Freitag, 21. August 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Wolfszeit 1: Der Bund der Verstoßenen von Bjela Schwenk


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Kaya, Tkemen, Elais, Haku und Thea aus „Wolfszeit – Bund der Verstoßenen“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Tkemen: „Aber selbstverständlich. Wem soll ich mein Autogramm geben?“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Tkemen: „Ich bin Tkemen ai Nairi, einer der noblen Ordenskrieger Gileads.“ 
Thea: „Du meinst wohl: ehemaliger Ordenskrieger. Schließlich bist du im Exil, wenn mich nicht alles täuscht?“ 
Tkemen: „Im einstweiligen Exil. Aber ich werde nicht eher ruhen, bis ich die Mörder meines Kaisers vom Jadethron gehoben habe!“ 
Thea: „Das kann ja dauern.“ 
Tkemen: „Die Frau in Schwarz, die hier so vorlaut ist, ist übrigens eine gemeine Diebin.“ 
Thea: „Tochter des Anführers der Diebesgilde! Und wenn ich mit diesem Auftrag fertig bin, wird mein Vater mich offiziell zu seiner Nachfolgerin ernennen!“ 
Tkemen: „Wer’s glaubt.“ 
Elais: „Also, ich glaube ja schon, dass Thea wieder von ihrem Vater aufgenommen wird, wenn sie das möchte. Bestimmt. Aber falls nicht, dann kann sie sicher etwas anderes finden, was ihr Freude bereitet.“ 
Thea: „Du meinst, so wie du etwas anderes finden wirst, wenn das mit der Aufnahme in die Schule der Magier nicht klappt?“ 
Elais: „Nein, bei mir ist das nicht so einfach. Ich habe schließlich meine Familie verlassen, nur um Magie zu erlernen. Wie ihr wisst, ist Magie bei uns Elfen verboten. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich aufgenommen werde.“ 
Thea: „Jedenfalls werden diese zwei Trottel auf jeden Fall in ihre Heimat zurückkehren können.“ 
Kaya: „Meinst du mich und Haku? Tja, wir haben es eben gut. Wir müssen nur die Reise überleben und die tausend Meilen wieder zurückreisen, um als Krieger anerkannt zu werden. Was soll schon schiefgehen?“ *lacht* 
Haku: „…“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Tkemen: „Tja, was soll ich sagen? Es geht eigentlich darum, wie ich als nobler Nairi zu unrecht des Kaisermords beschuldigt werde und wie es mir dann gelingt, meinen Namen wieder reinzuwaschen, die Mörder des Kaisers vom Thron zu stoßen und als gefeierter Held in meine Heimat zurückzukehren.“ 
Haku: „Hast du da nicht noch etwas vergessen?“ 
Tkemen: „Was?“ 
Haku: „Na ja, was ist mit dem wahnsinnigen Magier, auch Feuerdämon genannt, der Kaya zu verfolgen scheint? Oder habe ich damit jetzt schon zu viel verraten?“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Kaya: „Ach, was, niemals! Die Autorin steht voll und ganz auf unserer Seite. Auch wenn es natürlich wahr ist, dass wir in die ein oder andere brenzlige Situation geraten. Aber ich bin mir sicher, das ist alles nur Zufall!“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Haku: „Also, mir persönlich hat ja gefallen, wie Tkemen sich vor meinem Wolfsrudel auf einen Felsen geflüchtet hat. *lacht* Aber am schönsten war, als ich Kaya nach so langer Zeit wieder in die Arme schließen konnte …
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Thea: „Also, ich habe bestimmt keine Gemeinsamkeit mit dieser Person. Dazu ist sie viel zu nett, widerlich.“ 
Kaya: „Findest du? Ein paar Leser haben ja gesagt, dass ich und sie uns am ähnlichsten sind, aber ich glaube, dass ein bisschen von ihr in jedem von uns steckt.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Elais: „Sie mag, wie ich, Magie. Sie weiß, dass es harter Arbeit und großer Selbstdisziplin bedarf, bis man es schafft, sie zu formen.“ 
Kaya: „Also, ich weiß nur, dass sie gerne auf Bäume klettert und den Wind beobachtet, wie ich.“ 
Thea: „Sie ist also genauso naiv und eine genauso große Träumerin wie ihr beide.“ 
Elais: „Das kann schon sein, aber ohne meinen Traum hätte ich es nie geschafft, aus meiner Heimat aufzubrechen. Manchmal braucht man große Träume, selbst wenn man am Ende scheitert.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Kaya: „Eigentlich sollten die ersten beiden Bände ja „Wendezeit“ heißen und die letzten zwei „Wolfszeit“, aber sie hat sich dann doch dafür entschieden, nur einen der Titel für die ganze Reihe zu verwenden.“ 
Haku: „Wolfszeit ist ein Wort, das aus der Sprache der Makiri stammt. Es ist die Zeit in der Mitte des Winters, in der es so kalt ist, dass die Wölfe in die Dörfer kommen, um Essen zu stehlen. Die Makiri benutzen es aber auch noch in einer anderen Bedeutung: Wolfszeit ist eine harte Zeit, voller Veränderungen.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättest du/hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Elais: „Ich finde das Cover wunderschön. Ich glaube, die anderen können mir da zustimmen.“ 
Thea: „Passt schon. Auch wenn ich es besser gefunden hätte, wenn meine Heimatstadt Ferian darauf zu sehen wäre und nicht Failin.“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Tkemen: „‚Gibt es noch etwas, das du sagen möchtest?‘, fragte Inaki. ‚Ja!‘, rief Tkemen. ‚Rosa Hemden stehen nicht jedem! Puh, jetzt ist es raus. Ich beiße mir schon seit Jahren auf die Zunge.‘“ 
Haku: „Als hätte sie seine Gedanken gespürt, drehte das Mädchen sich zu ihm um. Einen Augenblick begegneten sich ihre Blicke. Tkemen sah in ein spitz zulaufendes Gesicht mit heller, leicht gelblicher Färbung und einer spitzen, weit vorspringenden Nase. Ihre schmalen Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, in dem er Spott zu erkennen glaubte.” 
Elais: „Als sie sich den weißen Marmorstufen des Eingangs näherte, ergriff trotz ihrer vorherigen Furcht eine freudige Erregung von ihr Besitz. Sie war hier. Sie war endlich angekommen. All die Tagträume, die sie in den einsamen Stunden ihrer Reise aufrecht gehalten hatten, all ihre Ziele und Wünsche würden nun endlich Wirklichkeit werden. Sie würde Magie lernen, eine Gleiche unter Gleichen, und, wer weiß, eines Tages könnte sie vielleicht in die Wälder ihrer Heimat zurückkehren, nicht als Ausgestoßene, sondern als mächtige Magierin. Sie würde ihrer Sippe zeigen, dass Magie nichts war, das man zu fürchten hatte und sie würde ihrem Volk mit ihrer Gabe dienen.” 
Kaya: „Kaya trat mit klopfendem Herzen vor und knüpfte mit fliegenden Fingern das Halfter des Ponys von dem der anderen ab. Die Nüstern des Ponys berührten ihr Gesicht und sie spürte seinen Atem auf ihrer Wange. »Keine Angst«, flüsterte sie. »Du bist jetzt in Sicherheit. Von nun an wird dir nie mehr jemand etwas antun. Das verspreche ich.«“ 
Thea: „Die Menschen erinnern sich nur an die Taten der Großen und Mächtigen und an ihre Kriege. Welche Mühsal ein Bettler erduldet, kümmert niemanden einen Dreck, am wenigsten die Edlen dieses Landes.”
Danke für das Gespräch

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