Donnerstag, 30. Juli 2020

[Verlagsvorstellung] Autorin im Acabus Verlag - Sonja Reichel

Verlagsvorstellungs-
Autorin-Interview
Sonja Reichel


Wie hast du von dem Verlag erfahren?
Ich lese, seit ich denken kann. Da ist mir auch irgendwann ein Buch vom Acabus Verlag in die Hände gefallen.
Wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Acabus Verlag angenommen wurde?
Dank des Meet & Greet von Verlagen und Autoren auf der Leipziger Buchmesse.
Wer bist du?
Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sonja Reichel, Designerin aus Berlin, mit einem Faible für Architektur, Asien und Osteuropa.
Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben?
Mein Roman »364 Tage«. Darin geht es um eine Dreiviertelliebe, um ein Wir, das ein Weniger ist, um Sofie, die sich einlässt auf Arvid, obwohl sie weiß, dass er ihr nicht reichen wird. 
»Er war in die Talsohle ihrer Sehnsucht gelaufen und hatte deswegen leichtes Spiel. Weil sie nicht wählerisch war, sondern hungrig.«
Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten?
In diesem Jahr nicht. Die »364 Tage« sind schließlich gerade erst erschienen!
Was ist dein Genre beim Schreiben?
Literarische Belletristik
Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst?
Eins meiner Lieblingszitate ist von Gabriel Barylli; eine großartige Erinnerung daran, Gefühle nicht als Nulllinie zu leben:
»So lange tun wir so, als hätten wir keine negativen Gefühle wie Hass und Wut, bis wir mit diesem erzieherischen Würgegriff auch die Gefühle der Liebe und der Zärtlichkeit ausgelöscht haben. Man kann nicht das Ventil der Zerstörung verschlossen halten und glauben, dass das Ventil der Zärtlichkeit nicht im selben Moment beschädigt wird. Im Gegenteil.«
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Wenn die Kritik gerechtfertigt ist und der Ton stimmt, kann ich ganz gut damit umgehen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Allen, die gerne mehr über mich erfahren möchten, sei mein Instagram-Account ans Herz gelegt. Ich poste dort nicht nur regelmäßig Zitate aus meinem aktuellen Roman, sondern auch neue Texte, Fotos und Grafiken: https://www.instagram.com/son__rei/

Mittwoch, 29. Juli 2020

[Verlagsvorstellung] Autor im Acabus Verlag - Tobias Bachmann

Verlagsvorstellungs-
Autor-Interview
Tobias Bachmann

Wie hast du von dem Verlag erfahren?
Den Acabus Verlag kannte ich schon lange; das erste mal fiel mir der Verlagsstand auf einem der vielen Conventions auf, die so im Laufe des Jahres immer wieder stattfinden. Mit Björn Bedey bin ich seit etlichen Jahren auf Facebook verbunden. Einige Bücher haben es in mein privates Bücherregal geschafft.
Wie hast du es geschafft, dass dein Buch im Acabus Verlag angenommen wurde?
Eigentlich hätte mein Buch im Dryas Verlag erscheinen sollen. Als dann aber der Dryas Verlag zum Imprint der Bedey Media GmbH wurde, entschieden sich die Lektoren und die Programmeitung dazu, dass mein Buch im Acabus Verlag besser platziert wäre. Die genannten Beweggründe konnte ich gut nachvollziehen, und da die Vertragsbedingungen sich nicht veränderten, stand einem Wechsel zu Acabus nichts im Wege. Die Zusammenarbeit gestaltet sich hoch professionell und das Ergebnis ist ein wunderbares Buch geworden, mit dem ich und bislang auch viele Leser sehr zufrieden sind.
Wer bist du?
Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Tobias Bachmann. Ich veröffentliche seit Ende der 90er Jahre immer wieder im breiten Genre der Phantastik. Einige meiner Bücher wurden mit Genrepreisen ausgezeichnet. Ich schreibe Romane und Erzählungen und zeichne mich auch für den einen oder anderen Heftroman verantwortlich. Außerdem bin ich als Musiker aktiv und hauptberuflich in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Ich bin verheiratet und habe drei wunderbare Kinder auf die ich jeden Tag sehr stolz bin.
Welche Bücher sind von Dir in dem Verlag erschienen? Könntest du sie ganz kurz beschreiben?
Bei Acabus ist bislang nur „DESPINA JONES und die Fälle der okkulten Bibliothek“ erschienen. Die titelgebende Heldin ist Ermittlerin für etwas düstere Kriminalfälle und mit der besonderen Gabe, mit den Toten sprechen zu können. Hierdurch ergeben sich ganz neue Facetten und Möglichkeiten der Ermittlungsarbeit. Es geht um Menschen und ihre Tragödien und es geht darum, dass man für sein Handeln verantwortlich ist, bis über den Tod hinaus. Manche Erkenntnis kommt zu spät. Und auch die Toten haben Humor.


Wird in diesem Jahr noch ein neues Werk im Verlag erscheinen? Darfst du uns darüber schon etwas verraten?
In diesem Jahr wohl nicht. Das Buch erschien ja erst im März. Aber ich hege die Hoffnung, einen weiteren DESPINA JONES Band schreiben zu dürfen. Eine Idee hierfür habe ich bereits und wenn sich „Die Fälle der okkulten Bibliothek“ entsprechend verkaufen, denke ich, dass dem nichts im Wege stehen dürfte.
Was ist dein Genre beim Schreiben?
Wie weiter oben bereits geschildert fühle ich mich im weiten Feld der Phantastik zu Hause: Weird und Urban Fantasy, Science Fiction und Horror – wobei ich mich mit zunehmender Professionalisierung hin zum Thriller und Krimi orientiere, bzw. diese mit der Phantastik vermenge. Ein historischer Roman würde mich mal reizen, aber ich scheue ein wenig die umfangreiche Recherche, da ich im Hauptberuf 40 Stunden die Woche einer sehr verantwortungsvollen Aufgabe nachgehe und privat mit meiner Familie sehr eingespannt bin. Das darf man nicht als Jammern verstehen, schränkt aber die freie Entfaltung im kreativen Bereich vor allem zeitlich sehr ein.
Hast du ein Lieblingszitat, nach dem du im Leben handelst?
„Nichts beginnt jemals.“ Das ist der erste Satz des Romans „Weaveworld“ von Clive Barker, der auf deutsch unter dem Titel „Gyre“ bzw. als „Gewebte Welt“ in neuer Übersetzung erschienen ist. Der Satz beschreibt die Tatsache, dass nichts jemals irgendeinen Anfang hat. Es gibt keinen Beginn, sondern alles ist nur eine Folge von etwas Vorherigem. Diesen Grundsatz kann man auf Geschichten und Romanhandlungen ebenso anwenden, wie auf andere Menschen. Wenn einem einer blöd kommt, kann man entsprechend wütend reagieren – die Reaktion wird jedoch gemildert, wenn man weiß, dass die blöde Handlungsweise ihren Ursprung in etwas viel früherem hat. In einem schlimmen Erlebnis des gleichen Tages, der letzten Woche oder vor vielen Jahren. Manches wurde uns durch Erlebnisse unserer Eltern mit auf den Weg gegeben. Man nennt das Erziehung. Diese muss nicht immer bewusst erfolgen. Manche Handlungsweisen ziehen sich seit Generationen durch Familien … Und wenn man erst mal verstanden hat, dass nichts je irgedwann einen Anfang hat, dann gibt es auch keinen Schuldigen. Die Suche kann man sich folgerichtig sparen, genau wie Rachegedanken sich somit erübrigen. „Nichts beginnt jemals“ bedeutet für mich daher vor allem, mit mehr Gelassenheit durchs Leben zu gehen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich glaube, dass ich recht gut mit Kritik umgehen kann. Manchmal trifft einen Kritik natürlich auf dem falschen Fuß, manche Kritik ist gerechtfertigt und manche vielleicht auch offensichtlich falsch. Damit adäquat umgehen zu können, funktioniert mal mehr und mal weniger. Aus manchen Kritiken kann man lernen, und manchmal empfiehlt es sich, die Kritik zu ignorieren.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn DESPINA JONES eines aus ihren Abenteuern gelernt hat, dann diese Botschaft: Genießt euer Leben, macht das Beste aus jedem Tag und bleibt euch selbst dabei treu. Das Leben ist zu kurz um es mit Hass und Angst zu füllen. Lest weiterhin Bücher. Es gibt so viele Welten, die sich lohnen, entdeckt zu werden.

Dienstag, 28. Juli 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Nur bei Mondlicht von Jana von Bergner



Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Autorin Jana von Bergner, um mit ihr über ihr neuestes Buch „Nur bei Mondlicht“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke, liebe Claudia, dass du mein Buch und mich zu einem Gespräch einlädst.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
»Nur bei Mondlicht« ist eine Märchenadaption, in der es um wahre Schönheit und die Kraft der Liebe geht. Die Zauberin Feguro ist nach einem Feuer entstellt und wünscht sich ihr früheres Aussehen zurück. Dafür ist sie sogar bereit, ihre Seele der dunklen Fee zu opfern. Feguros Feenfreundin Alfur will das verhindern und fordert Feguro zu einem magischen Wettstreit heraus.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Diesen Kurzroman habe ich tatsächlich fast wie im Rausch geschrieben. Das Wunderbare an einem solchen Format ist, dass den Figuren keine Zeit zum Zögern bleibt. Und auch mir als Autorin nicht. Die Figuren waren zu Beginn der Geschichte sofort da und ich habe mich ihnen sehr nahe gefühlt. Deshalb habe ich sie gern auf ihrem Weg begleitet.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
»Ich bleibe nur ungern etwas schuldig.« Kurzentschlossen fasste Feguro Prinz Vinur am Arm. »Lasst mich mit einem Tanz bezahlen.« 
Der Prinz erstarrte. Die Augen seines Bruders weiteten sich, während Lady Starfsferill bei Feguros Worten ganz blass wurde. War es tatsächlich so ungehörig, als Bürgerliche einen Prinzen zum Tanzen aufzufordern? 
Schließlich räusperte sich Prinz Vinur. »Ich pflege für gewöhnlich nicht zu tanzen.« 
»Dann werdet Ihr für mich eine Ausnahme machen.« Sie trat noch etwas näher und senkte die Stimme. »Oder wollt Ihr es verantworten, dass alle am Hof mich auslachen, weil Ihr mich abgewiesen habt?«
Wie viel echte Jana steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
In jeder Figur, über die ich schreibe, steckt etwas von mir. Manchmal sind es Charaktereigenschaften, manchmal nur Gefühle oder Gedanken. Feguro hat Schwierigkeiten, sich selbst so zu akzeptieren, wie sie ist. Dieses Problem kenne ich gut. Doch genauso kann ich mich in ihre Freundin Alfur hineinversetzen, die aus Sorge um Feguro zu einer List greift. Es geht nicht darum, als Autorin die gleichen Dinge erlebt zu haben wie die eigenen Figuren. Es genügt, in ganz anderem Zusammenhang ähnlich empfunden zu haben und dieses Gefühl beim Schreiben wieder heraufzubeschwören.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Lady Starfsferill rümpfte die Nase. »Wie kann eine Dame nur Hosen tragen? Völlig unpassend! Und dazu noch die Farbe im Gesicht wie bei einer Kurtisane! Meine Tochter würde ich nicht in ihre Nähe lassen.« 
»Seid nicht so streng, Mylady. « Feguro unterdrückte ein Lächeln. »Sie ist eine einfache Schreiberin – keine Baroness. Ich finde, sie kann sich recht gewählt ausdrücken.« 
»Letzten Endes kommt es vor allem auf die Aura an«, bemerkte Prinz Vinur. »Ihre ist halb dunkel wie die Nacht und halb strahlend wie der Tag. Sie lässt sich schwer einschätzen.«
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Ich habe in diesem Fall ja tatsächlich zuerst das Cover gekauft – ohne zu wissen, welchen Roman ich dazu schreiben würde. Sobald ich eine vage Idee hatte, war auch der Titel da. Und ich habe ihn beibehalten.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Nein, ich bin vollkommen glücklich. Sabine Pöstinger von inspirited books Grafikdesign hat auf meinen Wunsch hin die Schriften geändert. Der Rest hat mir von Anfang an gefallen, deswegen habe ich mich auch auf den ersten Blick in dieses Premade-Buchcover verliebt. Die Frau in dem blauen Kleid sieht wunderschön aus, die Lichtstimmung ist magisch. Das Cover hat mich wie von selbst zu meiner Geschichte inspiriert.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
»Sei froh, dass du mehr zu bieten hast als ein hübsches Gesicht. Sonst würdest du noch bei einem Langweiler wie Prinz Hetja enden.«
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir.

[Autoreninterview] Jana von Bergner

Autoreninterview
Jana von Bergner

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Jana, 39 Jahre alt und lebe mit meinem siebenjährigen Sohn und meiner Hündin nördlich von Hamburg. Ich liebe Tanzen, Kino und Liebesromane mit Happy End.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich komme aus dem Journalismus, habe also schon immer meinen Lebensunterhalt mit Schreiben verdient. Der Traum vom eigenen Roman war schon länger da und in der Elternzeit habe ich endlich damit angefangen, mein erstes Buch zu scheiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher habe ich zehn Romane bei Amazon veröffentlicht. Von Young Adult, über ein Medizin-Liebes-Drama bis zum heiteren Weihnachtsroman war alles dabei. Was die Geschichten eint, ist, dass immer eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht. Mein neuer Kurzroman „Nur bei Mondlicht“ ist allerdings mein erster Ausflug ins Fantasy-Genre. 
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Derzeit plotte ich meinen nächsten Weihnachtsroman. Er soll im Oktober erscheinen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Derzeit sind die Möglichkeiten ja leider etwas eingeschränkt. Ich telefoniere gern mit Freundinnen oder treffe mich mit Kollegen zu virtuellen Autorenstammtischen. Und natürlich spiele ich mit meinem Sohn. In Nicht- Corona-Zeiten besuche ich gern Buchmessen oder treffe andere Autorinnen und Autoren, um über Bücher zu reden. Eigentlich verrückt, aber ich liebe meine Arbeit eben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich fiebere jedem neuen Roman von Diana Gabaldon (Die Oulander-Saga) entgegen. Doch ich lese auch viele Romane von meinen Kollegen aus dem Selfpublishing.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zum Glück habe ich mittlerweile ein eigenes Arbeitszimmer. Es ist eine Bibliothek mit einem Tisch für meinen Computer. Und bei sonnigem Wetter sitze ich auch mal für ein paar Stunden mit dem Notebook auf der Terrasse.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Von halb zehn bis siebzehn Uhr sitze ich am Schreibtisch. Zwischendurch mache ich eine lange Mittagspause mit Hundespaziergang. Meine Arbeitstage können sehr unterschiedlich ausfallen. Je nachdem, was gerade anliegt. Am liebsten schreibe ich. Aber manchmal überarbeite ich auch, plotte, setze ein Buch für den Druck oder kümmere mich um Social Media.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten lese ich Gay Romance. Aber ich mag auch andere Genres, solange es eine Liebesgeschichte mit Happy End gibt. Beim Schreiben kommt es gar nicht so sehr auf das Genre an, sondern mehr auf die Szene. Ich liebe es, konfliktreiche Szenen mit viel Dialog-Anteil zu schreiben. Für Landschaftsbeschreibungen brauche ich hingegen deutlich länger, weshalb von mir auch noch nie ein Urlaubsroman erschienen ist.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
»SELBSTSTÄNDIG kommt von selbst - und das ständig!« (unbekannter Verfasser). Als Selfpublisher bin ich allein für mich verantwortlich – von technischen Problemen bei Amazon über juristische Fragen zur Autorenwebsite bis hin zur Buchwerbung muss ich mich in alle Themen einarbeiten und ständig auf dem Laufenden halten. Erfolg und Misserfolg hängen in erster Linie von mir ab. Auch wenn ich mittlerweile ein Netzwerk mit großartigen Unterstützern wie meinen Buchbloggern und Testlesern habe.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Zum Reisen eigentlich nicht. Aber ich lese besonders gern Romane, die in England spielen. Vermutlich, weil ich so viele gute BBC-Serien gesehen habe.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Inzwischen kann ich Kritik gut vertragen – auch dank meiner wunderbaren Testleser. Negatives Feedback nehme ich nicht persönlich. Dafür bemühe ich mich, Kritik, die mir berechtigt erscheint, in meinem nächsten Roman umzusetzen. Allerdings wird es immer auch Leser geben, denen eine Geschichte nicht gefällt. Das gehört einfach dazu.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Abgesehen von Bestsellerautoren in großen Publikumsverlagen, deren Bücher in jeder Buchhandlung ausliegen, stehen die meisten Verlagsautoren finanziell deutlich schlechter da als Selfpublisher. Zudem kann ich als Selfpublisher viele Dinge selbst entscheiden: Wann ich zu welchem Preis veröffentliche. Wie mein Cover aussieht. Was im Klappentext steht. Ein Verlagsautor darf diese Punkte oft nicht mitentscheiden und hat deswegen nur geringen Einfluss auf den Erfolg des eigenen Buches.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Danke, dass es euch gibt. Ihr könntet in eurer Freizeit ins Kino gehen, freunde treffen, shoppen, spazieren gehen oder tausend andere Dinge unternehmen. Aber stattdessen lest ihr ein Buch und opfert uns Autoren eure wertvolle Zeit. Das finde ich großartig.

Montag, 27. Juli 2020

[Verlagsvorstellung] Der Verleger Björn Bedey stellt sich vor

Interview mit dem Verleger
Björn Bedey

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem wir es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Björn Bedey, Verleger, Herausgeber, Treckerfahrer, Metalhead, Fantast und Menschenfreund.
Warum hast du den Verlag gegründet?
Weil es meine Bestimmung war.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Neue Buchprojekte initiieren.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Theodor Fontane ist sicher mein Lieblingsautor. Lieblingsbücher habe ich viele – mehr als einmal habe ich noch nie ein Buch gelesen – dafür gibt es zu viele Bücher die ich noch lesen möchte! Mein letztes Lieblingsbuch war Karthasis von Michael Reh.
Kannst du uns deinen Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du dich am liebsten mit den Werken deiner Autoren beschäftigst?
Mein Arbeitsplatz ist eine kreative Rumpelkammer – lesen tue ich am liebsten in meinem Leutewagen auf einem Feld auf Wagrien – abgeschieden in der Natur.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Gar nicht – denn meine Tage unterscheiden sich sehr. Ich habe normale Bürotage, arbeite in einem Skriptorium im Mittelalter oder treffe mich mit Außerirdischen und Fabelwesen. Dazwischen ist alles möglich…
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein – aber Skandinavien, Schottland und Irland haben es mir angetan. Ich vermute das liegt an meinen genetischen Wurzeln – bei diesen Ländern geht mir immer das Herz auf.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich fordere Kritik ein und überprüfe damit mein Handeln.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lasst euch nicht verbiegen – bleibt euch treu.

[Verlagsvorstellung] Severus Verlag

Verlagsinterview
Severus Verlag

Was kannst du uns über die Entstehungsgeschichte des Verlages berichten?
Uns gibt es seit 2010 ­– dieses Jahr feiern wir also unseren ersten runden Geburtstag! Mit uns kamen antiquarische Bücher in das Programm unserer Verlags-Familie, die zuvor hauptsächlich wissenschaftliche Arbeiten und zeitgenössische Belletristik veröffentlicht hat.
Wer trifft die wichtigsten Entscheidungen im Verlag?
Das letzte Wort haben unsere Verleger Björn Bedey und Sandra Thoms. Auch unsere Programmleitung Anna Klöhn muss in ihrem Verlagsalltag natürlich viele wichtige Entscheidungen treffen. Verantwortlich ist aber nie einer alleine, über die Arbeit wird sich regelmäßig mit dem Team ausgetauscht und abgestimmt.
Welche Genres veröffentlicht ihr im Verlag?
Severus ist eine wahre Schatzkiste an antiquarischen Büchern, die man im Buchhandel kaum noch findet. Egal ob Biographie, Forschungsbericht, Briefwechsel oder Roman – bei uns findet jeder etwas, das ihm gefällt. Von norwegischer Poesie bis zum Rheinischen Kochbuch gibt es viel zu entdecken!
Welche Kriterien habt ihr für die Auswahl der eingereichten Manuskripte?
Anders als bei unseren zeitgenössischen Verlags-Geschwistern kommen die Manuskripte nicht zu uns, stattdessen müssen wir zu den Manuskripten kommen. Dabei suchen wir immer nach Büchern aus unserer Vergangenheit, die auch heute noch eine Relevanz haben. Schließlich gehören Bücher nicht nur in Archive, sondern vor allem in die Hände der Leser*innen!
Wie viele Mitarbeiter gibt es im Verlag?
Aktuell haben wir 7 Mitarbeiter. Dazu kommen immer noch einige Praktikant*innen, die uns fleißig helfen.
Wer gestaltet eure Cover?
Die Gestaltung unserer Cover übernimmt unsere tolle Graphikerin Annelie Lamers. Sie verpasst den alten Büchern schicke neue Kleider und verleiht ihnen damit neues Leben.
Wer ist für Korrektorat und Lektorat bei euch im Verlag zuständig?
Das Korrektorat und die Übertragung von Fraktur machen unsere engagierten Kolleginnen Sarah Schwerdtfeger und Lilly Seidel.
Wie viele Bücher habt ihr im Moment im Sortiment?
Seit unserer Gründung haben wir über 1000 Bücher veröffentlicht. Das Stöbern durch unser Programm lohnt sich also! Vor kurzem sind unter anderem Berthold Litzmanns Biographie „Clara Schumann. Ein Künstlerleben“ und der historische Bildband „Graf Zeppelin – Eine Reise um die Welt im Luftschiff“ dazugekommen.
Wie viele Autoren gehören zum Verlag oder haben bereits etwas bei euch veröffentlicht?
In den zehn Jahren haben wir Bücher von etwa 1000 unterschiedlichen Autoren veröffentlicht! Und jedes Jahr kommen viele neue dazu.

[Verlagsvorstellung] Acabus Verlag

Verlagsinterview
Acabus Verlag


Was kannst du uns über die Entstehungsgeschichte des Verlages berichten?
Den acabus Verlag gibt seit 2008, vor zwei Jahren hatten wir also unser 10-Jähriges Jubiläum, das selbstverständlich ausgiebig gefeiert wurde. Unter anderem mit einer Jubiläums-Anthologie, in der wir Kurzgeschichten unserer Autor*innen gesammelt haben. Tatsächlich waren wir der erste Belletristik Verlag unserer kleinen Verlags-Familie, die inzwischen 18 Verlage zählt.
Wer trifft die wichtigsten Entscheidungen im Verlag?
Die großen Entscheidungen werden von unserer Doppelspitze in der Geschäftsführung getroffen: Björn Bedey und Sandra Thoms. Im Alleingang wird bei uns allerdings nichts beschlossen, die meisten Entscheidungen sind Team-Arbeit.
Welche Genres veröffentlicht ihr im Verlag?
Bisher war der acabus eine bunte Wundertüte, von Fantasy über spannende Krimis und Thriller bis hin zu Liebesromanen findet sich in unserem Programm alles. In Zukunft sollen vor allem historische Romane ihr Zuhause bei uns finden, die die Leser*innen auf aufregende Zeitreisen in unsere Geschichte einladen. Die Vielfalt geht dadurch allerdings nicht verloren, in unserer Verlags-WG findet sich etwas für Liebhaber jedes Genres. So kommen beispielsweise Fantasy Fans künftig im Lindwurm Verlag auf ihre Kosten.
Welche Kriterien habt ihr für die Auswahl der eingereichten Manuskripte?
Neben eher formalen Kriterien wie inhaltlicher Stimmhaftigkeit und gut zu lesender Sprache sind wir immer auf der Suche nach Autor*innen, die sich trauen neue Wege zu gehen! Außergewöhnliche Protagonisten oder ein besonderer Schreibstil sind bei uns gerne willkommen. Dabei ist wichtig, dass die Geschichte unsere Leserschaft anspricht. Am besten ist es natürlich, wenn man das Buch schon nach den ersten Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Wie viele Mitarbeiter gibt es im Verlag?
Der acabus Verlag hat zurzeit 15 Mitarbeiter. Außerdem tummeln sich immer einige Praktikant*innen in unserem Büro.
Wer gestaltet eure Cover?
Die meisten unserer Cover werden von unserer wunderbaren Graphikerin Annelie Lamers erstellt. Sie hat ein echtes Talent dafür, das Wesen einer Geschichte zu erkennen und auf den Einband unserer Bücher zu bringen.
Wer ist für Korrektorat und Lektorat bei euch im Verlag zuständig?
Lektoriert werden unsere Bücher von unseren Lektor*innen Laura Künstler, die außerdem die Programmleitung inne hat und Lea Oussalah, die mit den Autor*innen zusammen arbeiten, um das Beste aus den Büchern herauszuholen. Gerade bei den Korrektoraten helfen außerdem häufig unsere fleißigen Praktikant*innen.
Wie viele Bücher habt ihr im Moment im Sortiment? 
Insgesamt sind es 219 Bücher. In 12 Jahren kommt da einiges zusammen. Ganz frisch sind unsere Neuerscheinungen aus diesem Frühjahr. Dazu gehören unter anderem das bewegende Familiendrama „Katharsis“ von Michael Reh, „364 Tage“, eine berührende Liebesgeschichte des 21. Jahrhunderts von Sonja Reichel sowie der brisante Politroman „Der Alpendiktator und Menschenfreund“ unserer Autorin Astrid Schilcher. Außerdem ist gerade der neuste Band unserer Fantasy-Reihe „Dreizehn“ von Carl Wilckens erschienen!
Wie viele Autoren gehören zum Verlag oder haben bereits etwas bei euch veröffentlicht?
In den 12 Jahren haben ganze 145 Autor*innen ihre Bücher bei uns veröffentlicht. Und wir freuen uns auf alle, die in Zukunft dazukommen werden!