Montag, 20. April 2020

[Autoreninterview] Astrid Schwikardi

Autoreninterview
Astrid Schwikardi

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gern! Mein Name ist Astrid Schwikardi, und ich bin Krimi- und Thrillerautorin. Mit meinem Ehemann und meinen beiden Töchtern lebe ich in der Nähe von Wuppertal.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das war reiner Zufall und ist einer Idee geschuldet, die durch meinen Kopf geisterte und die ich unbedingt aufs Papier bringen musste.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mal abgesehen von einigen Kurzgeschichten in Anthologien, sind bisher zwei Bücher von mir erschienen. Es handelt sich um die ersten beiden Teile einer Kölner Kriminalreihe rund um den Ermittler Mark Birkholz. Der 1. Band „Uterus – Ein Köln Krimi“ handelt von einem vermeintlichen Serienmörder, der junge Frauen tötet und ihre Leichen danach auf Waldlichtungen drapiert. Im 2. Band „Animus – Ein Köln Krimi“ wird eine stark verweste Leiche aus dem Fühlinger See gezogen, kurz darauf verschwindet der KK11-Leiter unter mysteriösen Umständen. Üble Voraussetzungen für meinen Protagonisten, wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Ich bin gerade dabei, die Geschichte zum 3. Band meiner Krimireihe zu plotten. Parallel dazu schreibe ich noch an einem Thriller.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Ich lese viel, spiele gerne mit meinen Kindern, schaue für mein Leben gern Filme im Kino – wobei das Popcorn und die Cola natürlich nicht fehlen dürfen -, treibe Sport und treffe mich mit Freunden. Außerdem liebe ich die Recherchearbeiten in Köln.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Natürlich - ganz vorne weg „ES“ von Stephen King und „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austin. Was für ein Kontrast (lachend). Den bestimmten Lieblingsautor habe ich nicht. Es gibt einige Autoren, die mitreißend und faszinierend schreiben. Außerdem entdecke ich gerne neue Stimmen von nicht so bekannten Autoren.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Kurz und schmerzlos: An meinem Arbeitsplatz herrscht Chaos pur. Ich brauche eine gewisse Zeit, bis ich etwas gefunden habe. Noch dazu stapelt sich neben mir Papier und etliches an Unterlagen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Um kurz nach sechs Uhr stehe ich auf. Gegen kurz vor halb acht verlasse ich das Haus und fahre ins Büro. Meist finden irgendwelche Meetings statt, Gespräche mit Mitarbeitern oder ich bespreche mit meinen Kollegen irgendwelche organisatorischen Belange. Gegen halb zwei bin ich meist wieder zu Hause und koche Essen. Anschließend wartet Schreibkram auf mich (vielleicht ein Interview, eine Anfrage o.ä.), hin und wieder arbeite ich nochmal für zwei Stunden. Gegen Abend habe ich dann endlich Zeit für meine Familie.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten lese und schreibe ich Krimis und Thriller. Ab und zu lese ich auch mal humorvolle Romane.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Zu dem Zitat aus einem meiner Bücher müsste ich mir noch Gedanken machen. Ich lass es dich wissen, wenn mir eins einfällt ;-)
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Natürlich Deutschland. Den kleinen Patrioten in mir kann ich nicht verleugnen. Nirgendwo anders fühle ich mich so heimisch, auch wenn ich manchmal schon über die Gepflogenheiten der Deutschen schmunzeln muss, wie zum Beispiel über diesen Ansturm auf Toilettenpapier. Das ist schon äußerst amüsant. 
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Absolut. Allerdings muss die Kritik konstruktiv sein. Bei unsachlicher Kritik mache ich dicht und lass sie an mir abprallen. In der Hinsicht bin ich sehr feinfühlig. Ich merke sofort, ob mir mein Gegenüber wohlgesonnen ist oder nicht.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Mir war die Zusammenarbeit mit einem professionellen Verlag sehr wichtig. Dinge wie Lektorat, Erfahrung und Geschäftsbeziehungen spielten bei meiner Entscheidung eine Rolle. Ich wollte einen Profi an meiner Seite, der mir viel Entscheidungsspielraum und Mitbestimmungsrecht gewährt, doch im richtigen Moment eingreift, wenn ich kurz davor bin, einen Fehler zu machen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Durch die engmaschige Medienstruktur erfährt man heutzutage viel mehr vom Weltgeschehen als noch vor dreißig Jahren. Vieles davon ist bestimmt wahr, doch trotzdem werden bestimmt auch Informationen verschleiert, wodurch wir nicht die ganze Wahrheit erfahren. Gerade deshalb sollte man auf sein Bauchgefühl vertrauen und Informationen, die die Medien transportieren, regelmäßig hinterfragen.

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