Mittwoch, 30. Oktober 2019

[Protagonisteninterview] Überlebe - Die Anstalt von William Rott

Protagonisteninterview mit Kate und Carl


Ich treffe mich heute mit Kate und Carl um mit ihnen über die Erlebnisse im Buch „Überlebe: Die Anstalt“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr euch heute Zeit nehmt, um mit mir dieses Interview zu führen.

Kate: „Hallo.“ (Sie schaut sich besorgt um.) „Bist du ganz allein?“

Carl: „Hmh … Guten Tag.“ (Er hat Mr. Croc bei sich, was wohl bedeutet, dass er nicht viel zu Wort kommen wird. Mr. Croc – sein Krokodilplüschtier – übernimmt meist das Wort für ihn.)
Wie geht es euch heute?
Mr. Croc: „Gut, danke der Nachfrage.“ (Er beäugt dich streng.) „Du darfst mich gern öfter besuchen kommen. Du gefällst mir.“

(Kate wirft einen abwesenden Blick aus dem Fenster, bevor sie antwortet.)
Kate: „Es ist wie immer … Tag, Nacht. Und dann wieder Tag. Ich weiß nicht mehr, welchen Wochentag wir haben.“
Mr. Croc: (Abschätzig) „Spielt ja auch keine Rolle. Wir sind jetzt hier. Nur das zählt.“
(Carl sieht so aus, als traue er sich nicht, Mr. Croc zu widersprechen.)
Wie ist für euch die Zeit in der Anstalt?
(Kate wirkt betrübt.)

Kate: „Es ist schrecklich eintönig. Außer dir kommt niemals Besuch. Die Tage verlaufen immer gleich … und nachts wird es fürchterlich dunkel. Ich fürchte mich, wenn ich auf mein Zimmer gehen muss.“
(Carl hebt eine Augenbraue, bevor Mr. Croc spricht.)
Mr. Croc: „Jeder Tag ist eine Jagd. Ich sitze hier und lauere auf neue Beute.“
(Carl bewegt Mr. Crocs Hand, als würde er in den Raum deuten.)
Mr. Croc: „Jeder könnte der Nächste sein.“
Warum seid ihr hier drinnen?
(Kate wirkt plötzlich sehr schüchtern.)

Kate: „Sie sagten über mich, ich hätte … Probleme.“
Carl: (Sehr vorsichtig) „Ich wollte lernen, a-akzeptiert zu werden.“
(Er blickt ängstlich zu seinem Plüschtier.)
Carl: „V-Von Mr. Croc … Sie sagen, ich muss ihn loswerden, aber …“
(Mr. Croc dreht sich drohend in Carls Richtung. Es lässt den Mann erbleichen und sofort verstummen.)
Welche Wünsche hättet ihr für eure Zukunft?
Kate: (Betrübt) „Ich möchte nur entlassen werden …“

(Carl blickt panisch umher. Er fürchtet sich davor, dass Mr. Croc seine Gedanken liest, und scheint recht zu haben.)
Carl: (Ängstlich) „Nein!“ (Er spricht mit Mr. Croc und ist völlig abwesend.) „E-Es tut mir leid! Ich hätte das nie denken dürfen! Ich … Ich …“
(Der Rest seiner Worte verschwindend unter eifrigem Gemurmel.)
Welche Irrwege würdet ihr aus eurer Lebenslinie streichen wollen?
Kate: (Traurig) „Ich glaube, ich wäre niemals hergekommen …“

Mr. Croc: „Überall Spinnen!“
(Mr. Crocs Stimme klingt wütend.)
Mr. Croc: „Ich hätte mir einen besseren Ort zum Jagen suchen sollen.“
Gibt es ein Ziel, das ihr gerne noch erreichten würdet?
Carl: „Ich möchte …“ (Er schluckt.) „Ich möchte auch endlich im Bett schlafen. Mr. Croc l-lässt mich nicht. Er sagt, es ist meine Strafe.“

(Mr. Croc wendet den Blick in den Flur.)
Mr. Croc: „Diese eine, schnuckelige Schwester werde ich noch erwischen. Koste es, was es wolle.“
(Seine Stimme ist bitterernst.)
(Kate wirkt sehr niedergeschlagen.)
Kate: „Ich träume immer davon, nochmal im Wald spazieren zu gehen.“
(Ihr Gesicht ziert die Andeutung eines Lächelns.)
Kate: „Vielleicht irgendwann …“
Danke für die Informationen.
Mr. Croc mit professioneller Stimme: „Gerne. Komm doch mal wieder vorbei.“

(Seine Stimme klingt vielsagend.)
(Kate späht Claudia entgegen und nickt dann vorsichtig. Sie sieht aus, als beneidet sie dich dafür, dass du die Anstalt verlassen darfst und sie nicht.)
Kate: „Pass gut auf dich auf.“

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