Samstag, 25. Mai 2019

[Coverinterview] Nach Sonnenuntergang von Jon Padriks


Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? War es dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe der Zeit?

Nope. Der Titel stand eigentlich schon vor rund zehn Jahren fest, als ich mich (zum ersten Mal) entschloss, meine unheimlichen Geschichten in einem Buch zusammenzufassen. Denn es sind eben Schauergeschichten, die man sich auch im Zeltlager nach Sonnenuntergang am Lagerfeuer erzählt – und zumeist geschieht das Grauen ja auch nachts. Nach Sonnenuntergang ist für viele Leute die rechte Zeit zum Lesen; nach Sonnenuntergang scheint uns der Glaube an das Unheimliche möglicher als am Tage. – Dass wir den Untertitel »– Sie kommen nachts ...«, also den Titel einer meiner Geschichten, letztlich hinzunahmen, ist nur dem Umstand zu verdanken, dass »Nach Sonnenuntergang« an sich schon zahlreich auf dem Buchmarkt vertreten ist.
Hattest du genaue Vorstellungen, was sich darauf befinden sollte oder hast du den Coverdesignern freie Hand gelassen?
Ich hatte recht genaue Vorstellungen. Nachdem klar war, dass ich das Buch herausbringen wollte, hatte ich sogar schon – quasi aus Spaß – ein Cover gefertigt: in Rot leuchtende Augen auf schwarzem Hintergrund, blutgetränkter Schriftzug. Allerdings waren die Augen wie die Schrift – für den privaten Gebrauch – frei aus dem Internet downzuloaden. Und mein Verlag zauberte aus meinem ihm zugesandten Bild dieses wesentlich bessere, hervorragende Cover, das ich schlichtweg liebe. <3
Das Haus, die Schrift und die Augen bzw. beleuchteten Fenster machen das Cover sehr speziell. Haben diese Bilder und der Titel eine besondere Bedeutung für dich oder die Geschichten?
Nun, aufgrund meiner Vorgabe – ich liebte diese GIF mit den roten Augen, die ich irgendwann gefunden hatte – und der Schrift, zauberte Shadodex einige Cover an, die allemal besser waren als meines; ich entschied mich dann aber für das aktuelle, das mir am besten gefiel. Denn der Hintergrund musste schwarz wie die Nacht sein – eben nach Sonnenuntergang –, ein Haus spielt in mancher Geschichte eine wesentliche Rolle – und diese Augen: einfach genial.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich etwas ändern wollen? 
Nee, bestimmt will ich an meinem Cover nichts anders haben, gar nix. Denn auch wenn es nicht die blutgetränkte Schrift ist, die ich auf meinem Coverentwurf hatte: die Schrift, die der Verlag auf mein Cover packte, kommt besser! (Außerdem hatte mir Shadodex sogar hier die Wahl zwischen zwei Schriften gezeigt, was einmal mehr aussagt, wie sehr sich der Verlag bemüht. <3 )

[Geschichteneinblicke] Nach Sonnenuntergang von Jon Padriks


Geschichteneinblicke 

Ich möchte heute noch mit Jon manche der Geschichten genauer besprechen.


Meine Lieblingsgeschichte ist „Der beste Freund des Menschen“. Wie bist du auf diese Idee gekommen, die Geschichte durch den „großen Schwarzen“ aufzupeppen?
»Aufgepeppt« habe ich die Geschichte durch den »den großen Schwarzen« nicht. Im Gegenteil. Denn nur durch ihn kam ich überhaupt auf die Idee! Eine liebe – leider längst verstorbene – Freundin erzählte mir damals, vor etwa 30 Jahren, eine Urlaubserinnerung. Laut dieser war sie seinerzeit in Italien in Urlaub. war spät abends – wie meine Protagonistin – mit Freunden im Auto unterwegs, musste Pipi … und hörte den Hund bellen. Bedrohlich. Und eigenartiger Weise muss er umso bedrohlicher gebellt haben, je näher sie schließlich dem Auto wieder kam. Gesehen hat sie den Hund nicht. Und zum Glück ist auch sonst alles andere an der Geschichte erfunden. Aber die Story entstand schon in meinem Kopf, noch während ich meiner Freundin zuhörte.
Auch das Kartenspiel ist eine ganz besondere Geschichte. Spielst du auch selbst, oder wie kam es zu dieser Idee?
Es gab mal eine Zeit, in der ich ganz gerne gepokert habe – um Streichhölzer oder um Plastikchips. Nie um Geld. – Grundlage für die Geschichte ist allerdings die Mär, die mir mein Vater einst erzählte. Nach dieser sollen tatsächlich einst ein paar Männer in der Christnacht statt in den Gottesdienst zu gehen, Karten gespielt und ein Hufeisen unter dem Tisch gefunden haben. – Dass daraus eine Geschichte mit »Drumherum« entstehen musste, ist klar, oder.
Wenn ich dich jetzt fragen würde, was deine absolute Lieblingsgeschichte in deinem Sammelband ist. Welche ist es und weshalb?
Hatten wir diese Frage nicht in etwa schon, und ich antwortete dir, »Es« ist meine persönliche Lieblingsgeschichte? 😉 In ihr finden sich eben eigentlich alle Facetten des Horrorgenres wieder – wenn man so will, sogar ein wenig Splatter.

[Buchvorstellung einmal anders] Nach Sonnenuntergang von Jon Padriks


Buchvorstellung einmal anders 

Ich treffe mich heute mit dem Autor Jon Padricks, um mit ihm über seine Kurzgeschichtensammlung „Nach Sonnenuntergang“ zu sprechen.


Hallo! Danke, dass du dir heute Zeit nimmt, um für dein Buch zu antworten.
Ich danke dir für diese Möglichkeit! ❤️
Würdest du dein Buch in max. 5 Sätzen beschreiben?
Wie du ja schon richtig sagst, ist es eine Kurzgeschichtensammlung mit den wohl besten unheimlichen Geschichten aus rund 30 Jahren. Da sowohl Untote als auch Monster und nicht zuletzt Außerirdische in den Geschichten vorkommen, ist wohl für jeden Leser von Schauerliteratur etwas dabei. Ich möchte jedoch noch einmal ausdrücklich betonen, dass es Schauergeschichten sind. Wer Splatter bevorzugt, wird mit diesem Buch wohl nicht glücklich werden; hätte ich Splatter geschrieben, hätte ich mir allerdings auch einen anderen Verlag suchen müssen, da Shadodex - Verlag der Schatten Grusel- aber eben keine von Blut triefenden Geschichten verlegt.

Besonders stimmungsvolle Bilder, die vom Verlag zu den einzelnen Geschichten eingefügt wurden, machen es aber für jeden Liebhaber des Genres zu einem wohl edlen Kleinod.
Szenen nach Sonnenuntergang können ja mitunter sehr gruselig sein. Welche Geschichte ist dir im Buch am liebsten? 
Meine persönliche Lieblingsstory in dem Buch ist “Es”, in der ich wohl auch “alle Register gezogen” habe. 😄
Hast du jemals überlegt auch in einem anderen Genre zu schreiben oder es zumindest einfließen zu lassen?
Wie ja schon an anderer Stelle gesagt, schreibe ich außer Horror auch im romantischen Bereich. Und ab und an auch über “das ganz normale Leben”. (Allerdings trete ich hier unter einem anderen Pseudonym bzw. meinem Realnamen auf.)
Hast du Lieblingsstellen, in deinem Buch, die du uns gerne vorstellen würdest? 
Ei, das fällt mir nicht leicht, da zweifellos jede Geschichte ihre besonders starken Momente hat. Daher macht es vielleicht Sinn, auf die ja schon erwähnte Geschichte »Es« näher einzugehen: Hier habe ich, wie ich denke, recht gut beschrieben, wie es ist, wenn ein fremdes Etwas Besitz von einem Menschen ergreift und seinen Verstand vernebelt, bevor derjenige stirbt. Auch erinnere ich mich gut an die Szenen, in denen ich schildere wie dieses Etwas in der Figur agiert, ihn von innen heraus auffrisst und schließlich aus ihm herausströmt. Schließlich mag ich aber auch die Szene sehr, als die herbeigeeilten Cops gegen das bzw. die Monster kämpfen, dem Einen kurzerhand die Hand abgetrennt wird, in der er die Pistole hält und einen Anderer nachher eine kleine Ewigkeit in unmittelbarer Bedrohung von diesem fremden »Es« erlebt. – Aber, wie ja gesagt, jede Geschichte hat ihre Stellen, die ich besonders mag...
Wie viel echter Jon ist in deinen Geschichten oder in dem ein oder anderen Charakter versteckt? 
Hm, gute Frage! Denn es gab mal eine Zeit, da hatte ich die Befürchtung, ein Psychologe könnte meine Geschichten zu lesen bekommen. 😄 Ist seit Langem zum Glück nicht mehr so. Aber doch, denke ich, steckt wohl irgendetwas von mir – meinen Ängsten, Träumen, Hoffnungen und Erlebnissen – in jeder meiner Geschichten.
Leser sind immer neugierig. Wie würden dich deine Protagonisten beschreiben? 
Als Schinder. 😄 Nee, ich glaube, gut wären zumindest die meisten von ihnen nicht gut auf mich zu sprechen; würden mich womöglich als Drückeberger bezeichnen. Immerhin lasse ich sie erleben, was ich nicht erleben möchte. Allerdings gebe ich ihnen (wohl fast) allen auch den Glauben an die echte, große Liebe, und nicht wenige von ihnen erfahren diese auch – oder haben diese zumindest vor ihrem Tod erfahren. Also dürfen sie mir zumindest in dem Punkt auch dankbar sein. 😄
Was ist dein Lieblingszitat aus den Kurzgeschichten?
Pff. Mit »Zitat« meinst du einen Ausspruch meiner Figuren? – Dann bringst du mich ein weiteres Mal zum Grübeln. Denn meine wörtlichen Reden haben wohl auch durchaus ihre Berechtigung. Allerdings sprechen meine Figuren alle, wie ihnen »der Schnabel gewachsen« ist. Aber vielleicht ist Katjas Aussage aus meiner Geschichte »Halloween« einen besonderer »Schlüsselsatz«, und der lautet: »Es gibt da dieses Gerücht … Du musst wissen, es ist nur ein Gerücht. Aber ein Versuch kann ja nicht schaden. Oder?«
Herzlichen Dank für das Gespräch. 
Ich danke dir!

[Autoreninterview] Jon Padriks

AUTORENINTERVIEW
Jon Padriks

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Jo, hallo und erstmal vielen Dank für die Einladung. ❤️

Wie ihr sehen könnt, heiße ich Patrick, hoffe aber, dass, mein Pseudonym Jon Padriks auch nicht mehr so ganz unbekannt ist. Ich bin Jahrgang 1966 und lebe und arbeite im schönen Bad Honnef am Rhein und in meinem “Brotjob” in der Altenpflege tätig. (Allerdings kann ich diesem Beruf aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht nachgehen.)
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Gute Frage! 😄 Ich glaube, im Grunde habe ich “schon imner” geschrieben, schreiben müssen. Tatsächlich gehört aber unzweifelhaft wohl auch der Moment dazu, an dem ich feststellte, dass ich “erwachsen” wurde und mithin über kurz oder lang aufhören musste, die ganzen Abenteuer, die ich auf meinen Streifzügen durchs Siebengebirge “erlebt” hatte, fortzusetzen - es sei denn, ich würde sie weiterhin wenigstens im Kopf zu erfahren… und diese aufzuschreiben, um sie zu bewahren.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Die meisten “meiner” Bücher sind Anthologien, von denen ich einige in meinem Literaturforum, dem “Anthologieforum” zumindest als hauptverantwortlicher Herausgeber betreut habe und in denen ich meist selbst mit einer oder mehreren Kurzgeschichten vertreten bin. Aber auch in anderen Anthologien sind meine Geschichten vorzufinden. Bei den Anthologien, welche in meinem Forum entstanden sind, konnten immer die User über das Thema und/oder Genre abstimmen, zu bzw. in welchem geschrieben werden sollte, und so entstanden durchaus auch Bücher mit einem Genremix. Von mir veröffentlichte Geschichten sind allerdings wohl hauptsächlich dem Grusel zuzuordnen.

(Ha, tatsächlich in vier Sätzen geschafft. 😄)
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Jupp. Aktuell versuche ich mich an einem Thriller, der auch tatsächlich mal ausnahmsweise keine fantastischen Elemente enthält.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Lesen, Netzwerken, Spazierengehen, Fernsehen, mich mit Freunden treffen. Oder eben Schreiben; denn seien wir ehrlich: Dieses schönste “Hobby” der Welt kann nicht wirklich als Arbeit angesehen werden. Oder? 😉
Hast du auch Lieblingsbücher und Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Jede Menge. Willst du mich aber jetzt festnageln auf ein Lieblingsbuch, müsste ich wohl “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque nennen; als Lieblingsautoren Dean Koontz und Stephen King.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Würde ich sehr gerne. Aber da ich erst kürzlich in eine Wohnung gezogen bin, in der ich künftig auch wirklich nochmal ein Arbeitszimmer haben werde, sich aber gerade dort aktuell all das staut, was ich woanders nicht brauche… Versprechen kann ich jedenfalls, dass es darin zwei Schreibtische und ein ziemlich großes Bücherregal geben wird. 😉
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Seit meiner Erkrankung - und sofern es der Allgemeinzustand und/oder die Pläne meiner Mutter es zulassen - stehe ich etwa um zehn Uhr morgens auf, um ein wenig in meiner Wohnung zu arbeiten, also die übliche Hausarbeit, bevor ich um etwa elf zu meiner Mutter zu gehen. Dort helfe ich ihr bei den täglichen Aktivitäten und im Haushalt, gehe, wenn's Wetter mitmacht, am frühen Nachmittag mit ihr eine Runde spazieren, bin danach entweder weiter für sie da, wenn sie Hilfe benötigt - oder setze meine Prioritäten, bspw. beim Überarbeiten meiner Texte vor einer Deadline o.ä. Kurz nach 18 Uhr bereite ich uns das Abendessen zu, bevor ich gegen 20 Uhr in den Sommermonaten noch allein eine größere Runde drehe. Gegen 22 Uhr verabschiede ich mich bei ihr und gehe zu mir nach Hause - wo ich oft erst einmal zum “Runterkommen” noch eine Stunde fernsehe. Um ca. 23 Uhr fange ich dann an zu schreiben, und das kann auch schon mal bis zwei oder halb drei Uhr werden.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Spannung. Ja, das Buch muss mich packen, möglichst auf der ersten Seite - um nicht den berühmten ersten Satz zu bemühen 😎 -, dann ist's eigentlich einerlei, ob das Genre nun Thriller, Krimi, Horror, Historisch oder Science Fiction heißt. Und während ich mich als Autor wohl zu Recht auch dem Spannungsgenre zugehörig fühle, so muss ich doch auch gestehen, dass es ab und an doch auch mächtig Spaß macht, im Romantischen zu schreiben. (Wenngleich ich dieses Genre auch nur seltenst lese.)
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Es gibt so unendlich viele wunderbare Zitate, die ich gar nicht alle im Kopf habe. Viele dieser Sinnsprüche sind aber auf der Startseite meiner Website zu finden, und zwar an jedem Tag des Monats ein neues. 😎
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Nee, eigentlich nicht. Überall, wo Menschen sein können und sein lassen, ist's schön. Meine Nationalität ist Mensch, mein Land, die Erde. ❤️
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Kommt vor allem drauf an wie sie geäußert wird. Bei freundlich vorgebrachter, konstruktiver (!) Kritik muss ich natürlich auch erst einmal schlucken, wer nicht, muss sie vielleicht auch erst einmal auf mich wirken lassen; aber dann, ja, ich würde schon sagen, dass ich kritikfähig und ja, sogar dankbar dafür bin. Denn wie sonst soll man sich sonst weiterentwickeln?
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpubisher zu werden? 
Hm. Im Grunde war das für mich eigentlich nie eine Frage. Schon 2008 oder so um den Dreh, nachdem mich eine gute Freundin überredet hatte, meine Kurzgeschichten zu einem Buch zusammenzufassen und sie auch gleich einen Verlag dazu für mich an der Hand hatte, stand das also fest. Allerdings wurde damals nix daraus, weil der Verleger damals Konkurs anmeldete und inzwischen, glaube ich, sogar verstorben ist, noch bevor wir ins Geschäft kamen. Dann verschob sich das Ganze, weil ich andere Prioritäten hatte… Dann erfuhr ich, dass Frau Bettina Ickelsheimer-Förster, mit der ich in meinem Forum schon zusammengearbeitet hatte, ihren eigenen Verlag gegründet hatte - eben für Grusel - und die alte Idee war wieder da. Ich wusste ja auch, dass Betty begeistert war (und hoffentlich auch noch ist 😄), und dann war es nur noch eine Frage der Zeit.

Rückblickend war es genau so, wie es gelaufen ist, sicherlich das Beste was mir passieren konnte.
Wenn ich mir aber auch angucke was das für ein Zeit- und finanzieller Aufwand ist, ein Buch als Self publishing zu veröffentlichen: Ich werd's immer wieder zuerst bei einem Verlag versuchen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Glaubt an euch und eure Träume! 👍

Freitag, 24. Mai 2019

[Coverinterview] Die Engelsverschwörung von Patricia Jankowski


Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? Was es dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe der Zeit?

Der Titel ist sehr, sehr spät entstanden. Ich bin jemand, der generell schreckliche Probleme mit der Titelfindung hat. Normalerweise arbeite ich bis kurz vor der Veröffentlichung mit einem Arbeitstitel.

„Die Engelsverschwörung“ kam dann beim Brainstorming über den Klappentext mit einer Kollegin von Qindie zustande.
Hattest du genaue Vorstellungen oder hast du deinem Coverdesigner freie Hand gelassen? 
Jacqueline Spieweg ist eine ganz wunderbare, außergewöhnliche Designerin, die ein sehr gutes Gespür für Cover hat.

Ich gebe ihr in der Regel den Klappentext und eine grobe Idee mit, sie hat aber vollkommen freie Hand, mir Vorschläge zu machen, mich immer wieder neu zu begeistern.
Das Cover mit dem Schwert, dem Ritter und dem Portal machen es mystisch, besonders. Haben diese Bilder und Farben für dich oder die Geschichte eine besondere Bedeutung?
Ein Schwert war mir schon wichtig, um die Geschichte zeitlich und auch in ihrer Handlung einzuordnen.

Alles andere war der Entwurf meiner Designerin.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich etwas ändern wollen? 
Nein, für mich ist es nach wie vor zu 100% das richtige Cover für diese Geschichte.

[Buchvorstellung einmal anders] Die Engelsverschwörung von Patricia Jankowski


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Patricia Jankowski, um mit ihr über das Buch „Die Engelsverschwörung“ zu sprechen.
Danke, dass du heute Zeit findest, um mit mir über dein Buch zu sprechen.
Ich danke dir für die Gelegenheit, „Die Engelsverschwörung“ ein bisschen bekannter zu machen.
Beschreibe uns dein Buch in max. 5 Sätzen.
Erik van Zwordsteen ist Krieger eines Geheimordens, der im Auftrag der Inquisition Dämonen aller Art jagt. Dieses Mal soll er eine Frau in den Vatikan bringen, der vorausgesagt wurde, dass sie den Antichristen gebären soll. Erik begibt sich zusammen mit dem Mönch Niklas gen Osten, um sich einem gefallenen Engel entgegenzustellen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass nichts so ist, wie er es anfangs annahm. Mehr als eine Loyalität wird in Frage gestellt und Erik muss sich entscheiden, wem er vertrauen will.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch leichte oder schwere Situationen zu führen?
Mir liegt das Drama eindeutig mehr. Ich kann meine Charaktere sehr gut leiden lassen, wobei ich allerdings im Laufe der Zeit schon mehr als eine Szene sprichwörtlich tränenblind getippt habe.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Das ist immer ein bisschen schwierig, vor allem, da man leicht etwas verrät. Aber ich wage es dennoch.
In dieser Geschichte mag ich die Szene ganz besonders, als Erik, Niklas und Robia am Lagerfeuer sitzen und sie ihnen ihre Familiengeschichte erzählt. Der Moment, als Niklas erkennen muss, dass nicht alles, was er aus der Heiligen Schrift gelernt hat, auch der Wahrheit entspricht. Als er sein Weltbild ein wenig korrigieren muss.
Diese Szene spiegelt ein wenig von dem wider, was ich über Religion und die festgeschriebenen Grundsätze denke. Mehr davon ist übrigens in „Der Fluch der Kelten“ zu finden 😉
Wie viel echte Patricia ist in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter versteckt?
Eine Frage, die wohl früher oder später jedem Autor gestellt wird. Auch ich selbst frage mich das hin und wieder, wenn ich zum Beispiel Romane von befreundeten Autoren lese.
Aber Tatsache ist, dass man mich nur zu einem sehr kleinen Teil in meinen Geschichten wiederfindet. Am ehesten ähnelt mir noch Magdalena aus der Froschkönig-Reihe, wobei das allerdings fast nur Äußerlichkeiten sind.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Das ist eine gemeine Frage! Ich bin die Drama-Queen, daher bin ich mir fast sicher, dass mich meine Charaktere nicht besonders mögen dürften. Ich spiele ihnen immerhin meist übel mit.
Mich würde noch dein Lieblingszitat interessieren.
Es stammt aus einem Film:
Ich werde nach dir suchen, in tausend Welten und zehntausend Leben.
Und ich werde in allen auf dich warten. (47 Ronin)
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir für dein Interesse!

[Autoreninterview] Patricia Jankowski

AUTORENINTERVIEW
Patricia Jankowski

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Gerne stelle ich mich dir und deinen Lesern vor:
Mein Name ist Patricia Jankowski, ich bin Jahrgang 1973 und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Söhnen am Südrand der Lüneburger Heide in einem Dorf, das fast schon eine Kleinstadt ist. Hier gibt es alle Annehmlichkeiten, die man zum Leben braucht.
Ich bin ein Freidenker, ein Tagträumer, ein Weltverbesserer mit manchmal einem Happen zu viel Empathie.
Für meine handverlesenen Freunde bin ich loyal und immer da, wenn man mich braucht.
Sonst noch Fragen? 😉
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, da ich schon sehr, sehr lange Geschichten erzähle. Ich kann mich erinnern, dass ich so etwa elf oder zwölf gewesen sein muss, als ich mit meiner Schwester die erste Geschichte zu Papier gebracht habe. Kurze Zeit später besaß ich eine mechanische Schreibmaschine und tippte die erste längere Geschichte.
Ich lese schon, seit ich etwa vier Jahre alt war. Vielleicht ist es da nur eine logische Schlussfolgerung, dass bei all diesem Input irgendwann so viel in meinem Hirn ist, dass neue, eigene Geschichten raus wollen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Von mir sind bereits fünfzehn Bücher erschienen, die sich grob wie folgt einteilen lassen:
„Seelenchronik – Trilogie um Corbin Kavanagh“ ist eine Reihe um einen besonderen Vampir, eine Hexe und einen Geheimorden. Die Hauptdarsteller daraus finden sich auch in größeren und kleineren Rollen in „Der Fluch der Kelten“ wieder, wobei sich die Hexe Famke hier auf die Suche nach einem geheimnisvollen Artefakt macht. Zu dieser Trilogie gehört auch noch das Prequel „Der Fluch der Kelten – wie alles begann“. Somit bilden sieben Romane mehr oder weniger eine lose Einheit.
Den Geheimorden, der in diesen beiden Trilogien eine Rolle spielt, hast du ja bereits in „Die Engelsverschwörung“ kennengelernt. Und ich kann dir verraten, dass ich mich auch noch in weiteren Romanen in dieser Welt bewegen werde 😊
Meine zweite zusammenhängende Reihe ist die Geschichte von Magdalena Borgstedt und nimmt mit „Ein Froschkönig zum Dessert“ ihren Anfang. Ich habe mich damit in das Genre der Liebesromane gewagt, was mir eigentlich nicht so ganz liegt. Aber Magdalena hat es geschafft, dass ich derzeit am fünften Roman arbeite, der vierte wird hoffentlich noch in diesem Jahr veröffentlicht.
Da ich bereits sehr ausschweifend antworte, möchte ich eigentlich nur noch auf „Fortunate Sun“ hinweisen. Eine weitere Liebesgeschichte, aber diese spielt im Vietnamkrieg und dürfte den Leserinnen klassischer Liebesromane eher auf den Magen schlagen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, das tue ich in der Tat. Ich habe gerade begonnen, den hoffentlich finalen Roman der Froschkönig-Reihe zu entwickeln. Derzeit bin ich allerdings selbst noch gespannt, wohin mich meine Protagonisten führen werden und wer diesmal die Rolle des Störenfrieds übernehmen darf.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Ich bin durch und durch ein kreativer Mensch. Wenn ich nicht schreibe, nähe ich sehr gerne. Außerdem habe ich gerade meine Fähigkeit des Buchfaltens entdeckt.
Davon abgesehen tanze ich sehr gerne und verreise, wenn sich mir die Gelegenheit bietet.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Absolut! Ich bin ein totaler Fan von Stephen King, habe die allermeisten seiner Geschichten gelesen und besitze eine recht umfangreiche Sammlung von ihm. Sobald etwas Neues erscheint, hole ich mir meistens zuerst das Hörbuch, weil ich ein Audible-Abo habe und David Nathan einfach ein genialer Vorleser ist.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Gerne. Ich schreibe schon sehr lange nicht mehr an einem Schreibtisch, sondern meistens auf der Couch oder auf der Terrasse, wo ich einen Palettensessel zu meinem Arbeitsplatz erkoren habe.
                                        

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Da ich Vollzeit berufstätig bin, wahrscheinlich nicht viel anders, als bei allen anderen auch.
Ich stehe morgens um sechs auf, kümmere mich darum, dass die Jungs pünktlich zum Bus kommen und bereite mich dann auf meinen Brotjob vor.
An einigen Tagen in der Woche kann ich mir in den Abendstunden nach Feierabend noch ein, zwei Stunden stehlen, in denen ich dann zum Schreiben komme. Ansonsten sind eher die Wochenenden für Textarbeit da.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Ich lese sehr gerne Krimis und Thriller, aber auch Steampunk.
Beim Schreiben tue ich mich selbst schwer, meine Geschichten in ein Genre zu packen. Aber am ehesten ist es wohl Urban Fantasy, da ich mich gerne mit mystischen Wesen in der heimischen Welt umgebe.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Nein, ein Lebensmotto habe ich nicht wirklich. Am ehesten vielleicht „Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitermachen“. Will sagen: Es geht immer irgendwie weiter, selbst in dunkelsten Stunden.
Meine Arbeit beschreiben darf ich mit einem Zitat meines Lieblingsschriftstellers Stephen King:
„Ich bin überzeugt, dass sich Geschichten in erster Linie selbst schaffen. Der Schreiber hat ihnen einen Ort zur Verfügung zu stellen, an dem sie sich entwickeln können und natürlich schriftlich festzuhalten.“
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Ich träume von Australien.
Zum einen, weil es ein absolutes Fernweh-Ziel ist. Zum anderen, weil ich sehr nette Menschen kenne, die von dort kommen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ja, ich denke, dass ich mit fundierter und angebrachter Kritik umgehen kann. Aber das war natürlich ein Lernprozess. Wenn man zum ersten Mal Kritik an seiner Geschichte einstecken muss, tut das weh. Aber ich habe schon lange vor meiner ersten Veröffentlichung eine ganz tolle Truppe im Internet gefunden, die nicht nur sagt, dass die Geschichte schlecht ist, sondern auch, warum. Daran kann man reifen und wachsen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Meine Erstveröffentlichung war bei einem Kleinverlag und ich habe leider sehr, sehr schlechte Erfahrungen machen müssen. Das hat mir in einem Maße gefrustet, dass ich es eigentlich aufgeben wollte, überhaupt noch mit einer weiteren Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Einzig meinem Mann ist es zu verdanken, dass ich schlussendlich weitergemacht habe.
Als sich dann die Möglichkeit von Selfpublishing ergab, war das mein Weg, den ich eingeschlagen habe.
Heute denke ich darüber nach, mit einer meiner neueren Geschichten an Agenturen heranzutreten, aber nach wie vor tue ich mich schwer, mich in ein bestimmtes Genre einzusortieren. Das macht es natürlich schwer, die richtigen Agenturen auf die richtige Art anzusprechen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Ja, gerne in Bezug auf Selfpublisher:
Ich weiß, dass bei vielen Lesern der Ruf der freien Autoren nicht wirklich gut ist. Und wenn man sich die Masse der Eigenveröffentlichungen so ansieht, ist das durchaus auch berechtigt. Aber auch hier sollte man nicht alle Autoren über einen Kamm scheren. Ich kenne mehr als nur eine Handvoll Autoren, die auf einem teilweise sogar höheren Niveau als aktuelle Verlagspublikationen veröffentlichen.
Ich bin z.B. seit vielen Jahren ein Teil von Qindie, jenem Autorenkorrektiv, dessen Mitglieder ein Siegel auf ihren Büchern tragen. Haltet nach dem Q Ausschau, dann werdet ihr immerhin handwerklich nicht enttäuscht. Ob euch schlussendlich die Geschichte gefällt, müsst ihr allerdings selbst herausfinden.