Freitag, 8. November 2019

[Buchvorstellung einmal anders] Wenn wir durch den Regen tanzen von Andrea Ego



Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Nela und Corvin, um mit ihnen über das Buch „Wenn wir durch den Regen tanzen“ von Andrea Ego zu sprechen.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir über das Buch „Wenn wir durch den Regen tanzen“ zu reden.
Nela: Sehr gerne. Wir kommen gerne hierher, um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern.
Corvin: Ja, es wird sicher lustig, die Autorin in die Pfanne zu hauen. *grinst*
Nela (knufft ihn in die Seite): Hey, so schlimm war es auch nicht!
Corvin: Pfff! Wir könnten eine viel romantischere Kennenlern-Geschichte haben.
Nela: Ja, ja, das haben wir schon so oft diskutiert. Wir sollen uns Fragen stellen und nicht die Autorin in die Pfanne hauen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Nela: Ich bin Nela, Architektin und bewohne mit meiner Schwester und ihrer Familie unser Elternhaus bei Bern. Gerade habe ich mich teilweise selbstständig gemacht, arbeite aber noch Teilzeit in einem kleinen Planungsbüro.

Corvin: Ich heiße Corvin und habe Zimmermann gelernt. Ich liebe es, mit Holz zu arbeiten, die Wärme unter meinen Händen zu fühlen und den Duft zu riechen. Holz ist ein lebendiger, vielseitiger Baustoff, der mehr kann, als die meisten von uns denken.
 Beschreibt uns doch das Buch in max. 5 Sätzen. 
Corvin (schielt zu Nela): Abwechslungsweise jeder einen?
Nela: Okay. Puh! … Ich will nicht mehr tanzen, weil mir das Tanzen einst alles genommen hat, was für mich Leben war.
Corvin: Und mich haben sämtliche Beziehungen immer wieder in ein tiefes Loch gestürzt, sodass ich mit Frauen abgeschlossen hatte.
Nela: Ich …
Corvin unterbricht sie: Dann traf ich auf sie.
Nelas Mund steht offen, ein feines Lächeln umspielt ihre Lippen: Und dann traf ich ihn.
Corvin: Und dann hast du ganz viele Stolpersteine getroffen, bis deine Zehen blau anliefen, richtig? *grinst und kassiert einen bösen Blick*
Glaubt ihr, dass es eurer Autorin mehr Spaß macht, euch in schwierigere oder einfache Situationen zu stoßen?
Corvin: Eine gute Frage … Ich glaube, die Autorin hat mit uns mitgelitten, hat die Angst selbst gespürt, die Schwärze, durch die sie uns schickte. Doch sie wusste, dass wir durch die Dunkelheit gehen mussten, damit wir wieder ganz werden konnten.

Nela: Ich glaube auch nicht, dass es ihr wirklich Spass gemacht hat, uns zu quälen. Doch sie wusste auch, dass uns jede Herausforderung ein bisschen heilt, jeder Schock die Möglichkeit war, Neues in sich zu entdecken. Das wussten wir ja nicht. Von daher hatte sie es definitiv einfacher.
Corvin: Und ihre Lieblingsszene ist ja eine schöne.
Nela: Woher weisst du das?
Corvin: Sonst hätte sie doch das Buch nicht danach benannt.
Nela: … Gut möglich …
Habt ihr Lieblingsstellen im Buch, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Corvin: Ich liebe die Schlittenfahrt vom Faulhorn, einem Berg in den Berner Alpen. Es war so ein schöner Tag – und Nela hatte sich zum ersten Mal ein bisschen geöffnet.

Nela: Ja, ja, als wäre ich ein Eisblock. Danke auch, mein Herr. *verdreht die Augen* Eigentlich mag ich alle Stellen, die ich Corvin nah sein durfte. Von Anfang an war mir in seiner Nähe wohl, sonst wäre ich vermutlich schon lange abgehauen. *zwinkert übermütig*
Was glaubt ihr, wie viel Andrea ist in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter versteckt?
Nela: Sie liebt das Tanzen, das auf jeden Fall. Und ich glaube auch, dass sie alte Ängste nicht so gut ablegen kann. Immer ist da die Frage, ob es nicht doch wieder so wird wie beim letzten Mal.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Nela: Einfühlsam, mit einem Drang zum Dramatischen, vielleicht ein bisschen zu sehr begeistert von Zufällen, mit einer wunderbar leichten Stimme, von Verletzungen wie den unseren zu erzählen. Ich bin froh, dass sie unsere Geschichte erzählt.

Corvin: Und sie liebt übertriebene Abgänge.
Nela: Was meinst du damit?
Corvin (zuckt mit den Schultern): Komm schon. Wie oft bist du einfach ohne ein Wort verschwunden?
Nela (funkelt ihn gespielt wütend an): Du etwa nicht?
Corvin: Na eben, sie liebt übertriebene Abgänge. Meine Rede. *grinst*
Wisst ihr, wie es zu dem Titel kam?
Nela: Wie gesagt, der Herr vermutet, dass es mit dieser Szene zusammenhängt, die das Vertrauen, die Ängste und die Hoffnungen miteinander verbindet. Aber ich denke, es hängt auch damit zusammen, dass es ums Tanzen geht und wir uns unseren eigenen Ängsten stellen müssen, um unser Glück zu finden.
Gefällt euch der Titel und das Cover oder würdet ihr gerne etwas daran ändern? Oder hättet ihr einen Wunsch, der in das Cover eingearbeitet werden soll?
Nela: Es passt wunderbar! <3

Corvin: An beidem würde ich nichts ändern.
Nela: Das liegt wohl auch daran, dass die Autorin die Geschichte abgöttisch liebt. ;-)
Habt ihr ein Lieblingszitat aus dem Buch?
Corvin: »Aber was, wenn es jemand schafft, die verschlossene Tür zu öffnen? Ich finde den Gedanken schön, dass irgendjemand da draußen einen Schlüssel in der Hand hält, der zu meiner verschlossenen Tür passt.« Damit hat Nela mich in meinen Grundfesten erschüttert.
Ich danke euch für das Gespräch.
Nela: Wir danken für die Gelegenheit, uns vorstellen zu dürfen.

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