Mittwoch, 1. Juli 2020

[Reiheninterview] Forever Yours von Morgan Stern

  


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Morgan Stern, um mit ihr über ihre Reihe „Forever Yours“ zu sprechen. 

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hallo, sehr gerne doch. Freut mich, hier sein zu dürfen.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Forever Yours – Gefangen. Sein.“, „Forever Yours – Verloren. Sein.“ und „Forever Yours – Am Ende. Sein.“ mit wenigen Worten vorstellen?
Da würde ich direkt auf den Text eines meiner Werbebilder zurückgreifen:
Jeder hat ein dunkles Geheimnis. Er hat viele. Eines davon ist Mira. Sie gehört ihm – ob sie will oder nicht.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ganz ehrlich? Ich bevorzuge schwierige, düstere Situationen. Ich liebe es, die Tiefen der menschlichen Psyche zu analysieren, Gedankengänge auszuformulieren und ja, auch meine Protagonisten leiden zu lassen. Nicht weil ich in irgendeiner Weise sadistisch veranlagt wäre (*lach*) sondern weil ich finde, dass diese Szenen am meisten Freiraum lassen, um sich auszudrücken und weil sie eben berühren und bewegen.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Oh ich habe einige Stellen, die ich besonders mag – aus welchen Gründen auch immer. Im ersten Teil beispielsweise versucht Mira an einer Autobahnraststätte zu fliehen. Leider nimmt die einzige Person, die ihr helfen könnte, sie gar nicht erst ernst und so vereitelt Ryan ihren Versuch postwendend. 
Es gibt ein paar Situationen, in denen Mira immer wieder kapitulieren muss, auch wenn sie sich nie komplett aufgibt. Ihre Ängste und Gedanken zu beschreiben hat mich teilweise sehr viel Kraft gekostet und ich denke, das merkt man als Leser vermutlich auch. Schon alleine deshalb mag ich eben die schwermütigen Szenen der Bücher. 
Im zweiten Band gibt es eine Art Schlüsselmoment – Ryan ist mit Mira am Meer und er beobachtet sie eine Weile. Viel mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, doch ich glaube, das ist eine meiner absoluten Lieblingsstellen.
Wie viel echte Morgan steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Ich glaube ein bisschen Morgan steckt in all meinen Charakteren, im einen mehr, im anderen weniger. Man gibt immer auch etwas von sich selbst, wenn man seine Protagonisten erschafft. Vermutlich kann man sie anders auch nur schwer authentisch gestalten. Dementsprechend – ein bisschen. Nicht wirklich viel aber den ein oder anderen Gedankengang kann ich schon nachvollziehen.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben? 
*lach* Ryan würde sich sicherlich beschweren, besonders darüber, dass ich ihn als den totalen Weiberhelden dargestellt habe und er gar nicht annähernd so arrogant ist, wie ich ihn beschrieben hatte. Folglich würde er mich dann des grenzenlosen Übertreibens bezichtigen. Stimmt natürlich überhaupt nicht. 
Ich denke, meine Protas würden mich als durchaus humorvoll beschreiben, wenngleich sie mir sicherlich doch die oben schon genannten sadistischen Züge unterstellen würden. Klar, ich sorge ja auch dafür, dass immer ordentlich viel gelitten wird, damit ich was zum Schreiben habe. *lach*
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Ich hatte eigentlich schon von Anfang an an eine Reihe gedacht – ganz einfach, weil die Geschichte ansich so viele Möglichkeiten, so viele Richtungen bietet, in die sie laufen könnte. Es wäre für mich ein Unding gewesen, all das in nur ein einziges Buch quetschen zu müssen. Außerdem, wie du richtig vermutet hast, haben die Protas auch ihren Teil dazu begetragen, dass sich die Geschichte weiterentwickelt und das geht bekanntlich ja nur, wenn man auch die Chance dazu hat.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
FOREVER YOURS als Titel war das allererste, was ich wusste und das ist schon viele Jahre her. Vor der Veröffentlichung des ersten Bandes habe ich mit meinem Team lange gegrübelt, gesucht, herum probiert, weil ich das Gefühl hatte, einen deutschen Titel wählen zu müssen. Letztendlich waren wir uns aber doch einig, dass nur der Originaltitel passend für die Geschichte ist. Die deutschsprachigen Zusätze habe ich mir immer erst kurz vor der Veröffentlichung überlegt, eben dann, wenn das Buch fertig war.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Die FOREVER YOURS Cover habe ich mit meinem Team zusammen entworfen. Das ist immer eine ganz lustige Sache, wir starten quasi beim Nichts und ich schicke unendlich viele verschiedene Versionen durch die Gegend, höre mir alle Meinungen und Vorschläge an, wir feilen dann weiter... bis zumindest ich irgendwann damit zufrieden bin. *lach*
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Siehe oben. Man kritisiert gerne, mich natürlich auch und das insbesondere weil FOREVER YOURS I ja mein Debüt war, doch an den FOREVER YOURS Covern habe ich nie etwas geändert und werde es vermutlich auch nicht. Nicht weil ich sie perfekt finde, sondern vielmehr weil es etwas sehr besonderes für mich war und ist. An den Covern meiner anderen Bücher habe ich im Gegensatz dazu schon immer mal Änderungen vorgenommen, man lernt ja nie aus.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Da gibt es einige aber ich suche mal pro Buch eines für euch heraus.
>>Merk dir, wenn ich etwas will, dann nehme ich es mir einfach.<< aus Teil I 
>>“Du brauchst eben Zeit. Viel Zeit. Aber wir haben ein ganzes Leben lang Zeit, nicht wahr?“ Die Bedeutung seiner Worte wurde mir viel zu schnell klar, ein ganzes Leben, für immer. So. Mit ihm. Als seine Gefangene. Daran würde sich nichts ändern.<< aus Teil II 
>>Du weißt wie man so schön sagt? ...lass es los... und wenn es zu dir zurück kommt, ist es dein für immer.<< aus Teil III
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir! Es war mir ein Vergnügen!

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