Freitag, 13. März 2020

[Rezension] 51_2020_Print - Sommersprossen lügen nicht von Quin Tanner




Das Buch "Sommersprossen lügen nicht" wurde von Quin Tanner verfasst und erschien 2019 im Dead soft Verlag.

Der Autorin gelingt es einem in eine Geschichte mitzunehmen, in dem es nicht so einfach ist, zu sich selbst zu stehen, weil man Gefahr läuft dadurch ausgestoßen zu werden. Diese Problematik umgibt Simon. Er will zu seiner Sexualität stehen, lebt aber in ständiger Angst vor Ablehnung. Für ihn wird es auch nicht einfacher, als er Olaf und Martim in sein Leben lässt.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann spüren in welchem Gefühlszustand sie sich im Moment befinden. Man kann in allen drei eine Weiterentwicklung spüren und man fiebert mit den Entscheidungen mit.
Die Wortwahl und der Sprachstil sind gut gewählt, auch wenn man mit den Erzählperspektiven vielleicht seine Probleme haben könnte. So wird die Geschichte von Simon in der ICH-Perspektive verfasst und die Erzählungen von Olaf und Martim in der Erzähl-Perspektive. Es ist anders, aber keinesfalls stört es. Man hat sofort einen klaren Schnitt, wenn ein anderer Charakter seinen Teil erzählt.
Man kann mit den Charakteren lachen, weinen, überlegen, sich ängstigen oder einfach nur das Leben genießen. Das Eintauchen in das Leben von Simon fällt sehr einfach und man erlebt einen tollen Weg ins Erwachsenwerden. Aber die Autorin schafft es auch einen zu überraschen und Wendungen herbeizuführen, die man nicht voraussieht.

Jeder, der gerne auch mal eine andere Perspektive auf das Leben wirft, ist mit dem Buch bestens beraten.

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