Sonntag, 2. August 2020

[Autoreninterview] Sonja Röhm-Reimann

Autoreninterview
Sonja Röhm-Reimann

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, Ihr habt es hier mit einer großen Autorin zu tun (okay 1,63 m ist doch nicht sooo groß), mit dunkelblonden Haaren mit wunderschönem Silberglanz (wir werden alle nicht jünger). 
Ich bin verheiratet und lebe mit meiner Familie im schönen Straubing in Niederbayern. 
Geboren wurde ich irgendwann im Erdaltertum (vor 54 Jahren) in Nürnberg, diesen Ort hört man mir sprachlich auch an.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich hatte schon immer gelegentlich das Bedürfnis, mich hinzusetzen und eine Geschichte aufzuschreiben. Meine ersten Schreibversuche habe ich schon im Grundschulalter unternommen; ein Urlaubserlebnis, ein Gedicht, eine Geschichte über eine laufende und sprechende Blume … Nichts wirklich Ernsthaftes. Erst viel später - ich war inzwischen verheiratet – bin ich länger dabeigeblieben und habe angefangen, an meinen Drachenreitern zu schreiben. Anfangs sporadisch und mit Kinderpause, dann zielstrebiger, aber nie regelmäßig, sondern nur, wenn Zeit und die passende Schreibmuse vorhanden waren.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Die Drachenreiter von Mera“ 
Band 1: „Entscheidung in Elnamira“ 
Band 2: „Tödlicher Nebel“ 
Und neu Band 3: „Das Eisenvolk“ 
Eine spannende Drachenfantasy, nicht unbedingt Mainstream und ohne großangelegte Romanze. Kurz zusammengefasst: Eine junge Frau gerät in eine fremde Welt mit gefährlichen Drachen, Botschaften übermittelnden Göttern und einem Volk, das nicht lügt. Sie muss lernen, sich dort zurechtzufinden und versucht den Drachenreitern beizustehen, die sich einer existentiellen Bedrohung gegenübersehen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja und nein. Momentan bin ich nahezu ausgelastet damit, dem vierten Teil meiner Drachenreiter den letzten Schliff für die Veröffentlichung zu geben und den dritten bekannt zu machen. Wenn doch noch ein wenig Zeit übrig ist, schreibe ich an verschiedenen Geschichten weiter; eine davon wird eine Geschichte für jüngere Leser.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Im Garten werkeln, Wandern, Sport
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich komme leider nur noch sehr selten zum Lesen. Von je her beeindruckt haben mich aber Marion Zimmer Bradley und Stephen King. Letzteren hat mir mein Mann ins Haus gebracht und die King-Bücher füllen inzwischen ein halbes Regal. Seit ich angefangen habe, selbst zu veröffentlichen, habe ich viele Selfpublisher kennengelernt, die ich am liebsten alle lesen würde, wenn ich Zeit dazu hätte. Ich habe inzwischen eine riesige WULI, alles aus dem Bereich Fantasy, aber keinen speziellen Favoriten.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Der Ort ist weniger wichtig. Hauptsache ich bin ungestört. Meist schreibe ich an meinem alten Jugendschreibtisch in unserem Gästezimmer, oder, wenn keiner zu Hause ist, auch in der Büroecke im Wohnzimmer.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Aufstehen, mit meiner Mutter telefonieren und dann kommt, was so anfällt im Haushalt, im Garten und sonstwo. Manchmal, wenn keiner zu Hause ist, komme ich auch dazu, am Vormittag ein wenig am Computer zu sitzen, das ist aber eher selten. Erst am späteren Abend finde ich dann wieder Ruhe und Muse genug, mich an den Computer zu setzen und ein wenig zu schreiben. Oft bin ich jedoch damit beschäftigt am Handy für meine Bücher zu werben, nach Bildern zu suchen und mich mit anderen Autoren oder Bloggern auszutauschen, so dass für das Schreiben leider nur wenig Zeit übrig bleibt.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich schreibe nur im Fantasybereich. Beim Lesen ist es ähnlich. Aber auch Thriller, Horror oder humorige Geschichten lese ich gelegentlich, am liebsten, wenn ein wenig Übernatürliches dabei ist.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Da muss ich jetzt direkt überlegen. Für das Miteinander gefällt mir dieser Spruch am ehesten: 
„Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“ 
Und wenn mal wieder der Frust zuschlägt, passt tatsächlich ein Spruch aus einem meiner Bücher ganz gut: 
„Das Leben ist zu kurz und zu gefährlich, um es mit Traurigkeit zu vergeuden.“ 
Ein passendes Zitat, das meine Arbeit beschreibt, habe ich nicht, weder real, noch in einem meiner Bücher.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Vielleicht könne ich an dieser Stelle Island nennen, das besitzt fast alles, was mich fasziniert: wilde, unberührte Natur; Gebirge; Vulkane …
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Das kommt darauf an. Konstruktive, berechtigte Kritik finde ich gut und freue mich darüber, andererseits bin ich dann aber meist ganz geknickt und mein Selbstwertgefühl muss sich erst langsam wieder aufbauen. Aber da muss ich durch. Lieber das, als keine Kritik, sonst könnte ich mich nicht verbessern und das möchte ich mich doch. 
Unberechtigte, boshafte Kritik versuche ich nicht ernst zu nehmen und zu ignorieren, was leider nur zum Teil gelingt und mir dann doch den Tag verdirbt.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil ich meine Geschichte so und nicht anders herausbringen wollte und weil meine Bücher sehr dick sind, also entsprechend teuer, was es schwierig gemacht hätte, bei einem Verlag unterzukommen als unbekanntes Licht. Zum Kennenlernen kaufe ich mir lieber etwas Kleines, Günstiges, als gleich viel Geld für einen dicken Schinken auszugeben, der mir dann vielleicht nicht gefällt; und ich denke, dass das auch viele andere Leute so handhaben, so dass es meine dicken Bücher schwer haben unterzukommen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Das Leben ist ernst genug, nehmt Euch Zeit zum Träumen und für die Dinge, die euch wichtig sind.

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