Dienstag, 13. Juni 2017

[Buchvorstellung] The long road down - Das Ende 1 von Andreas Faber

Buchvorstellung
einmal anders
J

Wichtige Fakten:
Autor: Andreas Faber
Seitenanzahl: 226 Seiten
Verlag: Independently published
Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2016

Der Klappentext:
Eine unbekannte Seuche bricht in Russland aus und verbreitet sich rasant über die Kontinente bis nach China. Die Medien verhalten sich seltsam still. Auch von den Regierungen kommen keine Kommentare. Dann erreicht die Seuche Deutschland … Binnen weniger Stunden fallen sämtliche Systeme aus. Das Land versinkt im Chaos. Die Überlebenden versuchen zu fliehen und finden eine Welt, die nicht mehr die ihre zu sein scheint. Ihr Ziel sind die Sicherheitszonen, welche notdürftig installiert wurden. Doch der Weg dorthin entpuppt sich als Kampf um das pure Leben. Denn wer stirbt, bleibt nicht tot! Das Ende beginnt!

Heute möchte ich euch Band 1 aus der Sicht des Autors Andreas Faber vorstellen:

Hallo, ich freue mich, dass du heute für dein Buch antwortest.
Hallo. Ich hab mich schon sehr auf das ganze hier gefreut und bin sehr gespannt.

Beschreibe uns doch bitte dein Buch in max. 5 Sätzen
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine Zombieapokalypse wie jede andere auch. Doch ich denke schon die Einleitung lässt vermuten, dass es sich noch anders entwickeln wird. Im ersten Teil beschreibe ich wie die Protagonisten versuchen in Sicherheit zu kommen und sich irgendwann treffen. Und wie sie versuchen mit dieser Situation umzugehen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, diese dystopische Weltuntergangsstimmung hier nach Deutschland zu bringen?
Das ist eine etwas längere Geschichte. Vor einigen Jahren war ich auf einer Convention mit dem Thema The Walking Dead. Da habe ich einige sehr nette Leute kennengelernt und in der Zeit danach haben wir eine Themen Gruppe bei Facebook gegründet. Irgendwann kam ich auf die Idee eine Fan-Kurzgeschichte zu schreiben, in der einige Leute aus der Gruppe mitspielen und die in Deutschland spielen sollte.
Aus der Kurzgeschichte wurde eine ziemlich große in 3 Teilen. Nur entglitt mir die Geschichte immer mehr. Weil die Charaktere nicht wirklich meine waren und ich immer drauf achten musste, was die realen Personen davon halten was ihre fiktiven Gegenstücke grade taten. Dadurch habe ich das Projekt dann irgendwann beendet.
Ich glaube es dauerte dann fast 2 Jahre, bis ich dem drängen meines guten Freundes Mirko nachgab und die Idee wieder aufnahm. Doch diesmal als „Remake“. Diesmal aber losgelöst von The Walking Dead und mit einem ganz neuen Hintergrund.
Auch von den Charakteren habe ich nur eine Handvoll mitgenommen. Andreas, Mirko, Nora, HGB, Dennis und Patrick. Aber auch diese so weit wie möglich losgelöst von den realen Vorbildern.
Daraus entstand dann Das Ende. Und ich muss sagen, dass es mir gefällt das ganze einmal nicht in den USA zu erleben. Mittlerweile machen dies einige Autoren. Und ich muss gestehen es stellt einen auch vor echte Herausforderungen, wenn man nicht an jeder Straßenecke Waffen findet.
Dieser Freund hilft mir auch sehr. Er ist sozusagen mein erster Leser der mich immer wieder mit Ideen, Änderungsvorschlägen und auch mit Kritik unterstützt. Auf ihn basiert auch eine der Figuren.

Hast du als Autor eine absolute Lieblingsszene, welche du uns auf jeden Fall vorstellen möchtest?
Also hier hab ich lange nachgedacht. Und ich kann mich nicht recht entscheiden. Es gibt zwei Stellen die ich persönlich sehr mag.
Das ist zum einen die Szene wenn Andreas und seine Leute aus dem Quarantänezelt fliehen wollen. Andreas nimmt einen Wissenschaftler als Geisel und will sich die Freiheit erpressen. Merkt dann aber, dass die Idee vielleicht doch nicht so gut war. Diese Stelle zeigt ziemlich gut, dass Andreas nicht der strahlende Anführer ist, der auf jede Situation eine Antwort und eine Lösung hat. Und die Reaktion seiner Gefährten spiegelt das denke ich auch sehr gut wieder.
In dieser Szene zeige ich auch, dass ich in meiner Story hin und wieder etwas Humor einfließen lasse. Ich möchte nicht dass sie so deprimierend ist, wie die meisten Geschichten dieser Art.
Die Zweite Szene ist die, wenn sich die beiden Gruppen letztendlich treffen. Hier kann man schon erahnen, wie das Verhältnis zwischen Mirko und Andreas wird und gerade in der Situation stehen die Ereignisse auf Messers Schneide. Eine falsche Bewegung und das ganze endet im Chaos.

Wie viel echter Andreas steckt in diesem Buch? Bzw. gibt es Parallelen zwischen dir und deinen Protagonisten?
Puh, das ist gar nicht so einfach zu beantworten… ich glaube ein bisschen von mir steckt in einigen Charakteren. Zum Teil Eigenschaften die ich wirklich habe, zum Teil Eigenschaften die ich gerne hätte.
Ich denke in der Figur des Andreas stecke schon am meisten ich selbst. Das Bestreben das Richtige zu tun. Einer der Guten zu sein. Aber auch das Scheitern bei dem Versuch und auch das Überfordert sein mit der Situation.
Ich denke dabei an den Fluchtversuch. Dass klingt ziemlich nach mir, so eine Schnellschussaktion. Aber auch die Stelle am Anfang im Haus, wo er kurz die Beherrschung verliert und mit dem Ganzen völlig überfordert ist.
Aber alles in allem denke ich, dass sich die Charaktere im Laufe der Geschichte, auch in den nächsten Teilen, immer mehr von mir emanzipieren. Auch Andreas in der Geschichte macht eine Wandlung durch.
Die Frage ist natürlich auch schwer zu beantworten, da die Figuren in der Geschichte in einer Situation stecken die völlig unnormal ist.

Und die letzte Frage: Was ist dein Lieblingszitat aus diesem Buch?
„Ok, versuchen wir es. Aber wenn da auch nur eine einzige Leiche aus ihrem Grab steigt, schlag ich dich windelweich. Das schwöre ich dir!“
Nora zu Andreas bevor sie den Friedhof  betreten. Das Zitat beschreibt Noras loses Mundwerk und die Art wie sie mit der Situation umgeht. Und es zeigt diese leichte Lockerheit die ich hin und wieder einbringen möchte.

Natürlich wollen meine Leser auch noch etwas über den Autor erfahren: Willst du uns etwas von dir erzählen?
Naja, viel gibt es von mir nicht zu erzählen.
Aufgewachsen bin ich in Iserlohn, wo zufällig auch mein erstes Buch spielt. Mittlerweile bin ich nach Hohenlimburg umgezogen, wo mein erstes Buch zufällig auch spielt.
Ich schreibe schon seit sehr langer Zeit. Ich weiß gar nicht mehr wann ich angefangen habe. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk war mal eine Schreibmaschine. Ich weiß noch heute wie sie aussah.
Es macht mir einfach sehr viel Spaß zu sehen, wie sich eine Geschichte entwickelt. Oft hat man nur eine Figur und eine Anfangssituation und fängt an. Und selbst wenn man einen konkreten Plan hat wie das Ganze ausgeht, heißt das noch lange nicht, dass es auch so endet. Das habe ich ganz besonders bei den beiden Büchern und auch bei Teil 3 erlebt.
Dasselbe gilt auch für die Figuren. Mit einem Mal entwickeln sie ein Eigenleben und nehmen eine Entwicklung die man selbst nicht vorausgesehen hat.
Und das Gefühl, dass Leute meine Geschichten lesen und sie ihnen gefallen ist einfach überwältigend. Ich weiß selber wie es ist ein Buch zu lesen. Aus seinem Alltag zu entfliehen und auf ein Abenteuer zu gehen. Und die Vorstellung, dass ich dies einem Leser ermögliche bereitet mir sehr große Freude. Das ist auch der Grund wieso ich tue was ich tue. 
An dieser Stelle möchte ich mich noch gerne bei dir bedanken für die tolle Möglichkeit die du mir mit den Vorstellungen und den Protagonisten Interviews gibst.

Und meinem guten Freund Mirko, er ist sozusagen mein erster Leser der mich immer wieder mit Ideen, Änderungsvorschlägen und auch mit Kritik unterstützt. Er hat mir auch beim Beantworten einiger deiner Fragen geholfen.

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