Freitag, 22. Oktober 2021

[Rezension] Traumfängerin der Liebe von Gabriele Schossig

 



Das Buch "Traumfängerin der Liebe" wurde von Gabriele Schossig verfasst und erschien 2019.

Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise zu sich selbst und auch auf eine Reise, die Liebe zu finden. Aber nicht nur zu sich selbst, sondern auch im Großen. Der Begriff bekommt dank dem Buch eine weitere Bedeutung und man macht sich Gedanken über so einiges. Was gehört dazu? Wie viel hält Liebe aus?
Die Wortwahl und der Sprachstil sind für die Geschichte sehr gut gewählt und man fällt förmlich in die Geschichte. Mit Tiefgang und Herzenswärme kommt das Buch in Fahrt und nimmt uns mit auf die Reise. Die Protagonisten sind alle sehr gut beschrieben und auch die Beschreibung der Plätze lädt zum Träumen und Verweilen ein.

Jeder, der einmal ein Buch über Selbstfindung, Liebe, Reisen und Träume lesen will, das auch durch den Tiefgang überzeugt, sollte zu diesem Buch greifen und die fast 600 Seiten genießen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Der Geist eines Psychopathen (Penny Archer 1) von G. S. Foster

 



Buchvorstellung einmal anders



Nach dem Autoreninterview drückt mir G. S. Foster seinen Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch des Autors „Der Geist eines Psychopathen (Penny Archer 1)“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Na hallo. Ich bin schon ein wenig nervös. Sowas tue ich hier zum ersten Mal.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Sehr gern.
Mit "Der Geist eines Psychopathen" legt mein Autor G.S. Foster einen Roman vor, der die Grenzen des Horror- und Thriller-Genres nicht nur verschiebt, sondern regelrecht sprengt.
In Zeiten, in denen der Buchmarkt von immer gleichen Serienmördern und zynischen Ermittlern überschwemmt wird, ist es die Rückbesinnung auf die Ursprünge des klassischen Horrors, die mich so lesenswert macht. Ich bin ein spannendes und düsteres Lesevergnügen mit einer starken weiblichen Heldin und jeder Menge Nervenkitzel.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne, lustige oder schwierige, düstere, traurige Zeiten und Situationen zu führen?
Da macht G.S. keinerlei Unterschied. Er lässt die Figuren immer genau die Situation erleben, die der Plot verlangt. Ohne Rücksicht auf Verluste schickt er seine Figuren entweder durch die Hölle oder durchs Paradies. Wichtig ist, dass die Leser dabei mitfühlen können.
Er ist auch ziemlich rigoros, was das Töten anbelangt. Bei ihm kann sich keine Figur sicher sein, es bis zum Ende des Buches zu schaffen. Nicht einmal die Hauptfiguren.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Oh, das ist schwierig. Ich liebe alles an und in mir. Da sollte sich jeder Leser am besten selbst einen Eindruck verschaffen. Es gibt bei mir mehr als genug zu entdecken :)
Weißt du wie viel G. S. tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Also ganz genau weiß ich das natürlich nicht. Aber ich habe schon mitbekommen, dass die Hauptfigur Penny Archer einige seiner Charaktereigenschaften erhalten hat. Aber ich denke, dass jede Figur in mir irgendwo ein kleiner Teil G.S Foster ist.
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Er weiß genau was er will. Er lässt alle Figuren an der kurzen Leine und kennt den Plot von A bis Z. Nur in den seltensten Fällen weicht er von seinem vorher abgesteckten Plan ab und was soll ich sagen, es hat bisher gut funktioniert. Klar, ist er zu mir, zu den Figuren und auch mit sich selbst ab und an etwas zu streng. Aber ich kann ihm verzeihen, dass er bei mir den absoluten Perfektionismus anstrebt. Ich will ja schließlich auch so gut wie nur möglich ankommen. Leider macht er sich dadurch das Leben und das Schreiben ein wenig zu schwer. Aber du weißt ja, wie Autoren so sind.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel steht schon seit Jahren fest. Ursprünglich war ich auch kein einfacher Roman, sondern ein englischsprachiges Drehbuch. Aber im Laufe der letzten beiden Jahre haben G.S. und ich da einiges an mir verändert und angepasst. Nur mein Titel war stets in Stein gemeißelt und nicht verhandelbar.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Da gibt es rein gar nichts zu bemängeln. Meine kühnsten Erwartungen wurden damit noch übertroffen. Und es scheint ja auch so da draußen sehr gut anzukommen.
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob der Autor viele echte Plätze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Bis auf die Sache mit dem Geist und ... nein, da würde ich jetzt zu viel verraten. Aber das Buch spielt in New York und auf Oahu. Geografisch stimmt alles so weit, was es in mir zu entdecken gibt. Aber sicher wurden hier und da ein paar Änderungen der Spannung und Dramaturgie wegen vorgenommen.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Oh, das ist aber fies. Das ist ja fast so, als würde man eine Mutter nach ihrem Lieblingskind fragen. Aber gut, mir gefällt der Einstieg meines Prologs richtig gut.
„Bis dass der Tod euch scheidet.“
Ich glaube, dieser Satz weckt sofort Neugier, baut Spannung auf und bringt die bedrohliche Atmosphäre gut herüber.
Nun betritt der Autor wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Mir auch. War mal eine sehr neue Erfahrung. Vielen lieben Dank :)
Dann wende ich mich dem Autor zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] G. S. Foster

Autoreninterview
G.S. Foster

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Aber gern doch. Ich bin G.S. Foster (ja, ich gebe es zu, das ist ein Pseudonym :) ), bin 29 Jahre jung und komme aus dem schönen Osten Deutschlands. Ich bin Geschichtenerzähler, Bücherwurm und Cineast und stehe als Autor für einen spannenden Mix aus übernatürlichem Horror und Thriller.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das ist bei mir die gleiche Geschichte wie bei vielen anderen Autoren auch; durchs Lesen. Wenn man viel und regelmäßig liest, gelangt man irgendwann an einen Punkt, an dem es einen in den Fingern juckt und man es einfach mal selbst versuchen will. Ich liebe seit meiner Kindheit Bücher. Erst waren es Märchen, dann TKKG und die ??? und dann bin ich über Abenteuer- und Kriminalromanen letztendlich bei Horror und Thriller hängen geblieben. Daher schreibe ich bevorzugt in diesen Genres.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Also bisher erschienen ist noch kein Buch von mir. „Der Geist eines Psychopathen“ ist mein Debütroman, der ab dem 21.10.21 erhältlich ist. Das Buch bildet den Auftakt zu einer ganzen Buchreihe über die Ghostwriterin Penny Archer und ihre Begegnungen mit dem Übernatürlichen dieser Welt. Die Bücher sollen spannende und kurzweilige Unterhaltung im Genremix aus Horror und Thriller bieten. Ich hoffe, die Leser sehen das ähnlich.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ständig :). Tatsächlich arbeite ich immer an zwei Projekten gleichzeitig. So kann es mir nie passieren, dass ich einmal in meiner Arbeit als Autor feststecke. Aktuell schreibe ich die Rohfassung für Band vier, während der dritte Penny Archer-Teil von mir parallel korrigiert wird.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Da ich selbständig bin, arbeite ich selbst und ständig. Nein, Spaß beiseite. Ich kann mir tatsächlich meine Arbeits- und Freizeit einteilen, wie ich möchte. Aber natürlich sind die Tage und Wochen vor bzw. nach einem Buchrelease recht stressig. Da komm ich auch relativ wenig zum Schreiben, weil eben andere Dinge vorbereitet und erledigt werden müssen. Buchmarketing macht sich nicht von selbst. Aber da Bücher und das Schreiben mit zu meinen Hobbys gehören, verschwimmen bei mir die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Da gibt es (zu) viele. Tatsächlich lese ich aber so gut wie jeden Abend noch eine halbe Stunde, um den Kopf frei zu bekommen. Mein absoluter Lieblingsautor ist und bleibt Stephen King. Ich weiß, es grenzt schon fast an ein Klischee, aber durch ihn habe ich meine Leidenschaft für Horror entdeckt. Daher zählt er auch mit zu meinen größten Vorbildern.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Da ich nur am Laptop schreibe, bin ich was das angeht flexibel. Dennoch bevorzuge ich meinen Schreibtisch als gewohnte Umgebung, in der ich mich einfach wohl und geborgen fühle (ganz zu schweigen davon, dass ich hier meine Rechercheunterlagen und Sekundärliteratur stets griffbereit habe).
Im Sommer zieht es mich auch ab und zu in den Liegestuhl an den Pool, um dort zu schreiben. Ein Vorteil eines Lebens als Autor.
Aber ganz egal, wo ich schreibe, ich schätze die Ruhe. Ich bin keiner der Autoren, die unter Menschen im Park oder in einem Café schreiben. Bei diesem Trubel würde ich keinen vernünftigen Satz zustande bekommen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe gegen 6 Uhr auf und erledige den ersten Schwung an Social Media. Dann mache ich eine Stunde Sport, Frühstück und gegen 8.00 Uhr sitze ich dann am PC und arbeite im Schnitt bis 17.00 Uhr. Natürlich verschieben sich die Zeiten immer mal wieder, wenn ich die mir gesteckte Wortzahl für den Tag entweder eher erreiche oder länger dafür brauche.
Ich arbeite an mindestens 5 Tage die Woche an meinen Geschichten. Je nachdem, ob ich eine Deadline für z.B. das Lektorat einhalten muss, kann es auch mal mehr werden. Grundsätzlich bemühe ich mich aber, einen Sonntag zu haben. Der kann auch mal auf einen Mittwoch fallen ;)
Meine Freundin und meine Familie unterstützten mich voll und ganz dabei. Sie geben mir die Zeit und vor allem die Ruhe, zu schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ganz klar: Horror und Thriller. Was aber natürlich nicht heißt, dass ich mich auch gern mal in „einfache“ Belletristik oder einen schönen historischen Roman verirren kann.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Oh, ich bin kein großer Fan von Zitaten oder Motivationssprüchen. Aber das einzige Zitat, nachdem ich die letzten Jahre gelebt und gearbeitet habe, stammt vom großen Regisseur James Cameron: „Failure is an Option. Fear is not.”
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ganz klar: die USA. Wenn ich alle Gründe aufzähle, wieso ich dieses Land so liebe, würden wir den Rahmen dieses Interviews sprengen. Aber kurz gesagt, ich war schon öfters dort, bin durch Musik, Filme und Bücher stark amerikanisiert aufgewachsen und finde die Menschen und die optimistische und freiheitsliebende Einstellung dort ungeheuer motivierend und inspirierend. Die meisten Ideen für meine Bücher habe ich während früheren Urlauben in LA, Las Vegas und New York bekommen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Das solltest du lieber andere fragen :D. Nein, grundsätzlich kann ich mit Kritik schon umgehen, wenn sie sachlich und konstruktiv ist. Was aber nicht heißt, dass ich mich „kampflos ergebe“ und mit meiner eigenen Meinung hinter dem Berg halte.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich wollte endlich so schnell wie möglich meine Geschichten veröffentlichen. Und das geht als Selfpublisher nun mal viel einfacher. In der Zeit, in der ich bei Agenturen oder Verlagen mit Exposés Klingeln geputzt hätte, habe ich schon zwei oder drei Bücher veröffentlicht. Ich schließe natürlich nichts für die Zukunft aus, aber bisher genieße ich die Freiheit und Unabhängigkeit, meine Horror-Thriller ohne „Verlagszensur“ zu veröffentlichen, sehr.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Glaubt an euch! Wenn ihr eine Leidenschaft habt und damit Geld verdienen wollt, dann tut es. Denkt an mein Lieblingszitat: Scheitern ist eine Option, aber Furcht ist keine!
Ach ja, und lest die Penny Archer-Reihe ;).

Montag, 18. Oktober 2021

[Rezension] Residenz Seelenheil von Gerd Schäfer und Sina Land

 



Das Buch "Residenz Seelenheil" wurde von Sina Land und Gerd Schäfer verfasst und erschien 2021.

Die Autoren nehmen uns mit auf eine Altersresidenz, die besonders ist und sieben wundervollen Charakteren ein zu Hause gibt. Man kann sich in die Bewohner hineindenken, erlebt so manches interessante und überlegt wer Magnus Violent ist.
Die Wortwahl und er Sprachstil sind für die Geschichte perfekt und es macht Spaß alles zu erleben und die verschiedenen Emotionen, die sie durchfließen mit ihnen zu erleben. Man kann mit ihnen lachen, weinen, entdecken, Vergangenes aufarbeiten und das Jetzt genießen.

Jeder, der gerne einmal eine humorvolle Geschichte mit Tiefgang über Freundschaft, Erkenntnisse, Liebe und Tod lesen will, dem kann ich das Buch sehr empfehlen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

Sonntag, 17. Oktober 2021

[Rezension] Frühlingswolkenmelodie: Zarte Klänge in St. Helens von Helen Rose Sky

 



Das Buch "Frühlingswolkenmelodie: Zarte Klänge in St. Helens" wurde von Helen Rose Sky verfasst und erschien 2021.

Die Autorin entführt den Leser ein 5. Mal nach St. Helens und man darf ein neues Pärchen auf ihrem Weg begleiten. Riley, der Vollblutmusiker und Alessia, die ihr Glück in der Kleinstadt sucht, wo ihre Verwandten wohnen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man erfährt sehr gut die Gefühlswelt der beiden.
Die Wortwahl und der Sprachstil tragen dazu bei, dass man sich im Buch wohlfühlt und so manches mit ihnen erlebt. Man kann mit ihnen lachen, weinen, erleben und sich wundern.
Ab und zu möchte man die Charaktere nehmen und sie zur Vernunft schütteln. Es macht jedes Mal Spaß wieder nach St. Helens zu kommen. Es ist ein Nachhause kommen, man trifft wieder alte Bekannte und lernt manche wieder genauer kennen.
Obwohl es der 5. Band der St. Helens Reihe ist, kann jedes eigenständig gelesen werden.

Jeder, der Liebesgeschichten gerne liest, der ist mit diesem Buch bestens beraten.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung

[Reiheninterview] Remember-Reihe von Romy Terrell

 

Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Romy Terrell, um mit ihr über ihre Reihe „Remember“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hallo, ich freue mich sehr. Danke, für dein Interesse an meinen Büchern und deine Zeit.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Remember – Nichts bleibt vergessen“ und „Remember – Die Erinnerung bleibt“ mit wenigen Worten vorstellen?
Auf der Suche nach ihrer verlorenen Kindheit gerät Mia in die Hände einer kriminellen Bande. Als alles verloren scheint, stellt sie fest, dass ihr Leben auf einer Lüge basiert. Sie kämpft um ihr Leben, übernimmt Verantwortung und findet die Liebe.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Im Allgemeinen hängt das von meiner Tagesstimmung ab. Wobei mir schwierige Szenen generell leichter fallen als zum Beispiel Kussszenen. An denen feile ich ewig, weil sie nicht kitschig klingen sollen.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Mehrere. Hier ist eine davon:
»Ist es nicht seltsam, neben der Person zu stehen, die dir mehr Leid zugefügt hat, als du ertragen konntest, und sie nicht zu hassen?«
Eine Zeit lang sehe ich ihr tief in die Augen. Der Grund für unsere Verbundenheit liegt tiefer, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Dieses Mädchen war alles für mich. Meine Verbündete, meine Freundin, meine Familie, mein einziger Lebensinhalt; oder mit anderen Worten: der Grund, der mich am Leben hielt. Und das tut sie auch heute noch.
»Nein. Das ist es nicht.«
Sie geht einen Schritt zurück und senkt den Kopf. »Du solltest mich dafür hassen, Ryan. Diese Narben hast du meinetwegen. Nur weil ich nicht schnell und stark genug war.«
»Das kann ich nicht. Ich habe es versucht. Immer und immer wieder. Ich hasse es, dich nicht zu hassen. Ich hasse es, zu wissen, dass du all die Qualen nur meinetwegen erleiden musstest. Dass ich dich immer wieder zur Flucht überredet habe. Und noch mehr hasse ich, dich so sehr zu lieben, dass ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen kann. Ich habe dir das angetan. Dafür solltest du mich hassen.«
Wie viel echte Romy steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Wenn es eine Gemeinsamkeit mit einem der Charakter gibt, dann ist es, dass ich wie Mia das Shoppen hasse.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Ein bisschen schusselig, humorvoll, ehrlich, ehrgeizig, empathisch und minimal perfektionistisch.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Erst nachdem mein Manuskript achthundert Seiten hatte und geteilt werden musste, kam der Gedanke an eine Reihe. Allerdings wurde nur eine einzige Szene aus den vierhundert vorhandenen Seiten für Teil zwei verwendet. Der Rest wurde neu geschrieben.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
„Remember – Nichts bleibt vergessen“ stand schon zu Beginn fest. Als klar war, dass es zwei Teile gibt, war auch der Zweite schnell gefunden.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Der liebe Renee von Dream Design - Cover and Art.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich bin zufrieden damit. Wir haben lange daran gebastelt und die Zusammenarbeit mit Renee war und ist super.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
»Noch mehr hasse ich, dich so sehr zu lieben, dass ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen kann.«
»Gefühle halten sich nun mal nicht an Regeln.«
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir für das interessante Interview. Es hat mir großen Spaß gemacht.

Samstag, 16. Oktober 2021

[Schnipseltime] Wunschmagie - Labyrinth des Herzens von Kiara Roth

 


Mit vorsichtigen Schritten schlich Alex näher an Jess heran. Ich hielt den Atem an. Nichts passierte. Er streckte die Hand nach einer Wurzel über ihrem Schlüsselbein aus und strich darüber, als wollte er sie mit den Händen inspizieren. Unmittelbar danach zog er mit der anderen Hand sein Taschenmesser aus der Hose und stach mit einer gezielten Bewegung in die Wurzel – oder versuchte es zumindest. Noch bevor die Klinge die Wurzel berührte, knickte diese in einem großen Bogen zur Seite. Als ob sie spürte, dass jemand ihr Schmerzen zufügen wollte.

Er starrte das Messer in seiner Hand an und schüttelte mehrmals den Kopf. Tina schubste ihn zur Seite.

»Worauf warten wir? Wir müssen diese Dinger beseitigen, bevor sie Jess erwürgen!«

Sie schnappte sich das Messer und begann, wild auf die Wurzeln neben Jess einzustechen. Sie wichen Tinas Hieben aus, sobald sie auf sie zielte, und verfielen dabei in einen rhythmischen Tanz, dessen Anblick ich mich kaum entziehen konnte. Tinas Hand verkrampfte sich um den Griff, ihr Gesicht lief rot an. Je schneller sie zustach, desto wilder tanzten die Ranken miteinander. Tina hatte keine Chance. Doch sie schrie und stach mit Tränen in den Augen weiter auf die Wand ein. Je öfter sie zustach, desto stärker sprossen die Wurzeln. Sie bildeten immer mehr Auswüchse, bis diese die ganze Felswand tapezierten.

»Lass es, Tina!« Meine Stimme hallte durch den Gang. »Du bringst sie in Gefahr!«

Ich schlang meine Arme um ihre Taille und zog sie von Jess und der Wand weg. Sie fauchte und fuchtelte wild mit den Armen. Das Messer streifte meine Hand, scharfer Schmerz durchzuckte mich. Ich unterdrückte ein Wimmern und startete gleich einen neuen Versuch, ihr das Messer zu entwenden. Alex ging dazwischen und schaffte es mit einem geübten Griff, ihr die Waffe zu entziehen.

Völlig außer Atem ließ ich Tina los und starrte auf die blutende Wunde auf meinem Handrücken. Der brennende Schmerz spülte auch die Wut wieder in mein Bewusstsein, die sich wie Gift in meinem Herzen einnistete. Mein Blick wanderte weiter zu Jess. Als ob ein Damm in mir brach, stürzten alle Gefühle der vergangenen Tage gleichzeitig über mich herein, tobten in mir, zerrten an mir. So sehr es mich erleichterte, Jess endlich wiederzusehen, so wenig hatte ich meine Enttäuschung vergessen. In meinem Bauch glühte der Knoten auf, zu dem sich unsere Konflikte verstrickt hatten, und setzte meine Adern in Flammen. Sie hatte mein Vertrauen missbraucht. Mich angelogen und ignoriert, als ich sie am meisten gebraucht hatte.

Ich würde alles tun, um sie zu retten, aber wenn ich nicht durchdrehen wollte, brauchte ich die Gewissheit, dass sie auch danach weiter für mich da sein würde.

»Warum hast du es mir nicht einfach gesagt?« Zum ersten Mal gelang es mir, ihr direkt in die Augen zu blicken. Jess zitterte am ganzen Leib, was die Wurzeln noch unruhiger machte.

»Es tut mir doch leid«, krächzte sie. »Du weißt doch …« Ein Würgen erstickte ihre Stimme. Die Wurzeln rankten sich weiter bis zu ihrem Hals. Es ging viel zu schnell.