Sonntag, 21. April 2019

[Autoreninterview] Nadja Losbohm

AUTORENINTERVIEW
Nadja Losbohm

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo zusammen, ich bin Nadja, 36 Jahre alt, lebe und schreibe in Berlin Geschichten für jedes Alter, am liebsten mit einer großen Tasse Stracciatella-Cappuccino zur Hand.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Ich habe schon seit Kindheitstagen an gerne gemalt und gezeichnet. Als ich dann im Alter von neunzehn Jahren die Arbeiten eines Künstlers/Schauspielers kennenlernte, der so viele verschiedene kreative Dinge machte und sich nicht nur auf ein, zwei beschränkte, inspirierte es mich dazu, auch mal etwas Neues auszuprobieren. So fing ich mit dem Schreiben meines ersten Fantasyromans an.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Bisher sind von mir erschienen ein Fantasy-Abenteuer, das sich um eine magische Blüte handelt, eine sechsteilige Fantasy-Romance-Reihe namens „Die Jägerin“, deren Heldin mit einer großen, frechen Klappe, ein paar Pfunden zu viel auf den Hüften und einem Dickschädel daherkommt und die sich mit einem sagenhaft alten, der aber nicht danach aussieht, Priester herumschlagen muss. Dass da Rambazamba vorprogrammiert ist und auch ein bisschen Liebelei ;-), ist verständlich. Außerdem ist das Kinderbuch „Hamster Stopfdichvoll & seine Freunde“ mit Kurzgeschichten und Gedichten, in denen Themen behandelt werden, die mir persönlich am Herzen liegen wie Mut, Respekt, Toleranz, erschienen, auf das dann ein historischer Fantasyroman mit dem Priester aus „Die Jägerin“ folgte, einfach aus dem Grund, weil meine weibliche Leserschaft einen kleinen Narren an ihm gefressen hat und gerne mehr über sein phänomenales Leben erfahren wollte. Und schließlich erschien mein kleines Überraschungsbuch, die Kurzgeschichten-Sammlung „Die Magie der Bücher“, in der die Bücher selbst die Hauptrolle spielen. Überraschung deshalb, weil ich nie damit gerechnet hätte, dass die märchenhaften Geschichten so gut ankommen und es für sie eine Nominierung für den Deutschen Phantastik Preis in 2017 geben würde. Das war einfach nur verrückt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Im geheimen Schreib-Kämmerlein werkele ich schon an einer neuen Kurzgeschichten-Sammlung, die sich mit Themen befassen soll, über die man nicht besonders gerne laut spricht, mit denen aber durchaus mehr Menschen zu kämpfen haben, als wir wahrhaben wollen. Außerdem bereite ich die Arbeit am zweiten Band meiner historischen Fantasy-Reihe „Die Tagebücher des Michael Iain Ryan“ vor.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich lese wahnsinnig gern oder gehe spazieren oder schaue mir „The Vampire Diaries“ auf DVD in der Dauerschleife an. J
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Einen bestimmten Lieblingsautor habe ich so nicht. Es gibt einfach zu viele wunderbare AutorInnen. Aber ich lese sehr, sehr gerne die Bücher von Brent Weeks oder Walter Moers. Als Lieblingsbücher würde ich jedoch tatsächlich die „His-Fair-Assassin“-Reihe von Robin LaFevers nennen. Die habe ich schon zweimal gelesen und freue mich auf das dritte Mal. Einfach wunderbar geschrieben.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Einen festen Schreib- oder Arbeitsplatz habe ich eigentlich nicht mehr. Früher habe ich sehr gerne an meinem Schreibtisch gesessen, der am Fenster steht. Wenn es mal beim Schreiben hakte, habe ich einen Blick nach draußen geworfen und die wunderbarsten Ideen fielen mir dabei ein. Mittlerweile sitze ich eher am Couchtisch, der wesentlich größer ist. Dort kann ich mich hervorragend ausbreiten mit all meinen Notizen. Im Sommer sitze ich aber auch gerne draußen in der Sonne und schreibe.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Einen normalen Tag gibt es bei mir so nicht. Fakt ist jedoch, dass ich immer früh aufstehe und eine Tasse Stracciatella-Cappuccino beim Schreiben muss auch sein. Ob ich dann aber schon nach dem Aufstehen gleich den Stift in die Hand nehme, ist fraglich. Es gibt so Phasen, da funktioniert das Schreiben morgens, wenn noch alles ruhig um mich ist, am besten. Und dann wieder schreibe ich nachmittags oder abends. Ich lege mich da auch nicht fest. Wenn eine Geschichte geschrieben werden möchte, dann meldet sie sich bei mir und ich höre auf ihre Wunschzeit, wann ich sie aufschreiben soll. ;-)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben ist es Fantasy. Ich lese wahnsinnig gern in diesem Genre, ob düster oder romantisch, gerne auch aus dem Jugendbuchbereich. Ich selbst schreibe ja auch Gemischtes: romantisch, düster, historisch oder märchenhaft.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lieblingszitat stammt aus „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde und lautet: „Jeder von uns hat Himmel und Hölle in sich.“ Ich verstehe es so, dass niemand nur gut und niemand nur schlecht ist. Jeder von uns, egal wer und wie viel man von sich selbst halten mag, hat eine helle und eine dunkle Seite. Das hilft vielleicht dabei, Verständnis zu haben füreinander.
Was das Zitat aus meinen eigenen Büchern angeht – hm, vielleicht dieses hier: „Ich habe vieles durchgemacht, viel Schmerz erfahren und Enttäuschung. Doch all das Schlechte hat mich zu dir geführt.“ Ich habe in den letzten Jahren auch viel Schlimmes mitgemacht, was mich verändert hat und nach wie vor beeinflusst. Gleichzeitig nutze ich einiges daraus, um es in meine Bücher einzufügen, und es hat meinen Schreibstil sicherlich verändert und beeinflusst, was ein Stück weit vielleicht positiv ist, denn ohne all das gäbe es manche Geschichten von mir gar nicht. Und doch muss ich sagen, dass ich auf diese Erfahrungen und Erlebnisse aus jener Zeit gerne verzichten würde.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Großbritannien. Ich mochte schon immer die englische Sprache, die Legenden, die Burg- und Klosterruinen. Ich habe schon fast jede Ecke des Landes bereist, bis auf Wales. Vielleicht klappt das nochmal irgendwann.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Das kommt darauf an, wie die Kritik vorgebracht wird. Der Ton ist wichtig und die Wortwahl. Heutzutage verwechseln viele die freie Meinungsäußerung mit Beleidigungen. Wenn man etwas sachlich vorträgt und erklärt, ist das etwas ganz anderes, als wenn man einfach Kraftausdrücke verwendet und in die unterste Schublade greift. Mit Worten kann man nicht nur Schönes beschreiben, sondern auch viel Schaden anrichten und verletzen. Ich musste den Umgang mit Kritik erst lernen. Das fällt am Anfang schwer, aber man muss damit auch rechnen, wenn man, wie in meinem Fall oder in denen vieler anderer AutorInnen, mit seinen Geschichten an die Öffentlichkeit geht.
Warum hast du dich entschieden Selfpublishing zu machen und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Eine bewusste Entscheidung war es ehrlich gesagt nicht. Ich würde gerne bei einem großen Verlag, besonders bei meinem Lieblingsverlag, unterkommen. Ich habe meine Manuskripte auch eingesendet an diverse Verlagshäuser, aber entweder bekam ich keine Antwort oder Absagen. Heißt das nun, dass meine Geschichten schlechter sind als die, die angenommen wurden? Keine Ahnung. Die LeserInnen, die ich bisher erreichen konnte, sagen überwiegend anderes. Selfpublishing war die Lösung für mich, damit meine Geschichten, die bisweilen anders und ungewöhnlicher sind als das, was man in der Buchhandlung findet, nicht in der Schublade versauern. ;-)
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Zum einen möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr mir eure Zeit geschenkt habt, indem ihr das Interview lest. Zum anderen möchte ich euch ermutigen, falls ihr meine Bücher noch nicht kennt, einfach mal reinzuschauen und etwas Neues auszuprobieren. Zugegeben, weder meine Geschichten noch ich sind perfekt, aber wir haben dir eine Menge zu erzählen.

Samstag, 20. April 2019

[63/04_2019/Print] Nur mit Naseweis sind wir ein Team von Cornelia Eder und Ramona Rabanek


Das Buch "Nur mit Naseweis sind wir ein Team" wurde von Cornelia Eder verfasst und von Ramona Rabanek illustriert. Es erschien 2019 im Gegenstromschwimmer Verlag.

Naseweis kommt in die Schule und fürchtet sich ein wenig. Viel Sachen passieren, doch bald merken alle, dass sie nur mit Naseweis ein Team sind.

Die Autorin arbeitet das Thema mobben und sticheln zwischen Kindern äußert liebevoll aus. Man hat tatsächlich das Gefühl, als wenn man in der Klasse stehen würde und mit den Tieren um einen Ausweg aus dem Dilemma sucht. Möglichkeiten, was alles passieren kann, werden aufgezeigt und Strategien dagegen gezeigt.
Die Illustratorin schafft es mit ihren Zeichnungen das Buch zu etwas besonderem werden zu lassen. Witzig und charmant erweckt sie durch ihre Zeichnungen das Buch zum Leben.

Dieses Kinderbuch ist ein Muss für jeden, der Kinder hat oder mit Kindern zu tun hat, um die Problematik hinter dem kleinen Wörtchens "mobben" oder Ausgrenzung kindgerecht zu erarbeiten.

[62/04_2019/ebook] Frühlingszauberküsse von Sandra Pulletz


Das Buch "Frühlingszauberküsse" wurde von Sandra Pulletz verfasst und erschien 2019.

Joyce will unbedingt ihr Pensum aufholen und beschließt eigentlich in der Studentenwohnung zu bleiben. Doch ihre Mitbewohnerin ist laut und störend, als sie dann bei ihrer Arbeit frei bekommt, entschließt sie sich doch zu ihren Eltern zu fahren und das Leben nimmt seinen Lauf.

Der Autorin gelingt eine fröhliche, frühlingshafte Geschichte, die einem sofort in die wärmere Jahreszeit bringt - natürlich mit allen Schwierigkeiten, wie Allergien.
Die Protagonisten durchleben alle eine Wandlung und doch sind sie alle für sich toll konstruiert und so beschrieben, dass man ein eindeutiges Bild vor einem hat. Joyce kostete einiges an Nerven, denn sie erschien unwillig und störrisch, ja jeden von sich stoßend, was allerdings mit den weiteren Informationen, die man von ihr erhält sehr im Einklang steht. Auch ihre Veränderung, je mehr sie sich auf das Abenteuer Heimat einlässt, ist schön zu beobachten.
Die Wortwahl und der Schreibstil haben ausgezeichnet zu dem Buch gepasst und es ließ sich in einer ungeahnten Geschwindigkeit weglesen. Eine kurzweilige Geschichte, die einem durch das ein oder andere Hoppala der Charaktere schon auch einmal zu lächeln oder auch zum Nachdenken bringt. Man kann mit ihnen tatsächlich über Höhen und Tiefen gehen, aber auch über manch Engstirnigkeit den Kopf schütteln.

Wer gerne lockere, spritzig, witzige Geschichten liest, wo auch die Liebe nicht zu kurz kommt, ist mit diesem Buch bestens beraten.

Freitag, 19. April 2019

[Coverinterview] Nur mit Naseweis sind wir ein Team von Cornelia Eder und Ramona Rabanek


Coverinterview 

Wann kam die Idee zum Titel? War es dein Arbeitstitel oder änderte er sich im Laufe des Schreibprozesses?

Cornelia: Der Titel war relativ am Anfang bereits der Arbeitstitel und wurde vom Verlag so übernommen. Er soll ausdrücken, dass man nur ein Team sein kann, wenn niemand ausgeschlossen wird. Nur zusammen kann man etwas erreichen.
Ramona: Mit dem Titel selbst hatte ich nichts zu tun. Dafür war meine Tochter und in letzter Folge der Verlag zuständig.
Hattest du genaue Vorstellungen was sich auf dem Cover befinden sollte oder hast du deinen Coverdesignern oder Illustratorin freie Hand gelassen? 
Cornelia: Meine Illustratorin ist meine Mutter. Wir sprechen uns bei unseren Projekten laufend ab. Jede von uns hat ihre Ideen. Bei Naseweis war meine Vorgabe der Hase.
Hattest du genaue Vorstellungen was sich auf dem Cover befinden sollte?
Ramona: Naseweis war das erste Buch. Da wusste ich noch nicht so genau, um was es geht. Mittlerweile habe ich schon mehr Erfahrung. 
Das Cover ist mit dem selbst gemalten Hasen so was von entzückend und auch die Grafiken im Buch sind der Hingucker. Wann hattest du dich auf dieses Stilmittel geeinigt, dass es selbst gezeichnet und nicht auf Fotos zurückgegriffen werden soll? 
Cornelia: Nur mit Naseweis sind wir ein Team ist das erste Buch, an dem meine Mutter und ich gearbeitet haben. Mir war von Anfang an klar, dass sie meine Kinderbücher illustrieren soll. Die Bilder sehen denen ähnlich, die mich in meiner Kindheit begleitet haben.
Ramona: Danke! Das ist mein Stil, Bilder, wie sie mir gefallen.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du es nachträglich noch einmal ändern wollen? 
Cornelia: Das Cover ist nahezu perfekt. Könnte ich eine Änderung vornehmen, würde der Titel auch auf dem Buchrücken aufscheinen. Wir reden hier aber maximal von einem kleinen Schönheitsfehler.
Ramona: Von Naseweis auf jeden Fall. Es ist so, wie es geworden ist, perfekt. In Zukunft werden sich die Cover ein wenig ändern, da sich auch mein Stil verändert.

[Buchvorstellung einmal anders] Nur mit Naseweis sind wir ein Team von Cornelia Eder und Ramona Rabanek


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Cornelia Eder und der Illustratorin Ramona Rabanek, um mit ihnen über das Buch „Nur mit Naseweis sind wir ein Team“ zu sprechen.
Danke, dass ihr euch heute Zeit nehmt, um über das Buch zu sprechen.

Cornelia: Danke, dass ich hier sein darf.

Ramona: Danke, dass du dir die Zeit für mich nimmst.

Beschreibt uns doch bitte euer Buch in max. 5 Sätzen.

Cornelia: Naseweis ist ein kleiner Hase, der durch den Umzug seiner Eltern in eine neue Schule kommt. In seinem Bauch grummelt es und er fühlt sich nicht ganz wohl. Ihm passieren einige Missgeschicke und er läuft weg. Zu spät erkennt die Klasse, welchen Wert Naseweis hat. Sie suchen ihn und am Schluss stellen die Kinder fest, dass sie nur gemeinsam ein Team sind.
Ramona: Naseweis ist ein kleiner Hase der es nicht gerade leicht hat. Aufgrund seines Aussehens wird er häufig gehänselt. Hinzukommt, dass er ein kleiner Tollpatsch ist. Nun kommt er in eine neue Schule, in der nicht alles so läuft, wie er es sich vorstellt. Aber am Ende wird alles gut.
Dein Buch bringt den Hauptcharakter ziemlich in ausweglose Situationen. Was war deine Hauptintension, dieses Buch zu diesem Thema zu schreiben?
Cornelia: Mein Sohn hat meine Tollpatschigkeit geerbt. Täglich erlebe ich, wie andere (mich leider miteingeschlossen) auf ihn reagieren. Mir ist es wichtig, in meinen Kinderbüchern aufzuzeigen, dass jeder wertvoll ist, egal, wie er oder sie ist – wie aufgekratzt oder ruhig, wie durchdacht oder chaotisch, wie launisch oder ausgeglichen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Cornelia: Da habe ich zwei. Die erste Stelle ist die, in der Naseweis einen Eleschwan kennenlernt und sich Gedanken darüber macht, warum er einen Schwanz im Gesicht hat.
Aber meine absolute Lieblingsstelle ist das Ende:
„Hurra! Wir können wieder spielen. Naseweis, das hast du toll gemacht!“, rufen die Kinder im Chor. Der kleine Hase steht freudestrahlend da. Er grinst von einem Ohr zum anderen. Emanuel geht zu ihm hin: „Schön, dass du wieder da bist.“ „Genau, du gehörst zu uns. Egal, wie tollpatschig du manchmal sein kannst. Ohne dich, sind wir nicht wir!“, ergänzt Milo und die anderen Tiere stimmen ihm zu.
Ramona: Ich liebe die Stelle, in der Naseweis auf den Eleschwan trifft. Da musste ich beim Lesen sofort Schmunzeln.
Wie viel echte Cornelia steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Cornelia: Das Buch spiegelt einen Teil meines Alltages wider, also würde ich sagen, da steckt sehr viel Cornelia darin.
Wie viel echte Ramona steckt in deinen Bildern oder in dem ein oder anderen Charakter?
Ramona: 200 Prozent – das sind Bilder, wie sie mir gefallen, wie sie mich schon in meiner Kindheit begleitet haben. Jeder Charakter wird von mir zuerst auf einem separaten Blatt entworfen. Sobald ich das Okay der Autorin habe, wird er in den unterschiedlichsten Szenen zum Leben erweckt.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Cornelia: Das kommt auf den Zeitpunkt des Prozesses an. Die Charaktere würden schwanken zwischen liebevoll, umgänglich und einfühlsam, hin zu fokussiert und durchdacht. Je näher die Deadline kommt, desto eher würden Begriffe fallen wie launisch und reizbar.
Naseweis könnte auch der Meinung sein, dass ich manchmal ganz schön gemein sein kann, ich aber eine wundervolle Art hätte, Lösungen herbeizuführen, die einen auffangen und Raum zum Wohlfühlen geben.
Ramona: Naseweis würde mich als zweifelnd beschreiben. In seinem Buch zweifelte ich noch etwas an meinen Fähigkeiten.
Tapsi hingegen würde sagen, ich bin überlegt, da ich über einigen Bildern sehr gegrübelt habe.
Frieda würde sagen, dass ich launisch bin, denn bei ihr habe ich einige Bilder kurz nach ihrer Entstehung entsorgt.
Adriana und Fabiola sehen in mir eine beständige Person, die ihre Welt mit viel Liebe zum Leben erweckt. Und Pat findet mich sicherlich einfach nur cool.
Mich würde noch dein Lieblingszitat interessieren.
Cornelia: „Ohne dich, sind wir nicht wir!“
Zu einer Gemeinschaft gehören alle. Nur gemeinsam kann man stark sein und Ziele erreichen. Ausgrenzung oder Schubladendenken hilft niemandem.
Ramona: „Ohne dich, sind wir nicht wir!“
Es geht um Zusammenhalt – denn nur zusammen ist man stark.
Danke für das Gespräch.
Cornelia: Ich danke auch dir recht herzlich!
Ramona: Ich danke auch dir recht herzlich!

[Illustratoreninterview] Ramona Rabanek

ILLUSTRATORENINTERVIEW
Ramona Rabanek

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?

Ich heiße Ramona, bin Köchin und wohne in Oberösterreich. Meine Naturverbundenheit zeichnet mich aus. Deswegen habe ich auch die Ausbildung zur diplomierten Kräuterpädagogin absolviert und wende mein dadurch gewonnenes Wissen an, wo es mir möglich ist.
Wie bist du zum Zeichnen gekommen?
Das war schon immer meine große Leidenschaft. Sobald ich einen Stift in der Hand hatte, wurde drauflos gezeichnet und gemalt. Vor einem halben Jahr kam meine Tochter auf mich zu, ich möge doch bitte ihr Kinderbuch illustrieren. Zuerst zweifelte ich daran, dieser verantwortungsvollen Aufgabe gerecht werden zu können. Doch mit jedem Projekt stieg mein Selbstbewusstsein. Mittlerweile durfte ich auch für eine andere Autorin Zeichnungen erstellen. Ich kann mir das Zeichnen und Illustrieren nicht mehr aus meinem Leben wegdenken.
Welche Bücher sind bis jetzt von dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben?
Aus der Kinderbuchreihe: „Das kleine Einhorn Adriana“ erschienen bereits Band 1 (Ein neuer Freund für Adriana) und Band 2 (Adriana und der verschwundene Blubberblabberfluss).

Im Gegenstromschwimmer Verlag erschien „Nur mit Naseweis sind wir ein Team“. Im Sommer soll „Die Farbendiebin“ erscheinen. Das ist das Buch, das ich für eine Autorin des Verlages, illustriert habe.
Im Herbst und im Frühjahr erscheinen noch weitere Bücher im Gegenstromschwimmer Verlag in Kooperation mit meiner Tochter als Autorin.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Für das kleine Einhorn Adriana gibt es immer wieder Zeichnungen zu machen. Allerdings muss ich gerade warten, bis Band 4 aus dem Lektorat zurückkommt. Solange meine Tochter nicht mit einem anderer Bilderbucheinfall daherkommt, widme ich mich meiner Ausbildung zur Bachblütenenergetikerin. Fad wird mir jedenfalls nicht.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zeit in der Natur verbringen, um mich zu erden und Energie zu tanken. Außerdem verbringe ich auch gerne Zeit mit meiner Familie und meinen beiden Enkelkindern.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe Bücher von Konsalik. Auch von Simmel habe ich eines gelesen, allerdings war das schwere Kost. Harry Potter und Twilight habe ich auch gerne gelesen. Im Moment liegt ein Buch von George R. R. Martin griffbereit. So kann ich die „wahre“ Geschichte hinter Game of Thrones nachlesen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Dafür wird mein Esstisch umfunktioniert. Da kann ich meine Utensilien ausbreiten und sofort losarbeiten. Außerdem steht dort ein Fernseher, denn ich genieße es, neben dem Arbeiten Serien laufen zu haben.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Das kommt darauf an, ob ich arbeiten muss. Wenn ich Dienst habe, stehe ich gegen 5 Uhr in der Früh auf und fahre in die Arbeit. Dann komme ich erst nach 16 Uhr wieder nach Hause. Je nachdem wie müde ich bin, raste ich mich aus, zeichne oder lerne.

Der Haushalt wird an Tagen erledigt, an denen ich frei habe.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Heimatromane und Liebesgeschichten gefallen mir sehr gut. Bücher mit Kräuterwissen verschlinge ich auch.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst?
Ich nehme das Leben so, wie es kommt, nach einem Zitat handle ich nicht.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe kein Lieblingsland.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Wenn es sich um eine berechtigte Kritik handelt, akzeptiere ich sie. Ansonsten rege ich mich kurz darüber auf, denke mir meinen Teil und ignoriere sie.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Diese Entscheidung hat meine Tochter getroffen. Allerdings haben wir uns für beide Varianten entschieden.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Genießt unsere Bücher, sie transportieren eine schöne Botschaft.

[Autoreninterview] Cornelia Eder

AUTORENINTERVIEW 
Cornelia Eder

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?

Eine lustige Chaotin, die gerne in Gesellschaft ist. Ich sorge oft für gute Laune und kann auch über mich selbst lachen – das Leben ist schließlich ernst genug 😉.

Andere beschreiben mich als zuverlässig, sympathisch und redselig.
Mit meiner Familie lebe ich in einem selbstgebastelten Haus in Oberösterreich. 
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Geschichten erfinde ich, seit ich denken kann. Zum Schreiben habe ich erst die letzten Jahre gefunden. Zuerst als Ausgleich, zur Entspannung, nun entstehen ganze Bücher.
Welche Bücher sind bis jetzt von dir erschienen? Könntest du sie uns bzw. die Reihen in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debüt war der Start der Kinderbuchreihe um das Einhorn Adriana. Das kleine Einhorn Adriana lebt mit ihren Freunden auf der Insel Honua. Dort erleben sie viele Abenteuer. Band 1 und 2 sind bereits erschienen.
Im Gegenstromschwimmer Verlag erschien am 01. April (nein kein Aprilscherz 😉) „Nur mit Naseweis sind wir ein Team“.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
An einem? Im Herbst soll im Gegenstromschwimmer Verlag das nächste Bilderbuch erscheinen, nächstes Jahr im Frühjahr ein weiteres.

Das kleine Einhorn Adriana soll dieses Jahr noch 3 weitere Bände bekommen. Zur Weihnachtszeit erscheint ein Sonderband.
Eine Buchreihe ist in Arbeit, die speziell Buben ansprechen soll.
Mir schwebt vor unter einem Pseudonym Bücher für Erwachsene zu schreiben.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zeit mit Menschen verbringen, die mir wichtig sind – allen voran meine Familie.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Harry Potter, Twilight, Tribute von Panem sind die Bücher, dir mir da sofort einfallen. Im Moment verbringe ich die Lesezeit damit, die Bücher von Sarah Saxx aufzuarbeiten, was nicht gerade leicht ist, da sie schneller schreibt, als ich lesen kann. Romane von Ildiko von Kürthy finde ich auch sehr unterhaltsam.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich glaube, dass wollt ihr gar nicht sehen! Ich habe ein eigenes Büro mit einem riesigen Schreibtisch, auf dem mein Laptop und ein weitere PC Schirm steht. Regelmäßig entsteht um die elektronischen Geräte ein organisiertes Chaos. 

Meine Ideen halte ich in Ringbüchern fest. So kann ich auch leicht unterwegs spontane Einfälle notieren und diese auch wiederfinden.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Am Vormittag bin ich in der Schule und bringen Kindern das Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Am Nachmittag brauchen mich meine Kinder und wenn sie anderwärtig beschäftigt sind, widme ich meine Zeit den Protagonisten und Helden meiner Bücher. Nebenbei werden die Buchhaltung und der Haushalt erledigt, wobei ich hier erwähnen darf, tatkräftige Unterstützung durch meinen Mann zu erhalten.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Das ist unterschiedlich. Zeitweise lese ich Krimis, aber hauptsächlich sind es Liebesromane. Ich mag Happy Ends.

Der Großteil meiner selbstgeschriebenen Bücher beruft sich derzeit auf Kinderbücher.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Einige Zitate gefallen mir ganz gut.

„Gib jedem Tag die Chance der Schönste zu werden“ oder „Wer morgens zerknittert aufsteht hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten“ zählen zu meinen Lieblingszitaten. Beim ersten denke ich daran, jedem Tag die Chance zu geben, mich zu überraschen und mich leben und erleben zu lassen. Das zweite passt ganz gut zu mir, da ich ein absoluter Morgenmuffel bin.
Gerade das Bilderbuch „Nur mit Naseweis sind wir ein Team“ soll transportieren: Vergiss nie, auch du bist besonders und einzigartig.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Auch hier kann ich mich nicht für eines entscheiden.

Österreich steht auf jeden Fall auf meiner Top 10 Liste. Es ist ein wunderschönes Land, das von den Hügeln des Mühlviertels in Oberösterreich, über die Alpen und die Seenlandschaften eine Vielfalt zu bieten hat, wie sonst kaum ein anderes Land.
Eine Weltreise würde ich in Australien und Neuseeland starten. Die beiden Länder faszinieren mich. Auch in den Norden möchte ich unbedingt einmal reisen – Norwegen und Schweden.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin sehr selbstkritisch und hinterfrage mein Handeln immer wieder. Mir wurde einmal vorgeworfen, dass ich kein Selbstbewusstsein habe bzw. mir eines damit zerstöre. Ich sehe das anders. Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein (Philip Rosenthal). In diesem Sinne möchte ich mich ständig weiterentwickeln. Da ich bei weitem nicht perfekt bin – wer ist das schon – hilft konstruktive Kritik immer, sich weiterentwickeln zu können.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Meine Kinderbuchreihe habe ich im Selfpublishing herausgebracht. Ich wollte einfach sehen, welchen Unterschied es macht, wenn man einen Verlag hinter sich hat.

In meinem Umfeld merke ich hierbei einen deutlichen Unterschied. Der Vertrag bei einem Verlag scheint für Qualität zu bürgen.
Das finde ich sehr schade, denn ich habe auch schon Bücher aus Verlagen gelesen, die nur so von Fehlern strotzten. Meine SP Bücher laufen genauso durch ein Lektorat und Korrektorat.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Jeder Einzelne ist wertvoll, egal wie aufgedreht, geheimnisvoll, launisch oder ausgeglichen er oder sie ist.