Sonntag, 1. November 2020

[Autoreninterview] Amalia Zeichnerin

Autoreninterview
Amalia Zeichnerin


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich schreibe in den Genres Phantastik, Historisches, Krimi und Romance, oft kombiniere ich auch Genres, z.B. historische Phantastik. Meine Hobbies sind Pen & Paper Rollenspiel sowie Liverollenspiel und das hat mich beides auch schon beim Schreiben inspiriert. Außerdem war ich längere Zeit in der Steampunk- Community aktiv, mittlerweile nicht mehr so. 
Mit meinem Mann lebe ich in Hamburg und hüte dort einen Stall voller Plotbunnys. Ich habe Grafikdesign studiert und gestalte deshalb meine Selfpublishing-Cover und Werbematerialien selbst. Ich zeichne gern Fantasy-Landkarten, auch für andere Autor*innen. 
Mein „Erkennungszeichen“ als Autorin ist eine Baskenmütze voller Buttons.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich hab mir schon mit ca. vier oder fünf Jahren selbst Geschichten ausgedacht. Ich habe viel Fantasie und muss die irgendwie loswerden. ;) Mit 17 habe ich dann meinen ersten Roman geschrieben. Diesen habe ich nie veröffentlicht, ich betrachte ihn bis heute als ausgedehnte Schreibübung. Danach habe ich lange nur sporadisch geschrieben. Als schließlich die Möglichkeiten für Selfpublisher*innen mit den Publishing-on-demand Verfahren einfacher wurden, habe ich mich dann an die erste eigene Veröffentlichung gewagt, einen Steampunk-Abenteuer-Roman.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Es sind insgesamt 21, ich zähle sie nun nicht alle einzeln auf. ;) Stattdessen die Genres:
Steampunk-Abenteuer, High Fantasy, Queer Fantasy, historische Queer Romance, ein Liebesroman, Contemporary Gay Romance. Außerdem zwei Buchreihen: viktorianische Urban Fantasy („Berlingtons Geisterjäger”), und eine queere viktorianische Cosy Krimi-Reihe („Die mysteriösen Fälle der Miss Murray”). Im Juni ist ein Essayband erschienen, „Diversity in der Literatur”. Im November erscheint dann „Post Mortem – ein viktorianischer Krimi mit Mrs und Mr Fox” im Dryas Verlag
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, das Genre ist diesmal Contemporary Queer Romance. Und ich plotte einen weiteren viktorianischen Krimi.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Filme und Serien schauen, Lesen, malen/zeichnen oder meine Hobbies Pen & Paper und LARP.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ja, aber es wären zu viele um sie alle aufzuzählen. Als Jugendliche habe ich querbeet durch die (vor allem viktorianischen) englischen Klassiker gelesen. Ich liebe das Buch „Generation X” von Douglas Coupland bis heute (es ist von 1994 und ich habe es mehrfach gelesen) Ich möchte gern mehr lesen von dieser Liste für Phantastik mit Diversität:
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich habe ein Arbeitszimmer mit einem Schreibtisch und schreibe fast ausschließlich am PC, weil ich schneller tippen als von Hand schreiben kann.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Meine Schreibzeit ist fast immer vormittags, da kann ich mich am besten konzentrieren. Manchmal schreibe ich aber auch zu anderen Zeiten, wenn mir eine Szene „auf der Seele brennt”. Nur mitten in der Nacht geht es nicht, ich bin keine „Nachteule”.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Seit Mitte März lese ich nur noch Sachbücher, ich kann mich seit längerem nicht auf Geschichten konzentrieren. Hoffentlich später mal wieder. Davor habe ich abwechselnd, je nach Stimmung gelesen. Damit will ich sagen, ich habe nicht EIN Lieblingsgenre, sondern mag die Abwechslung. Ich mag Phantastik, Historisches, Krimis, Thriller, Romance (hetero selten, eher queer). Gegenwartsliteratur grundsätzlich auch, aber oft lande ich doch eher bei Unterhaltungs- und Spannungsliteratur.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Gute Frage. Ich sammle seit Jahren Zitate. Wo soll ich da anfangen? 😁 (Ich kann mich generell schlecht bei Fragen nach Lieblingsdingen entscheiden. ) Ein Zitat aus einem meiner Bücher, das meine Bücher oder meine Arbeit beschreibt? Da fällt mir nichts passendes ein.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
England. Das spiegelt sich auch in vielen meiner Bücher wider, die in England angesiedelt sind. Ich mag die Kultur, die Mentalität sehr. Ich war als Kind eiin Jahr lang in einer britischen Schule in Malawi (Südostafrika), da habe ich einiges davon mitbekommen. Ich würde mich als anglophil einschätzen. Und ich habe eine Schwäche für die Regency-Ära, die viktorianische und die edwardianische.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich finde, konstruktive Kritik ist Gold wert. Ich habe sehr viel durch Kritiken von Rezensent*innen für zukünftige Bücher gelernt. Was mich ärgert, sind Aussagen wie „Das Buch hat mir nicht gefallen” (ohne Begründung). Das hilft weder mir als Autorin noch anderen Leser*innen weiter.
Warum hast du dich entschieden mit diesem Buch zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Das kam durch einen glücklichen Zufall. Die Verlegerin Sandra Thoms vom Dryas Verlag ist auf meine Reihe „Die mysteriösen Fälle der Miss Murray” aufmerksam geworden und hat mich angeschrieben, ob ich mir vorstellen könnte, für den Dryas Verlag einen viktorianischen Krimi zu schreiben. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt, und ein anderes „Ermittler-Team” entwickelt, das Ehepaar Clarence und Mabel Fox.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Danke, dass Ihr dieses Interview gelesen habt und ich wünsche euch immer guten Lesestoff. 😊

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Mit dem Abschicken des Kommentars bin ich mit den Datenschutzrichtlinien des Blogs einverstanden.