Sonntag, 21. Mai 2017

Steckbrief Antoine Chevallier

Steckbrief Antoine Chevallier

Antoine ist einer der Hauptprotagonisten des Buches Dunkellicht und Schattenschein. Er ist ein Mitglied des Ordens der Dunkelheit, doch er ist kein Krieger. Seine Aufgabe ist eine andere, sie liegt in der Forschung und in der Suche nach historischen Dokumenten.
Antoine erforscht die Kräfte, welche ihm und seinen Brüdern inne wohnen und die Wesen, die ihnen zur Seite stehen. Sein Beistand heißt Bakanal.
Man kann sagen, dass sein Steckenpferd die Forschung mit der Feder ist und nicht der Kampf mit der Klinge.
Sein Weg kreuzt sich mit dem des Lichtkämpfers Johannes Sturm, als er in Dortmund einem längst verschollen geglaubten Dokument auf der Spur ist, welche die Existenz einer möglichen Urbruderschaft beinhalten sollte.


Klappentext von DUNKELLICHT:
Seit langer Zeit wahren die verfeindeten Bruderschaften des Lichtes und der Dunkelheit im Verborgenen das Gleichgewicht der Kräfte. Doch kurz vor der zweiten Jahrtausendwende droht beiden die Auslöschung, da Ordensbrüder ermordet werden oder spurlos verschwinden. Gejagt von den Söldnern des ominösen Büro 13 geraten Johannes Sturm, ein Krieger des Lichtes, und Antoine Chevallier, ein Gelehrter der Dunkelheit, gemeinsam zwischen die Fronten. Hilfe erhalten sie von einem neugierigen Magiker und von der geheimnisvollen Ella, die sich den beiden auf ihrer Suche nach Antworten anschließen. Mitten im Ruhrgebiet, in der Stadt Dortmund, kommt es zum letzten Gefecht, als auch noch eines der letzten Dunkellichtwesen in das Geschehen eingreift …
Klappentext von SCHATTENSCHEIN:
In letzter Sekunde, aber für einen hohen Preis, konnten Johannes und seine Verbündeten das Schlimmste vor der Jahrtausendwende verhindern. Vorerst. Denn mit den am Boden liegenden Orden des Lichtes und der Dunkelheit, begehrt ein längst vergessener Feind auf. Aber auch andere Befähigte und das Büro 13 haben Pläne, das entstandene Vakuum der Kräfte zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen. Jeder ist auf sich allein gestellt und muss sich entscheiden, seiner Bestimmung oder seinem Herzen zu folgen. »Schattenschein« ist der zweite Teil der »Dunkellicht«-Trilogie von Martin Ulmer, der mit diesem Roman sein düsteres Urban-Fantasy-Setting im Ruhrgebiet in die nächste spannende Runde schickt.


Schaut auch bei der Buchvorstellung zu DUNKELLICHT bei Manuela und bei der Buchvorstellung zu SCHATTENSCHEIN bei mir vorbei.
Auch Rezensionen gibt es bei Manuela zu DUNKELLICHT und bei mir zu SCHATTENSCHEIN.


Gedichtsinterview mit Martin Ulmer

Herzlichen Dank, dass du dich zu diesem Interview bereitgestellt hast. Vor knapp einer Woche habe ich deinen Gedichtband „Das Wichtige“ vorablesen dürfen. Ich muss sagen, ich bin begeistert von diesem Buch. Deshalb möchte ich dich auch gerne zu deinen Gedichten interviewen, vielleicht Hintergründe herausfinden oder einfach nur über die Entstehungsgeschichte der Werke reden.
Hallo, sehr gerne. Ich freue mich über Dein Interesse. Schön, dass es Dir gefallen hat.

Wenn du dich mit nur drei Worten beschreiben dürftest, welche würdest du wählen?
Nachdenklich. Neugierig. Hinterfragend.

Mir ist aufgefallen, dass einige deiner Gedichte sehr zum Nachdenken anregen, ja teilweise auch das Leben kritisch hinterfragen. Ist das die Hauptreaktion, die du bei deinen Lesern auslösen möchtest?
In erster Linie geht es mir darum, die Leser zu erreichen und ihnen vielleicht auch eine Perspektive durch meine Zeilen zu geben. Worin das dann bei den Lesern mündet, darüber mache ich mir vorher keine Gedanken. Ich glaube, dass jede Reaktion besser ist als keine. Selbst wenn jemandem meine Gedichte überhaupt nicht gefallen, habe ich dennoch in diesem Moment etwas ausgelöst. Natürlich ist es für einen selbst viel schöner, wenn man Lob und Anerkennung für seine Zeilen erhält.

Ich habe einige Gedichte, welche mir besonders gut gefallen, weil sie einfach anders sind, oder gerade zur momentanen Situation passen, über diese möchte ich auch noch gerne mit dir sprechen.
Sehr gerne. Ich versuche, alles zu beantworten.

Zum einen ist da „Zunder“, gerade mit dem letzten Vers hast du mich überrascht. Hast du hier einen besonderen Auslöser gehabt, gerade diese Worte so zu wählen?

Ich weiß es nicht mehr so genau. Der Text war bis zum dritten Vers klar gegliedert und ich hatte beim Schreiben eine Vorahnung wie ich das Ende darstellen müsste, um ein „glattes“ Gedicht zu erhalten. Aber ich glaube, dass ich eben das zu diesem Zeitpunkt nicht wollte. Ich wollte am Ende des Gedichtes alles noch einmal umkehren und den „Sprecher“, der von Beginn an alles erklärte und definierte, in seiner eigenen Welt, durch seine eigene Erkenntnis gerichtet sehen. Das ist aber nur eine Variante der Interpretation.

Mich würde auch die Entstehungsgeschichte von „Weite“ interessieren, denn manche Wege oder Lösungsmöglichkeiten können ja ziemlich verworren sein, als dass man es gelassen sehen kann, zumindest in der auslösenden Situation.
Weite ist tatsächlich am Meer entstanden. Um genau zu sein am 7.6.2014 in Cuxhaven:
In drei Worten ging es mir dabei um „Glaube-Liebe-Hoffnung“ und das Wissen um die innere Zuversicht, dass sich alles zum Guten wenden mag. In diesem Text ist vieles eine reine Perspektiv-frage. Mit etwas Distanz können manche Situationen und Verhältnisse auch in einem anderen Licht erscheinen und den Umgang damit vereinfachen oder Alternativen sichtbar machen, die man innerhalb einer Situation nicht findet. Dies ist eines der Gedichte, die ich am liebsten jemandem an die Hand geben möchte, der oder die es vielleicht gerade in einer schwierigen Situation gebrauchen kann.

Wann kommen dir die Ideen für deine Gedichte, denn ein weiteres Gedicht „Nicht die Brandung“ umfasst das Leben auch wieder so aufbauend und allumfassend.
Die Idee selbst kam mir während eines Urlaubes auf einer kanarischen Insel. Vom Appartement aus konnte man die Brandung hören. Es war gegen Mittag und etwas wärmer. Ich schrieb die ersten Zeilen noch in ganz anderer Form. Sie lauteten da noch: „Sei der Fels in der Brandung“. Noch während ich das schrieb kam es mir schon zu platt und einfach vor und auch sehr austauschbar und nicht wirklich „neu“. Danach folgte: „Sei die Brandung am Felsen“. Kein Scherz. Aber dann kam das Meer irgendwie hinein und veränderte den ganzen Text und die Stimmung dort. In diesem Moment ging dann nicht mehr um etwas Einzelnes sondern, wie Du schon erzählt hast, um etwas Allumfassen-des. Das ist auch der Ton und die Stimmung, die ich hervorrufen wollte. Am Ende geht es um das eigene Sein in reiner Form. Um Gelassenheit und Präsenz, die in jedem, meiner Meinung nach, schlummert.   

Möchtest du uns noch verraten, welches Gedicht dich am besten widerspiegelt und warum es gerade dieses ist?
Ich schaue jetzt durch die einzelnen Gedichte, um Dir diese Frage zu beantworten. Sorry, wenn das jetzt sehr pathetisch klingt, aber ich finde da in jedem Text etwas von mir. Je nach Situation und Perspektive würde mich das ein oder andere mehr oder weniger widerspiegeln. Du merkst, dass ich das nicht eindeutig beantworten kann. Zu den Zeitpunkten, in denen ich die Texte schrieb, war ich emotional immer sehr nah an dem, was ich da beschreibe, auch wenn vielleicht keine real erlebten Situationen dahinter steckten. Sicherlich ist „SO ENDGÜLTIG“ sehr nah an mir dran. Diese Zeilen entstanden am Abend nach der Beerdigung meiner Großmutter. Den Text habe ich seitdem nur minimal geändert, so dass er meine Gefühlswelt zu diesem Zeitpunkt sehr deutlich beschreibt.

Eine Frage, die eigentlich das Gedicht „Das Wichtige“ schon löst, ist: Was ist das Wichtigste für dich?
Ein gutes Leben zu leben, aber das überrascht Dich jetzt bestimmt nicht. J Auch darauf gäbe es eine Liste von ganz vielen weiteren Aspekten oder Ansprüchen. Auf den Punkt gebracht: leben. Was man darunter versteht, da gehen die Meinungen vielleicht auseinander, aber im Kern ist es das für mich.

Ja, mit dieser Antwort hast du mich tatsächlich nicht überrascht, denn obwohl es vermutlich jeder mit anderen Worten beschreiben wird, kann auch ich es mit nur diesen Worten beantworten. Egal was passiert, welche Schläge man einstecken muss, deine letzten Zeilen in „Das Wichtige“ fassen es auf den Punkt zusammen. 


Willst du den Lesern dieses Interviews noch sagen, was deine Wünsche für die Zukunft sind?
Ich wünsche mir, dass euch meine Texte gefallen und ihr etwas daraus mitnehmen könnt. Auch wünsche ich mir, dass ich weiterhin Schreiben und Veröffentlichen werde, sowie Lesungen halten kann.


Danke für dieses Interview!

Nochmals Danke für dein Interesse und viele Grüße an deine Leser. 

Samstag, 20. Mai 2017

Gedichte, welche in Erinnerung bleiben

Gedanken über ein altes, im Gedächtnis gebliebenes Gedicht

Als ich den Gedichtband von Martin Ulmer gelesen habe, machte ich mir wieder einmal Gedanken, wieso Gedichte immer so gut ankommen, man mit wenigen Worten doch so viel ausdrücken kann.

Früher in der Schulzeit musste ich viele Balladen und Gedichte auswendig lernen, denn das erweitert den Geist und den Horizont, wie meine Lehrer immer zu sagen pflegten. Was mich wundert, dass ich Gedichte immer noch mag, ja ich sogar noch viele Gedichte und Balladen auswendig aufsagen könnte.

Aber mein absolutes Lieblingsgedicht von damals, was ich euch heute vorstellen möchte stammt aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe.

Dieses Gedicht war auch das Lieblingsgedicht meiner alten, leider schon verstorbenen Deutschlehrerin, jede Deutschstunde sagte sie zuerst dieses Gedicht auf und dann begann der Unterricht, kein Wunder, dass dieses Gedicht bis heute in meinem Gedächtnis herumschwirrt und ich es auch noch immer rezitieren kann.

Dieses ist das Bild der Welt, 
Die man für die beste hält: 
Fast wie eine Mördergrube, 
Fast wie eines Burschen Stube, 
Fast so wie ein Opernhaus, 
Fast wie ein Magisterschmaus, 
Fast wie Köpfe von Poeten, 
Fast wie schöne Raritäten, 
Fast wie abgesetztes Geld 
Sieht sie aus, die beste Welt.


Donnerstag, 18. Mai 2017

[Buchvorstellung] Das Wichtige von Martin Ulmer

Da mir die Gedichte in diesem Buch so gut gefallen haben, habe ich dieses mal zu einer anderen Methode gegriffen um die Buchvorstellung zu machen. Ich reimte und dichtete. Einfach war es nicht, aber mal etwas anderes...

Das Buch „Das Wichtige“ ist ein Genuss,
ein Werk, welches man lesen muss.
Von Martin Ulmer du vielleicht schon was gelesen hast,
denn einige Werke er schon hat verfasst.

Es fällt einem nicht immer leicht,
oft, wenn man sich denkt es reicht,
dass man sich seinen Geistern stellen muss,
der Papierverzierer Verlag einem schenkt einen Lesegenuss.

Dies ist es hier, ich lüge nicht,
tatsächlich ein Gedicht.
Nein, nicht eines, nicht zwei, denn du hast eine große Wahl,
denn es sind siebenunddreißig an der Zahl.

Wenn du dann sagst, ja das ist was für mich.
Klick auf den Link und besorg es für dich.
Es gibt dieses Werk wie immer auf Amazon und beim Verlag.
Und es wird dich erfreuen wirklich jeden Tag.

Sicher es sind auch nachdenklich machende Gedichte dabei,
aber nun genug der Schreiberei.
In die Infobox geschaut,
den Link zum Verlag sofort durchschaut.



Viel Spaß beim Lesen und Genießen.

Das Wichtige

Autor: Martin Ulmer
Seitenanzahl:  74 Seiten
Dateigröße: 1375 KB
Verlag: Papierverzierer Verlag
Preis ebook: 4,99€

Link zum Verlag
Link Amazon
 
 

Vorstellung Martin Ulmer

Heute möchte ich euch den Autor Martin Ulmer vorstellen:

Martin Ulmer lebt in Dortmund, wo auch sein erster Roman spielt. Beruflich ist er als Produktmanager für ein Abrechnungszentrum tätig. Schreiben gehört seit jeher zu seinem Leben. Immer wieder von kreativen Pausen unterbrochen, schreibt er in seiner Freizeit Texte und Gedichte oder nimmt an Projekten mit anderen schaffenden Künstlern teil. Seine langjährigen Erfahrungen bei Pen & Paper Rollenspielen wie Earthdawn, Conspiracy X, Vampire The Masquerade, C'thullu oder Shadowrun und seine Vorliebe für Serien wie 24, Breaking Bad, Lost, Millennium oder Akte X haben seine Phantasie nachhaltig geprägt. DUNKELLICHT heißt sein erster Mystery-Roman und damit der erste Teil einer Trilogie über das Wirken der Kräfte von Licht und Dunkelheit, inmitten einer Parallelwelt hinter den Kulissen, der sich verändernden Welt der Jahrtausendwende. Wenn er gerade nicht schreibt oder dichtet entspannt er gerne an der Nordsee oder bei Kaffee mit Freunden in den Dortmunder Kaffeebars. Darüber hinaus hat man recht gute Chancen ihn bei einer seiner abendlichen Laufrunden um den Phönixsee in Dortmund anzutreffen oder am Wochenende in seiner Dortmunder Lieblingsbar.

Im Papierverzierer Verlag hat er bereits folgende Bücher, welche zum Bereich #darkfantasy #contemporary gehören, veröffentlicht: DUNKELLICHT und SCHATTENSCHEIN. Heute kommt noch ein neues Werk hinzu, nämlich „DAS WICHTIGE“. Dieses gehört in den Bereich #poetry.


[Protagonisteninterview] Foy und der Ring des Mauren von Katharina Münz

[Ich warte auf Foy, am belebten Stadtplatz von Worms.]

Hallo und herzlich willkommen, Foy. Ich freue mich dich heute zu diesem Interview begrüßen zu dürfen.

Sei gegrüßt, Claudia!

Wieso bist du eigentlich heute nicht in der Ostermesse?

*lacht* Ehrlich gesagt, ich war noch nie in der Messe. Weder an Ostern, Pfingsten oder gar Weihnachten. Der riesige Sandsteinbau des Doms – der ist doch nur für die Edelleute, nicht für einfache Menschen wie mich.

Was kannst du uns über dein Leben hier in Worms berichten?

*zuckt die Achseln* Ach, da gibt es nicht so viel zu erzählen. Mein Tag ist hauptsächlich damit ausgefüllt, meiner Herrin zur Hand zu gehen. Beim Ankleiden, Auskleiden, bei der aufwändigen Handarbeit … und dabei, auf ihren Sohn, den kleinen Childebrand, aufzupassen. Und dann gibt es noch meinen Herrn … *schaut etwas betreten zu Boden*

Wie kam es denn dazu, dass du jetzt als Magd arbeitest?

Nun ja, man könnte glauben, dass es so vorbestimmt war, weil meine Mutter schon als Magd an der Kaiserpfalz diente. Aber ehrlich gesagt hatte mein Vater anderes mit mir im Sinn, als mein Herr, der Gauvogt, alle Pläne über den Haufen warf und meine Dienste als Magd beanspruchte. Nicht nur in der Pfalz, sondern vor allem in seinem Bett … Aber so ist das eben …

Ach, du lieber Himmel. Das ist ja mal eine bewegende Geschichte. Ist dir eigentlich dieser stattliche Mann dort hinten aufgefallen. Er scheint nicht so gut auf mich zu sprechen zu sein, dass ich hier mit dir spreche.

 [Bjørgyn Eldjárnsson begibt sich anmutig in unsere Richtung und umarmt Foy.]
Hast du gerade wirklich „anmutig“ gesagt? *lacht* Das muss ich Bjørgyn später erzählen. Denn, ganz im Vertrauen, er ist recht eitel, mein Däne.

Hallo, Bjørgyn. Darf ich fragen, woher du kommst?

Heil, Claudia Rainersdottir. Ich stamme vom Østerlid Hof, er befindet sich auf Thy, der Landschaft nördlich des Limfjords in Dänemark.

Das ist ja ganz schön weit weg von zu Hause. Was treibt dich denn hierher nach Worms?

*blickt aus dem Augenwinkel zu Foy* Man könnte sagen, die Vorsehung hat mich hierhergeführt. Aber vielleicht waren es auch nur die wirren Träumen, die mir eine Kräutermischung meiner Mutter beschert hat.

Eine letzte Frage habe ich noch an euch beide. Was sind eure Wünsche für die Zukunft? Oder was wünscht ihr euch für euer Leben?

Foy: *lacht* Ach, es reicht mir schon, wenn ich diesem Dänen noch einige Silberstückchen abluchsen kann. *beugt sich vor und flüstert Claudia zu* Und wenn er mich weiter so umwirbt. Himmel, ich komme mir ja vor wie eine Edelfrau!

Bjørgyn: *ganz ernsthaft* Ich wünsche mir eine Frau, die an meiner Seite nicht nur Østerlid Hof verwalten wird, sondern deren Augen aufleuchten, jedes Mal, wenn ich nach Hause komme. *seufzt leise* Und ja, Kinder. Ich hätte gerne Kinder mit dieser Frau. Aber wenn die Nornen das nicht vorgesehen haben, dann soll es auch so gut sein.

Herzlichen Dank für dieses Interview.

Foy: Ich danke dir! Gutes bitt ich!


Bjørgyn: Auch ich möchte mich bedanken. Glück auf deinen Wegen, Claudia Rainersdottir.

Dienstag, 16. Mai 2017

Was sind Kurpfalzen?



Was sind denn nun diese Kurpfalzen, die auch in diesem Buch von Katharina Münz eine Rolle spielen?
Ich habe ein wenig recherchiert und für euch die wichtigsten Fakten kurz und bündig zusammengefasst.

Die Kurpfalz lag an Ober- und Mittelrhein, zwischen Mosel und Kraichgau, mit dem Kerngebiet am unteren Neckar und den Hauptstädten Heidelberg und Mannheim. Das kurpfälzische Staatsgebiet war nicht zusammenhängend, sondern eher ein für die damalige Zeit typischer „Flickenteppich“ mit Exklaven und Enklaven; einzelne Territorien teilte man sich sogar mit anderen Staaten.

Ehemals kurpfälzische Gebiete liegen heute in den deutschen Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern (Obere Pfalz = Oberpfalz, Pfalz-Neuburg), Saarland sowie in den heute zu Frankreich gehörenden Départements Bas-Rhin (dt. Unterelsass) und Moselle (dt. Lothringen).

Die Kurpfalz zählte zu den bedeutendsten weltlichen Territorien des Alten Reichs. Im konfessionellen Zeitalter stieg sie zu einer der aktivsten und führenden protestantischen Mächte im Reich auf. Kurfürst Friedrich V. erreichte als der Winterkönig sogar kurzzeitig die böhmische Königskrone. Sein gescheitertes „böhmisches Abenteuer“ löste den Dreißigjährigen Krieg aus, was auch den Wendepunkt der Geschichte der Kurpfalz markiert. Sie geriet für Jahrzehnte unter fremde Herrschaft und wurde als häufiger Kriegsschauplatz immer wieder geplündert und entvölkert. Die angestammte Herrschaft der Pfälzer Wittelsbacher wurde zwar im Westfälischen Frieden 1648 wiederhergestellt, das Territorium konnte aber an seine frühere Bedeutung nicht anknüpfen.