Dienstag, 5. November 2019

[Buchvorstellung einmal anders] Vetitum von Màrie Brüning


Buchvorstellung einmal anders
und Coverinterview

Heute treffe ich mich mit der Autorin Máire Brüning um mit ihr über ihr Buch „Vetitum: Die Braut (Die Herren von Rodéna 1)“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke für die Einladung zum Interview
Kannst du uns dein Buch in max. 5 Sätzen beschreiben?
Die Geschichte dreht sich um die Zwillingsbrüder Gandar und Richard und um Gwenfrewi, eine junge Grafentochter, die für den König spioniert. Sie wird mit Richard verheiratet, obwohl sie heimlich in Gandar verliebt ist. Gandar beschließt, sich zurückzuziehen. Doch der Verlauf einer Schlacht macht all seine Pläne zunichte. Sein schwer verletzter Zwillingsbruder richtet eine Bitte an ihn, die Gandar in den größten Konflikt seines Lebens stürzt.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Situationen und Zeiten zu führen?
Ich muss zugeben, meine Charaktere haben es nicht einfach mit mir. Um eine gute Geschichte entstehen zu lassen, muss ich meine Charaktere zum Handeln zwingen. Dazu werfe ich ihnen Steine in den Weg und das reichlich. Also definitiv überwiegen schwierige und düstere Situationen.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, die du uns gerne vorstellen würdest?
ja, u. a. diese hier:

Gandars Miene war unbewegt, aber seine smaragdgrünen Augen verrieten, dass er keineswegs so gelassen war, wie er vorgab.
»Ich habe Euch angesehen, Gandar«, fuhr sie fort. »Wie gebannt. Denn was da in Euren Augen war, hat mich zu Tode erschreckt. So viele Gefühle. Begehren und Zorn, Innigkeit und Schmerz, Scham ...«
Mit zwei schnellen Schritten war er neben ihr. Er packte sie an den Handgelenken und zog sie auf die Füße, bis sie dicht vor ihm stand. Sie konnte seine erregten Atemzüge auf ihrer Haut spüren.
»Gandar nicht …«, murmelte sie, »lasst mich los …«
»Sprecht nicht! Bleibt nur ruhig stehen. Haltet mich fest! Lasst mich Euch festhalten! Damit mir die Welt nicht wieder entgleitet. Aber um Himmels willen, Gwen, sprecht nicht!«
Gwenfrewi blieb stumm. Sie blieb stumm, weil sie nicht wusste, was sie sonst hätte tun sollen. In ihrem Kopf gingen die Gedanken wirr durcheinander und sie fühlte sich seltsam schwindelig. So wie als Kind, wenn sie sich mit fliegenden Armen zu lange im Kreis gedreht hatte. Nur dass es hier kein Gras gab, in das sie sich fallen lassen konnte, bis der Schwindel nachließ. Hier gab es nur Gandar. Nichts außer seinen Fingern, die mit exquisiter Zärtlichkeit ihren Rücken hinauf und hinunter wanderten.
Sie schloss die Augen und wünschte sich, er möge sie ewig so halten.
Wie viel echte Máire steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Nichts von der echten Máire – und doch manchmal ganz viel. Meine Charaktere sind Produkte meiner Fantasie. Da ich historisch schreibe, müssen sie häufig Dinge können, von denen ich keine Ahnung habe oder die ich nie tun würde. Aber während des Schreibens fließen ganz automatisch Ansichten von mir in die Geschichte ein, Meinungen, eine bestimmte Weltanschauung usw. Das geschieht nicht bewusst und es lassen sich auch keine exakten Stellen benennen. Aber es ist ganz sicher da.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben? 
Au weia :-D Meine Charaktere sind die meiste Zeit ziemlich sauer auf mich. (Um es mal vorsichtig auszudrücken)

Richard: Diese Autorin? So nervig, wie ein entzündeter Zahn würde ich sagen.
Gwenfrewi: Kann sie nicht aufpassen? Sie hat mich mit dem falschen Mann verheiratet!
Gandar: Ihretwegen habe ich meine Ehre verloren. Das Schlimmste, was einem Ritter passieren kann. Ich hoffe, sie gibt mir eine Gelegenheit, meine verlorene Ehre zurückzugewinnen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Die Titelfindung war bei diesem Buch sehr schwierig und hat sich mehrmals geändert. Unter anderem deshalb, weil es eine meiner Ideen schon gab. Vetitum war dann auch ein Zufallsfund. Ich musste etwas zum katholischen Kirchenrecht recherchieren und bin dabei über den Begriff gestolpert. Ich würde mir wünschen, dass sich der eine oder andere Leser die Mühe macht, die Bedeutung des Begriffs zu googeln. Es passt einfach 100% zur Geschichte
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Nein, an dem Cover würde ich nichts ändern wollen. Es passt sehr gut zur Geschichte, finde ich.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat interessieren.
Habe ich nicht wirklich.
Danke für das Gespräch.
Ich habe zu danken :-D

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