Samstag, 15. August 2020

[Autoreninterview] Emilia Flynn

Autoreninterview
Emilia Flynn

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Der Wunsch die Geschichte der Familie Morgan niederzuschreiben, entstand tatsächlich schon, als ich ein dreizehnjähriger Teenager war. Irgendwann verbrachte ich einen Sonnentag am bayrischen Eibsee und plötzlich war sie da: die Idee. 
Eine kleine Stadt in den Bergen und ein Herrenhaus an einem kristallklaren Bergsee und eine vom Schicksal gebeutelte Familie. Gekrönt durch eine tragisch-schöne Liebesgeschichte über mehrere Jahrzehnte. Allerdings dauerte es ewig, bis ich wirklich die Disziplin fand, diesen Generationsroman zu Papier zu bringen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Morgan`s Hall“ ist eine mehrteilige Familiensaga und es geht um unerfüllte Liebe, Intrigen, Hass und die Frage, ob alles im Leben im Leben vorherbestimmt ist. Bislang sind Band 1 „Herzensland“ und Band 2 „Sehnsuchtsland“ erschienen. Der dritte Teil „Niemandsland“ erscheint am 30.07.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich beginne jetzt mit dem vierten Band „Winterland“.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich koche leidenschaftlich gerne und ich bin (leider) ein Shopaholic. Natürlich treffe ich mich auch mit Freunden und meiner Familie.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ehrlich gesagt, habe ich nicht den Lieblingsautor. Mit Begeisterung habe ich die Buchreihe „Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs gelesen sowie alle Romane von Gillian Flynn.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Tatsächlich schreibe ich am liebsten an meinem Schreibtisch. Ich weiß, das ist wirklich sehr langweilig. Im Sommer arbeite ich auch im Garten. Ich gehöre leider nicht zu den Autorinnen, die sich stundenlang in ein Café setzen und drauf los schreiben, denn die Umgebung und die Menschen würden mich viel zu sehr ablenken. Darüber hinaus ziehe ich während des Schreibens immer Grimassen – das muss niemand sehen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Meist stehe ich gegen halb sieben auf und als allererstes brauche ich eine Tasse Kaffee. In meiner intensiven Schreibphase sitze ich tatsächlich bis abends am PC. Allerdings versuche ich den Abend mit meinem Mann zu entspannen. Wir sind begeisterte Serien-Junkies.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Tatsächlich mein Genre „Familiensaga“. Ab und an lese ich gerne Psychothriller. Liebesromane eher seltener.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Heimat ist da, wo das Herz ist“. Dieses Zitat passt auch wunderbar zu meiner Morgan-Saga, denn ohne Heimat, hat das Herz kein Halt. (Zitat aus „Niemandsland“)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Österreich. Nicht nur landschaftlich, ich liebe auch die österreichischen, kalorienreichen Speisen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Im Grunde schon, wenn diese Kritik berechtigt ist und nachvollziehbar. Als Autor muss man sich immer öffentlicher Kritik aussetzen. Das ist nicht immer leicht, aber man muss lernen, damit umzugehen. Ich persönlich versuche aus kritischen Stimmen zu lernen, um mein Schreiben zu verbessern.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Freiheit. In allem. Zuletzt wurde meine Reihe von einem Verlag publiziert, aber das war leider eine riesengroße Enttäuschung und ich habe mich dazu entschlossen, mein eigener Herr zu bleiben.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Rezensiert bitte die Bücher, die ihr mit Begeisterung gelesen habt. Gerade für uns Self-Publisher ist es unglaublich schwer, in diesem riesigen Buchmarkt sichtbar zu sein. Bewertungen helfen uns und unseren Geschichten, neben all diesen Verlagsbüchern, einen Platz zu finden. Diese Geschichten sind meist mit so unendlich viel Herzblut entstanden und es wäre schade, wenn niemand darüber sprechen oder schreiben würde. Dabei muss der Leser keinen ewiglangen Rezensionstext verfassen. Manchmal ist sogar weniger mehr.

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