Mittwoch, 18. November 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Dunkle Wahrheit von Enike Kirsch

 

Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Samuel und Patrick aus „Dunkle Wahrheit – Blick in die Vergangenheit“ und deren Autorin Enike Kirsch.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
Pat: Klaro. 
Sam (sucht mit kritischem Blick den Raum ab): H-Hört da draußen jemand zu? 

Sam: Können wir unser Buch auch mit anderen Worten beschreiben, als mit dem Klappentext? 
Pat: Du stotterst ja gar nicht! 
Sam: J-ja, ich h-hab den ersten S-Satz auswendig gelernt. 
Pat: Ach so, das ist der Trick (lacht). Also, wegen dem Buch. Ja klar, das ist doch eine offene Aufforderung. Es sind keine Regeln zu beachten, so wie ich es mag. Wenn, dann mache ich meine eigenen Regeln. 
Sam: P-Patrick ist nämlich G-Geschäftsmann! Imp-port-Export! 
Pat: Du sollst doch nicht so offensiv dafür Werbung machen! Also, ich verkaufe Drogen seit ich mit meinem Bruder aus dem Kinderheim abgehauen bin. Aber dann ist alles ganz schön schief gelaufen, nachdem sich Sam eine Überdosis gespritzt hat und ich von der Polizei aufgegriffen wurde. 
Sam: Du machst da wieder ein D-Drama draus! So sch-schlimm ist das gar nicht, wir sind jetzt bei Pf-flegeeltern untergekommen. Die sind zwar chaotisch, aber man kann es ganz gut mit ihnen aushalten. Ich hätte auch viel mehr davon, wenn mich meine V-Vergangenheit nicht so quälen würde. 

Pat: Womit wir beim Thema sind. Macht es ihr Spaß, ihre Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? 
Sam: I-Ich denke nicht, dass sie Spaß dabei hat, aber s-sie will über schlimme Themen aufklären und st-st – wie heißt denn jetzt d-das W-Wort dafür? 
Pat: Was für ein Wort suchst du denn? 
Sam: Na, dass ich den T-Tanzbär in der Sache machen muss. 
Pat: Ach so! Sie statuiert ein Exempel an dir. Du bist die zentrale Person, der im Leben nichts geschenkt wird und für die es keine rosarote Brille gibt. Allerdings hat jeder Mensch ein Potential, das nur erkannt werden muss, um über sich hinauszuwachsen. 

Sam: Haben wir eine L-Lieblingsstelle im Buch, die wir den Lesern des B-Blogs vorstellen wollen? 
Pat (reibt sich die Hände): Ha, ich liebe Experimente, bei denen es knallt und raucht und habe sowohl im ersten als auch im zweiten Band was Tolles vorbereitet. Im dritten natürlich auch, aber das ist ja noch geheim. 
Sam: D-die kamen aber nicht immer g-gut an… ich l-liebe die Stelle, als ich m-mein neues Zimmer besprayed habe. J-jede Wand mit einem anderen Motiv. 

Pat: Wie viel echte Enike steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
Sam: D-das ist wohl eine Frage für mich, weil ich kenne Enike seit sie so alt war, wie ich jetzt bin (15). Ich muss dazu sagen, dass Enike ein P-Pseudo … ein anderer Name ist und sich die Autorin und die Frau dahinter stark voneinander unterscheiden. Enike ist in ihrem W-Wesen Patrick am nähesten - mit dem Kopf durch die Wand! In der Frau dahinter, die uns beide mehr als 15 Jahre lang im Kopf versteckt hat, ist eine M-Menge Elina und Jerry.
Claudia: Patrick, Samuel unter uns. Wie würdet ihr als Hauptprotagonisten eure Autorin beschreiben?
Pat: Ich find sie cool, ihr gefallen meine Experimente. Sie lässt mich machen und sie weiß, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Klar, geht bei mir auch mal was schief, aber beim nächsten Mal wird es besser. 
Sam: I-Ich bin dankbar, dass sie ein offenes Ohr hat, wenn man sie braucht. Ich bewundere ihren M-Mut und ihre Ideen, soviel traue ich mich nicht.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Pat: Eni wusste bis kurz vor der Veröffentlichung des ersten Teils nicht, dass es mehrere Teile werden. Insofern stand nur „Dunkle Wahrheit“ fest, um es dann besser unterscheiden zu können, wurden noch die Untertitel eingeführt. 

Pat: Sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen? 
Sam: D-Der Arm sieht aus als hätte ich ihn gemalt! 
Pat: Du hast ihn gemalt … 
Sam: Ja dann – find ichs super!
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Sam: Überlegen Sie, was Samuel mehr zugutekommt: Eine Systemvorlage, in die er einfach nicht passt oder individuelle Förderung, von der er später profitieren könnte. 
Pat: Er verkennt einfach mein großes Forschertalent. Das ist aber das Los aller großen Intellektuellen der Geschichte. Galileo hatte es auch nicht einfach, und das muss ich mir einfach sagen. Er weiß es eben nicht besser.
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch
Pat: Bitte, war super hier! 
Sam: W-Willst du noch eine Tüte anbieten? 
Pat: Sam! Nein – nicht so auffällig!

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