Freitag, 1. November 2019

[Reihenvorstellung] Holly von Kerstin Barth


Reiheninterview/-vorstellung 


Heute treffe ich mich mit Kerstin Barth, um mit ihr über ihre Holly-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.

Hallo, dafür nehme ich mir gern die Zeit. Danke, dass ich darüber reden darf.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Büchern „Holly und die Sache mit den Wünschen“, „Holly und die Sache mit der Liebe“ und „Holly und die Sache mit dem Glück“, mit wenigen Worten vorstellen?
Mit wenigen Worten? Okay, ich versuche es. Meine Holly-Romane sollen vom oft so tristen und manchmal auch nicht so schönen Alltag ablenken. Man könnte sie auch als Friede-Freude-Eierkuchen-Romane bezeichnen. Holly ist eine junge Frau, die manchmal etwas naiv durchs Leben stolpert, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder passieren ihr kleinere Missgeschicke, die sie jedoch unglaublich sympathisch machen. Natürlich gibt es auch schwierige Momente in ihrem Leben, doch die halten sich in Grenzen, denn ich möchte keine Dramen schreiben, sondern etwas, das einen positiv stimmt und vielleicht auch den einen oder anderen Lacher hervor zaubert. Immer an ihrer Seite sind die beste Freundin Maren und Oma Yoda (wegen ihrer Weisheit so genannt). Besonders Oma Yoda hat die Herzen der Leserinnen und Leser erobert und so mancher wünschte sich selbst so eine Oma.
Deine Charaktere wachsen ja mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache oder schwierige Zeiten zu führen?
Das stimmt. Besonders Holly entwickelt sich in den drei Teilen von einem kleinen Naivchen zur erwachsenen Frau. Welche Zeiten ich lieber mag, kann ich gar nicht sagen. Beide sind für mich gleichwertig. Ich lache mit meinen Figuren, weine mit ihnen, freue mich für sie und manchmal machen sie mich durch ihre Entscheidungen auch wütend.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ja, natürlich habe ich Lieblingsstellen. Die alle vorzustellen würde den Rahmen sprengen und zu viel verraten, aber im ersten Teil fand ich ihre Suche nach Mr. Right, die Kuppelshow und danach natürlich die Reise nach Paris toll. Im zweiten Teil war es spannend, Maren und Holly bei der Eröffnung ihres Büchercafés zu begleiten und Hollys Verliebtheit zu sehen. Auch ihr Wochenende in Venedig war wunderschön. Tja, und im dritten Teil läuten die Hochzeitsglocken. Die Vorbereitungen dafür waren einfach nur voller Romantik. Das Highlight hier waren für mich allerdings der Junggesellinnenabschied und die Flitterwochen in London.
Wie viel echte Kerstin steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Hm, schwierige Frage. Natürlich habe ich viele eigene Erlebnisse mit einfließen lassen – gute und schlechte. Genauso gibt es Charakterzüge meiner weiblichen Figuren, die ich durchaus auch innehabe. Und selbstverständlich habe ich auch meine Wünsche/Träume darin untergebracht, die ich hoffentlich noch alle verwirklichen werde. Um es in wenigen Worten auszudrücken. In den Teilen steckt so viel Kerstin, dass sie durchaus wahr sein könnten.
Wenn ich deine Protagonisten oder auch Nebendarstelle fragen würde, wie würden sie dich beschreiben? (gerne auch als Dialog, falls es leichter fällt)
Ui, das ist eine noch schwierigere Frage als die vorherige. :-) Für Holly wäre ich vermutlich zu spießig, andererseits könnte ich ihr durch meine Bodenständigkeit gut aus bestimmten Situationen raushelfen. Maren würde mich als gute Freundin sehen, mit der sie besonders die Leidenschaft der Bücher teilt. Und für Oma Yoda wäre ich vermutlich die liebe, nette Enkeltochter, die sich gern von ihr betüddeln lässt, und der sie ihre später ihre Rezeptsammlung vererbt.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
EIN Buch zu schreiben entstand ganz spontan, ich wollte es einfach mal versuchen. Da Michael Thriller schreibt, war für mich klar, dass ich ein anderes Genre bedienen möchte. Es sollte lustig sein und gleichzeitig romantisch und so wurde die Idee zu „Holly und die Sache mit dem Wünschen“ geboren. Der Mehrteiler ist eigentlich nur entstanden, da meine Figuren ziemlich schnell das Ruder übernahmen und letztendlich machten. was sie wollten. Wenn ich gesagt hatte, noch ein Kapitel, dann ist Schluss, waren sie der Meinung, mir noch zwei oder drei weitere zu schenken. Auf alle Fälle war es unglaublich spannend, diese Entwicklung aufzuschreiben.
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Die Titel waren schon ziemlich am Anfang da. Beim ersten gab es einige Änderungen, da mir keiner so recht gefiel oder bereits von Autoren verwendet wurde. Die Folgetitel waren dann einfach.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Mein allererstes Holly-Buch hatte noch Michael designt. Nach wie vor finde ich dieses Cover wunderschön und unglaublich romantisch. Allerdings hatten wir beide nicht mit der Reihe gerechnet und die sollte dann doch ein einheitliches Kleid haben. Über Facebook lernte ich Renee Rott von Dreamdesign – Cover and Art kennen. Ein unglaublich lieber und äußerst geduldiger Mensch, das muss ich hier wirklich betonen. Ich hätte mich als Kundin schon längst gefeuert. ;-)
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen?
So, wie sie jetzt aussehen, bin ich zu 1000 Prozent zufrieden. Sie entsprechen genau dem Charakter der Bücher. Doch ich war bis zu diesem Ergebnis ganz sicher nicht leicht zu ertragen und es würde mich nicht wundern, wenn Renee mich still und heimlich verflucht hat.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren.
Hierzu fällt mir ein kleiner Dialog zwischen Holly und Oma Yoda ein:

»Weißt du, Schatz, erst wenn wir aufhören, Dinge, Situationen oder Personen zu wollen, dann werden wir sie auch bekommen. Sagst du dem Universum, dass du etwas möchtest, signalisierst du damit nur, dass du es nicht hast.«
Ich schaute Oma mit zusammengekniffenen Augen an. »Das verstehe ich nicht. War das nun falsch, was wir gemacht haben?«
»Engelchen, es gibt kein Falsch oder Richtig. Alles hat seinen Sinn im großen Gefüge. Ich will dich lediglich davor bewahren, dass du nun Tag für Tag auf die Erfüllung deines Wunsches wartest und das Leben um dich herum dabei vergisst.«
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht.

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