Freitag, 22. Oktober 2021

[Rezension] Traumfängerin der Liebe von Gabriele Schossig

 



Das Buch "Traumfängerin der Liebe" wurde von Gabriele Schossig verfasst und erschien 2019.

Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise zu sich selbst und auch auf eine Reise, die Liebe zu finden. Aber nicht nur zu sich selbst, sondern auch im Großen. Der Begriff bekommt dank dem Buch eine weitere Bedeutung und man macht sich Gedanken über so einiges. Was gehört dazu? Wie viel hält Liebe aus?
Die Wortwahl und der Sprachstil sind für die Geschichte sehr gut gewählt und man fällt förmlich in die Geschichte. Mit Tiefgang und Herzenswärme kommt das Buch in Fahrt und nimmt uns mit auf die Reise. Die Protagonisten sind alle sehr gut beschrieben und auch die Beschreibung der Plätze lädt zum Träumen und Verweilen ein.

Jeder, der einmal ein Buch über Selbstfindung, Liebe, Reisen und Träume lesen will, das auch durch den Tiefgang überzeugt, sollte zu diesem Buch greifen und die fast 600 Seiten genießen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Der Geist eines Psychopathen (Penny Archer 1) von G. S. Foster

 



Buchvorstellung einmal anders



Nach dem Autoreninterview drückt mir G. S. Foster seinen Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch des Autors „Der Geist eines Psychopathen (Penny Archer 1)“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Na hallo. Ich bin schon ein wenig nervös. Sowas tue ich hier zum ersten Mal.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Sehr gern.
Mit "Der Geist eines Psychopathen" legt mein Autor G.S. Foster einen Roman vor, der die Grenzen des Horror- und Thriller-Genres nicht nur verschiebt, sondern regelrecht sprengt.
In Zeiten, in denen der Buchmarkt von immer gleichen Serienmördern und zynischen Ermittlern überschwemmt wird, ist es die Rückbesinnung auf die Ursprünge des klassischen Horrors, die mich so lesenswert macht. Ich bin ein spannendes und düsteres Lesevergnügen mit einer starken weiblichen Heldin und jeder Menge Nervenkitzel.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne, lustige oder schwierige, düstere, traurige Zeiten und Situationen zu führen?
Da macht G.S. keinerlei Unterschied. Er lässt die Figuren immer genau die Situation erleben, die der Plot verlangt. Ohne Rücksicht auf Verluste schickt er seine Figuren entweder durch die Hölle oder durchs Paradies. Wichtig ist, dass die Leser dabei mitfühlen können.
Er ist auch ziemlich rigoros, was das Töten anbelangt. Bei ihm kann sich keine Figur sicher sein, es bis zum Ende des Buches zu schaffen. Nicht einmal die Hauptfiguren.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Oh, das ist schwierig. Ich liebe alles an und in mir. Da sollte sich jeder Leser am besten selbst einen Eindruck verschaffen. Es gibt bei mir mehr als genug zu entdecken :)
Weißt du wie viel G. S. tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Also ganz genau weiß ich das natürlich nicht. Aber ich habe schon mitbekommen, dass die Hauptfigur Penny Archer einige seiner Charaktereigenschaften erhalten hat. Aber ich denke, dass jede Figur in mir irgendwo ein kleiner Teil G.S Foster ist.
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Er weiß genau was er will. Er lässt alle Figuren an der kurzen Leine und kennt den Plot von A bis Z. Nur in den seltensten Fällen weicht er von seinem vorher abgesteckten Plan ab und was soll ich sagen, es hat bisher gut funktioniert. Klar, ist er zu mir, zu den Figuren und auch mit sich selbst ab und an etwas zu streng. Aber ich kann ihm verzeihen, dass er bei mir den absoluten Perfektionismus anstrebt. Ich will ja schließlich auch so gut wie nur möglich ankommen. Leider macht er sich dadurch das Leben und das Schreiben ein wenig zu schwer. Aber du weißt ja, wie Autoren so sind.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel steht schon seit Jahren fest. Ursprünglich war ich auch kein einfacher Roman, sondern ein englischsprachiges Drehbuch. Aber im Laufe der letzten beiden Jahre haben G.S. und ich da einiges an mir verändert und angepasst. Nur mein Titel war stets in Stein gemeißelt und nicht verhandelbar.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Da gibt es rein gar nichts zu bemängeln. Meine kühnsten Erwartungen wurden damit noch übertroffen. Und es scheint ja auch so da draußen sehr gut anzukommen.
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob der Autor viele echte Plätze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Bis auf die Sache mit dem Geist und ... nein, da würde ich jetzt zu viel verraten. Aber das Buch spielt in New York und auf Oahu. Geografisch stimmt alles so weit, was es in mir zu entdecken gibt. Aber sicher wurden hier und da ein paar Änderungen der Spannung und Dramaturgie wegen vorgenommen.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Oh, das ist aber fies. Das ist ja fast so, als würde man eine Mutter nach ihrem Lieblingskind fragen. Aber gut, mir gefällt der Einstieg meines Prologs richtig gut.
„Bis dass der Tod euch scheidet.“
Ich glaube, dieser Satz weckt sofort Neugier, baut Spannung auf und bringt die bedrohliche Atmosphäre gut herüber.
Nun betritt der Autor wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Mir auch. War mal eine sehr neue Erfahrung. Vielen lieben Dank :)
Dann wende ich mich dem Autor zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] G. S. Foster

Autoreninterview
G.S. Foster

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Aber gern doch. Ich bin G.S. Foster (ja, ich gebe es zu, das ist ein Pseudonym :) ), bin 29 Jahre jung und komme aus dem schönen Osten Deutschlands. Ich bin Geschichtenerzähler, Bücherwurm und Cineast und stehe als Autor für einen spannenden Mix aus übernatürlichem Horror und Thriller.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das ist bei mir die gleiche Geschichte wie bei vielen anderen Autoren auch; durchs Lesen. Wenn man viel und regelmäßig liest, gelangt man irgendwann an einen Punkt, an dem es einen in den Fingern juckt und man es einfach mal selbst versuchen will. Ich liebe seit meiner Kindheit Bücher. Erst waren es Märchen, dann TKKG und die ??? und dann bin ich über Abenteuer- und Kriminalromanen letztendlich bei Horror und Thriller hängen geblieben. Daher schreibe ich bevorzugt in diesen Genres.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Also bisher erschienen ist noch kein Buch von mir. „Der Geist eines Psychopathen“ ist mein Debütroman, der ab dem 21.10.21 erhältlich ist. Das Buch bildet den Auftakt zu einer ganzen Buchreihe über die Ghostwriterin Penny Archer und ihre Begegnungen mit dem Übernatürlichen dieser Welt. Die Bücher sollen spannende und kurzweilige Unterhaltung im Genremix aus Horror und Thriller bieten. Ich hoffe, die Leser sehen das ähnlich.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ständig :). Tatsächlich arbeite ich immer an zwei Projekten gleichzeitig. So kann es mir nie passieren, dass ich einmal in meiner Arbeit als Autor feststecke. Aktuell schreibe ich die Rohfassung für Band vier, während der dritte Penny Archer-Teil von mir parallel korrigiert wird.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Da ich selbständig bin, arbeite ich selbst und ständig. Nein, Spaß beiseite. Ich kann mir tatsächlich meine Arbeits- und Freizeit einteilen, wie ich möchte. Aber natürlich sind die Tage und Wochen vor bzw. nach einem Buchrelease recht stressig. Da komm ich auch relativ wenig zum Schreiben, weil eben andere Dinge vorbereitet und erledigt werden müssen. Buchmarketing macht sich nicht von selbst. Aber da Bücher und das Schreiben mit zu meinen Hobbys gehören, verschwimmen bei mir die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Da gibt es (zu) viele. Tatsächlich lese ich aber so gut wie jeden Abend noch eine halbe Stunde, um den Kopf frei zu bekommen. Mein absoluter Lieblingsautor ist und bleibt Stephen King. Ich weiß, es grenzt schon fast an ein Klischee, aber durch ihn habe ich meine Leidenschaft für Horror entdeckt. Daher zählt er auch mit zu meinen größten Vorbildern.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Da ich nur am Laptop schreibe, bin ich was das angeht flexibel. Dennoch bevorzuge ich meinen Schreibtisch als gewohnte Umgebung, in der ich mich einfach wohl und geborgen fühle (ganz zu schweigen davon, dass ich hier meine Rechercheunterlagen und Sekundärliteratur stets griffbereit habe).
Im Sommer zieht es mich auch ab und zu in den Liegestuhl an den Pool, um dort zu schreiben. Ein Vorteil eines Lebens als Autor.
Aber ganz egal, wo ich schreibe, ich schätze die Ruhe. Ich bin keiner der Autoren, die unter Menschen im Park oder in einem Café schreiben. Bei diesem Trubel würde ich keinen vernünftigen Satz zustande bekommen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe gegen 6 Uhr auf und erledige den ersten Schwung an Social Media. Dann mache ich eine Stunde Sport, Frühstück und gegen 8.00 Uhr sitze ich dann am PC und arbeite im Schnitt bis 17.00 Uhr. Natürlich verschieben sich die Zeiten immer mal wieder, wenn ich die mir gesteckte Wortzahl für den Tag entweder eher erreiche oder länger dafür brauche.
Ich arbeite an mindestens 5 Tage die Woche an meinen Geschichten. Je nachdem, ob ich eine Deadline für z.B. das Lektorat einhalten muss, kann es auch mal mehr werden. Grundsätzlich bemühe ich mich aber, einen Sonntag zu haben. Der kann auch mal auf einen Mittwoch fallen ;)
Meine Freundin und meine Familie unterstützten mich voll und ganz dabei. Sie geben mir die Zeit und vor allem die Ruhe, zu schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ganz klar: Horror und Thriller. Was aber natürlich nicht heißt, dass ich mich auch gern mal in „einfache“ Belletristik oder einen schönen historischen Roman verirren kann.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Oh, ich bin kein großer Fan von Zitaten oder Motivationssprüchen. Aber das einzige Zitat, nachdem ich die letzten Jahre gelebt und gearbeitet habe, stammt vom großen Regisseur James Cameron: „Failure is an Option. Fear is not.”
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ganz klar: die USA. Wenn ich alle Gründe aufzähle, wieso ich dieses Land so liebe, würden wir den Rahmen dieses Interviews sprengen. Aber kurz gesagt, ich war schon öfters dort, bin durch Musik, Filme und Bücher stark amerikanisiert aufgewachsen und finde die Menschen und die optimistische und freiheitsliebende Einstellung dort ungeheuer motivierend und inspirierend. Die meisten Ideen für meine Bücher habe ich während früheren Urlauben in LA, Las Vegas und New York bekommen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Das solltest du lieber andere fragen :D. Nein, grundsätzlich kann ich mit Kritik schon umgehen, wenn sie sachlich und konstruktiv ist. Was aber nicht heißt, dass ich mich „kampflos ergebe“ und mit meiner eigenen Meinung hinter dem Berg halte.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich wollte endlich so schnell wie möglich meine Geschichten veröffentlichen. Und das geht als Selfpublisher nun mal viel einfacher. In der Zeit, in der ich bei Agenturen oder Verlagen mit Exposés Klingeln geputzt hätte, habe ich schon zwei oder drei Bücher veröffentlicht. Ich schließe natürlich nichts für die Zukunft aus, aber bisher genieße ich die Freiheit und Unabhängigkeit, meine Horror-Thriller ohne „Verlagszensur“ zu veröffentlichen, sehr.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Glaubt an euch! Wenn ihr eine Leidenschaft habt und damit Geld verdienen wollt, dann tut es. Denkt an mein Lieblingszitat: Scheitern ist eine Option, aber Furcht ist keine!
Ach ja, und lest die Penny Archer-Reihe ;).

Montag, 18. Oktober 2021

[Rezension] Residenz Seelenheil von Gerd Schäfer und Sina Land

 



Das Buch "Residenz Seelenheil" wurde von Sina Land und Gerd Schäfer verfasst und erschien 2021.

Die Autoren nehmen uns mit auf eine Altersresidenz, die besonders ist und sieben wundervollen Charakteren ein zu Hause gibt. Man kann sich in die Bewohner hineindenken, erlebt so manches interessante und überlegt wer Magnus Violent ist.
Die Wortwahl und er Sprachstil sind für die Geschichte perfekt und es macht Spaß alles zu erleben und die verschiedenen Emotionen, die sie durchfließen mit ihnen zu erleben. Man kann mit ihnen lachen, weinen, entdecken, Vergangenes aufarbeiten und das Jetzt genießen.

Jeder, der gerne einmal eine humorvolle Geschichte mit Tiefgang über Freundschaft, Erkenntnisse, Liebe und Tod lesen will, dem kann ich das Buch sehr empfehlen.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung.

Sonntag, 17. Oktober 2021

[Rezension] Frühlingswolkenmelodie: Zarte Klänge in St. Helens von Helen Rose Sky

 



Das Buch "Frühlingswolkenmelodie: Zarte Klänge in St. Helens" wurde von Helen Rose Sky verfasst und erschien 2021.

Die Autorin entführt den Leser ein 5. Mal nach St. Helens und man darf ein neues Pärchen auf ihrem Weg begleiten. Riley, der Vollblutmusiker und Alessia, die ihr Glück in der Kleinstadt sucht, wo ihre Verwandten wohnen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man erfährt sehr gut die Gefühlswelt der beiden.
Die Wortwahl und der Sprachstil tragen dazu bei, dass man sich im Buch wohlfühlt und so manches mit ihnen erlebt. Man kann mit ihnen lachen, weinen, erleben und sich wundern.
Ab und zu möchte man die Charaktere nehmen und sie zur Vernunft schütteln. Es macht jedes Mal Spaß wieder nach St. Helens zu kommen. Es ist ein Nachhause kommen, man trifft wieder alte Bekannte und lernt manche wieder genauer kennen.
Obwohl es der 5. Band der St. Helens Reihe ist, kann jedes eigenständig gelesen werden.

Jeder, der Liebesgeschichten gerne liest, der ist mit diesem Buch bestens beraten.
100%ige Kauf- und Leseempfehlung

[Reiheninterview] Remember-Reihe von Romy Terrell

 

Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Romy Terrell, um mit ihr über ihre Reihe „Remember“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hallo, ich freue mich sehr. Danke, für dein Interesse an meinen Büchern und deine Zeit.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Remember – Nichts bleibt vergessen“ und „Remember – Die Erinnerung bleibt“ mit wenigen Worten vorstellen?
Auf der Suche nach ihrer verlorenen Kindheit gerät Mia in die Hände einer kriminellen Bande. Als alles verloren scheint, stellt sie fest, dass ihr Leben auf einer Lüge basiert. Sie kämpft um ihr Leben, übernimmt Verantwortung und findet die Liebe.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Im Allgemeinen hängt das von meiner Tagesstimmung ab. Wobei mir schwierige Szenen generell leichter fallen als zum Beispiel Kussszenen. An denen feile ich ewig, weil sie nicht kitschig klingen sollen.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Mehrere. Hier ist eine davon:
»Ist es nicht seltsam, neben der Person zu stehen, die dir mehr Leid zugefügt hat, als du ertragen konntest, und sie nicht zu hassen?«
Eine Zeit lang sehe ich ihr tief in die Augen. Der Grund für unsere Verbundenheit liegt tiefer, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Dieses Mädchen war alles für mich. Meine Verbündete, meine Freundin, meine Familie, mein einziger Lebensinhalt; oder mit anderen Worten: der Grund, der mich am Leben hielt. Und das tut sie auch heute noch.
»Nein. Das ist es nicht.«
Sie geht einen Schritt zurück und senkt den Kopf. »Du solltest mich dafür hassen, Ryan. Diese Narben hast du meinetwegen. Nur weil ich nicht schnell und stark genug war.«
»Das kann ich nicht. Ich habe es versucht. Immer und immer wieder. Ich hasse es, dich nicht zu hassen. Ich hasse es, zu wissen, dass du all die Qualen nur meinetwegen erleiden musstest. Dass ich dich immer wieder zur Flucht überredet habe. Und noch mehr hasse ich, dich so sehr zu lieben, dass ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen kann. Ich habe dir das angetan. Dafür solltest du mich hassen.«
Wie viel echte Romy steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Wenn es eine Gemeinsamkeit mit einem der Charakter gibt, dann ist es, dass ich wie Mia das Shoppen hasse.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Ein bisschen schusselig, humorvoll, ehrlich, ehrgeizig, empathisch und minimal perfektionistisch.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Erst nachdem mein Manuskript achthundert Seiten hatte und geteilt werden musste, kam der Gedanke an eine Reihe. Allerdings wurde nur eine einzige Szene aus den vierhundert vorhandenen Seiten für Teil zwei verwendet. Der Rest wurde neu geschrieben.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
„Remember – Nichts bleibt vergessen“ stand schon zu Beginn fest. Als klar war, dass es zwei Teile gibt, war auch der Zweite schnell gefunden.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Der liebe Renee von Dream Design - Cover and Art.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich bin zufrieden damit. Wir haben lange daran gebastelt und die Zusammenarbeit mit Renee war und ist super.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
»Noch mehr hasse ich, dich so sehr zu lieben, dass ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen kann.«
»Gefühle halten sich nun mal nicht an Regeln.«
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir für das interessante Interview. Es hat mir großen Spaß gemacht.

Samstag, 16. Oktober 2021

[Schnipseltime] Wunschmagie - Labyrinth des Herzens von Kiara Roth

 


Mit vorsichtigen Schritten schlich Alex näher an Jess heran. Ich hielt den Atem an. Nichts passierte. Er streckte die Hand nach einer Wurzel über ihrem Schlüsselbein aus und strich darüber, als wollte er sie mit den Händen inspizieren. Unmittelbar danach zog er mit der anderen Hand sein Taschenmesser aus der Hose und stach mit einer gezielten Bewegung in die Wurzel – oder versuchte es zumindest. Noch bevor die Klinge die Wurzel berührte, knickte diese in einem großen Bogen zur Seite. Als ob sie spürte, dass jemand ihr Schmerzen zufügen wollte.

Er starrte das Messer in seiner Hand an und schüttelte mehrmals den Kopf. Tina schubste ihn zur Seite.

»Worauf warten wir? Wir müssen diese Dinger beseitigen, bevor sie Jess erwürgen!«

Sie schnappte sich das Messer und begann, wild auf die Wurzeln neben Jess einzustechen. Sie wichen Tinas Hieben aus, sobald sie auf sie zielte, und verfielen dabei in einen rhythmischen Tanz, dessen Anblick ich mich kaum entziehen konnte. Tinas Hand verkrampfte sich um den Griff, ihr Gesicht lief rot an. Je schneller sie zustach, desto wilder tanzten die Ranken miteinander. Tina hatte keine Chance. Doch sie schrie und stach mit Tränen in den Augen weiter auf die Wand ein. Je öfter sie zustach, desto stärker sprossen die Wurzeln. Sie bildeten immer mehr Auswüchse, bis diese die ganze Felswand tapezierten.

»Lass es, Tina!« Meine Stimme hallte durch den Gang. »Du bringst sie in Gefahr!«

Ich schlang meine Arme um ihre Taille und zog sie von Jess und der Wand weg. Sie fauchte und fuchtelte wild mit den Armen. Das Messer streifte meine Hand, scharfer Schmerz durchzuckte mich. Ich unterdrückte ein Wimmern und startete gleich einen neuen Versuch, ihr das Messer zu entwenden. Alex ging dazwischen und schaffte es mit einem geübten Griff, ihr die Waffe zu entziehen.

Völlig außer Atem ließ ich Tina los und starrte auf die blutende Wunde auf meinem Handrücken. Der brennende Schmerz spülte auch die Wut wieder in mein Bewusstsein, die sich wie Gift in meinem Herzen einnistete. Mein Blick wanderte weiter zu Jess. Als ob ein Damm in mir brach, stürzten alle Gefühle der vergangenen Tage gleichzeitig über mich herein, tobten in mir, zerrten an mir. So sehr es mich erleichterte, Jess endlich wiederzusehen, so wenig hatte ich meine Enttäuschung vergessen. In meinem Bauch glühte der Knoten auf, zu dem sich unsere Konflikte verstrickt hatten, und setzte meine Adern in Flammen. Sie hatte mein Vertrauen missbraucht. Mich angelogen und ignoriert, als ich sie am meisten gebraucht hatte.

Ich würde alles tun, um sie zu retten, aber wenn ich nicht durchdrehen wollte, brauchte ich die Gewissheit, dass sie auch danach weiter für mich da sein würde.

»Warum hast du es mir nicht einfach gesagt?« Zum ersten Mal gelang es mir, ihr direkt in die Augen zu blicken. Jess zitterte am ganzen Leib, was die Wurzeln noch unruhiger machte.

»Es tut mir doch leid«, krächzte sie. »Du weißt doch …« Ein Würgen erstickte ihre Stimme. Die Wurzeln rankten sich weiter bis zu ihrem Hals. Es ging viel zu schnell.

[Buchvorstellung einmal anders] Wunschmagie - Labyrinth des Herzens von Kiara Roth




Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Roxy, Selina und Tina aus „Wunschmagie – Labyrinth des Herzens“ und deren Autorin Kiara Roth.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Roxy: Ich hatte nicht einmal Lust auf dieses Interview. Aber wenn es sein muss.
Tina: Sicher! Komm schon, Roxy, das wird lustig.
Selina: Hey, vielleicht lernen wir uns so alle noch etwas besser kennen.
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Roxy: Das auch noch? Also gut, ich bin Roxana, aber nennt mich bitte Roxy. Ich bin 16, spiele Schlagzeug und bin ehrlich gesagt viel zu langweilig, um viel über mich zu erzählen. Meine Freunde bezeichnen mich gern als Dramaqueen, aber das ist schon etwas übertrieben. Was interessiert euch noch? Ich hasse Falschheit und mag Musik und mein Tagebuch. Ach, und außerdem kann ich mit meinen Wünschen unterirdische Höhlen beeinflussen.
Tina: Ich bin Tina und in einer Beziehung mit Jess, Roxys bester Freundin. Das hat Roxy erst gar nicht gefallen, aber mittlerweile … okay, stopp, hier soll es ja um mich gehen. Ich spiele Tennis und mag es, mein Aussehen zu verändern. Ich bin romantischer, als man mir ansieht und lern gern neue Leute kennen. Und ich hasse Höhlen.
Selina: Puh, mir fällt es echt schwer, über mich zu reden. Meistens vermeide ich solche Gespräche. Ich glaube, dadurch wirke ich auf andere oft oberflächlich, aber oft möchte ich mich einfach … verstecken, und das funktioniert mit Äußerlichkeiten erstaunlich gut. Ich interessiere mich für Mode, lebe für meine Kunst und habe vor kurzem meine Liebe zur Poesie wiederentdeckt. Außerdem sind Roxys und mein Musikgeschmack sich gar nicht so unähnlich.
Claudia: Beschreibe uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Roxy: Okay, es geht darum, dass ich mir vielleicht ausnahmsweise mal Dinge gewünscht habe, die etwas gemein waren. Hätte ich geahnt, dass sie in Erfüllung gehen, hätte ich es mir wohl besser überlegt. Und dann hat es mir diese dämliche Höhle ganz schön schwer gemacht, alles wieder zurechtzubiegen!
Tina: So richtig habe ich erst mitgekriegt, dass etwas nicht stimmt, als Jess mir einfach nicht mehr geantwortet hat. Ich konnte sie gar nicht mehr erreichen! Dann wollte Roxy mir allen Ernstes weismachen, eine Höhle hätte sie gefangen genommen. Und was soll ich sagen – shit, ich sollte nicht spoilern, oder?
Selina: Ehrlich gesagt habe ich vom ganzen Geschehen kaum etwas mitbekommen. Allerdings bin ich Roxy, Jess und meinem Bruder unendlich dankbar dafür, dass sie nicht aufgegeben und um mich gekämpft haben.
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Und wie geht es euch als Charaktere damit?
Kiara: Etwas Spaß haben daran doch alle Autor*innen, oder? Wobei ich gerade mit Roxy sehr mitgelitten habe, da ich noch sehr gut weiß, wie es ist, in ihrem Alter zu sein und das Gefühl zu haben, die Welt hätte sich gegen einen verschworen. Also tut es dennoch gut, ab und zu einfache und schöne Szenen einzustreuen, die sich dann umso belohnender anfühlen.
Roxy: Dein Ernst? Hättest du mir nicht wenigstens den verdammten Liebeskummer ersparen können? Das ist echt … okay, wenn ich genauer drüber nachdenke, hätte ich meine Vorurteile ohne den ganzen Mist nie überwunden. Fies war es trotzdem!
Tina: Also ich hatte ganz schön Angst um Jess. Das möchte ich nicht nochmal erleben. Aber es war schon irre cool, wie Roxy diese Höhle beeinflussen konnte!
Selina: Ehrlich gesagt hat mir mein Leben schon genug Stolpersteine geschenkt, auf mehr hätte ich gut verzichten können. Ich versuche, das Positive daran zu sehen, unser gemeinsames Erlebnis hat Roxy und mich ziemlich aneinandergeschweißt.
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs vorstellen wollt?
Kiara: Ich mag die Stelle am liebsten, in der Roxy und Alex versuchen zu ergründen, wie genau die Wunschmagie funktioniert – mit einer Prise Wissenschaft und einer Prise Romantik.
Roxy: Die ruhigen Momente mit Alex inmitten der Hektik und Ängste, die habe ich echt gebraucht.
Tina: Keine, die nicht spoilern würde. Aber mein erster Auftritt ist gar nicht so uncool!
Selina: Ich fand es ja ganz amüsant, als Roxy und Alex mein Zimmer durchsucht haben und Roxy sich so dagegen gewehrt hat festzustellen, dass wir das eine oder andere Hobby teilen und gar nicht so verschieden sind.
Claudia: Wie viel echte Kiara steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? Hat Kiara vielleicht irgendetwas vergessen zu erwähnen?
Kiara: Ich habe keinen Charakter bewusst nach meinem Vorbild erschaffen oder so, aber vermutlich steckt in allen ein Aspekt von mir drin. Roxy erinnert mich in ihrer Wut sehr an mein 16-jähriges Ich und auch die Intensität, in der sie ihre Gefühle erlebt, verstehe ich zu gut. Alex verkörpert meine Wissenschaftsnerdseite, und Selinas Unnahbarkeit ist ein Schutzmechanismus, den ich auch sehr gut nachempfinden kann.
Roxy: Sag mal, hab ich das Tagebuchschreiben etwa auch von dir?
Kiara: Stimmt, das hat mir früher sehr geholfen, meine Emotionen und Gedanken zu sortieren.
Tina: Und Tennis gespielt hast du auch mal. Warst wohl zu bequem, andere Sportarten zu recherchieren?
Selina: Meine Malkünste und meine Stilsicherheit hingegen sind wohl eher etwas, wovon du nur träumen kannst!
Claudia: Wie würdet ihr als Hauptprotagonisten eure Autorin beschreiben?
Roxy: Als ziemlich gemein! Aber mit gutem Musikgeschmack.
Tina: Mit ihr kann man gut quatschen, sie bemüht sich sehr, uns alle zu verstehen. Aber manchmal neigt sie wie Roxy dazu, etwas überzureagieren. Vermutlich ist das ein Grund, weswegen sie sich gut in uns hineinversetzen kann.
Selina: Sie ist eher ruhig, wie ich, aber in ihrem Kopf scheint ebenso viel zu passieren. Während ich meine Gefühlsstürme mit Pinseln und Bleistift aufs Papier bringe, drückt sie sie mit Worten aus.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Charaktere vielleicht sogar Mitspracherecht?
Kiara: Für den Titel hat sich der Verlag entschieden, der kam also erst nach Fertigstellung des Buches zustande. Ursprünglich hieß das Buch mal „Irrwege“.
Roxy: Ey! Eigentlich ist Alex auf „Wunschmagie“ gekommen. Ich wäre ja mehr für „Wunschfluch“ gewesen.
Tina: Ich mag den Titel. Hat etwas Mystisches! Und Roxy, das bedeutet, du bist eine Magierin!
Selina: Außerdem gefällt mir die Assoziation. Die Magie der Wünsche. Wohnt nicht allen Wünschen ein Hauch Magie inne?
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Kiara: Ich liebe es! An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Vivien Summer, von der das tolle Cover stammt. Es fängt die Atmosphäre des Buchs gut ein.
Roxy: Ich bewerte Bücher ja eigentlich mehr nach dem Inhalt, aber passt schon.
Tina: Grün ist meine Lieblingsfarbe! Und habt ihr die Glühwürmchen darauf erkannt? Also ich finde es nice.
Selina: Besser hätte ich es nicht malen können.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Roxy: „Wut war so viel erträglicher als diese tiefe Traurigkeit, die mich lähmte.“
Tina: „Ich würde nie verstehen, warum man bei einer Autopanne innerhalb von einer Stunde Hilfe bekam, aber bei einer verletzten Psyche monatelang warten musste.“
Selina: „Zu sehen, wie sie sich genauso bewegte wie ich, verlieh ihr eine eigenartige Vertrautheit. Sie sah so anders aus als die Selina, die sonst in meinem Kopf herumspukte. Kein Hinterhalt funkelte in ihren Augen, keine Arglist verzog ihre Lippen. Sie war einfach nur ein Mädchen, einfach nur schön.“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Kiara Roth

Autoreninterview
Kiara Roth

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Kiara, komme ursprünglich aus Luxemburg und wandere zwischen meinen eigenen und fremden Welten, seit ich denken kann. Ich habe Psychologie studiert und forsche jetzt als Doktorandin zu Stereotypen und Erwartungsverletzungen. Außerdem schreibe ich realistische sowie phantastische Jugendromane, in denen oft Mental Health-Themen eine Rolle spielen. Und ich mag Pinguine, Kekse und Rockmusik.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich war für mich schon als Kind klar, dass ich, sobald ich in der Schule schreiben lerne, diese neue Fähigkeit zum Geschichtenerzählen nutze. In der Grundschule habe ich meine Geschichten gern in der Klasse vorgelesen und mein erstes Buch geschrieben über ein Mädchen in einem Zauberinternat, das natürlich die Welt retten soll. Seitdem habe ich nie so richtig damit aufgehört und mittlerweile über 11 Bücher geschrieben, von denen allerdings leider nicht alle veröffentlichungsreif sind.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Wunschmagie ist mein Debütroman und der einzige bisher erschienene. Es geht um Roxy, gegen die sich die Welt – ihrer Meinung nach – verschworen hat. Um Roxys Wünsche, die schwieriger zu kontrollieren sind als gedacht. Um Liebeskummer, den es zu überwinden gilt. Um Freund- und Feindschaften, die sich vielleicht mehr ähneln, als Roxy es zugeben möchte. Und um ein kleines bisschen Herzflattern, das ab und an den brodelnden Vulkan in zu beruhigen vermag.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, derzeit arbeite ich am zweiten Band meiner Dilogie „Silver Soul“, deren erster Band in den nächsten Monaten beim Dancing Words-Verlag erscheint, eine phantastische Dystopie. Darin geht es um die Studentin Leo, die sich entgegen ihrem anfänglichen Misstrauen mit Androiden anfreundet, die von den Menschen als Service-Kräfte, Haushaltshilfen oder auch Betreuungsroboter genutzt werden. Und es geht um Keijo, der Leo mitten in eine Rebellion hineinzieht.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Eigentlich ist Schreiben das, was ich in meiner Freizeit mache. :D Wenn dann noch zusätzlich etwas Zeit bleibt, fotografiere ich gern, am liebsten Naturmotive, gehe laufen oder zocke. Auch Musik darf in meinem Alltag nicht fehlen, vor Corona war ich viel auf Konzerten oder Festivals unterwegs.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, Lieblingsbücher oder Autor*innen zu benennen, weil sie ständig ändern. Allerdings lese ich sehr gern die Young Adult-Bücher von Ava Reed und John Green, außerdem habe ich als Kind die Welten von Cornelia Funke geliebt.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das ist auch keine so einfache Frage. Derzeit pendle ich viel zwischen meiner alten Wohnung in Köln (die bald nicht mehr meine Wohnung ist), meiner neuen Wohnung in Marburg und meiner Heimat in Luxemburg. Am liebsten ist mir aber mein Arbeitsplatz in Marburg (s. Foto), weil ich da ein eigenes kleines Büro habe und ich meine Pinnwand hier liebe, die meine gute Freundin und Künstlerin Tala Jacob für mich gestaltet hat. Außerdem habe ich hier einen zweiten Bildschirm, ohne den ich kaum noch arbeiten kann.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein Alltag beginnt, wie wohl bei so vielen, mit dem Brotjob, in meinem Fall also die Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Uni. Dort lehre ich, plane Studien oder werte sie aus, nehme an Meetings teil und schreibe an wissenschaftlichen Fachartikeln. Nach der Arbeit gehe ich laufen oder spazieren, wenn die Zeit es zulässt, oder zocke ein wenig. Meistens habe ich dann erst abends oder nachts den Kopf frei zum Bücherschreiben. Ich versuche, täglich an meinen Projekten zu arbeiten, sei es Plotten, an der Rohfassung schreiben oder überarbeiten. Wenn es danach nicht zu spät wird, schaue ich gern noch Netflix oder lese.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich mag, dass die Frage hier zwischen Lesen und Schreiben unterscheidet, das gibt es bei mir nämlich tatsächlich Unterschiede. Lesen tu ich grundsätzlich alles, am liebsten allerdings Psychothriller, Urban Fantasy oder Slice of Life-Literatur. Beim Schreiben geht es bei mir gern noch phantastischer zu und ich schreibe vor allem Jugendbücher New Adult-Coming-of-Age-Romane.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Puh, da muss ich eine Weile nachdenken, tatsächlich bin ich gar kein so ein Zitate-Mensch. “In the end, we only regret the chances we didn’t take, relationships we were afraid to have and the decisions we waited too long to make” von Lewis Carroll beschreibt aber ziemlich gut das Grundprinzip, nach dem ich zumindest versuche zu handeln.
Aus einem meiner (unveröffentlichten) Bücher, The Years We Lost, beschreibt das hier (zu) gut mein Schreibleben:
„Ein Schritt nach dem anderen. Das ist so leicht gesagt. Was aber, wenn der übernächste Schritt bereits in den Abgrund führt? Ein wenig Vorbereitung braucht man doch immer, oder? Ich brauche sie, brauche die Struktur, aber sie zerfällt wie eine Sandburg bei Flut.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich weiß gar nicht, ob es legitim ist, das als Lieblingsland zu bezeichnen, weil ich leider noch nie da war. Aber ein Land, das mich schon lange fasziniert, ist Island. Wegen der mythischen Geschichten, den atemberaubenden Landschaften, der Mitternachtssonne und den Polarlichtern, aber auch, weil es dort selbst im Sommer schön kühl ist.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich würde mich durchaus als kritikfähig einschätzen in dem Sinn, dass ich Kritik annehmen und im Rahmen des Möglichen umsetzen kann. Allerdings trifft mich manche Kritik am Anfang durchaus hart und ich benötige etwas Zeit, bis ich sie mit genug Abstand betrachten kann, damit ich sie nicht mehr persönlich nehme und für mich entscheiden kann, welche Punkte ich daraus mitnehme.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Leider habe ich weder das Geld noch die Zeit dafür, meine Bücher so selbst zu veröffentlichen, wie ich sie gern veröffentlichen würde, sprich mit einem ansprechenden Cover, einem gründlichen Lektorat und cleverem Marketing. Viele der dazu nötigen Skills besitze ich eigentlich nicht – ich kann nur schreiben 😉, und bewundere daher jede*n Selfpublisher, die*er das schafft. Außerdem ist mein langfristiges Ziel der Großverlag, weil ich es mir sehr schön vorstelle, mein Buch eines Tages auch in Buchhandlungen vorzufinden, was mit Selfpublishing ja leider extrem schwierig ist.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Natürlich würde es mich sehr freuen, wenn ihr Lust hättet, mehr über mich und meine Bücher zu erfahren oder mir bei Instagram, Twitter oder Facebook folgt. Falls ihr dann tatsächlich nach meinem Buch greift, würde ich mich sehr über Rezensionen freuen – die sind für Autor*innen sehr wichtig und sowieso ist es ein wundervolles Gefühl zu wissen, dass andere meine Bücher lesen!

Freitag, 15. Oktober 2021

[Schnipseltime] My Best Friends Guy von Sabrina Meyer

 


Ein fahrender Zug ist etwas, von dem man nicht überrollt werden wollte. Doch genau das passiert gerade. Natürlich nur in meinem Kopf, der sich nebenbei gesagt wie flauschige Watte anfühlt. Na ja, zumindest bis der Zug oder eher die Dampflok den Teil mit dem Überrollen hinter sich gebracht hat und pfeifend von dannen rollt. Mein Magen verkrampft sich, als die Watte als riesengroßer Stein nach unten plumpst. Ich höre immer noch das Pfeifen in meinen Ohren und kann meiner Exfreundin daher nur bedingt folgen.

„Sean, ist alles in Ordnung?“, fragt Sarah schließlich, als sie bemerkt, dass ich wie ein Fisch auf dem Trockenen japse und meine aufgerissenen Augen verraten, dass ich nicht die Ruhe in Person bin, die ich eigentlich vorgebe zu sein. Panisch nicke ich, ehe ich mich räuspere und auf das Bier auf dem Tisch vor mir zeige.

„Entschuldige, ich habe mich verschluckt.“ Na ja, zumindest erklärt das meine leicht tränenden Augen. Sarah lächelt mich sanft an. Sie denkt wohl, dass ich mich vor Eifersucht so benehme. Doch da liegt sie leider daneben. Oder auch nicht. Denn meine körperliche Reaktion ist eher darauf zurückzuführen, dass mein bester Freund seit meiner Kindheit keine zehn Meter von mir entfernt neben meiner Mutter steht und sich unterhält.


[Buchvorstellung einmal anders] My Best Friends Guy von Sabrina Meyer



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Sean, Kane, Sarah und Any aus „My Best Friends Guy“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
„Vielen Dank, dass wir heute Rede und Antwort stehen dürfen“, antwortet Kane freundlich lächelnd für die kleine Gruppe.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Any schaut sich Ihre Freunde an und lacht.
„Man könnte uns als chaotischen Haufen benennen, der zusammenhält, wenn es hart auf hart kommt. Sean ist eher kein Blitzmerker, wenn es um Gefühle geht. Dafür ist er ein liebender Sohn, der mit seiner Mutter auch verrückte Sachen wie Bungee Jumpen macht. Kane ist sehr geduldig und lässt sich durch Sean immer wieder in skurrile Situation hineinziehen. Sarah habe ich erst vor Kurzem kennengelernt. Aber ich würde sie als das Mädchen von nebenan beschreiben. Nett, romantisch veranlagt und stur, wenn ihr eine Sache wirklich wichtig ist.“
Sarah errötet, während Sean und Kane breit grinsen.
„Hab ich was vergessen?“, fragt Any, während sie mit ihrem Zeigefinger auf ihre Lippe tippt und die anderen anschaut.
„Dich selbst“, antwortet Kane.
„Na ich bin natürlich die Kupplerin, die eine großartige Karriere als Schauspielerin vor sich hat.“
„Und du bist ein Morgenmuffel und bemutterst mich gern. Außerdem hast du ein großes Herz und genug Selbstvertrauen, um Kleingeister nicht zu ernst zu nehmen“, fügt Sean zwinkernd hinzu, während Any schweigt und breit grinst.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Bester Freund liebt besten Freund. Weitere Freunde und eine Mutter versuchen sie in die richtige Richtung zu schubsen und dabei einen 60. Geburtstag zu feiern. Das Ganze eine Woche lang.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
„Ja“, kommt einstimmig die Antwort.
„Warum sonst landen wir immer hinter verschlossenen Türen?“, fragt Kane augenzwinkernd.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Kane errötet, während Sean hinter vorgehaltener Hand ein Lachen unterdrückt. Sarah errötet zwar auch, kann sich aber ein Grinsen nicht verkneifen.
Any rollt mit den Augen und antwortet: „Was die Jungs jetzt denken, ist wohl nicht schwer zu erraten. Ich für meinen Teil finde den Part gut, bei dem Seans Mutter ihn öffentlich outet.“
„Ich finde mein Gespräch im See mit Sean besonders schön. Im Nachhinein frage ich mich immer noch, ob ich ihn vielleicht doch versucht hätte, zu ertränken, wenn ich nicht so gut erzogen worden wäre von meinen Eltern“, antwortet Sarah schelmisch lächelnd.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
„Einiges und irgendwie auch nichts. Die Autorin meinte mal, dass sich die Figuren oftmals ganz allein entwickeln. Sie kann da gar nichts für. Aber wenn ihr mal von Kaffeeliebenden, nach Hunden und Katzen verrückten Figuren lest, dann ist das kein Zufall. Anders als ich hat sich die Autorin in ihrem Leben die Haare nur rot (mit 14) und blond gefärbt. Vielleicht möchte sie ja mal blaue Haare haben? Wer weiß. Aber ich denke nicht, dass ihr das stehen wird“, antwortet Any übertrieben freundlich.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
„168 cm, Gewicht unbekannt, Brillenträgerin, braune lange Haare“, antwortet Kane.
„Kaffeejunkie, Bücher oder Serien ohne Happy End mag sie nicht. Anscheinend ist das Leben selbst oftmals mit genug Drama und Herzschmerz verbunden. Obwohl sie eigentlich immer, bis auf das letzte Jahr, ein Optimist ist“, antwortet Sean.
Sarah fügt hinzu: „Sie hat Yoga für sich entdeckt, nachdem sie durch die Schreibtischarbeit immer mit Nackenschmerzen zu tun hatte. Außerdem hört sie gern während der Arbeit Musik. Wobei Popmusik bzw. K-Pop nicht so mein Geschmack ist.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Any antwortet unter vorgehaltener Hand: „Der Titel stand schon fest, da hatte sie noch nicht mal die ersten zehn Seiten geschrieben. Genau wie das Cover.“
„Ich finde, der Titel passt“, fügt Sean noch breit grinsend hinzu, während er Kane anschaut und mit den Augenbrauen wackelt.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättest du/hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
„Also ich hätte vielleicht lieber rosa statt blau genommen“, antwortet Sarah laut überlegend.
Kane verschluckt sich an seinem Wasser und sieht Sarah mit tränenfeuchten Augen an.
„Da ist doch was Rotes drin. Reicht das nicht?“
„Ich finde es toll, so wie es ist“, behält Sean das letzte Wort.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
„Ich muss gestehen, dass ich eine Weile gebraucht habe, mich an den Gedanken zu gewöhnen. Mir ist aufgefallen, wie du Kane anschaust und mir ist klar geworden, dass du mich nie so angeschaut hast. Und so wie Kane dich anschaut? Als ob du der Mittelpunkt der Welt bist. Ich weiß tief in mir drin, dass ich nicht so intensiv gefühlt habe wie er und daher habe ich beschlossen, dass ich auch genauso eine Liebe haben möchte. Ich will jemanden, der mich so ansieht, der meine Macken kennt und liebt und mir in schweren Zeiten beisteht, ohne mit der Wimper zu zucken.“ (Sarahs Lieblingszitat)

„Spiel mit.“ (Anys Lieblingszitat)

„Ich habe endlich kapiert, was ich all die Jahre für dich gefühlt habe. Ich liebe dich. Ich liebe es, dass du in fast allem perfide gut bist. Dass du meine verrückte Seite akzeptierst, mit mir springst, wenn ich es brauche und mich vom Abgrund zurückholst, wenn es nötig ist.“ (Kanes Lieblingszitat)

„Es gibt noch etliche Fragen zu klären und ich kenne dich. Wir werden langsam machen. Immer, wenn Sarah uns aus den Augen lässt, werde ich dich küssen. ...“ (Seans Lieblingszitat)
Danke für das Gespräch
„Vielen Dank, dass wir auch was sagen durften. Das war lustig“, antwortet Any. Alle Anwesenden nickten und schauen sich verstohlen um, ob die Autorin schon was mitbekommen hat von dem Interview.

[Autoreninterview] Sabrina Meyer

Autoreninterview
Sabrina Meyer

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Mama einer 5 jährigen Tochter und zusammen mit 3 Katzen leben wir im schönen Berlin-Rahnsdorf. Ich selbst lese gern Fantasy, Liebesromane und Krimis.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe mit ca 11 Jahren angefangen, aktiv und sehr viel zu lesen. Irgendwie gab es aber die Bücher mit den Themen, die ich lesen wollte, nie. Irgendwann entwickelte ich die Idee zu meinem ersten Buch „Tochter der Hoffnung“ und ab da war mir klar, dass ich Schriftstellerin sein wollte. Ich liebe die Bücher von Nora Roberts, G.A. Aiken und Nalini Singh und genau solche mitreißenden, warmen und humorvollen Geschichten möchte ich auch gern schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Unter Serena S. Murray schreibe ich Fantasy Romane, in denen auch immer die Liebe eine große Rolle spielt. Ich liebe Gestaltwandler und Hauptfiguren, die ihren Mann stehen können. Unter Sabrina Meyer habe ich im Verlag Droemer Knaur meinen ersten reinen Liebesroman „Schweinsgalopptage“ veröffentlicht. „My Best Friends Guy“ ist mein erster Gay Liebesroman.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Oh, ja, an vielen. *Lach*. Ich arbeite an meinen BeCharmED Bänden und am Folgeband für „Lost Spirit“.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen. Ich ziehe die Welt der Bücher dem Fernsehen vor. Allerdings habe auch ich Tage, an denen ich müde und gestresst bin und dann schaue ich gern Sitcoms oder Krimi Serien.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ja, so einige. Dazu gehören Nora Roberts / J.D. Robb, G.A. Aiken / Shelly Laurenston, Nalini Singh, Anyta Sunday und Ariella Zoelle.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Hauptarbeitsplatz ist ein kleiner Schreibtisch am Fenster. Mit vielen Klebezetteln und Stiften darauf. Hier liegen mein Arbeitsrechner und mein privater Laptop. Ansonsten wechsele ich auch gern mal mit meinem Laptop auf die Couch, die direkt dahinter steht oder an den Küchentisch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Morgens um 06:18 Uhr klingelt der Wecker. Dann wird das Kind geweckt, die Katzen gefüttert und zur Kita gefahren. Danach arbeite ich im Home Office bis ca 15:30 Uhr. Das Abholen von der Kita endet häufig damit, dass ein bis vier Kinder mit Mama zum spielen mitkommen. Nach dem gemeinsamen Abendessen kehrt Ruhe ein, gegen 19 Uhr liegt meine Tochter im Bett und ich habe Zeit, zu schreiben, zu lesen oder etwas anderes zu machen. Das ist mein Lieblingsablauf eines normalen Tages.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese am liebsten Liebesromane, die einem ein gutes Gefühl geben. Ich mag humorvolle Geschichten. Genauso Fantasy Romane und zwischendurch mal einen guten Krimi bzw. Thriller.
Da ich mich an eine Kriminalgeschichte noch nicht wage, schreibe ich hauptsächlich Fantasy und Liebesromane.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
In meinem WhatsApp Status steht seit mehreren Jahren: Wege entstehen dadurch, das wir sie gehen. Ich glaube, das trifft auf so viele Bereiche im Leben zu, dass ich es auch noch eine Weile länger dort stehen lasse 😊.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Um ehrlich zu sein nicht. Ich möchte gern noch einmal nach England fliegen. Kanada und die USA stehen auch auf meinem Wunschzettel. Aber in Deutschland fahre ich sehr gern ins Elbsandsteingebirge oder auch in den Harz.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich schätze mich schon als kritikfähig ein. Für konstruktive Kritik bin ich sogar dankbar. Manchmal ist es auch einfach nur eine Geschmackssache. Aber natürlich bin ich auch mal traurig oder deprimiert, wenn ich eine schlechtere Bewertung bekomme. Das geht jedem Autor so, denke ich mir immer. Und letztendlich finde ich auch mal ein Buch sehr gut oder sehr schlecht, welches bei anderen Jubelrufe oder genervtes Augenrollen auslöst. Zum Glück haben wir nicht alle den gleichen Geschmack. Und ich versuche Kritik immer auch als Wachstumschance zu sehen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe mehrere Bücher in zwei Verlagen veröffentlicht. Doch auch da muss man selbst sehr viel Marketingarbeit leisten, denn in der Masse gehen einzelne Werke oftmals unter. Ich möchte alle Wege ausprobieren und sammele dabei Erfahrungen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Vielen Dank, dass ihr mir und meinen Büchern eure Zeit schenkt! Das ist ein sehr wertvolles Gut und ich hoffe, meine Geschichten lassen euch euren Alltag etwas vergessen und geben euch das gute Gefühl, das ich so liebe beim Lesen.

Mittwoch, 13. Oktober 2021

[Reiheninterview] Merankrimis von Viola Eigenbrodt

  


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Viola Eigenbrodt, um mit ihr über ihre Reihe „Merankrimis“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Sehr gerne
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Marmor, Wein und Bienengift: Ein Krimi aus Südtirol (Merankrimi 1)“, „Bilder, Tod und Volksmusik: Ein Krimi aus Südtirol (Merankrimi 2)“ und „Schürze, Speck und La Famiglia: Ein Krimi aus Südtirol (Merankrimi 3)“ mit wenigen Worten vorstellen?
Das Besondere an den Krimis, die ja zu den Regionalkrimis zählen, ist die Tatsache, dass hier immer die Kriminalpolizei mit den Carabinieri zusammenarbeitet. Das ist ungewöhnlich für Italien. Neben den Todesfällen führe ich die Leser stets in den verschiedenen Landschaftsgebieten um Meran herum und zeige die Schönheiten des Landes und die Eigenheiten seiner Bewohner mit auf.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Es fällt in der Tat mit der Zeit immer leichter, aber es fällt auch schwerer, sie wieder zu entlassen. Es ist tatsächlich eine Parallelwelt zu meiner eigenen Realität geworden. Da hin und her zu schlüpfen kostet Kraft.
Wie viel echte Viola steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Mein Humor und der Versuch, die Welt nicht zu ernst zu sehen. Ich hatte in meinem Leben sehr viele Frösche zu schlucken, mehr als andere, und möchte eines vermitteln: dass Herumjammern niemandem hilft und keinen Sinn ergibt.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Als die große Unbekannte, die ihnen ständig in die Suppe spuckt
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Wie das eben so ist: die Geschichte schreibt sich immer von selbst, trotz Rahmen, die es für Krimis zwingend braucht. Eine Reihe war ganz ursprünglich nicht geplant, das hat sich mit dem Personal entwickelt. Die wollten einfach weiter machen, und die Fans, die ich inzwischen habe, auch. Das motiviert natürlich am meisten.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Die entwickelten sich bzw mit den ersten „Marmor, Wein und Bienengift“, eine bewusste Anspielung an Drafi Deutscher. Danach stand fest, dass das mit dem Coverdesign eine echte CI geworden ist, die ich stets beibehalten würde. Was in Sachen Überschrift nicht immer ganz einfach ist/war, aber bisher ist es mir gelungen.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Ich habe aus meinen Jahren in Meran noch jede Menge sehr guter Fotografien, die ich immer für den oberen Teil verwende. Das untere Bild kommt von einer Stock-Agency. Zusammengestellt wird es dann von Johannes Zumwinkel.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Eigentlich nicht. Wobei das letzte mit Abstand am besten bisher ankam. Die Kritiken an den Covern 1 und 2 haben mich amüsiert, da hieß es beispielsweise, die Dame im Dirndl würde zu sehr Volksmusik assoziieren. Äh – es geht um eine Volksmusikvertreterin als Hauptprotagonistin in diesem Buch ….
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Aus “Schürze, Speck und La Famiglia“:
„Marie, Toulouse und Berlioz“, quakte hinter seinem Rechner der kurze Toni. Als Patti und Marini verwirrt zu ihm sahen, meinte er nur: „Ich hab mal gegoogelt. So heißen die Kätzchen aus „Aristocats“, meinem Lieblingszeichentrickfilm“.
„Findest du das passend für italienische Ragazzi?“, wunderte sich Patti, während Marini heute zum ersten Mal richtig lachen musste.
Toni zuckte nur mit den Schultern, und beschäftigte sich weiter mit den kleinen Strafanzeigen, die tagtäglich die virtuellen Postfächer der Rechner verstopften. Diese unappetitliche Story überließ er gerne den andern und Namen für die süßen Minifellknäule würden ihm schon noch einfallen.
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] Viola Eigenbrodt

Autoreninterview
Viola Eigenbrodt

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich heiße Viola Eigenbrodt und schreibe Cosy-Krimis, die in Meran spielen, aber bediene auch noch andere Genres
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich bin freie Journalistin, inzwischen aber mehr und mehr Autorin und Dozentin für Kreatives Schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bei Books on Demand habe ich vor vielen Jahren ein Märchenbuch mit 11 skurrilen Geschichten plus Illustrationen veröffentlicht, für die Edition Wonneworte „Bar Sevilla“, erotische Frauengeschichten, für den Verlag Gmeiner 2 Regionalführer Rhein-Neckar, dann die allererste Version der Merankrimis für den KSB Verlag, der leider kurze Zeit später liquidiert wurde. Gmeiner hatte mir ein Literaturagent vermittelt, der viel zu früh starb. Ich suchte nach einem neuen, fand eine Agentin, wir passten aber nicht zusammen. Also beschloss ich, es mit Hilfe eines SP Beraters selbst zu versuchen und habe inzwischen 3 Merankrimis publiziert. Und in 2020 eines meiner, wie ich finde, besten Bücher: „Schwesterherzen und ein unsichtbarer Hund“, eine Komödie mit Tiefgang.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich habe die Rohversion des vierten Merankrimis, der im Frühjahr 2022 erscheinen soll, letzte Woche abgeschlossen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Kochen, Spazierengehen, fotografieren und chillen
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Lieblingsbücher in diesem Sinne nicht, aber ich bewundere Krimiautoren wie Fred Vargas.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe ausschließlich in meinem Arbeitszimmer an meinem alten Art Deco Schreibtisch und schaue dabei ins Grüne.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe relativ früh auf, trinke Kaffee und lese dabei Zeitungen. Ich mache ein wenig Social Media, und setzte mich dann zum Schreiben hin. Die journalistische Arbeit ließ zunächst durch Corona stark nach, inzwischen interessiert sie mich auch nicht mehr so sehr. Ich arbeite viel mit Kindern in Schreibworkshops, als Ferienprogramm oder zusätzliche Nachmittagsprogramme. Ich schreibe meistens den Vormittag über, und bin nachmittags unterwegs. Der Abend gehört der Familie.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich mag Biografien und gute Geschichtenerzähler wie Jonas Jonasson zum Lesen. Zurzeit schreibe ich nur Krimis, habe noch etwas anderes vor, das ich aber nicht verraten möchte …
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Nein, ich habe kein Lieblingszitat, aber ich versuche, mich selbst nicht so ernst zu nehmen, ich liebe humorvollen Umgang untereinander. Das gilt auch für meine Arbeit.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein, am liebsten würde ich die ganze Welt sehen oder gesehen haben. Das werde ich ganz sicher nicht mehr schaffen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich finde Kritik sehr wichtig, aber sie muss begründet und konstruktiv sein. Einfach um sich schlagen, andere nieder machen finde ich ärgerlich, passiert mir bei Bewertungen leider immer wieder. Jemandem einen Stern zu verpassen ohne Begründung, was bei A. ja geht, ist unter aller Kanone, oder den Stil, den man nicht mochte, zu bemängeln. Dann liest man eben einfach von diesem Autoren nichts mehr, aber man diffamiert ihn nicht öffentlich.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Das habe ich bereits oben begründet.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich wünsche mir einfach, dass ihnen meine Bücher gefallen. Es sind keine blutigen Thriller, sondern in allererster Linie eine Hommage an Südtirol, wo ich 6 Jahre lebte.

Dienstag, 12. Oktober 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Paraguay, mi amor von Wiebke Groth

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Valeska, Ramón, Miguel und Juanita aus „Paraguay mi amor“ und deren Autorin Wiebke Groth.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Ramón : Por supuesto, wir stehen dir zur Verfügung.
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Ramon: Dann fange ich doch mal an – ich bin eh der extrovertierteste von uns: Ich bin Ramón und ich studiere in Asunción Medizin. Ich bin 22 und mit der kleinen Juanita hier auf der Estancía meiner Mama Isabella und meines Stiefvaters José aufgewachsen. Ich habe ein Pferd, Black Lightning, welches mir sehr viel bedeutet. Mein Vater starb, als ich drei war, er wurde vom Stroessner Regime ermordet. Ich träume davon, ihn eines Tages zu rächen und den Menschen in Paraguay bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. Ich studiere Medizin, weil Enrique auch Arzt werden wollte. Aber dann taucht Valeska auf und ich fühle mich so zu ihr hingezogen wie schon lange nicht mehr zu einer Frau.
Juanita: Ich bin 15 Jahre und die Tochter von Isabella und Jost, Valeskas Vater. Als ich erfahren habe, dass Valeska uns besuchen kommt, habe ich mich sehr gefreut, denn ich wollte schon immer eine große Schwester haben. Ich möchte mit ihr viel erleben und mit ihr meine Geheimnisse teilen, wie Schwestern das machen.
Valeska: Valeska König, 19 Jahre. Die Sommerferien nach dem Abitur und die Zeit bis zur Uni habe ich mir anders vorgestellt. Niemals hätte ich gedacht, dass ich bei meinem Onkel aufgewachsen bin. Ich bin durcheinander und auch wütend, aber ich fliege direkt nach Paraguay, um meinen Vater kennenzulernen. Wow, das Land ist so anders als Deutschland und dann habe ich gleich am 1. Tag die etwas peinliche Begegnung mit Ramón im Badezimmer…
Miguel: oh, wo wir bei peinlichen Begegnungen sind… als ich einmal mit Ramón telefoniere, um über gewisse geheime Dinge zu sprechen, kam Valeska ins Zimmer und lenkt Ramón auf recht ungewöhnliche Art vom Telefonat mit mir ab. Ich bin übrigens Miguel, 22 der beste Freund und Mitbewohner von Ramón -ich studiere Jura in Asunción.
Wiebke: Ähem -ja danke Leute für die ausführliche Vorstellung. Aber ihr müsst ja noch nicht alles verraten!
Claudia: Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Im Sommer 1999 erfährt Valeska durch einen dummen Zufall, dass ihr biologischer Vater nach ihrer Geburt nach Paraguay ausgewandert ist und sie ihrem Onkel und ihrer Mutter aufgewachsen ist. Sie fliegt in das südamerikanisches Land auf die Estancia von Isabella und Jost, wo sie nicht nur ihren Vater und seine neue Familie sondern auch Ramón, den Stiefsohn ihres Vaters kennenlernt. Sie ist fasziniert von dem exotischen Land und konfrontiert mit den kulturellen Unterschieden und der neuen Familie. Sie geht aber offen auf die neue Situation ein und fühlt sich schnell wohl. Sie und Ramón fühlen sich sehr zueinander hingezogen und beginnen einen stürmischen Urlaubsflirt. Ramón jedoch hat ein dunkles Geheimnis. Er ist in einer verbotenen Oppositionsbewegung organisiert, die schon zur Zeiten des Diktators Stroessner aktiv war und 1999 um Chancengleichheit, weniger Korruption und bessere Bedingungen für die Menschen in Paraguay kämpfen möchte. Sein Vater Enrique starb im Widerstand gegen den Diktator Stroessner.
Claudia: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? Wie geht es euch Charaktere dabei?

Wiebke: Oh ja und wie. Einfach und schön kann jeder. Es ist doch viel spannender zu lesen, wie die Charaktere aus schwierigen Situationen wieder herausfinden und es wäre doch langweilig, wenn immer eitel Sonnenschein herrschen würde.
Valeska: Na vielen Dank, liebe Wiebke! Warum hätte ich nicht in Deutschland bleiben und studieren dürfen, ohne je von Jost und den anderen zu erfahren.
Ramón: Pero amor! Das ist nicht richtig! Wir hatten uns nie getroffen! Das wäre so traurig.
Miguel: oh ja, ich bin auch so froh, dass ich dich kennenlernen durfte, Valeska.
Ramón: Si, mi amigo das wissen wir spätestens ab Teil 2!
Valeska: also, was du in Teil 2 uns abverlangst geht gar nicht! Hast du dir eigentlich mal überlegt, was das für mich und auch für Ramon bedeutet? – Ach ja, für Miguel natürlich auch! Wir kommen alle nicht ohne Verletzungen – körperlich oder seelisch - davon! Das ist nicht fair!
Juanita: Ok, Leute. Ich fand es toll, was Wiebke für mich ausgedacht hat. Meine erste große Liebe ist so toll! Und die Pferdeszene ist genial Hach – und der wundervolle Shoppingtag in Ciudad del Este!
Claudia: Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern meines Blogs vorstellen wollt?
JUANITA: Ja, als wir in der Eisdiele sind, es ist diese hier:
„Hola Juna. Qué tal?“ Ich drehe mich zu der Sprecherin um, genauso wie der Rest meiner Familie. Vor mir steht Selenia, ein Mädchen aus der Oberstufe und Klassenkameradin von Darío! Dieser steht ein paar Schritte hinter ihr und grüßt uns nun auch leise und höflich. Ich begrüße Selenia mit einer Umarmung und dann zurückhaltender, auch Darío, dann stelle ich beide meiner Familie vor. „Sag mal, hast du Lust mit uns ein bisschen in der Stadt zu bummeln?“, fragt SElenia mich. „Ich- äh – ja gerne!“, rufe ich aus. „Wenn ich darf, Mama?“, sage ich schnell in Richtung meiner Mutter und beglückwünsche Darío und Selenia innerlich zu diesem Täuschungsmanöver.

Claudia: Wie viel echte Wiebke steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? Hat sie etwas vergessen zu erwähnen?

Valeska: Hehe, das ist ja schon recht eindeutig, dass ich einige Charakterzüge von Wiebke trage. Sie war ja etwa in meinem Alter, als sie mich geschaffen hat. Aber trotzdem ist sie irgendwie anders – reifer und vernünftiger. Ob sie in den anderen steckt, weiß ich nicht,
Juanita: Sie hat einen starken Willen und gibt nicht so schnell auf. Das ist beim mir genauso.
Miguel: Sie ist loyal ihren Freunden gegenüber, so wie es ich Rami gegenüber bin.
Claudia: Wie würdet ihr als Protagonisten eure Autorin beschreiben?
Ramón: Sie ist sehr organisiert und sehr tough. Immer wenn ich sage, hey, das geht so nicht! Warum muss mir das nun passieren? Können wir das nicht anders machen? Dann sagt sie immer: Nein, Ramón, das passiert so. Genauso habe ich es mir vorgestellt! Du hast hier leider ausnahmsweise mal nichts zu sagen!
Valeska: Sie hat das gemacht, was ich auch gern machen möchte: Sie hat im Ausland gelebt und da gearbeitet, sie hatte einen interessanten Beruf und sie hat ihren Traum wahrgemacht und ist Schriftstellerin geworden.
Juanita: Sie hat einen starken Willen. So wie ich. Das imponiert mir sehr. Sie ist mein Vorbild.
Miguel: eine Klassefrau. Bewundernswert, wie sie es geschafft hat, neben ihrer Familie und den Beruf ein Buch zu schreiben. Sie ist sehr zielstrebig.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Charaktere vielleicht sogar Mitspracherecht?
Valeska: Oh, der hat sich noch sehr verändert! Zunächst hieß er schlicht: Nach 19 Jahren.
Aber dann hat Wiebke mit dem Verlagsmitarbeiter ein Brainstorming gemacht und plötzlich hatte sie die zündende Idee: Das Familiengeheimnis – Paraguay mi amor
Claudia: Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Valeska, sehr schnell: Die Haare! Wie du siehst, habe ich kurze hellbraune Haare! Das Mädchen auf dem Cover hat lange Haare! Das bin ich nicht. Leider hat der Verlag da kein passendes Bild gefunden.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch
Ramón: „Wenn du möchtest“, dabei schaut er mich wieder mimt diesem blick an, der ein heftiges Kribbeln in meinem Unterleib auslöst, „können wir in den nächsten Tagen einen Ausflug auf Black Lightning machen. Du sitzt vor mir und ich halte dich fest, so dass du nicht runterfällst. Ich kann dir wunderschöne Plätze zeigen.
Valeska: „So, aber jetzt lächelst du bitte einmal!, befiehlt er bestimmt und streicht mir noch mal zart über mein Gesicht. Ich gebe mir Mühe und schenke ihm mein bezauberndstes Lächeln.
Juanita: „Dann hole ich dich Samstagabend ab und du kommst mit in Onkel Pedros Haus. Ich werde dir zeigen, wie wunderschön es ist, Liebe zu machen…“ Diesmal küsst er schon etwas fordernder und seine Hand gleitet zu meiner Brust und beginnt, sie vorsichtig zu streicheln… ich stöhne leise vor Wonne und genieße es, in Daríos Armen zu sein.
Miguel: Das ist die Szene wo Ramón von seinem Liebeskummer nach der Beziehung mit Esma erzählt und er sich völlig gehenlässt: „Ramón, amigo, es reicht! Meine Geduld als dein bester Freund ist zu Ende. Wenn du jetzt nicht zur Vernunft kommst, nehme ich mir deinen Blasenkatheter und die Magensonde, die du zu Übungszwecken hier hast, und probiere sie nicht an der Übungspuppe, sondern an dir aus!“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch