Freitag, 18. August 2017

[Blogbeitrag] Em Evol von Anne Steen


Protagonisteninterview

Ich treffe mich heute zu einem Interview mit Rosalind Sophia Coleman und William Harold King.

Danke, dass ich heute vorbeikommen durfte um euch ein paar Fragen zu stellen.
Rosalind: Wir haben zu danken.
William lächelt sein All-American-Boy-Lächeln.

Woher kennt ihr beiden euch eigentlich?
William schaut zu Rosalind: Wir kennen uns eigentlich schon ewig. Wir waren noch Kinder.
Rosalind: Du warst sechzehn und warst mit meiner Schwester zusammen.
William schaut ein wenig gequält.
Rosalind: Was hast du?
William: Ich rede nicht gerne über diese Zeit.
Rosalind zuckt mit den Schultern: Ob wir drüber reden oder nicht, es ist wie es ist. Du warst der Freund und dann der Ehemann meiner Schwester.
William: Ich wünschte, es wäre anders.
Rosalind: Wie denn?
William greift nach ihrer Hand: Dass ich immer nur Augen für dich hatte.
Rosalind lächelt: Es ist doch gut, dass du jetzt nur noch Augen für mich hast.
William zieht ihre Hand an seine Lippen: Immer nur.

Rosalind und William, würdet ihr euch gegenseitig ganz kurz beschreiben?
Rosalind: Sein Ego ist schon groß genug.
William lacht: Die Wahrheit kann man sagen.
Rosalind: Na gut, er sieht ganz gut aus.
William zieht die Stirn kraus: Ganz gut?
Rosalind: Passabel, würde ich sagen.
William greift sich an die Brust: Das tut weh.
Rosalind schmunzelt: Was hast du erwartet?
William: Dass ich der bestaussehendste Mann bin, den du je gesehen hast. Ein wahres Gottesgeschenk.
Rosalind: Das ist doch ein wenig übertrieben.
William: Keineswegs. Und das weißt du auch.
Rosalind: King William mal wieder?
William grinst: Das weißt du doch, Sweetheart.
Rosalind: Und wie sehe ich aus?
William: Du, meine Liebste, bist ein wahrer Augenschmaus. Ich liebe deine roten Haare.
Rosalind empört: Kastanienbraun!
William lacht: Meinetwegen auch das, wenn es dich glücklich macht.

Glaubt ihr an Liebe auf den ersten Blick?
Rosalind: Ich ja.
William: Ich glaube an Liebe auf den ersten Blick, aber manchmal lässt die Sehkraft einen im Stich und erst, wenn einem die Augen geöffnet werden, sieht man richtig.

Wie war es für dich Rosalind, als William heiratete und schließlich in den Krieg musste?
Rosalind: Der Tag seiner Hochzeit war der schlimmste Tag meines Lebens. Zumindest dachte ich das. Nicht nur wegen der Heirat an sich, sondern auch, weil er am nächste Tag in diesen grausamsten aller Kriege ziehen musste, der so eine dermaßene Verschwendung von Menschenleben war. Ich habe mir solche Sorgen gemacht. Jeden Tag, nein, jede Sekunde. Immer habe ich nach Informationen gesucht, was gar nicht so leicht war, weil alle behauptet haben, dass ich noch zu klein sei. Dieses ganze Halbwissen war schlimmer, als einmal die Wahrheit zu hören.
William: Das habe ich gar nicht gewusst.
Rosalind: Ich habe so oft an dich gedacht.
William: Ich bin froh darüber.

Wie verbrachtest du, Rosalind, diese Zeit hier in Indiana, bzw. woher nahmst du, William, die Kraft in dem Krieg drüben in Europa in den Schützengräben nicht aufzugeben?
Rosalind: Das Leben zu Hause ging weiter. So grotesk das auch anmutet, aber für die meisten war der Krieg so weit weg. Ich habe stricken gelernt, um auch einen Beitrag zu leisten. Einen kleinen zwar nur, aber ich war ja auch erst elf. Aber die Idee, dass unsere Jungs kalte Füße haben, hat mich traurig gemacht. Neben allem anderen war das etwas, was ich ändern konnte. Zumindest für ein paar der Soldaten.
William: Ich denke nicht gerne an die Zeit zurück. Bevor du wieder sagst, es ist wie es ist, auch wenn wir nicht drüber sprechen, Rosie, lass mich ausreden. Ich rede nicht gerne darüber, weil der Krieg dir alles nimmt, was dich ausmacht. Du bist nicht mehr du selbst, sondern nur noch ein Soldat, der funktionieren muss. Die Menschlichkeit wird einem genommen. Krieg ist grausam, und um ihn zu überleben, muss man sich selbst verleugnen. Alle Empathie, alle Gefühle, alle Gedanken muss man ausstellen. Man wird zu einer simpleren Version von sich selbst. Einer Version, die ums Überleben kämpft. Und dann heißt es, sie oder ich. Das ist kein Mensch auf den ich stolz bin.
Rosalind: Aber du kannst stolz auf dich sein.
William schüttelt den Kopf: Nein, Rosie, Krieg ist nichts, worauf man jemals stolz sein kann.

Ist es wichtig für euch immer einen Anker zu Hause zu wissen?
William: Der Gedanke an meine Familie zu Hause ist das, was mich überleben ließ.
Rosalind: Ich habe das so noch nicht erlebt, bin ohne Anker losgezogen. Aber ich glaube, dass Wissen, das da jemand ist, der dich über alles liebt, der dir einen Grund zum Leben gibt, macht einen stark.

Glaubt ihr an die Macht der Veränderung oder sollte man alles nach dem alten Frauen- und Weltbild weiter betrachten und danach gelebt werden?
Rosalind: Papperlapapp. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
William: Ich bin froh, dass Rosie so ist. Aber ehrlich muss ich sagen, vorher dachte ich, dass Frauen mit diesem Rollenbild zufrieden sind. Dass es das ist, was sie wollen. So kannte ich es bei meiner Mom, bei Bekannten und Verwandten. Und auch Maura hat mir nie gesagt, dass sie was anderes tun will. Erst Rosie hat mir die Augen geöffnet. Und ich bin froh, weil ich dann auch nicht in eine starre Rolle gepresst werde. Wir sind Partner.
Rosalind: Das hast du schön gesagt.
William: Ich bin halt der Beste.
Rosalind: Dein Ego ist unglaublich.
William zeigt sein All-American-Boy-Lächeln: Deswegen liebst du mich.

Was sind eure Wünsche, für die Zukunft und habt ihr vielleicht schon Pläne diese umzusetzen?
Rosalind: Ich habe viele, viele Pläne.
William: Ach? Du hast Pläne? Komme ich in denen auch vor?
Rosalind: Vielleicht.
William: Nur vielleicht?
Rosalind: Mein Plan mit dir ist, für immer glücklich zu sein.
William streichelt ihre Hand: Das ist auch mein Plan.
Rosalind: Aber beruflich habe ich auch Pläne! Ich will BioKing erfolgreich machen.
William: Da habe ich keinerlei Zweifel dran.
Rosalind: Du bist süß.
William: Ich bin super männlich und super stark.
Rosalind verdreht die Augen: Das auch. Aber auch süß.

Ich danke euch für das sehr interessante Gespräch und hoffe, dass sich alles eure Wünsche für die Zukunft erfüllen werden.
William: Ich danke dir, Schätzchen.
Rosalind: Vielen Dank!


Freitag, 11. August 2017

[Coverinterview] Das Gift der Schlange von Barbara Drucker

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Nach dem Titel.

Hattest du eine genaue Vorstellung, was sich auf dem Cover befinden sollte?
Ursprünglich wünschte ich mir eine Schlange, die sich um einen Degen windet, das ließ sich mit Stockfotos aber nicht realisieren. Mir war der Degen als Attribut des Marchese extrem wichtig, und ich briefte Alexander Kopainski sehr sorgfältig in Bezug auf das Genre und die Atmosphäre. In der Gestaltung ließ ich ihm aber weitgehend freie Hand, denn ein guter Designer kommt auf Ideen, die einem Autor nicht einmal im Traum einfallen ;-) Natürlich stimmten wir uns zwischendurch immer wieder ab und er baute Vorschläge von mir ein. Die Mauer im Hintergrund zum Beispiel oder den Mörser.

Welche Bedeutung haben für dich die Schlangen, das Schwert und der Mörser auf dem Cover?
Der Degen ist das Attribut des Marchese, der Mörser das der Gräfin, die ja auch Heilkundige und Giftmischerin ist. Die Schlangen stehen für den Geheimbund, den Schlangenorden, dessen Mitglieder die Große Schlange verehren. Historische Genauigkeit war mir vor allem beim Degen wichtig, dieses Stockfoto suchte ich selbst. Es ist ein Hofdegen, die Waffe, mit der der Marchese ficht.

Wolltest du etwas Besonderes mit dem Cover ausdrücken?
Der Marchese hat ja viele Gegenspieler, die Gräfin ist aber eine der wichtigsten, und diese Konstellation wollte ich zeigen. Gift und Degen sind zwei starke Waffen, die Schlangen sind gefährlich und allgegenwärtig. Mir war die dunkle, geheimnisvolle und latent gewalttätige Stimmung wichtig. Es ist eine sehr dynamische Geschichte, kein Kuschelroman ;-) Trotzdem sollte es unbedingt ästhetisch sein und keine Blutorgie und nicht reißerisch werden.

Gift und Schlange…. Diese Wörter kommen beide auch im Titel und auf dem Cover vor. Haben diese eine besondere Bedeutung in deiner Geschichte?
Ich mag subtile Wortspiele und Mehrdeutigkeiten. Die Schlange kann die Gräfin sein, dann ist es auch das Gift, mit dem sie ins Geschehen eingreift. Steht die Schlange jedoch für den Orden, dann sind das Gift die Geheimnisse und Intrigen. Beides verdichtet sich in einer Schlüsselszene.

Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, welche das Buch und auch das Cover perfekt wiederspiegelt?
Ich habe mehrere Lieblingsszenen. Eine davon ist auf jeden Fall die große Konfrontation zwischen Marchese und Gräfin und ihr Versuch, ihn zu vergiften.

Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du heute noch etwas ändern wollen?
Ich bin ganz verliebt in dieses Cover! Ein winziges Detail bei den Schlangenwindungen ließ ich für den zweiten Band ändern, aber ich glaube, außer mir fällt das niemandem auf ;-)

                  

[Buchvorstellung einmal anders] Das Gift der Schlange von Barbara Drucker

Ich treffe mich heute mit Riccardo Visconti Marchese della Motta um mit ihm über das Buch „Das Gift der Schlange“ von Barbara Drucker zu sprechen.

Herzlichen Dank, dass Sie heute Zeit für mich haben die Fragen bezüglich des Buches zu beantworten.
Ich danke Ihnen für diese Einladung! Korrespondenz zu führen gehört für einen Mann meines Standes zu den täglichen Beschäftigungen, doch ich habe leider viel zu selten Gelegenheit, mich über Bücher auszutauschen.

Wie würden Sie das Buch „Das Gift der Schlange“ in max. 5 Sätzen beschreiben?
Das Buch ist eine Tour de force durch die gewaltigsten Gefühle. Es zeigt auch die Schattenseiten des Heldentums, die Einsamkeit, das überlebensnotwenige Misstrauen und die Ruhelosigkeit, Bedingungen, unter denen Liebe nur mit einem sehr starken Partner möglich ist. Überhaupt wimmelt es darin an starken Charakteren, sie zu unterschätzen wäre absolut tödlich. Man hört als Leser die Degen klirren, stemmt sich selbst gegen die Klingen oder flieht mit mir außer Atem über Hintertreppen oder durch Geheimgänge. Man taucht ein in eine faszinierende Zeit, die viel spannender ist, als in Schulbüchern beschrieben.

Welches ist ihre Lieblingsstelle in diesem Buch, welche sie uns unbedingt vorstellen möchten?
Wie soll ich Ihnen die Stelle nennen, ohne allzu viel zu verraten? Mir mangelte es nie an der Gesellschaft schöner Frauen, doch die eine zu finden, die ich nicht nur verführen, sondern tatsächlich lieben kann, war ein Privileg, an das ich längst nicht mehr glaubte. Am liebsten erinnere ich mich an die Nacht, in der wir uns gegenseitig unsere Liebe gestanden. Und ja, sie fand in ihrem Schlafzimmer statt ;-)

Die Themen rund um Politik, Macht und Liebe zur Zeit der Wittelsbacher sind sehr interessant, warum wählte die Autorin ausgerechnet diese Zeitepoche?
Zunächst einmal muss ich klarstellen, dass es in dem Roman nicht um die Wittelsbacher geht, lediglich der ermordete Gemahl einer Prinzessin entstammt diesem Geschlecht. In welchem  Fürstentum die Ereignisse stattfinden und welchem Adelsgeschlecht die Beteiligten angehören, lässt die Autorin auf meine Bitte hin im Dunkeln. Die Epoche ist der Mehrheit wahrscheinlich als Vorabend der Französischen Revolution bekannt, literarisch Gebildeten als die Goethe- und Schillerzeit. Barbara Drucker beschäftigte sich intensiv mit Schiller und war als Literaturwissenschaftlerin fest in dieser Periode verankert. Zum einen minimierte das den immer noch erheblichen Rechercheaufwand, zum anderen findet sie diese Zeit aber auch ungemein interessant. Ich kann das verstehen: In Europa gärt es, das Bürgertum verlangt nach Mitsprache, und die Festen des Adels wanken. Die Menschen beginnen, sich von religiösen Dogmen zu lösen und ihre Vernunft zu gebrauchen, Literatur und Philosophie tragen reiche Früchte. Wir glaubten an den Fortschritt, an das Gute im Menschen und an das Individuum. In dieser Zeit wurden die Grundlagen für Ihre heutige Gesellschaft gelegt.

Steckt in der Geschichte oder in dem einen oder anderen Protagonisten sogar ein wenig echte Barbara?
Am meisten Barbara steckt sicherlich in mir selbst, aber auch in die Gräfin von Rostow gingen wesentliche Anteile ihrer Persönlichkeit ein. Auch den verschmitzten Humor meines Dieners erkenne ich an ihr wieder. Die Versöhnung von Emotion und Vernunft spielt für sie eine große Rolle und ist neben der Frage, welchen Partner ein starker Charakter an seiner Seite braucht, der heimliche Leitgedanke dieses Bandes. Nur in zwei Punkten sind wir grundverschieden: Was körperliche Ertüchtigung anbelangt ist sie äußerst faul,  und ihr Mut erstreckt sich nicht auf physische Bedrohung. Tollkühn muss nur ich sein ;-)

Was ist Ihr Lieblingszitat im Buch, welches es auch am besten beschreibt um was es darin geht?
Es stammt aus einem Wortwechsel zwischen mir und meinem Diener:  "Du würdest dich für die Liebe entscheiden? Liebe, Giacomo, Liebe ist nur eine Illusion." Mittlerweile weiß ich, dass ich unrecht hatte ;-)

Leser sind immer auch neugierig. Wie würden Sie Barbara Drucker meinen Lesern und Leserinnen beschreiben?
Was sie macht, macht sie leidenschaftlich und ganz, sie brennt für eine Sache. Sie stellt hohe Ansprüche an sich selbst und ihre Umwelt, umgibt sich gerne mit schönen Dingen und hat einen unbändigen Spieltrieb.

Herzlichen Dank für das Gespräch!


Montag, 7. August 2017

[Buch] 5.Buch im August: Der Fischer und die Königin von Andreas Otter



Der historischen Roman "Der Fischer und die Königin" wurde von Andreas Otter verfasst und erschien bereits 2015.


Die Tänzerin Inet-Amun und Hori verlieben sich unsterblich ineinander, doch das Schicksal hat anders mit ihnen vor. Während Hori, wegen einer Kneipenschlägerei mit Todesfolge, verhaftet wird, muss sich Inet-Amun damit auseinandersetzen, dass sie von Ramses II. höchstpersönlich dazu auserkoren wurde seine Königin unter dem Namen Nefertari zu werden. Wird die wahre Liebe siegen?


Dem Autor gelingt ein Buch, welches einem in die Zeit des Alten Ägypten mitreißt. Eine Zeitreise der Sonderklasse, welche uns in die Machenschaften zur Zeit des wohl längst regierenden Herrschers der damaligen Zeit, Ramses II.
Man bekommt ein Gefühl dafür, wie die Pharaonen damals regiert und wie sie sich das genommen hatten, was ihnen ihrer Meinung zustand, ohne auf die Meinung ihres Gegenübers zu hören.
Sehr gut konnte man sich in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen, die dieses Verlangen nach durchbrechen der starren Regeln probieren und sich über gewisse Gesetzmäßigkeiten hinweg setzen wollten.
Eines kann gleich vorweg gesagt werden, im Vordergrund der Geschichte steht eindeutig die sehr schwierige Dreiecksbeziehung zwischen Hori, Nefertari und Ramses. Wobei Hori als kein Mitglied der königlichen Familie auf jeden Fall am meisten zu verlieren hat, da alles was königliches Blut tat auch richtig ist und so hingenommen werden sollte.
Der Sprachstil und die Wortwahl waren einfach super gewählt. Man konnte von der ersten Seite weg in das Geschehen eintauchen und die Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen, Wendungen und Geschehnissen miterleben und mit den Charakteren eine Reise durch antike Ägypten machen. Auch die Zerrissenheit, welche dargestellt wurde, zwischen Dienstbeflissenheit und hingebungsvoller Liebe war so beschrieben, dass man ab und zu der Meinung war, einfach die Charaktere an der Hand zu nehmen und einmal kräftig zu umarmen, um ihre Kraft und Stärke, die sie immer zeigen mussten zu stärken.


Jeder, der sich gerne einmal auf die Reise ins Alte Ägypten machen möchte, sollte auf jeden Fall auch zu diesem Buch greifen, denn schöner kann eine Reise nach Ägypten nicht sein (außer man fährt direkt hin.) Erleben sie die Geschichte von Hori, dem Fischer und Inet-Amun, der Tänzerin und späteren Königin Nefertari.

Sonntag, 6. August 2017

[Wusstest du?] Ramses II.











[Buchvorstellung einmal anders] Der Fischer und die Königin von Andreas Otter

Heute treffe ich mich mit Andreas Otter, dem Autor des Buches „Der Fischer und die Königin“, um ihn ein bisschen über sein Werk auszufragen und euch dieses Werk nahe zu bringen.

Hallo, und herzlichen Dank, dass du dich heute meinen Fragen zu deinem Buch stellst!
Hallo Claudia, sehr gerne. Ich danke dir für dein Engagement.

Kannst du dein Buch gleich einmal zu Beginn in max. 5 Sätzen meinen Lesern vorstellen?
Es geht um eine epische Liebe zwischen einem Fischer und einer Tänzerin, die aber den Pharao heiraten muss und daher zunächst unerreichbar für Hori, den Fischer wird. Doch die beiden versuchen, ihre Liebe abseits aller Augen zu führen, auch, wenn sie ihr Leben aufs Spiel setzen.
Es ist aber auch eine Geschichte, die Ramses II. und das alte Ägypten in seiner Blütezeit zeigt.

Wie kam es dazu, dass du dein Buch im alten Ägypten zurzeit von Ramses spielen lässt?
Ich war einige Male in Ägypten und interessiere mich schon seit meiner Kindheit für diese Epoche. Sie fasziniert mich. Daher musste ich nicht ganz so viel recherchieren, als wenn die Geschichte in einer anderen Zeit spielen würde.

Hast du eine absolute Lieblingsstelle im Buch, die du den Lesern gerne hier und jetzt vorstellen möchtest?
Meine Lieblingsstelle ist die, in der Nefertari endlich vor ihrem Gemahl ausbricht und ihm alles an den Kopf wirft. Ich finde diese Stelle übertragbar für alle Beispiele, in der ein Mensch sich nach Jahren endlich von einer Art Beziehungsfessel löst.

Hast du in das Buch oder in deine Charaktere sehr viel echten Andreas eingebaut? Oder anders gefragt: Wie viel echter Andreas steckt in deinem Buch und in deinen Hauptprotagonisten?
Schwierige Frage. Wenn, dann würde ich die meisten Anteile bei Hori sehen. Er unternimmt alles, um die Liebe seines Lebens aufrecht zu erhalten, auch wenn er dabei gegen den mächtigsten Menschen der Welt agieren muss (ob er es wirklich tut, wird hier nicht beantwortet). Und er glaubt an seine Träume.

Willst du uns noch dein absolutes Lieblingszitat aus dem Buch vorstellen?
»Tausend mal tausend Tage werde ich deine Augen von meinen sehen. «

Und nun noch zu dir. Möchtest du dich noch ganz kurz meinen Lesern in eigenen Worten vorstellen?
Ich möchte mit meinen Geschichten die Herzen der LeserInnen erreichen. Wenn so etwas gelingt, ist es für einen Autoren das Größte.

Herzlichen Dank für das Interview und den Einblick in das Buch.
Sehr gerne, ich bedanke mich bei dir.



[Coverinterview] Der Fischer und die Königin von Andreas Otter

Meine erste Frage heute ist:  Wann kam das Cover,  vor oder nach dem Titel?
Eindeutig danach. Durch den Titel wusste ich, was ich zumindest in etwa auf dem Cover haben möchte. Es hat die Arbeit wesentlich erleichtert.

Hattest du eine genaue Vorstellung, was sich alles auf dem Cover befinden sollte?
Nur ungefähr, genaue Vorstellungen nicht. Meine Coverdesginerin Claudia Toman hat dann dieses wunderbare Bild kreiert und damit genau das geschaffen, von dem ich noch heute begeistert bin.

Welche Bedeutung hat für dich Ägypten im Allgemeinen?
Eine sehr hohe. Es ist einer der Ursprünge unserer Zivilisation. Durch die Grabanlagen dort zu gehen ist wie eine Reise durch die Zeit. Es fasziniert mich noch heute.

Die Farbkombinationen sind sehr harmonisch, aber warum wurde es rot eingefasst?
Es wirkt nur in der createspace-Version rot, es ist in Wirklichkeit Orange. Nun ist BoD der Taschenbuchhersteller, und nun erstrahlt es auch im ursprünglichen Orange.

Es sind ja auch verschiedene Kartuschen und Hieroglyphen auf dem Cover. Möchtest du uns ihre  Bedeutung erklären und was sie mit dem Buch verbinden?
Gerne. Die Kartusche rechts oben ist der Name Nefertaris, genau übersetzt: Nefertirimeritenmut . Königsnamen (oder Kartuschen) wurden in ovalen Rahmen abgebildet. Die Variation links ist ein Ausschnitt eines Textes aus ihrem Grab im Tal der Königinnen.

Wolltest du mit dem Cover etwas Bestimmtes ausdrücken?
Auf jeden Fall Originalrelikte in Form von Malereiausschnitten oder Hieroglyphen. Dass das Bildnis Nefertaris den Mittelpunkt darstellt, ist natürlich eine schöne und passende Variation.

Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene in deinem Buch, welches auch das Cover wiederspiegelt?
… Die Zeit des Wartens schmolz zu einem Nichts, löste sich auf und schrumpfte zu diesem einen Augenblick. Nefertari küsste Horis Hände und umfasste seine Wangen. Sie spürte das unermessliche Glück, das in ihren Körper schlich, fühlte, wie ihre Tränen herabrannen und sie alles um sich herum vergaß. »Du siehst müde aus, mein Geliebter.«


Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du heute noch etwas ändern wollen?

Nein, ich liebe es so, wie es ist.