Dienstag, 24. November 2020

[Buchvorstellung einmal anders] 12 Tage Max ... und ich² von Katja Bleeker


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Max, um mit ihm über das Buch „12 Tage Max … und ich ²“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Sehr gern, vielen Dank für die Einladung zum Gespräch.
*schaltet Computer aus*
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Klar. 
Hi, ich bin Max und arbeite als Cutter bei Wet Movie Bubble, einer Postproduktionsfirma für Erotikfilme. Ist nicht mein Lieblingsgenre, aber es macht Spaß. Außerdem ist der Markt groß und die Auftragslage sehr gut. Vor meiner Zeit bei Wet Movie Bubble habe ich in Mexiko gearbeitet für ein paar Monate. Seitdem liebe ich mexikanisches Essen und habe hier in der Stadt sogar ein ausgezeichnetes Restaurant gefunden, in dem ich regelmäßig bin. 
Vor ein paar Tagen habe ich Hazel als neue Arbeitskollegin an die Seite gestellt bekommen. Sie ist nett. Ein bisschen durch den Wind, vor allen Dingen, wenn ich sie ansehe. Dann wird sie ganz fahrig und nervös. – Genau deshalb sehe ich sie oft an. *lacht*
Sie ist mir gegenüber skeptisch, ich weiß, wieso, aber ich lasse sie noch ein bisschen zappeln. Das macht noch mehr Spaß.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Ich treffe Hazel und dann beginnt die Achterbahnfahrt, die 12 Tage andauert. Und keiner weiß, ob die Bahn überhaupt schon fertig gebaut ist.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ja. Es fing schon an einem regnerischen Tag an, sie hat Hazel zu spät zum Vorstellungsgespräch kommen lassen. Und uninformiert. Sie wusste nicht mal, was für eine Firma Wet Movie Bubble ist. Viel mehr Sonnenschein gibt es danach auch nicht, auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein macht. Die Zeit mit Hazel ist einzigartig und ich glaube, die Autorin hat sich mit dem Schreiben unserer Geschichte zwar nicht besonders schwer getan, aber ein großes Stück von sich selbst preisgegeben. Ich habe spüren können, dass Hazels und meine Geschichte für sie etwas Besonderes ist und wir deshalb durch diese Zeiten gehen mussten.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Ja *lacht* einige. Aber ich will nichts verraten, Spoiler sind scheiße.
Was glaubst du, wie viel Katja steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
In mir steckt nichts von ihr, das ist klar. Aber ich wurde nach einem Vorbild kreiert, das hat sie mir verraten. In Hazel steckt ein bisschen mehr von ihr selbst. Ich weiß das, weil sie mir erzählte, dass auch sie damals durch ähnliche Situationen gehen musste. Nicht ganz so extrem aber verletzend genug, dass sie auch noch heute Narben davon trägt, so wie Hazel.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Eigen. Sie schreibt mit Kaffee neben dem Laptop und vergisst ihn dann. – Genau wie Hazel. Sie hat eigentlich etwas anderes mit uns geplant, war aber so flexibel, sich vom Lauf der Story leiten zu lassen. Ein Jahr lang hat sie sich mit dem Ende gequält ehe sie es geschrieben hat. 
Ich glaube, sie ist hin und wieder etwas zerstreut. Legt Fernbedienungen in den Kühlschrank und vergisst ständig Dinge. Aber ich konnte mich in ihrem Kopf festsetzen. 
Sie ist sensibel, ich glaube aber auch humorvoll. Und ein bisschen gemein.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Der Titel war am Anfang ein anderer. „Der Duft der Zedern“ war angedacht. Der gefiel mir nicht so. Ich fand ihn zu allgemein, er sagte nicht genug aus und passt nicht zu ihren anderen Titeln. Dass sie mich in den Titel genommen hat, schmeichelt mir sehr. Das klingt vielleicht ein bisschen wie ein Abenteuer mit mir, haha. Aber so spannend bin ich nicht, um ehrlich zu sein. Meine Vergangenheit ist es aber umso mehr.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ich finde das Cover…naja, okay. Es geht jetzt erst einmal, aber ich habe gehört, sie möchte es noch einmal abändern. Es erweckt vielleicht den falschen Eindruck. Sie hat unsere Geschichte in die romantischen Komödien einsortiert. Fabelhaft, wenn das eigene Leben als Komödie abgestemepelt wird. Das Cover führt aber auf eine falsche Fährte. Es wirkt zu lieb für unsere Geschichte.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
„Du…“, er hebt die Hände und greift in die Luft. „… mah… du hast keine Ahnung, dass das tausend Mal attraktiver ist, als ein Stock mit zwei Pickeln, oder?“ 
Hazel ist so unsicher. Kein Wunder, bei dem, was sie mir später erzählt. Wäre ich vielleicht auch. 
Zugegeben, ich bin manchmal ein bisschen schroff, hin und wieder muss ich sie auf das Offensichtliche mit der Nase stupsen. Und selbst dann holpert es noch.
Danke für das Gespräch.
Sehr gern!

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