Samstag, 4. Juli 2020

[Reiheninterview] Hailey Blake - Reihe von Laura Misellie

 


Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit Laura Misellie, um mit ihr über ihre Reihe „Hailey Blake“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hallo, danke, dass ich mich hier breit machen darf^^
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Bad Boys küssen besser“ und „Wie mit zwei Herzen“ mit wenigen Worten vorstellen?
Die Reihe dreht sich um die Protagonistin Hailey und insbesondere den Charakter Kai McKenzie. Ich erzähle das „Erwachsenwerden“, ihre „Findungsphase“ – Freundschaften, Liebe, Zukunft, Familie. Doch ich schreibe hier keine reine Liebesgeschichte. Band 1 befasst sich viel mit Vertrauen und Freundschaft. Ich zeige vor allem auch Schattenseiten des Erwachsenwerdens auf, Missstände in Familien, schlimme Erlebnisse, die einer jungen Frau wie Hailey widerfahren können. Es ist also nicht alles rosig und meine Charaktere müssen einiges durchmachen. 
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich schreibe natürlich gerne tolle Momente, in denen z.B. Hailey und Kai sich näherkommen und eine Bindung zueinander aufbauen. Immerhin geht es hier um die Gefühle der beiden, die sich nach und nach entwickeln :) Aber ich habe auch einen Hang zur Dramatik und nutze die in diesem Band, um die beiden zusammenzubringen. Und diese schlimmeren Momente schreibe ich daher auch sehr gerne :) Sie fallen mir aber manchmal wesentlich schwerer, wie z.B. der Vorfall auf der Klassenfahrt im ersten Band. Es ist ein schwieriges Thema gewesen, das bei Leserinnen einen Trigger auslösen kann. 
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest? 
So grausam sie auch ist, ich mag die Szene auf der Klassenfahrt im ersten Band, als Hailey in Schwierigkeiten gerät und Kai seinen Auftritt hat. Es zeigt sehr deutlich auf, wie kaputt Kai innerlich ist und dass er starke Probleme mit seiner Selbstbeherrschung hat. Ebenso legt die Szene den Grundstein für alles, was sich zwischen Hailey und Kai entwickelt. 
Ich mag die Szene weiter hinten im ersten Band, als Hailey Kai zu Hause besucht und Enya sie zum Heimkehren bewegen will. Kai, der bis dato nun wirklich Schwierigkeiten hatte, zu Hailey eine tiefere Nähe aufzubauen, bittet sie zu bleiben. Es zeigt, wie weit er sich im ersten Band entwickelt hat. 
Und ich mag im ersten Band die sogenannte Whiskynacht, die immer wieder zum Thema wird. Es ist die Nacht, in der Hailey und Kai das erste Mal allein sind, zu viel trinken und sich näherkommen als beide es zu diesem Zeitpunkt wollen. Diese Szene zeigt, dass von Anfang an etwas zwischen ihnen ist und sie sich zueinander hingezogen fühlen, obwohl beide das vehement zu leugnen versuchen. 
In Band 2 mag ich die Szene im Schwimmbad, als Hailey und Kai sich sehr nahekommen. Hailey gesteht sich endlich ein, dass sie für Kai mehr empfindet und lässt sich einen Moment lang gehen, ohne an die Konsequenzen zu denken. Für jemanden, der sonst immer alles hundertfach durchdenkt, ist sie da mal ganz offen und frei. 
Ich mag die Ermahnung von Ray daraufhin, denn es zeigt, dass er Kai zwar als seinen besten Freund über die Maßen schätzt aber dennoch in der Lage ist, ihn mit kritischen Augen zu betrachten. Er ist nicht so blauäugig, wie es manchmal scheint. 
Und ich liebe die Szenen mit Stevie. Sie ist ein neuer, frischer Charakter, den ich so noch nicht geschrieben habe. Sie ist frech, direkt und hat ihren ganz eigenen Draht zu Hailey und dann auch zu Kai. 
Wie viel echte Laura steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Bei der alten Auflage (für die, die es noch nicht wissen: Hailey Blake ist die Neuauflage meines Debüts Douphne Parker) haben viele geglaubt, dass die Szene auf der Klassenfahrt mir selbst so oder in einer ähnlichen Weise widerfahren ist, weil ich sie offenbar zu authentisch geschrieben habe. Ich möchte deshalb gleich betonen, dass das nicht der Fall ist. Hailey ist in dieser Szene nicht ich. 
Es sind eher Kleinigkeiten, die von mir in diesem Buch stecken. Haileys Abneigung gegen Whisky pur. Ihr Hang zu Kaffee, im Winter aber zu Kakao. Caitlins Art, erst zu reden, dann zu denken, die sie manchmal hat. Kais Probleme, schnell eine tiefe Bindung zu jemandem aufzubauen; ich brauche dafür auch immer ewig. Luks offenes Ohr für alle; auch ich schultere mir immer die Sorgen und Probleme anderer auf. Lesely; ich wünschte, ich hätte so einen Freund, weil ich ihn absolut liebenswert finde :) Bad Boy Kai im Gegensatz zum Traumschwiegersohn Jess; auch ich hatte schon immer was für Bad Boys übrig ;D Die großen, schlimmen Dinge, die Hailey und den anderen in der Geschichte also widerfahren, sind keine Parallelen zu meinem realen Ich. Ich hatte das Glück, in einem wundervollen, familiären Umfeld ohne Gewalt aufzuwachsen und bin immer sehr behütet und sicher gewesen. 
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Nehmen wir mal die wichtigsten oder präsentesten Charaktere ;) 
Hailey: „Leicht sadistische Ader, aber sie mag mich.“ 
Kai: „Sie steht auf Bad Boys und mag mich.“ 
Ray: „Sie hat mir fast alles genommen, um mir dann Stück für Stück etwas zurückzugeben. Irgendwie fies. Wieso, wenn sie mich doch leiden kann?“ 
Jess: „Ich finde sie toll, weil ich toll bin.“ 
Ian: „Sie kann mich nicht leiden und lässt es mich spüren.“ 
Matt: „Ich hasse sie, weil ich ein furchtbarer Mensch bin.“ 
Caitlin: „Ich mag sie, weil ich da sein darf, um Kai zu unterstützen.“ 
Thalia: „Sie ist super, weil ich keine klischeehafte Zicke bin, sondern auch Charakter habe.“ 
Enya: „Sie ist cool, weil sie mich auch cool gemacht hat.“ 
Stevie: „Ich habe viel von ihr. Vor allem die große Klappe und direkte Art.“ 
Luk: „Sie ist empathisch und rücksichtsvoll, so wie ich.“ 
Lesley: „Sie ist offenherzig und setzt sich für die Schwächeren ein, deshalb mögen mich so viele.“ 
Simone: „Sie hat einen starken Familiensinn, hat mich aber dennoch zur Rabenmutter gemacht.“ 
Mr. Qurandi: „In Wahrheit hätte sie gerne einen Lehrer wie mich gehabt, deshalb bekomme ich in Band 2 wohl auch nettere Züge.“ 
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Es stand immer fest, dass es ein Dreiteiler wird. Mir war sofort klar, dass ich zu viel über Hailey schreiben möchte^^ 
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses? 
Spät, dieses Mal. Quasi auf den letzten Drücker, als die Coverdesignerin wissen wollte, was auf den Einband muss xD Der für Band 3 steht allerdings jetzt schon ;)
Wer ist denn der Coverdesigner?
Kathy von Epic Moon Coverdesign. Sie ist einfach klasse. So fleißig, verlässlich und geduldig. Ich arbeite sehr gerne mit ihr zusammen :) 
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich liebe sie. Sie passen perfekt. Das abgedunkelte „Nächtliche“ auf Band 1, das für die Whisky“nacht“ stehen soll. Mit den passenden Silhouetten, wie sie verteilt sind (Hailey und Ray zusammen, etwas abseits Kai), was den schweren Start von Hailey und Kai symbolisiert. Bei Band 2 das Hellere, weil die Stimmung auch eine ganze andere wird. Hailey, Kai und Jess als Silhouetten. Die Bäume mit den Wurzeln auf der Rückseite, die dazu passen, dass beide Männer Wurzeln in Haileys Herz schlagen und was somit auch wieder zum Untertitel passt. 
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.





Danke für das Gespräch.
Danke für die Möglichkeit, meine Reihe vorzustellen 😊 

[Autoreninterview] Laura Misellie

Autoreninterview
Laura Misellie

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo Claudia, 
liebe Leser, 
ich heiße Laura Misellie und veröffentliche seit April 2017 junge romantische und fantastische Romane. Ich freue mich, heute hier sein zu dürfen und euch ein bisschen was von meinen Büchern und mir zu erzählen :)
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seit ich schreiben kann, habe ich kleine Geschichten zu Papier gebracht. Das fing schon in der Grundschule an. Aber erst mit 14 habe ich mich damals bewusst hingesetzt und wollte „ein Buch“ schreiben. Das habe ich auch gemacht, allerdings habe ich nie mit dem Gedanken gespielt, diese Geschichte auf die Welt loszulassen. Dieser Wunsch kam erst sehr spät, im Herbst 2016, also etwa 12 Jahre später :) 
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Die ersten 4 Bücher habe ich aus dem Verkauf genommen. Nun noch erhältlich sind: 
Mein High Fantasy Einzelband „Thyra und die Hexenjäger“, der in einer fremden Welt spielt und von einem magischen Krieg zwischen Hexen, Trollen, Zwergen und Feen handelt. 
Mein New adult Romance Roman „Everdeen River – Samira & Jackson“, der in einer ausgedachten Welt spielt mit Outback-Charme und die Liebesgeschichte einer verzogenen Adeligen und einem Ex-Soldaten-Farmer erzählt, die zueinander und vor allem zu sich selbst finden. 
4 Bände meiner Fantasyserie „Chroniken der Weisen“, die in unserer realen Welt spielt und von einem bevorstehenden Krieg handelt, in dem Menschen mit besonderen Fähigkeiten um ihr Überleben kämpfen. Dafür reisen sie mit magischen Spiegeln in die Vergangenheit und suchen Relikte, um einen mächtigen Zauber zu erzeugen. 
Zwei Bände meiner New adult Romance Trilogie Hailey Blake, bei der sich alles um Freundschaften und um die Liebesgeschichte von Hailey und Kai dreht. 
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite an Band 5 von Chroniken der Weisen und am finalen Band von Hailey Blake.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich streame gerne Serien und beschäftige mich mit meinem Hund. Neben dem, dem Vollzeitjob und dem Schreiben bleibt da nicht mehr viel Zeit übrig bei nur 24 Stunden^^
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese, was mich interessiert. Das fällt unterschiedlich aus. Lieblingsautoren habe ich nur die Großen, wie Stephen King und Joanne K. Rowling. Ansonsten tummeln sich viele verschiedene Bücher verschiedener Autoren in meinem Regal.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich habe ein Büro im Sonoma Eiche-Möbelstil. Eine ausrangierte Wohnwand, in der ich Goodies und Druckerzubehör verstaue. Zwei große Bücherregale. Einen Schreibtisch mit Laptop drauf, zum Schreiben. Die Dekoration ist bunt zusammengewürfelt. Im Büro findet alles seinen Platz, was mir gefällt und sonst nirgendwo in die Einrichtung passt. Ein paar Vintagesachen, Schmuckkästchen, meine immer größer werdende Kerzensammlung, Mitbringsel aus Urlauben. Meine Alexa, über die ich meine Musik höre. Mein Schuhschrank, weil er nirgendwo anders mehr hingepasst hat^^ An diesem kleben rundherum diverse Goodies anderer Autoren (überwiegend Post- und Charakterkarten). Und nicht zu vergessen: Das Hundekissen, denn ich werde beim Schreiben stets beobachtet^^
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
So ein klassischer Arbeitstag? Im Frühdienst stehe ich um 4 Uhr auf, gehe mit dem Hund, fahre zur Arbeit, komme um 14 Uhr heim, mache den Haushalt, gehe wieder dem Hund, schreibe und mache Social Media, dusche, wieder an den PC, koche mir was zu essen, sehe fern und gehe schlafen. Im Spätdienst gehe ich erst mit dem Hund, mache den Haushalt, gehe duschen, fahre zur Arbeit, komme gegen 22 Uhr heim und bleibe dann am Rechner, manchmal länger als gut ist^^
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Insgesamt liegt meine Vorliebe da wohl bei Fantasy. Ich lese und schreibe aber auch gerne Liebesromane. Und mir gefallen Horrorromane und historische Sachen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein Autor schreibt. Wenn du ein Autor sein möchtest, schreib.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich mag Schottland. Die Landschaft, die Geschichte, einfach alles fasziniert mich daran.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja und ich nehme sie mir sehr zu Herzen und versuche, sie umzusetzen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Ich habe damals recht schnell ein Verlagsangebot für mein Debüt „Douphne Parker“ bekommen. Doch die Vorstellungen vom Verlag und mir lagen so weit auseinander, dass ich diese Option erst mal völlig ausgeschlossen habe. Und nun gefällt mir das Selfpublishing, die Kontrolle, die Freiheit :) Aber ich liebäugele mit dem ein oder anderen Verlag, doch ich habe noch nicht das richtige Projekt, um an einen heranzutreten ;) 
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich hoffe, dass euch mein Interview gefallen hat und ich euer Interesse wecken konnte :) Danke für eure Aufmerksamkeit :)

Freitag, 3. Juli 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Elsas Garten von Carola Leipert


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Autorin Carola Leipert, um mit ihr über ihr „Elsas Garten“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Das mache ich doch sehr gerne, schließlich wird „Elsas Garten“ jetzt fünf Jahre alt, und das ist doch ein Grund es hochleben zu lassen. 
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Es fällt mir immer einfacher, schöne Szenen zu schreiben, denn die schwierigen, düsteren Zeiten, da leide ich immer mit und ringe um Worte, so wie es auch meine Protagonisten tun. Dann stockt auch der Schreibfluss. 
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Sehr gerne. Eine Stelle, die Nathalies Gefühlswelt ziemlich gut mit wenigen Worten beschreibt, bevor sie Nick wieder begegnet:
„Elsas Brief. Ein paar Zeilen auf Papier, die damals Nathalies ganzes Leben verändert hatten. Seitdem waren Jahre vergangen, doch für sie fühlte es sich an, als wäre es erst gestern gewesen. Denn an diesem Tag hatte sie einen Menschen verloren, den sie so sehr geliebt hatte, dass der brennende Schmerz des Verlustes sie bis heute quälte …“ 
Wie viel echte Carola steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
In jedem Buch steckt auch immer etwas vom Autor. Allerdings steckt in meinen Geschichten nicht allzu viel von mir, denn ich bin im Gegenzug zu meinen Charakteren doch jemand, der immer ziemlich genau weiß was er will und seinen Weg zielstrebig verfolgt. 
Wie würdest du deine Charaktere beschreiben?
Nathalie (Spitzname Thia) ist ein sehr ruhiger und zurückhaltender Charakter. Sie hat viel trauriges als Jugendliche erlebt und das hat sie geprägt. Aber man kann auch sehr viel Spaß mit ihr haben. Als Nick Hilpoltstein verlassen hat, ist jedoch für sie eine Welt zerbrochen, und sie hat sich nie davon erholt … 
Nicolas (Spitzname Nick) ist als Jugendlicher ein selbstbewusster, lebenslustiger Draufgänger gewesen, als er Nathalie kennenlernte. Durch sie ist er erwachsener geworden, tiefsinniger. Doch dann passierte etwas sehr Schlimmes, wofür er sich sein Leben lang die Schuld gab und dass ihn hat flüchten lassen aus der Situation. Schon ziemlich feige. 
Aber dann gibt es ja noch seine Oma Elsa, die schließlich dafür sorgt, dass sich alle der Vergangenheit stellen müssen … 
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel hat sich ganz am Anfang gefunden durch einen Garten, oder sagen wir besser, ein Gelände am Rand von Hilpoltstein, dass mich bei einem Spaziergang mit der Familie zu der Geschichte inspiriert hat. 
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ja, das Cover, das ist immer so eine Sache. Das erste Cover für den Roman hatte mir mein Mann gemacht, denn damals hatte ich noch kein Geld einen Coverdesigner zu bezahlen. 2017 habe ich dann von einer Coverdesignerin ein neues Cover machen lassen, das besser das Buch widerspiegelt. Allerdings habe ich mittlerweile sehr viel über Coverdesign gelernt, und würde es jetzt tatsächlich wieder anders gestalten. Aber ich glaube, das ist ein normaler Prozess. Auch Verlage passen ja oft die Cover bei Neuauflagen den aktuellen Trends an. 
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Nick … Unwillkürlich riss nur ein winziger Moment der Erinnerung an ihn die alten Wunden in Sekundenschnelle wieder auf.“ 
(Da habe ich wirklich mitgelitten …) 
Danke für das Gespräch.
Sehr gerne. Danke dir für dein Interesse und deine Unterstützung.

[Autoreninterview] Carola Leipert

Autoreninterview
Carola Leipert

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo Claudia, klar, gerne. Mein Name ist Carola Leipert und unter diesem Namen schreibe ich auch meine Romane seit 2013. Aktuell arbeite ich als Jobcoach in einem Flüchtlingsprojekt (im Brotjob), bin aber ausgebildete Reiseverkehrskauffrau und Diplom Biologin. Mit meiner Familie (Mann und Sohn, bald 5 Jahre, und unserer Katze) lebe ich im schönen Mittelhessen. 
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Tatsächlich habe ich schon Geschichten erzählt, da konnte ich noch gar nicht schreiben. Später habe ich dann für die Schule gerne Aufsätze und Geschichten geschrieben, aber auch für mich kurze Texte, wenn mich etwas beschäftigte. So fing alles an. Nach einem längeren Südafrikaaufenthalt hat mich dann eine Geschichte einfach nicht mehr losgelassen, und da dachte ich, ich probiere es einfach mal. So entstand mein Debüt „Das Tal des Zebras“. 
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debütroman (2013) war „Das Tal des Zebras“. Er erzählt die Geschichte der Biologiestudentin Sophie, die sehr fremdbestimmt lebt und durch ihre Reise nach Südafrika und den Ranger David zu ihrem eigenen Weg findet. 
Mein zweiter Roman, „Elsas Garten“, der ja jetzt sein fünfjähriges Jubiläum feiert, spielt im Seenland Mittelfrankens, eine wunderschöne Gegend Deutschlands. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Vergangenheitsbewältigung und was passiert, wenn man schweigt, obwohl man miteinander reden sollte. 
„Die Farben in dir“ ist ein New Adult Roman, der aus der Geschichte der jungen Mel erzählt wird, die sich in dem Grau ihres Alltags vergräbt, bis sie auf Jan trifft, der ihr zeigt, dass das Leben mehr zu bieten hat und sie diese Farben in sich trägt. 
Mein aktueller Roman „Dein Herz so dunkel“ beschäftigt sich damit, was passiert, wenn man durch einen schweren Schicksalsschlag einen geliebten Menschen verliert und damit nicht zurechtkommt. 
Alle meine Romane würde ich im Genre Liebesroman einordnen, denn Liebe und Freundschaft sind zentrale Elemente dieser Geschichten. 
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, gerade entsteht eine Liebesgeschichte, die sich mit Lügen und Verrat als zentrales Thema beschäftigt. Es ist das erste Mal, dass ich eine Dilogie schreibe, denn die Geschichte hat einfach nicht in ein Buch gepasst. Der erste Teil spielt in Namibia, der zweite in Paris. Der Erscheinungstermin ist geplant für August (Band 1) und September (Band 2). 
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, natürlich! Aber auch ganz viel lesen und fotografieren. Und wenn noch ein bisschen mehr Zeit ist, bin ich gerne mit der Familie unterwegs, um neue Orte und Länder zu erkunden. 
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich bin ein Fan von Brittainy C. Cherry und entdecke gerade die Bücher von Emma Scott für mich. 
Aber ich liebe auch die Geschichten von Marah Woolf. Als Hörbuch habe ich jetzt die Serie „Throne of Glass“ von Sarah J. Maas „durchgesuchtet“, es war absolut fantastisch! 
Aber ich lese auch vieles von befreundeten Autoren, denn ich bin neugierig auf ihre Geschichten, wie z.B. „Der Duft von Orangenblüten“ von Alexandra Mazar oder „The Black Tower“ von Kimmy Reeve, um nur zwei Beispiele zu nennen. 
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Aufgrund der aktuellen Corona Situation habe ich keine festen Schreibzeiten und dadurch auch keinen festen Arbeitsplatz. Mal schreibe ich auf der Couch, mal im Lesesessel im Erker, mal im Arbeitszimmer oder am Küchentisch (so wie jetzt). 
Für Ideen habe ich immer ein Notizbuch und Stift dabei, die können einen jederzeit überfallen und müssen dann sofort notiert werden. 
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Haha, normale Tage gibt es bei uns nicht. Aber in der Regel bin ich morgens im Brotjob und anschließend übernehme ich die Kinderbetreuung meines Sohnes. Schreiben geht meistens kurz zwischendurch oder am Abend. Aktuell versuche ich morgens um 5 Uhr aufzustehen, um vor der Kinderbetreuung zu schreiben (da der Kindergarten aufgrund Corona ja noch zu ist bei uns), das klappt aber meistens nicht. Also dann doch abends ab 21 Uhr etwa auf der Couch. 
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Schreiben fühle ich mich im Liebesromangenre am wohlsten, ganz klar, obwohl ich jetzt mit dem Strange Tales Club und den Anthologien mich auch in andere Genre vorgewagt habe (Erotik, SciFi, Thriller). 
Beim Lesen sind es tatsächlich Liebesromane oder aber romantische Fantasiegeschichten, denen ich den Vorrang gebe. 
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Eins meiner Lieblingszitate ist „Wer nicht will, findet Argumente, wer will findet Wege.“ Wer es gesagt hat, weiß ich jetzt nicht, aber es begleitet mich ständig und beschreibt mich und meine Arbeit sehr gut. 
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich bin ein großer Fan von Italien, ich liebe den Süden, das Mittelmeer und die Art zu leben. Neben Italien steht das südliche Afrika als absoluter Liebling auf meiner Liste. In Südafrika habe ich längere Zeit gelebt und gearbeitet, in Namibia habe ich Familie und bin dort schon viel herumgereist. Dort zieht es mich immer wieder hin. 
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, wenn Kritik sachlich und gut formuliert ist, bin ich dafür empfänglich. Ist es jedoch lapidar formuliert und dient nur dazu, mich schlecht zu machen (aus welchen Gründen auch immer), hat man bei mir verloren. 
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Was nicht ist, kann ja noch werden. Als ich anfing, wollte ich erst schauen wie alles funktioniert, wie ich mich damit fühle und ob ich überhaupt gut genug bin, um mich mit meinen Geschichten bei einem Verlag zu bewerben. Mittlerweile denke ich, kann ich durchaus auch für einen Verlag schreiben, allerdings muss ich dann viele Entscheidungen abgeben. Da ich aber sehr genaue Vorstellungen für viele Dinge habe, und vieles gerne selbst in der Hand habe, bin ich immer noch reiner Selfpublisher. 
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich würde gerne dazu anregen, mehr Selfpublishern und ihren Geschichten eine Chance zu geben. Leider verfolgt uns der schlechte Ruf der Vergangenheit immer noch, dabei sind wir mittlerweile sehr professionell, investieren viel Geld und sind es genauso wert, gelesen zu werden wie Verlagsautoren.

Donnerstag, 2. Juli 2020

[Buchvorstellung einmal anders] Zeitenchaos von Tini Wider



Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Pepper Tea und Noah Wright aus „Zeitenchaos“ und deren Autorin Tini Wider.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
Pepper: Na klar wir freuen uns sehr. 
Noah: Ja auf jeden Fall! Das ist unser erstes Mal, sehr aufregend das alles. 
Claudia: Ich hatte gerade ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Pepper: Okay. Ich bin Pepper und ich bin die weibliche Hauptfigur von Zeitenchaos (grinst breit). Also ich werde am Anfang des Buches ganz schön durchgeschüttelt und haue dann nach London ab. Ich bin gelernte Fotografin und ich liebe bunte Kleidung. In London angekommen wird mein Leben sehr ruhig und angenehm. (kichert) Scherz. Natürlich nicht, denn dann geht es ja erst es so richtig los. Aber jetzt du Noah. 
Noah: Hallo, ich bin Noah die männliche Hauptfigur von Zeitenchaos. Genau, richtig los geht es wenn sie mich trifft. (grinst ebenso breit). Ja wenn ich geahnt hätte, was mich erwartet, wenn ich mich mit dieser Frau einlasse, naja (Pepper boxt ihn sanft in die Seite) Okay, also anststatt mich meinem Musikstudium zu widmen, wird es sehr turbulent. Aber ich möchte nichts davon missen. 
(Pause in denen sich die beiden viel zu lange in die Augen blicken) 
Claudia - räuspert sich.
Pepper: Wie könnten wir in möglichst wenig Sätzen unser Buch beschreiben, ohne den Klappentext aufzusagen? 
Tini: Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die aus ihren alten Wegen in jeder möglichen Form herausgeschleudert wird und dabei ihr Leben und das von Menschen, die sie liebt komplett durcheinander bringt. Erst als sie lernt zu sich zu stehen, hat sie eine Chance alles wieder einigermaßen Ordnung zu bringen. Das hoffen wir zumindest?
Noah: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? 
Tini: Oh mein armer Noah, dir habe ich es wirklich nicht leicht gemacht, das stimmt. Ja leider muss das immer sein, sonst sind wir eine Soap Opera ohne Zuseher. Denn je mehr unsere Leser mitfiebern und lachen, desto schöner ist das Leserelebnis, auch wenn es hart ist für dich. Diese ganzen Fans, ich weiß das ist dir ein Graus. Halte durch mein Held! 
Pepper: Habt ihr auch eine Lieblingsstelle im Buch, die wir den Lesern vorstellen könnten? 
Pepper: Die Stelle, wo Gabriel am Ende von mir eine drauf bekommt. Ziemlich am Ende, wo ich ihm die Meinung geige. Und so kitschig es klingt, Noahs und mein erster Kuss war schon sehr romantisch und aufregend. (schmilzt) 
Noah: Ich glaube ich habe 2. Einmal, als ich Pepper das erste Mal in die Augen sehe - das ist einfach zu witzig, wie sie das komplett aus der Fassung wirft. Und die zweite Stelle ist, als ich wieder Klavierspielen kann. Die Erleichterung war einfach zu groß. Bei der Erinnerung schüttelt es mich jetzt noch. 
Noah: Wie viel echte Tini steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
Tini: Erwischt! In Pepper steckt tatsächlich eine Menge Tini. Vor allem von der jungen Tini. Ich konnte Pepper ein paar Sachen machen lassen, die mir als junges Mädchen verwehrt waren. Das fand ich natürlich grandios. Außerdem habe ich auch in einem Fotolabor und als Fotografin gearbeitet. Noah du weißt wer deine Vorlage ist, das bleibt ein wenig nebulös, sorry. Gabriel ist eine Mischung aus realen Personen. Ja auch meinen ExFreunden. Eigentlich hat jede Figur eine reale Ausgangsperson, bis sie sich dann zu einer vollen und eigenständigen Persönlichkeit im Roman entwickelt. 
Claudia: Pepper, Noah, unter uns. Wie würdet ihr als Hauptprotagonisten eure Autorin beschreiben?
Pepper: Ja wirklich? Du gibst ihr das aber nicht zu lesen okay? Was meinst Du Noah, können wir hier alles rauslassen? 
Noah: Wenn nicht hier wo dann? 
Pepper: Na gut. Ich kenne Tini ja nun recht gut und ich weiß, dass sie ganz unabsichtlich mit dem Schreiben angefangen hatte. Wenn ich mich erinnere was für Quatsch sie am Anfang geschrieben hat - das musste alles raus aus dem Buch. 
Noah: Ja und mich hat sie mal gleich ganz vergessen. Ich war ein farbloser Held, der dann am Ende... naja. Also jedenfalls bin ich froh, dass sie sich dann wieder hingesetzt hat und meine Geschichte etwas ausgebaut hat. Jetzt hab ich doch ein paar Ecken und Kanten. 
Pepper (verliebter Blick): Ja zum Glück. Die hast du auch nötig (kichert) 
Noah: Hey du Schnepfe! 
Pepper (versöhnlicher) Selber Schnepfenmeister. Also. Eines ist gewiss: Tini liebt ihre Figuren und fantastische Geschichten und wir hatten richtig Spaß in dem ganzen Chaos. 
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Pepper: Der Titel! Was für ein Drama. 
Noah: Genau! Pepper im Titel oder nicht, das Wort Zeit musste ja vorkommen, Pepper erinnert zu sehr an Peppa Wutz, nichts hat so richtig gepasst. 
Pepper: Am Ende sind wir wieder schlicht zum Anfang zurückgekehrt. Einfach und knackig. 
Noah: Sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen? 
Pepper: Also ich liiieeebe es. 
Noah: Es is schon sehr pink 
Pepper: Aber es ist eine Liebesgeschichte (klappert mit den Wimpern) 
Noah (Stöhnt) aber es ist auch eine spannende Zeitreisegeschichte. 
Pepper: Ich liebe die Morgenstimmung und die Farben, einfach alles. 
Noah: Ein Klavier hätte noch dazu gepasst. 
Pepper: Das hätte aber falsche Schlüsse ergeben, möglicherweise. Herr Musiker. 
Noah:(seufzt) Na gut. 
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Pepper: Sibille: »Ihr wart immer genau da, wo ihr gerade sein solltet.« Ich sah sie ungläubig an. »Wo wir sein sollten?« 
Noah: »Denkst du das, was ich denke?«, fragte er vorsichtig. »Wenn du an etwas völlig Verrücktes, Unvorhersehbares, Risikoreiches und Durchgeknalltes denkst, dann ja.« 
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch.
Danke liebe Claudia für die Möglichkeit. Das hat unheimlichen Spaß gemacht. 

[Autoreninterview] Tini Wider

Autoreninterview
Tini Wider


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich heiße Tini und lebe seit 7 Jahren mit meinem Mann, 2 Kindern und 2 Katzen in Kanada. Ich bin in Österreich aufgewachsen, habe aber auch 5 Jahre in Deutschland gelebt. 
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon als Kind unzählige Brieffreundschaften gepflegt und jahrelang Tagebücher geführt. Das Schreiben war also schon auf vielleicht eher unbewusste Weise immer ein Teil von mir. Allerdings habe ich vor ca. 5 Jahren begonnen 'so richtig', also einen Roman zu schreiben. Ich bin in meinem Brotberuf von Plänen und Budgets gewissermaßen umzingelt und habe das Gefühl meine kreative Ader hat nach all den Jahren einfach ihren Willen durchgesetzt. So nach dem Motto: Setz Dich hin und schreib das auf, was da in deinem Kopf herumgeistert. 
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Noch keines! Das erste Buch, das jetzt erscheint heißt Zeitenchaos und ist ein YA Romantasy Zeitreiseroman, in dem die Hauptfigur Pepper unabsichtlich in der Zeit zurückreist, Abläufe verändert, dabei ihr Leben und das von Menschen, die sie liebt ins Chaos stürzt und sich dabei natürlich auch ganz schrecklich dabei verliebt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Mein zweiter Roman ist gerade sozusagen 'im Angebot' und läuft bei ein paar Schreibtwettbewerben mit. Es ist eine sehr moderne Märchenadaption der Gänsemagd (Geb.Grimm) und der dritte (Das magische Backbuch) steht kurz vor der ersten Testleserrunde.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Oh wie blöd das klingt: am liebsten immer Schreiben. Aber ich mache sonst auch gerne Power Yoga, habe eine Reitbeteiligung und laufe gerne. Gelten 2 Teenagertöchter als Hobby?
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Oja natürlich. Kerstin Gier steht da ganz oben auf der Liste. Aber auch Halo Summer, Cornelia Funke - und ja klarer Harry Potter Fan und Herr der Ringe sind Pflicht. Ich mag auch Kai Meyer und seine Seiten der Welt Reihe.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Am liebsten schreibe ich an meinem Laptop im Kaffeehaus. Ich habe ein Foto in meinem Feed, da sieht man den Blick über meinen Kaffee. Wenn ich umgeben bin von diesen undefinierbaren Geräuschen und leise Musik in den Ohren, da kommen mir die besten Ideen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein perfekter Schreibtag zu Hause sieht so aus: Frühstück, Aufräumen, Roomba an, Schreiben, Pause nächstes Zimmer - Roomba, dann wieder Schreiben. Dann ist alles schön sauber und ich schreibe durch bis Mittag. MIttagessen, dann Kaffee und Schreiben, den ganzen Nachmittag - meistens schaffe ich so viel, dass ich Abends zufrieden aufhören kann. 
Ein perfekter Schreibtag im Kaffeehaus (an Wochenenden): Frühstück, Kind zur Zirkusschule fahren, sofort ins Kaffeehaus rauschen, einen Kaffee mit Mandelsirup bestellen, schreiben bis 12, Kind heimfahren, wieder zurück zum Kaffeehaus, schreiben bis 16 oder 17 Uhr.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese und schreibe am liebsten Urban Fantasy, Romantasy und Romance. Thriller oder Krimis lese ich gelegentlich, aber da kommen mir keine Ideen...
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Zitat für meinem Leben: “Do not follow where the path may lead. Go, instead, where there is no path and leave a trail.” — Ralph Waldo Emerson 
Zitat aus meinem Buch: Im Moment war alles so, wie es sein sollte. Ich wollte weder in der Zeit zurückreisen noch in die Zukunft. Das Hier und Jetzt war perfekt.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Kanada, weil hier lebe uns es einfach so groß und warmherzig ist. 
Großbritannien, weil es (und vor allem London) sich immer wie Heimat anfühlt
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich kann sehr gut mit Kritik umgehen, solange sie konstruktiv ist. Ich hatte bisher auch immer Glück und nur eine einzige unglückliche Testleserin, die dann aber so abgegangen ist, dass ich das nicht ernst nehmen konnte. Ich habe aber eine Angewohnheit mit unkonstruktiver Kritik umzugehen: Und zwar gehe ich dann zu meinem allerliebsten Lieblingsbuch und suche mir die 1 Sterne Rezis raus. Das jemand ein so tolles Buch nicht mag beweist einfach, dass Geschmäcker verschieden und manche Menschen einfach unsensibel sind. Und dann geht's wieder.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Da ich in Kanada lebe war es mir wichtig einen Partner im deutschsprachigen Raum zu haben. Wir können uns so viele Aufgaben teilen, die ich als SP alle allein machen müsste. Und der Verlag ist selbst erst ganz am Anfang, also die Zusammenarbeit ist sehr nett. Eher eine Partnerschaft.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Was mich am meisten freut ist, wenn ich von den Lesern die Rückmeldung bekomme, dass meine Geschichte genauso spannend und aufregend zu lesen war, wie für mich zu schreiben. Ich denke, dass ist das beste Gefühl, dass es auf der Welt gibt für einen Autor. Und ich danke jedem Leser von Herzen, der diese Reise mit mir begeht, denn was wären wir Autoren ohne unsere Leserschaft?

Mittwoch, 1. Juli 2020

[Reiheninterview] Forever Yours von Morgan Stern

  


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Morgan Stern, um mit ihr über ihre Reihe „Forever Yours“ zu sprechen. 

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hallo, sehr gerne doch. Freut mich, hier sein zu dürfen.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Forever Yours – Gefangen. Sein.“, „Forever Yours – Verloren. Sein.“ und „Forever Yours – Am Ende. Sein.“ mit wenigen Worten vorstellen?
Da würde ich direkt auf den Text eines meiner Werbebilder zurückgreifen:
Jeder hat ein dunkles Geheimnis. Er hat viele. Eines davon ist Mira. Sie gehört ihm – ob sie will oder nicht.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ganz ehrlich? Ich bevorzuge schwierige, düstere Situationen. Ich liebe es, die Tiefen der menschlichen Psyche zu analysieren, Gedankengänge auszuformulieren und ja, auch meine Protagonisten leiden zu lassen. Nicht weil ich in irgendeiner Weise sadistisch veranlagt wäre (*lach*) sondern weil ich finde, dass diese Szenen am meisten Freiraum lassen, um sich auszudrücken und weil sie eben berühren und bewegen.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Oh ich habe einige Stellen, die ich besonders mag – aus welchen Gründen auch immer. Im ersten Teil beispielsweise versucht Mira an einer Autobahnraststätte zu fliehen. Leider nimmt die einzige Person, die ihr helfen könnte, sie gar nicht erst ernst und so vereitelt Ryan ihren Versuch postwendend. 
Es gibt ein paar Situationen, in denen Mira immer wieder kapitulieren muss, auch wenn sie sich nie komplett aufgibt. Ihre Ängste und Gedanken zu beschreiben hat mich teilweise sehr viel Kraft gekostet und ich denke, das merkt man als Leser vermutlich auch. Schon alleine deshalb mag ich eben die schwermütigen Szenen der Bücher. 
Im zweiten Band gibt es eine Art Schlüsselmoment – Ryan ist mit Mira am Meer und er beobachtet sie eine Weile. Viel mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, doch ich glaube, das ist eine meiner absoluten Lieblingsstellen.
Wie viel echte Morgan steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Ich glaube ein bisschen Morgan steckt in all meinen Charakteren, im einen mehr, im anderen weniger. Man gibt immer auch etwas von sich selbst, wenn man seine Protagonisten erschafft. Vermutlich kann man sie anders auch nur schwer authentisch gestalten. Dementsprechend – ein bisschen. Nicht wirklich viel aber den ein oder anderen Gedankengang kann ich schon nachvollziehen.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben? 
*lach* Ryan würde sich sicherlich beschweren, besonders darüber, dass ich ihn als den totalen Weiberhelden dargestellt habe und er gar nicht annähernd so arrogant ist, wie ich ihn beschrieben hatte. Folglich würde er mich dann des grenzenlosen Übertreibens bezichtigen. Stimmt natürlich überhaupt nicht. 
Ich denke, meine Protas würden mich als durchaus humorvoll beschreiben, wenngleich sie mir sicherlich doch die oben schon genannten sadistischen Züge unterstellen würden. Klar, ich sorge ja auch dafür, dass immer ordentlich viel gelitten wird, damit ich was zum Schreiben habe. *lach*
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Ich hatte eigentlich schon von Anfang an an eine Reihe gedacht – ganz einfach, weil die Geschichte ansich so viele Möglichkeiten, so viele Richtungen bietet, in die sie laufen könnte. Es wäre für mich ein Unding gewesen, all das in nur ein einziges Buch quetschen zu müssen. Außerdem, wie du richtig vermutet hast, haben die Protas auch ihren Teil dazu begetragen, dass sich die Geschichte weiterentwickelt und das geht bekanntlich ja nur, wenn man auch die Chance dazu hat.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
FOREVER YOURS als Titel war das allererste, was ich wusste und das ist schon viele Jahre her. Vor der Veröffentlichung des ersten Bandes habe ich mit meinem Team lange gegrübelt, gesucht, herum probiert, weil ich das Gefühl hatte, einen deutschen Titel wählen zu müssen. Letztendlich waren wir uns aber doch einig, dass nur der Originaltitel passend für die Geschichte ist. Die deutschsprachigen Zusätze habe ich mir immer erst kurz vor der Veröffentlichung überlegt, eben dann, wenn das Buch fertig war.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Die FOREVER YOURS Cover habe ich mit meinem Team zusammen entworfen. Das ist immer eine ganz lustige Sache, wir starten quasi beim Nichts und ich schicke unendlich viele verschiedene Versionen durch die Gegend, höre mir alle Meinungen und Vorschläge an, wir feilen dann weiter... bis zumindest ich irgendwann damit zufrieden bin. *lach*
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Siehe oben. Man kritisiert gerne, mich natürlich auch und das insbesondere weil FOREVER YOURS I ja mein Debüt war, doch an den FOREVER YOURS Covern habe ich nie etwas geändert und werde es vermutlich auch nicht. Nicht weil ich sie perfekt finde, sondern vielmehr weil es etwas sehr besonderes für mich war und ist. An den Covern meiner anderen Bücher habe ich im Gegensatz dazu schon immer mal Änderungen vorgenommen, man lernt ja nie aus.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Da gibt es einige aber ich suche mal pro Buch eines für euch heraus.
>>Merk dir, wenn ich etwas will, dann nehme ich es mir einfach.<< aus Teil I 
>>“Du brauchst eben Zeit. Viel Zeit. Aber wir haben ein ganzes Leben lang Zeit, nicht wahr?“ Die Bedeutung seiner Worte wurde mir viel zu schnell klar, ein ganzes Leben, für immer. So. Mit ihm. Als seine Gefangene. Daran würde sich nichts ändern.<< aus Teil II 
>>Du weißt wie man so schön sagt? ...lass es los... und wenn es zu dir zurück kommt, ist es dein für immer.<< aus Teil III
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir! Es war mir ein Vergnügen!