Montag, 14. Oktober 2019

[Buchvorstellung einmal anders, Cover- und Protagonisteninterview] Facing Goliath von M.E. Pandura

Buchvorstellung einmal anders, 
Cover- und Protagonisteninterview 
Facing Goliath von M.E. Pandura


Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Mark und Emilia aus „Facing Goliath“, um mit ihnen über das Buch zu sprechen.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.

Mark nickt und lächelt freundlich. »Gerne doch!«

Emi: »Na, immerhin hast du uns dafür einen Kofferraum mit Konserven versprochen. Da kann man schlecht nein sagen.«
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben? 
Emi sitzt noch immer mit verschränkten Armen da, deshalb antwortet Mark zuerst, wirkt darüber jedoch nicht böse. »Ich heiße Mark Richter, obwohl ich nicht glaube, dass die Nachnamen noch jemanden interessieren. Ich bin 37, lese gern und mag Horrorfilme.«

»Immerhin einer von uns. Ich wollte das Zeug nie sehen und schon gleich gar nicht in einem landen!«, murmelt Emi.
Mark fährt grinsend fort. »Mein Kumpel Sven und ich sind aus NRW nach Österreich geflüchtet, auf der Suche nach einem sicheren Platz. Nach jeder Menge Turbulenzen sind wir dann hier im Waldviertel gelandet.«
Nun verkneift sich Emi ein amüsiertes Grinsen. »Turbulenzen ist gut gesagt. Ich musste die zwei vor einem Haufen Kannibalen retten. Meinen Namen kennst du ja schon. Ich musste beim Ausbruch der Seuche meinen Mann umbringen, aber da meine Freundin Anna bei mir Zuflucht gesucht hat, war ich nie alleine hier auf dem Hof. Ich bin auch ein Bücherwurm aber meine wahre Leidenschaft sind die Pferde. Dass das irgendwann mal so nützlich sein könnte, hätte ich aber nie erwartet. Ist jetzt aber so. Ich mache immer Kontrollritte in der Gegend.«
Beschreibt uns bitte das Buch in max. 5 Sätzen. 
Mark: »Es geht nicht immer nur um Leben und Tod, auch wenn es vielleicht manchmal so wirkt. Dadurch, dass sich unsere kleinen Gruppen nach der Rettung zusammenraufen mussten, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Es ist auch eine Geschichte über Freundschaft.« Er wirft Emi einen Blick zu, damit sie die Beschreibung beendet.

Emi räuspert sich. »Zwischendurch fließt halt jede Menge Blut und man fühlt sich wie in World War Z. Da die Kannibalen kein Tageslicht mögen, wird es besonders nachts richtig gefährlich und ich würde nicht empfehlen, die gruseligen Szenen zu lesen, wenn man nach Sonnenuntergang nochmal vor die Tür muss.«
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen? 
Mark zuckt grinsend die Achseln. »Wo bliebe denn sonst der Spaß, wenn sie es nicht spannend macht?«

»Sie ist eine Sadistin, meinst du wohl«, kommentiert Emi trocken. »Wenn ihr die Folgebände mal gelesen habt, wisst ihr, was ich meine.«
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch? 
Mark boxt Emi in die Seite. »Als Emi endlich zugibt, dass wir Freunde sind. Dafür wäre ich fast draufgegangen!«

Die junge Frau lacht. »Ich wollte einen Alleingang machen und Mark hat mir den Schlüssel für das Tor geklaut, damit ich ihn mitnehmen muss. Aber es ist gut, dass er dabei war, muss ich zugeben.«
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch? 
»Na ja, schon sehr viel. Sie hat ihre Heimat hier eingebunden und sogar ihre Pferde, Hunde und Katzen treten hier auf«, meint Mark.

Emi wird wieder ein bisschen sarkastisch. »Davon, dass sie in besagter Heimat alle abmurkst, reden wir mal nicht. Aber ich bin mir sicher, das war nicht persönlich gemeint.«
Wie würdet ihr die Autorin beschreiben? 
»Einfallsreich ...«, beginnt Mark.

Emi unterbricht ihn »... dabei, sich jede Menge anstrengenden und gefährlichen Mist für uns auszudenken.«
Mark nickt. »Aber immerhin hat sie Galgenhumor.«
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? 
»Der Arbeitstitel war ENDZEIT. Das wurde es nicht, weil es bereits ein ähnlich thematisiertes Buch gibt, das so heißt. Also war Brainstorming fällig, dann standen noch mehrere Titelvarianten zur Auswahl.« Mark runzelt nachdenklich die Stirn.

Emi nickt dazu und streicht nervös mit dem Finger über den Kopf der Axt, die an ihrem Gürtel hängt. »Dass der mutierte Tollwut-Erreger Goliath heißen wird, wurde erst im Lauf des Schreibens festgelegt. So wurde dann beschlossen, jedem Band einen Titel zu geben, der mit dem Überlebenskampf dagegen zu tun hat.«
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt? 
»Das ist perfekt!«, rufen beide gleichzeitig, dann sehen sie sich an und müssen lachen.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch? 
Emi antwortet wie aus der Pistole geschossen. »Es gibt keine Graustufen mehr. Die sind mit der Menschheit untergegangen. Es gibt nur noch zwei Dinge: Leben oder sterben. Am Ende vom Tag haben wir nur noch das Eine, für das es sich zu kämpfen lohnt. Und zwar unser Leben.«

Mark lacht. »Hey, das ist von mir!«
Emi stößt ihm den Ellbogen in die Seite. »Das hat mich aufgerüttelt, deshalb mag ich es ja. Was ist deines?«
Mark zwinkert ihr zu. »Eines von dir, das mir mal Hoffnung gegeben hat: >Wir werden wieder zusammen bei der Nachtwache Cola trinken.<«
Danke für das Gespräch. 
Mark tippt sich mit einem freundlichen Lächeln an den Schirm seines Basecap. »Jederzeit wieder.«

Emi räuspert sich. »Gern. Aber ich möchte drauf hinweisen, dass wir deinetwegen nicht zum Supermarkt gekommen sind, also: Wo bleiben unsere Konserven?«

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