Samstag, 4. September 2021

[Reiheninterview] Die Traumkriegerin 1 - 3 von Ava Cooper




Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Ava Cooper, um mit ihr über ihre Reihe „Die Traumkriegerin“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hey, Claudia; schön, bei dir zu sein. Ich erzähle dir natürlich sehr gerne alles über meine Traumkriegerin 😊
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Die Traumkriegerin – Das Amulett der Zweiheit“, „Die Traumkriegerin – Der Zorn der Mutter“ und „Die Traumkriegerin – Die Glocken des Krieges“ mit wenigen Worten vorstellen?
Puh, wie fasst man über 1.300 Seiten in wenigen Sätzen zusammen? Aber ich werde es versuchen. Die beiden Welten Remavo und Daranien leben von der Kraft der Träume; Remavo ist licht und schön, weil es die guten Träume widerspiegelt, Daranien – die Welt der Alpträume – hingegen ist düster. Die Welten werden durch einen magischen Schutzwall voneinander getrennt. Als dieser jedoch bröckelt, wollen die Daranier ihre friedliche Schwesterwelt angreifen. Nur die 17-jährige Tempelschülerin Talisha kann laut einer Prophezeiung diesen Krieg verhindern. Dazu tarnt sie sich als Wesen Daraniens, um sich unerkannt unter die Feinde zu mischen. Sie erschleicht sich das Vertrauen des charismatischen Heerführers Krian und hetzt die Truppen hinter seinem Rücken gegeneinander auf. Was sich alles aus diesen Intrigen ergibt, lest ihr dann besser selbst.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter, sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich muss ja zugeben, dass ich eine recht morbide Phantasie habe. Mein Arbeitskollege, der auch mein Betaleser ist, nennt mich auch Bloody Ava, weil ich einen Hang dazu habe, Menschen in Büchern sterben zu lassen. Mir gehen tatsächlich die harten Szenen relativ leicht von der Feder beziehungsweise der Tastatur. Zwar habe ich immer auch mit meinen Protagonisten, aber manche Charakterentwicklungen erfordern halt Leid. Allerdings schreibe ich auch sehr gerne romantische Szenen.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich mag die Szene besonders gerne, in der Talisha Krian das erste Mal trifft. Ich finde, da merkt man schon, dass sie sich nicht die Butter vorm Brot nehmen lässt –
Krians Mund verzog sich zu einem Grinsen. »So, du bist also unsere neue Hure?«
»Lieber sterbe ich, als Euren Soldaten das Bett zu wärmen!« Impulsiv spuckte sie auf den Boden.
Krian feixte noch breiter. »Und wenn du nur mein Bett wärmen sollst?«
Am liebsten hätte Talisha geschrien. Dachten diese Bestien denn an nichts anderes? Die Wut verlieh ihr Mut. »Auch die Hure des Shiha’ru ist eine Dirne!« Als sie sah, wie schockiert die Soldaten sie anstarrten, wurde ihr mulmig. War sie zu weit gegangen? Dieser Mann duldete keine Widerworte, wie er eben an Zentaro demonstriert hatte. Wahrscheinlich würde er ihr die Unverfrorenheit gleich herausprügeln.
Einer Eingebung folgend fiel sie vor ihm auf die Knie und sah ihm flehend ins Gesicht. »Herr, Ihr habt recht! Im Schwertkampf bin ich nicht geübt. Aber ich will unbedingt bei dem großen Feldzug dabei sein. Bitte nehmt mich auf! Jenseits des Bettes tue ich alles, was Ihr wollt.«
Wie viel echte Ava steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Haha, das willst du wohl wissen 😊 Ich würde sagen, Talisha ist eine bessere Version von mir. Sie ist jünger und hübscher und sie glaubt an das Gute im Menschen. Das habe ich irgendwann verloren; oder zumindest viel davon. Sie ist aber auf jeden Fall so impulsiv wie ich und genauso trotzig. Außerdem hat sie meine Phantasie. Auch in Krian steckt etwas von mir. Ich bewundere seine Geradlinigkeit und seinen unbedingten Willen zum Erfolg.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Also, Talisha würde den Kopf schütteln und sagen, dass ich sicher meine Gründe habe, ihr all das zuzumuten. Allerdings würde sie niemals etwas Böses über mich sagen, dazu ist sie viel zu nett. Im Gegensatz zu Krian; der war manchmal ganz schön sauer auf mich. Vor allem bei Teil zwei, wo – na, das erzähle ich jetzt lieber noch nicht. Das spoilert zu viel.
Wann stand die Idee, eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Das kam eigentlich durch das tolle Feedback bei der Leserunde. Einige Leserinnen hätten gerne einen Epilog gehalten, weil sie wissen wollten, wie es danach denn weitergeht. Ich habe dann versucht, einen Epilog zu schreiben, habe aber gemerkt, dass das eher der Anfang für eine Fortsetzung ist. Tja, und sobald ich mich an Teil 2 gesetzt habe, sprudelten die Ideen nur so. Die Geschichte wollte wohl aus mir heraus. So wurden es dann drei Teile.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Das kam im Laufe des Schreibprozesses. Eigentlich sollte das erste Buch „Das Amulett der Zweiheit“ heißen. Als Titel fand ich das aber wenig knackig. Irgendwann hatte ich dann die Idee von der Traumkriegerin – und der ursprüngliche Titel wurde zum Untertitel. Et voilà!
Wer ist denn der Coverdesigner?
Das ist die liebe Jennifer Schattmaier.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich mag die Cover sehr. Ich hätte allerdings auch gerne eine schöne Zeichnung von Krian und Talisha auf dem Cover gehabt; aber das wäre mit Krian schwer geworden. Der Zeichner hätte ihn genauso gutaussehend hinbekommen müssen, wie ich ihn mir vorstelle. Das ist kaum machbar! Daher empfinde ich die Silhouetten als perfekte Lösung.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Für Krian wäre das: »Nur mit Grausamkeit kann man eine Welt beherrschen.«
Bei Talisha: »Solange es noch einen Funken Liebe und Hoffnung auf der Erde gibt, hat Daranien nicht gewonnen.«
Danke für das Gespräch.

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