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Donnerstag, 24. Dezember 2020

[killige & unangenehme Weihnachten] Lotte R. Wöss





Heiligabend. ‚Stille Nacht‘, schön gesungen von den Wiener Sängerknaben. Durch die offene Tür sehe ich den zerbrochenen Weihnachtsengel auf dem Boden vor dem Weihnachtsbaum. Es war mein Lieblingsengel. „Bist du endlich fertig?“ Karl wird ungeduldig. Das Badewasser muss genau die richtige Temperatur haben. Zitternd greife ich nach dem Thermometer. Das Ding ist glitschig von seinem Lieblingsbadeöl. Das flauschige Handtuch liegt bereit. Karls massige Gestalt ist in der Tür. „Nach dem furchtbaren Essen ist hoffentlich mein Bad in Ordnung.“ Ich nicke, mein Hals ist wie zugeschnürt. Er hebt ein Bein über den Wannenrand. „Festessen. Dass ich nicht lache. Der trockene Kuchen zum Abschluss, das war der Gipfel.“ Er setzt sich, öffnet den Mund, doch es kommt kein Ton heraus. Sein Gesicht läuft rot an, er hustet, röchelt und greift mit den Fingern nach dem Wannenrand. Mit seinen Füßen stemmt er sich ab, möchte heraus. Doch er rutscht ab. Ich habe doch nicht zu viel Öl genommen? Seine Finger tasten nach mir, doch ich ziehe rasch die Hand weg. Das Röhren, das aus seiner Kehle kommt, erinnert an einen brunftigen Hirsch. Mit beiden Händen greift er sich an die Kehle, gleitet ins Wasser, strampelt.

Ich sehe zu. Er hätte von dem zu trockenen Kuchen nicht drei Stück essen sollen. Auch fein gerieben verträgt er keine Haselnüsse.

‚Stille Nacht‘, jetzt passt es.

Mittwoch, 23. Dezember 2020

[killige & ungemütliche Weihnachten] H. C. Scherf

Autoreninterview

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Nach der schulischen Ausbildung und der Lehre als Schriftsetzer übernahm ich schon früh eine Führungsaufgabe in einem großen Zeitungsverlag. Ich verantwortete bis zum Ruhestand diverse Wochen-Zeitungen im Ruhrgebiet. Innerhalb eines bedeutenden Teils meines Lebens bereiste ich viele Länder der Erde, wobei ich mein Herz an Südostasien verlor. Heute lebe ich als Single in Herten und konzentriere mich ausschließlich auf das Schreiben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Schon als Schüler mochte ich es, Geschichten niederzuschreiben. Der Beruf ließ mir leider keine Zeit dafür, das in Büchern umzusetzen. Erst im Ruhestand und nach einem Schicksalsschlag begann ich damit, meine Gedanken in Worte zu kleiden. Alles begann damit, Liebesdramen unter dem Klarnamen zu schreiben. Später legte ich mir ein Pseudonym zu und veröffentlichte Thriller.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir als H.C. Scherf erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Der Flug der Libellen 
Die Spelzer-Hollmann-Reihe mit den Titeln Kalendermord, Der Serbe, Mordtiefe, Brandzeichen und Blut fordert Blut 
Die Liebig-Momsen-Reihe mit den Titeln Hüter der Angst, Die Schuld bleibt, Die Asche bleibt, Die Rache bleibt, Der Schmerz bleibt 
Die Gordon Rabe-Reihe mit den Titeln DER TOD HINTER DER LÜGE und DER TOD IM DOPPELPACK
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Aktuell stecke ich mitten in einer neuen Thrillerreihe, die einen sehr charismatischen Protagonisten zeichnet. Gordon Rabe – ein Ermittler im Ruhrgebiet, der seinen eigenen Stil verfolgt und nicht den üblichen, starken Helden verkörpert. Er zeigt auch Schwächen und lässt uns teilhaben an den privaten Problemen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Sollte ich wirklich einmal Zeit haben, sitze ich gerne in der Natur, um neue Kraft zu schöpfen. 3 x in der Woche halte ich mich trotz (oder wegen) meiner 72 Jahre in einem Fitnessstudio fit. Gerne studiere ich, wann und wo auch immer, die Verhaltensweisen der Mitmenschen, um das später in den Büchern wirklichkeitsnah darstellen zu können.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Nur sehr selten noch vertiefe ich mich in Bücher, da ich schreibsüchtig geworden bin. Früher las ich gerne Ken Follett, Mario Puzo und John Grisham
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Schreibort ist vor den beiden Computern, da ich direkt in ein Autoren-Schreibprogramm schreibe.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Frühstück um 7:00 Uhr, checken der Tagesereignisse und der Nachrichten, beantworten von Leseranfragen. Dann Sport und schließlich das Kochen einer gesunden Mahlzeit. (Kochen ist eine meiner Leidenschaften) Jetzt endlich beginnt die kreative Zeit des Schreibens bis zum Abend. Das variiert jedoch, je nach Verfassung.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Eigentlich liebe ich beim Schreiben sozialkritische Themen. Da diese Bücher/Themen sich allerdings weniger gut vermarkten lassen, verstecke ich heute meine Lebensphilosophien und die Schelte gerne in den spannenden Thrillern. Schwierige Themen wie Kindesmissbrauch und eheliche Misshandlungen habe ich früher unter meinem Klarnamen behandelt. Das wird jedoch gemieden, da ein Großteil der Buchkäufer lieber in unwirkliche Szenarien abtaucht und träumen möchte, da man mit der Realität nicht auch noch beim Lesen konfrontiert werden möchte.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Das wahre Glück ist nur das, welches man mit jemandem Teilen kann“ 
Es resultiert aus der Tatsache, dass ich von meiner großen Liebe vor Jahren von heute auf morgen verlassen wurde. Eine Zeit nach dem verbleibenden Sinn des Lebens folgte und führte mich letztendlich zum Schreiben.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Meine Lieblingsländer sind Malaysia, Thailand, Vietnam und Indonesien. Dort durfte ich wunderschöne Zeiten mit für mich wichtigen Menschen verbringen. Die Lebensart und deren Religion sagen mir zu.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich kann sehr gut mit Kritik umgehen, wenn sie von Menschen stammt, die wirklich etwas zu sagen haben. Es stimmt mich allerdings traurig, wenn ich von denen kritisiert werde, die nicht wissen, worüber sie gerade sprechen. Bei denen verzichte ich auf Stellungnahmen, denn sie würden es nicht verstehen (wollen). Darin liegt auch der Grund, warum ich mich gerne in Leserunden den Lesern und Leserinnen stelle.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Obwohl ich kritikfähig bin, wäre ich wohl nicht bereit, mir vorschreiben zu lassen, was und wie ich zu schreiben habe. Ich habe meinen Stil weitestgehend gefunden, der nicht unbedingt der Norm entspricht. Aber nur so fühle ich mich wohl. 
Auch mein hohes Alter lässt es nicht zu, auf eine Veröffentlichung in ferner Zukunft warten zu können. 
Ein Verlag kümmert sich i.d.R. nicht ausreichend um Autoren, die ihnen nicht jedes Jahr einen absoluten Bestseller liefern. Für sie muss aus verständlichen Gründen der monetäre Erfolg, weniger der Autor wichtig sein. Wir sprechen schließlich über ein Wirtschaftsunternehmen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Für mich ist es äußerst wichtig, authentisch zu sein und auch so zu schreiben. Erst wenn sich der Leser komplett auf die Geschichte eingelassen hat, tief in das Geschehen eintauchen möchte, bin ich zufrieden. Kurze Kapitel, knackige Dialoge, die einen Hauch von Wortwitz enthalten dürfen und die Sucht danach, weiterlesen zu wollen, haben Priorität. Episch breite Landschafts- und Personen-Beschreibungen fehlen in meinen Büchern. Jeder Leser darf sich sein eigenes Bild schaffen. Häufig wird die Intelligenz und die Vorstellungskraft der Leser unterschätzt und es werden unnötige Längen mit Beschreibungen geschaffen. Das füllt zwar Seiten, stört aber den Lesefluss, der gerade bei Thrillern eminent wichtig ist. 
Immer steht intensive Recherche bei mir ganz weit oben. Ich bin mir nicht zu schade dafür, in einem Gefängnis zu recherchieren, in Ruinen und auf Friedhöfen zu übernachten, oder in Feuerwachen den Dienst der Feuerwehrleute zu begleiten. Infos zu Ermittlungsabläufen, der Rechtsmedizin und Kriminalistik hole ich mir aus Fachliteratur und durch persönliche Kontakte zu Fachleuten. 
Jede Lesepause muss dem Leser wehtun.
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Protagonisteninterview 

Die Protagonisten Sven Spelzer und Karin Hollmann aus der Reihe Spelzer-Hollmann haben sich heute bereit erklärt mir ein kleines Interview zu geben.

Hallo, ihr zwei. Freut mich, dass ich euch heute persönlich kennenlernen darf. Wie geht es euch heute?
Eigentlich recht gut, denn wir müssen derzeit nur leichtere Fälle lösen. H.C. Scherf hat uns von den brutalen Fällen der Serienmörder abgezogen. Es hat aber auch wirklich gereicht, müssen wir zugeben. Die Situationen waren häufig unerträglich und traumatisch. Wir können uns nun mehr um uns selbst kümmern.
Würdet ihr euch meinen Lesern kurz vorstellen, damit wir wissen mit wem wir es zu tun haben?
Mein Vater, Dr. Rolf Hollmann, wollte schon während meiner Schulzeit, dass ich irgendwann seine Praxis übernehme. Er war tief enttäuscht, als ich nach meinem medizinischen Grundstudium die Weiterbildung in Richtung Rechtsmedizin bevorzugte und die Stelle in der Essener Uniklinik annahm. Dort arbeite ich häufig mit dem Polizeipräsidium zusammen. 
Mein Name ist Sven Spelzer – Hauptkommissar Sven Spelzer, besser gesagt. Eigentlich faszinierte mich schon als kleiner Junge die Arbeit bei der Polizei, obwohl ich zuerst Feuerwehrmann werden wollte. Nach dem Abitur begann ich dann doch die Ausbildung an der Polizeihochschule. Warum ich mich dann für die Mordkommission entschied, kann ich heute nicht einmal mehr sagen. Es reizte mich einfach, die besonders Bösen hinter Schloss und Riegel zu bringen.
In der Reihe kommen ja einige Szenen vor, die euch an die Grenzen des Schaffbaren bringen. Wie kam es zu diesen Situationen? Wie würdet ihr eure Zusammenarbeit beschreiben?
Bei dieser Frage spielst du wohl auf das seltsame Verhältnis zu dem ehemaligen Serienmörder an. 
Das ist nicht einfach zu erklären, da es sich auf einer besonderen Ebene abspielte, die wir alle bis heute nicht erklären konnten. Ja, es trieb uns schon an die Grenzen. Wir erlebten hautnah mit, wie es einem vom abgrundtief Bösen besessenen Menschen gelang, sich vom Satan zu befreien. Dabei halfen wir ihm anfangs sogar, ohne dass wir es wirklich bewusst steuern konnten. 
Wenn die Beziehung zwischen Sven und mir selbst angesprochen werden sollte, können wir nur sagen, dass sich nach anfänglichen Querelen mit der Zeit eine tiefe Zuneigung entwickelte, die der Volksmund Liebe nennt. Das geschieht einfach so, ohne dass man es erklären kann. Es bleibt jedoch auch die Angst, den anderen durch den Job einmal zu verlieren.
Was ist euer höchstes Lebensziel?
Tja – unser Ziel? Vielleicht einmal eine richtige Familie gründen? Kinder und ein gemeinsames Heim? Wir wissen nicht, ob das nicht sogar stören würde. Mal abwarten.
Welche Stolpersteine würdet ihr beide gerne aus eurem Leben streichen?
Es sind diese ständigen Ängste um den Partner. Wir arbeiten gemeinsam in einem Beruf, der uns immer wieder erschreckend deutlich vor Augen führt, wie endlich das Leben ist. Niemals gewöhnt man sich wirklich an diese Situation.
Wenn ihr je einen Wunsch frei hättet, für was würdet ihr ihn verwenden?
Wir würden sehr gerne unser Tätigkeitsgebiet ins schöne Italien verlegen. Dort gibt es Menschen, denen wir zu 100% vertrauen. Freundschaften sind etwas sehr wertvolles und müssen immerwährend gepflegt werden.

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Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit H.C. Scherf, um mit ihm über seine Spelzer/Hollmann-Reihe zu sprechen.

Hallo. Danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu sprechen. Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Büchern „Kalendermord“, „Der Serbe“, „Mordtiefe“, „Brandzeichen“ und „Blut fordert Blut“ mit wenigen Worten vorstellen?
Eigentlich sollte es ein Einzelband werden, bis mich eine Leserin anschrieb und meinte, dass es sehr interessant wäre, wenn sie mehr über die Ermittler erfahren könnte. Da kam die Idee, ein besonderes Thema einzuflechten. Was passiert, wenn der Antagonist den Wechsel von Böse zu Gut erleben darf? Wie verhalten sich die Ermittler, wenn sie davon erfahren, es vielleicht nur vermuten? Ist es überhaupt möglich, sich von dem Drang zu befreien, Menschen töten zu müssen? Wie kann eine Beziehung zwischen Menschen entstehen, bei denen man das Wort Liebe vermeiden sollte, doch ein großes Geheimnis bleibt. 
Es wurde eine Fortsetzungsgeschichte, die auf fesselnde Weise den Versuch startet, dass es zumindest fiktiv möglich sein kann, das Böse abzustreifen. Was bleibt, ist für alle Beteiligten die Erinnerung daran, dass schlimme Dinge in der Vergangenheit geschehen sind. Die Schuld wirst du niemals los.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, leichte oder schwierige, düstere Szenen und Zeiten zu führen?
Jede Figur für sich besitzt eine eigene Stärke, von der der Partner (später auch der Leser) weiß. Doch immer wieder überraschen die Protagonisten mit Reaktionen, auf die man nicht gefasst war. Die daraus entstehenden Konflikte sind es, die die Geschichte vorantreiben und Abwechslung garantieren. Damit wir das besser verstehen: Nicht ich führe die Figuren, sondern läuft es eher andersherum.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Es sind die vielen außergewöhnlichen Dialoge, die zwischen Karin Hollmann und dem Killer ablaufen. Gespräche, die für den Leser bis zum Ende offenlassen, was zwischen den beiden tatsächlich stattfindet. Die einzeln in einer Buchreihe herauszustellen, wäre schwierig.
Wie viel echter H.C. steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
In vielen Szenen und einigen Protas steckt viel von mir selbst drin. Es ist nach meiner Meinung sehr schwer, sich selbst und die eigenen Gedanken aus den Geschehnissen herauszuhalten. Warum auch? Wenn ich z.B. die Zweifel an einer Gottesgerechtigkeit einflechte, sind es diejenigen, die ich tatsächlich besitze. Immer wieder bieten sich Gelegenheiten, seine eigenen Gedanken und Kritikpunkte einzuflechten.
Wenn ich deine Protagonisten, Nebendarsteller oder Antagonisten fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
H.C. besitzt einen oft miesen Charakter – er ist ein Autor, der unsere tiefsten Empfindungen schonungslos dem Leser offenbart. Er geht sehr oft brutal mit uns um, wobei wir feststellen konnten, dass er selbst ein sehr gefühlvoller Mensch, fast sogar ein Weichei ist. Er befreit sich mit dem Erzählen von den teuflischen Gedanken, die fast jeden Menschen im Inneren verfolgen. Das lässt ihn ruhig schlafen – seine Leser aber nicht. Aber es ist gut so, denn uns freut es immer wieder, wenn uns die Leser mit Angstschweiß auf der Haut folgen.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es mehrere Teile/Fälle werden, oder haben die Charaktere ein Eigenleben entwickelt?
Bei mir gab es bisher nie eine feste Planung. Weder bei der Entscheidung zu einer Reihe oder zur Handlung selbst. Alles entsteht ohne Plot aus dem Bauch heraus. Die Figuren lenken mein Tun – und das macht es mir leicht, Spannung aufzubauen. Ich beschreibe nur das, was in meinen Gedanken als Film abläuft. Dort wuseln Figuren herum, die mich immer wieder aufs Neue mit Wendungen überraschen. Ich lasse mich quasi treiben in der Welt des Verbrechens. Dort verfolge ich den Kampf Gut gegen Böse und schreibe mit. Eigentlich ganz einfach, finde ich. Die Schwierigkeit besteht darin, die richtigen Worte zu finden.
Wann kamen die Titel? Waren die von Anfang an klar oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Erst ganz zum Schluss suche ich nach Titeln, die einen Bezug zur Handlang aufzeigen. Allerdings wird es immer schwieriger, da viele bereits vergeben sind. Bei den Reihen versuche ich, auch bei den Titeln durch nur minimale Änderungen eine Gleichheit herzustellen.
Wer ist denn dein Coverdesigner?
Ich habe in Andrea von vercoDesign in Unna eine kongeniale Partnerin gefunden, die schnell aufgreift, was ich mit der Handlung aussagen will. Wir finden schnell ein Grundgerüst für die Reihen.
Bist du zu 100% mit deinen Covern zufrieden oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Bei der ersten Reihe ist zwar jedes Cover für sich schön, sie haben jedoch noch nicht den absoluten Ausdruck, den man Wiedererkennungswert nennt. 
Bei der zweiten Reihe habe ich leider erst ab Band 2 das ideale Äußere gefunden. Das lag daran, dass ich eigentlich einen Einzeltitel geplant hatte. 
Bei der gerade anlaufenden 3. Reihe wird die Marke H.C. Scherf von Anfang an und durchlaufend erkennbar sein.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Ich stelle immer ein Zitat an den Anfang meiner Bücher, was auch in diesem Fall gilt: 
„Die Opfer haben nichts anderes getan, als ihre Schuld zu begleichen“
Danke für das Interview.

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Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit dem Autor H.C. Scherf und seinem Kommissar Klare, um über das Buch „Die Macht der Rache“ zu sprechen.

Claudia: Hallo. Danke, dass ihr heute Zeit habt, und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht auch gegenseitig interviewen?
Im Grunde schon, wissen jedoch nicht, wie du dir das vorstellst.
Claudia: Da ich im Vorfeld bereits ein langes Gespräch mit dem Autor hatte, wäre es schön, Kommissar Klare, wenn Sie sich meinen Lesern vorstellen würden.
Ich habe über eine sehr lange Zeit Kapitalverbrecher verfolgt und viele von ihnen der gerechten Strafe zugeführt. Das hat aber auch dazu geführt, ein Gespür dafür zu entwickeln, wenn Ermittlungen nicht mit der nötigen Sorgfalt durchgeführt wurden und Zweifel an der Schuld von Verurteilten bestehen könnten. Solche Fälle greife ich gerne auf. Dass ich dabei manchem Kollegen auf die Füße trete, weiß ich, es hält mich aber nicht davon ab, für eventuelle Neuaufnahmen von Verfahren einzutreten. Jeder unschuldig Einsitzende ist einer zu viel.

Kommissar Klare: H.C., beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen. 
H.C.: Dirk Rasper bekam die gerechte Strafe als er den Mord gestand. Für viele Jahre schloss sich das Gefängnistor hinter ihm. Erst als sich durch einen Zufall die Chance zur Flucht ergab, nutzte er sie und suchte die Menschen auf, die alles für ihn bedeuteten. Nur deiner intensiven Recherche ist es zu verdanken, dass Rasper eine zweite Chance und ein Wideraufnahmeverfahren bekam. Ob es zu einem guten Ende führte, mag keiner endgültig zu sagen.

Kommissar Klare: Sag mal, magst du es, deine Charaktere ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die fast schon zu viel für einen sind? 
H.C.: Natürlich sollen die Figuren möglichst durch die Hölle gehen – und mit ihnen auch die Leser. Es ist doch schließlich ein Thriller, der keine Chance auslassen darf, dem Leser einen fetten Grusel zu vermitteln. Das Leben ist schließlich kein Kindergeburtstag.

Kommissar Klare: Hast du eine Lieblingsstelle im Buch? Meine ist: 
Ich finde die Szene so bedeutsam, als Dirk Rasper den unangemeldeten Besucher in seinem Unterschlupf findet und ... (mehr verrate ich an dieser Stelle nicht!) Sie lässt ein ungutes Gefühl beim Leser zurück und gleichzeitig die Frage offen, ob er tatsächlich unschuldig ist.

Kommissar Klare: Wie viel echter H.C. steckt im Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
H.C.: Wieder einmal verstecke ich meine eigenen, möglichen Handlungsweisen in den Figuren. Das ist der Fall, wenn ich dein Gerechtigkeitsbestreben in den Vordergrund stelle. Aber auch die Handlungsweise von Rasper spiegelt vieles von dem wieder, was ich an seiner Stelle getan hätte. Er besitzt trotz der langen Zeit im Knast eine große Portion Empathie.
Claudia: Kommissar Klare, unter uns. Wie würden Sie als Hauptcharakter den Autor beschreiben?
H.C. ist ein Typ Mensch, dem es sehr wichtig erscheint, die Tiefe der menschlichen Psyche darzustellen. Er zeichnet in vielen kleinen Szenen, vor allem durch Dialoge, ein Bild von verschiedensten Menschen und ihren Schwächen und Stärken auf. So oft finde ich mich in seinen Szenen wieder, so wie ich mich im Alltag bewege. Er stellt die Menschen bloß. Eigentlich kann ich mich in meiner Darstellung nicht beklagen. Er hat mich ganz gut beschrieben.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hatten Sie als Hauptcharakter Mitspracherecht?
H.C. hat mich mit der Aufgabe völlig überrascht, nachdem er die Lesung im Gefängnis hatte. Der kommt ab und zu mit Ideen um die Ecke, die uns Ermittler vor große Aufgaben stellen. Er berichtete mir von einer Frage aus dem Kreis der weiblichen Gefangenen: „Ihr Autoren schreibt immer über die Taten und Geschehnisse, die uns in den Knast bringen. Warum schreibt keiner darüber, was mit uns geschieht, wenn wir wieder in Freiheit kommen und Teil der Gesellschaft werden wollen?“ 
Eigentlich wollte ich die Ermittlung im Fall Rasper ganz still im Hintergrund vorantreiben. Doch dann sprach mich H.C. spontan darauf an und überzeugte mich davon, dass es sicher gut wäre, diesen Fall der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kommissar Klare: Sind wir zu 100% zufrieden mit dem Cover oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen? 
H.C.: Ich habe mich auf Anhieb in dieses so geheimnisvolle Cover verliebt. Es zeigt einen Mann, der Entschlossenheit demonstriert, jedoch im Hintergrund bleibt. Gleichzeitig entdeckt der forschende Blick des Betrachters die Gitterstäbe, die eine entscheidende Rolle im bisherigen Leben des Mannes darstellen.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
„Es ist leichter, einer Lüge zu glauben, die man hundert Mal vernahm, als einer Wahrheit, die man noch nie hörte.“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch.

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Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit H.C. Scherf, um mit ihm über seine Liebig/Momsen-Reihe zu sprechen.

Hallo. Danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir über deine Reihe zu reden. Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Büchern „Hüter der Angst“, „Die Schuld bleibt“, „Die Asche bleibt“, „Die Rache bleibt“ und „Der Schmerz bleibt“ mit wenigen Worten vorstellen?
Wieder spielt eine meiner Reihen in meiner Geburtsstadt Essen. Der Grund liegt einfach darin, dass ich die Stadt kenne und deren Menschen. 
Hauptkommissar Peter Liebig erhält eine Praktikantin an die Seite, die den selbstbestimmenden, modernen Typ einer jungen Frau verkörpert. Für den Mann, der einst seine Familie durch den brutalen Mord eines Serienkillers verlor, eine Mammutaufgabe, sich gegen die flotten Sprüche der jungen Dame zur Wehr zu setzen. Schon bald entwickelt sich jedoch eine zarte Bande zwischen ihnen, die einen kleinen Nebenpart in den Geschichten um diverse Serienmörder bildet. 
Jedes Buch in sich bildet einen abgeschlossenen Fall ab, der oftmals sehr detailgetreu die Taten der Gewalttäter beschreibt. Nichts für Leser, die nur einen unterhaltsamen Krimi erwarten. Es geht zur Sache. Intensive Recherche im Bereich der Forensik und der Mordermittlung lässt die Tat selber und die Hintergründe sehr authentisch wirken. Das Team um HK Liebig wächst mit jedem Fall enger zusammen und bildet eine verschworene Gemeinschaft. Immer wieder schrecken fürchterliche Morde die Stadt auf und fordert den Protagonisten wirklich alles ab. Die Reihe endet mit Band 5 in einem bedeutsamen und unerwarteten Showdown.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, leichte oder schwierige, düstere Szenen und Zeiten zu führen?
Die Protagonisten müssen des Öfteren weit über ihre Grenzen hinaus denken und handeln. Es erscheint häufig unmenschlich, was sie leisten. Aber die Täter sind ebenfalls gnadenlos. Nun heißt es: Auge um Auge ­ Zahn um Zahn. Wer in meinen Büchern bestehen will, muss etwas Besonderes sein: Knallhart und couragiert. Sie haben was von Feuerwehrleuten, wie dieses Zitat belegen soll: 
Und Gott fragte die Steine: „Wollt ihr Feuerwehrleute werden?“ 
Darauf antworteten die Steine: „Nein, dafür sind wir nicht hart genug!“
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eigentlich nicht. Wenn es etwas geben würde, was besonders herausgestellt werden könnte, wären es diverse Szenen aus dem Band 3 DIE ASCHE BLEIBT. Ich durfte zuvor die Männer aus einer Feuerwache persönlich kennenlernen, die jeden Tag ihr Leben riskieren, um unseres zu retten. Die Feuerwehrleute und Rettungssanitäter. Deren Mut und Einsatzwillen haben bei mir bleibenden Eindruck und Hochachtung hinterlassen.
Wie viel echter H.C. steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Oft beschreibe ich Szenen, die meine innerste Einstellung zur Sache widerspiegeln. Es können aber auch Vorgehensweisen sein, die meinen geheimen Wünschen entsprechen. Im Alltag fehlt mir nur der Mut, so zu sein, wie die Protas. Doch darin zeige ich, dass auch ich noch Träume habe.
Wenn ich deine Protagonisten, Nebendarsteller oder Antagonisten fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
H.C. Scherf ist ein feinfühliger Mensch, der in einem Genre schreibt, das eigentlich gar nicht seinem Naturell entspricht. Er könnte ebenso Liebesromane schreiben, da seine Gefühle sehr tief gehen. Doch würde es ihm keine Leserin wirklich abnehmen, nicht einmal verzeihen. Männer dürfen noch immer keine Liebesromane schreiben, da man ihnen die tiefen Gefühle nicht abnehmen würde! So lautet leider das Gesetz vieler lesender Frauen! Ich nehme es ihnen nicht übel. Irgendwann werde ich es trotzdem (unter weiblichem Pseudonym?) versuchen und möglicherweise beweisen, dass auch Männer sehr tief fühlen und romantisch sein können.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es mehrere Teile/Fälle werden, oder haben die Charaktere ein Eigenleben entwickelt?
In diesem Fall Liebig-Momsen stand wirklich von Anfang an fest, dass es eine Reihe werden sollte. Bei Band 5 höre ich i.d.R. auf, da ansonsten die Handlungsabläufe voraussehbar werden. Der Leser steckt zu tief in den Figuren. Dann lieber ein Ende schaffen, mit dem alle leben (oder sterben!) können.
Wann kamen die Titel? Waren die von Anfang an klar oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Für mich entstehen die Titel in den meisten Fällen erst zum Ende, da ich erst dann weiß, was die Geschichte wirklich ausmacht.
Wer ist denn dein Coverdesigner?
Andrea von vercodesign in Unna
Bist du zu 100% mit deinen Covern zufrieden oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Immer gibt es am Schluss Zweifel. Das ist normal. Wie sagte Philip Rosenthal in einem Zitat: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein! 
Ich habe Band 1 als Einzeltitel geplant und dann erst ab Band 2 das passende Design gefunden. 
Doch jetzt mit der 3. Reihe habe ich von Anfang an den Stil kreiert, der mich und die Reihe ausmacht.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
„Du kannst dir nicht aussuchen, wie du stirbst – oder wann. Du kannst nur entscheiden, wie du lebst. JETZT.“
Danke für das Gespräch.

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Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit H.C. Scherf, um mit ihm über seine Gordon Rabe-Reihe zu sprechen.

Hallo. Danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir über deine Reihe zu reden. Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den bisherigen Büchern DER TOD HINTER DER LÜGE, DER TOD IM DOPELPACK mit wenigen Worten vorstellen?
Wie man es von mir kennt, erhält das Morddezernat in Essen eine neue Mannschaft, geführt von dem charismatischen Hauptkommissar Gordon Rabe. Sein Erkennungszeichen: Der Jeansanzug. Wir gestatten uns in einem Nebenstrang einen Blick in sein Privatleben, in dem es einen authistischen Sohn und eine zweifelnde (Noch-)Frau gibt. Seine Vergangenheit hat den Mann stark geprägt und Wunden hinterlassen. Das sympathische Team um Gordon bekommt von Anfang an Aufgaben gestellt, die psychisch stark belastend sind. Mein Lieblingsthema Serienmörder beherrscht wieder einmal das Geschehen in den Büchern. Für mich zählt auch in dieser Reihe die Beleuchtung der Hintergründe. Was treibt diese Killer zu ihren unglaublichen Taten?
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, leichte oder schwierige, düstere Szenen und Zeiten zu führen?
Die Protagonisten füllen natürlich den größten Teil der Geschichten. Doch darf kein Leser die Belastung unterschätzen, die manche Schilderung der Taten selbst und der Hintergründe/Motivationen beim Lesen bedeuten können. Zart besaitet sollte niemand sein, der diese Bücher mit ins Bett nimmt. Fast jeder, der den Schilderungen der Taten folgt, tut es damit ab, dass alles nur fiktiv, also vom Autor erfunden dargestellt wird. Die wenigsten Leser können oder wollen sich vorstellen, dass es solche Bestien und ihre Taten irgendwo auf dieser Welt gegeben haben könnte. Das abgrundtief Böse lebt direkt neben uns und bleibt unerkannt, weil es so verdammt normal daherkommt. Keinem steht auf der Stirn geschrieben: ICH BIN EIN MÖRDER.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Entgegen meiner sonstigen Angewohnheit, habe ich in Band 1 kein „endgültiges Ende“ geschaffen, so wie es in den meisten Titeln üblich ist. Es ist mehr oder weniger offen und lässt Raum für Interpretationen. Wieder einmal sind es die vielen Dialoge, die ich nutze, um die Charaktere zu beschreiben, in denen sich der Leser ein Bild von der Figur machen darf. Insofern kann ich auch hier keine Lieblingsstelle anführen. Das Gesamtbild macht es aus.
Wie viel echter H.C. steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Speziell in dieser Reihe habe ich einen Teil von H.C. einbringen können. Das bildet sich in der Figur des Gordon Rabe ab. Die Art, wie er sein Privatleben versucht, in den Griff zu bekommen und wie er mit seinem Sohn umgeht, entspricht schon sehr stark meinem Empfinden. Bei der Figur der Leonie Felten konnte ich gut darstellen, wie ich die Rolle einer selbstbewussten Frau zwischen Männern sehe. Wortwitz, Einfühlungsvermögen und Schwächen der anfangs herb erscheinenden Person, zeichnen einen Menschen, den man einfach liebhaben muss.
Wenn ich deine Protagonisten, Nebendarsteller oder Antagonisten fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
H.C. Scherf ist ein Mann, den man kaum sofort richtig einschätzen kann. Er wirkt verbittert, immer mies drauf und verbirgt in seinem Inneren so unglaublich viel Mitgefühl und Nächstenliebe. Er hat sich in den vielen Lebensjahren einen schützenden Kokon zugelegt, der die Wahrheit verbirgt. Die Wenigsten wissen, durch welche Tiefen er gehen musste und was ihn geprägt hat. Doch die Wärme und das Verständnis gegenüber Schwächeren offenbart er immer im richtigen Moment. Wir Protagonisten, ja, selbst wir Antagonisten, arbeiten sehr gerne mit ihm zusammen.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es mehrere Teile/Fälle werden, oder haben die Charaktere ein Eigenleben entwickelt?
In diesem Fall Gordon Rabe stand wirklich von Anfang an fest, dass es eine Reihe werden sollte. Bei Band 5 höre ich wieder auf, da ansonsten die Handlungsabläufe voraussehbar werden. Der Leser steckt dann zu tief in den Figuren. Lieber ein Ende schaffen, mit dem alle leben (oder sterben!) können.
Wann kamen die Titel? Waren die von Anfang an klar oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Für mich entstehen die Titel in den meisten Fällen erst zum Ende, da ich erst dann weiß, was die Geschichte wirklich ausmacht.
Wer ist denn dein Coverdesigner?
Auch hier entwarf Andrea von vercodesign in Unna
Bist du zu 100% mit deinen Covern zufrieden oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Jetzt mit der 3. Reihe habe ich von Anfang an einen Stil kreiert, der mich und die Reihe ausmacht. Der Widererkennungswert ist da.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
„Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden – im Herzen der Bösen!“
Danke für das Gespräch.

Donnerstag, 17. Dezember 2020

[killige & ungemütliche Weihnachten] "Die dunklen Seiten eines Sommers" und "Angst um Berlin: Ein unwahrscheinlicher Tag" von Klaus J. Teutloff

 

 

Autoreninterview
Klaus J. Teutloff

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Natürlich gern. 
Mein Name ist Klaus-J. Teutloff. 
Ich bin 1968 in Berlin-Neukölln geboren. Bis zum Jahre 1989 habe ich in diesem Bezirk gelebt. Mit Geburt meiner Tochter (1989) zog es mich nach Kreuzberg, wo ich bis 2001 gelebt habe. 
Nach einem Wendepunkt in meinem Leben bin ich nach Ennepetal (Nordrhein-Westfalen) gekommen. 
Hier lebe ich mit meiner Frau im ländlichen Ort Oberbauer. Ich bin gelernter Tischler, zum zweiten Mal verheiratet, habe eine erwachsene Tochter, die mich 2016 zum stolzen Opa gemacht hat.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Anfangs dachte Ich daran mein Leben aufzuschreiben. So ging es los. Ich verfasste einen recht detaillierten Lebenslauf. Als dieser fertig war, wollte ich eigentlich noch tiefer gehen und Dinge aus meinem Leben betonen. Dann kam mir der Einfall mein Leben in Geschichten zu verpacken. Denn: Wen interessiert mein Leben? Ich heiße nicht Dieter Bohlen. So fing meine erste Geschichte an, in der ich irgendein Protagonist an meiner Stelle laufen lassen wollte. Das gelang mir dann aber nicht. Die Geschichte war im Kopf, aber an der Tastatur lief sie mir buchstäblich aus der Hand. Immer weitere Geschichten fielen mir ein und mich überrannten die Worte. Zum Schluss blieben nur wenige Eindrücke aus meinem Leben im Buch hängen. Also zumindest sehr viel weniger, als es eine Autobiographie hergegeben hätte. Es sind noch viele Anekdoten in „Angst um Berlin – Ein unwahrscheinlicher Tag“ von mir zu lesen, aber nur wer mich wirklich kennt, weiß welche davon wahr sind. So saß ich also Monate, nein jahrelang (fast 4 Jahre) am ersten Buch.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Angst um Berlin – Ein unwahrscheinlicher Tag 
Ein Unbekannter bedroht die Hauptstadt mit Bombenanschlägen. Susanne P. hört am Morgen durch Zufall einen Anruf mit, bei dem sie hört wie sich der Angreifer mit jemanden unterhält. Sie geht zur Polizei. Doch dort scheint man ihr nicht zu Glauben, bis die erste Bombe die Stadt erschüttert. 
Es passieren mehrere Anschläge an diesem einen Tag. Aus verschiedenen Perspektiven beschreibe ich, wie die Menschen drumherum die Anschläge erleben, überleben oder auch nicht. 

Die dunklen Seiten eines Sommers 
Ronny wächst in der DDR auf. Sein Elternhaus scheint intakt. Er ist ein freundliches Kind, bis er in die Hände der Stasi gerät. Ab diesem Tag wird Ronny langsam zu Scheusal. Nicht nur, dass er sein Umfeld belauscht und bespitzelt, nein er geht noch weiter. Er schleppt ein großes Geheimnis, welches nicht mal seine Frau weiß, durch die Zeit. Erst als seine Tochter einen schweren Unfall hat, kommt langsam alles ans Tageslicht.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Nein. Ich habe zwar noch einige Ideen im Kopf, aber im Moment bin ich noch nicht bereit sie auf Papier zu bringen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
In meiner Freizeit spiele ich gern am PC. Billard, Poker oder Schach sind dort meine bevorzugten Zeitvertreibe. 
Ansonsten gehe ich gern, im Wald, spazieren oder sitze auch mal faul vor dem Fernseher. Musik ist ein wichtiger Teil in meinem Leben. Ohne sie wäre ein Leben nicht lebenswert. So höre ich ständig Radio oder meine Playlist im Auto, wo es auch schon mal lauter sein darf. (Dann hört mich wenigstens keiner mitsingen 😊 )
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Nein. Ich lese total ungern. Vielleicht noch aus Kindertagen, wo ich schon nicht gut und gern gelesen habe. Ich habe vielleicht erst 20-30 Bücher in meinem Leben gelesen. Da einen Lieblingsautor zu bestimmen wäre nicht fair.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ja klar. Ist ein kleiner normaler Schreibtisch mit PC (Bildschirm, Tastatur, Maus und Drucker). Dieser steht in einem kleinen Zimmer, welches nur für PC-Arbeiten und Aufbewahrung (z.B. Lebensmittelvorräte) gebraucht wird. Also sehr unspektakulär.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein Tag bei mir beginnt meist um kurz nach 5 Uhr morgens. Frühstück und Hygiene, dann ab zur Arbeit. Dort verbringe ich, wie fast jeder Mensch auch, die meiste Zeit. Ich bin Lagerarbeiter und packe dort Ersatzteile für LKW für die Kundschaft zusammen. Der Feierabend sieht meist so aus, dass man kaum noch Lust hat auf irgendwelche Aktionen. Ein warmes Essen und dann die Füße hoch. Fernsehen oder Gespräche mit meiner Frau. Ein kleiner Teil der Zeit geht vielleicht noch für sportliche Aktivitäten drauf. Habe seit kurzem ein Vibrationsboard.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Nun, wie schon gesagt, ich lese nicht gern. Daher gibt es dort auch kein Genre, welches ich bevorzuge. Beim Schreiben waren es bisher der Thriller und eher düstere Geschichten.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Zitat aus dem Leben: 
„Wer mit mir nicht zurecht kommt, ist selber schuld.“ 
Zitat aus einem Buch: 
„Das Leben kann auch schön sein
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Tunesien, wenn nach einem Land außer Deutschland gefragt ist. 
Ich habe leider erst 2x wirklich richtigen Urlaub gemacht (also bin aus D weggeflogen). Beide Male waren Tunesien das Ziel. Insel Djerba und auf dem Festland Nabeul waren 1988 und 1998 meine Ziele. Ich habe dort in insgesamt 4 Wochen Urlaub nur 2 Stunden am Strand gelegen. Den Rest der Zeit habe ich damit verbracht mir Land und Leute anzusehen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich sage normalerweise, dass ich schon kritikfähig bin. Ertappe mich aber doch schon mal, dass ich es nicht so gut abkann, wenn ich einen Rüffel bekomme. Ist Situationsbedingt.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Die Entscheidung für einen Selfpublisher-Verlag war schnell da, weil ich mich bei 3-4 Verlagen erkundigt hatte. Diese wollte sehr viel Geld im Voraus haben, was mich natürlich abgeschreckt hat. Wäre gern bei einem „normalen“ Verlag unter Vertrag.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich denke jeder Autor träumt davon, dass er mal von seinen Büchern leben könnte. Also einen richtigen Bestseller hinzulegen und vielleicht noch eine Verfilmung seines Werkes zu sehen. Das kann nur gelingen, wenn die Leser ein Buch, welches er gelesen hat weiterempfiehlt und bewertet. Liebe Leser bewerte Bücher ehrlich. Nur so kann ein Autor Feedback bekommen, ob seine geschriebenen Seiten auch den von ihm gewünschten Erfolg bringen. Danke.

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Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit dem Autor Klaus J. Teutloff, um mit ihm über sein Buch „Die dunklen Seiten des Sommers“ zu sprechen.

Danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir über das Buch zu sprechen.
Ja, sehr gern. Es freut mich auch, dass Du Dir die Zeit nimmst.
Kannst du uns das Buch in max. 5 Sätzen beschreiben?
In dem Buch geht es nicht um die Jahreszeit Sommer, sondern von einen Herrn Ronny Sommer. 
Ronny wächst in der DDR auf. Sein Elternhaus scheint intakt. Er ist ein freundliches Kind, bis er in die Hände der Stasi gerät (1973). Ab diesem Tag wird Ronny langsam zu Scheusal. Nicht nur, dass er sein Umfeld belauscht und bespitzelt, nein er geht noch weiter. Er schleppt ein großes Geheimnis, welches nicht mal seine Frau weiß, durch die Zeit. Erst als seine Tochter einen schweren Unfall hat (2016), kommt langsam alles ans Tageslicht.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, leichte oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Es fällt mir tatsächlich leichter sie durch düstere Situationen zu führen. Vielleicht weil ich selber keine so schöne Kindheit hatte und mir mein Leben mit beängstigenden Gedanken überdecke.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Hmm…das fällt mir schwer. Aber ja jetzt fällt mir eine ein. 
„Peggy ertappte sich bei dem Gedanken, wie es wohl einer Fliege ergeht, die in ein Spinnennetz fliegt und dort kleben bleibt. Wenige Augenblicke später würde dann die Spinne erscheinen, ihr einen lähmenden Biss verabreichen und sie dann komplett einwickeln. Wie in diesem Kokon aus Spinnenseide fühlte sich Peggy jetzt gerade.“
Wie viel echter Klaus steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Also in diesem Buch steckt sehr wenig vom echten Klaus. Sicher bin ich kein Autor, der nur aus Fantasie schreibt, sondern auch seine Erlebnisse einfließen lässt. Daher ist sicher in der ein oder andere Szene etwas von mir.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe der Zeit verändert?
Der Titel kam erst sehr spät. Ich meine, dass Buch war sogar schon fertig, als ich den endgültigen Titel fand. Vorher geisterten schon viele andere Titel im Kopf herum.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich noch gerne etwas ändern?
Nein mit dem Cover bin ich nicht zufrieden. Aber für das erste Buch habe ich eine junge Grafikdesignerin gehabt, die natürlich nicht umsonst gearbeitet hat. Diesmal wollte ich, ehrlich gesagt, nicht wieder so viel Geld ausgeben.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Oh je. Na gut. Es ist ein allzeit bekanntes Zitat aus der deutschen Geschichte. 
„Das tritt nach meiner Kenntnis - ist das sofort, unverzüglich...“ 
Man weiß bis heute nicht, ob sich Günter Schabowski vor seiner Pressekonferenz vom 09.11.1989 das Blatt noch einmal durchgelesen hatte. Ich behaupte in meinem Buch: Nein !!!
Danke für das Gespräch.
Ich danke auch für das Gespräch. Es hat mir viel Freude und Spaß bereitet.

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Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Susanne P. des Buches „Angst um Berlin: Ein unwahrscheinlicher Tag“, um mit ihr über das Buch zu sprechen.

Danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir über das Buch zu antworten.
Ja hallo, schönen Tag zusammen. Ich freue mich auf Deine Fragen.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ja gern. 
Ich bin die Susanne Pohl. Ich bin laut dem Buch 1981 geboren, also genau 30 Jahre jung, habe kurze rote Haare, bin Nichtraucherin, ledig und arbeite bei einer großen Versicherungsgesellschaft. Ich habe keine Kinder und wohne im Berliner Bezirk Neukölln. 
Meinen Freund Jürgen kenne ich seit fast 9 Jahren. Wir haben uns auf einer Silvesterparty 2002-03 kennen gelernt. Seit einem Jahr leben wir praktisch zusammen. Mein Lieblingsgetränk ist Apfelschorle und ich essen Spaghetti mit Hackfleischsoße am liebsten. Den Rest erfahrt ihr im Buch. Kann doch hier nicht alles verraten (grins).
Beschreibe uns bitte das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Ich sitze im Bus und fahre zur Arbeit. Plötzlich höre ich am Handy ein Gespräch mit. Ich fahre zur Polizei, aber dort glaubt mir scheinbar nicht. Erst als die Drohung aus dem Telefonat doch zur Wirklichkeit wird, nimmt der Tag seinen Lauf. Überall im Radio oder Fernsehen hört man von neuen Anschlägen, die Berlin nun bedrohen. Ich mache mich mit meinem Freund Jürgen auf den Weg diesen Täter zu finden. Was wir dabei alles erleben kann ich hier wirklich nicht verraten. Das hat mir der Autor verboten (grins).
Glaubst du macht es dem Autor mehr Spaß dich durch leichte oder schwierige Situationen zu führen?
Oh, ich glaube er hatte richtig Spaß mit mir durch dick und dünn zu gehen.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ja unbedingt. 
Als ich mit Jürgen an einem alten Wohnwagen stehe und wir wie Einbrecher in der Gegend umherschauen…Wahnsinn. Erst bekam er die Tür nicht auf und dann stand da plötzlich ein grimmiger Mann mit seinem Hund. Zum Lachen und zum Fürchten diese Stelle.
Was glaubst du wie viel Klaus steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Oh je. Ich glaube er hätte gern mehr von sich erzählt. Aber da bin ich ihm scheinbar zu sehr in den Kopf gekommen (mit den Augen klimper). Nein Spaß beiseite. Es sind schon viele Erlebnisse von Klaus in diesem Buch. Er hat sie auf mehrere Charaktere verteilt. Klaus hat mir erlaubt hier eine Stelle zu nennen, die autobiographisch ist. Ich habe ja gerade von dem Hund erzählt, der mit seinem Herrchen plötzlich neben mir und Jürgen stand. Und dieser Hund heißt Piwi. Klaus hatte als Kind mal einen Schäferhund mit diesem Namen.
Wie würdest du deinen Autor beschreiben?
Oh Mann. Du hast aber schwierige Fragen. Nun ja. Was sein muss, muss sein. 
Klaus ist ein gutmütiger, ehrlicher und freundlicher Mensch. Er glaubt an das Gute im Menschen und liebt es in Harmonie zu Leben. Von ihm kann man das letzte Hemd bekommen. Jedoch sollte man ihn nicht zum Feind haben. Ich glaube, seine Fantasien sind doch recht vielseitig, wie er mit solchen Personen umgehen könnte (lach).
Weißt du, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Nein Mitspracherecht hatte ich nicht. Ich weiß, dass es erst nur „Ein unwahrscheinlicher Tag“ heißen sollte. Dann kam Klaus die Idee den Namen seiner Heimatstadt mit ein zu bringen. So war bis kurz vor Schluss der Titel: Ein unwahrscheinlicher Tag – Angst um Berlin“ klar. Erst bei der Covergestaltung wurde er gefragt, ob es auch andersherum ginge. Nach sehr kurzer Überlegung willigte er ein. Das mit dem unwahrscheinlichen Tag war wohl schon fast von Anfang an in seinem Kopf. Er wusste, dass die Geschichte, oder besser die Geschichten alle nur an diesem einen Tag spielen würden.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du andere Wünsche oder Vorstellungen gehabt?
Ja unbedingt. Große Klasse. Ich habe es sofort gemocht. Der Fernsehturm, als Zeichen für Berlin und darin eine Seite aus dem Buch in dem die Worte „unwahrscheinlich“ und „Anschlag“ vorkommen. Na ja und dann das Blut…(schüttel).
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Lieblingszitat? Hmm… 
Ich sag jetzt einfach mal, weil es ja mich betrifft und das Buch auch einen erotischen Einschlag hat, dass diese eine Szene schon ein zutreffendes Zitat hat (lach) 
„Susanne sprang aus dem Bett und lief in den Flur. 
Jürgen schaute ihr nach. 
„Geiler Arsch“, rief er ihr noch hinterher.
Ja diese Stelle soll mein Lieblingszitat sein.
Danke für das Gespräch.
Ich bedanke mich bei Dir für das tolle, aufregende Gespräch. Ich wünsche allen Lesern spannende Unterhaltung

Dienstag, 15. Dezember 2020

[killige & unangenehme Weihnachten] Dr. Leocardia Kardiff-Reihe, Schere 9; Willa Stark-Reihe, Alpen-Reihe von Isabella Archan

  
   
 


Autoreninterview
Isabella Archan

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Krimiautorin und Schauspielerin, geboren und aufgewachsen in Österreich, zurzeit in Köln lebend. Gerade entsteht mein 11. Krimi.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Nach vielen Jahren an verschiedenen Theatern, habe ich in mir 2013 endlich die Zeit genommen und bin meiner anderen Leidenschaft, dem Schreiben, nachgegangen. Und es hat schneller funktioniert, als ich es mir hätte träumen lassen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Drei Krimi-Reihen: mit der MörderMitzi, mit der ermittelnden Zahnärztin Dr. Leo und mit der Inspektorin Willa Stark. Krimis mit Gänsehaut und Humor. Dazu noch ein Thriller.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe an meinem 11. Krimi, der 2021 erscheinen wird – Vorfreude.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Spazieren gehen für neue Ideen und Kaffee trinken mit Freunden.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Sehr viele sogar. Ich lese selbst sehr gerne, alle Genres, nicht nur Krimis. In all den Jahren hat mich immer wieder Stephen King beeindruckt.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Lieblingsplatz ist – bei schönem Wetter – der Balkon. Umgeben von jeder Menge Pflanzen und mit Ausblick auf einen tollen Baum. Doch eigentlich kann ich überall schreiben: auch im Zug, im Flieger, im Hotel.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Aufstehen, frühstücken und, wenn es geht, schon mal schreiben. Dann den Alltag erledigen und raus an die Luft. Abends nochmal schreiben. (Oder manchmal abschalten beim Fernsehen…)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Krimis bis jetzt beim Schreiben, aber ich habe da eine neue Idee, die in ein anderes Genre passt. Und beim Lesen quer Beet.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein persönliches Lieblingszitat: „Carpe diem – nutze den Tag“ – das passt immer. 
Und aus meinen Büchern ein Spruch von der MörderMitzi: „Wenn es mich nicht gebe, müsste man mich erfinden, aber das würd‘ keinem so leicht gelingen.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich lebe in Deutschland und bin Österreicherin. Beide Länder mag ich sehr. Italien – vor allem Südtirol – auch. Warum? In diesen drei Ländern fühle ich mich zu Hause - das Essen und die Landschaften und die Menschen mit ihrem Humor, entsprechen mir.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Schon aus der Schauspielerei bin ich Kritik gewöhnt. Wenn sie konstruktiv ist, hole ich mir schon mal Rat von einer kritischen Stimme. Und natürlich freue ich mich über positives Feedback sehr.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Es hat sich von Anfang an so ergeben. Meine Willa-Stark Krimireihe hat sich der Conte Verlag sofort geschnappt. Der Emons Verlag hat bei den anderen Krimis zugeschlagen. Mit beiden Verlagen arbeite ich super gerne zusammen. Denn ich kann mich ganz aufs Schreiben konzentrieren, weil sie mir die andere Arbeit abnehmen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Nur ein Satz: Toll, dass es euch gibt!
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Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit Isabella Archan, um mit ihr über ihre Reihe „Dr.Leocardia Kardiff“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Sehr gerne.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Tote haben kein Zahnweh“, „Auch Killer haben Karies“ und „Der Tod bohrt nach“ mit wenigen Worten vorstellen?
Die Hauptfigur ist Dr. Leocardia Kardiff – Dr. Leo genannt – die auch schon mal auf Verbrecherjagd geht. Also eine Miss Marple unter den Dentistinnen. Krimis mit viel Humor.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Eine Mischung aus Gänsehaut-Szenen und Lachfalten-Einschüben mag ich am meisten. Und die Ideen entstehen oft während des Schreibens wie von selbst. Die Figuren entwickeln sich mit ihren Aufgaben und mit den Fällen, die sie zu lösen haben. Meistens ergibt eines das andere.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
In den drei Krimis mit Dr. Leo ermittelt ja auch die Polizei. Die Mordkommission unter der Leitung von Hauptkommissar Jakob Zimmer. Er und Leo kommen sich natürlich in die Quere. Er mag sie, aber, dass sie sich in Mordfälle einmischt, geht für ihn überhaupt nicht. Daraus entstehen tolle Szenen. 
Oder Dr. Leos Assistentin, Britti Poster, die so gerne plappert und sich ebenfalls oft in gefährliche Situationen bringt.
Wie viel echte Isabella steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Hier ist das Vorbild für Dr. Leo meine eigene Zahnärztin. Die mir auch für die Recherche zur Verfügung stand. In ihrer Praxis waren immer die ersten Premieren-Lesungen zu den jeweiligen Krimis. 
Ich selbst hatte immer große Angst vorm Zahnarztbesuch. Das fließt natürlich ein… :)
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Dr. Leo: „Isabella? Eine nette Patientin, aber ein kleiner Angsthase. Sie plappert gern und viel.“ 
Britti Poster „Aber, Dr. Leo. Sie leiden doch auch unter einer Spritzenphobie.“ 
Dr. Leo „Stimmt. Aber ich hänge es nicht an die große Glocke. Isabella macht gerne eine Szene draus, liegt daran, dass sie Schauspielerin ist.“ 
Britti Poster: „Ich wollte auch immer Theater spielen. Talent hätte ich. Und das Aussehen auch. Und die Wandelbarkeit. Und-“ 
Dr. Leo „Sehen Sie, liebe Britti, auch Sie plappern wie Isabella. Unterhaltsam, aber auch manchmal anstrengend.“
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Bei Dr. Leo ist mir schon beim ersten Buch „Tote haben kein Zahnweh“ so viel eingefallen, dass ich einfach eine Trilogie daraus machen musste.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Der Emons Verlag möchte immer eine Titelauswahl von den Autoren haben. Also, einige Vorschläge. In diesen Ideenpool waren die drei Titel mit dabei und wurden dann ausgewählt. Alle drei mag ich sehr.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Der Verlag hat eine Designerin, Nina Schäfer, die plant und mir dann ihren Vorschlag zeigt.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich bin sehr zufrieden, weil der Wiedererkennungseffekt groß ist und man sofort sieht, das ist wieder ein Dr. Leo Krimi.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
„Rufen Sie direkt im Präsidium an. Verlangen Sie nach Hauptkommissar Zimmer. Sagen Sie, es geht um seine Zahnärztin und um ein Verbrechen. Fügen Sie ‚mal wieder’ hinzu.“ 
Kennst du die Zähne, kennst du den Menschen.
Danke für das Gespräch.
:)
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Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Kommissar Baldur des Buches „Schere 9“, um mit ihm über das Buch zu sprechen.

Danke, dass Sie heute Zeit gefunden haben, um mit mir über das Buch zu reden.
Das geht in Ordnung!
Können Sie sich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Mein Name ist Heinz Baldur. Ich bin Hauptkommissar und Leiter eines Teams bei der Mordkommission in Frankfurt.
Können Sie uns das Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Es geht um mehrere, ziemlich grausame, Morde an verheirateten Männern, die fremdgegangen sind. Der oder die Täter sind schwer zu ermitteln und die Zeit läuft meinem Team davon. Ein nächster Mord wird folgen.
Glauben Sie macht es der Autorin mehr Spaß Sie durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Da es sich hier um einen Thriller handelt, haben die gruseligen Szenen definitiv mehr Spannung auch beim Schreiben ergeben. Und mein Geheimnis zu ergründen, mochte die Autorin sehr.
Haben Sie eine Lieblingsstelle im Buch, die Sie uns gerne vorstellen würden?
Wenn ich mich am Bahnhof in Frankfurt mit drei leichten Damen treffe, um diese zu befragen. Hier kommt der Humor durch, der die unerträgliche Spannung auflockert.
Was glauben Sie wie viel Isabella steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
In meiner Figur, also in Heinz Baldur, steckt viel Düsternis von Isabella selbst. Aber auch der Ehrgeiz, einen Fall zu lösen und nicht locker zu lassen.
Wie würden Sie ihre Autorin beschreiben?
Sehr positiv, wenn man sie trifft. Schwer vorzustellen, dass sie so harte Szenen schreibt. Aber vielleicht gerade deshalb. Ich mag sie, durchschaue sie aber nicht.
Wissen Sie, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hatten Sie vielleicht sogar Mitspracherecht?
Der Titel hat sich im Laufe des Prozesses verändert. Er kam erst relativ spät zu den anderen Vorschlägen, war dann aber der Beste. Ich selbst habe ihn gefunden und finde, er passt hervorragend.
Gefällt Ihnen das Cover zu 100% oder hätten Sie andere Wünsche oder Vorstellungen gehabt?
Tolles Cover – passt sehr gut.
Was ist Ihr Lieblingszitat aus dem Buch?
Gefangen in einer eisigen Kiste. Die Kälte war um ihn herum. Je mehr er zu sich kam, umso tiefer konnte er es spüren. Kälte in einer Dimension, wie sie kein Winter hätte bringen können.
Danke für das Gespräch.
Okay!

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Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Isabella Archan, um mit ihr über ihre Reihe „Willa Stark“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Super gerne. Danke.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Helene geht baden“, „Marie spiegelt sich“ und „Anton zaubert wieder“ mit wenigen Worten vorstellen?
Ein vierter Fall ist aktuell bereits dazugekommen: „Ein reines Wesen“ 
Entstanden ist diese Reihe über die Hauptfigur, die Inspektorin Willa Stark, die über Europol nach Köln kommt und in sehr speziellen Fällen ermittelt.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Willa ist ein eigener Charakter, den ich unglaublich mag. Sie durch die Mordfälle und ihre eigenen Höhen und Tiefen zu führen ist mir bei allen 4 Krimis leichtgefallen.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Der Leiter der Rechtsmedizin ist heimlich in Willa verliebt, diese Figur und auch das Miteinander der beiden, liebe ich. 
Und Willas Kater Jimmy, der ihr ein und alles ist.
Wie viel echte Isabella steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Bei Willa Stark so einiges. Ihre Freude an ihren Aufgaben, aber auch ihr Sturkopf, das bin auch ich.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
„Hallo, Willa, wie siehst du mich?“ 
„Was für eine Frage, Isabella?! Du bist eine ziemlich taffe Person mit unfassbar viel Ideen, aber manchmal verkriechst du dich zu lange in deinen Büchern. Was mir allerdings zugute kommt. Deshalb behalte es bei.“
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
„Helene geht baden“ war mein allererster Krimi. Da habe ich von einer Fortsetzung noch geträumt. Aber dann ging alles ziemlich schnell und nach dem ersten Erfolg, stand fest, dass es eine Reihe werden würde.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Der Titel stand immer für mich fest. Und ist es auch geblieben.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Vom Conte Verlag, Markus Dawo.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Super. Die Willa-Stark Reihe ist bei jedem Fall im gleichen düsteren Stil gehalten. Wunderbar.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
2 aus „Ein reines Wesen“: 
- Er glaubt bis zum Aufprall fest daran, dass er überleben wird. So jung und verliebt darf niemand sterben. 
- In der Bewegung im Wasser lag das Versprechen einer möglichen vollkommenen Genesung. Das Eintauchen erschien ihr wie die Verheißung auf eine Rückkehr in ihr früheres Leben. Inspektorin Willa Stark, das war sie.
Danke für das Gespräch.
Ich danke!

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Protagonisteninterview 

Ich treffe mich heute mit Mitzi aus den Büchern „Wenn Alpen Trauer tragen“ und „Die Alpen sehen und sterben“ von Isabella Archan.

Hi, schön, dass du heute Zeit findest ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
Servus, ich bin die Mitzi und ich freu mich.
Wie geht es dir heute?
Eigentlich super. Wobei man das Eigentlich auch weglassen könnte. Also, super.
Würdest du dich meinen Lesern vorstellen?
Ich bin in Graz geboren und aufgewachsen in der Steiermark, bei Oma und Opa. Jetzt lebe ich mit dem Freddy in Salzburg. Ich mag lange Spaziergänge, mitten in der Nacht. Und Zugfahrten, überall hin. Und ich mag Marillenknödel, die kann ich richtig gut kochen.
Was ist dein höchstes Lebensziel?
Einmal einen Tag lang einfach nur fröhlich zu sein. Ich wechsle in meinen Stimmungen ziemlich schnell.
Wie kann man sich deinen ganz normalen Alltag vorstellen?
Ich steh auf und trink einen Kaffee. Dann überlege ich, was zu tun is. Mach es auch. Trinke einen zweiten Kaffee. Und auch einen dritten. Viel mehr gibt es nicht zu sagen. 
Ach doch. Manchmal beobachte ich fremde Leute oder fahre los, um neue Menschen kennenzulernen. Einfach so. 
So hab ich auch die Inspektorin Agnes Kirschnagel getroffen, die jetzt meine beste Freundin is. Die Umstände waren mörderisch, aber wir zwei leben ja noch.
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdest du gerne aus deinem Leben eliminieren?
All meine „guten“ Ideen und Pläne, die am Ende immer zu ziemlich gefährlichen Situationen geführt haben.
Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie würdest du ihn verwenden?
Meine Eltern und mein Bruder, die bei einem Unfall ums Leben gekommen sind als ich sieben war, die hätt‘ ich gerne zurück. Dann würde mich auch niemand mehr MörderMitzi nennen. Ein so böser Spitzname.
Herzlichen Dank für deine Zeit.
Super gern. Und immer wieder. Baba. (Das heißt Tschüs)

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Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Mitzi aus der „Alpen“-Reihe und deren Autorin Isabella Archan.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
I: Ja, klar. 
M: Na gut.
Claudia: Ich hatte ein langes Gespräch mit deiner Autorin, deshalb wäre es schön, wenn du dich meinen Lesern vorstellen könntest.
M: Hallo, ich bin die Mitzi. Ich komme aus Österreich und ich habe schon zwei Kriminalfälle gelöst. Also, nicht ich allein, sondern zusammen mit der Inspektorin Agnes Kirschnagel.

Mitzi: Isabella, versuchen wir doch gemeinsam das Buch in möglichst wenig Sätzen zu beschreiben 
I: Zwei Bücher sind es ja. In „Die Alpen sehen und sterben“ geschieht im beschaulichen Kufstein ein brutaler Mord und Mitzi ist die einzige Zeugin. 
M: Obwohl die Polizei und die Inspektorin Agnes Kirschnagel ermitteln, komme ich dem Täter näher, als mir lieb is. 
I: Und in „Wenn die Alpen Trauer tragen“, dem allerneuesten Krimi, ist es wieder Mitzi, die auf ein Verbrechen an zwei alten Damen stößt. 
M: Da wird‘ s auch richtig gruselig. Weil eine Hex ins Spiel kommt. Und wieder bin ich mit Agnes unterwegs. 
I: Eine rasante Verbrecherjagd quer durch Österreich. Aber auch Köln spielt eine Rolle. 

Mitzi: Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? 
I: Unbedingt. Gerade aus solchen Situationen entwickeln sich die rasanten Handlungen. Und jeder Mensch gerät in seinem Leben einmal in verzwickte Lagen, aus denen er sich herausarbeiten muss. 

Mitzi: Hast ihr eine Lieblingsstelle im Buch? Meine ist:  
I: Ich mag die Stelle, an der Mitzi die Hex zum ersten Mal sieht und weiß, da steckt ein Verbrechen dahinter. 
M: Und ich finde die Szene toll, in der Agnes statt einen bösen Buben, ihren Hamster verfolgt, der ausgebüxt is. 

Mitzi: Wie viel echte Isabella steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 
I: Mitzi präsentiert meine eigene Naivität und zugleich meine eigene Tapferkeit, mich auch schwierigen Lebenslagen heraus zu kämpfen. Und es ist absolut mein Humor, schräg und liebenswert zu gleichen Teilen.
Claudia: Mitzi unter uns. Wie würdest du als Hauptprotagonistin deine Autorin beschreiben?
M: Putzig is sie. Lieb und freundlich und hilfsbereit. Aber ganz schön hartnäckig, was ihre Ideen angeht. Die zieht sie durch.
Claudia: Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du, Mitzi, vielleicht sogar Mitspracherecht?
I: Die Titelidee war einer meiner Vorschläge. Der Verlag möchte immer mehrere haben. 
M: Ich liebe den Film „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ und deshalb is „Wenn die Alpen Trauer tragen“ wie eine Verbeugung. 

Mitzi: Sind wir zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hätten wir nachträglich noch etwas ändern sollen? 
I und M: voll zufrieden und glücklich.
Claudia: Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
M: „Jetzt sind wirklich alle dahin, denkt sie. So is das mit dem Wünschen, denkt sie auch noch.“ 
I: „Ich hab noch etwas zu erledigen. – Etwas oder Jemanden?“
Claudia: Vielen Dank für das Gespräch
M & I: Immer wieder gerne beim nächsten Krimi 2021 !!