Samstag, 23. November 2019

[Autoreninterview] Florian Richter

AUTORENINTERVIEW
Florian Richter


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?

Hallo liebe Claudia,

hallo liebe Leser,
Zuallererst möchte ich mich bei Claudia für die Einladung zum Interview bedanken.
Ich finde es immer schwierig sich selber kurz vorzustellen, also fange ich mit den grundlegenden Dingen an. Also:
Ich heiße Florian Richter, bin noch ein paar Monate 39 und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Bonn, wo ich auch einer völlig unkreativen Arbeit im Verwaltungsbereich nachgehe. Seit 2018 schreibe ich mit dem Hintergrund dies auch zu veröffentlichen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Zum Schreiben bin ich vor zehn Jahren gekommen und tatsächlich auch durch mein erstes Kind, für das ich die ersten Geschichten am Bett erfand, weil mein Sohn nicht im Bett liegen blieben wollte. Mal hat es funktioniert und Mal auch nicht. ;-)

In den nächsten Jahren kamen oft spontane Kurzgeschichten oder Gedichte hinzu. Den Schritt dann auch zu veröffentlichen, habe ich 2018 gewagt, als ich mit dem Manuskript für meinen Roman angefangen habe, der tatsächlich bis heute noch nicht erschienen ist, da mir lange die Zeit zum Schreiben eines Romans nach einem Jobwechsel fehlte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Bisher habe ich drei Bücher veröffentlicht, die vor allem auch zeigen, dass ich auch als Autor die Abwechslung suche. Mein Debüt war mit dem Jahreswechsel „Blickwinkel – Kurzgeschichten über den Tellerrand hinaus“, in dem ich in den Kurzgeschichten teils ungewöhnliche Blickwinkel einnehme und damit zum Träumen und Nachdenken, Schmunzeln und Mitfiebern einlade.

Mit meinem Vorlesebuch (Alter 4-8 Jahre) „Mats und die Rennwürmer“ habe ich tatsächlich die Geschichten aufgegriffen, die ich zehn Jahre vorher für meinen Sohn erfand. Sie erzählen von einem Kind, dass parout nicht im Bett liegen blieben möchte, bis plötzlich zwei merkwürdige Würmer mit Rennhelm in seinem Bett auftauchen.
Zuletzt erschien mein Gedichtband „Gedankenregen – Von Liebe, Leben und der Sehnsucht“, in dem ich teils sehr persönliche Gedichte über das Lieben und das Leben veröffentlicht habe.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Zurzeit sitze ich wieder an meinem Roman und überarbeite diesen. Es wird ein Roadmovie, bei dem zwei Freunde auf Motorrädern aus ihrem bisherigen Dasein flüchten und auf ihrer Reise den Weg zurück ins Leben finden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Meine Freizeit verbringe ich überwiegend mit der Familie. In der Zeit, die mir persönlich dann noch verbleibt fahre ich gerne Motorrad oder ich schreibe.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Tatsächlich bin ich niemand, der an einem Autoren festhält. Wenn mich ein Buch interessiert, dann kaufe ich es, egal ob bekannter oder unbekannter Autor.

Zur Zeit verfolge ich allerdings die Autorin Sonja Roos aufmerksam. Ihr Debüt „Für immer und ein Vierteljahr“ hat mich sehr ergriffen und mich fasziniert bis zum letzten Wort. Tatsächlich liegt das Buch immer noch auf meinem Nachttisch, obwohl ich es schon einige Zeit fertiggelesen habe.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Gewöhnlich schreibe ich tatsächlich im Wohnzimmer mit Blick durch große Fenster ins Grüne. Im Sommer wechsle ich aber auch gerne auf die Dachterrasse. Allerdings lasse ich mich auch von ungewöhnlichen Orten nicht vom Schreiben abhalten. So entstand eine meiner Kurzgeschichten aus „Blickwinkel“ tatsächlich an die Überreste eine Burgruine gelehnt komplett auf dem Smartphone.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein gewöhnlicher Tag beginnt um 5:15 Uhr, da ich morgens für die Schulbrote und meinen Großen zuständig bin, damit der früh genug seinen Bus zur Schule bekommt. Gegen 7 Uhr bin ich dann in der Regel auf der Arbeit, bei der ich die Mittagspause gerne im angrenzenden Wald verbringe, wo auch das ein oder andere Gedicht entsteht. Wenn ich nachmittags nach Hause komme, bin ich für die Familie da. Erst abends komme ich dann zum Schreiben, lese ein Buch oder sitze tatsächlich mal vorm TV, wenn etwas interessantes läuft.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten lese ich gerne Thriller und Abenteuer-Romane. Bin aber da nicht festgelegt. Bis zum Liebesroman von Sonja Roos, hätte ich zum Beispiel nie gedacht, dass mir auch das Genre gefällt.

Beim Schreiben sehe ich mich auch am liebsten Richtung Abenteuer-Roman. Auch das Roadmovie jetzt geht ja in die Richtung. Allerdings schaue ich gerne über den Tellerrand hinaus und probiere gerne etwas Neues aus.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Ein Zitat aus einem Buch habe ich nicht, aber ich habe mir, als ich angefangen habe zu schreiben, um auch zu veröffentlichen einen eigenen Leitsatz erfunden:

„Gedanken sind die Freiheit der Seele. Lass sie frei und du wirst Welten entdecken!“
Ich finde, dieser Satz erzählt vieles, was ein Autor doch auch vermitteln möchte und was sich jeder Mensch vielleicht auch ein Stück zu Herzen nehmen sollte.
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Ich bin ein absoluter Fan der nördlichen Länder. Skandinavien hat es mir echt angetan mit der Natur und auch den Menschen, die einfach etwas entspannter sind.

Mein absolutes Traumland und Herzheimat ist allerdings Island. Ich liebe die Kargheit und Wildheit des Landes und als kleiner Hobbyvulkanologe, kann ich da einer Leidenschaft nachgehen. In keinem anderen Land kann man so beeindruckend die Auswirkungen von Naturgewalten erfahren. Allerdings ist Island leider zur Zeit viel zu überlaufen!
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Tatsächlich habe ich mich jahrelang mit Kritik schwergetan, doch mit dem Alter wird man reifer und lernt auch die Entwicklungschancen an Kritik zu sehen. Auch wenn das dann mal zwei Tage braucht. ;-)
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
In erster Linie ging es mir darum, dass ich als Selfpublisher alles in meiner Hand habe und nichts abgeben muss. Ich kann alles so umsetzen, wie ich es für richtig halte und niemand spricht mir da rein.

Ob ich dies allerdings mit allen Büchern so machen werde, oder manches doch einem Verlag anbiete, da möchte ich mich noch nicht festlegen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Kauft Selfpublisher-Bücher! Ich möchte hier mal eine Lanze brechen für viele herausragende Selfpublisherwerke, die einfach oft zu wenig Beachtung finden. Oft stechen die Bücher aus der Masse heraus. Also einfach mal trauen und andere Wege als die ausgetretenen gehen. Die Vielfalt ist einfach riesig.

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