Sonntag, 29. November 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Der falsche Lord für die Lady von Helena Heart

 


Buchvorstellung einmal anders


Heute treffe ich mich mit der Autorin Helena Heart, um mit ihr über ihr Buch „Der falsche Lord für die Lady“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke, dass du so eine schöne Buchvorstellung machst, der falsche Lord hat das wirklich verdient.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Es geht um Anthony, den zweiten Sohn eines macht- und geldgierigen Earls, der durch sein Stottern eigentlich schon genug Probleme in der Gesellschaft hat. Jetzt soll er auch noch auf das schottische Mädchen aufpassen, das Mündel seines Vaters. Natürlich mündet das im Chaos, und dass er sein Herz an die eigensinnige Lady verliert, macht seine Aufgabe auch nicht leichter.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Schöne und entspannte Zeiten langweilen mich beim Schreiben schnell, und ich denke den Lesern geht es da nicht anders. Eine tiefe Liebe hat doch erst dann wirklichen Wert, wenn man gemeinsam einige Schicksalsschläge überwunden hat.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Oh natürlich. Ich liebe den Moment, als Anthony über sich hinauswächst und sich endlich gegen seinen Vater stellt. Aber das wäre ein ganz gemeiner Spoiler. Daher hier eine andere Stelle, in der die arme Fiona den Charakter des Earls kennen lernen muss: 
Endlich löste der Earl seinen Blick von ihrer Gestalt und wandte sich an seine Frau. „Sieht ein wenig zu schlicht aus, das Mädchen. Zu blass, zu dünn und sie hält sich nicht gerade. Besonders hübsch war sie ja noch nie, aber das hier …“ Er trat zu Fiona und zupfte an ihrem Ärmel. Seine Mundwinkel zogen sich missbilligend nach unten. „Sie wird eine ganz neue Garderobe brauchen. Hoffentlich wird sie mit einer ordentlichen Frisur und netten Kleidern annehmbarer aussehen als jetzt. Ich setze außerdem voraus, Sie haben ihr die nötigen Manieren beigebracht. Nicht auszudenken, sie würde uns blamieren.“ 
Die Countess reckte das Kinn vor und sah mit schmalen Augen zum Earl hinüber. „Mylord, ich habe mein Bestes getan. Sie ist allerdings sehr schwierig und störrisch.“
Wie viel echte Helena steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ein wenig von mir steckt in jedem Charakter, aber in diesem Buch ist es nicht so ausgeprägt, wie in meinem ersten Roman „Die Flötenspielerin“. Eine meiner Eigenschaften findet sich allerdings ganz deutlich in diesem Buch. Ich war als Kind immer sehr schüchtern und habe mich nur selten getraut, zu meiner Meinung zu stehen. Es hat lange gedauert, bis ich das überwinden konnte und gelernt habe zu sagen, was ich denke, auch wenn ich auf Widerstand stoße. Allerdings bin ich noch immer sehr harmoniebedürftig und kann nicht gut mit Missstimmungen umgehen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Den Titel habe ich gemeinsam mit dem Verlag festgelegt. Er ist durch Telefon-Brainstorming erst nach dem Lektorat entstanden. Ich finde aber er passt sehr gut zur Geschichte.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Auch das Cover wird immer in sehr enger Zusammenarbeit von Autor, Verlag und Designerin erstellt. Es gefällt mir sehr gut, obwohl ich die Taube zuerst etwas zu kitschig fand. Sie steht für Fionas Freiheitsdrang und passt daher auch gut zur Story (sie hat zusammen mit dem Brunnen sogar einen kleinen Gastauftritt).
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Ein Zitat in dem Sinne habe ich nicht. Aber stattdessen kann ich noch eine markante Stelle aus Fionas Sicht hier einfügen. 
Mit der Kraft der Verzweiflung hatte sie gehofft, dass irgendein ehrenwerter Gentleman sie vor ihrem Schicksal retten und mit ihr fliehen würde. In ihren verrückten Tagträumen war ihr der Fremde aus dem Teesalon wie der mögliche Retter erschienen, und nun verkehrte sich alles ins Gegenteil. Niemand würde sie retten, niemand konnte ihr helfen.
Danke für das Gespräch.
Vielen Dank für die Gelegenheit das Buch vorzustellen.

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