Sonntag, 17. November 2019

[Autoreninterview] Melanie Horngacher

Autoreninterview 



Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gerne. Ich bin 37 Jahre alt und lebe mit meinem Mann, meinen beiden Töchtern und 3 Hühnern in einem kleinen Dorf in Tirol. Mein Brotjob ist eigentlich ein „Schokoladejob“, denn ich kreiere in der Kreativabteilung einer Confiserie Geschenke aus Schokolade und Marzipan.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Schon in der Schule schrieb ich sehr gerne Aufsätze. In meiner Jugend waren es eher Gedichte zu besonderen Anlässen oder einfach über Dinge, die mir im Kopf herumschwirrten. Nach einigen schweren Schicksalsschlägen half mir das Schreiben, meine Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten. Irgendwann traute ich mich – nach einiger Überzeugungsarbeit meines Mannes – die Geschichte, die in meinen Tagträumen herumgeisterte, aufzuschreiben. So entstand mein erster Roman.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Die Weite deines Herzens“ – In einer düsteren Gewitternacht erfährt der junge Jamie durch Zufall, dass er eine verschollene Zwillingsschwester hat und macht sich Hals über Kopf auf, sie zu suchen. Seine große Liebe Kate lässt er zurück, nicht ahnend, dass viele Jahre vergehen werden, bis sie sich wieder sehen. Doch in der Zwischenzeit ist viel geschehen: ihre Familien zerbrochen, die Träume von damals zerplatzt wie Seifenblasen. Gibt es trotzdem noch eine Chance für ihre Liebe?

„Viel mehr als nur Worte“ – Die junge Witwe Mia jongliert Job, Haushalt und die Erziehung ihres zweijährigen Sohnes Tommy, allseits kritisiert von ihrer Schwiegermutter Martha. Eines Tages steht ein Mann vor Mias Haustür, der behauptet, Jake, ein Freund ihres Mannes Tom zu sein. Doch Tom ist seit zwei Jahren tot und hat nie einen Jake erwähnt. Aller Vernunft zum Trotz nimmt Mia den Fremden bei sich auf und bringt damit Geheimnisse ans Tageslicht, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wären. Wäre da nicht diese Anziehungskraft, die Jake auf sie ausübt …
„Was mir dein Herz erzählt“ – Juliana, genannt Jule, ist tief erschüttert, als sie erfährt, dass ihre geliebte Tante Emmi im Sterben liegt. Emmi, die Jule nach dem Tod ihrer Mutter und nach dem tödlichen Bergunglück ihres Bruders Stefan aufgefangen hat. An ihrem Sterbebett trifft Jule ihre Jugendliebe Marc wieder. Er war Stefans bester Freund und ist nach dessen Tod plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Die beiden nähern sich langsam wieder an, doch die Suche nach Antworten reißt alte Wunden auf und Jule weiß nicht, ob sie die Kraft hat, sie endlich heilen zu lassen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Grundsätzlich ja, doch leider komme ich momentan sehr selten dazu. Mein Alltag ist einfach zu stressig. Aber das Kribbeln in meinen Fingern kann ich nicht ignorieren! J
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
In meiner Freizeit lebe ich neben dem Schreiben und Lesen meine musikalische Ader aus. Ich spiele Flügelhorn in unserer Musikkapelle und musiziere und singe gern mit meiner Familie.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese gerne Bücher von ganz verschiedenen Autoren – es gibt so unfassbar tolle Autorinnen und Autoren, da ist es ganz schwer, sich zu entscheiden! Eine meiner liebsten ist aber Diana Gabaldon, ihre Highland-Sage habe ich verschlungen und natürlich jede Folge der Serie gesehen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich am Küchentisch. Unter der Eckbank gibt es einen winzigen Stauraum, den wir alle „mein Büro“ nennen, weil ich dort meine Unterlagen aufbewahre! J
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein normaler Tag beginnt um 5 Uhr 15 und endet um ca. 22 Uhr. Dreimal die Woche fahre ich um 6 Uhr 20 zur Arbeit, von der ich zwischen 13 und 18 Uhr wiederkomme (das hängt von der Saison ab). Ansonsten beinhaltet mein Tag kochen, Haushalt, wenn nötig Unterstützung bei Hausaufgaben und Lernen, Taxidienst für diverse Termine (z.B. Musikstunden usw.). Außerdem hat mein Mann eine ziemlich tückische Erkrankung, weshalb eigentlich kein Tag ganz „normal“ ist. Wie ihr seht, bleibt da wirklich wenig Zeit zum Schreiben übrig. Aber wenn, dann genieße ich es umso mehr.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese und schreibe am liebsten Liebesromane, beim Lesen darf ein bisschen History oder Fantasy gerne dabei sein.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Es gibt ganz viele Zitate, die mich durch mein Leben begleiten. Eines davon ist:

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Friedrich Nietzsche
„Aber wir sind nicht Menschen, um alles richtig zu machen. Leben bedeutet nicht, perfekt zu sein.“ (aus „Was mir dein Herz erzählt“)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe meine Heimat Österreich, besonders Tirol. Ich mag unsere Berge, den Dialekt, die Traditionen, die Kultur, das Essen, die Menschen … Ich bin sehr dankbar, hier leben zu dürfen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Feedback ist für mich sehr wichtig, denn ich möchte mich weiterentwickeln und dazulernen. Natürlich ist nicht jede Kritik gleich, manchmal ist sie konstruktiv und manchmal geht sie auch unter die Gürtellinie, was schon weh tut. In dem Fall versuche ich, sie mir nicht allzu sehr zu Herzen zu nehmen.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Anfangs hätte ich mich gar nicht getraut, diesen Schritt alleine zu wagen. Lektorat, Covergestaltung, Marketing usw. … ich habe null Ahnung von solchen Dingen und ich bin unendlich dankbar, dass es Profis gibt, die das machen. Außerdem kommt dann noch mein akuter Zeitmangel dazu. Ohne Verlag hätte ich das Schreiben wahrscheinlich schon an den Nagel gehängt.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, dieses Interview zu lesen und gaaaanz wichtig: Hört darauf, was euer Herz euch erzählt, denn meistens sagt es viel mehr als nur Worte! J

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