Freitag, 27. Juli 2018

[Autoreninterview] Mitternachtsklänge von Ava J. Thorne



Autoreninterview 
Ava J. Thorne 



Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?

Gerne. Ich bin Cornelia, 30 Jahre und Mama von 4 Kindern (3 Mädchen und 1 Babyjunge), die mein Leben ziemlich turbulent machen. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in den Bergen in Oberösterreich, aber mit zwanzig dann Mal nach Bayern gezogen, bis es mich schlussendlich nach Niederösterreich verschlagen hat. Die Gegend hier nicht mehr ganz so bergig, aber dafür doch eher ländlich gehalten.


Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Es war schon seit frühester Kindheit an mein Wunsch. Autor und Chirurg. J Immerhin eines davon habe ich mir erfüllt.
Angefangen habe ich mit Kurzgeschichten, die ich für meine beiden jüngeren Geschwister als Gute-Nacht-Geschichten geschrieben hatte. Da war ich etwa 12- 14 Jahre alt. Danach kam eine längere Pause, in der ich nur sporadisch Geschichten begonnen hatte, aber nie die Muse fand, sie auch zu Ende zu führen. Erst im November 2014 bin ich auf Schreibgruppen im Internet gestoßen, auf Foren und eben auch den NaNoWriMo (wo man jedes Jahr im November 50 Tausend Wörter schreibt). Und ich beschloss mitzumachen. Dort entstand mein erster Roman, der seitdem aber in der Schublade schlummert. Und das ist wohl gut so
Von diesem Zeitpunkt an vergingen noch einmal 1 bis 1,5 Jahre ehe ich dann konstant an meinen Geschichten gearbeitet habe und im September 2016 mein erstes Buch zusammen mit einer Autorenkollegin veröffentlicht hatte.


Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könnest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?

Veröffentlicht ist bisher unter meinem Pseudonym Ava J. Thorne die Dirty Reihe, die Kurzromane beinhaltet.
Unter meinem richtigen Namen, Cornelia Pramendorfer, gibt es einen Gemeinschaftsroman „Lost in Texas – Auf der Suche nach Dir“, da erscheint auch bald der zweite Band „Lost in Love – Bis du mich findest“ und es gibt noch einen Einzelroman „Tage voller Regen“.


Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?

Im Moment schreibe ich täglich am 3. Band der Snapshot Reihe, deren Titel noch geheim ist, aber ich kann euch zumindest schon Mal das Kürzel verraten: WSO – ihr dürft gerne raten wofür es steht J


Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?

Zuallererst, was ich nahezu täglich mache ist natürlich lesen, wie könnte es anders sein. Die restlichen Hobbys sind dann eher handwerklicher Natur, wie zb Quilten/Nähen, Sticken usw. Alles Dinge bei denen ich zwar beschäftigt bin mit den Händen, das Gehirn aber seine Freiheit hat und in einer Gedankenflut versinkt. J


Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?

Oh das ist ja echt schwer, es gibt da so einige. Ganz oben steht bei mir wohl die drei Trilogien von Licia Troisi – Die Drachenkämpferin, Die Schattenkämpferin, Die Feuerkämpferin
Bei den neueren Büchern ist es so gut wie alles von Sarah J. Maas
Aber von den deutschsprachigen Autoren ist es ganz klar Laura Labas und Sabine Schulter


Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?

Den Großteil schreibe ich an meinem Schreibtisch, wo mein Computer steht, sowie zwei Monitore, um besser arbeiten zu können, oder nebenbei noch Pinterest geöffnet zu haben.
Ich besitze auch noch einen Laptop, den nutze ich aber nur, wenn ich unterwegs bin, mit den Kindern am Spielplatz oder einfach, wenn es mir nicht so gut geht und ich aber trotzdem wichtige Dinge zu beenden habe, wie zb Lektorate und Überarbeitungen.


Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?

Seit meinem Sohn, der nun zwei Monate alt ist, muss ich etwas variieren und auch Mal Dinge verschieben. Aber im Grunde stehe ich morgens auf, versorge die Kinder, mache den Computer an, surfe da meist noch so lange im Internet herum und mache Social Media, solange Junior mit mir kuschelt und versucht einzuschlafen.
Wenn er dann schläft, kann es endlich mit dem Schreiben losgehen. Natürlich unterbrochen von seinen Essenszeiten J Das kann auch schon Mal mitten in einer ziemlich spannenden Szene sein, was mich dann innerlich zur Verzweiflung treibt und ich die Passage im Kopf wiederhole, um sie nicht zu vergessen. ^^
Mittags kommt dann meine Große von der Schule nach Hause und die beiden kleineren werden vom Kindergarten abgeholt. Der Rest des Tages ist mit Essen zubereiten und Kinder bespaßen verplant, dazwischen versuche ich schon, wenn es Mal eine Pause zulässt, weiter zu arbeiten, sei es neue Projekte zu planen, Zitate vorbereiten – eben Dinge, die man auch schnell unterbrechen kann, wenn man als Mama gebraucht wird.


Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?

Beim Lesen ganz klar Fantasy und da meist englischsprachige, beim Schreiben hingegen schlummern alle meine Fantasyprojekte unvollendet in der Schublade und nur die Romancetitel erblicken das Licht der Welt. Ich habe aber vor das zu ändern, dass auch meine Fantasy Ideen veröffentlicht werden – ich bräuchte nur etwas mehr Zeit jeden Tag J


Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?

"Der richtige Weg ist nun mal nicht immer der einfachste Weg."
Großmutter Weide
Okay, das ist nun ziemlich schwer, aber ich habe eines gefunden aus meinem Fantasyprojekt, wo Band 1 seit einer Ewigkeit auf der Festplatte schlummert
„Welch Ironie. Licht würde die Dunkelheit besiegen. Sie hatte es bereits geahnt, doch seine Worte erschütterten sie mehr, als sie gedacht hatte. Sie fühlte sich ihrer Würde beraubt, entblößt von ihren Schatten. Für diese Welt trug alles Dunkle, das pure Böse in sich, wurde verabscheut und verstoßen, doch sie würde beweisen, dass auch Schatten diese Welt in ein besseres Licht führen konnten.“


Hast du ein Lieblingsland und warum?

Nein, überhaupt nicht. Bisher habe ich mich überall sofort wie Zuhause gefühlt, solange ich nicht dauerhaft in einer Großstadt leben müsste.


Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?

Ganz klar ja. Kritik ist nicht immer gleich Kritik, sie sollte auf fundierten Tatsachen beruhen und weder meinen Roman noch mich beleidigen.
Als Autor ist man natürlich immer von seinem eigenen Werk überzeugt und da kann es schon schmerzen, wenn man in Rezensionen dann Sachen liest, die gemein und haltlos sind. Aber, wenn der Leser sich die Mühe macht und genau sagt, weswegen er nicht warum geworden ist mit meinem Roman, oder was man hätte verbessern können, dann bin ich gerne dafür dankbar. Und seien wir Mal ehrlich es kann nicht jedem Menschen jeder Stil gefallen, das ist einfach so und damit sollten sich auch mehr Autoren abfinden. Man schreibt eben nur für eine bestimmte Leserschaft und nie für alle.


Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag (Moments) zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?

Äh, ich bin doch beides. Somit weiß ich nun nicht so recht, wie ich diese Frage beantworten soll.


Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?

Egal, wie oft man euch auch sagt, dass es unmöglich ist, beweist ihnen das Gegenteil, denn so lange du daran glaubst, ist alles machbar. Und am Ende bist du es der mit einem breiten Lächeln über allen steht. An sich selbst und die eigenen Träume zu glauben, ist das wichtigste im Leben.

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