Samstag, 24. Juni 2017

[ebook] 18.Buch im Juni: Edingaard 1 - Der Pfad der Träume von Elvira Zeißler

Das Buch "Edingaard 1 - Der Pfad der Träume" wurde von Elvira Zeißler verfasst und ist der 1.Teil einer Trilogie. Es erschien 2016 im Verlag BookRix GmbH&Co.KG.

Cassandra, die von ihren Freunden immer Cassy genannt wird, lebt seit ihrer frühester Kindheit mit sehr realen Träumen, in denen ihr Julien erscheint. Eines Tages fühlt sich Cassy verfolgt und sie erfährt, dass es scheinbar nicht nur unsere Welt gibt, sondern auch noch eine andere und sie die einzige ist, welche Julien helfen kann. Sie lernt viele Helfer, Freunde, Feinde und andersartige Tiere kennen auf ihrem Weg, ihrer großen Liebe zu helfen. Doch wer ist Freund, wer ist Feind? Wer ist ihr positiv gesinnt, wer negativ? Ein spannender Weg nach und durch Edingaard beginnt.

Der Autorin gelingt es ein Feeling aufzubauen, dessen man sich nicht entziehen kann. Ab er ersten Zeile ist man mitten in der Geschichte und fiebert mit Cassy mit, ob sie denn ihre Liebe finden wird oder ihre Verfolger ablenken oder ihnen entkommen kann. Oft lernt man auch verschiedene andere Personen kennen, welche ihr scheinbar helfen wollen oder es zumindest vorgeben. Dadurch entstehen Spannungsbögen, welche dem Leser oft atemlos durch die Seiten jagen lassen, nur um herauszufinden, wie und ob es denn irgendwie gelingen möge sich aus diesen Situationen zu befreien oder herauszureden.
Cassandra scheint mir zunächst sehr einfältig, als sie sich auf Wunsch einer Traumerscheinung einfach auf eine ungewisse Reise begibt, ohne zu wissen wie oder was auf sie zukommen könnte. Oft regt sie einem natürlich durch ihre grenzenlose Gutgläubigkeit maßlos auf. Doch im Laufe des Buches gelingt es ihr doch auf ihr Bauchgefühl zu hören und auch die Notbremse zu ziehen, wenn sie merkt, dass sie sich nun auf einen völlig falschen Weg zu befinden scheint. Dass ihre grenzenlose, unabdingbare Liebe auch auf Probleme stoßen wird, wird dem Leser schnell klar, aber Cassy kämpft immer in jeder Leseminute darum.
Die Sprache und die Wortwahl sind sehr gut gewählt, man kann mit den Protagonisten sehr gut durch diese fremde, gefährliche Welt reisen. Die inneren Konflikte, welche sich in den Köpfen, Gefühlen und Situationen in oder durch die verschiedenen Personen aufbauen, kann man sehr gut nach vollziehen und dadurch ist man auch immer angehalten, immer weiter zu lesen und zu hoffen, dass zumindest der eine oder andere eine sinnvolle, gute Lösung für das momentane Problem finden kann.
Es ist ein Abenteuer mit sehr vielen Wendungen und sehr viel Gefühl, denn auch die Liebe kommt nicht zu kurz in diesem Buch. Allerdings muss man auf ein Ende gefasst sein, welches offener nicht enden könnte.

Wer also gerne Geschichten mit Liebe und Magie, in fremden Welten und neuen Geschöpfen liest, sollte auf jeden Fall zu diesem ersten Teil der Edingaard-Reihe greifen.

Donnerstag, 22. Juni 2017

[ebook] 17.Buch im Juni: Vox Diaboli von Jasmin Krieger (Hrsg.)



Das Buch "VOX DIABOLI" wurde von Jasmin Krieger herausgegeben und enthält drei Kurzgeschichten der Autoren Arthur Gordon Wolf, Rosa Leber und Sören Prescher. Erschienen ist das Buch 2017 im K&K Books Verlag.


Während uns Arthur Gordon Wolf in seiner Kurzgeschichte uns mit Ashley Barden in eine Parallelwelt jenseits der festgefahrenen Schienen führt, versucht uns Rosa Leber uns beginnend in einem Straflager der NS-Zeit mit einen dämonischen Fluch, welcher nicht zurückgenommen werden kann, das Fürchten zu lehren. Als letzter erzählt uns Sören Prescher von einer Eiche, welche scheinbar ein schreckliches Eigenleben führt.


Den Autoren gelingt es mit ihren Geschichten einem Horror vom Feinsten zu liefern. Es ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht, eine Geschichte zu zaubern, die einem in wenigen Seiten das Gruseln lehrt und die so greifbar sind wie diese drei.
Sicher, bei der Kurzgeschichte von Rosa Leber hat man die große Frage, ist das möglich? Kann das sein? Aber immer wieder hört man von Sachen, die scheinbar unmöglich sind, aber dann doch klappen. Also ist der Horrorfaktor hier noch höher. Denn du weißt nie, was Menschen so alles beherrschen.
Die Protagonisten sind von allen drei Autoren sehr lebensecht und greifbar beschrieben, sodass man in jeder Situation mit ihnen mitfühlen, mitleiden und mitfürchten kann.
Die Sprache und die Wortwahl ist bei den Kurzgeschichten auch extrem gut gewählt, denn man kann immer das Gefühl einfach mittendrin zu sein und man dreht sich abends gerne noch einmal um, oder versucht einfach mal etwas anderes zu tun, als normal, um zu sehen, was denn wirklich passieren wird.


Jeder der ein Fan von feinster Horrorliteratur ist, ist mit diesem Buch sehr gut beraten, denn obwohl es dünn ist, hat es trotzdem genau die richtige Dosis Thrill, die man als Leser gerne mal wieder zu lesen hat.

Dienstag, 20. Juni 2017

[ebook] 16.Buch im Juni: Hexenherz - Eisiger Zorn von Monika Loerchner

Das Buch "Hexenherz - Eisiger Zorn" wurde von Monika Loerchner verfasst und erschien 2017 im Acabus Verlag.

Helena lebt in einer Zeit, in derer alle Frauen mit Magie beseelt sind und die Männer den Frauen unterworfen sind. Auch Helena hat eine magische Fähigkeit, nämlich die des Eises. Mit dieser ist sie bei der Ostgarde und kämpft für das goldene Reich. Als sich ihr Bruder den Rebellen anschließt, beginnt für Helena eine schwere Zeit, denn dadurch, dass sie es nicht meldet, wird sie auch automatisch zur Verräterin. Ein neuer Lebensweg beginnt.

Der Autorin gelingt es eine alternative Realität zu schaffen, in der man mit den Protagonisten Geschehnisse erleben kann, welche einem einfach mitreißen in eine fremde Welt voller Magie und Zauber. Es ist eine interessante Welt, in die man hier reisen darf, denn die Idee, dass die Frauen die Regierenden sind, weil sie magische Fähigkeiten haben und die Männer eigentlich nur Untergebene und Arbeiten, hat doch etwas Neues, etwas Anderes, in was man sich doch sehr gut einfühlen kann. Auch das Problem mit den Rebellen oder Verrätern ist ein Problem, welches auch jetzt sehr aktuell ist, denn im Untergrund das Regime zu untergraben ist eine Aufgabe, welche für beide Seiten sehr gefährlich sein kann.
Die Protagonisten sind sehr lebensnah und lebendig beschrieben, sodass man sich das Aussehen und das Handeln sehr gut vorstellen kann. Auch die Gedanken und Handlungen kann man teilweise sehr gut verstehen und nachvollziehen.
Helena ist eine sehr hitzige, junge Frau, welche beiden Geschlechtern gleichermaßen zugetan ist und dadurch auch einige Probleme nahezu magisch anzieht. Während zunächst ihre Probleme in der Kindheit besprochen werden, also auch das späte Erwachen ihrer Magie und schließlich ihr Leben in der Garde und ihren sehr rasanten Abstieg, kann man immer wieder einen Wandel in ihren Einstellungen und Überzeugungen feststellen, denn so manches was ihr in der Geschichte passiert erschüttert ihre Lebenseinstellung und die Einstellung zu ihrer Macht, in ihr inne wohnt.
Die Wortwahl und die Sprache ist sehr lebendig. Auch kommen Szenen vor, die in sehr blumigen Worten beschreiben, was Helena fühlt und macht. Denn eines sei gesagt, sie ist eine Protagonistin, welche kein Blatt vor den Mund nimmt und sehr deutlich sagt, was ihr gerade nicht passt oder auch direkt sagt, was ihr durch den Kopf geht, wodurch manche Szenen auch von einer gewissen Komik zeugen. Auch die Konflikte der Charaktere, sei es Helena oder die zahlreichen anderen die im Buch vorkommen werden sehr gut und offen dargestellt, sodass man immer das Gefühl hat, dass man mitten im Geschehen dabei ist.
Auch die Annalen des Goldenen Reiches, welche immer zwischen den Kapiteln auftauchen machen die Geschichte interessant, denn wirkliche Geschehnisse der Geschichte werden hier für das Buch passend umgeschrieben. Man kann hier mitdenken, ab und zu miträtseln, welche geschichtliche Person des Mittelalters tatsächlich gemeint sein könnte und es lockert die Gesamtheit des Buches super ab.

Jeder der gerne Geschichten liest, in denen es um Macht, Liebe, Magie, Schmerz, Verlust und Verrat geht, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen, denn es hat einfach alles, was sich ein Leser in diesem Bezug wünschen kann.

Sonntag, 18. Juni 2017

[Protagonisteninterview] Hexenherz - Eisiger Zorn von Monika Loerchner

Protagonisteninterview Hexenherz

[Ich treffe mich heute mit Monika Loerchner in der Nähe von Waszern, um mit ihr und hoffentlich einigen Protagonisten über die Entwicklungen des Buches „Hexenherz – Eisiger Zorn“ zu sprechen.]

Hallo Monika, es freut mich, dass du heute für mich Zeit hast, um über das Buch zu sprechen.
:D Zeit ist in der Tat derzeit etwas knapp bei mir. Aber bei so einem interessanten Interview kann ich ja nicht nein sagen. :-)

[Neugierig blicke ich mich um, denn wir scheinen irgendwo im nirgendwo zu sein]

Wo sind wir hier eigentlich genau, und warum sind wir eigentlich genau hier? Es gibt doch sicherlich schönere Flecke, wo wir uns treffen hätten können, oder?
Wir sind in der Nähe eines Ortes namens Waszern. In unserer Welt liegt das in der Ecke Ungarn/Slowakei. Glaube ich. Die alten Länder Europas und ihre Grenzen existieren ja hier schon lange nicht mehr …

[Da kommen aus dem Unterholz komische Geräusche, es klingt wie eine Katze, aber doch nicht. Das Tier welches sich uns nähert scheint verletzt zu sein. Ich versuche dieses leidende Tier anzulocken. Auf die Einwände von Monika gehe ich nicht ein.]

Also ich würde das lassen ...

[Plötzlich sehe ich mich mit vier mir unbekannten Personen konfrontiert, welche dieses arme Tier scheinbar abschlachten.]

Warum habt ihr denn das gemacht? Das arme Tier hat euch doch nichts getan! Es war krank und ihr habt es … abgeschlachtet!
„Abgeschlachtet“? Liebe Claudia, beruhige Dich bitte! Ein Messerwurf und ein … Akt der Gnade, aber ganz sicher kein „abschlachten!“ Außerdem hatte Mirja sicher gute Gründe dafür. Aber wenn Du nichts dagegen hast … Mir ist grade irgendwie schlecht geworden. Geh schonmal mit den Anderen vor, ich komme gleich nach!

Wieso so kryptisch, was hatte dieses Tier? 

[Ich sehe zwischen den vier Personen hin und her, die zwar Monika kennt, aber mich einfach links liegen lassen. Begrüßungen werden während des Gehens zum Ort ausgetauscht, da erfahre ich, dass es sich wohl um Helena, Mirja, Adrian und Glenna handelt. Langsam folge ich den mir noch immer Unbekannten, ein kleiner Junge rennt uns entgegen, sobald wir in Sichtweite von Waszern sind.]

Mirja: „Ich will jetzt nicht darüber sprechen!“
Die schöne Rebellin wirft Claudia einen finsteren Blick zu und läuft ein Stück vor.
„Lass sie“, sagt Adrian, als sich Claudia anschickt, Mirja hinterherzugehen. „Sie braucht jetzt einen Moment für sich.“
„Pfff“, macht Helena. „Erst die arme Katze umbringen und dann einen auf Prinz-rühr-mich-nicht-an machen, oder was?“
„Du weißt ja nicht, wovon Du da redest!“ Glenna schüttelt den Kopf. „Denkst Du etwa, das hat ihr Spaß gemacht?“
„Meinst Du jetzt mich oder die da?“ Helena deutet auf Claudia, die noch immer recht unglücklich dreinschaut.
„Euch beide natürlich“, grinst die Rebellin. „Und mal so ganz nebenbei: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!“
„Glenna!“
Zu Claudias Erstaunen reagiert die Frau sofort auf Adrians Ermahnung. „Schon gut!“
An die Besucherin gewandt erklärt er: „Die Katze … das alles hat etwas mit Chris zu tun. Er … Das Beste wird sein, wenn ich es Dir zeige. Sobald wir in Waszern angekommen sind, einverstanden?“
Claudia nickt benommen. Dieser Kummer in den Augen des Rebellenführers ...
„Mund zu, Du sabberst!“, faucht Helena. Ertappt zuckt Claudia zusammen, während Glenna laut auflacht.
Zu Claudias Glück richtet sich die Aufmerksamkeit der Anderen jetzt auf einen Jungen, der ihnen entgegengerannt kommt.
„Helena!“
„Anwesend.“ Die Angesprochene seufzt. „Es wäre ja auch mal zu schön gewesen, mal fünf Minuten Ruhe zu haben!“
Der Junge rennt weiter auf Helena zu und bleibt erst wenige Zentimeter vor ihr stehen.
„Schon gut, ich bin ja hier“, murmelt sie und wuschelt ihm über den Kopf. „Musst ja nicht jedes Mal so einen Aufstand machen, Kleiner.“
„Oh“, sagt Claudia erfreut. „Ich wusste gar nicht, dass Du ein Kind hast?“
Der Blick, den ihr Helena zuwirft bedeutet nichts Gutes.
„Das ist Mojeserce“, erklärt Adrian an ihrer statt. „Er ist Helenas Neffe.“

Hallo! Es freut mich euch alle kennenzulernen! :)  Könntet ihr euch vielleicht gegenseitig ganz kurz (mit nur drei Wörtern) vorstellen?
Adrian: „Wie gesagt, das da ist Mojeserce, Helenas Neffe, den sie zu seiner Familie bringen will, lange Geschichte. Ich bin Adrian Samo, und ich trage die Verantwortung für alle, die mir folgen. Ich habe mich übrigens nach meinen Eltern Samuel und Mona benannt und nicht, wie es sonst im Goldenen Reich üblich ist, nur nach meiner Mutter. Ich glaube fest daran, dass jene, die über Magie verfügen und solche, die es nicht tun, gleichwertig neben- und miteinander leben können und-“
Mirja: „Und er redet gerne, also Vorsicht, Claudia: Wenn du Adrian lässt, redet er stundenlang!“
Glenna: „Aber er kämpft auch, wenn es sein muss.“
Mirja: „Genau wie Du.“
Glenna: „Wie wir alle.“
Mirja: „Ich bin übrigens Mirja von Marpah, das hier ist Glenna von Normaid und Helena hier kommt aus Smaleberg und ist auf dem Weg ins Großmoldawische Reich.“

Was führt euch in diesen Ort?
Mirja: „Chris.“
Adrian: „Und Vorräte. Gesellschaft. Wir haben Freunde in Waszern.“

Helena, kannst du uns erzählen, wie es dazu kam, dass du den Jungen gefunden hast und wie du zu Adrian gekommen bist?
Helena: „Ja wie 'Wie ich zu Adrian gekommen bin'? Sehe ich so aus, als wäre ich eine dieser peinlichen Weiber, die einem Mann hinterherlaufen oder was? Ich bin überdies nicht freiwillig hier, meine Liebe, oder war es zumindest anfangs nicht. Die reizende Glenna hier und Gero, dieser Vollpfosten, haben es anscheinend für eine gute Idee gehalten, ihre Truppe hier mit meiner Anwesenheit zu bereichern. Nichts für Ungut, Glenna, wir sind quitt, aber mit Gero habe ich da noch eine Rechnung offen … Und was den Jungen betrifft ... Nun, wie Adrian schon sagte, das ist mein Neffe, den ich zur Familie seines Vaters bringen will. Und jetzt hör auf, mir Löcher in den Bauch zu fragen. Reicht doch schon, dass mir der Kurze die ganze Zeit auf die Nerven geht.“
Monika (die Claudia soeben eingeholt hat) flüstert: „Claudia, glaub ihr kein Wort! In Wahrheit ist Mojeserce-“
Helena: „KLAPPE ZU! Kein Wort mehr, Süße, oder ich sorge dafür, dass du für sehr sehr lange Zeit nicht mal mehr flüstern kannst, verstanden?“
Monika: „Huch!“

Wer von euch ist eigentlich magisch begabt?
Mirja: „Ich bin ein sogenanntes 'Fräulein' und habe gar keine Magie. Das macht mich in den Augen meiner Familie zu einer Missgeburt. Sie hatten große Erwartungen an mich und als sie feststellten, dass ich über keinen Funken Magie verfüge, haben sie mich verstoßen.“
Glenna: „Ich, und meine Magie ist stark. Kostprobe gefällig, Schätzchen?“
Helena: „Meine Familie und ich sind Erweckungsverweigerer. Keine Ahnung, ob ich über Magie verfüge oder nicht.“
Monika: „*HUST*“

Adrian, wie geht es dir in einer Gesellschaft, wo eigentlich die Frauen das Sagen haben?
Adrian: „Ich habe mich entschieden, dieser Gesellschaft den Rücken zu kehren. Wir leben hier gleichwertig miteinander: Männer und Frauen. Wobei wir auch jene als 'Frauen' bezeichnen, die keine Magie haben. Wir beurteilen einen Menschen nach seinen Taten, nicht nach seinem Geschlecht oder seiner Magie. Wir sind immerhin Menschen, wir sollten uns nach Vernunft und Gerechtigkeit richten und nicht nach dem, der am stärksten ist.“

 [Immer wieder bemerke ich, dass Helena sich nervös nach allen Seiten umschaut, als halte sie nach jemand Bestimmtes Ausschau.]

Monika, kannst du uns jetzt erklären, worauf oder auf wen Helena wartet? Und wer ist Helena wirklich?
Monika: „Ausschau halten hier alle, immerhin patrouilliert hier die berüchtigte Nordgarde. Wenn die Adrian und die Anderen unvorbereitet antreffen würden … wäre das gar nicht gut. In jeder Garde versammeln sich nur die besten unter den Frauen, aber man munkelt, die Nordgarde wäre der absoluten Elite vorbehalten. Nordgarde oder Goldene Garde, gefährlichere Frauen triffst Du nirgendwo! Und wer Helena wirklich ist? Nun, sie ist -
Helena: „Schätzchen, LETZTE Warnung!“

Helena, willst du uns nun noch etwas über deinen Werdegang in der Garde der Goldenen Frau und deine magische Kraft erzählen?
Helena: „Bist Du bescheuert? Wenn das jetzt die Anderen gehört hätten, würdest du dich mit meiner zerstückelten Leiche unterhalten! Dir ist doch schon klar, dass ich als Zweite der Ostgarde die Todfeindin dieser Verräter bin, oder? Göttin, manchmal glaube ich … egal. Aber kein Wort mehr jetzt, verstanden? Auch nicht darüber, dass ich sehr wohl über Magie verfüge und nur meine Tage der Erneuerung habe, kapiert?“

Ich danke für dieses sehr interessante, spannende Interview.
Adrian: „Gerne. Du kannst ruhig noch eine Weile bei uns bleiben, wenn Du möchtest. Freunde sind uns immer willkommen.“
Mirja: „Kein Problem. Kannst du eigentlich jagen?“
Glenna: „Mach`s gut, Claudia! Ich geh schon mal vor, Corey und Tim dürften mittlerweile im Dorf angekommen sein und ich habe so ein Gefühl, dass die schon wieder irgendeinen Blödsinn aushecken.“
Helena: „Jaja, schon gut. Wofür auch immer das jetzt gut gewesen sein soll.“
Monika: „Immer wieder gern! :-)“


[Buchvorstellung] Hexenherz - Eisiger Zorn von Monika Loerchner

Buchvorstellung einmal anders! 😉


Wichtige Fakten:
Autorin: Monika Loerchner
Seitenanzahl: 440 Seiten
Verlag: Acabus Verlag
Erscheinungsdatum: 1.März 2017
Preis ebook: 5,99€
Preis Taschenbuch: 15€

Der Klappentext:
Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig!
550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler - und seine Feinde …

Heute möchte ich euch das Buch „Hexenherz – Eisiger Zorn“ aus der Sicht der Autorin  Monika Loerchner vorstellen.

Hallo, ich freue mich, dass du heute für dein Buch antwortest!
Ich mich auch, :-)

Beschreibe uns doch bitte dein Buch in max. 5 Sätzen.
In „Hexenherz – Eisiger Zorn“ geht es darum, dass das Geschlecht nicht den Charakter bestimmt. Es geht um das Gute und das Schlechte im Menschen und darum, dass Beides oft nebeneinander existiert, ebenso, wie es oft mehrere „Wahrheiten“ gibt. Und um den Glauben, dass jeder von uns unabhängig von den Werten und Normen seiner Gesellschaft weiß, was richtig und was falsch ist. Es geht um Mut.

Wie bist du auf die Idee gekommen, dass Frauen der Magie fähig sind, und Männer nicht?
Ich wollte eine Welt entwerfen, in der Frauen vollkommen „natürlich“ und ohne Diskussion die „körperlich“ Stärkeren sind und über den Männern stehen. Dafür musste ich mir etwas einfallen lassen, was sie auch tatsächlich in dieser Hinsicht stärker macht: Magie.

Hast du als Autorin eine Lieblingsszene, welche du uns auf jeden Fall vorstellen möchtest?
Helena ist ja beiden Geschlechtern zugeneigt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich in sie hineinzuversetzen, als sie die schöne Heidrun kennenlernt und anschmachtet. Besonderen Spaß bereiten mir auch immer die Szenen, in denen sich Protagonisten kabbeln und freundschaftlich sticheln.
Als Letztes muss ich jetzt noch unbedingt die „Annalen des Goldenen Reiches“, die kleinen Auszüge aus der Geschichte nennen. Die reale Geschichte Europas in manchen Punkten signifikant zu ändern und mich dafür auch historischer Persönlichkeiten zu bedienen hat unglaublich viel Spaß gemacht. Außerdem habe ich oft kleine Andeutungen und Späßchen hineingepackt – ich bin gespannt, ob jemand alle findet ...

Wie viel echte Monika steckt in dem Buch? Bzw. gibt es Parallelen zwischen dir und manchen Protagonisten?
Hm, gute Frage. Ich schätze schon, dass sich Aspekte meiner Persönlichkeit in manchen Protagonisten widerspiegeln. Was Helena betrifft, eher weniger, wir sind sehr unterschiedlich und obwohl es Züge an ihr gibt, die ich bewundere, ist das auch gut so: Helena ist ein (weiblicher) Macho, sie ist in ihrer Art sehr direkt und kann mit Kindern nicht viel anfangen – da bin ich so ziemlich das Gegenteil. So richtig „Ich“ ist keiner der Charaktere, sie verkörpern eher, was für Menschen mir schon begegnet sind und wie ich sie sehe.

Was ist denn dein absolutes Lieblingszitat aus deinem Buch?
Gerechtigkeit muss für jeden da sein. Ob groß oder klein, mächtig oder schwach, Frau oder Mann: Man kann sich nicht aussuchen, für wen die Gerechtigkeit da sein soll und für wen nicht. Man muss zu dem stehen, der man ist, und stets versuchen, so zu handeln wie der Mensch, der man sein möchte.“

Natürlich wollen die Leser auch noch etwas über die Autorin erfahren: Willst du uns etwas von dir erzählen?

Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Ich liebe Bücher, seit ich denken kann und  lese fast jedes Genre; nur mit Erotik oder zu grausamen Erzählungen kann ich nichts anfangen. Und zu schnulzig darf es auch nicht werden, :D
Ich liebe es, durch Bücher in andere Welten einzutauchen – gibt es etwas Schöneres, als über einem guten Buch den Alltag zu vergessen? Wer liest, kann so viele Abenteuer erleben, kann sich gemeinsam mit den Protagonisten Gefahren stellen und Heldentaten begehen. Kann (gefahrlos) verzweifeln und dann wieder das höchste Glück erleben. Dieses Zusammenspiel zwischen dem, was einer geschrieben hat und dem, was in unseren eigenen Köpfen vorgeht, hat mich von jeher fasziniert und dass es jetzt Menschen gibt, die nun meine Geschichte in ihrer Phantasie zum Leben erwecken, ist einfach wundervoll!
„Eisiger Zorn“ ist mein erstes, aber ganz sicher nicht mein letztes Buch; derzeit arbeite ich an dem nächsten Roman, der auch in der Hexenherzwelt spielt und im Herbst 2018 erscheinen wird.
Und noch etwas ganz Wichtiges: Wir sind alle Menschen, egal, wo wir herkommen oder wen wir lieben. Wir sollten einander an unseren Taten messen und nicht an dem, was wir meinen zu sehen oder fürchten. Wir sind alle Menschen und das Leben kann wunderschön sein, wenn man einander mit Wertschätzung und Respekt begegnet – auch sich selbst!

[Protagonisteninterview] Aus der Zeit gefallen 1 von Katharina Münz

Protagonisteninterview

[Wir befinden uns heute in der Penthousewohnung von Charlotte Louise Friederike Sieveroth. Im 25. Stockwerk des Hauses hat man einen tollen Ausblick auf die Schlei.]

Hallo! Danke, dass du heute Zeit für mich hast und du Lust und Laune hast, dich meinen Fragen zu stellen.
Hallo Claudia, schön dich kennenzulernen!

Wie geht es dir heute, du hattest ja ein Reenactment dieses Wochenende?
Ja, also, was soll ich sagen? Auf den Mittsommermarkt im Museumsgelände von Busdorf bin ich ja nur meinem Freund Aleks zuliebe gegangen. Meinem Ex-Freund, um genau zu sein!

[Auf einmal höre ich ein Geräusch und ein mir unbekannter Mann kommt ins Wohnzimmer.]

Wen haben wir denn da? Wie heißt du?
Oh, das ist Thórsteinn. Aber ich fürchte, eine Unterhaltung mit ihm ist nicht so einfach möglich. Oder kannst du etwa Finnisch, Claudia? Denn ich glaube, er stammt aus Finnland!

Das könnte also schwierig werden mit dem Interview. Wie hast du denn Thórsteinn kennengelernt?
Bestimmt wirst du mir auch nicht glauben, aber er ist mir wirklich mitten in der Nacht auf dem Damm zur Lindaunisbrücke vors Auto gelaufen. Ich habe ihn fast überfahren!

Thórsteinn fühlst du dich wohl hier in der Wohnung und bei Charlotte?
(Sieht zwischen Charlotte und Claudia hin und her.) Varkunn?“

Charlotte, woher glaubst du, dass Thórsteinn wirklich kommt?
Er muss aus Finnland kommen, sonst ergibt nichts einen Sinn, denn wie Dänisch oder Schwedisch klingt, weiß ich. Und die Schwestern und Ärzte im Krankenhaus konnten ausschließen, dass er Polnisch, Tschechisch oder sonst eine slawische Sprache spricht. Und dann … Schau ihn dir an? Er sieht doch wirklich aus wie dieser finnische Rockstar, oder nicht?

Was wünscht ihr euch für eure Zukunft?
Zukunft? (lacht bitter) Keine Ahnung. Nachdem meine für übernächste Woche geplante Verlobung mit Aleks geplatzt ist, wünschte ich mir eigentlich nur Ruhe vor allen Mannsbildern. Aber dann tauchte ja bekanntlich Thórsteinn aus dem Nichts auf und jetzt? 
(sieht zu ihm hinüber und verliert sich im Blick seiner grauen Augen. Hektische Flecken tauchen auf ihren Wangen auf, als er sie anlächelt. Mit einem Ruck wendet sie sich zu Claudia um)
Tut mir leid, wenn ich so direkt bin, aber … frag mich das am besten ein andermal!

Danke für dieses Interview.
Ich danke dir. (Genießt sichtlich, dass Thórsteinn begonnen hat, seine Finger mit den Ihren zu verflechten und sie augenzwinkernd ansieht.) Du … findest doch sicher alleine hinaus?


[Buchvorstellung] Aus der Zeit gefallen 1 von Katharina Münz

Buchvorstellung einmal anders 😉


Wichtige Fakten:
Autor: Katharina Münz
Seitenanzahl: 179 Seiten
Verlag: Independently published
Erscheinungsdatum: 17. Juni 2017
Genre: Liebesroman mit Zeitreise

Der Klappentext:
Reenactment. Charlotte bekommt Herpes, wenn sie nur an das Wort denkt. Auf matschigen Äckern Wickie spielen entspricht nicht gerade ihrer Vorstellung von einem gelungenen Wochenende, aber was tut sie nicht alles ihrem Freund zuliebe. Doch dann erwischt sie Aleks mit ihrer – ehemals! - besten Freundin auf dem Mittsommerfest. Zutiefst verletzt flieht sie vom Museumsdorf, als ein lecker aussehender Fremder in A+-Gewandung ihr vors Auto und ins Leben fällt.

[Heute befinde ich mich im Landesamt für Denkmalpflege in Kiel, wo ich mich mit Pappa, einen Profi in Sachen Reenactement und Katharina Münz der Autorin]

Claudia: Ich freue mich, dass ihr heute für das Buch und die Abenteuer darin antwortet. Vielleicht wollt ihr euch vielleicht sogar gegenseitig interviewen?

Pappa: Katharina, beschreibe uns doch das Buch aus deiner Sicht, in max. 5 Sätzen
Katharina: ›Aus der Zeit gefallen - Thórsteinn vs. Charlotte" wird eine hoffentlich humorvolle, turbulente und spannende Romanze mit ganz viel zwischenmenschlichem Knistern. Mit dem ersten Teil, der jetzt erschienen ist, will ich einerseits den Lesevorlieben der anvisierten Zielgruppe, der Leserinnen von New Adult und Urban Fantasy, gerecht werden und andererseits die für eine kleine, weitgehend unbekannte Selfpublisherin wie mich unheimlich wichtigen Werbemaßnahmen des Kindle Storyteller Awards mitnehmen. Ich erhoffe mir von den "Aus der Zeit gefallen"-Büchern, dass neue Leserschichten auf meine "Wikinger im Herzen" aufmerksam werden und gegebenenfalls vorhandene Berührungsängste vor historischen Stoffen - zumindest in meinem, modernen Gewand - ablegen.

Pappa: Warum hast du ausgerechnet Reenactment und Zeitreisen als ein Hauptteil des Buches verwendet?
Katharina: Bei den Recherchen zu meinen Frühmittelalterromanen ließ es sich nicht vermeiden, dass ich in Kontakt zur Reenactment-Szene gekommen bin. Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Fachwissen da von überwiegend Laien, aber auch Experten wie dir angesammelt wird. Teilweise reicht das schon an experimentelle Archäologie heran. Wie in allen spezialisierten Gruppen werden auch beim Reenactment liebenswürdige Schrullen gepflegt, die ich gerne als Aufhänger genutzt habe. Zeitreisen faszinieren mich schon seit meiner Kindheit, als ich gebannt ›Catweazle‹ am Fernseher verfolgte und das Buch ›Titus kommt nicht alle Tage‹ förmlich Wort für Wort auswendig lernte.

Katharina: Pappa, ich glaube du könntest uns vielleicht ein bisschen erklären, was Reenactement wirklich ist und worauf man dabei achten sollte.
Pappa: Mit Hilfe von Reenactment soll die Geschichte für breite Bevölkerungsschichten erlebbar gemacht werden. Über die romantisierte Atmosphäre auf kommerziellen Mittelaltermärkten hinaus werden durch lagernde, möglichst zeitgerecht gekleidete und ausgestattete Gruppen zumindest für kurze Zeitabschnitte kleine Zeitreisen möglich. Insbesondere Freilichtmuseen profitieren sehr von den darstellenden Gruppen, weil sie sonst öde und leer daliegende Häuser mit Leben erfüllen. Hierbei werden die unterschiedlichsten Epochen abgedeckt - von der Römer- und Keltenzeit über das Mittelalter bis hin zur Zeit des 2. Weltkriegs und der Nachkriegszeit.

Pappa: Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, welche du uns unbedingt vorstellen möchtest? Meine ist, als ich Charlotte und ihren komischen Finnen ganz heldenhaft vor der anrückenden Kavallerie rette.
Katharina: Ach, schau mal an! Das freut mich aber, dass die dir gefällt. Ich mag sie auch, wie viele andere Szenen! Schwer zu entscheiden, welche meine liebste ist. Wie wäre es, wenn ich stattdessen verrate, wem zu ehren ein gewisses Rezept im Buch gekocht und verkostet wird? Meinem älteresten Sohn!

Pappa: Wie viel echte Katharina steckt eigentlich in diesem Buch oder in den einzelnen Protagonisten?
Katharina: Gegenfrage: Wie viel echter Wikinger steckt denn wahlweise im Reenactment-›Papst‹ oder im Magister mit 3/4-Stelle am LD? Schwer zu entscheiden, nicht wahr? *lach*

Claudia: Was ist denn euer Lieblingszitat aus diesem Buch?
Pappa: Was für eine Frage! Natürlich die hier, als ich Charlotte über meinen Job aufkläre: »Ich hänge das auch nicht gern an die große Glocke. Magister artium mit einer 3/4-Stelle beim LD lockt die Mädels nicht gerade hinterm Ofen hervor.« LD? Sagte er nicht gerade vorhin, dass er in irgendeiner Behörde arbeitet? »Und eine Besoldung nach TV-L 9 ist jetzt nichts, was potentielle Groupies zum Kreischen verlocken könnte.«
Katharina: Das stimmt, die Szene zeigt deinen Sinn für Humor.
Pappa: (ein bisschen pikiert) Den Charlotte mir gar nicht zugetraut hätte. Mal ehrlich, sie hatte ja nur noch Augen für diesen Typen den sie angeblich nie zuvor gesehen hat! Ha! Dafür hat sie sich diesem ›Fremden‹ aber verflixt schnell an den Hals geworfen!
Katharina: Nun sei mal nicht so streng mit ihr! Ich finde, diese Szene zeigt sehr schön, dass sie überhaupt nicht versessen darauf war, sich um ihn zu kümmern. Behutsam löse ich meine Finger aus seinem Griff, stehe ganz langsam auf, um … »Biiep-biiep-bii-bii-bii-biieb!« Das zuvor beruhigend einschläfernde Piepsen der Monitore steigert sich zu einem Kreischen, ich erstarre in der Bewegung und schiele zum Bett, wo der appetitliche Finnenhappen sich unruhig von rechts nach links zu werfen beginnt. »Scheiße«, flüstere ich und fasse nach seiner Hand, woraufhin er sich schlagartig beruhigt.

Pappa: Leser sind immer ein bisschen neugierig. Würdest du dich vielleicht noch in deinen eigenen Worten den Lesern vorstellen?
Katharina: Wer, ich?
Pappa: Ja, wer sonst?
Katharina: Na, du vielleicht? Oder Claudia? Ja, doch, das ist doch eine gute Idee! Wir beantworten alle die gleiche Frage: Wie bist du auf die Idee gekommen?
Pappa: Reenactment zu machen?
Katharina: Ja, genau!
Pappa: Nun, zunächst ist das eine gute Gelegenheit um breite Schichten der Bevölkerung, ich denke vor allem an Kinder, für geschichtliche Zusammenhänge zu interessieren, die in der Schule leider oft nur als trockene Datensammlungen rübergebracht werden. Dann ist es ganz gut, wenn man die Szene nicht völlig ohne wissenschaftliche Begleitung lässt, nicht, dass sich da elementare Fehler in der Darstellung einschleichen. Da gibt es sonst peinliche ›Schnitzer‹ im Wortsinne, wenn wikingerzeitliche Häuser mit in Holztafeln geritzten Runen des älteren Futharks geschmückt werden, die damals gar nicht mehr verwendet wurden.
Katharina: Dich treibt also das didaktische Element?
Pappa: Ja, kann man so sagen. (Grinst) Aber es macht auch einfach sauviel Spaß! So, jetzt du: Wieso hast du dieses Buch geschrieben?
Katharina: Puh, das ist schwer zu sagen. In erster Linie möchte ich damit vor allem den jüngeren Leserinnen die Vorbehalte nehmen, historische Stoffe seien trocken und zäh zu lesen ...
Pappa: Wie der Geschichtsunterricht an der Schule!
Katharina: Ja, genau! Aber man kann auch so darüber schreiben, dass es sich so lebendig wie dein Reenactment anfühlt. Der eigentliche Grund ist aber, dass mein Unterbewusstsein aus ganz vielen bekannten Teilen etwas Neues zusammenbaut. In diesem Fall waren es ein Kinderbuch, das ich vor fast 40 Jahren las ( ›Titus kommt nicht alle Tage‹ ), Filmszenen aus ›Catweazle‹, Marvels ›Thor‹, ›Die Besucher‹ mit Jean Reno und zuletzt die sehr sehenswerte skandinavische Verfilmung ›The last King‹, die ihre Spuren im Plot hinterlassen haben.
Pappa: Prima. Und was ist mit dir, Claudia?
Claudia: Ich? Warum mich diese Geschichte interessiert und ich gerne historische  Geschichten lese? Gute Frage! Aber ein kleiner Teil in mir mag diese Geschichten. Wenn ich an einem Mittelaltermarkt oder einer Burg oder einem Schloss vorbei fahre, gehe ich hin und sehe mir alles an. Und außerdem hat es bei mir auch didaktische Gründe, denn ich bin ja auch Geschichte und Sozialkundelehrerin und mit solchen gut recherchierten Fakten, kann man schon ein paar Schüler hinter den Tischen hervorlocken. ;)  
Aber jetzt danke ich euch für dieses Gespräch!


Pappa & Katharina: Wir danken dir!