Montag, 1. Juni 2020

[Gewittertour] Begrüßung durch den Museumsdirektor John aus Blitzgewitterleidenschaft von Helen Rose Sky



Heute am ersten Tag der „Gewittertour“ anlässlich zum Erscheinen des Buches „Blitzgewitterleidenschaft“ von Helen Rose Sky, darf ich euch recht herzlich begrüßen. Zu diesem Anlass, habe ich mir die Chance nicht entgehen lassen, mit dem Museumsdirektor John ein kleines Interview zu führen.

Claudia: Hallo, John. Es freut mich, dass du mich heute empfängst und Zeit hast, mit mir ein wenig zu sprechen.
Hallo Claudia! Sehr gerne. Ich bin schon neugierig auf deine Fragen. 
Claudia: Was darfst du uns denn alles über deinen Beruf und deine Aufgabe im Buch bzw. Museum verraten?
Das ist schnell erklärt. Ich bin für alles zuständig, was in so einem Museum anfällt. Dazu gehört die Büroarbeit genau so wie die Planung und Umsetzung der Ausstellungen, die in Zusammenarbeit mit den Künstlern besonders viel Spaß macht. Außerdem muss ich darauf achten, dass alle Vorschriften eingehalten werden und die Sicherheit der Ausstellungsstücke und der Museumsbesucher gewährleistet ist. In solchen Nächten, wie bei diesem Gewitter … na, du hast ja gesehen, wie schnell etwas passieren kann ... 
Claudia: Hast du einen bestimmten Wunsch oder Ziel, was du persönlich oder für das Museum erreichen willst?
Für mich persönlich habe ich alles, was ich brauche. Ich habe tolle Menschen an meiner Seite und einen Job, der mich fordert und mir sehr viel Spaß macht. Für das Museum wünsche ich mir weiterhin viele Besucher! 
Claudia: Arbeitest du viel mit Künstlern oder auch der Schule oder Stadt zusammen, wenn eine neue Aktion geplant ist?
Sehr sogar. Besonders in letzter Zeit ist die Zusammenarbeit zwischen den Lehrern und Schülern aus Maxwell Manor und dem Museum sehr gewachsen. Sehr schön ist es auch, dass uns die Künstlerin Isabelle Adams ihre weitere Unterstützung zugesagt hat, was ein großer Gewinn für uns alle ist! 
Claudia: Darfst du uns eigentlich schon etwas über die neuesten Aktionen im Museum verraten?
Seit kurzem gibt es in unserem Museum Spuknächte, in denen man etwas über Sir Edward Babington, den hauseigenen Museumsgeist, erfährt. Man munkelt, dass er sich gerne in Blutmondnächten zeigt, wenn es draußen gewittert. Die Schüler von Maxwell Manor haben sich testweise schon auf die Suche nach ihm gemacht und auch einige gruselige Gespensterbilder sind unter der Anleitung von Isabelle Adams, einer ortsansässigen Künstlerin, zu diesem Anlass schon entstanden. Demnächst starten wir mit einer Reihe an Workshops, bei denen man Einblicke in das Leben der Künstler und Handwerker aus der Region bekommt. Außerdem darf ich an dieser Stelle verraten, dass wir auch bald neue Werke in Form einer Bildserie in unseren Ausstellungsräumen präsentieren dürfen. 
Claudia: Wenn du die Möglichkeit hättest bestimmte Hoppalas oder Schwierigkeiten aus deinem Leben streichen zu können, welche würdest du wählen.
Ich würde mir einfach generell wünschen, dass man mehr miteinander redet. Da darf ich mich selber nicht ausnehmen. Manchmal würde einem das sehr viel Kummer ersparen … 
Claudia: Danke, dass du für uns Zeit hattest und nun halte ich dich nicht mehr auf, da es sicher noch einiges zu planen gibt, oder?
Für dich habe ich immer Zeit. Es hat Spaß gemacht, mit dir zu plaudern! Ich hoffe, doch sehr, dass du demnächst bei einer unserer Gruselnächte dabei bist? Wir sind schon in Planung für eine Variante, die unheimlich genug für Erwachsene ist. Du siehst also, in einem Museum gibt es immer irgend etwas zu tun.

Sonntag, 31. Mai 2020

[Reiheninterview] Maybe-Reihe von Alva Furisto

 

Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Alva Furisto, um mit ihr über ihre Maybe-Reihe zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hallo, ich freue mich, dass ich hier sein kann. 
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „The Boyfriend Girl“ und „The Maybe Loop“ mit wenigen Worten vorstellen?
In der Reihe geht es um die deutsche Zollbeamtin Josi, die auf den polnischen Schauspieler Gregor Adam trifft, dessen Karriere gerade beginnt und sich bereits abzeichnet, dass er zum Weltstar werden wird. Die beiden hegen von Anfang an Gefühle füreinander, beschließen jedoch, dass sie „nur“ Freunde sind und stellen Regeln auf, um diese Freundschaft nicht zu gefährden. 
Keine Lügen. Kein Sex. Keiner schließt den anderen aus. 
Klar, dass diese Regeln zum Problem werden... Wohin das führt lest ihr in den ersten beiden Bänden. Wie wichtig Regel drei ist, bemerken die beiden dann in Band drei.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? 
Ich mag beides. Düstere Zeiten lassen uns oft tief in die Seele einer Person blicken. Das ist genauso interessant wie lustige Situationen. Zumal ich immer das Ende der Geschichte vor Augen habe und alles was geschieht dorthin führt. 
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest? 
Ich liebe die Stelle, in der Josi zum ersten Mal auf Gregor trifft und ihn dann befummelt, weil sie glaubt er trage ein Mikro und spiele ihr einen üblen Scherz. Und dann ist da natürlich Sergej mit seinen lustigen Versprechern. 
Eine dieser Stellen habe ich sogar vertont. Hier ist der Ausschnitt: 
»Hallo, Maybe«, haucht mir jemand ins Ohr. Ich erkenne sofort die Stimme und mein Körper erschaudert. Behutsam legen sich warme Finger auf meinen Rücken und ich drehe mit rasendem Herzschlag den Kopf. Fantastisch braune Augen sehen mich an. »Sergej«, raune ich ungläubig. »Wie kommst du hierher?« 
»Na, rate. Mit der Bahn geflogen.« Er zwinkert und lächelt, bevor er mir überraschend einen Kuss auf die Lippen haucht. »Darf ich mich in dich versetzen?« 
»Aber sicher. Ich freue mich wahnsinnig, dich zu sehen«, sage ich aufgeregt und mustere ihn, während er sich auf den Barhocker setzt. Seine drolligen Versprecher haben mir gefehlt und sind eine willkommene Erheiterung. 
Sein dunkles, volles Haar trägt er kurz, sein Gesicht ist makellos rasiert und um die Augen hat der Schelm einen zarten, dunklen Strich gezogen, der ihn unverschämt sexy wirken lässt. Sicher bemerken die meisten Menschen diesen Trick nicht, weil sie bei einem Mann damit nicht rechnen. 
»Was verschlägt dich in diese verschlafene Gegend?«, frage ich neugierig und zugleich erfreut, ein bekanntes Gesicht zu sehen. 
Sergej räuspert sich und fährt sich durch sein kurzes Haar. »Ich wollte ein bisschen spannen, nachdem mein Studium verendet ist«, sagt er und beobachtet mich verunsichert. 
»Das ist fantastisch. Ich gratuliere dir.« Ich umarme ihn kurz und verkneife mir angestrengt das Grinsen über seine Ausdrucksweise. 
»Danke.« Sergej ordert zwei Martini und sieht mich aufgekratzt an. 
»Wie muss ich dich jetzt anreden?«, flachse ich. 
»Meister Sergej Ivanov genügt.« Er prostet mir zu. 
Ihn zu treffen, ist wie ein Segen. Sergej versprüht wie gewohnt die Leichtigkeit des Seins und hat den Schalk im Nacken. Allerdings weiß ich, dass Gregor das ist, was uns verbindet und befürchte, das Thema wird über kurz oder lang aufkommen und die Stimmung verfinstern. 
Bevor mich jedoch ein Maybe-Loop erfasst, schiebt Sergej seine Hand unter mein Shirt auf meinen nackten Rücken und rückt näher heran. 
»Bist du allein?«, murmelt er. 
Ich sehe verdattert in Sergejs Augen. Zugegeben, er ist optisch ein ähnliches Sahneschnittchen wie Gregor, auch wenn er nicht einen Hauch Ähnlichkeit mit ihm hat. Noch dazu ist er ein Mensch, dem die Schwermut fehlt, die Gregor innewohnt. Zumindest hat er sich in meiner Anwesenheit bisher immer so gegeben. 
»Oder ist hier irgendwo der Riese, mit dem du laut Gregors Erzählungen zusammen bist?« 
»Torben ist nicht hier«, hauche ich. Doch in meinem Verstand hallt einzig der Name Gregor nach. Sergej hat ihn erwähnt. Vielleicht weiß Sergej, warum Gregor mich in Breslau plötzlich sitzen ließ. Vielleicht kann mir der Russe, der schon in etlichen von Gregors Filmen als Statist spielte, sagen, wo Gregor ist. Vielleicht weiß er, wie Gregor zu Ray steht, wie er zu mir steht. Vielleicht gibt er mir Gregors Handynummer. 
Sergej beugt sich noch näher und berührt mit dem Zeigefinger den silbernen Anhänger, den ich an einer Kette um den Hals trage. 
»Der ist von ihm?«, raunt er. 
»Nicht von Torben. Der ist von …« Mir bricht die Stimme weg. Ich fühle mich ertappt, dass ich auf meinem Selbstfindungstrip nicht das Geschenk von Torben trage, sondern den Maybe-Loop-Anhänger von Gregor. 
Sergej lenkt mich jedoch von meinen Gedanken ab, denn er kommt mit dem Mund neben mein Ohr. »Weißt du vielleicht, dass ich total auf dir stehe?«, flüstert er. 
Ich schließe die Augen und schlucke. Sein Atem streicht über meine Ohrmuschel, was mich erschaudern lässt. Als ich glaube, die volle Kontrolle über mich zurückerlangt zu haben, trinke ich von meinem Martini und sehe zu Sergej. Ich gestehe, dass er verdammt sexy ist. Aber wohin sollte das führen? 
»Warum sagst du mir das, Sergej?«, frage ich misstrauisch. 
Er lächelt mit offenem Mund und stößt seine Zungenspitze an seine Oberlippe. Diese Geste hat etwas Vulgäres, wirkt auf mich jedoch zugleich wie ein Erinnerungsschalter. Sergej streichelt mir mit den Fingerkuppen erneut über den Rücken und ich denke daran, wie er im Cut mit mir tanzte, seinen Körper an meinen gepresst, sich über die Lippen leckte und mich küsste. 
»Vielleicht möchte ich diese Nacht kommen«, sagt er. 
Ich stehe plötzlich wie unter Strom. Mein Aufenthalt rührt bereits daher, dass ich mich nicht von Gregor losreißen kann und Torben dadurch zu Recht sauer ist. Meine Gefühlswelt nun noch durch eine Nacht mit Sergej zu verwirren, ist sicher kein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er … 
»Sergej, versteh mich nicht falsch. Du bist wirklich unglaublich sexy und …« 
Er legt den Arm um mich und lehnt seine Stirn an meinen Kopf. »Was macht dich verwegen, Maybe?«, raunt er. 
»Ich weiß nicht, was dich das angeht«, sage ich verstimmt, da ich befürchte, er rückt mir noch weiter auf die Pelle. Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass er in meiner verzweifelten Einsamkeit womöglich meine Gegenwehr bricht. 
»Was, wenn ich dir sage, dass wir ohnehin keine Bedeutung haben?« 
»Was meinst du?«, frage ich verwirrt und überlege ihn zu bitten, Englisch zu sprechen, damit ich besser verstehe, was er mir sagen will. Am Ende werde ich böse auf ihn, weil ich seine verirrten Worte fehlerhaft deute. 
Sergej legt seine Hand auf meine Wange und sieht mir in die Augen. »Ich wette, wenn du mich küsst, wirst du es umgehend erfahren.« 
Ich blinzle irritiert, unsicher, ob er meint, was er sagt. »Vertrau mir, Maybe. Du wirst mich nicht bereuen.« Er zwinkert, doch ich zögere. Kurz vermittelt er mir den Eindruck, dass er gar nicht die Absicht hat, mich anzubaggern, sondern ein anderes Ziel verfolgt. Doch was sollte das sein? 
»Das ist einfach nicht meine Art. Bitte lass gut sein«, sage ich freundlich, aber bestimmt. 
Er bleibt weiter nah mit seinem Gesicht vor meinem, die Hand auf meiner Wange. »Das macht dich noch ausziehender, weißt du das?« Sergej lächelt und streicht mit dem Daumen liebevoll über meine Haut. »Was, wenn ich nicht allein hier bin?« 
»Von wem redest du?«, hauche ich. Mein Herz schlägt einige Takte schneller. 
»Wir sind beobachtet.« 
»Ist Torben etwa hier und …« Ein Treuetest von Torben wäre verständlich, aber das passt nicht zu ihm. Außerdem kennt er Sergej nicht. Die andere Erklärung ist so phantastisch und beängstigend zugleich, dass ich nicht einmal wage daran zu denken. 
»Unser Frosch sitzt wie eine Feige im Universum und beobachtet uns. Wir sollten den schlaffen Hundeschwanz zum Wedeln bringen.« 
Würde ich nicht so unter Strom stehen, müsste ich mir vermutlich den Bauch vor Lachen halten. Bei dem Gedanken mit Gregor in einem Raum zu sein, wird jedoch mein Mund trocken und mein Blutdruck sackt ab. Ich komme mir vor, als habe ich einen Schock erlitten. »Er ist hier?« Ich will den Kopf drehen, doch Sergej umfasst mein Gesicht mit beiden Händen. 
»Nicht. Ich kenne ihn lang genug. Sieh mich an wie ein Kochtopf, würge die Arme um meinen Hals und küss mich. Ich wette, das bringt ihn schneller in Heizung, als bittere Worte.« 
»Aber Sergej, ich weiß gar nicht, ob ich ihn sehen möchte.« Ich blicke entsetzt in die wundervollen Augen meines Gegenübers, die eine fantastische Ruhe ausstrahlen. 
»Hast du keine Fragen?« Sergej lächelt liebevoll und streichelt mit den Daumen meine Wangen, noch immer mein Gesicht in seinen Händen. Nun, da ich seine Absichten kenne, genieße ich seine Nähe zunehmend. 
»Und wie ich die habe«, wispere ich nah an Sergejs Lippen. 
Wie viel echte Alva steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
In Josi vereinen sich viele meiner Charaktereigenschaften. Wobei ich nicht so viele Selbstzweifel hege wie sie. Aber ich habe ja auch meinen Platz im Leben gefunden. Jeder der Charaktere arbeitet meines Erachtens immer einen Teil der eigenen Persönlichkeit heraus. Ich teile Torbens Langmut, was manchmal an Dummheit grenzt. Ich teile Gregors Rachegelüste, als er keinen Ausweg mehr sieht, auch wenn ich das so wohl nicht ausleben würde. 
In einem meiner älteren Romane gibt es Anna Gärtner. Wer mich kennenlernen will, muss die 6:42 Uhr Reihe lesen. Anna ist bei Ungerechtigkeiten ähnlich verbal inkontinent wie ich und genau so irre. Josi alias Maybe ist die softe Version von mir. Glück für Gregor. 😉 
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Verrückt. 
Liebenswert. 
Hasst Ungerechtigkeit. 
Würde für ihre Freunde alles tun. 
Alva ist kein Weg zu weit, keine Schlucht zu tief und kein Himmel zu fern, um nicht zumindest zu versuchen dorthin zu gelangen. 
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Die Idee entstand im Herbst 2019. Ich wollte das Buch für meinen Sohn beenden und las die ersten Seiten. Aber der Funke sprang nicht über. Dann bekam ich die Einladung zu einer Filmpremiere vom Promo-Team eines Schauspielers, den ich sehr mag. Er sollte bei der Premiere in Frankfurt vor Ort sein. Leider war es kurzfristig und ich gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe. Verärgert, dass ich nicht da sein konnte begann mein Kopf sich eine Geschichte dazu auszudenken. Das Kino vor Ort. Der Schauspieler ein andere. Ein Film musste her, was kein Ding war, denn der Thriller „The Rekill – Dein Tod trägt mein Gesicht“, lag bereits als Plot auf meinem Tisch. Ich dachte: Das wird ein süßer Liebesroman und hatte eine Szene mitten im Buch im Kopf, die ich unbedingt so schreiben wollte. Dann schrieb ich und bemerkte schnell, dass ich die Geschehnisse zuvor niemals in ein Buch packen kann. Also wurden es zwei. Was soll ich sagen … die besagte Szene taucht nun erst in Band drei auf. Und derzeit denke ich, dass es vier Bücher werden. 
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Ich hatte den Titel „The Boyfriend Girl“ und auch „The Maybe Loop“ von Anfang an im Kopf. Dann ging es an die Cover und da wurde die Entscheidung gefällt, zumal bereits klar war, dass Band zwei kommt. 
Der Titel „The Lock Loop“ für Band drei entstand beim Schreiben von Band zwei, als Gregor das Band um Josis und seine Hand legt, um ihre Verbindung zu symbolisieren.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Ich designe sie selbst. Daher tragen sie für mich alle wie das Bild eines Künstlers eine Message in sich. Vermutlich sehen sie nicht alle, aber für mich ist der Roman und das Cover mittlerweile eine Art Gesamtkunstwerk. 
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich liebe die Cover und ich möchte sie nicht ändern. Einzig die Farbabweichungen beim Druck durch den Anbieter treiben mich hin und wieder in den Wahnsinn. Da wären Cover ohne Personen darauf einfacher. Allerdings liebe ich Herausforderungen. 
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Oh! Das sind viele. Lustig sind die von Sergej. Dazu wird es auch bald auf meiner Autorenseite geben etwas geben. Tiefgründig werden die von Gregor in Band drei. 
»Ich zeuge dir den Eiffelturm. Bis zum Mittag sind sie sicher kaputt hier.« 
Sergej ist eine Augenweide und seine sprachlichen Kapriolen sind amüsant. Da ich nicht vorhabe, im Wohnwagen zu gammeln, bis Gregor Zeit hat, nicke ich. 
»Zeug mir den Eiffelturm. Ich bin gespannt.« 
Danke für das Gespräch.
Sehr gern. 

Samstag, 30. Mai 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Eden - der Tod ist erst der Anfang von Nathalie C. Kutscher



Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Jaden, Anna und Crazy Duke aus Eden-Der Tod ist der Anfang und deren Autorin Nathalie C. Kutscher.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
Gerne. 
Jaden: Nathalie, versuchen wir doch unser Buch gemeinsam in möglichst wenig Sätzen zu beschreiben. 
Nathalie: In dem Roman Eden – Der Tod ist der Anfang geht es um den Anwalt Jaden, dem seine Karriere wichtiger ist, als seine Frau Anna. Nach der Scheidung wird er angeschossen und vollzieht danach einen Sinneswandel. Er reist mit dem Wohnmobil quer durch Kanada und landet schließlich in einem verschlafenen Nest, in dem allerhand seltsame Menschen leben. Jeder Einzelne rät ihm, nach Crazy Duke zu suchen, einem Einsiedler, der inmitten der Wälder lebt. Tja, und als Jaden ihn findet, nimmt sein Leben eine radikale Wendung, mit der er nie gerechnet hätte. 
Anna: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? 
Nathalie: Na ja, gerade du, liebe Anna, hast es nicht leicht. Das tut mir auch wahnsinnig leid, aber ich steh doch so auf Drama :D 
Jaden: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch? Meine ist: 
Er legte den Kopf zur Seite und begann aus Langeweile, die Bäume zu zählen, die sich kilometerweit wie die Chinesische Mauer vor ihm aufbauten. 
„Machen Sie ein Picknick?“ 
Jaden schrie auf, ließ das Brot ins Gras fallen und wich zurück. Neben ihm saß ein Mann. Ein ziemlich gruseliger Mann, wie er entsetzt feststellte. Die langen dunklen, mit grauen Strähnen durchzogenen Haare, hingen dem Fremden wirr ins Gesicht. Am Hinterkopf sahen sie so aus, als hätte eine Vogelfamilie dort ihr Nest gebaut. In den schlaffen Ohrläppchen baumelten Federn, ebenso waren welche in die Haare eingeflochten, sodass sich der Eindruck einer nistenden Vogelfamilie noch verstärkte. Vermutlich waren die armen Tiere irgendwo in diesem Wust aus Haaren jämmerlich verendet. Jaden nahm an, es mit einem Ureinwohner zu tun zu haben, denn die Gesichtszüge wirkten indianisch. 
„Also, machen Sie ein Picknick?“ Die Stimme des Alten klang tief und leicht bedrohlich. Doch sie passte zur Statur dieses Catweazle-Verschnitts, denn obwohl er saß, besaß er die Anmut eines Büffels. 
Er blickte Jaden aus finster wirkenden, nougatbraunen Augen an, die buschigen Brauen, die fast zu einer zusammengewachsenen waren, unterstützten Jadens Verdacht, dass er hier vor einem irren Waldbewohner saß. 
„Nein, ich mache kein Picknick“, antwortete er schließlich, nachdem er seine Beobachtungen abgeschlossen hatte. „Ich suche jemanden, aber dafür müsste ich erst einmal den Weg dorthin finden.“ 
„Der Weg ist doch dort drüben.“ Der Waldschrat deutete mit seinen dicken Fingern in Richtung Nord-West. 
Jaden kniff die Augen zusammen und sah ... Bäume. Dieselbe Aussicht wie seit fast zwei Stunden. 
Crazy Duke: Wie viel echte Nathalie steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
Nathalie: Da es in Kanada spielt, konnte ich auf die ein oder andere Reiseerfahrung zurückgreifen. 
Claudia: Jaden, Crazy Duke unter uns. Wie würdet ihr als Hauptprotagonisten eure Autorin beschreiben? 
Sie lässt sich ständig etwas Neues einfallen. Gerade denkt man noch, man kurvt gemütlich durch die endlosen Weiten der kanadischen Wälder, sieht man sich im Moment in einer völlig bizarren Situation wieder. Gott, Teufel – sie lässt einfach nichts aus. 
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht? 
Jaden: Der alte Titel stand schon sehr lange fest, genauso lange, wie ich im ersten Kapitel darauf wartete, endlich mit dem Holzhacken aufhören zu dürfen. Ganze vier Jahre hat sie mich da stehen lassen. 
Crazy Duke: Was soll ich denn sagen? Von mir wusste sie nur den Namen, aber nicht, welche Funktion ich einnehmen würde. Na ja, ich bin jedenfalls froh, dass der Roman einen neuen Titel erhalten hat, weil der jetzt viel besser passt. 
Anna: Sagt mal, sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen? 
Nathalie: Das neue Cover passt zu 100% zur Geschichte. 
Crazy Duke: Außer, dass ich nicht drauf zu sehen bin. 
Jaden: Du stehst buchstäblich über allen Dingen, mein Großer. Dir gehört doch sowieso alles, was willst du mehr? Mehr sage ich aber jetzt nicht, sonst verrate ich zu viel. 
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Jaden: Du pokerst hoch, Anwalt und ich weiß gerade nicht, wie ich das finde. Entweder bist du verdammt mutig oder verdammt dumm. Ich bin mir da gerade nicht so sicher. 
Crazy Duke: Der Tod gleicht der Geburt. Dass du ein Leben geschenkt bekommst, ist unumstößlich, was du daraus machst, ist variabel. 
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, euch treffen zu dürfen.
Wir haben zu danken. 

[Autoreninterview] Nathalie C. Kutscher

Autoreninterview
Nathalie C. Kutscher

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Gerne :). Ich bin 47 Jahre alt, Wahlmecklenburgerin und lebe sehr ländlich und zurückgezogen mit mehr als einem Dutzend Katzen. Jaa, das sind sehr viele, hat aber einen traurigen Hintergrund. Die Mütter wurden bisher nicht richtig versorgt oder kastriert und haben uns ihren Nachwuchs quasi aufs Auge gedrückt. Leider bekamen wir nicht alle Kitten vermittelt, sodass jetzt die ganze Bande von uns versorgt wird. Das alles kann man übrigens in meinem Buch Katzen-Fratzen nachlesen. 
Seit 2017 bin ich stell. Verlagsleitung beim Telegonos Verlag und wenn ich gerade mal nicht schreibe, lektoriere ich, erstelle Cover oder betüddel unsere Autoren. Ich schreibe in verschiedenen Genres, u.a auch unter den Pseudonymen Ava Pink ( Erotik ) und Eden Barrows ( Fantasy )
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Seit ich 8 Jahre alt war, wollte ich Schriftstellerin werden. Ich habe auch immer geschrieben, die erste VÖ kam allerdings erst 2009 in Form einer Kurzgeschichte. 2010 folgte dann der erste Roman.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Ich habe bisher 20 Vös, darunter auch Novellen und Kurzromane, und bin in diversen Anthologien vertreten. Mein Schwerpunkt liegt derzeit bei Lesbian Romance. Historie schreibe ich immer gerne. In vielen meiner Bücher bringe ich eigene Erfahrungen mit ein, wie zum Beispiel in meinem Mysteriethriller Der Kuss des Meeres, der auf Island spielt, wo ich drei Jahre gelebt habe. 
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Jein :) Also einen neuen Roman wird es leider erst einmal nicht gebe, dafür arbeite ich mit 5 anderen Autorinnen an einem Gemeinschaftsprojekt. Das ist aber noch geheim. 
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Wir leben in einem alten Haus mit Garten, in dem ich eigenes Gemüse ziehe. Außerdem die vielen Katzen – damit hat sich das Thema Freizeit schon erledigt, lach. Wenn ich aber wirklich mal raus kann, fotografiere ich sehr gerne oder genieße einfach nur die Natur. 
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Ich lese Simon Beckett gerne. Barbara Wood, Lucinda Riley – das sind die, die mir spontan einfallen. 
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Ich sitze an einem großen Wohnzimmertisch aus den 60ziger Jahren, mit Blick aus dem Fenster und umgeben von großen Bücherregalen. Ich bin eher nicht so der Schreibtischtyp. 
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Mein Tag startet zwischen 5-6 Uhr morgens. Entweder beißt mir jemand in die Zehen oder will raus oder stirbt vor Hunger. Die erste Amtshandlung des Tages ist also Katzen versorgen. Wenn dann alle draußen sind, trinke ich Kaffee und lege um ca. 7.00 Uhr mit der Arbeit los. Werbung, Lektorate, Cover – was der Verlag so braucht. Um 9.00 Uhr folgt dann das tägliche Telefongespräch mit meinem Verleger, danach folgt Hausarbeit, Gartenarbeit oder was sonst noch so anfällt. Am Nachmittag geht es dann weiter. Schreiben, lektorieren, usw. Da mein Mann die meiste Zeit auf Montage ist, kann ich mir zum Glück meine Abende auch frei einteilen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Historie in beiden Fällen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Hm, früher habe ich nach dem Motto „Die Welt ist zu groß, um auf ewig an einem Platz zu verweilen“ gelebt. Direkt ein Zitat habe ich nicht.
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Island, Kanada und Ägypten. In Island habe ich gelebt, in Kanada würde ich gerne leben :D. Island ist einfach Ruhe und Natur pur. Wenn man keine Menschen sehen will, sieht man auch keine. Die Isländer als Volk gefallen mir, weil sie sich durch kaum etwas stressen lassen. Die Arbeit dort macht einfach doppelt so viel Spaß, weil man es ruhig angehen lässt. Dinge werden angepackt, ohne viel drumherum zu reden oder tot zu analysieren. Es war damals für uns einfacher, uns im fremden Land zurechtzufinden, als hinterher zurück in Deutschland zu leben. 
In Kanada gefällt mir die Weite und die Natur. Und Ägypten war von jeher mein gelobtes Land, alleine schon wegen der Kultur. Dorthin wäre ich mit Anfang 20 übrigens auch mal fast hingezogen :D
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Eigentlich schon, wenn sie berechtigt ist. Als Autor ist man ständiger Kritik ausgesetzt, damit muss man leben lernen. 
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? Oder veröffentlichst du es doch beim Verlag? 
Ich bin Hybrid, also lasse ich mal beide Fragen stehen :D. Ich wollte immer zu einem Verlag, bin dann aber mit dem Ersten auf die Nase gefallen und habe danach 2 Bücher als Spler veröffentlicht. 2014 entdeckte ich den Telegonos Verlag, der gerade erst seine Pforten geöffnet hatte. Tja, und seitdem bin ich dort. Ich habe das Glück, dadurch, dass ich stell. Verlagsleitung bin, für meine Bücher selbst entscheiden zu können. 
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Danke für eure Unterstützung und Treue.

Freitag, 29. Mai 2020

[Verlagsvorstellung] Autorin im Traumtänzer-Verlag - Tina Alba


Verlagsvorstellung
Traumtänzer-Verlag
Autorin Tina Alba


Wie hast du von dem Verlag erfahren?
Lysander und ich sind beide im Tintenzirkel-Autorenforum aktiv. Als er dort seinen Verlag vorstellte, habe ich mir sofort vorgenommen, ihm etwas zu schicken. 
Wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Traumtänzer Verlag angenommen wurde?
Der Roman, den ich Lysander geschickt habe, entstand im NaNOWriMo 2013. Während des gemeinsamen NaNo-Schreibwahnsinns im Tintenzirkel hatte Lysander schon hin und wieder mal bei mir reingelesen und kundgetan, dass ihm die Romanschnipsel gefallen würden. Daher habe ich, nachdem alles im Rohbau fertig war, einfach ganz mutig angefragt und eine Leseprobe geschickt. Die kam gut an – und mein Roman bekam ein Zuhause, ein ganz wunderbares Lektorat und ein wunderschönes Cover. 
Wer bist du? 
a) Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Tina Alba, noch nicht ganz ein halbes Jahrhundert alt, und lebe mit Mann, vier Katzen und keine-Ahnung-wie-vielen Fischen in Ostfriesland. Meine Brötchen verdiene ich mir als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Emden/Leer, nebenberuflich schreibe ich Fantasy für Erwachsene und hin und wieder auch irgendwas mit Katzen. Wenn ich meine Romane veröffentliche, dann am liebsten in Kleinverlagen oder im Selbstverlag.
b) Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben? 
Bei Traumtänzer erschien mein Gay -Fantasy-Roman „Das Geheimnis der Flammenden Rose“. Hauptfigur ist der Streuner Ilaro, ein echter Glücksritter, heute hier, morgen dort – aber die Hafenstadt Padana ist für ihn ein Ort, an den er immer wieder gern zurückkommt, denn hier hat er Freunde, hier fühlt er sich zuhause – auch wenn sein Lieblingsgasthaus inzwischen eine neue Besitzerin hat. Als im Vergnügungsviertel ein neues Freudenhaus eröffnet, ist Ilaro, der einem sinnlichen Vergnügen mit einem anderen Mann nie abgeneigt ist, sehr neugierig und besucht auf der Suche nach einem Abenteuer für eine Nacht das Haus namens „Flammende Rose“. Dort lernt er den verführerischen Tänzer Nadim kennen und verbringt die Nacht mit ihm. Was er nicht weiß: Nadim ist ein Dämonentänzer, der mit seinen Tänzen Tore in andere Welten öffnen kann. Mit einem seiner Tänze hat Nadim Shayan in seine Welt geholt – einen Incubus-artigen Dämon, der der Legende nach von Lust und Leidenschaft lebt. Doch da Nadim als Opfergabe für seine Beschwörung eine Fessel benutzt hat, die ebenfalls bei seinem Liebesspiel mit Ilaro zum Einsatz gekommen ist, hat er unwissentlich den Liebesdämon an Ilaro gebunden. Nur Ilaros Lust und Leidenschaft kann Shayan am Leben halten. Bei seinem nächsten Besuch im Haus „Flammende Rose“ wird Ilaro kurzerhand von Nadim gefangengesetzt und gemeinsam mit Shayan eingesperrt. Und damit fängt der ganze Schlamassel erst an. Denn nicht nur Nadim hat Dreck am Stecken, auch der Besitzer des Freudenhauses hat so einiges zu verbergen – und um sich und Shayan zu befreien, muss Ilaro nicht nur eine Rätselnuss knacken. 
c) Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten?
Bisher ist nichts geplant, da ich aktuell nur Phantastik in der Pipeline habe und der Verlag sich aktuell mehr auf Contemporary konzentrieren möchte. Und Contemporary schreiben ist einfach mal so gar nicht mein Ding – da warte ich lieber ab, bis mal wieder Fantasy gewünscht wird. 
d) Was ist dein Genre beim Schreiben? 
Am liebsten schreibe ich Fantasy und verpacke auch meine Gay Romances am liebsten in phantastische Settings. 
e) Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst? 
Niemals aufgeben, niemals kapitulieren. :) 
f) Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich gebe zu, wenn ich kritisiert werde, bin ich im ersten Moment immer verletzt und traurig, aber ich habe mir angewöhnt, Kritik erst einmal sacken zu lassen und in Ruhe darüber nachzudenken. Das fällt mir bei konstruktiver, sachlich formulierter Kritik allerdings deutlich leichter als bei spitzen, zynischen Kommentaren. In jeder Kritik steckt ein Körnchen Wahrheit, auch wenn mir das vielleicht nicht immer gleich schmeckt. 
g) Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Bleibt neugierig, erforscht den Buchmarkt, hört niemals auf zu lesen – dann hören wir Autor*innen auch nie auf zu schreiben! :)

Mittwoch, 27. Mai 2020

[Verlagsvorstellung] Autorin im Traumtänzer-Verlag - Màili Cavanagh


Verlagsvorstellung
Traumtänzer-Verlag
Autorin Màili Cavanagh


Wie hast du von dem Verlag erfahren?
Durch meine Mitautorin Julia Fränkle/Svea Lundberg 
Wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Traumtänzer Verlag angenommen wurde?
Ich denke, die Qualität und Originalität unseres gemeinsamen Werkes hat überzeugt. 
Wer bist du? 
a) Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Màili Cavanagh ist das Pseudonym, unter dem ich seit 2015 homoerotische Romane und Kurzgeschichten schreibe. 
Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn in der schönen Hansestadt Lüneburg. Außerdem fotografiere und lese ich gerne, sofern es mein Job als Team-Assistentin zulässt. 
b) Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben?
Bisher erst eines: „Unter weiten Adlerschwingen“ – ein Gemeinschaftswerk mit Svea Lundberg. 
Pine Ridge Reservation, August 2018 
Armut, Drogen, Gewalt, Suizide – Mit dem grausamen Alltag im Indianerreservat will sich Chayton Callahan nicht abfinden. Weniger noch, als er seine Cousine Janice eines Abends auf einem abgelegenen Schrottplatz findet – missbraucht und halb totgeprügelt. Aus bitterer Erfahrung weiß Chayton, dass die hiesige Stammespolizei nichts gegen Janice’ Peiniger wird ausrichten können, sollte es sich wie befürchtet um einen Weißen handeln. Chayton sieht nur eine Chance: Er muss einen Agenten des FBI überzeugen, sich des Falles anzunehmen. 
Doch Special Agent Logan Harris ist nicht freiwillig bei der Indian Country Crimes Unit gelandet. Schuld waren seine große Klappe und seine direkte Art, Missstände offen anzusprechen. Als sich die beiden Männer zum ersten Mal begegnen, ist schnell klar, dass Welten aufeinanderprallen. Hätten Chayton und Logan nicht ein gemeinsames Ziel, würden sie einander aus dem Weg gehen – oder miteinander ins Bett. Eine Zusammenarbeit scheint unmöglich, doch die wenigen Indizien legen nahe, dass der Täter bald sein nächstes Opfer finden wird. Und so versuchen Chayton und Logan gegenseitige Anziehung und Abneigung gleichermaßen beiseitezuschieben, um in der Trostlosigkeit des Reservats eine weitere Tragödie zu verhindern … 
c) Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten?
Leider nicht. Dafür wird es voraussichtlich in anderen Verlagen drei Veröffentlichungen von mir geben. 
d) Was ist dein Genre beim Schreiben? 
Derzeit Gay Romance. Ich habe aber auch schon Western und Science Fiction Romane geschrieben. 
e) Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst? 
Du lebst, aber das ist auch alles. Auch ein Stein lebt, wenn du Leben mit Existieren gleichsetzt. Aber leben, wirklich leben kannst du nur durch die anderen. Du lebst, weil das, was du sagst und tust, das Leben, Fühlen und Denken anderer beeinflusst, und umgekehrt. Und du stirbst auch erst, wenn sich niemand mehr deiner Worte und Taten und somit deiner selbst erinnert. Erst wenn du aus den Gedanken aller Menschen verschwunden bist, bist du wirklich tot. (Märchenmond - Wolfgang Hohlbein) 
f) Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Solange sie sachlich und begründet ist kann ich damit gut umgehen. 
g) Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Francis Bacon sagte mal: „Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.“ In diesem Sinne: Alles Bord und Segel setzen! 

Montag, 25. Mai 2020

[Verlagsvorstellung] Autor im Traumtänzer-Verlag - Herbert Feid

Verlagsvorstellung
Traumtänzer-Verlag
Autor Herbert Feid

Wie hast du von dem Verlag erfahren?
Über eine Dame, die mein Manuskript überarbeitet hat und den Verlag kannte.
Wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Traumtänzer Verlag angenommen wurde? 
Nun, Lysander fand das Buch nicht unbedingt dem Mainstream seines Verlages entsprechend, aber er hat das Experiment gewagt, etwas daraus auszubrechen. Allerdings musste ich dabei auch im Text einige Federn lassen. 
Wer bist du?
a) Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Herbert Feid, geb. 1945 Ich habe über 40 Jahre in Japan gelebt und als ich als Rentner nach Deutschland zurückkehrte mit dem Schreiben begonnen. 
b) Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben? 
Nur eins mit dem Titel „sieben monate mit mozart“. Es ist ein homoerotischer Roman ohne explizit erotisch zu sein.
c) Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten? 
Das ist noch ungewiss, es hängt wohl auch mit dem Erfolg oder Misserfolg des Experiments ab.
d) Was ist dein Genre beim Schreiben? 
Leichte homoerotische Lektüre die bis weit in das Gebiet der Unterhaltungsliteratur hineingreift.
e) Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst?
Nein!
f) Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich freue mich sehr über Kritik und versuche sie auch beim Schreiben zu berücksichtigen. Über dumme Kritik ärgere ich mich manchmal und dann ärgere ich mich über mich, weil ich mich geärgert habe.
g) Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
In dem Roman „sieben monate mit mozart“ ist sehr viel autobiographisches und biografisches Material enthalten, was vielleicht bei einigen Lesern nicht ankommt (viel hat auch schon Lysander weggestrichen) aber es ist ein ehrliches Buch und keine Fiktion. In diesem Sinne solle es gelesen werden, wenn auch einige Passagen „Dichtung“ sind.