Freitag, 23. Oktober 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Winterflockentanz von Birgit Gruber


Buchvorstellung einmal anders 

Heute ist ein komischer Tag ­čśŐ Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Birgit Gruber, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und ├Âffne schlie├člich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Winterflockentanz“ von Birgit Gruber. Ich beginne ein wenig darin zu schm├Âkern. Nach einigen Minuten h├Âre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn ├╝berhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit B├╝chern zu reden und wer wei├č neben der Autorin am meisten ├╝ber das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. ­čśŐ

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Sehr gern. Das ist richtig aufregend. Ich bin ja noch ein Neuling in der tollen B├╝cherwelt. Ich bin erst am 20. Oktober erschienen ­čśŐ
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen k├Ânnen?
Klar ­čśë Meine Geschichte dreht sich um Emma und Ben. Eigentlich hei├čt er Benjamin Dreier und ist Skispringer. Ein Profisportler also, aber er hat sich leider verletzt und muss deshalb diesen Winter pausieren. Seine Laune ist nicht die Beste. Genau da trifft er auf Emma. Ihr k├Ânnt euch vielleicht schon vorstellen, dass die Begegnung nicht gerade herzlich verl├Ąuft. Im Grunde w├Ąre das gar nicht sooo schlimm, wenn Emma nicht ausgerechnet ihn an Stelle ihrer Zwillingsschwester Sophie f├╝r ein berufliches Projekt gewinnen m├╝sste.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter f├Ąllt sie durch einfache, sch├Âne oder schwierige, d├╝stere Zeiten und Situationen zu f├╝hren?
Wenn ich mich richtig erinnere schreibt sie Szenen mit kleinen Reibereien und etwas bissigen Bemerkungen ziemlich flink. Es ist wahrscheinlich das sogenannte „Salz in der Suppe“ ­čśë Aber im Grunde fiebert und leidet sie zu jedem Zeitpunkt mit.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen w├╝rdest? 
Oh ja, hier ­čśŐ: 
Emma h├Ątte sich am liebsten geohrfeigt. Wie hatte sie nur so aufgebracht reagieren k├Ânnen? Und dann noch diese unm├Âgliche Frage! Sind Sie ber├╝hmt oder so? 
Dabei hatte sie es sogar ernst gemeint. Sie hatte ├╝berhaupt nicht daran gedacht, dass er es tats├Ąchlich war – ber├╝hmt. Sie rollte innerlich wegen sich selbst mit den Augen. Wie hatte sie das nur vergessen k├Ânnen? Als Sophie Wagner von TipTop-Merchandising sollte sie das doch wissen! Aber sie war nun mal nicht Sophie, sondern Emma! Und derart ├╝berrascht gewesen ├╝ber den Zusammensto├č und das seltsame Kribbeln, das ihr durch Mark und Bein gegangen war, als er so nahe bei ihr gestanden und wortlos ihren Blick festgehalten hatte. Da war es doch nicht verwunderlich, dass jemand wie sie, die eben kein Fan war, so eine Frage stellte, oder? Ihre Kenntnisse, was die Welt des Sports betraf, waren nun einmal d├╝rftig, auch in puncto Skispringen. Sie kannte weder die Stars, noch himmelte sie irgendwelche an. Das w├╝rde ihr ja gerade noch fehlen! 
Und er? Er hatte es als abwertende Stichelei aufgefasst. Das war deutlich ersichtlich gewesen. Sie konnte es ihm nicht einmal ver├╝beln. An seiner Stelle w├╝rde sie ebenso denken. 
Sind Sie ber├╝hmt oder so? Die Frage hallte wie ein Echo in ihr wider. Wenn sie wenigstens etwas leiser gewesen w├Ąre! Aber nein! Sie hatte es auch noch so laut sagen m├╝ssen, dass es die anderen Badeg├Ąste offenbar mitbekommen hatten.
Wei├čt du wie viel Birgit tats├Ąchlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Das kann ich schwer beurteilen. Also Skispringerin ist sie keine ­čśŐ Aber Sternzeichen Zwilling, auch wenn sie keine Zwillingsschwester hat.
Wie w├╝rdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: „Also sie hat kein Problem, einen Winterroman im Sommer zu schreiben.“ 
Ben: „Und auch kein Mitleid, meine Verletzung gleich so schwerwiegend zu machen, dass ich gleich ein komplettes Jahr ausfalle. 
Emma: „Hey! W├Ąre dir das nicht passiert, h├Ątten wir uns vermutlich nie kennengelernt!“ 
Ben: „Stimmt. Dich zu treffen, war jeden Schmerz wert“ (Claudia: Falls du ein Herzchen einf├╝gen kannst, sehr gern ;- ) 
Sophie: „Ihr S├╝├čholzraspler! Es geht hier doch um Birgit. Also ich glaube sie ist ein relativ aufgeschlossener Mensch und f├╝r jede Art Spontanit├Ąt zu haben.“ 
Buch: „Und sie ist romantisch veranlagt, aber gerne mit einer Prise Humor.“
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses ver├Ąndert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel war ein gemeinschaftlicher Findungsprozess. Birgit, ich und der Zeilenfluss Verlag, haben uns gemeinsam daf├╝r entschieden.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder w├╝rdest du nachtr├Ąglich gerne etwas ├Ąndern wollen?
Ich finde es ist richtig super geworden ­čśŐ Das hat Marie von Wolkenart Design richtig toll gezaubert!
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob die Autorin viele echte Pl├Ątze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Birgit schreibt gerne regionalbezogen. Die Geschichte spielt in Bayern. Emma wohnt in Regensburg. Sophie in M├╝nchen. Und Ben stammt aus Rosenheim. 
Und das Neujahrsskispringen in Oberstdorf kommt auch darin vor.
Zum Abschluss w├╝rde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Geht das auch? ­čśŐ 
»Ach, wissen Sie, ich hatte nicht damit gerechnet, hier zu essen, und steckte ein wenig in der Bredouille ...« 
»Wo?« 
»In der Bredouille.« 
»Oh! Wie sch├Ân. In Frankreich! Da war ich ja leider bisher noch nie, Robbie!« Jody wandte sich zu ihrem Begleiter um und zog einen kleinen Schmollmund.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb h├Âre ich auf zu reden und l├Ąchle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, f├╝r deine Geduld und Antworten« zuzufl├╝stern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Es hat mich gefreut, dich kennenzulernen. Ich w├╝nsche dir viel Vergn├╝gen beim Lesen!

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