Samstag, 22. August 2020

[It's Cosy Crime] Allgemeines über Lena Karmann und ihre Bücher

Lena Karmann, Cosy Crime
und ihre Bücher


Welche Cosy Crime / Krimis hast du bisher veröffentlicht oder gibt es sogar in naher Zukunft etwas Neues zu lesen von dir? Stelle deine Werke gerne in wenigen Worten vor.

Bislang sind drei Bände erschienen. "Fährfahrt in den Tod", in dem ein Fahrgast auf der Fähre von Baltrum tot am Ziel ankommt. "Schweigegeld mit Inselblick", in dem Sarah in ihrem Taxi einen hohen Geldbetrag findet, den ein Unbekannter da versteckt hat. "Bei Ebbe kam der Mörder ", in dem eine Frau in Panik einen Angreifer erschießt, der eine Killerclownmaske trägt. Neues ist auch schon in Arbeit: Demnächst kommt "Tödliches Labskaus", in dem der Besuch eines Foodfestivals mit gesundheitlichen Risiken behaftet ist. Natürlich steckt immer etwas anderes dahinter, als man auf den ersten Blick meinen sollte. 
Außerdem habe ich den fünften Band erst letzte Woche zu Ende geschrieben, und in nächster Zeit nehme ich Band sechs in Angriff. Und dann werden wir weitersehen.
Kannst du uns deine Protagonisten/Antagonisten und Nebencharaktere kurz vorstellen? 
Also, im Mittelpunkt stehen die Taxifahrerin Sarah Teufel und ihr Ex-Mann James Todd, der im ostfriesischen Dorf Palinghuus eine Kfz-Werkstatt betreibt. Sarah hat mit Hobby-Detektivarbeit eigentlich noch nie was zu tun gehabt, aber als sie dahinterkommt, dass im ersten Band ein Passagier heimtückisch ermordet worden ist, kommt sie auf den Geschmack und wird in der Folgezeit viel wachsamer, wenn es um scheinbare Unfälle mit Todesfolge geht. Zusammen mit James und ihrer besten Freundin Britta und dem Fährmann Achim gehen sie den Spuren nach, für die sich die Polizei nicht interessiert.
Worin liegt für dich der Hauptaugenmerk eines Cosy Crimes / Krimis? Oder anders gefragt: Worauf achtest du, wenn du ein Werk in diesem Genre schreibst?
Wenn ich die Arbeit an den bisherigen Bänden Revue passieren lassen, dann kann ich nicht sagen, dass ich beim Schreiben darauf geachtet habe, dass es Cosy Crime ist. Ich bin nicht gut darin, meine Arbeitsprozesse zu analysieren, dafür gibt es zu viele Dinge, die ich intuitiv entscheide. So lange ich das Gefühl habe, dass ich so schreibe, wie ich schreiben sollte, um meine LeserInnen für meine Geschichten zu interessieren, mache ich alles richtig. Ich finde es zum Beispiel richtig, dass in einem Band im Vordergrund der Fall steht, der geklärt werden muss, im Hintergrund aber auch das Privatleben meiner Charaktere weiterläuft. Aber die Situationen, die sich da ergeben, können nicht immer parallel zum Fall erledigt werden, und darum greife ich die im nächsten Band wieder auf. 
Ohne jetzt zu viel zu verraten kann ich zum Beispiel verraten, dass in Band 4 eine neue Figur eingeführt wird, deren Auftauchen Auswirkungen auf die Lebenssituation von Sarah und James haben wird, aber das wird nicht in Band 4 passieren, sondern erst später. 
Ehrlich gesagt habe ich mich da auch von der Reihe "Tee? Kaffee? Mord?" inspirieren lassen, weil mir das gut gefällt. Ob das für das Genre typisch oder richtig ist, weiß ich nicht, aber ich denke, man sollte als Autor auch nicht so sehr in engen Grenzen denken, sondern die Fantasie spielen lassen.
Was ist für dich ein absolutes No-Go im Bereich des Cosy-Crime / Krimis?
Die Schilderung brutaler, blutrünstiger Morde und Brutalität im Allgemeinen, ganz egal gegen wen sie sich richtet. Natürlich ist das auch kein gemütlicher Tod, wenn jemand vergiftet wird oder jemand mit einem Hammer erschlagen oder in den Häcksler geworfen wird, aber das ist ja alles schon geschehen, wenn das Opfer gefunden wird, und dann hängt es ja von der eigenen Fantasie ab, wie sehr man sich das ausmalen will. Das Gleiche gilt für Autopsien. Da würde ich auch nie im Detail beschreiben wollen, wie der Tote aufgeschnitten und ausgenommen wird. Entscheidend ist das Resultat. Es kann natürlich bestimmt mal vorkommen, dass man der Auflösung des Falls vom Täter geschildert bekommt, was er getan hat, aber das sind keine Beschreibungen, bei denen ich oft das Gefühl bekomme, dass die Autoren ihr eigenes Wunschdenken einbringen.
Hast du eine bestimmte Empfehlung aus dem Genre? (Klassiker, Film, Serie, Manga…)
Bei den Fernsehserien muss ich einfach "Inspektor Barnaby" nennen, bei den Romanreihen schlägt mein Herz für "Tee? Kaffee? Mord!"
Gibt es etwas, das du den Leser*innen gerne mit auf dem Weg geben würdest?
Anfang des Jahres wäre es sicher etwas ganz anderes gewesen, aber momentan ist das Wichtigste leider dieser Satz: "Bleibt gesund und bleibt auf Abstand."

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