Freitag, 12. Januar 2018

[Autorentag] Just one dance von Iris Fox


Heute steigt bei mir der Autorentag mit Iris Fox. Heute erscheint nämlich die Printausgabe zu ihrem Buch "Just one dance". Deshalb möchte ich euch heute gerne die Autorin, das Buch, die Protagonisten und auch ein wenig das Cover genauer vorstellen. Immer wieder dazwischen wird es Textschnipsel und auch die Rezension geben. Viel Spaß mit diesem Autorentag! 😀


Autoreninterview Iris Fox

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gerne. Vielen Dank, dass ich heute bei euch sein darf. Mein Name ist Iris Fox, ich bin 35 Jahre alt und seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Wir haben eine süße Tochter im Grundschulalter. Mit meiner kleinen Familie lebe ich in der Nähe von Bremen in einem kleinen Ort namens Syke.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Plötzlich und aus heiterem Himmel. 2014 setzte sich eine Idee in meinem Kopf fest und ich begann die Idee auf meinem Laptop am Küchentisch aufzuschreiben. Ich wollte diese kleine Idee einfach nur festhalten, damit sie nicht wieder in Vergessenheit geraten konnte, wie die vielen kleinen Gedanken zuvor in meinem Leben. Daraus entstand dann mein Debüt „Love Happens“, das Mitte 2016 bei Forever erschienen ist. Seitdem schreibe ich.

Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könnest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Love Happens – Zwei sind einer zu viel“ ist eine locker, leichte und heitere Geschichte über eine junge Frau, die alle Zelte hinter sich abbricht und einen Neuanfang in einer fremden Stadt wagt. Eigentlich der Liebe erst einmal abgeschworen, begegnen ihr im neuen Leben aber gleich zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten - Gefühlschaos pur.
In „Drei Tage Glück“ lernen Marie und Jonas sich zufällig kennen und brechen aus dem Alltag aus, indem sie spontan einen Road-Trip nach Dänemark unternehmen. Eine Reise, auf der die beiden zueinander finden, Vergangenes miteinander aufarbeiten und lernen wieder nach vorne zu blicken. 
In „Just one dance – Lea & Aidan“ trifft ein von sich selbst überzeugter Bad Boy auf eine schüchterne Ballerina – das kann eigentlich nicht gut gehen. Doch die Anziehungskraft ist größer, und letztendlich stellen sich beide gemeinsam Leas größter Herausforderung: Der Angst vor Publikum zu tanzen.

Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
„Just one dance – Lea & Aidan“ ist der erste Band der „Just-Love“ Reihe gewesen. Aktuell arbeite ich am zweiten Band, der voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 erscheinen wird. Der endgültige Titel steht noch nicht fest.

Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Zudem bin ich ein Serien-Junkie. Sitcoms inhaliere ich, wenn es meine Zeit zulässt.

Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich bin da nicht festgelegt. Das wechselt ständig. In meinem Bücherregal befinden sich unterschiedlichste Genre, und Autoren/Innen wie zum Beispiel: Mona Kasten, Ada Doran, Ken Follett, Noah Gordon, Marie Force ……

Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Da gibt es nicht viel zu sehen. Die meiste Zeit verbringe ich mit meinem Laptop am Küchentisch, weil ich von dort aus immer alles im Überblick behalten kann. Selbst wenn ich in meine Geschichten eintauche.

Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Schreiben wie auch beim Lesen bevorzuge ich Liebesromane. Beim Lesen hüpfe ich aber auch gerne mal durch andere Genre.

Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Wer den Schritt in die Öffentlichkeit wagt, rechnet damit kritisiert zu werden. Das ist etwas, das man sich vorher klar macht, bevor man diesen Weg geht. Kritik ist so vielschichtig wie der Mensch selbst. Ich respektiere jede Meinung und jede Äußerung zu den Inhalten meiner Storys. Die positiven, wie auch die negativen. Man sollte jede Kritik ernst nehmen, denn aus jeder einzelnen kann man etwas für sich und die Zukunft mitnehmen.

Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag (Forever by Ullstein) zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich bin ein Quereinsteiger und hatte bis vor wenigen Jahren überhaupt nichts mit der Buchbranche zu tun. Ich war ein absoluter Grünschnabel. Mir erschien es einfach vernünftiger, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der mir ehrlich sagt, was ich schon kann und was eben noch nicht. Jemand, der mir erklärt, wie wir gemeinsam ein bestmögliches Ergebnis für den Leser erschaffen können und der diesen Weg dann mit mir gemeinsam geht. Diesen Partner habe ich im Forever-Verlag gefunden.

Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Gebt niemals eure Träume auf.



Coverinterview

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Der Titel stand fest, als das Cover in Auftrag gegeben wurde.

Hattest du genaue Vorstellungen, was sich auf dem Cover befinden sollte?
Das Cover wurde vom Verlag in Auftrag gegeben. Meine Lektorin und ich waren uns aber im Vorfeld schnell einig, dass es das Thema „Tanz“ mit aufgreifen sollte.

Hat  für dich der Titel eine besondere Bedeutung?
Nein. Das kann ich nicht behaupten. Mir ist bei jedem meiner Bücher nur wichtig, dass der Titel inhaltlich zum Buch passt - sich im Text wiederspiegelt.

Die Farbkombination ist sehr schön, was bedeutet dieses Farbenspiel für dich genau?
Die Wahl der Farben haben wir dem Designer zu verdanken, der hier, wie ich finde, ganze Arbeit geleistet hat. Das Farbenspiel wird vermutlich auf jeden Leser anders wirken. Wenn ich mich festlegen müsste, dann würde mir so etwas wie verträumt, jugendlich oder romantisch spontan dazu einfallen.

Hast du eine Lieblingsstelle oder eine Lieblingsszene in deinem Buch?
Besonders gerne geschrieben habe ich Szenen, in denen Aidan einfach Aidan ist und Lea damit so manches Mal um Fassung ringen lässt. Die Fahrt im Autoscooter ist so eine Szene. Vor allem weil Lea dort an einen Punkt gerät, wo sie selbst etwas aus sich herauskommt und Aidan derjenige ist, der daraufhin um Worte ringt. 
Der erste Kuss der beiden auf dem Hamburger Dom gehört definitiv zu meinen Top 3.
Und tatsächlich ist auch die Sexszene mit Tessa sehr unterhaltsam – vielleicht auch ein wenig außergewöhnlich. Ich mag sie sehr. (Sorry! an alle Lea-Fans)

„Just one dance“ als Titel und das Paar am Cover haben die eine besondere Rolle in deiner Geschichte?
Leas Wunsch ist es Ballerina zu werden. Dafür tut sie alles. Sie bekommt sogar die Möglichkeit für ein Stipendium vorzutanzen. Einzig ihre enorme Angst vor Publikum aufzutreten steht ihr dabei im Weg und ist unter anderem ein zentraler Punkt in der Geschichte.
Daher: Ja, das Paar in Tanzpose auf dem Cover und der Titel spiegeln einen wichtigen Teil der Lovestory wieder, mit dem sich unsere Protas befassen.

Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover oder würdest du heute noch etwas ändern wollen?
Ich bin absolut und zu 100% zufrieden mit dem Cover von „Just one dance – Lea & Aidan“.



Buchvorstellung einmal anders

Ich treffe mich heute mit Leon und der Autorin Iris Fox in der Balletschule von Lea, um über das Buch „Just one dance“ zu sprechen.

Hallo! Danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch „Just one dance“ antwortet. Würdet ihr euch vielleicht sogar gegenseitig interviewen?

Leon: Iris, beschreibe uns doch bitte dein Buch in max. 5 Sätzen.
Antwort: In 5 Sätzen? Okay, ich versuche es: Ein von sich überzeugter Bad Boy trifft auf eine schüchterne Ballerina, die Angst hat vor Publikum vorzutanzen. Eine Begegnung reicht aus und sie sind hoffnungslos ineinander verliebt. Sie trotzen allem und beweisen, dass es vollkommen egal ist, wer man ist oder wo man herkommt, solange man zusammenhält. „Just one dance“ erzählt davon, wie viel man gewinnen kann, wenn man aus dem Korsett vorgefasster Meinungen ausbricht und einfach seinem Herzen folgt. 

Leon: Sag mal, magst du es deine Protagonisten zu quälen? Diese Wendungen und das Karussell des Lebens in das du uns reinwirfst?
Antwort: Ach, Leon. Ernsthaft? Du wärst doch der erste der schreit „LANGWEILIG“, wenn es nicht genügend Drama gegeben würde. Das muss so sein. Erst wenn die Protagonisten leiden, lieben, sich nacheinander verzehren, über ihre eigenen Schatten springen … erst dann können wir Leser doch erst so richtig mitfiebern.
(Im Übrigen sprechen wir uns schon sehr bald wieder. Nämlich im zweiten Band der „Just-Love“ Reihe, wenn deine Geschichte erzählt wird.) 

Leon: Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, welche du uns unbedingt vorstellen möchtest?

Meine ist die Stelle mit Lea, Ole und mir im Roxy: ….>>Seine Hand streicht kurz über meine Schulter. »Pass auf dich auf«, sagt er noch zu mir, dann geht er ohne ein weiteres Wort und taucht wieder in der Menschenmenge unter.
Leon tänzelt an mich heran. »Wer war das denn bitte?« Er schaut Ole nach.
»Niemand«, sage ich. »Bloß ein Freund von Aidan.« Verstohlen beobachtet Leon jeden von Oles Schritten, der sich weiterhin durch die Menge bewegt, sein Ziel für uns unbekannt. Für meine Begriffe schaut Leon ihm etwas zu intensiv nach.
»Der ist okay«, versuche ich ihn auch gleich zu beruhigen. Seine Augen scheinen direkt auf ihm festgefroren zu sein. Er hört mich nicht einmal. Ich knuffe ihn in die Seite.
»Was?«, fragt er jetzt, doch noch immer löst sich sein Blick nicht.
»Jemand zu Hause?«, rufe ich direkt in sein Ohr. Endlich reißt er sich von Ole los und schaut mir ins Gesicht.
»Sicher«, grinst er wieder ganz normal, so wie ich es von ihm gewohnt bin.<<……

Antwort: Es gibt so viele, die man nennen könnte.
Eine ist: …..>> Seine Augen wandern zu meiner Unterlippe, auf der ich vor Unsicherheit herumknabbere.
»Soll ich dir ein Geheimnis verraten?«, fragt er mich, ohne den Blick von meinen Lippen abzuwenden. Ich bringe nur ein zaghaftes Nicken zustande. »Ich wäre gerne der Erste, der dich küsst.« Seine Augen wandern zu meinen empor und lassen mich tief in ihn hineinschauen. An der Ehrlichkeit seiner Worte habe ich keinen Zweifel. Und ich muss mir eingestehen, dass dieser Typ eine irre sensible Antenne für Zwischenmenschliches besitzen muss, denn in der Tat bin ich noch ungeküsst. Doch will ich tatsächlich, dass ausgerechnet er davon erfährt? Ich schlucke einmal fest. Der Kloß in meinem Hals kribbelt unangenehm.
»Du meinst also …«, beginne ich. Ich muss mich räuspern. »Du glaubst ehrlich, dass …?«, setze ich erneut an, doch wieder versagt mir die Stimme, denn ich kann ganz deutlich Aidans Hand an meiner Hüfte spüren. Heiß läuft es mir den Rücken hinauf. »Also, das ist ja lächerlich«, ist alles, was ich noch zustande bringe. Jede Faser meines Körpers ist angespannt. Meine Mundwinkel zucken unkontrolliert, während ich nach wie vor versuche, seine Behauptung charmant wegzugrinsen. Ihm ist anzusehen, dass er keinem einzigen meiner Worte Glauben schenkt. Provozierend gefährlich nahe kommt er mir. Unsere Münder stoßen kleine warme Atemwölkchen aus, die zu einer gemeinsamen Wolke verschmelzen, bevor sie in den Himmel hinaufziehen. »Du hältst dich wohl für unwiderstehlich, was?« Meine Worte zeigen Wirkung. Aidan hält tatsächlich kurz inne. << …..

Leon: Wie viel echte Iris steckt eigentlich in diesem Buch oder in dem einen oder anderen Charakter?
Antwort: In jedem Buch, in jedem von mir erfundenen Charakter, steckt ein Teil von mir. Die Kunst besteht meines Erachtens darin, sich selbst so gut es geht von diesen Personen zu lösen, und sie ihre eigene Persönlichkeit entfalten zu lassen. Ich mag es, wie Aidan in bestimmten Situationen reagiert, weil er so viel anders ist als ich. Ich liebe es zu beobachten, wie Lea ihre ganz eigene Art und Weise findet, Hindernisse zu überwinden, weil sie eben sie ist und nicht ich.

Leon: Leser sind ja immer etwas neugierig und wollen mehr über die Autorin wissen. Würdest du dich bitte kurz vorstellen?
Antwort: Mein Name ist Iris Fox, ich bin 35 Jahre alt und seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Mein Mann und ich haben gemeinsam eine wundervolle Tochter. Wir leben in der Nähe von Bremen, in einem kleinen Ort namens Syke. Erst 2014 habe ich mit dem Schreiben begonnen. Seitdem hat mich das Fieber gepackt und ich kann einfach nicht mehr damit aufhören.

Claudia: Super. Mich würde noch jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch „Just one dance“ interessieren.
Antwort: „Mir wird klar, gemeinsam können wir alles wagen. Die Welt gehört uns. Wir müssen nur nach ihr greifen.“
Antwort Leon: Ja, das Zitat ist so schööön!

Claudia: Herzlichen Dank für das Interview.



Protagonisteninterview „Just one dance“
Wir befinden uns heute am Parkplatz vor der Schule. Aidan lehnt lässig an seinem zitronengelben Ford Granada, während Lea zielstrebig, aber äußerst nervös auf uns zukommt. Kaum hält sie bei uns an, kann das Interview auch schon beginnen.
Lea: Sorry, wir haben uns in der Lerngruppe etwas in der Zeit verzettelt. Wartet ihr schon lange?
(Die beiden geben sich einen Kuss)
Aidan: Ne, gar nicht. Schön, dass du jetzt da bist.
(Aidan legt Lea seine Hand über die Schulter)
Hallo, danke, dass ihr heute zugestimmt habt dieses Interview mit mir zu führen.
Aidan: Kein Ding. Machen wir doch gerne. Oder?
(Sieht zu Lea, die immer noch versucht ihre Nervosität charmant wegzugrinsen)
Lea: Ja, sicher.

Wie geht es euch heute?
Lea: Oh, gut. Sehr gut sogar. Bin nur ein bisschen nervös. Ist mein erstes Interview.
Aidan: Ja, Süße. Dann kannst du jetzt schon mal üben. Wenn du eine berühmte Tänzerin bist, wird man dich bestimmt öfters interviewen wollen.
(Lea wird knallrot.)
Lea: Na, soweit sind wir ja noch lange nicht.

Könnt ihr uns noch einmal euer allererstes Zusammentreffen zusammenfassen?
Die beiden wechseln amüsierte Blicke miteinander.
Lea: Unser erstes Treffen war eigentlich alles andere als romantisch, oder?
Aidan: Und ob. Mit Romantik hatte das nichts zu tun.
Lea: Willst du erzählen, Aidan?
Aidan: In Ordnung. Ich versuche es mal so grob zusammenfassen: Das war drüben am Volksparkstadion im tiefsten Winter, spät abends. Es war arschkalt in meinem 74er Ford Granada, als ich sah wie drei Scheißkerle Lea vom Fahrrad holten und Abseits drängelten. Was die vorhatten hab ich sofort geschnallt.
Lea: Ja, war nicht schön. Zum Glück warst du da. Keine Ahnung, wie das sonst ausgegangen wäre.
Aidan: Am Ende ist noch einmal alles gut gegangen. Seit dem Abend ging Lea mir jedenfalls nicht mehr aus dem Kopf. Von da an hatte ich sie auf meinem Radar.
(Aidan streicht Lea über die Wange.)
(Interviewerin) Und dann? Habt ihr Nummern ausgetauscht oder wie lief es dann weiter?
Lea: Nummern ausgetauscht? Ne, überhaupt nicht. Am selben Abend noch ist Aidan vor meinem Fenster den Baum heraufgeklettert und hat an die Scheibe geklopft.
Aidan: Ja, klar. Was anderes blieb mir ja nicht übrig. Als ich dich zuhause abgesetzt hatte und weiterfuhr, merkte ich plötzlich, dass ich noch nicht einmal deinen Namen wusste. Handynummer hatte ich auch keine. Mir blieb doch nur der Baum.
(Aidan sieht Lea schelmisch in die Augen.)
Aidan: Der Moment, als du mich dann reingelassen hast, war aber schon romantisch. Nicht wahr?
Lea: Oh, ja! Ich glaube sogar, wenn mein Vater uns nicht dazwischen gekommen wäre, dann hättest du mich noch am gleichen Abend geküsst.
Aidan: Aber selbstverständlich hätte ich das!

Wenn ich euch jetzt getrennt voneinander befragen würde, wie würdet ihr euch gegenseitig beschreiben?
Lea: Sexy, definitiv. Leider weiß er das auch. Manchmal will er mit dem Kopf durch die Wand und stellt auf stur, es braucht dann eine Weile bis man wieder mit ihm reden kann. Aber wenn es hart auf hart kommt, dann kann ich mich immer auf ihn verlassen – und ihm ist es egal, was andere in dem Moment von ihm denken. Was zählt sind wir.
Aidan: Einmalig beschreibt Lea wohl am besten. Kein Mensch kennt mich so gut wie sie. Sie schafft es, dass ich mich bei ihr zuhause fühle. Außerdem riecht sie nicht wie so ne verfi**** Drogerie, wie andere Frauen. Das ist ziemlich cool. Außerdem kämpft sie für ihre Träume. Das gefällt mir.

Was ist denn euer höchstes Lebensziel?
Lea: Aidan denkt jetzt bestimmt ich sage: Tänzerin zu werden, wäre mein höchstes Ziel.
(Die beiden sehen sich in die Augen.)
Lea: Doch ohne ihn an meiner Seite würde die Erfüllung dieses Wunsches mich nicht mehr glücklich machen. Nicht nachdem was wir beide in den letzten Wochen gemeinsam miteinander durchgestanden und erlebt haben.
(Aidan drückt Lea fest an sich, bevor er ihr einen Kuss auf die Stirn drückt.)
Aidan: Ja, Shit! Was könnte ich denn jetzt noch sagen, um das zu toppen?
(Er schaut die Interviewerin fragend an.)
Aidan: Ich versuche am besten erst gar nicht damit mitzuhalten und wünsche mir einfach mal, dass es immer genügend Jägermeister für alle geben wird.
(Lea rollt mit den Augen. Alle lachen.)
Lea: Okay. Das ist so ein typischer Aidan-Kommentar. Damit mussten wir rechnen.

Welche Stolpersteine oder Hoppalas würdet ihr gerne aus eurem Leben beseitigen?
(Alle werden wieder ernster.)
Lea: Die Situation bei uns zu Hause ist nicht einfach. Da würde ich mir schon wünschen, dass meine Eltern sich Hilfe holen. Insbesondere mein Vater.
Aidan: Ja, auch bei uns ist nicht alles perfekt. Aber wir sind auf einem guten Wege. Und gemeinsam kriegen wir das schon hin. Dass mein Vater letztendlich eingelenkt hat und ich den Mut aufgebracht habe, mich ihm zu erklären, hätte ich ohne Lea auch niemals geschafft. Wenn es also etwas gibt, wobei ich sie in der Zukunft unterstützen kann, kann sie auf mich zählen.

Wenn ihr je einen Wunsch frei hättet, für was würdet ihr ihn verwenden?
Lea: Puuh, das ist schwer. Oder meinst du?
(Lea blickt Aidan fragend in die Augen.)
Aidan: Ich bleib beim Jägermeister, wenn ihr einverstanden seid.
(Wir lachen wieder.)
Lea: Gut. Ich nehme dann eine Apfelschorle bitte.

Herzlichen Dank für das tolle Interview.


Textschnipsel






Donnerstag, 14. Dezember 2017

[Blogtourbeitrag] Die Schlage von Essex von Sarah Perry


Herzlich Willkommen beim 4. Tag der Blogtour rund um das Buch "Die Schlange von Essex" von Sarah Perry.

Ich werde euch heute etwas über das Nachtleuchten erzählen. Dieses Thema nimmt einen interessanten Teil des Buches ein, deswegen möchte ich gerne erzählen, wie es zu dem Phänomen kommt und wo man es sehen kann.

Das Phänomen der "hellen Nächte" ist schon seit der Antike bekannt: Plinius der Ältere beschrieb es als "ein Licht, das vom nächtlichen Himmel scheint und die Nacht fast zum Tage macht." Obwohl die Sonne längst untergegangen ist, scheint der Himmel von einem diffusen, leicht grünlichen Licht erfüllt. Dieses ist hell genug, um selbst in mondloser Nacht die Landschaft zu erkennen und sogar eine Zeitung lesen zu können, wie Augenzeugen berichten.

Momentan fehlen die Bereichte über dieses Phänomen, da der Mensch eine
flächendeckende Lichtverschmutzung ausgelöst hat, die die Nächte schon so hell machen, dass das natürliche Phänomen schlicht und ergreifend überdeckt wird. Aber eines ist sicher, es wäre noch hier.

Forscher vermuteten lange, dass Sonnenstürme oder Polarlichter damit zusammenhängen, aber dies konnte nie bewiesen werden, denn das Nachtleuchten kommt zu Zeiten starker wie schwacher Sonnenenergie gleich oft vor. auch konnte keine erhöhte magnetische Aktivität wie bei den Polarlichtern nachgewiesen werden.

Heutzutage vermutet man, dass es sich um einen sogenannten Airglow handelt, denn aus dem Orbit ist ein grünliches Schimmern der oberen Atmosphäre meist immer sichtbar. Dieser Airglow ist nur vom all sichtbar, aber auch damit kann das Nachtleuchten vollständig erklärt werden. 


Das Gewinnspiel
Bitte beantworte täglich die Tagesfrage auf dem jeweiligen Blog als Kommentar und gewinne mit etwas Glück 1 Print "Die Schlange von Essex" von Sarah Perry. 

Die Tagesfrage
Was kannst du als einzelne Person dazu betragen, um das Phänomen des Nachtleuchtens wieder sichtbarer zu machen?Hast du vielleicht schon einmal ein Nachtleuchten beobachtet?



Das Gewinnspiel endet am 19.12.2017 um 24 Uhr. 
Die genauen Teilnahmebedingungen findest du hier:

Es gelten die nachfolgenden Bedingungen zum aktuellen Gewinnspiel.
  • Dieses Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
  • Es besteht keine Verbindung mit Facebook und wird auch nicht von Facebook unterstützt.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird automatisch bestätigt, das man das 18. Lebensjahr erreicht hat und voll geschäftsfähig ist.
  • Teilnehmer unter 18 Jahren müssen eine Erlaubnis haben und auf Nachfrage eine Einverständniserklärung der Erziehungs-/Sorgeberechtigten vorlegen.
  • Die gleichzeitige Teilnahme unter Verwendung von verschiedenen Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und führen zum sofortigen Ausschluss von allen Gewinnspielen.
  • Für die Gewinnspielteilnahme und Rückmeldungen zum Gewinnerhalt gilt ausschließlich folgende Mailadresse
    gewinnspiel@buchreisender.de
  • Im Gewinnfall erklärt sich der Gewinner bereit, seine Daten für den Versand des Gewinns zur Verfügung zu stellen.
  • Gewinner werden in der Regel 3 Tage nach Beendigung des Gewinnspiels öffentlich genannt sowie auf der folgenden Seite veröffentlicht.
  • Daten, die im Gewinnfall weitergegeben wurden, werden nicht für weitere Zwecke entfremdet und 4 Wochen nach Gewinnversand gelöscht.
  • Der Gewinner bestätigt innerhalb von 3 Wochen den Erhalt des Gewinnes.
  • Spätere Einwände, bis zu 4 Wochen nach Gewinnerbekanntgabe, werden lediglich weitergeleitet und in Zusammenarbeit der Verlage, Autoren und Buchreisender.de bearbeitet.
  • Der Gewinnversand erfolgt ausschließlich nach Deutschland,Österreich und der Schweiz.
  • Für den Postweg wird keine Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Dienstag, 12. Dezember 2017

[Blogtourbeitrag] Der Schatz der gläsernen Wächter von Dane Rahlmeyer


Willkommen bei STATION 9 - Dalahan

Gestrandet auf einer Insel, welche zwar Spuren von Zivilisation zeigt, aber doch nur Dschungel zu sehen ist, finden unsere Reisenden Kriss, Lian und die anderen Überlebenden, eine Reihe von mannshohen Steinklötzen, welche sich um die gesamte Insel zu ziehen scheint.
Zudem entdecken sie eine neue Spezies, welche ihnen endlich genaueres über Dalahan erzählen können. 
Scheinbar suchen sie die ganze Zeit über an der falschen Stelle, denn woran unsere Forscher nicht gedacht haben, mit aelonischen Energien kann man ganze Inseln versetzen. 
Die "Kinder der Erde" erzählen ihnen über Dalahan und ihr grausames Schicksal, als auf einmal ihre Widersacher wieder auftauchen und sie zwingen ihnen zu helfen. Als sie endlich mit vereinter Hilfe auf Dalahan ankommen und Dalahan betreten passiert folgendes:


Eine Bewegung am Rande ihres Sichtfeldes ließ sie innehalten. doch es war nur ein Blatt, mit dem der Wind spielte. Dann hörte sie das Knurren. Wie graue Blitze schossen sie aus dem Schatten des Tempels: zehn hüfthohe Gestalten, die ausgemergelt und irre vor Hunger auf vier Pfoten auf sie zu hetzten. speichel troff von gebleckten Zähnen. Dornenhunde!
 Irgendetwas scheint die Insel zu verstecken, doch was es ist, müsst ihr selbst lesen. 

Die Frage, um auf den nächsten Blog zu kommen, erfahrt ihr über diesen Link! Ich wünsche Euch viel Glück bei der Suche nach den Kristallen.
https://docs.google.com/forms/d/1axhfzORn1Be9dfEEDZIpYFrYgJYSRyGtnCdcptQTvJU/

Die heutige Tagesaufgabe findet ihr wie immer in der Gruppe: 
Dalahan – die sagenumwobene Insel, der Stoff aus Legenden und das Ziel von Kriss’ Expedition. Die Stadt ist ein einziges Grabmal über den Wolken und in seinem Herzen wartet...der Schatz. Was ist oder wäre für dich der beste Schatz der Welt? Schreibe oder poste ein Bild als Kommentar unter die Tagesaufgabe (ab 10 Uhr) in der Veranstaltung https://www.facebook.com/events/322759308204250/

Freitag, 1. Dezember 2017

[Blogtourbeitrag Tag 5] Die Schwertfeuersaga von Robert Corvus





Nun, am fünften Tag der Schwertfeuer - Blogtour bin ich an der Reihe, euch etwas zu erzählen und zwar darf ich euch einen Kampf aus meiner Sicht erzählen. Zunächst dachte ich mir interessantes Thema, aber je näher  der Tag rückte, desto mehr kam ich in Stress, denn die Bücher kamen einfach nicht bei mir an. Dank dem Autor Robert Corvus, bekam ich aber dann einen kleinen Einblick in zwei Kämpfe. Einen aus je einem Band und was soll ich sagen, das will ich euch nicht vorenthalten.

Allerdings muss ich gleich vorweg sagen, dass ich die Kämpfe aus meiner eigenen Sicht schreiben werde. Aber dennoch wünsche ich euch viel Vergnügen!

Kampf aus Rotes Gold:
Wir befinden uns am Schimmersee, welcher flache Boote aus Ygôda ans Ufer heranbringt. Die Bewaffnung der Besatzung, welche eindeutig Krieger zu sein scheinen, sind eindeutig Einzelkämpfer, denn Langschwerter und Doppelblattäxte dominieren.

Wurfspeere fliegen uns entgegen, welchen wir aber zum Großteil ausweichen können. Dieses Mal begleiten wir hauptsächlich Eivora in den Kampf, welche aber durch ihre Selbstgespräche meist sehr stark abgelenkt wird. Sie hat bei diesem Kampf kein Schild und auch die Waffe, die sie benutzt scheint nicht ideal zu sein, eine Armbrust.

Im Kampf gegen einen Gegner muss sie einige harte Gegentreffer einstecken. So kracht ein Axtblatt auf ihre linke Schulter, dass sie nur mehr einhändig kämpfen kann, aber zum glück wird sie nicht mit der Schneide getroffen. Eivora kämpft mit Händen und Füßen gegen den übermächtigen Gegner, doch gerade, als sich dieser Siegessicher über sie beugt, spritzt ihr warmes Blut ins Gesicht. Tersten ist es gelungen, dem beinahe zahnlosen Gegner Eivoras seinen Spieß in den Hals zu rammen. Mit einem beherzten Tritt in den Rücken fällt der Hüne auf Eivora, welche sich hiermit retten kann.


Kampf aus Weißes Gold:

Wir befinden uns in Mitten einer einhundert Schritt langen Steinbrücke, welche uns über eine Schlucht führen soll. Alles scheint ruhig, die Aufklärer haben keine Schwierigkeiten entdeckt. Doch dann hören wie ein Zischen, wenig später ein Gepolter und um uns herum versinkt alles in Chaos. Arme und Beine sind aufgerissen, überall Blut. Leute, die den Geschossen ausweichen wollen und dem Abgrund zu nahe kommen, stürzen mit einem lauten Schrei in die Schlucht. Ein überleben derer ist nicht möglich, da sich unter uns nur Steine und Geröll befindet.

Gerade, als wir merken, dass nichts mehr kommt, wir eine Verschnaufpause haben, pflügt ein langer, armdicker Pfeil durch unsere Rotte und ein Mann, dem sofort das Bein abgerissen wird, fällt um wie ein Stein. Der rote Lebenssaft tropft aus ihm, wie Wein aus einem angeschlagenen Fass.

Aber es gibt wichtigeres, als sich um Verletzte zu kümmern, denn das Schwertfeuer ist das Wichtige. Denn die Ochsen, welche das Gefährt ziehen, worauf es festgemacht ist, drohen in den Abgrund zu stürzen, da sie getroffen zum Abgrund taumeln. Der Schutz des Schwertfeuers hat oberste Priorität. Endlich kommt Bewegung in die Gruppe und die Balliste und die Katapulte werden bekämpft, welche vor kurzem noch nicht hier standen, sonst hätten es die Männer gemeldet und uns nicht in die Falle laufen lassen.
Mit Kampfgeschrei "Hammerschlag!", "Sei Hammer, nicht Amboss!" oder "Garallo!" werfen
wir uns in den direkten Kampf, aber auch die Gegner, wenn auch weniger entschlossen versuchen uns zu hindern über diese Brücke zu kommen.
Oft muss in einem Kampf auch zu unlauteren Mitteln gegriffen werden, denn oft muss man einfach die Waffen des Gegners nutzen, um ihn ausschalten zu können. Es ist nicht die feine Art, aber um zu überleben, ist es erlaubt, gegen die Unterkante des Schildes zu treten, um ihm den Eisen verstärkten Rand ins Gesicht zu schleudern. Wenn dann der Schutz nachlässt, muss man seine Möglichkeiten nutzen.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass es besser ist auf Unzulänglichkeiten der Gegner zu achten, als sich in einen Zweikampf zu werfen, denn oft kann man mit einfachsten Mitteln großen Schaden anrichten.


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****** GEWINNSPIEL ******




1 Print der Schwertfeuer-Saga 1: "Rotes Gold"
1 Print der Schwertfeuer-Saga 2: "Weißes Gold"



Was musst Du tun?

Bitte beantworte die Tagesfrage auf dem jeweiligen Blog als Kommentar und verrate uns in einer Mail an gewinnspiel@buchreisender.de mit dem Betreff: Schwertfeuer die Gesamtzahl der in den Beiträgen untergebrachten "Schwerter".
Das Gewinnspiel endet am 04.12.2017 um 24 Uhr

Beantworte die Tagesfrage, die heute heißt:
Welcher Kampf aus den beiden Büchern reißt euch eher mit? Warum würdet ihr mitkämpfen wollen?



Natürlich gibt es auch ein paar Regeln:
  • Dieses Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
  • Es besteht keine Verbindung mit Facebook und wird auch nicht von Facebook unterstützt.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird automatisch bestätigt, das man das 18. Lebensjahr erreicht hat und voll geschäftsfähig ist.
  • Teilnehmer unter 18 Jahren müssen eine Erlaubnis haben und auf Nachfrage eine Einverständniserklärung der Erziehungs/-Sorgeberechtigten vorlegen.
  • Die gleichzeitige Teilnahme unter Verwendung von verschiedenen Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und führen zum sofortigen Ausschluss von allen Gewinnspielen.
  • Für die Gewinnspielteilnahme und Rückmeldungen zum Gewinnerhalt gilt ausschließlich folgende Mailadresse gewinnspiel[at]buchreisender.de
  • Im Gewinnfall erklärt sich der Gewinner bereit, seine Daten für den Versand des Gewinns zur Verfügung zu stellen.
  • Gewinner werden in der Regel 3 Tage nach Beendigung des Gewinnspiels öffentlich genannt sowie auf der folgenden Seite veröffentlicht.
  • Daten, die im Gewinnfall weitergegeben wurden, werden nicht für weitere Zwecke entfremdet und 4 Wochen nach Gewinnversand gelöscht.
  • Der Gewinner bestätigt innerhalb von 3 Wochen den Erhalt des Gewinnes.
  • Spätere Einwände, bis zu 4 Wochen nach Gewinnerbekanntgabe, werden lediglich weitergeleitet und in Zusammenarbeit der Verlage, Autoren und Buchreisender.de bearbeitet.
  • Der Gewinnversand erfolgt ausschließlich nach Deutschland,Österreich und der Schweiz.
  • Für den Postweg wird keine Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mittwoch, 29. November 2017

[Blogtourbeitrag Tag 10] Nachtigall von Thomas Pyczak


Buch- und Geschichtenvorstellung 
„Qué Pasa“


Ich treffe mich heute mit dem Autor Thomas Pyczak, dem Autor von „Nachtigall“ und der Geschichte mit dem prächtigen Mastiff Fabiano.

Es freut mich, dass du heute Zeit hast für dein Buch und die Geschichte „Qué pasa“ zu antworten.

Thomas könntest du uns dein Buch „Nachtigall“ in max. 5 Sätzen beschreiben?
Nachtigall ist meine erste Sammlung von Erzählungen. In jeder Erzählung spielt ein Tier eine Rolle, ein Hund, eine Katze, eine Taube. Sie begegnen Menschen, mal in einer sehr realen Welt, mal einer traumhaften Sphäre. Ich habe das Buch geschrieben, weil ich glaube, dass in der Begegnung mit Tieren ein Schlüssel zu uns selbst liegt. Und das fasziniert mich.

Es sieht so aus als ob du für deine Geschichte „Qué pasa“ noch genauer antworten willst? Aber nur ganz kurz in max. 5 Sätzen.
Es gibt dieses Bild Las Meninas (Die Hoffräulein) von Diego Velasquez, es ist eins der berühmtesten Bilder seiner Zeit. Seitdem ich vor 10 Jahren dieses Bild gesehen habe, wollte ich eine Geschichte darüber schreiben, und so habe ich mir eine Figur aus dem Bild ausgesucht, von der die Geschichte handelt, den Hund. Nachfahren von ihm, zwei Mastiffs, philosophieren über das Bild und werden in dessen bewegte Geschichte, verbunden mit Ruhm und Schande, hineingezogen.

Ich möchte nun etwas genauer auf die Geschichte „Qué pasa“ eingehen. Hast du in dieser Geschichte Lieblingsstellen, welche du uns unbedingt vorstellen möchtest?
Ich mag diese Vorstellung, dass zwei Hunde ein Bild aus dem 17. Jahrhundert interpretieren wie zwei Schüler oder Studenten. Und dass sie all die Auslegungen ihrer Vorfahren heranziehen, die natürlich in Wirklichkeit Ansichten berühmter Kunsthistoriker sind. Ich mag auch die Idee, dass die Hunde sich natürlich als die wichtigsten Figuren in dem Bild begreifen. Sie sind so menschlich.

Themen wie Treue, Liebe und Kunst stehen hier in „Qué pasa“ eindeutig im Vordergrund. Warum diese Themen und liebst du Kunst?
Ja, ich liebe Kunst. Ich finde es famos, wie das Bild aus der Geschichte, Las Meninas, seit Jahrhunderten die Menschen bezaubert. Wie es nicht altert, weil das, was es zeigt, ein ewiges Rätsel ist. So zieht es uns an wie ein magischer Gegenstand.

Wie viel echter Thomas steckt im Buch insgesamt und auch direkt in „Qué pasa“?
Viel. Du hast es schon richtig erkannt, in Qué pasa geht es um meine Liebe für die Kunst. Eigentlich ist es ja ein Vater-Sohn-Gespräch, eine der interessantesten Gesprächsformen, die ich kenne. Nur eben geführt von zwei Mastiffs. Ich liebe Hunde, sie können so lustig sein und so dramatisch. So viel zu Qué pasa. Viele Geschichten in Nachtigall gehen von eigenen Erfahrungen aus. Ich habe die kleine Taube in einem Blumenkasten in Buenos Aires gefunden, ich war auf der Fähre nach Ibiza mit den seltsamen Katzen. Ich war in Florenz, genervt von Moskitos, zum Glück aber nicht so gestraft wie der Held in der Geschichte Moskito.

Was ist dein Lieblingszitat aus der Geschichte?
„Du ermordest, was du liebst?“ „Tut das nicht jeder, irgendwie?“ Aus Lederhosen.

Leser sind auch immer etwas neugierig, willst du dich meinen Lesern noch kurz vorstellen?
Ich bin Thomas Pyczak. Seit 2015 schreibe ich Romane und Erzählungen. Sie kreisen um ein altes Thema, das meiner Meinung nach nie an Aktualität verliert: „Erkenne dich selbst.“ Dafür schicke ich meine Figuren in Abenteuer nach Ushuaia am Ende der Welt, ins betörende Marrakesch oder auf ein überdrehtes Oktoberfest.

Herzlichen Dank für das Interview.

Anytime.

Sonntag, 19. November 2017

[Blogtourbeitrag Tag 7] Tanz der Ikonen von B.D. Winter


Teammeeting
mit Alexander Merahwi, Julian Melnik, Jan Kaminski, Dragon Radic, Bernd Novak, Stella Fuchs und Phil Miller

Gerade erst am Montag war ich an derselben Stelle und drückte ebenfalls auf den Klingelknopf. Heute bin ich wieder hier, auf persönliche Einladung von Herrn Merahwi, ich solle mir einmal seine Art der Arbeit  ansehen und seinem Team über die Schulter blicken. Bei einer solchen Möglichkeit konnte ich  nicht nein sagen. Gleich nach dem Summer betrete ich wieder das Vorzimmer. Diesmal muss ich mich gar nicht anmelden, denn Julian sitzt ebenfalls am Empfang.
"Heute sind wir im Konferenzraum, da ist nämlich mehr Platz als im Büro vom Hai."
Am Besprechungstisch in Merahwis Büro standen zwar auch sechs Stühle, aber der im Konferenzzimmer ist um einiges größer. Hier passen zwölf Personen bequem hin, obwohl wir nur zu acht sind, das Team ist bereits vollständig versammelt. Merahwi begrüßt mich und nimmt an der Stirnseite Platz. Ich will mich an die andere Schmalseite setzen, aber Julian schiebt seine Unterlagen zusammen und klopft auf den Platz neben sich.
"Hier ist es besser, wegen dem Beamer."
Merahwi stellt erst mich und dann reihum alle anderen vor, mit der Tätigkeit, die sie innehaben. Langsam dämmert mir, warum Julian am Montag von einem Spionage-Roman gesprochen hat.
Ich staune nicht schlecht, wie gut Alexander Merahwi seine streitenden und wissbegierigen Schäfchen im Griff hat. Als jeder seine Aufgabe erhalten hat, bitte ich doch noch die eine oder andere Frage stellen zu dürfen.

Ich bin sprachlos, wie gut Sie aufeinander eingespielt sind. Doch kommt mir nach diesem Meeting doch immer mehr der Gedanke an James Bond. Sind Sie schon mal in gefährliche, ausweglose Situationen geraten?
Prompt kichert Jan Kaminski drauf los. "Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie ich mich zu Übungszwecken in den Server der NSA gehackt habe? Und auf einmal sämtliche Alarmsignale losgegangen sind?  Ich hab mir die Finger wund gehämmert, um meine Spuren zu verwischen!"
"Oh ja, und wir holten Stella aus ihrer Karatestunde!" Phil hält sich den Bauch vor Lachen. "Da hat sogar Dana die Nerven geschmissen, weil sie dich nicht erreichen konnte."
Dragan bläst seinen überlangen Pony zur Seite und starrt an mir und Julian vorbei Jan an, als hätte der gerade den Oscar gewonnen. "Du warst echt im Server von der NSA?"
Stella hingegen macht auf cool: "Und während ihr Muffensausen kriegt und ich mit hängender Zunge im Büro ankomme, führt der Chef die Amis seelenruhig durchs obere Stockwerk und lässt sie die Computer auseinander nehmen."
"Selbstverständlich erst nachdem Herr Kaminski die heiklen Server abgetrennt hat. Genau für solche Situationen haben wir einen mit unproblematischen Daten in diesem Stockwerk stehen", erläutert Merahwi.
"Und während die Amis auf Stasi machen, hält er ihnen eine Vorlesung über Datenschutzgesetze, als ob die Daten auf diesem Server nicht ohnehin alle gefaket wären."
"Wir können nicht zulassen, dass Daten unserer Klienten in fremde Hände fallen. Schon gar nicht in die eines Geheimdienstes."
Julians Augen glänzen ehrfürchtig. "Wie habt ihr es geschafft, dass sie das untere Stockwerk nicht entdecken?"
"Ganz einfach." Bernd Novak spricht nicht viel, aber wenn er den Mund aufmacht, tut er das mit dem Selbstbewusstsein des Wirtschaftsuni-Absolventen. "Das läuft offiziell auf ein anderes Unternehmen. Da habe ich drei Strohfirmen dazwischengeschaltet."

Wie weit würden Sie alle gehen, um ein Kunstwerk zu finden, was scheinbar verloren scheint?
"Sollen wir das jetzt wirklich sagen?" Jan sieht zweifelnd zu Merahwi. Als der zustimmend nickt, erklärt er jedoch freimütig: "Das Hacken ist der lustigste Teil an dem Job. Es macht tierisch Spaß, die Oberschlaumeier auszutricksen, die ihre Systeme für ach so sicher halten."
"Stimmt", brummt es links von mir, ausnahmsweise mal ohne multimediale Aufbereitung. "Wenn die Datenschützer spitz kriegen, wo ich überall Bildmaterial herhole, kriegen sie nicht einen Herzinfarkt, sondern zehn."
"Die Devise heißt, nicht erwischen lassen", bestätigt auch Phil. Hätte ich nicht bereits das Buch gelesen, hätte ich keinen blassen Schimmer, welche Gesetze er bricht, so unschuldig schaut er mich mit seinem Dackelblick an. Bernd nickt gewichtig und fährt dabei unbewusst mit dem Kugelschreiber die Zahlenkolonnen entlang, die sein Handout ausfüllen.
"Ich bin zu allem bereit, außer einem Mord. Obwohl es mich bei machen Typen schon in den Fingern juckt."
"Bei manchen? Sag uns lieber, bei wem nicht, Stella."
"Klappe, Einstein!"
"Das würde dir so passen."
"Ihr Schreibtischhelden könnt auch nur blöd reden!"
"Ist die immer so?", will ich von Julian wissen.
"Fast immer. Gefreite Fuchs, Direktimport aus dem Dschungelcamp", flüstert er zurück.
"Was gibt es jetzt wieder zu meckern, Doc?"
"Gar nichts." Merahwi gibt mir ein Zeichen. "Ihre nächste Frage, bitte."
Oh je, die ist doch erst recht Sprengstoff! Ich druckse ein wenig herum, dann stelle ich sie doch:

Würden Sie, wenn es dem Auftrag zuträglich ist, jemanden aus der Gruppe oder den Auftraggeber opfern, um ans Ziel zu kommen?
"Nein", kommt es wie aus der Pistole geschossen.
"Nein???" Alle Jungs mit Ausnahme von Merahwi sehen Stella an, als wäre sie ein Alien.
"Glaubt ihr, ich lass euch Schlappschwänze hängen?"
"Niemand wird aufgegeben", erklärt auch Merahwi. "Kein Auftrag kann wichtiger sein als jeder Einzelne in diesem Team."
"Wir sind eine total liebevolle Familie. Schräg, aber liebevoll, nicht wahr, Herzchen?" Jan grinst Stella an, und die wirft ihm einen Blick zu, der mich eher an Brudermord denken lässt als an eine Kuschelgang.

Lieben Sie alle Kunst oder eher die Aufregung hier immer scheinbar Aktion zu haben?
"Kunst ist was für unseren Picasso." Stella gibt Phil einen Ellbogencheck. "Und für den Hai. Sorry, Chef." Merahwi winkt beruhigend ab, anscheinend kann er mit seinem Spitznamen gut leben. "Ich bin wegen der Action dabei. Ein Schreibtischjob wäre nichts für mich."
"Worauf wir nie im Leben gekommen wären, Herzchen."
"Ich könnte auf die Action gut verzichten", gesteht Julian. "Mir ist die in Spionagethrillern lieber."
"Deswegen hängst du auch in Bibliotheken rum, Doc, und ich kümmere mich ums Grobe."
Ich frage Stella jetzt lieber nicht, was das Grobe ist, bevor ich auch noch in ihre Schusslinie gerate.

Wie schmutzig könnte Ihr aktueller Fall werden? Gibt es schon Tendenzen?
"Je sauberer sie aussehen, desto schmutziger sind sie meistens", meldet sich Bernd zu Wort. Diese Aussage hätte ich eher von Stella als vom Finanzexperten erwartet, aber schon schlägt sie in dieselbe Kerbe:
"Richtig dreckig sind die, die eine Krawatte tragen. Die haben keine Skrupel."
Julian kritzelt gedankenverloren Haie auf seinen Block, er ist sich wahrscheinlich nicht einmal bewusst, dass auch er einen Schlips um den Hals hat. Bernd übrigens auch. Was sagt das jetzt über das Team aus?
Merahwi hat meinen nachdenklichen Blick bemerkt und schmunzelt mich hintergründig an. "Im Endeffekt will jeder gewinnen. Wie schmutzig es wird, lesen Sie nächstes Jahr."
"Sie haben unterschrieben?" Julian hält es nicht mehr auf dem Stuhl. "Der Vertrag mit B.D. Winter ist ausverhandelt, wir bekommen ein zweites Buch?"
"So ist es, Julian. An die Arbeit, Herrschaften. Wir haben einen Fall zu lösen."