Samstag, 20. Oktober 2018

[89/2018] Game over - You're lost von Stefanie Mühlsteph



Das Buch "Game over - You're lost" wurde von Stefanie Mühlsteph verfasst und erschien 2018 im Papierverzierer Verlag.

Etta giert nach der Aufmerksamkeit ihrer Eltern, die oft durch Abwesenheit glänzen. Als ein neues Multiplayerspiel sie und ihren Bruder in ihren Bann zieht, sind die Konturen zwischen realer und virtueller Welt nicht mehr zu genau abzugrenzen.

Der Autorin gelingt es einem in ein Szenario zu versetzen, wo man selbst nicht mehr so genau weiß, in welcher Welt man sich befindet. Außerdem gelingt es der Autoren sehr gut, die Charaktere so zu beschreiben, dass sie greifbar und echt erscheinen. Die Welten verschmelzen förmlich und es war für die Spieler und den Leser nicht immer leicht zu sagen in welcher Realität man sich befindet.

Die Wortwahl und der Sprachgebrauch waren in manchen Sequenzen gewöhnungsbedürftig, aber notwendig, diese Begriffe zu verwenden. Denn man verendet in der IT- oder Gamingsprache nun mal die Begriffe und umschreibt sie nicht blumig. Wenn man sich allerdings in diese Welt eingefunden hat, konnte man sich auf ein Abenteuer gefasst machen, das seinesgleichen sucht.

Es ist gelungen in diesem Jugendthriller, viele für die Gesellschaft wichtige Themen zu integrieren. So zum Beispiel Mobbing, Suchtverhalten, Leistungsdruck, kämpfen für Gerechtigkeit, oder der Kampf von den Eltern wahrgenommen zu werden.

Ich empfehle diesen Jugendthriller tatsächlich jedem Thrillerliebhaber, wobei durch manche Szenen das Lesealter vielleicht auf 15 bis 16 Jahre gesetzt werden sollte. Es ist ein Lesefest für Jung und Junggebliebene.