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Samstag, 30. November 2019

[Reiheninterview] Drachenland Saga von Stefanie Baumann

 


Reiheninterview


Heute treffe ich mich mit Stefanie Baumann, um mit ihr über ihre Drachenland-Saga-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.

Ich danke dir, dass du mir die Gelegenheit gibst, die Drachenland-Saga bekannter zu machen.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Büchern „Drachenland Saga: Die Eistrolle“ und „Drachenland Saga: Der Steindrache“, mit wenigen Worten vorstellen?
Die Hauptperson ist der 13jährige Felix, der zusammen mit seinem älteren Bruder Laurin und seiner Freundin Alexa durch ein Wandbild, das seine Mutter gemalt hat, in das Drachenland gerät. Dort lernen sie das magisch begabte Eingeborenenmädchen Farani und ihre Drachen kennen. Diese vier Kinder samt den Drachenschwestern Bell und Blue erleben so allerhand Abenteuerliches im Drachenland.

Im ersten Band müssen sie Ricky retten, der von den bösen Norddrachen zur Trutzenburg entführt wird. Auf der Trutzenburg haben die Eistrolle die Macht übernommen, und so müssen Felix und seine Freunde bei ihrer Rettungsmission diese auch gleich vertreiben.

Im zweiten Band treiben unbekannte weiße Drachen ihr Unwesen im Norden. Felix und seine Freunde kommen einem ungeheuren Komplott auf die Spur, bei dem ein hässlicher Steindrache eine Rolle spielt.
Deine Charaktere wachsen ja mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter, sie durch einfache oder schwierige Zeiten zu führen?
Je problematischer die Situation, desto spannender! Ich liebe es, sie von einem Konflikt zum nächsten zu jagen. Es gefällt mir sehr, wie der zu Beginn schüchterne und zaghafte Felix langsam mutiger wird.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Klar, ich liebe zum Beispiel die Stelle, wo Felix und Laurin durch das Bild in die Drachenwelt „gesaugt“ werden. Da gibt es sogar eine Leseprobe auf meinem Blog. Im zweiten Band gefällt mir zum Beispiel die Szene, wo Felix, Alexa und Farani vor den Eistrollen durch die Trollhöhle fliehen und dabei in einen eiskalten Unterwasserfluss springen müssen. Oder natürlich am Ende, wo Felix wieder mal über sich hinauswächst und auf dem durch die Luft brausenden Steindrachen dem Eistrollzauberer den Runenstab wegnimmt. Hoffentlich hab ich jetzt nicht zu viel verraten!
Wie viel echte Stefanie steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Als Kind war ich recht zurückhaltend, ähnlich wie Felix. Aber da hören die Ähnlichkeiten auch schon auf. Vielleicht habe ich auch einige andere Eigenschaften in die Charaktere hineinprojiziert, aber ganz sicher nicht bewusst. Natürlich habe ich mir als Kind gewünscht, zaubern zu können wie Farani …
Wenn ich deine Protagonisten oder auch Nebendarsteller fragen würde, wie würden sie dich beschreiben? 
Felix: Du kannst dich gut in mich reinversetzen, nicht?

Ich: Ja. Dich verstehe ich gut. Vor allem haben wir beide gelernt, dass man ganz einfach über sich hinauswachsen kann. Man muss es sich nur zutrauen.

Alexa: Manchmal wärst du als Kind gerne so frech gewesen wie ich.

Ich: Stimmt, vielleicht wenn einen so böse ältere Kinder ärgern ... Aber so rumgetrieben auf den Straßen wie du habe ich mich schon.

Laurin: Ich kann gut Leute anführen.
Ich: Richtig. Als Kind und auch heute als Erwachsene bin ich auch immer gut organisiert und behalte gerne den Überblick.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Eigentlich war der erste Teil abgeschlossen. Aber als meine Kinder den ersten Band gelesen hatten, wollten sie sofort, dass die Geschichte noch weitergeht. Also habe ich mich hingesetzt und mir eine Handlung für einen weiteren Teil überlegt. Tja, und während ich so nachdachte, kamen mir gleichzeitig noch Ideen für einen dritten Teil. An dem schreibe ich gerade. Danach soll aber endgültig Schluss sein!
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Ich hasse Titel ausdenken! Ich hab so blöde Titel überlegt, das kann ich hier gar nicht sagen. Deshalb sind die Titel einfach kurz und knapp.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Mein Coverdesigner heißt Renee Rott von Dream Design – Cover & Art.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen?
Ich liebe diese Cover! Ich habe auch schon viel Lob dafür bekommen – natürlich gleich an Renee weitergereicht.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren.
„Felix riss den Kopf herum und erstarrte. Dort flog ein weiterer Drache im Sturzflug auf sie zu. Seine tückischen Augen funkelten im Licht des Mondes, seine Reißzähne blitzten und in einer Kralle trug er eine Last.“

Diese Stelle habe ich auch hinten auf dem Buchrücken zitiert. Natürlich ein bisschen dramatisch, aber friedlich geht es nun mal nicht immer zu im Buch. Außerdem hoffte ich, dass sich die Leser fragen, was ist das für eine Last, die der Drache trägt? Was hat der Drache mit Felix vor? Und so weiter. Die Stelle sollte einfach neugierig machen.
Danke für das Gespräch.

Dienstag, 26. November 2019

[Reiheninterview] Zuckergussküsse, Sonnenscheinbegegnungen, Sternenhimmelzweisamkeit von Helen Rose Sky

  

Reiheninterview
St. Helens Reihe

Heute treffe ich mich mit Helen Rose Sky, um mit ihr über ihre St.-Helens-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.

Sehr gerne! Danke, dass ich bei dir zu Gast sein darf!
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Büchern „Zuckergussküsse: Neuanfang in St. Helens“, „Sonnenscheinbegegnungen: Wiedersehen in St. Helens“ und „Sternenhimmelzweisamkeit: Weihnachtsträume in St. Helens“ mit wenigen Worten vorstellen?
In meinen Geschichten aus St. Helens dreht sich alles um die Bewohner einer kleinen Stadt, in der man sich kennt, Anteil am Leben der Anderen nimmt und nicht wegsieht, wenn jemand Hilfe braucht. Eine Gemeinschaft, wo immer jemand da ist, der zuhört. Kleine Städte haben so viel Charme und Gemütlichkeit, finde ich. In diesem besonderen Freundeskreis ist immer etwas los, man trifft sich im sweet&read, dem kleinen romantischen Büchercafé von Ruby, oder so wie im aktuellen Buch auf dem süßen, winterlichen Weihnachtsmarkt. In jedem Band steht ein Paar ganz besonders im Fokus, wobei man auch immer erfährt, wie es mit den anderen Charakteren weitergeht.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche lustige und auch heikle Situation. Fällt es dir leichter sie durch schwierige oder einfache Zeiten zu führen?
Beides hat sowohl seinen Reiz als auch seine Schwierigkeiten. Klar ist es immer schöner, über positive Erlebnisse meiner Charaktere zu schreiben. Aber die negativen Erfahrungen gehören genauso zur Geschichte und machen sie komplett. Was wäre eine Story ohne Herzschmerz, ein bisschen Drama und manchmal auch Gefahr …
Hast du Lieblingsstellen in der Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
In „Zuckergussküsse: Neuanfang in St. Helens“ ist es ein ganz besonderer Tanz von Ruby und Nathaniel im Schneefall. Diese Szene zu schreiben war toll. Es war der Moment, in dem Nathaniel endlich Gefühle zugelassen hat, auch wenn es danach wieder schwierig wurde.

„Sonnenscheinbegegnungen: Wiedersehen in St. Helens“ hat diesen einen Rückblick von Victoria auf einen ganz besonderen Abend in ihrem Leben. Den finde ich wunderschön!
Einerseits ist die Szene sehr emotional und andererseits klärt sich dadurch für den Leser einiges.
In „Sternenhimmelzweisamkeit: Weihnachtsträume in St. Helens“ gibt es einen Wunsch, der sich für Anne ganz plötzlich erfüllt und die Szene mag ich wahnsinnig gern, weil sie eine der ersten war, die ich fix und fertig im Kopf hatte, bevor ich überhaupt angefangen habe, die Geschichte aufzuschreiben.
Wie viel echte Helen steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Nur die Idee. Es ging ja nicht darum, Bücher über mich zu schreiben. Deswegen steckt auch in den Charakteren nichts von mir oder meinen Eigenschaften drin. Wobei ich aber durchaus so gern koche und backe wie Ruby, Musik so liebe wie Janos, meine Meinung über Einhörner mit Nathaniel teile … es gibt also wohl ein paar minimale Ähnlichkeiten, die nicht beabsichtigt sind!
Wenn ich deine Protagonisten oder auch Nebendarsteller fragen würde, wie würden sie dich beschreiben? 
Helen: Oje, vermutlich würden sie mich als hoffnungslos kitschsüchtig, übertrieben romantisch und musiksüchtig …

Riley: *verdreht die Augen* Völlig zurecht! Sie lässt es im Moment ständig schneien, überall steht diese Weihnachtsdeko, egal wo man hinkommt ertönt Weihnachtsmusik und der Himmel …
Janos: … hängt voller Geigen.
Riley: Ja, für alle Verliebten! wirft einen Blick zu seiner heimlich Angebeteten
Außerdem hört sie ständig die gleichen zwei oder drei Lieder in Dauerschleife. Und das in einer Lautstärke, die in einem Umkreis von einem Kilometer alle Personen fluchtartig davonlaufen lässt! Könnte natürlich auch daran liegen, das sie lauthals mitsingt ...
Ruby: Was ist eigentlich gegen ein klitzekleines bisschen Romantik einzuwenden?
Nathaniel: *schnaubt verächtlich* Am schlimmsten ist diese Einhornsache. Ich weiß nämlich, dass sie Einhörner nicht mal besonders gerne mag! deutet mit dem Kinn auf die Autorin
Helen: Hörst du wohl auf, meine Geheimnisse auszuplaudern!? Ich mag sie schon, aber ich breche nicht sofort in Begeisterungsstürme aus, wenn ich eines sehe!
Nicolas: *lacht* Aber die Idee mit der Zuckerwatte fand ich super!
Helen: *strahlt* Ich auch!
Anne: Das Zeug macht echt süchtig! Ich weiß außerdem aus sicherer Quelle, dass die Testleser denken, dass eins von Helens Lieblingswörtern „Zucker“ ist . Also ist sie süß!
Becca: Gaaaaanz süß, bei dem, was sie uns alles andichtet …
Leander: Frauen …
Victoria: Ich finde, Helen ist ruhig, kreativ und hat manchmal einen merkwürdigen Sinn für Humor. Ach, kann bitte mal jemand die Katze aus den Vorhängen holen???
Helen: Themenwechsel bitte …
Wann entstand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt? 
Ich habe hier schon lange kein Mitspracherecht mehr, die Sache verselbstständigt sich!

Eigentlich war Schreiben nie geplant in meinem Leben. Von daher war es irgendwie merkwürdig, plötzlich dazusitzen und eine Geschichte aufs Papier zu bringen, die von einer Sekunde zur anderen in meinem Kopf war. Während den Zuckergussküssen hat sich plötzlich die Idee zu einer zweiten Geschichte eingeschlichen und die dritte war dann fast zeitgleich da. Mittlerweile entwickelt sich alles sehr schnell und ich habe einige Ideen, die ich gern noch umsetzen möchte.
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
„Zuckergussküsse“ war relativ schnell klar. Das passte einfach sofort zur Geschichte. Bei den beiden anderen Titeln musste ich ein wenig länger überlegen, bis die Entscheidung endgültig gefallen ist. Beide Male ist mir die Idee dann übrigens beim Putzen gekommen. Wenn ich beim Gedanken an den möglichen Titel Herzklopfen bekomme, ist es der Richtige.
Wer war denn dein Coverdesigner?
Meine Cover designt die liebe Jasmin Whiscy für mich, und ich bin jedes Mal wieder erstaunt, was sie aus meinen spärlichen Vorgaben zaubert!
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich bin mehr als zufrieden damit, denn obwohl alle so unterschiedlich sind, erkennt man doch sofort, dass sie zusammengehören.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren 
Band 1:

»Nathaniel? Sie wissen, dass sie die Mundwinkel auch anheben können? Das nennt man dann Lächeln.«
Band 2:
»Angst, kleiner Sonnenschein?«, flüstert er schließlich herausfordernd und lächelt wieder so wunderschön, dass mein Herzschlag aus dem Rhythmus gerät. 
Band 3:
»Hast du schon vergessen, dass ich dir versprochen habe, dich festzuhalten, wenn du fällst?«
»Dieses Versprechen ist also nicht nur auf dem Eis gültig?«
»Nein, das zählt immer, wenn du mich brauchst.«
Danke für das Gespräch. 
Ich danke dir!
Es hat mir großen Spaß gemacht, mit dir zu plaudern!

Freitag, 22. November 2019

[Reiheninterview] Österreichreihe von Lilly R. Weinberg

 


Reiheninterview/-vorstellung 

Heute treffe ich mich mit Lilly R. Weinberg, um mit ihr über ihre Österreich-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.

Vielen Dank für die Einladung dazu :)
Kannst du uns deine Reihe mit wenigen Worten vorstellen?
Sehr gern.

Anfangs sollte es gar keine Reihe werden, doch dann weitete sich die Grundidee immer weiter aus. Meine Trilogie ist im Genre magischer Realismus/ Paranormaler Liebesroman vertreten und für mich jeweils mit den Schlagworten Liebe, Wahrheit und Hoffnung verbunden.
Alles beginnt damit, dass Elisa Winkler ihre Mutter verliert und eine kleine Holzkiste erbt, deren Inhalt ihr ganzen Leben verändert und ihre Pläne über den Haufen wirft. Im Laufe der Geschichte lernt sie neue Menschen kennen und erfährt, dass es die Magie wirklich gibt. Was sie und die anderen allerdings nicht ahnen ist, dass hinter all dem viel mehr steckt, als man sich vorstellen kann. Fremde Welten und andere Wesen sind ein Teil davon. Ebenso Liebe, Freundschaft, Intrigen, Lügen…Und natürlich Probleme und Herausforderungen. Der magische Anteil nimmt vor allem im kommenden Band 3 stetig zu.
Deine Charaktere wachsen ja mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten zu führen?
Mittlerweile ja. Anfangs wünscht ihr mir Friede-Freude-Eierkuchen für alle. Aber das geht nicht. Ich leide immer mit. Ebenso freue ich mich über die schönen Szenen. Es gab bestimmte Szenen, bei denen ich wirklich am Schreibtisch saß und weinte, weil ich die Figur gehen lassen musste.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Sehr gern. Ich kann mich nur so schlecht entscheiden :D Ich glaube, ich nehme die Szene, als Elisa die Kiste findet:

Die alte Holztür knarrte. Die Laube war ungewöhnlich groß. Ihr Großvater hatte sie damals erbaut und war davon überzeugt gewesen, dass eine Standard-Gartenlaube aus dem Baumarkt, zu klein wäre. Neben den nützlichen Gartengeräten beherbergte sie auch Möbel, elektrische Werkzeuge, Pflanzenschutzmittel und vieles mehr. Als Elisa mit dem Gesicht durch ein dickes Spinnennetz lief, schwor sie sich in den nächsten Tagen, die Laube zu putzen. Angeekelt wischte sie sich das Gesicht mit dem Ärmel ab. Dann spitzte sie die Ohren. Irgendwo in der Nähe schrie eine Eule und gelegentlich sauste ein LKW über die große Landstraße. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Elisa ignorierte die Geräusche und rieb sich aufgeregt die Hände. Sie würde heute auf eine Mission gehen. Ihr Blick fiel auf das alte Holzregal. Es nahm eine ganze Wand ein und die darauf stehenden Bücher standen teilweise schon in zweiter Reihe. Es gab entweder nicht genug Stauraum für diese Schätzchen, oder es war Tarnung. Nach ein paar Minuten entdeckte Elisa das Versteck. Sie nahm die Bücher einzeln heraus.
Elisa lachte leise, denn ihr kamen unzählige spannende Geschichten in den Sinn, in denen spätestens jetzt irgendein grausiges Wesen auftauchen würde. Ihr Puls begann zu rasen und vor Aufregung schwitzten ihre Hände. Sie hatte eindeutig zu viele Krimis gelesen. Solange die Bücher nicht plötzlich anfingen zu schreien, wäre alles in Ordnung. Sie musste an Harry Potter denken und schüttelte lachend den Kopf. Krimis und jede Menge Fantasie. Vorsichtig nahm sie die kleine Holztruhe heraus und stellte sie auf den kleinen runden Tisch, der in der Mitte des Raumes stand. Danach ließ sie sich auf einen der Hocker nieder und setze sich direkt davor. Die Truhe bestand aus einem honigfarbenen, glatt polierten Holz und war etwa vierzig Zentimeter lang. Die Scharniere und das Schloss waren passend zum Schlüssel in Messing gehalten. Im Gegensatz zu ihm war das Schloss schon etwas angelaufen. Auch die Truhe hatte schon bessere Tage gesehen. Sie besaß lauter feine Schnitzereien, die aber aufgrund der Staubschicht und des Drecks, kaum zu erkennen waren. Mit zittrigen Händen steckte Elisa den Schlüssel in das Schloss.
Er ließ sich problemlos drehen und mit einem Klick öffnete es sich. Elisas Herz klopfte ihr bis zum Hals und ihr Mund wurde trocken. Sie schaute sich, wie zuvor im Garten, noch einmal um und hob langsam den Deckel an.
Wie viel echte Lilly steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Einiges. In jeder Figur steckt ein kleiner Teil Lilly. Elisa liebt es zu Reisen. Chris ist schlagfertig. Victoria neugierig und Mama Jo backt gerne Kuchen und Plätzchen. Das sind so Dinge, mit denen ich mich identifiziere. Dies können aber auch unvorteilhafte Eigenschaften sein. Zum Beispiel Ungeduld ;)

In Band 2 ergeht es Vicky als frischgebackene Mama manchmal wie mir als Mutter. Je besser ich die Figuren fühlen kann desto authentischer schreibe ich.
Wenn ich deine Protagonisten oder auch Nebendarsteller fragen würde, wie würden sie dich beschreiben? 
Eliott Haider: Lilly ist manchmal zu ehrgeizig und vergisst Pausen zu machen. Ihr täte es besser, sie würde sich nicht immer so viel aufbürden.

Christoph Haider: Diese Autorin ist wirklich ungerecht. Warum muss ich ausgerechnet den frechen Charakter kriegen, wo sie es selber ist.
Mama Jo: Wenn Lilly schreibt, ist sie in ihrem Element. So wie ich, wenn ich backe oder im Garten spazieren gehe. Sie hat immer ein offenes Ohr für Familie und Freunde.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Als Band 1, der eigentlich ein Einzelband werden sollte, in der Rohfassung fertig war (Weihnachten 2017), entstand die Idee zum Mehrteiler. Da war einfach so viel mehr in mir. Ich könnte noch 3 weitere Geschichten dazu schreiben ;)
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Für den ersten Titel brauchte ich eine Weile. Er kam während des Schreibens. Als klar war, worum es schwerpunktmäßig in Band 2 und 3 gehen soll, hatte ich ganz schnell die anderen Titel. Alle drei Titel passen zum Inhalt der jeweiligen Nebenhandlung. Also es ist eine fortlaufende Geschichte, aber jeder Teil hat noch einen eigenen Handlungs-Strang.
Wer ist denn der Coverdesigner?
It`s me ;)

Ich bin gelernte Bauzeichnerin und habe schon früher mit Photoshop und anderen Programmen gearbeitet. Ich wollte immer gern Buchcover-Designerin werden. Mir macht es wirklich spaß und ich lerne immer Neues dazu J Am besten gefällt mir das Cover zum kommenden Band.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen?
Wenn ich ehrlich bin, würde ich Band 2 etwas verändern. Wobei viele Leser es super schön finden. Es ist (meiner Meinung nach) recht einfach gehalten. Aber sie alle haben denselben Stil. Nun ist es so. Unzufrieden bin ich auf keinen Fall. Nur bei den Möglichkeiten, die ich in dem Jahr designtechnisch gelernt habe, könnte ich dem Cover mehr Pfiff geben ;)
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren.
„Liebe Elisa,

die Götter und Lebewesen unserer Muttererde mögen dich auf all deinen Wegen beschützen. Ich werde immer bei dir sein, mein Kind. Ich werde dich begleiten auf all deinen Wegen. Dir Mut und Kraft schenken. Möge das Licht dich durchleuchten, wenn die Dunkelheit dich umgibt.“
Danke für das Gespräch. 
Danke für dieses tolle Interview

Samstag, 16. November 2019

[Reihenvorstellung] Bis in alle Zeit von Kayla Read


Reiheninterview/-vorstellung


Heute treffe ich mich mit Kayla Read, um mit ihr über ihre Buchserie „Bis in alle Zeit“ zu sprechen. 

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Serie zu reden.
Freut mich. Ich stehe Dir gerne Rede und Antwort, liebe Claudia.
Kannst du uns deine Serie, bestehend aus den Büchern „Schicksalsmorgen“, „Schicksalsnacht“, „Schicksalsstunden“, „Schicksalswende“ und „Schicksalsschlacht“, mit wenigen Worten vorstellen?
Ein Mädchen. Ein Mann. Ein Schicksal. Verbunden durch Raum und Zeit. Eine Liebe für die Ewigkeit? Ja, ich denke das trifft es ganz gut. :-)
Deine Charaktere wachsen ja mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten zu führen? 
Definitiv durch die schwierigen Phasen ihres Lebens. Die Prämisse meines Buches lautet nicht umsonst: Wahre Liebe lässt dich über dich selbst hinauswachsen, dich selbstlos und mutig werden, egal welches Opfer du dafür bringen musst.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Serie, die du uns gerne vorstellen würdest?
Alle J - Viel wichtiger aber ist. Habt ihr, als meine Leser meine Easter Eggs entdeckt? LOL
Wie viel echte Kayla steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Zoe ist das Mädchen, dass ich immer sein wollte, aber nie sein werde. Wer MICH darin finden will, wird mich finden. Die Person verrate ich allerdings nicht. Kleiner Tipp: Es ist nicht Zoe! ;-)
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde, wie würden sie dich beschreiben? 
Also, meine zwei Turteltäubchen haben in Band 1 und 2 heftig mit mir gestritten. Sie meinten, ich wäre eine richtig gemeine Autorin und ich würde sie quälen.
 Wann stand die Idee eine Serie zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?      
Die Idee entstand 2010. Grund dafür war, dass ich nie diese Story in einem Bücherregal entdeckt habe, nach der ich jahrelang gesucht habe. Ständig bin ich in Läden herumgeschlichen und habe nach ähnlichen Geschichten gesucht. Und irgendwann habe ich begriffen, dass niemand diese Geschichte für mich schreiben wird. Da habe ich mich hingesetzt und es selbst getan. Band 1 und 2 sind also eigentlich in ihrer Urversion schon 2010 entstanden. Leider habe ich dann 6 Jahre lang gebraucht, um die Lösung meiner Zeitreise physikalisch vernünftig begründen zu können. Ich danke dem Physiker David Deutsch, auf den ich eines Tages gestoßen bin. Ursprünglich war die Geschichte als Einteiler mit offenem Ende gedacht. Die Idee zum 3 Teiler ergab sich dann 2018. Und erst im Januar 2019 ist der Entschluss gereift, daraus eine Pentalogie zu machen.
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses? 
Die Titel kamen dann im Februar 2019.
Wer ist denn der Coverdesigner? 
Der Covergott himself: Alexander Kopainski
Bist du mit deinen fünf Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen? 
Absolut zufrieden!
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren. 
Hier möchte ich gerne die fünf Hauptzitate nennen, die jeweils am Anfang meiner Bücher zu finden sind:
Schicksalsmorgen (Band 1):
Es gibt Augenblicke in unserem Leben, in denen Zeit und Raum tiefer werden und das Gefühl des Daseins sich unendlich ausdehnt. Charles Baudelaire
Schicksalsnacht (Band 2):
Gleich von unbegrenztem Sehnen, wie entfernt von träger Ruh’, müsse sich mein Leben dehnen, wie ein Strom dem Meere zu. Friedrich Rückert
Schicksalsstunden (Band 3):
Even the darkest night will end and the sun will rise. Victor Hugo

Schicksalswende (Band 4):
Es führt das Schicksal an verborgenem Band den Menschen auf geheimnisvollen Pfaden, doch über ihn wacht eine Götterhand, und wunderbar entwirret sich der Faden. Friedrich von Schiller
Schicksalsmorgen (Band 5):
Eines Tages werden wir am Ufer einer Neuen Welt zurück auf den Ozean blicken, der uns hierhergebracht hat. Und seine Wellen werden aus Sternen bestehen. Rui Borges
Danke für das Gespräch. 
Der Dank geht an Dich zurück.

Montag, 11. November 2019

[Reiheninterview] Blutige Legenden von Petra Bethe und Mara Miditello

  

Reiheninterview 
Blutige Legenden 
Petra Bethe & Mara Miditello


Heute treffe ich mich mit Petra Bethe und Mara Miditello, um mit ihnen über ihre „Blutige Legenden“-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über eure Reihe zu reden.

Petra: Dito, wir freuen uns über deine Einladung.

Mara: Wir erzählen immer gerne über unsere Krieger.
Könnt ihr uns eure Reihe, bestehend aus den Büchern „Blutige Legenden: Das Amulett (Bund der Enigma 1)“, „Blutige Legenden: Tiara der Macht (Bund der Enigma 2)“, „Blutige Legenden: Seelensplitter (Bund der Enigma 3)“ und „Blutige Legenden: Gefährliche Instinkte (Bund der Enigma 4)“ mit wenigen Worten vorstellen?
Mara: Krieger aus einer anderen Welt, die sich ihrer Aufgaben stellen und dabei nicht ganz auf die Hilfe der Frauen verzichten können.

Petra nickt und ergänzt: Gepaart mit Liebe, Erotik und Spannung ohne Ende.
Eure Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche gefährliche Situation. Fällt es euch leichter sie durch einfache oder komplizierte/schwierige/düstere Situationen und Zeiten zu führen?
Mara: Ich finde es viel einfacher, wenn sie einen Kampf bestehen müssen. Wenn sie zeigen müssen, wie sehr sie auf der guten Seite verankert sind und wie sehr sie die Menschen/Abbyshonen lieben, mit denen sie ihr Leben teilen.

Petra: Echt? Bei mir ist es genau das Gegenteil. Ich leide mit den Charakteren. Was hab ich geheult, als wegen Cruz das Drama losbrach und mhsfgh (Der Rest ist unverständlich, weil Mara ihr wegen Spoileralarm den Mund zuhält.)
Habt ihr Lieblingsstellen in eurer Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Petra lacht: Wenn ich jetzt anfange, hält Mara mir wieder den Mund zu.

Mara: Das gibt es so viele. Aber wie wäre es, wenn die Leser in die Leseprobe schauen? Ich wette, sie werden schon da gefesselt sein von unseren Kriegern und ihrer ehrlichen Art.
Wie viel echte Petra bzw. Mara stecken in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Petra: Jeder Charakter, in den man beim Erstellen und dann auch beim Schreiben schlüpft, bekommt unausweichlich eine Kleinigkeit vom Autor mit. Es besitzt schließlich jeder eine andere Vorstellung darüber, wie man auf diese oder jene Situation reagieren würde.

Mara: Man kann nicht ausschließen, dass man sich ein „wenig“ ins Buch schreibt. Oft sind es auch Gegebenheiten, die wir selbst so oder so ähnlich erlebt haben.
Wenn ich eure Charaktere ausfragen könnte, wie würden sie euch beschreiben? 
Mara: Temperamentvoll.

Petra: David würde sagen „Die beiden sind total bekloppt.“ während Jaden diplomatischer wäre und es unberechenbar nennen würde.
Wann stand die Idee eine Reihe miteinander zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Petra guckt Mara an, in ihren Augen blitzt es auf: Weißt du noch? Es war Anfang 2012, als die Idee aufkam. Das war so genial.

Mara: Das stand bereits an Tag 1 fest. Da gab es keine Diskussion.
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Mara: Die waren vorher schon klar. Irgendwie schreibt es sich einfacher, wenn man so was wie Titel, Cover etc hat.
Wer war euer Coverdesigner?
Petra: Das war Nadine von NaWillArt Coverdsign. Eine sympathische junge Frau, die uns jeden Wunsch sprichwörtlich von den Augen abgelesen hat.
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Petra: Nope, alles tipptopp.

Mara: Die Cover sind genau so, wie wir sie haben wollten. Wir hatten uns da im Vorfeld schon einige Gedanken gemacht.
Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Band 1, Jaden

Wie er es liebte, auf seiner Maschine zu sitzen, das Vibrieren zu spüren und dem Rausch der Geschwindigkeit zu verfallen. Es war Mitternacht und die Landstraße wie leer gefegt. Die Bäume des Waldes zu beiden Seiten wären für einen Menschen bei diesem Tempo selbst im Scheinwerferlicht kaum zu erkennen. Doch er brauchte kein Licht. Die Dunkelheit war ein Teil von ihm.
Band 2, Ethan
Im Schnellschritt erklomm er die Treppenstufen. Verdammte Scheiße! Wie hatte das geschehen können? Erst der Angriff auf Ava und jetzt das. Was brachte der Hyde und all die Technik des Sicherheitssystems, wenn sich mir nichts, dir nichts ein Portal mitten im Haus öffnen und ein Fremder hineinstolpern konnte? Bei allen Möglichkeiten der Gefahr, die er je durchdacht hatte, hatte er solche Fälle niemals in Betracht gezogen. Schwerer Fehler.
Band 3, ein kleiner Blick in den Kopf von Mistress
Berauscht vom Blut ihrer Opfer, fühlte Mistress all ihre neuen Fähigkeiten und musste lachen. Dank der dunklen Künste war sie nicht auf die lächerlichen Gaben der Abbyshoninnen angewiesen, aber sie nährte damit die Furcht, die das Volk vor ihr hatte, und lenkte von ihrem großen Plan ab.
Band 4, Impolicus
Die Situation war aus dem Ruder gelaufen. So hätte das Gespräch niemals ablaufen sollen. Vor allem nicht, nachdem ihm klar geworden war, dass er mehr als Pflichtgefühl für Isabella empfand. Für ihn war sie nicht nur die Amme, für ihn war sie diejenige, die die Leere in ihm ausfüllen könnte. Da sie aber eine Aufgabe hatte, die über seinem persönlichen Glück stand, war es definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, sich auf sie einzulassen.
Danke für das Gespräch.
Petra: War schön bei dir und ich muss Jaden und Cruz recht geben. Deine Kekse sind wirklich lecker.

Mara kichert. „Vielleicht sollten wir Isabella das Rezept geben, jetzt wo sie-.“
Petra: Wirst du wohl den Mund halten. Das darf doch noch niemand wissen.
Mara: „Ups.“

Freitag, 1. November 2019

[Reihenvorstellung] Holly von Kerstin Barth


Reiheninterview/-vorstellung 


Heute treffe ich mich mit Kerstin Barth, um mit ihr über ihre Holly-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.

Hallo, dafür nehme ich mir gern die Zeit. Danke, dass ich darüber reden darf.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Büchern „Holly und die Sache mit den Wünschen“, „Holly und die Sache mit der Liebe“ und „Holly und die Sache mit dem Glück“, mit wenigen Worten vorstellen?
Mit wenigen Worten? Okay, ich versuche es. Meine Holly-Romane sollen vom oft so tristen und manchmal auch nicht so schönen Alltag ablenken. Man könnte sie auch als Friede-Freude-Eierkuchen-Romane bezeichnen. Holly ist eine junge Frau, die manchmal etwas naiv durchs Leben stolpert, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder passieren ihr kleinere Missgeschicke, die sie jedoch unglaublich sympathisch machen. Natürlich gibt es auch schwierige Momente in ihrem Leben, doch die halten sich in Grenzen, denn ich möchte keine Dramen schreiben, sondern etwas, das einen positiv stimmt und vielleicht auch den einen oder anderen Lacher hervor zaubert. Immer an ihrer Seite sind die beste Freundin Maren und Oma Yoda (wegen ihrer Weisheit so genannt). Besonders Oma Yoda hat die Herzen der Leserinnen und Leser erobert und so mancher wünschte sich selbst so eine Oma.
Deine Charaktere wachsen ja mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache oder schwierige Zeiten zu führen?
Das stimmt. Besonders Holly entwickelt sich in den drei Teilen von einem kleinen Naivchen zur erwachsenen Frau. Welche Zeiten ich lieber mag, kann ich gar nicht sagen. Beide sind für mich gleichwertig. Ich lache mit meinen Figuren, weine mit ihnen, freue mich für sie und manchmal machen sie mich durch ihre Entscheidungen auch wütend.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ja, natürlich habe ich Lieblingsstellen. Die alle vorzustellen würde den Rahmen sprengen und zu viel verraten, aber im ersten Teil fand ich ihre Suche nach Mr. Right, die Kuppelshow und danach natürlich die Reise nach Paris toll. Im zweiten Teil war es spannend, Maren und Holly bei der Eröffnung ihres Büchercafés zu begleiten und Hollys Verliebtheit zu sehen. Auch ihr Wochenende in Venedig war wunderschön. Tja, und im dritten Teil läuten die Hochzeitsglocken. Die Vorbereitungen dafür waren einfach nur voller Romantik. Das Highlight hier waren für mich allerdings der Junggesellinnenabschied und die Flitterwochen in London.
Wie viel echte Kerstin steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Hm, schwierige Frage. Natürlich habe ich viele eigene Erlebnisse mit einfließen lassen – gute und schlechte. Genauso gibt es Charakterzüge meiner weiblichen Figuren, die ich durchaus auch innehabe. Und selbstverständlich habe ich auch meine Wünsche/Träume darin untergebracht, die ich hoffentlich noch alle verwirklichen werde. Um es in wenigen Worten auszudrücken. In den Teilen steckt so viel Kerstin, dass sie durchaus wahr sein könnten.
Wenn ich deine Protagonisten oder auch Nebendarstelle fragen würde, wie würden sie dich beschreiben? (gerne auch als Dialog, falls es leichter fällt)
Ui, das ist eine noch schwierigere Frage als die vorherige. :-) Für Holly wäre ich vermutlich zu spießig, andererseits könnte ich ihr durch meine Bodenständigkeit gut aus bestimmten Situationen raushelfen. Maren würde mich als gute Freundin sehen, mit der sie besonders die Leidenschaft der Bücher teilt. Und für Oma Yoda wäre ich vermutlich die liebe, nette Enkeltochter, die sich gern von ihr betüddeln lässt, und der sie ihre später ihre Rezeptsammlung vererbt.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
EIN Buch zu schreiben entstand ganz spontan, ich wollte es einfach mal versuchen. Da Michael Thriller schreibt, war für mich klar, dass ich ein anderes Genre bedienen möchte. Es sollte lustig sein und gleichzeitig romantisch und so wurde die Idee zu „Holly und die Sache mit dem Wünschen“ geboren. Der Mehrteiler ist eigentlich nur entstanden, da meine Figuren ziemlich schnell das Ruder übernahmen und letztendlich machten. was sie wollten. Wenn ich gesagt hatte, noch ein Kapitel, dann ist Schluss, waren sie der Meinung, mir noch zwei oder drei weitere zu schenken. Auf alle Fälle war es unglaublich spannend, diese Entwicklung aufzuschreiben.
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Die Titel waren schon ziemlich am Anfang da. Beim ersten gab es einige Änderungen, da mir keiner so recht gefiel oder bereits von Autoren verwendet wurde. Die Folgetitel waren dann einfach.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Mein allererstes Holly-Buch hatte noch Michael designt. Nach wie vor finde ich dieses Cover wunderschön und unglaublich romantisch. Allerdings hatten wir beide nicht mit der Reihe gerechnet und die sollte dann doch ein einheitliches Kleid haben. Über Facebook lernte ich Renee Rott von Dreamdesign – Cover and Art kennen. Ein unglaublich lieber und äußerst geduldiger Mensch, das muss ich hier wirklich betonen. Ich hätte mich als Kundin schon längst gefeuert. ;-)
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen?
So, wie sie jetzt aussehen, bin ich zu 1000 Prozent zufrieden. Sie entsprechen genau dem Charakter der Bücher. Doch ich war bis zu diesem Ergebnis ganz sicher nicht leicht zu ertragen und es würde mich nicht wundern, wenn Renee mich still und heimlich verflucht hat.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren.
Hierzu fällt mir ein kleiner Dialog zwischen Holly und Oma Yoda ein:

»Weißt du, Schatz, erst wenn wir aufhören, Dinge, Situationen oder Personen zu wollen, dann werden wir sie auch bekommen. Sagst du dem Universum, dass du etwas möchtest, signalisierst du damit nur, dass du es nicht hast.«
Ich schaute Oma mit zusammengekniffenen Augen an. »Das verstehe ich nicht. War das nun falsch, was wir gemacht haben?«
»Engelchen, es gibt kein Falsch oder Richtig. Alles hat seinen Sinn im großen Gefüge. Ich will dich lediglich davor bewahren, dass du nun Tag für Tag auf die Erfüllung deines Wunsches wartest und das Leben um dich herum dabei vergisst.«
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht.

Montag, 21. Oktober 2019

[Reiheninterview] Rhania 1-3 von Christina Willemse

Reiheninterview Rhania-Reihe von Christina Willemse



Heute treffe ich mich mit Christina Willemse, um mit ihr über ihre Rhania-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Hallöchen. Das mache ich doch gerne.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Büchern „Rhania – Tochter der drei Monde: Der Krieger“, „Rhania – Tochter der drei Monde: Der Hüter“ und „Rhania – Tochter der drei Monde: Die Maid“, mit wenigen Worten vorzustellen?
In der Reihe geht es, welch Überraschung, um die Geschichte von Rhania. Rhania ist als Außenseiterin groß geworden und wurde im Alter von 14 Jahre gefangen genommen. Während dieser Gefangenschaft muss sie einiges erleiden. Diese acht Jahre machen aus ihr keinen einfachen Charakter.
Das und ihre gefährliche Gabe, macht sie oft unberechenbar.
Im Verlauf der Geschichte erfährt Rhania, wer sie eigentlich ist und woher sie kommt. Sie erfährt, dass eine dunkle Vision vorher sagt, dass sie diejenige sein wird, die die Welt untergehen lässt.
Ob das wirklich so sein wird, ob und wie Rhania mit dem, was ihr angetan worden ist, zurechtkommt, erfährt man, wenn man die Reihe liest.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache oder schwierige Zeiten und Situationen zu führen?
Erstaunlicherweise fällt es mir leichter, sie durch schwierige Zeiten und Situationen zu führen.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Einige, ich werde mal versuchen dabei nicht zu spoilern.
Aus Band 1:
Eine Szene ist wo Amsel, ihr Pferd, in den Fluss springt und alle nass macht.
Eine weitere, wo Rhania das erste Mal auf Kier und seinen Bruder trifft (hier musste ich beim Schreiben sehr lachen).
Aus Band 2:
Eindeutig die Szene wo Rhania auf dem Baum sitzt und sich verbal gegen die Angriffe von Sheila wehrt. Da lernt man denke ich zum ersten Mal Rhanias Humor kennen.
Eine weitere ist die Szene wo Rhania sich voller Wut gegen den Herrscher dem Herrscher der Sonnenkrieger die Meinung sagt.
Aus Band 3:
Die Szene wo Cyren sie in der Schlucht findet.
Die komplette Szene rund um den Blutbund.
Alle Momente wo Rhania sich gegen ihren Vater und den großen Hexenmeister wehrt (auch wenn das teilweise sehr ekelig und blutig ist).
Wie viel echte Christina steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Mit Rhania habe ich einiges gemein, ergo steckt da auch einiges von mir mit drin.
Wenn ich nun deine Protagonisten fragen würde, wie würden sich dich beschreiben? 
Christina: Rhania, Cyren, Kier das geht an euch.
Rhania: "Ha! Du bist grundsätzlich etwas verpeilt."
Cyren nickt zustimmend. "Ja und du hast eine leichte sadistische Ader, wenn du schreibst."
Kier grinst. "Aber dein Humor ist wirklich lustig."
Christina: "Oh danke, ihr seid zu nett. Könnt ihr auch mal was Positives über mich sagen?"
Rhania überlegt eine Weile. "Ich bin froh, dass du nicht auf so sentimentalen, romantischen rosa Plüsch Müll stehst."
Christina lacht laut auf. «Nee, dass ist auch nicht meins."
Cyren etwas murrig. «Naja, ein bisschen Romantik wäre schon schön. Hätte es mir mit Rhania einfacher gemacht."
Kier schadenfroh. "Glaub mir, Christina hat dir schon jede Hilfe gegeben, die es gab. Du warst nur einfach zu dumm, um es von Anfang an richtig zu machen. Das mag ich an Christina auch. Sie zwingt uns nicht in eine Schublade, sondern lässt uns sein wie wir sind."
Rhania: "Stimmt, sie ist sehr tolerant."
Cyren: "Ja und sie ist nett."
Kier: "Meistens jedenfalls." Kier schaut bezeichnend auf Rhania. "Sie kann auch richtig fies werden".
"Ooh ja, sie hat mir ja meine Rache gelassen", sagt Rhania grinsend.
"Die stand dir auch zu", kommt es trocken von Christina. «Also fasse ich mal zusammen, ich bin etwas verpeilt, leicht sadistisch beim Schreiben, tolerant, eher nicht so romantisch und sentimental, humorvoll und meistens nett?" Fragend schaut Christina ihre Protagonisten an.
Rhania: "Äh ja, so kann man das sagen."
Cyren: "Da fehlt noch fantasievoll."
Christina: "Ist notiert."
Kier: "Also einfach zusammengefasst: Du bist absolut toll."
Christina wird leicht rot: "Na, jetzt übertreibst du aber. Soo toll auch wieder nicht. Frag mal die Menschen, die mit mir zusammen arbeiten müssen."
Rhania: "Ach was, du bist eben etwas eigensinnig, das bin ich auch."
Cyren leicht gequält: "Jaaha."Rhania stößt Cyren mit dem Ellenbogen in die Seite. «Äh, aber das ist ganz toll."
Christina etwas irritiert. "Ok, ok, genug jetzt. Ich denke ihr habt den Lesern ein gutes Bild von mir gegeben…naja so mehr oder weniger gut….aber egal. Danke euch, ich hab euch auch lieb."
Wann fiel die Entscheidung eine Reihe zu machen? War es von vornherein dein Ziel, einen Mehrteiler zu schreiben, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Die Entscheidung fiel ungefähr zum Ende vom ersten Band. Ich merkte, dass ich mit einem Buch nicht hinkommen würde. Also beschloss ich eben ein zweites noch zu schreiben. Beim zweiten Buch merkte ich, Mist, es reicht nicht. Ok, dann also eine Trilogie.
Meine Protagonisten haben alle irgendwie ein Eigenleben.
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Der Haupttitel stand sehr früh fest. Die Zusatztitel "Der Krieger", "Der Hüter" und "Die Maid", kamen aber tatsächlich erst Anfang dieses Jahres dazu.
Wer war der Coverdesigner?
Renee Rott von Dream Design -Cover and Art-
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen?
Ha! Wenn ich nicht zu 100% zufrieden damit wäre, würden Renee und/oder mein Verleger weiter unter meinem Genörgel leiden. Also ja, ich bin zu 100% zufrieden.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren.
Ich gebe euch die Lieblingsmomente/zitate aus Band 1 und 2:
Wieder hörte ich Schreie, sah, wie ganze Länder unter den Scherben zerstört wurden. Sah wie Meere gespalten wurden und große Flutwellen alles unter sich begruben. Sah Feuer, Tod und Zerstörung. Ich sah, wie die Welt unterging und ich diejenige war, die sie untergehen ließ.
»Sie hat gelacht. Zwar nur sehr kurz und es schien ihr rausgerutscht zu sein, aber sie hat gelacht.« Stolz schwang in Arnes Stimme mit. So als wäre es allein sein Verdienst gewesen, dass die junge Frau gelacht hatte.
«IHR habt kein Recht, so zu sprechen. Euer Volk ist schuld an dem Krieg gewesen. Euer Volk ist schuld daran, dass MEIN Volk beinahe vollkommen vernichtet wurde. Euer Volk hat den Hass, die Gewalt und die Zerstörung über die Erde und mein Volk gebracht. Also wagt es jetzt nicht, so zu sprechen. Wenn Ihr und Euer Volk nicht so vorschnell nach Krieg geschrien hättet, wäre vielleicht vieles nicht so geschehen, wie es passiert ist.»
Danke für das Gespräch. 
Gerne doch, es hat Spaß gemacht und ich hoffe ich konnte dir und den Lesern meine Reihe etwas näher bringen.