Dienstag, 21. Juli 2020

[Reiheninterview] Pegasos-Reihe von Eve Grass

  
Reihenvorstellung
"Das Pegasosgen: Marias Geheimnis“, „Das Pegasosgen: Velludo“ und „Das Pegasosgen: Alte Himmelsrechte“ von Eve Grass

Heute treffe ich mich mit Eve Grass, um mit ihr über ihre Reihe „Das Pegasosgen“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Ich danke dir, dass du mir die Gelegenheit gibst, über meine Trilogie „das Pegasosgen“ zu reden.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Das Pegasosgen: Marias Geheimnis“, „Das Pegasosgen: Velludo“ und „Das Pegasosgen: Alte Himmelsrechte“ mit wenigen Worten vorstellen?
Ich werde es versuchen! Für mich reizvoll war der Gedanke Reiten und Fliegen in irgendeiner Form zu verbinden. Es handelt sich um einen alten Menschheitstraum. 
Also erschuf ich Rike und Hannes Bauer, die in Südspanien plötzlich mit einer speziellen Pferderasse konfrontiert werden. Selbstredend versuchen sie, das Ergebnis ihrer mysteriösen Zuchtversuche geheim zu halten. Aber in Zeiten von Facebook und YouTube ist das nicht leicht. Auf jeden Fall wird den beiden der geflügelte „Velludo“, ein Hengst von immenser Größe, reichlich Ärger bescheren. Denn er hat, nachdem er dem Fohlenalter entwachsen ist, nur eines im Sinn: Arterhaltung. Was aber passiert, wenn noch andere Pferde dieses Gen des Pegasos in ihrem Inneren tragen? Wie reagieren wir Menschen, wenn sich plötzlich am Himmel Tiere tummeln, die größer als Vögel sind? Werden wir Rücksicht nehmen, unsere Airways anpassen? Werden wir verzichten lernen oder uns wehren?
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Hier tendiere ich eindeutig zu den düsteren, schwierigen Zeiten. Aber … keine Sorge. Die Trilogie endet mit einem außergewöhnlichen „Happy End“.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Da gibt es einige: zum Beispiel das Kapitel über Isabella die Erste, bekannt auch als „die katholische Königin“. Ich konnte mit dem Schreiben gar nicht aufhören, als ich diese beeindruckende Gestalt mit meinen Worten beschrieb. Am liebsten hätte ich ein komplettes Buch über das düstere spanische Mittelalter geschrieben. 
Eine Lieblingsstelle, bei der ich selbst mit den Tränen kämpfte: Abdai bin Nuhr, mein sympathischer Tierarzt aus Marokko leidet an einer unheilbaren Krankheit. Er entscheidet sich in Band 3 zu einem letzten Ritt auf Velludo, dem geflügelten Ross.
Wie viel echte Eve steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Autobiografische Szenen wird wohl jeder Autor irgendwo einweben. Sagen wir es mal so: Rike Bauer teilt sich so manche Leidenschaft mit mir, dennoch ist sie ein eigenes Wesen.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Na dann lass ich doch gleich mal meine alte Maria zu Wort kommen (sie ist übrigens neunundneunzig Jahre alt und wirbelt das Leben ihrer Mitmenschen in Band 1 gehörig durcheinander):
Maria: Eve, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber manchmal lebst du in einer Traumwelt. Du solltest hin und wieder etwas mehr in der Realität bleiben. Dieser Meinung ist übrigens auch José, mein Lebensgefährte.
Eve: aber liebe Maria, ohne meine Träumerei gäbe es dich doch gar nicht. Außerdem finde ich den Traum, mich mit einer fast hundertjährigen Frau zu unterhalten, die noch immer autark lebt, sehr angenehm.
Maria: Papperlapapp! Was ist an diesem Alter schon angenehm? Aber dir würde etwas mehr Realismus gutstehen. Außerdem solltest du Dinge, die nicht änderbar sind, einfach akzeptieren. Gegen Windmühlen sollte man nicht kämpfen Eve. Das wusste schon mein Landsmann Don Quijote.
Eve: Wie meinst du das? Ich wehre mich eben gegen Ungerechtigkeit.
Maria: Du kannst den Lauf der Welt nicht ändern. Sprich an, wenn dir etwas nicht passt, aber vergeude nicht deine wertvolle Energie damit. Konzentriere dich lieber auf deine Fähigkeiten. Und lass mich die Belehrung mit einem Beispiel beenden: Aus einem Ackergaul wirst du kein Rennpferd machen, und wenn du es noch so engagiert versuchst.
Eve: Da hast du recht, liebe Maria. Ich werde mal drüber nachdenken. 
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Ich habe eigentlich zwei Bände geplant. Aber nachdem der Band 1 sehr dick geworden wäre, habe ich die Story in 3 Bände aufgeteilt. Aber die Protagonisten haben schon auch ihr Eigenleben entwickelt. Viele Ideen, besonders für die dystopischen Szenen am Ende von Band 3, wurden während eines Spanienaufenthaltes geboren, als Band 1 schon in den Regalen stand.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Die finalen Titel habe ich gemeinsam mit meiner Verlegerin zum Ende des jeweiligen Bandes festgelegt.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Auch das ist meine Verlegerin, Bettina Ickelsheimer-Förster, die das meisterhaft beherrscht.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Nein, ich würde nichts ändern wollen. Mit den leuchtenden Covern in Blau (Band1) Rot (Band2) und Grün (Band3) drücken die fliegenden Pferde darauf genau das aus, was ich fühle.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Eines habe ich weiter oben ja schon verraten. Aber da gibt es natürlich noch andere.
„Diejenigen, die ihre Nüstern in den Aufwind am Morgen strecken, die werden aussterben!“ (Maria Cortéz Band 1)
„Pegasos ist zurück! Und er wird sich das nehmen, was wir ihm über Jahrhunderte genommen haben, seinen Lebensraum!“ (Doña Helena-Maria Band 3)
Danke für das Gespräch.
Gerne wieder, ich danke auch, herzlichst Eve Grass

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