Samstag, 23. November 2019

[Autoreninterview] Florian Richter

AUTORENINTERVIEW
Florian Richter


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?

Hallo liebe Claudia,

hallo liebe Leser,
Zuallererst möchte ich mich bei Claudia für die Einladung zum Interview bedanken.
Ich finde es immer schwierig sich selber kurz vorzustellen, also fange ich mit den grundlegenden Dingen an. Also:
Ich heiße Florian Richter, bin noch ein paar Monate 39 und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Bonn, wo ich auch einer völlig unkreativen Arbeit im Verwaltungsbereich nachgehe. Seit 2018 schreibe ich mit dem Hintergrund dies auch zu veröffentlichen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Zum Schreiben bin ich vor zehn Jahren gekommen und tatsächlich auch durch mein erstes Kind, für das ich die ersten Geschichten am Bett erfand, weil mein Sohn nicht im Bett liegen blieben wollte. Mal hat es funktioniert und Mal auch nicht. ;-)

In den nächsten Jahren kamen oft spontane Kurzgeschichten oder Gedichte hinzu. Den Schritt dann auch zu veröffentlichen, habe ich 2018 gewagt, als ich mit dem Manuskript für meinen Roman angefangen habe, der tatsächlich bis heute noch nicht erschienen ist, da mir lange die Zeit zum Schreiben eines Romans nach einem Jobwechsel fehlte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Bisher habe ich drei Bücher veröffentlicht, die vor allem auch zeigen, dass ich auch als Autor die Abwechslung suche. Mein Debüt war mit dem Jahreswechsel „Blickwinkel – Kurzgeschichten über den Tellerrand hinaus“, in dem ich in den Kurzgeschichten teils ungewöhnliche Blickwinkel einnehme und damit zum Träumen und Nachdenken, Schmunzeln und Mitfiebern einlade.

Mit meinem Vorlesebuch (Alter 4-8 Jahre) „Mats und die Rennwürmer“ habe ich tatsächlich die Geschichten aufgegriffen, die ich zehn Jahre vorher für meinen Sohn erfand. Sie erzählen von einem Kind, dass parout nicht im Bett liegen blieben möchte, bis plötzlich zwei merkwürdige Würmer mit Rennhelm in seinem Bett auftauchen.
Zuletzt erschien mein Gedichtband „Gedankenregen – Von Liebe, Leben und der Sehnsucht“, in dem ich teils sehr persönliche Gedichte über das Lieben und das Leben veröffentlicht habe.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Zurzeit sitze ich wieder an meinem Roman und überarbeite diesen. Es wird ein Roadmovie, bei dem zwei Freunde auf Motorrädern aus ihrem bisherigen Dasein flüchten und auf ihrer Reise den Weg zurück ins Leben finden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Meine Freizeit verbringe ich überwiegend mit der Familie. In der Zeit, die mir persönlich dann noch verbleibt fahre ich gerne Motorrad oder ich schreibe.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Tatsächlich bin ich niemand, der an einem Autoren festhält. Wenn mich ein Buch interessiert, dann kaufe ich es, egal ob bekannter oder unbekannter Autor.

Zur Zeit verfolge ich allerdings die Autorin Sonja Roos aufmerksam. Ihr Debüt „Für immer und ein Vierteljahr“ hat mich sehr ergriffen und mich fasziniert bis zum letzten Wort. Tatsächlich liegt das Buch immer noch auf meinem Nachttisch, obwohl ich es schon einige Zeit fertiggelesen habe.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Gewöhnlich schreibe ich tatsächlich im Wohnzimmer mit Blick durch große Fenster ins Grüne. Im Sommer wechsle ich aber auch gerne auf die Dachterrasse. Allerdings lasse ich mich auch von ungewöhnlichen Orten nicht vom Schreiben abhalten. So entstand eine meiner Kurzgeschichten aus „Blickwinkel“ tatsächlich an die Überreste eine Burgruine gelehnt komplett auf dem Smartphone.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein gewöhnlicher Tag beginnt um 5:15 Uhr, da ich morgens für die Schulbrote und meinen Großen zuständig bin, damit der früh genug seinen Bus zur Schule bekommt. Gegen 7 Uhr bin ich dann in der Regel auf der Arbeit, bei der ich die Mittagspause gerne im angrenzenden Wald verbringe, wo auch das ein oder andere Gedicht entsteht. Wenn ich nachmittags nach Hause komme, bin ich für die Familie da. Erst abends komme ich dann zum Schreiben, lese ein Buch oder sitze tatsächlich mal vorm TV, wenn etwas interessantes läuft.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten lese ich gerne Thriller und Abenteuer-Romane. Bin aber da nicht festgelegt. Bis zum Liebesroman von Sonja Roos, hätte ich zum Beispiel nie gedacht, dass mir auch das Genre gefällt.

Beim Schreiben sehe ich mich auch am liebsten Richtung Abenteuer-Roman. Auch das Roadmovie jetzt geht ja in die Richtung. Allerdings schaue ich gerne über den Tellerrand hinaus und probiere gerne etwas Neues aus.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? 
Ein Zitat aus einem Buch habe ich nicht, aber ich habe mir, als ich angefangen habe zu schreiben, um auch zu veröffentlichen einen eigenen Leitsatz erfunden:

„Gedanken sind die Freiheit der Seele. Lass sie frei und du wirst Welten entdecken!“
Ich finde, dieser Satz erzählt vieles, was ein Autor doch auch vermitteln möchte und was sich jeder Mensch vielleicht auch ein Stück zu Herzen nehmen sollte.
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Ich bin ein absoluter Fan der nördlichen Länder. Skandinavien hat es mir echt angetan mit der Natur und auch den Menschen, die einfach etwas entspannter sind.

Mein absolutes Traumland und Herzheimat ist allerdings Island. Ich liebe die Kargheit und Wildheit des Landes und als kleiner Hobbyvulkanologe, kann ich da einer Leidenschaft nachgehen. In keinem anderen Land kann man so beeindruckend die Auswirkungen von Naturgewalten erfahren. Allerdings ist Island leider zur Zeit viel zu überlaufen!
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Tatsächlich habe ich mich jahrelang mit Kritik schwergetan, doch mit dem Alter wird man reifer und lernt auch die Entwicklungschancen an Kritik zu sehen. Auch wenn das dann mal zwei Tage braucht. ;-)
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
In erster Linie ging es mir darum, dass ich als Selfpublisher alles in meiner Hand habe und nichts abgeben muss. Ich kann alles so umsetzen, wie ich es für richtig halte und niemand spricht mir da rein.

Ob ich dies allerdings mit allen Büchern so machen werde, oder manches doch einem Verlag anbiete, da möchte ich mich noch nicht festlegen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Kauft Selfpublisher-Bücher! Ich möchte hier mal eine Lanze brechen für viele herausragende Selfpublisherwerke, die einfach oft zu wenig Beachtung finden. Oft stechen die Bücher aus der Masse heraus. Also einfach mal trauen und andere Wege als die ausgetretenen gehen. Die Vielfalt ist einfach riesig.

[Buchvorstellung einmal anders] Die Drachenlandsaga - Die Eistrolle von Stefanie Baumann


Buchvorstellung einmal anders
und Coverinterview

Heute treffe ich mich mit der Autorin Stefanie Baumann um mit ihr über ihr Buch „Drachenland Saga: Die Eistrolle“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gerne.
Kannst du uns dein Buch in max. 5 Sätzen beschreiben?
Es ist ein Fantasy-Abenteuer für Kinder, etwa ab 10 Jahre, aber ich hatte auch schon erwachsene Leser, die es gerne gelesen haben. Es geht um Felix und seine Freunde, die auf wundersame Weise ins Drachenland geraten und dort Felix‘ fiesen Klassenkameraden Ricky retten müssen, der in den eisigen Norden zur Trutzenburg entführt wird und dort im Verlies landet. Felix startet eine Rettungsmission und muss gleichzeitig das gesamte Drachenland retten, denn die Eistrolle kommen aus dem Norden und wollen die Herrschaft übernehmen…
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter, sie durch einfache oder schwierige Situationen zu schicken?
Oh, ich jage sie gerne durch alle möglichen Probleme. Nur an schwierigen Situationen können sie über sich hinauswachsen und das Buch wird spannend.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, die du uns gerne vorstellen würdest?
Meine Lieblingsstelle ist die, wo Felix und sein Bruder ins Drachenland „gesaugt“ werden. Diese Szene habe ich mir immer wieder vorgestellt, sodass ich sie heute richtig bildlich vor mir sehe. Aber auch die erste Begegnung mit Bell, Felix‘ Drachen, finde ich schön. Felix hat nämlich seinen eigenen Drachen, sozusagen.
Wie viel echte Stefanie steckt in dem Buch oder in dem einen oder anderen Charakter?
Ich war als Kind recht schüchtern, genau wie Felix. Allerdings, so ängstlich wie er nicht! Es hat mich immer geärgert, dass stille Kinder wie er (und ich früher) ständig übersehen werden. Daher ist es mir ein Bedürfnis, Mut zu machen und zu zeigen, dass man sich auch überwinden und über sich hinauswachsen kann.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Ups, das passt irgendwie nicht. Es ist schon so, dass die Figuren quasi meine Erfindungen, man könnte fast schon sagen, meine „Babys“ sind, aber umgekehrt habe ich das Gefühl, ich als Person existiere für sie nicht.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Mit Titeln tue ich mich immer grauenvoll schwer. Der Titel ist einfach pragmatisch…
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Mein Cover gefällt mir wahnsinnig gut! Ich habe einen wundervollen Coverdesigner gefunden, der wirklich ein Auge fürs Detail hat. Habt ihr den Troll schon entdeckt? Ich habe schon sehr viel Lob für das Cover bekommen und bin mal gespannt, wie er das bei Band 2 noch steigern will.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat interessieren.
Mein Motto: Du kannst alles schaffen, wenn du es wirklich willst.
Danke für das Gespräch. 

[Autoreninterview] Stefanie Baumann

Autoreninterview
Stefanie Baumann

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Stefanie Baumann, ich bin Jahrgang `75 und habe einen lieben Mann, vier wundervolle Kinder, einen pfiffigen Hund und lebe in Baden-Württemberg auf dem Land. Schreiben ist eigentlich schon immer mein Hobby gewesen, nur jetzt mit den Kindern ist es manchmal schwierig, sich Zeit dafür freizuschaufeln.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Ich habe seit meiner frühesten Jugend geschrieben. Während meiner gesamten Schulzeit habe ich an einem Roman über ein Mädchen mit ihrem Pferd herumgeschrieben. Das Buch ist tatsächlich fertig geworden, allerdings … veröffentlicht kann es wohl nie werden. Zu viel Flickwerk, zu viele Anfängerfehler, außerdem zu viel von mir selbst drin.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Die Eistrolle“ aus der Drachenland-Saga ist mein erstes Buch. Es geht hier um Felix und seine Freunde, die auf merkwürdige Weise ins Drachenland geraten, dort neue Freunde finden und Felix‘ gehassten Klassenkameraden Ricky aus dem Verlies der Trutzenburg befreien müssen. Denn die Eistrolle sind aus dem Norden gekommen und möchten die Macht übernehmen … was Felix und seine Freunde selbstverständlich verhindern werden.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Demnächst erscheint die Fortsetzung der „Eistrolle“. Sie heißt „Der Steindrache“. Felix und seine Freunde müssen erneut Probleme im Drachenland lösen. Seltsame weiße Eisdrachen treiben ihr Unwesen, der Herrscher der Trutzenburg ist verschwunden und die Kinder kommen einem schrecklichen Komplott auf die Spur …

Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte ankommt.
Zur Zeit schreibe ich gerade am dritten Band, der um die „versteinerte Frau“ gehen soll.

Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich gehe mit dem Hund spazieren, arbeite ein wenig im Garten oder lese.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Das ist eine schwierige Frage, weil ich unheimlich viel lese und auch echt querbeet. Auch Sachbücher lese ich gerne und Romane verschlinge ich geradezu, wenn ich mal ein bisschen Zeit habe. Nein, festlegen kann ich mich da nicht.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich arbeite ganz klassisch am Schreibtisch. Da schalte ich sofort in den Arbeitsmodus und bin nicht abgelenkt.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Echt, interessiert euch das? Morgens die Kinder fertigmachen, wenn die weg sind, mit dem Hund laufen, dann zur Arbeit, um 12 Uhr heim kochen, den Nachmittag mit den Kindern gestalten (Hausaufgaben, lernen, sie irgendwohin bringen, Arzttermine, andere Termine, und so weiter), Abendessen, Kinder ins Bett und wenn ich Glück hab, finde ich noch eine Stunde zum Schreiben J
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen: Wie gesagt, ich lese fast alles. Historisch, Fantasy, Krimi, Thriller, Science Fiction, Kinderbücher, Dystopien, Sachbücher, egal. Beim Schreiben: „Die Eistrolle“ ist ein Fantasy-Abenteuer, was mir eigentlich sehr gut gefällt. Ich habe aber auch noch zwei Frauenromane in der Schublade, die ich überarbeiten müsste …
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Oh ja, mein Lieblingszitat – es ist glaub ich eher ein Motto: Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch.

Ein Zitat aus meinem Buch habe ich nicht, aber eine Botschaft: Auch stille, schüchterne Menschen können über sich hinauswachsen. Das ist es, was mein Held Felix tut, und ich bin echt stolz auf ihn.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Die ganze Welt ist so schön … und ich reise auch gerne, auf meinem Blog habe ich ein paar Reisen beschrieben, die ich mit meinen Kindern gemacht habe.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Na ja, ich bin ziemlich dünnhäutig. Kritik geht mir schon unter die Haut. Aber ich versuche immer zu gucken, ob sie gerechtfertigt ist. Denn nur so kann ich mich verbessern. Deshalb ist mir Kritik immer willkommen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Als Selfpublisher habe ich vieles selbst in der Hand. Das gefällt mir sehr. Zum Beispiel habe ich nicht so den Druck, den nächsten Band zu einem festen Zeitpunkt fertig haben zu müssen. Ich kann mich sehr gut selbst motivieren, ich bleibe auch dran und ein Verlag im Nacken würde mich nur stressen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Oh, schwierig. Jeder und jede hat ja ein anderes Leben. Ich selbst bin unheimlich glücklich mit meinem Schreiben. Vielleicht sollte ich allen raten, das zu tun, was einem glücklich macht.

Freitag, 22. November 2019

[Reiheninterview] Österreichreihe von Lilly R. Weinberg

 


Reiheninterview/-vorstellung 

Heute treffe ich mich mit Lilly R. Weinberg, um mit ihr über ihre Österreich-Reihe zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.

Vielen Dank für die Einladung dazu :)
Kannst du uns deine Reihe mit wenigen Worten vorstellen?
Sehr gern.

Anfangs sollte es gar keine Reihe werden, doch dann weitete sich die Grundidee immer weiter aus. Meine Trilogie ist im Genre magischer Realismus/ Paranormaler Liebesroman vertreten und für mich jeweils mit den Schlagworten Liebe, Wahrheit und Hoffnung verbunden.
Alles beginnt damit, dass Elisa Winkler ihre Mutter verliert und eine kleine Holzkiste erbt, deren Inhalt ihr ganzen Leben verändert und ihre Pläne über den Haufen wirft. Im Laufe der Geschichte lernt sie neue Menschen kennen und erfährt, dass es die Magie wirklich gibt. Was sie und die anderen allerdings nicht ahnen ist, dass hinter all dem viel mehr steckt, als man sich vorstellen kann. Fremde Welten und andere Wesen sind ein Teil davon. Ebenso Liebe, Freundschaft, Intrigen, Lügen…Und natürlich Probleme und Herausforderungen. Der magische Anteil nimmt vor allem im kommenden Band 3 stetig zu.
Deine Charaktere wachsen ja mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten zu führen?
Mittlerweile ja. Anfangs wünscht ihr mir Friede-Freude-Eierkuchen für alle. Aber das geht nicht. Ich leide immer mit. Ebenso freue ich mich über die schönen Szenen. Es gab bestimmte Szenen, bei denen ich wirklich am Schreibtisch saß und weinte, weil ich die Figur gehen lassen musste.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Sehr gern. Ich kann mich nur so schlecht entscheiden :D Ich glaube, ich nehme die Szene, als Elisa die Kiste findet:

Die alte Holztür knarrte. Die Laube war ungewöhnlich groß. Ihr Großvater hatte sie damals erbaut und war davon überzeugt gewesen, dass eine Standard-Gartenlaube aus dem Baumarkt, zu klein wäre. Neben den nützlichen Gartengeräten beherbergte sie auch Möbel, elektrische Werkzeuge, Pflanzenschutzmittel und vieles mehr. Als Elisa mit dem Gesicht durch ein dickes Spinnennetz lief, schwor sie sich in den nächsten Tagen, die Laube zu putzen. Angeekelt wischte sie sich das Gesicht mit dem Ärmel ab. Dann spitzte sie die Ohren. Irgendwo in der Nähe schrie eine Eule und gelegentlich sauste ein LKW über die große Landstraße. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Elisa ignorierte die Geräusche und rieb sich aufgeregt die Hände. Sie würde heute auf eine Mission gehen. Ihr Blick fiel auf das alte Holzregal. Es nahm eine ganze Wand ein und die darauf stehenden Bücher standen teilweise schon in zweiter Reihe. Es gab entweder nicht genug Stauraum für diese Schätzchen, oder es war Tarnung. Nach ein paar Minuten entdeckte Elisa das Versteck. Sie nahm die Bücher einzeln heraus.
Elisa lachte leise, denn ihr kamen unzählige spannende Geschichten in den Sinn, in denen spätestens jetzt irgendein grausiges Wesen auftauchen würde. Ihr Puls begann zu rasen und vor Aufregung schwitzten ihre Hände. Sie hatte eindeutig zu viele Krimis gelesen. Solange die Bücher nicht plötzlich anfingen zu schreien, wäre alles in Ordnung. Sie musste an Harry Potter denken und schüttelte lachend den Kopf. Krimis und jede Menge Fantasie. Vorsichtig nahm sie die kleine Holztruhe heraus und stellte sie auf den kleinen runden Tisch, der in der Mitte des Raumes stand. Danach ließ sie sich auf einen der Hocker nieder und setze sich direkt davor. Die Truhe bestand aus einem honigfarbenen, glatt polierten Holz und war etwa vierzig Zentimeter lang. Die Scharniere und das Schloss waren passend zum Schlüssel in Messing gehalten. Im Gegensatz zu ihm war das Schloss schon etwas angelaufen. Auch die Truhe hatte schon bessere Tage gesehen. Sie besaß lauter feine Schnitzereien, die aber aufgrund der Staubschicht und des Drecks, kaum zu erkennen waren. Mit zittrigen Händen steckte Elisa den Schlüssel in das Schloss.
Er ließ sich problemlos drehen und mit einem Klick öffnete es sich. Elisas Herz klopfte ihr bis zum Hals und ihr Mund wurde trocken. Sie schaute sich, wie zuvor im Garten, noch einmal um und hob langsam den Deckel an.
Wie viel echte Lilly steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Einiges. In jeder Figur steckt ein kleiner Teil Lilly. Elisa liebt es zu Reisen. Chris ist schlagfertig. Victoria neugierig und Mama Jo backt gerne Kuchen und Plätzchen. Das sind so Dinge, mit denen ich mich identifiziere. Dies können aber auch unvorteilhafte Eigenschaften sein. Zum Beispiel Ungeduld ;)

In Band 2 ergeht es Vicky als frischgebackene Mama manchmal wie mir als Mutter. Je besser ich die Figuren fühlen kann desto authentischer schreibe ich.
Wenn ich deine Protagonisten oder auch Nebendarsteller fragen würde, wie würden sie dich beschreiben? 
Eliott Haider: Lilly ist manchmal zu ehrgeizig und vergisst Pausen zu machen. Ihr täte es besser, sie würde sich nicht immer so viel aufbürden.

Christoph Haider: Diese Autorin ist wirklich ungerecht. Warum muss ich ausgerechnet den frechen Charakter kriegen, wo sie es selber ist.
Mama Jo: Wenn Lilly schreibt, ist sie in ihrem Element. So wie ich, wenn ich backe oder im Garten spazieren gehe. Sie hat immer ein offenes Ohr für Familie und Freunde.
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? War es von vornherein klar, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Als Band 1, der eigentlich ein Einzelband werden sollte, in der Rohfassung fertig war (Weihnachten 2017), entstand die Idee zum Mehrteiler. Da war einfach so viel mehr in mir. Ich könnte noch 3 weitere Geschichten dazu schreiben ;)
Wann kamen die Titel? Waren die im Vorfeld schon klar, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Für den ersten Titel brauchte ich eine Weile. Er kam während des Schreibens. Als klar war, worum es schwerpunktmäßig in Band 2 und 3 gehen soll, hatte ich ganz schnell die anderen Titel. Alle drei Titel passen zum Inhalt der jeweiligen Nebenhandlung. Also es ist eine fortlaufende Geschichte, aber jeder Teil hat noch einen eigenen Handlungs-Strang.
Wer ist denn der Coverdesigner?
It`s me ;)

Ich bin gelernte Bauzeichnerin und habe schon früher mit Photoshop und anderen Programmen gearbeitet. Ich wollte immer gern Buchcover-Designerin werden. Mir macht es wirklich spaß und ich lerne immer Neues dazu J Am besten gefällt mir das Cover zum kommenden Band.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch was ändern wollen?
Wenn ich ehrlich bin, würde ich Band 2 etwas verändern. Wobei viele Leser es super schön finden. Es ist (meiner Meinung nach) recht einfach gehalten. Aber sie alle haben denselben Stil. Nun ist es so. Unzufrieden bin ich auf keinen Fall. Nur bei den Möglichkeiten, die ich in dem Jahr designtechnisch gelernt habe, könnte ich dem Cover mehr Pfiff geben ;)
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus deinen Büchern interessieren.
„Liebe Elisa,

die Götter und Lebewesen unserer Muttererde mögen dich auf all deinen Wegen beschützen. Ich werde immer bei dir sein, mein Kind. Ich werde dich begleiten auf all deinen Wegen. Dir Mut und Kraft schenken. Möge das Licht dich durchleuchten, wenn die Dunkelheit dich umgibt.“
Danke für das Gespräch. 
Danke für dieses tolle Interview

Donnerstag, 21. November 2019

[Protagonisteninterview] Devils Lake von Claudia Jacobsen

Interview 


Als ich von Susan, Alex und Raymond weggehe, fällt mir eine Person auf, die schnell weggeht. Als ich ihn einhole, stelle ich ein paar Fragen.
Kennen Sie Susan, Alex und Raymond oder sind Sie mir aufgelauert?
„Sie sind sehr mutig, dass Sie mich ansprechen. Anscheinend wissen Sie nicht, wer ich bin.“

(Er grinst gehässig und setzt sein Siegerlächeln auf.)
„Aber ich will mal nicht so sein. Ich wollte mal hören, was die Drei so erzählen und ob auch mein Name fällt. Alex hatte mal wieder eine große Klappe. Ich denke, ich muss mich von ihm trennen …"
Haben Sie auch eine Rolle in Claudias Buch? 
(Lacht laut auf.)

„Ob ich auch eine Rolle habe? Gute Frau, … ich habe nicht nur eine Rolle, ich bin DIE Rolle in der Reihe. Claudia hat etwas Mächtiges mit mir geschaffen und ich würde Ihnen raten, etwas Abstand von mir zu nehmen, wenn Ihnen ihr Leben etwas wert ist. Man sollte mich nämlich nicht verärgern.“
(Bekommt stechend rote Augen.)
Wie gefällt Ihnen das Buch? 
„Die Stellen, in denen ich als klarer Sieger hervorgehe gefallen mir sehr gut.“ (Lacht laut auf.)

„Sie sind sehr mutig, da Sie immer noch bei mir stehen. Hm, … ich schätze Mut und Furchtlosigkeit.“ (Seine Augen normalisieren sich wieder.)
„Wissen Sie, die Menschen haben es verdient bestraft zu werden. Sie selbst sind für ihr handeln verantwortlich. Sie können einfach nicht hören und ich zwinge sie dazu, Vernunft anzunehmen … Wenn sie dabei ihr Leben verlieren, ist es eben so. Manche Dinge muss man erzwingen und einfordern, wenn man ernst genommen werden will. Sie wissen nicht, wozu ich fähig bin und beten Sie besser, dass Sie es nie herausfinden.“
Können Sie uns Ihre Lieblingsstelle vorstellen? 
„Meine Lieblingsstelle? Die muss wahrscheinlich noch geschrieben werden, da ich den Bastard Raymond noch immer im Nacken habe und Alex noch immer unter den Lebenden weilt. Aber nicht mehr lange. Meine Zeit wird kommen, ich spüre es … und ich hoffe, dass Claudia mir die Chance gibt, mich zu beweisen.

Aber nun gut, eine kann ich Ihnen nennen … Jede Stelle, in der ich Susan nahekomme, ist eine gute Stelle. Ich liebe ihren Geruch, ihre Gedanken und das Wissen, das sie mir nicht entkommen kann. Sie ist mein Mädchen. Wir gehören zusammen. Es muss einfach so sein.“
Was halten Sie von der Autorin? 
„Nun ja, sie hat mich erschaffen. Dafür müsste ich mich wohl bei ihr bedanken …

Anscheinend ist sie aber noch ein bisschen durcheinander, sonst hätte sie mich schon komplett an die Macht gebracht. Na ja, wahrscheinlich hat der gute alte Raymond sie wieder bequatscht. Pah. Sie wird noch verstehen, dass die einzig richtige Seite, meine Seite ist!“
Danke für das Gespräch. 
(Bekommt rote Augen und schaut starr in Deine.)

„Sie haben mich hier nie gesehen. Gehen Sie und sprechen Sie mich nie mehr an!“

[Buchvorstellung einmal anders] Devils Lake von Claudia Jacobsen

 

Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten der Buchreihe „Devils Lake“ Susan, Alex und Raymond, um mit ihnen über ihre Bücher zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für die Reihe antwortet.
Susan: „Sehr gerne.“

Alex: „Ich hoffe nur, der Bastard schleicht hier nicht irgendwo rum. Dann ist es nicht mehr so gemütlich.“ (Verschränkt demonstrativ die Arme.)
Susan: „Ach Alex. Er kommt doch nicht hierher, wenn Raymond da ist. Das traut er sich nicht.“
Raymond: „Beruhigt Euch. Alles wird gut werden. Wir freuen uns, hier sein zu dürfen. Danke für die Einladung.“
Könnt ihr uns die Bücher in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
(Susan und Alex blicken nervös zu Raymond, dieser räuspert sich.)

Raymond: „Nun ja, ich denke, es wird sehr gut erklärt, was in unserer Welt einfach schiefläuft und wo jeder Einzelne von uns ansetzen kann, damit die Welt ein Stückchen besser wird.“
Alex: (Lacht) „Hört, hört. Glaubst Du echt, man kann die Welt noch retten?“ (Grinst schelmisch.)
Susan: „Natürlich kann man das. Wenn jeder an sich arbeitet und das Böse nicht an sich ranlässt, kann das viel bewirken.“
(Raymond schaut verliebt lächelnd zu Susan herüber.)
Raymond: „Wohl wahr, Susan. Es müsste keinen Terror, Gewalt und Missverständnisse geben, wenn die Menschen mehr miteinander reden würden. Wir müssen mit mehr Respekt, Achtung und Verständnis miteinander umgehen, das würde vieles erleichtern und die Welt ein Stückchen besser machen.“
Alex: „Dagegen kann ich nichts sagen. Allerdings zeigt uns die Reihe ganz genau, dass es immer jemanden gibt, der querschießt.“ (Er setzt seine Stirn in Falten.)
Susan: „Leider wahr.“
Ihr erlebt ja so einiges. Was glaubt ihr? Fällt es eurer Autorin leichter euch durch einfache oder schwierige Situationen zu führen?
Alex: „Egal, ob einfache oder schwierige Situationen, sie überlegt immer genau, wie sie was schreibt! Ich stelle es mir auch schwer vor, einen Charakter sterben zu lassen. Es gibt einige Charaktere, an denen die Leser hängen und da ist es bestimmt nicht leicht, diese Person gehen zu lassen. Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Meinen Respekt hat sie.“

Raymond: „Ich denke, durch den bösen Charakter hat sie manchmal keine andere Wahl. Alex und ja, das ist keine einfache Aufgabe … Aber nur so kann sie verdeutlichen, wie ernst die Lage oder eine bestimmte Situation ist.“
Alex: „Außerdem macht der Bastard eh, was er will …“ (Verdreht genervt die Augen.)
Raymond: „Alex, bitte, versuche Dich zusammen zu reißen.“
Alex: „Ja, ja, ich bin ja schon still.“ (Grummelt vor sich hin.)
Susan: „Ich denke, es ist viel Verantwortung ein Buch zu schreiben. Man muss sich schon bewusst sein, was man den Lesern vermitteln möchte. Leider muss es dann manchmal Opfer geben, so schlimm die auch sein mögen.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet? Gerne auch mehrere. 😊 
Alex: „Uff. Da gibt es einige. Ich finde ja die am besten, wo Jonathan endlich mal sein Fett wegbekommt.“ (Lacht)

Raymond: (Grinst, wird aber direkt wieder ernst.)
„Jede Szene, in der Jonathan auftaucht, kann eigentlich nur spannend und erlebnisreich werden. Ich könnte jetzt keine auswählen, die besonders raussticht. Ihr etwa?“ (Schaut fragend zu Alex und Susan.)
Susan: „Na ja, als er nachts plötzlich vor meinem Bett stand, zum Beispiel.“ (Erschaudert)
Alex: „Ah, Du meinst die Szene, wo ich die Tür auftreten musste, um Dich zu retten. Ja, das war echt heftig. Der Junge hat eine Kraft … Wahnsinn.“
Raymond: (Hat Mühe ruhig zu antworten.)
„Ja, es gab einige Situation, in denen er den Bogen weit überspannt hat.“
Alex: (Klopft Raymond auf die Schulter.)
„Aber dieser Junge hier, war zum Glück zur Stelle und hat uns einige Krankenhausbesuche erspart.“
Raymond: (Fast schüchtern.)
„Es ist meine Pflicht, mich um Euch zu kümmern und er hat einfach kein Recht dazu, Angst und Schrecken zu verbreiten.“
Susan: (Fast ehrfürchtig.)
„Wir verdanken Dir so viel, Raymond.“
Alex: „Das tun wir. Du bist ein wahrer Freund.“
Raymond: (sehr gerührt.)
„Ihr würdet für mich dasselbe tun und jetzt hört auf, sonst weine ich hier noch.
Die nächste Frage, bitte.“
Habt ihr eine Ahnung, wie viel echte Claudia in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter steckt? 
Susan: „Ich denke, in mir steckt viel von ihr.“

Alex: „Auf jeden Fall und ich habe, glaub ich, ihr Temperament und ihren Humor abbekommen.“ (Klingt fast ein bisschen stolz.)
Raymond: „Ich denke, in fast jeder Situation und in fast jedem Charakter steckt etwas von ihr.“
Alex: (Schaut etwas erschrocken.)
„Auch in Jonathan?“
Raymond: (Seufzt)
„Ja, auch in ihm. Und sei es nur eine Aussage, wenn Jonathan zeigt, was es Böses in der Welt gibt. Ich meine damit nicht, dass sie das Böse unterstützt, nur, dass sie manchmal versteht, warum man in manchen Situationen auch mal überreagiert. Erinnert Euch doch nur an eine Szene im 2. Band. Da sagt Susan: Aber zu meinem eigenen Entsetzen stellte ich fest, dass ich Jonathan verstand. Nicht viel, höchstens zu 10%, aber doch etwas.“
Susan: (Nickt zustimmend.)
„Ich erinnere mich an die Szene.“
Alex: „Ja, ich denke, in jedem von uns steckt manchmal etwas Wut und auch Hass. Aber wir haben uns im Griff und lassen nicht zu, dass es eskaliert.“
Raymond: „Und das unterscheidet uns von ihm. Darum ist es auch völlig in Ordnung, wenn sie die Wut in manchen Situationen versteht. Sie würde aber niemals Rache an Menschen nehmen oder anderen etwas Böses wünschen.“
Susan und Alex nicken zustimmend.
Wie würdet ihr uns eure Autorin beschreiben? 
Susan: „Sie ist ein freundlicher Mensch und sehr tolerant und offen.“

Alex: „Ich mag ihren Humor und ihre Hilfsbereitschaft.“
Raymond: „Sie ist zwar ab und an etwas launisch und ihr Temperament schlägt manchmal etwas über die Stränge, aber sie fängt sich immer sehr schnell wieder.“ (Lacht)
Alex: „Ich sag ja, ich hab ein bisschen was von ihr.“
Susan: (Muss grinsen.)
„Allerdings, Alex. Sie ist auch sehr ehrgeizig. Das finde ich aber gut. Wenn man ein Ziel hat, muss man es auch versuchen, zu erreichen.“
Alex: „Jepp, das ist wie bei meinen Radtouren. Wenn ich da gleich aufgeben würde, hätte ich nicht eine Medaille im Schrank.“
Susan: (Lacht)
„Mr. Unschlagbar.“
Alex: (Grinst schelmisch zu ihr herüber.)
„Natürlich, Du kennst mich doch.“
Raymond schaut beiden amüsiert zu.
Hattet ihr einen Einfluss auf den Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder entwickelte er sich im Laufe des Schreibprozesses? 
Alex: „Ich weiß, dass sich die Titel erst im Laufe des Schreibprozesses entwickelt haben.“

Susan: „Ja, stimmt. Ich meine, das hat sie mal gesagt.“
Raymond: „Ich denke, vorher ist es auch etwas schwierig. Die Charaktere machen ja meist was sie wollen. Szenen oder Pläne ändern sich und wahrscheinlich, wechselten ihre Gedankengänge ziemlich oft, bis ihre Titel feststanden.“
Alex: (Mimt eine Darth Vader Stimme.)
„Da hat wohl jemand ihre Gedanken gelesen.“
Raymond: (Sehr ernst.)
„Alex, Du weißt, das kann nur Jonathan und ich bin kein Stück wie er.“
Alex: (Sehr kleinlaut.)
„Tut mir leid, ich meinte das nicht so.“
Raymond: (Mit einer entspannten Mimik und einem leichten Lächeln.)
„Das weiß ich, Alex.“
Susan: „Alex` Zunge ist halt immer noch schneller als sein Geist.“
(Streckt Alex die Zunge raus.)
Alle drei lachen.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdet ihr gerne nachträglich etwas ändern? Hättet ihr einen Wunsch, der in das Cover eingearbeitet werden sollte oder wurde der vielleicht schon eingebaut?
Susan: „Claudia hatte schon sehr früh den Plan, immer etwas, was im aktuellen Buch gerade sehr präsent ist, auf das Cover zu bringen. Ich denke, das ist ihr sehr gut gelungen. Die sehen super aus.“

Alex: (Nickt zustimmend.)
„Dem kann ich nur zustimmen. Sie sind wirklich super geworden und passen perfekt zur Devils Lake Reihe.“
Raymond: „Manche Leser haben nach dem lesen des Buches noch besser erkannt, worum es auf dem Cover genau geht und ich denke, dass macht ein gutes Cover aus.“
Habt ihr eine Ahnung, was euch noch alles erwarten wird oder wartet ihr einfach ab was noch alles kommt?
Raymond: (Sehr ernst.)

„Ich weiß, von einigen Situation, die alles andere als witzig werden. Es gibt noch einige Verluste und wahrscheinlich werden wir oft verzweifeln. Aber wenn es so sein muss, muss es so sein. Es ist, wie es ist.“
Alex: (Grübelt)
„Ich habe die Befürchtung, dass wir noch einiges einstecken müssen. Das könnte sehr unschön werden. Ich hoffe, dass ich jeder Situation gewachsen bin und alle beschützen kann, die ich liebe.“
Susan: „Ja, das hoffe ich auch. Es passiert so viel im 3. Band und wenn man mal ehrlich ist, kann man sich ja denken, dass noch sehr viel auf uns zukommt.“ (Seufzt)
Raymond: „Solange wir zusammenhalten, kann nur alles gut werden. Wir dürfen nicht aufgeben.“
Alex: „Genau, aufgeben ist keine Option!“
Susan: (Etwas weniger optimistisch als Alex und Raymond.)
„Ja, das Böse darf nicht siegen.“
Raymond und Alex nicken zustimmend aber in ihren Augen kann man erkennen, dass der Weg zum Frieden, viele Opfer bringen wird und ob sie am Ende wirklich siegen werden, steht noch in den Sternen.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Susan: „Ich mag nach wie vor das Zitat von Raymond: Liebe muss man pflegen und nicht nach Dingen suchen, die die Liebe zerstören könnten. Da steckt so viel Wahrheit drin.“

Raymond: (Lächelt Susan an.)
„Lieb von Dir, Susan. Ich denke, es gibt einige Sätze und Zitate in der Reihe, die einen zum Nachdenken anregen. Und ist es nicht das, was ein Buch besonders macht? Wenn man über das eben Gelesene nachdenkt?“
Alex: „Auf jeden Fall! Ich könnte mich jetzt auch für kein Zitat entscheiden. Es passiert einfach zu viel und es gibt sehr viele Situationen, wo mal ein Satz fällt, über den man länger nachdenkt.“
Danke für das Gespräch. 
Raymond: (Lächelt zufrieden.)

„Danke, dass wir hier sein durften.“
Susan: „Ja, hat echt Spaß gemacht.“
Alex: „Schon vorbei? Schade. Ich hatte auch viel Spaß. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.“

[Autoreninterview] Claudia Jacobsen

Autoreninterview
Claudia Jacobsen

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gerne. 😊 Mein Name ist Claudia Jacobsen und ich bin 37 Jahre alt. Ich lebe mit meinem Mann in Hessen, komme aber ursprünglich aus Norddeutschland.

In meiner Freizeit lese ich sehr viel, höre gerne Musik, hole mir neue Ideen bei langen Spaziergängen und verbringe gerne Zeit mit Familie und Freunden. Außerdem versuche ich, regelmäßig Sport zu machen. Das klappt allerdings nicht immer … :-D Ich liebe Tiere und die Natur und wenn ich schreibe, befinde ich mich komplett in meiner Welt. <3
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Tatsächlich habe ich nie geplant zu schreiben. Zwar war ich in der Schule für meine fantasiereichen Aufsätze bekannt und ich war sogar in der Schülerzeitung, dennoch kam es mir nie wirklich in den Sinn, Geschichten auch zu veröffentlichen. Und als ich vor einigen Jahren dennoch ein paar Versuche startete und die Geschichten für nicht gut befand, schob ich den Gedanken zur Seite. Bis ein Traum eines Tages alles veränderte …

Er war sehr unheimlich und beschäftigte mich sehr lange. Ich schrieb ihn schließlich auf und begann, nach und nach, eine Geschichte um den Traum aufzubauen.
So begann mein Weg als Autorin. <3
Den Traum kann man übrigens in meinem 2. Band: Devils Lake – Die Hoffnung stirbt zuletzt, in dem Kapitel: Konfrontation mit dem Bösen, nachlesen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher sind folgende Bände erschienen:

Band 1: Devils Lake – Dunkle Mächte der Vergangenheit
Band 2: Devils Lake – Die Hoffnung stirbt zuletzt
Anfang Dezember ist auch mein 3. Band erhältlich: Devils Lake – Das Böse schläft nie.
Meine Hauptprotagonistin Susan lebt in dem beschaulichen Städtchen Devils Lake. Als sie
allerdings den etwas merkwürdigen und teilweise auch unheimlichen Jonathan kennenlernt, verändert sich ihr Leben schlagartig. Es kommt zu unheimlichen Situationen,
Krankenhäuser sind überfüllt, die Selbstmordrate steigt und alles scheint unter keinem
guten Stern zu stehen.
Devils Lake, Susans Familie und Freunde befinden sich in großer Gefahr und Susan, ihr bester Freund Alex, Raymond und Tante Miranda setzen alles daran, wieder alles in Lot zu bringen. Ein dramatischer Kampf Gut gegen Böse beginnt, der auch für eigentliche 
Nicht-Fantasy-Leser lesenswert ist, da die Reihe mit ihren realen Aspekten besticht.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Zurzeit beschäftige ich mich nur mit der Veröffentlichung von meinem 3. Band. Band 4 ist auch schon geschrieben und Band 5 zumindest angefangen. 😊 Sobald der 3. Band erschienen ist, kümmere ich mich um die Veröffentlichung des 4. Bandes.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Da ich durch das Schreiben viel am Schreibtisch sitze, versuche ich in meiner Freizeit etwas Sport zu machen. Musik hören, lesen, Spazierengehen, Kino, Freunde treffen und Conventions, gehört auch zu den Dingen, die ich in meiner Freizeit gerne mache.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Die habe ich allerdings. 😊 J.K. Rowling ist und bleibt meine absolute Lieblingsautorin. Sie ist obendrein mein Vorbild und ihre Bücher fesseln mich jedes Mal aufs Neue, auch wenn ich die Harry Potter Reihe schon so oft gelesen habe.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Wenn ich nur schreibe (nicht korrigiere oder Texte noch einmal durchgehe), sitze ich tatsächlich am liebsten auf der Couch. Mit Kuscheldecke und einem guten Tee, schreibt sich dann die Geschichte von ganz allein. Ansonsten sitze ich in meinem Büro am Schreibtisch, der immer sehr ordentlich ist. Ich kann nicht arbeiten, wenn um mich herum das Chaos regiert.

:-D
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Wenn ich nicht arbeiten muss, stehe ich recht früh auf und mache erst einmal den Haushalt. Wie gesagt, ich kann mich nicht an meine Schreibsachen setzen, wenn es zu unordentlich ist. :-D Sollte ich dann keinen Sport oder einen Besuch bei Freunden, einkaufen etc. eingeplant haben, sitze ich meist bis abends am Rechner und kümmere mich um meine Reihe. Später wird dann noch gekocht und sich abends um meinen Mann gekümmert.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Ich lese am liebsten Fantasy und beim Schreiben ist das nicht anders. Zurzeit kann ich mir nur vorstellen, Geschichten im Fantasy Bereich zu schreiben. Ab und an lese ich auch einmal Thriller, Komödien oder Horror. Das kommt allerdings sehr selten vor.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Auf jeden Fall. Ich lebe nach dem Motto: Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem andern zu. Oder: Behandle andere so, wie Du von ihnen behandelt werden willst.

Das beschreibt mich schon sehr gut.
In meinen Büchern ist es ein Zitat von meinem Raymond, dass ich sehr schön finde:
„Liebe muss man pflegen und nicht nach Dingen suchen, die die Liebe zerstören könnten.“
Und würde mein Charakter Jonathan ein Zitat wählen, würde er wahrscheinlich nehmen:
„Schau Dir Deine Umgebung genau an, jeder könnte ein Bote von mir sein.“
Die beiden Zitate beschreiben meine Reihe recht gut und man kann gut erkennen, dass sich Gut und Böse gegenüberstehen.
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Ich finde Australien und Kanada ganz schön. Mir gefallen die Natur und die Tierwelt dort sehr gut. Allerdings war ich noch nie da und da ich nicht fliege, werde ich es mir wahrscheinlich auch nie real anschauen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ja, ich würde mich schon als kritikfähig beschreiben. Man kann mir alles sagen, allerdings macht der Ton die Musik. :-D Ich bin immer für Ratschläge, Hinweise und Kritik offen und nehme diese auch an.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Ich muss sagen, dass ich als Selfpublisher megaglücklich bin. Besonders gefällt mir die Freiheit, alles selbst entscheiden zu können. Man erlebt den Prozess, die Entstehung des Buches viel intensiver, weil man sich ja um alles selbst kümmert und hautnah miterlebt.

Was in Zukunft passiert, weiß ich nicht, aber momentan fühle ich mich so wohl, wie es ist.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Ich finde es großartig, dass wir das Gleiche lieben, nämlich Bücher. <3 Danke an alle, die auch Selfpublisher unterstützen und deren Bücher auch eine Chance geben. Das bedeutet mir echt viel. Und solltet ihr nur ein festes Genre haben, das ihr immer lest, versucht auch mal auf dem Weg abzubiegen und gebt auch mal anderen Genres eine Chance. Ihr werdet überrascht sein, was ihr auch da für Schätze entdecken könnt. Und wer weiß, vielleicht wechselt ihr dann öfter mal das Genre. 😊