Mittwoch, 29. November 2017

[Blogtourbeitrag Tag 10] Nachtigall von Thomas Pyczak


Buch- und Geschichtenvorstellung 
„Qué Pasa“


Ich treffe mich heute mit dem Autor Thomas Pyczak, dem Autor von „Nachtigall“ und der Geschichte mit dem prächtigen Mastiff Fabiano.

Es freut mich, dass du heute Zeit hast für dein Buch und die Geschichte „Qué pasa“ zu antworten.

Thomas könntest du uns dein Buch „Nachtigall“ in max. 5 Sätzen beschreiben?
Nachtigall ist meine erste Sammlung von Erzählungen. In jeder Erzählung spielt ein Tier eine Rolle, ein Hund, eine Katze, eine Taube. Sie begegnen Menschen, mal in einer sehr realen Welt, mal einer traumhaften Sphäre. Ich habe das Buch geschrieben, weil ich glaube, dass in der Begegnung mit Tieren ein Schlüssel zu uns selbst liegt. Und das fasziniert mich.

Es sieht so aus als ob du für deine Geschichte „Qué pasa“ noch genauer antworten willst? Aber nur ganz kurz in max. 5 Sätzen.
Es gibt dieses Bild Las Meninas (Die Hoffräulein) von Diego Velasquez, es ist eins der berühmtesten Bilder seiner Zeit. Seitdem ich vor 10 Jahren dieses Bild gesehen habe, wollte ich eine Geschichte darüber schreiben, und so habe ich mir eine Figur aus dem Bild ausgesucht, von der die Geschichte handelt, den Hund. Nachfahren von ihm, zwei Mastiffs, philosophieren über das Bild und werden in dessen bewegte Geschichte, verbunden mit Ruhm und Schande, hineingezogen.

Ich möchte nun etwas genauer auf die Geschichte „Qué pasa“ eingehen. Hast du in dieser Geschichte Lieblingsstellen, welche du uns unbedingt vorstellen möchtest?
Ich mag diese Vorstellung, dass zwei Hunde ein Bild aus dem 17. Jahrhundert interpretieren wie zwei Schüler oder Studenten. Und dass sie all die Auslegungen ihrer Vorfahren heranziehen, die natürlich in Wirklichkeit Ansichten berühmter Kunsthistoriker sind. Ich mag auch die Idee, dass die Hunde sich natürlich als die wichtigsten Figuren in dem Bild begreifen. Sie sind so menschlich.

Themen wie Treue, Liebe und Kunst stehen hier in „Qué pasa“ eindeutig im Vordergrund. Warum diese Themen und liebst du Kunst?
Ja, ich liebe Kunst. Ich finde es famos, wie das Bild aus der Geschichte, Las Meninas, seit Jahrhunderten die Menschen bezaubert. Wie es nicht altert, weil das, was es zeigt, ein ewiges Rätsel ist. So zieht es uns an wie ein magischer Gegenstand.

Wie viel echter Thomas steckt im Buch insgesamt und auch direkt in „Qué pasa“?
Viel. Du hast es schon richtig erkannt, in Qué pasa geht es um meine Liebe für die Kunst. Eigentlich ist es ja ein Vater-Sohn-Gespräch, eine der interessantesten Gesprächsformen, die ich kenne. Nur eben geführt von zwei Mastiffs. Ich liebe Hunde, sie können so lustig sein und so dramatisch. So viel zu Qué pasa. Viele Geschichten in Nachtigall gehen von eigenen Erfahrungen aus. Ich habe die kleine Taube in einem Blumenkasten in Buenos Aires gefunden, ich war auf der Fähre nach Ibiza mit den seltsamen Katzen. Ich war in Florenz, genervt von Moskitos, zum Glück aber nicht so gestraft wie der Held in der Geschichte Moskito.

Was ist dein Lieblingszitat aus der Geschichte?
„Du ermordest, was du liebst?“ „Tut das nicht jeder, irgendwie?“ Aus Lederhosen.

Leser sind auch immer etwas neugierig, willst du dich meinen Lesern noch kurz vorstellen?
Ich bin Thomas Pyczak. Seit 2015 schreibe ich Romane und Erzählungen. Sie kreisen um ein altes Thema, das meiner Meinung nach nie an Aktualität verliert: „Erkenne dich selbst.“ Dafür schicke ich meine Figuren in Abenteuer nach Ushuaia am Ende der Welt, ins betörende Marrakesch oder auf ein überdrehtes Oktoberfest.

Herzlichen Dank für das Interview.

Anytime.

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