Samstag, 25. September 2021

[Blogbeitrag] Was ist denn gerade in der Bloggerszene los?




Guten Abend.


Heute passierte einiges, das die Wogen auf Seiten der Blogger und Autoren hochkochen ließ ... und dies zurecht.

Eine Autorin erzählte von ihren Erfahrungen mit den Bloggern und ich konnte nicht anders, als ungläubig immer wieder auf diese Story zu schauen.
Können Blogger wirklich so unverfroren sein und nachdem sie mit einem Rezensionsexemplar "bezahlt" wurden, dies verkaufen? E-books tatsächlich auf Piratenseiten hochladen, obwohl jeder weiß, dass diese Exemplare mit einem Wasserzeichen gesichert sind? Blogger nach dem Erhalt eines Exemplars einfach den Autor blocken und so tun, als ob nie etwas passiert wäre, nie ein Kontakt aufgebaut worden ist?
Nach einigen Gesprächen mit befreundeten Autoren bin ich am Boden der Realität angekommen. Es kommt öfter vor, als mir bewusst war. Ich dachte immer, dass die Piratenseiten von anderer Seite mit Material bestückt werden, aber dass dies nun die Blogger selbst machen, schlägt dem Fass den Boden aus.
Man kann sagen, ich bin zu tiefst schockiert.

Doch kaum habe ich mich von diesen Schocks erholt, kam die nächste Unverfrorenheit. Diese Autorin bekam eine Nachricht, dass sie doch froh sein sollte, dass ihre Bücher überhaupt angesehen werden, da sie ja "nur" Selfpublisherin ist.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Es ist doch völlig egal, ob ich ein Buch aus dem SP-Bereich oder aus einem Verlag lese. Es durchläuft normalerweise alles dieselben Schritte. Jedes Buch hat normalerweise ein professionelles Coverdesign, Lektorat und sogar Korrektorat hinter sich. Klar findet man da auch Autoren, die bei mancher Stelle sparen, aber im Normalfall ist außer, dass eben kein Verlagslogo auf dem Cover ist, alles gleich.

Die Autoren machen sich die Arbeit und stellen uns wundervolle Geschichten zur Verfügung, bemühen sich uns zu unterhalten, uns wundervolle Lesemomente zu schenken und dann kommt so etwas, das die Buchwelt erschüttert.

Warum soll ein Verlagsbuch mehr wert sein, als ein SP-Buch? Diese Frage treibt mich um. Ich habe viele SP-Bücher in meinem Regal, seit ich blogge, nehmen sie immer mehr Platz in meinem Regal ein. Verlagsbücher werden immer seltener, aber natürlich lese ich sie auch noch.

Wie unverschämt werden eigentlich Blogger?
Eine weitere Geschichte, die mich aufregt und die scheinbar immer mehr überhand nimmt, ist die Geschichte, dass sich Blogger für Rezensionen und ihre Arbeit bezahlen lassen und dies auch noch der Autorin sagen, dass "unbezahlte" Blogger nichts bringen.

Hallo? Hört ihr den Ruf? 
Es ist ein Hobby. Bloggen ist für die meisten ein Hobby und deshalb wird es nicht bezahlt. Mir ist bewusst, dass manche Blogger einen Gewerbeschein haben und deswegen befugt sind, auch Geld für die Dienste einzufordern. Aber seien wir doch bitte einmal ehrlich. Wisst ihr, dass ihr nur Bloggern mit Gewerbeschein etwas zahlen müsst, weil die offiziell auch beim Finanzamt gemeldet sind und deshalb natürlich auch auf das Einkommen meist angewiesen sind.

Liebe Autoren, Blogger sind in der Regel nicht zu bezahlen, bis auf die oben erwähnten Ausnahmen. 

Und ich betone das hier in diesem Artikel noch einmal in aller Deutlichkeit, dass ich alles, was ich mache immer gratis mache. Wenn ich ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, oder eine Karte zugesendet bekomme. Nette Gespräche entstehen, das ist mir persönlich "Bezahlung" genug.
Aber auch hier gibt es Unterschiede. Eine Bloggerin, wo ich dachte, sie sei eine Freundin, hat mir die Freundschaft gekündigt, weil ich eben sagte, dass es ein Hobby und kostenfrei ablaufen soll.
Was soll ich sagen, jeder wie er will.

Natürlich muss ich auch sagen, dass kein Blogger fern ab von "Fehlern" ist. Je größer die Reichweite, desto größer die Anfrage und natürlich die Verantwortung. Man versucht jedem gerecht zu werden und trotzdem passieren Fehler. Falls ich jemals bei einem von euch einen Fehler begangen haben mag, oder Amazon meine Rezensionen gestrichen und ich es nicht bemerkt habe, dann meldet euch gerne. Ich habe alle Rezensionen auf einen Stick gespeichert und es kann schnell geregelt werden. Oder ihr findet den Autorentag nicht, weil ich ihn als erstes (am Termin) immer am Blog und auf Facebook poste und wenn das Leben ein Hexenkessel ist, dann kann es schon mal zu Verzögerungen auf Instagram kommen. Aber alle Autorentage werden auch dort erscheinen. :) 

Es gibt noch so viel zu sagen zu dem Thema, aber ich möchte es zunächst einmal dabei belassen und abwarten, was denn da noch alles in der Zukunft auf uns zukommen wird.

Gute Nacht und schöne Lesestunden.

2 Kommentare:

  1. Schönen guten Morgen!

    Alles, was du sagst, ist mir nicht neu und kommt immer wieder ins Gespräch. Traurig, aber schwarze Schafe gibts nunmal überall ... ;)

    Neu ist mir allerdings, dass man mit Geld bezahlt wird. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass das sogar durch Autoren ins Rollen gebracht wurde, denn ich hab schon einige Mails mit solchen Angeboten bekommen.
    Da hat sich sicher der ein oder andere gedacht: warum soll ich das Geld nicht nehmen wenns mir angeboten wird? Wenn das dann weiterläuft entwickelt sich da vielleicht etwas, so wie du es beschreibst.
    Ich persönlich würde kein Geld nehmen, denn auch für mich ist der Blog eben ein Hobby, genauso wie bei dir :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hi Claudia!
    Ich hab deinen Beitrag heute gerne in meiner Stöberrunde verlinkt :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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