand ein um im nächsten Teil dabei zu sein 😊
Cornell: Ich hoffe, dass sehr viel von ihm in meinem Charakter steckt. Dann musste er wenigstens die gleiche Hölle wie ich durchschreiten!
Viper: Einen Charakter, der auf dem Autor basiert, kommt in der Geschichte nicht vor. Aber ich glaube, dass es bei jedem Schriftsteller oder Schriftstellerin ungewollt immer wieder etwas von ihm/ihr selbst drinnen steckt, weil die eigene Lebenserfahrungen die Geschichte beeinflussen, ob man will oder nicht. Also steckt sicherlich genug von ihm in der Geschichte, ohne dass er es beabsichtigt hätte oder es selbst so wahrnimmt.
Roland: Das hast du schön gesagt, Viper. Also ich versuche generell, mich selbst nicht in die Geschichten einzubauen. Da aber alles meinen Gehirn entspringt, wird schon die eine oder andere Kleinigkeit auftauchen, die meine Freunde und Familie an mich erinnern könnte.
Claudia: Wie würdet ihr als Protagonisten euren Autor beschreiben?
Klein: Geheimhaltung ist nicht seine Stärke!
Cornell: Ein überaus kommunikativer und netter Mensch, der mich wohl sehr gerne in die Hölle schickt!
Viper: Er ist sehr diskussionsfreudig, unglaublich wissensdurstig und redet manchmal viel zu viel. Aber er hat auch seine ruhigen und verschlossenen Momente. Ab und zu kann er auch ein richtiger Sturkopf sein! Wenn er sich etwas in den Kopf setzt, dann doktert er solange herum, bis er es geschafft hat. Manchmal regt er sich dann aber auch über Kleinigkeiten auf.
Roland: Das reicht schon Viper, Danke!
Klein: Über dich sollen wir schweigen, aber meine geheime Mission offenbarst du der ganzen Welt! Er ist so ein Heuchler!
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr vielleicht sogar Mitspracherecht?
Cornell: Hätte ich Mitspracherecht, würde die Geschichte ganz anders aussehen!
Viper: Ich befolge die Befehle meines Bosses und hinterfrage den Titel nicht
Klein: Das Buch sollte heißen: Streng geheim, nicht für die Öffentlichkeit zugänglich!
Roland: Der Titel stand schon fest, bevor ich den ersten Teil geschrieben habe. Also hatten meine Charaktere keine Chance, darauf einen Einfluss zu nehmen.
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Klein: Die „Top-Secret“ Kennzeichnung fehlt, das ist ganz klar!
Viper: Ich wäre gerne abgebildet gewesen
Cornell: Ich stehe schon wieder umgeben von Nebel und Blut in einer gefährlichen Situation. Also nein, mir gefällt es wieder nicht!
Roland: Es gab mehrere Varianten. Natürlich sollte der zweite Teil dem Ersten ähneln, damit man eine optische Verbindung aufbauen kann. Bei meiner Stammleserschaft habe ich die Covers bewerten lassen. Witzigerweise hat das Cover ganz klar gewonnen, was mir persönlich am wenigstens gefiel 😊 Aber es sollte den Leser: Innen gefallen und nicht mir. Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde das Cover richtig Mega, aber eine andere Variante hätte mir persönlich noch besser gefallen. Aber ich bin dankbar dafür, dass ich schon so viele Leser: Innen hinter mir habe, die mich bei so einer Entscheidung unterstützen! Danke dafür! Und ein großes Lob an die Grafikerin Melanie Hebenstreit von KWER, die das Cover wieder mörderisch gut umgesetzt hat!
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Klein: Hier spiele ich gerne mit. Eine Aussage von Cornell Rohde über mich gefällt mir sehr gut. „Unterschätze ihn nicht. Er ist erbarmungslos und dazu bereit, jeden Einzelnen hier zu töten“
Viper: Eine Aussage von meinem Boss spricht das aus, um was es eigentlich geht: „Wenn du einen Weg findest, wie wir etwas gewaltfrei lösen können, werden wir es machen. Sollte es aber unausweichlich sind, dann musst du akzeptieren, dass wir das machen, was wir machen müssen.“
Cornell: Ich möchte Viper zitieren, um ihre Aussage nochmals zu untermauern: „Es ist nicht deine Schuld, Cornell“
Roland: Als Abschluss nehme ich ein Zitat aus dem Prolog, was die Stimmung des Buches sehr gut einfängt: „Ein toter Künstler wird dich in eine neue Welt führen. Eine dunkle Welt voller Geheimnisse und Offenbarungen. Neue Weggefährten werden dich unterstützen, aber du wirst viele Opfer bringen müssen. Der Verlust wird dein ständiger Begleiter sein.“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch
Roland: Vielen Dank für die Chance uns vorstellen zu dürfen! Bleib gesund, alles Gute und bis zum nächsten Mal Claudia!
Klein: Viper, behalte diese Claudia im Auge. Wenn sie die geheimen Informationen veröffentlichen will, dann mach das, was getan werden muss.
Viper: Alles klar, Boss
Cornell: Aber wir werden hier keinen töten, das war nur ein harmloses Interview über ein Buch!
Klein: Cornell, auch du wirst es noch verstehen, dass…
Roland: Genug jetzt, gehen wir!

Donnerstag, 8. April 2021

[Rezension] Traumfänger - Die Legende vom verliebten Stern von Nadine Radermacher-Ilski

 




Das Buch "Traumfänger - Die Legende vom verliebten Stern" wurde von Nadine Radermacher-Ilski verfasst und erschien 2019.

Die Geschichte ist voller versteckter und auch direkter Hinweise, dass wir auf unsere Welt, unser Leben besonders achten sollten. Die Welt und die Protagonisten sind alle sehr detailreich und einfühlsam beschrieben.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind für die Geschichte sehr gut gewählt und es macht Spaß die Geschichte mit den Protagonisten zu entdecken. Mit ihnen zu lachen, zu weinen und zu träumen. Aber auch Pläne zu schmieden und diese umzusetzen.

Jeder, der gerne Geschichten liest, die auch Themen der Jetztzeit und interessante Themen in ihrer Storyline haben, der wird mit diesem Buch bestens beraten sein.