Donnerstag, 3. August 2017

[Buch] 3.Buch im August: Spiel des Schattens von Harald Weiss



Das Buch "Spiel des Schattens" wurde von Harald Weiß verfasst und erschien 2015.


Ein gellender Schrei fährt durch die Nacht. Kriminalhauptmeister Max Neuner und sein Kollege Kriminalrat Sepp Kartl werden hinzugezogen, da alles auf einen Mord hinweist, allerdings ohne Leiche, beginnen sie die Ermittlungen. Doch wer ist der Schatten, der immer wieder Hinweise verteilt?


Der Autor erzählt mit seinem witzig, spritzigen Schreibstil eine Mordermittlung der etwas anderen Art. Nicht nur, dass die Leiche lange Zeit fehlt und man mit den Kriminalisten gemeinsam im Dunklen tappt, wer der Täter sein könnte und warum, gelingt es den Spannungsbogen die ganze Zeit über zu halten und auch mit sehr interessanten Wendungen diesen ohne Probleme zu halten.
Immer wenn man als Leser dachte, der muss es sein, kommt irgendwo ein Detail daher, das auf ganz anderes hinweist.
Die Protagonisten sind sehr realistisch dargestellt und man konnte es sich bildlich vorstellen, wie die beiden doch sehr ungleichen Kommissare ihre Fälle bearbeiten.
Der Schreibstil war sehr flüssig und die Geschichte in einem Rutsch zu lesen.


Jeder, der Krimis gerne liest, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Sympathische Charaktere, gepaart mit Witz und einer gewissen Selbstkritik. Ein sehr gelungenes Debüt mit Kartl und Neuner.

Dienstag, 1. August 2017

[Protagonisteninterrview] Die Saison deines Lebens von Kaylie Morgan


[Ich treffe mich heute mit Ben im Illusion, einem stadtbekannten Club. Scheinbar steigt gerade eine kleine Feier der Knappen. Mühsam kämpfe ich mir den Weg frei, bis zur Bar, wo ich schließlich auch auf Ben treffe.]

Hallo, Ben! [Ich muss gegen die Musik und den Lärm um mich herum anschreien.]

[Er gibt mir nur ein Zeichen und führt mich zu einem ruhigeren Raum, wo wir uns schließlich unterhalten können.]

Also, beginnen wir noch einmal von vorne. Hallo, Ben, es freut mich, dass du heute für mich Zeit gefunden hast, meine Fragen zu dir und Fußball zu beantworten.

Wie würdest du dich denn selber beschreiben?
Ich bin ein Mensch, der weiß was er will. Für meine Jungs tue ich alles. Ich würde für sie durchs Feuer gehen. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe erreiche ich es und ich denke, gerade das zeichnet mich aus.

Wie kam es denn, dass du so „Fußballverrückt“ wurdest? Das passiert doch nicht so schnell, dass man ein so ein Hardcorefan wird, oder?
Schon von klein auf habe ich diesen Sport geliebt. Das der BWGE mein Verein wird, war überhaupt keine Frage. Schon früh bin ich mit meinen besten Freunden ins Stadion gefahren. Daraus hat sich dann unsere Gruppe gegründet. Wir haben angefangen Fahnen zu malen und Lieder zu dichten. Im Laufe der Zeit haben sich unserer kleinen Gruppe immer mehr Jungs angeschlossen, wir haben ein Clubhaus gefunden und immer näher mit dem Verein zusammengearbeitet. Heute können wir mit Stolz sagen, dass jeder uns kennt und unsere Arbeit zu schätzen weiß.

Bist du eigentlich ein Mitglied bei den Knappen, oder bist du da in einer ganz anderen Liga?
Ja, ich bin auch ein Mitglied bei den Knappen. Das war ich schon vor der Gründung unserer Gruppe. Es ist einfach wichtig Kontakte zu dem Fanclub im Ort zu haben. Einige Aktionen würden sich sonst überhaupt nicht umsetzen lassen. Aber im Vordergrund stehen die Knappen für mich nicht.

[Horcht in die große Halle hinein, und gerade spielt ein Song, der mir auch gut gefällt.]

Wie kommt es, dass du im Illusion arbeitest?
Das ist einfach zu erklären. Die Arbeit für den Verein kostet eine Menge Zeit, so habe ich mich für den Job im Illusion entschieden. Ich arbeite die meiste Zeit in der Nacht. Das ermöglicht mir, die Spiele am Wochenende zu besuchen ohne mir Urlaub nehmen zu müssen und mal ganz ehrlich, die Frauen hier sind auch nicht zu verachten 😉

Irgendwie möchte ich mal etwas Trinken und vielleicht tanzen, vielleicht machen wir später mit meinen Fragen weiter?
Kein Problem. Ich muss sowieso noch mal die Lage im Club checken.

[Wieder im Club, gehe ich direkt zum Rand der Tanzfläche und beobachte die wild tanzende Menge, eine Person sticht besonders heraus. Als dann auch Ben nur diese Person anstarrt, stelle ich doch noch schreiend eine Frage an Ben, bevor ich mich auch unter die Leute mische.]

Wer ist denn diese Frau, die dort tanzt? Diese Schuhe! Kennst du sie?
Noch kenne ich sie nicht, das werde ich heute Nacht aber ändern.

[Er dreht sich um und verschwindet in eine düstere Ecke.]
[Nach dem Ende des Musikstücks, begebe ich mich mit den Personen, welche sich gerade auf der Tanzfläche befanden zu einer Sitzgelegenheit und befinde mich jetzt unter lauter Knappen.]

Hallo! Freut mich euch kennenzulernen. Wer seid ihr?
Marlene: Hey, freut mich ebenso. Ich bin Marlene und das neben mir ist meine beste Freundin Olivia.
Olivia: Hallo. Hier nimm dir gerne ein Glas. Es ist genug für alle da.


Marlene, deine Schuhe sind ja einfach der Wahnsinn, wie kannst du nur darin so tanzen und noch laufen? Mir würden die Füße abfallen!
[lacht]
Marlene: Ganz ehrlich? Mir brennen die Füße. Diese Schuhe sind zwar wirklich wunderschön, aber für einen Abend im Club nicht unbedingt das Beste, was ich mir hätte aussuchen können.

Olivia? Warum nennt ihr euch eigentlich Knappen? Was steckt hinter dieser Bezeichnung?
Olivia: Das ist eine schöne Frage 😊
Marlene: Oh nein, du hast ein Monster geweckt.  (Lacht)
Olivia: Ein Monster? Marlene jetzt kann ich doch endlich mal mein Wissen weitergeben.  Der Blau Weiß GE ist im Ruhrgebiet gegründet. Zu einer Zeit wo es sehr viele Bergwerkarbeiter gab. So waren auch in der Anfangszeit sehr viele Bergarbeiter selber Spieler.
Marlene: Ich sage doch ein Monster wurde erschaffen. Das kann noch ewig so gehen.
Olivia: Jetzt unterbrich mich nicht ständig. Also wo war ich. Also die Bergwerkarbeiter werden nach der Lehre als Knappe bezeichnet. Dieser Begriff hat sich dann bei uns festgesetzt und wird noch heute benutzt. Schließlich sind wir doch alle auf Kohle geboren. Und war das jetzt so schlimm Marlene (streckt ihr die Zunge raus)

Marlene, ich gehe noch schnell runter zu einem Interview, welches ich zuerst unterbrochen habe, vielleicht sehen wir uns später wieder?
Marlene: Sehr gerne. Du bist immer herzlich willkommen. Vielleicht kann ich dir dann später auch die  anderen Jungs vorstellen. Die sind leider gerade ein wenig verschollen.

[An einer Seitentür erblicke ich schließlich wieder Ben und bewege mich wieder auf ihn zu, aber so richtig beachtet er mich nicht. Er scheint abgelenkt.]

Hey Ben, was denn los? Dachte, wir machen jetzt unser Interview zu Ende?
Ben: Jetzt auf einmal? Ich habe nicht die ganze Nacht Zeit auf dich zu warten. Wo hast du den gesteckt?

Achso, ja ich war bei den Knappen oben und habe Sven, Olivia und Marlene kennengelernt, nette Leute. Kann man gut über Fußball reden mit denen. Kennst du sie denn nicht?
Ben: Nur flüchtig. Ich gebe mich nur mit den wichtigen Menschen ab.

[Ben ignoriert mich schließlich endgültig und geht an die Bar. Ich gehe daraufhin wieder nach oben zu Olivia und den anderen.]

Olivia, was könnt ihr mir denn über Ben erzählen?
Olivia: Ben? Du meinst Ben Wagner, der hier im Club arbeitet? Puh er ist auf den ersten Blick eine absolute Sahneschnitte und ich glaube jede Frau die ihn sieht wünscht es sich einmal mit ihm das Bett zu teilen….. Aber er ist nicht der Typ Mann, mit dem Frau an eine Zukunft denken sollte. Ich bin mir sicher dazu ist er nicht fähig. Ihm sind einzig allein seine Jungs und der Blau Weiß GE wichtig. Es ist für jeden besser sich von ihm fern zu halten. Er bedeutet nur ärger.

Interessant! Aber es ist schon spät. Ich verabschiede mich und bedanke mich schon mal für das interessante Gespräch, vielleicht haben wir ja irgendwann mal länger Zeit miteinander zu sprechen.
Olivia: Sehr gerne. Melde dich einfach bei uns wenn du Lust hast mit uns zum Spiel zu fahren.
Marlene: Es war schön dich getroffen zu haben.  Ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen.

[Da ich Ben nicht mehr entdecken kann, hinterlasse ich an der Bar eine Nachricht und verlasse den Club Illusion.]





Der Tourplan:
27. Juli 2017
Der Anpfiff
Anni-chans fantastische Welt der Bücher 

28. Juli 2017
Die Fans des Monats
yunikas-buecherwelt

29. Juli 2017
Warum das Runde ins Eckige Muss (Von der Idee zur Umsetzung)

30. Juli 2017
Ein Tag in der Kurve (Fußballliebe)
Jay's Mixtape

31. Juli 2017
Wenn aus Leidenschaft mehr wird (Fußballfanleben und Hooligans)
Manus Bücherregal

1. August 2017
Die Macht der Liebe (Schicksalsinterview)
diabooks78

2. August 2017
Foulspiel in der Liebe (Stalking und häusliche Gewalt)
Sandys Welt

Sonntag, 30. Juli 2017

[ebook] 24.Buch im Juli: 1001 Angst von Lily Konrad



Der Thriller "1001 Angst" wurde von Lily Konrad verfasst und erschien 2014 im Titus Verlag.


Lina, eigentlich Carolina Petermann, geht einem geregelten Leben als Krankenschwester nach. Sie wohnt mit ihrem Freund gemeinsam in einer kleinen Wohnung und genießt ihr Leben. Doch ihr Leben nimmt immer komischere Züge an, es wird eingebrochen, hat das Gefühl, als ob ihre Wohnung durchsucht worden wäre und immer dieses Gefühl, als ob sie jemand verfolgt. Eine Spätschicht und ihr Zusammentreffen im Sosso ändert ihr gesamtes Leben.


Der Autorin gelingt es einem in die tiefen der menschlichen Psyche zu entführen. Denn wir lernen nicht nur die Opferrolle mehr als deutlich kennen, sondern auch die Rolle des Täters und wie er in diese hineingekommen ist.
Man kann mit den Protagonisten mitfühlen, sich sogar fast in ihre Rolle hineinversetzen, obwohl das in manchen Situationen nicht so ganz ideal war. Aber das Kopfkino raste das ganze Buch hindurch und man konnte sich Lina und Sosso bildlich vorstellen, wie sie aufeinander treffen, aufeinander reagieren, miteinander interagieren, sich mit ihnen ärgern, mit ihnen gemeinsam weitere Pläne aushecken und hoffen, dass es irgendwie zu etwas Gutem führen wird.
Die Wortwahl und der Sprachstil fesselten mich gleich zu Beginn an, es war irgendwie eine schräge Reise, die man mit Lina durchstehen konnte. Man kann Linas Zerrissenheit förmlich spüren, als sie vor der Wahl stand. Diese Reise in psychische und physische Abgründe hat mich sehr überrascht, da es auch nicht in jedem Thriller vorkommt, beide Seiten kennen zulernen.


Jeder, der gerne einmal selber Sosso und Lina kennenlernen möchte und einen tollen, wenn auch leider etwas kurzen Thriller lesen möchte, sollte auf jeden Fall zu dem Buch von Lily Konrad greifen.

Samstag, 29. Juli 2017

[Blogtourbeitrag] Die Saison deines Lebens von Kaylie Morgan





Die Geschichte des Fußballs



In meinem Beitrag geht es um die Geschichte des Fußballs und warum dieses Buch etwas für euch sein kann. 


Keine Angst, ich schütte euch jetzt nicht mit einem Endlostext über 15 Seiten über die Entwicklung des Fußballs zu, nein, ich habe interessante Fakten ausgewählt und diese in Wusstest du?-Fragen umgeschrieben. 

Habt Spaß! 

Entdeckt das Buch auf andere Art und Weise. 



Wusstest du, …
dass es etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. in China schon ein fußballähnliches Spiel namens Cuju gab? 
Es ist zwar nichts von den Regeln bekannt, aber man ist sich sicher, dass es im Zuge des militärischen Ausbildungsprogrammes durchgeführt wurde.



Wusstest du, …
dass in der Zhou-Dynastie das Spiel, mit sehr strengen Regeln, sich auf das Volk ausbreitete? 
Der Ball war damals aus Lederstücken zusammengenäht und mit Federn und Tierhaaren ausgestopft.



Wusstest du, …
dass bis ca. 600 n. Chr. der Sport sogar Nationalsport gewesen ist und es bereits eine Art Profiliga gegeben hat? 
Damals wurde auch ein luftgefüllter Ball erfunden und Fußballregeln, die Tore, Torhüter und Spieler betrafen festgehalten. Aber sehr schnell trat diese Sportart wieder in Vergessenheit.



Wusstest du, …
dass eine Kultur einen großen Einfluss auf die weitere Entwicklung europäischer Ballspiele ausgeübt hat? 
In den präkolumbischen Kulturen Mesoamerikas wurde das Ballspiel als kultisch-religiöses Spiel, aber auch als Freizeitbeschäftigung ausgeübt. Hier war der Ball aus Kautschuk. Einige Regeln, wie dass beim rituellen Ballspiel das Berühren des Balles mit den Füßen nicht erlaubt war und es bei Freizeitsport erlaubt gewesen ist.



Wusstest du, …
dass in England das Spiel völlig anders gespielt wurde und es deshalb auch immer wieder von Kirche und Krone verboten wurde? 
Damals spielte man Fußball indem zwei Dörfer versuchten, einen Ball in das gegnerische Stadttor zu befördern. Alles war erlaubt, was zu schlimmen Verletzungen führen konnte. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass das Spielfeld sich immer zwischen zwei Dörfern befand, selbst wenn mehrere Kilometer dazwischen lagen.



Wusstest du, …
dass am 21. Mai 1904 in Paris der Weltverband gegründet wurde? 
Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) wurde gegründet, ein Weltverband, der Länderspiele organisiert und die internationalen Fußballregeln aufstellt.



Wusstest du, …
dass dieses Buch für alle Leser sehr gut geschaffen ist? 
Denn es ist alles enthalten. Liebe, Sport, Freundschaft, ein Hauch Erotik und natürlich auch etwas zum Nachdenken. Ein Buch für jung und junggebliebene Leser und Leserinnen, sowie für Fußballfans und welche, die es vielleicht noch werden wollen.



Dienstag, 25. Juli 2017

[Protagonisteninterview] Prinzessin der Wüste von Bettina Auer

Protagonisteninterview Teil 1
[Wir befinden uns an Bord der Seidenen und Sarlia will mir heute meine Fragen beantworten.]
Sarlia: Hallo Claudia …..
Sarlia, was führt dich hierher auf dieses Schiff, eigentlich dachte ich ja, dass wir uns in Brema treffen?
Sarlia: Nun, eigentlich war das ja so geplant, doch mein ach so toller Vater hatte ja urplötzlich die Idee, mich einfach zu entführen! Ich fasse es immer noch nicht! Er hat sich jahrelang einen Dreck für mich interessiert und auf einmal taucht er auf und meint, er kann mich und meinen Freund Rian einfach mitnehmen! Vor allem Rian …. Dem wird ja nur mulmig zumute, wenn er ein Schiff in der Ferne sieht!
WAS? Das klingt ja nicht so toll, warum musst du denn hier sein und Rian auch?
Tzz … das kannst du laut sagen! Es ist grauenhaft. Ich meine, ich wollte eigentlich immer zur See fahren, aber nicht so … ich wollte auf ein Schiff, dass ich mir selbst ausgesucht habe und nicht auf eines gegen meinen Willen. Ja … Rian ist noch weniger begeistert wie ich, aber er meckert weitaus seltener als ich, was mich wundert. Er fand meinen Wunsch schon immer bescheuert, einmal auf dem Meer als Kapitänin zu segeln und hat alles versucht, mich dazu zu bringen, endlich dieses Ziel zu begraben. Nun, jetzt muss er sich seinem neuen Schicksal eben beugen – genau wie ich. Und ich fühle mich schuldig, dass er wegen mir hier gelandet ist. Ich hätte mich an diesem Abend nicht mit ihm treffen dürfen, dann wäre er noch Zuhause und ich, nur ich wäre hier …. Aber er hat sich schnell an sein neues Leben gewöhnt. Er musste es tun. Mehr als einmal hat Vater ihm angedroht, ihn über Bord zu werfen wenn er nicht ….
[Plötzlich bricht Sarlia in ihrer Erzählung ab. Kapitän Arras schreitet an uns vorbei und nimmt Sarlia mit in seine Kajüte, unschlüssig bleibe ich an Deck und sehe in die Weite, als plötzlich laute Stimmen zu hören sind. Ich drehe mich um und erblicke schließlich wieder Sarlia, die wütend zu mir kommt.]

Wieso bist du denn so wütend?
Mein Vater! Ich fasse es nicht! Er hat mir gerade offenbart, dass wir auf dem Weg nach Perséi sind, zu einem Königshof, wo angeblich ein Prinz auf mich wartet, dem ich schon vor meiner Geburt versprochen war! Wie kann er es wagen mich so zu hintergehen! Er hat es gewusst – jahrelang! - und urplötzlich kommt er daher und drängt mich! Argh!
Warum wehrst du dich denn nicht dagegen?
Wehren?! Natürlich werde ich mich dagegen wehren! Ich werde mir aber dennoch nicht die Gelegenheit entgehen lassen und mich meinem Vater erstmal fügen. Ich weiß, dass es absurd klingen mag aber … ich habe das Gefühl, dass ich dieses Mal mich nicht dagegen sträuben sollte. Dass ich mich überraschen lassen sollte. Ich … (sie seufzte tief) ich werde mich nicht unterwerfen, so viel ist sicher. Ich werde kämpfen für meine Freiheit.
[Wir kommen in einer Hafenstadt in der Nähe von Omar an. Langsam begebe ich mich an Land und verabschiede mich von Sarlia und dem wundervollen Schiff. Aber irgendwie ist mir noch nicht nach dem Ende zu mute, so miete ich mir ein Pferd und reite Richtung Omar.]

Protagonisteninterview Teil 2

[Dort angekommen bewundere ich den prächtigen Palast. Eine junge Frau kommt mir entgegen und bittet mich auf Wunsch von Prinz Shiraf in den Palast.]

Wie ist dein Name?
Ich heiße Sara und gehöre zum Harem des Scheichs, der über Perséi herrscht.

Sara, was muss ich bitte beachten, wenn ich einem echten Prinzen begegne? Ich habe ja keine Ahnung. Kannst du mir schnell eine Einführung geben?
Du solltest ihm auf jeden Fall respektvoll begegnen. Nicht widersprechen, auch, wenn es dir schwer fällt und vor allem merke dir eines – wenn er etwas sagt, was dich stört, sag es nicht. Bitte. Es … Prinz Shiraf ist sehr leicht zu reizen, vergiss das nicht.

[Wir kommen in einen Hof, wo Prinz Shiraf auf uns wartet.]

Prinz Shiraf, es ist mir eine Ehre, dass sie sich mit mir treffen und mit mir sprechen wollen.
Tzz … ich tue dies nur, weil man mich darum gebeten hat und ich nicht unhöflich erscheinen will. Kommt – bringen wir das schnell hinter uns. Ihr könnt Euch ein wenig in dem Palasthof umsehen, wenn Ihr wollt. Seht Ihr hier die weißen Blumen, mit den safrangelben Stempeln? Eine Seltenheit, die nur in der Wüste blüht.

Wie heißt diese Blume? Sie ist so wunderbar, dass ich sie mit Worten gar nicht beschreiben kann.
(Shiraf verzieht kurz das Gesicht und man merkt ihm an, dass die nächste Worte Shira schwer über die Lippen kommen)
Sie heißen Sarlia, was einfach nur die Wüstenblume bedeutet.

Ich habe gehört, ihr wollt demnächst heiraten? Darf man den Namen der Braut erfahren oder die Braut kennenlernen?
Ihr Name ist Sarlia. Und nein …. Ihr dürft Sie nicht sehen; das verbiete ich. Sie wird bald den Palast betreten und von da an gehört sie nun dem Hof von Perséi-, und mir.
Sarlia? [murmle ich] Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute. Richtet eurer Braut meine besten Wünsche aus und danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, uns einen Einblick in euer Leben zu geben.
Mhm … danke. Ich werde es ausrichten. Sara, geleite sie hinaus.
[Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und ging. Dass er Sarlia gegenüber meine Wünsche äußern würde, bezweifele ich stark. Sara geleitet mich wieder zum Ausgang, wo ich noch einen kurzen Blick auf Sarlia und ihren Vater erhasche, bevor sie im Palast verschwinden.]

Sara, ich wünsche dir auch alles Gute für dein weiteres Leben! Und richte Sarlia, falls es der Prinz nicht macht liebe Grüße und viel Glück für die Zukunft aus.

Danke, das werde ich tun. Und danke, dass du das alles auf dich genommen hast, um mehr über uns zu erfahren. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn du eines Tages wiederkommen würdest. Danke für deine Zeit! Und auch dir viel Glück für deine weitere Zukunft. 



[Coverinterview] Prinzessin der Wüste von Bettina Auer


Coverinterview mit Bettina Auer und Tina Köpke

Ich durfte heute die Autorin und die Coverdesignerin des Buches „Prinzessin der Wüste – Verkauft“ interviewen. Denn auch das Cover ist sehr wichtig und sollte genauer besprochen werden.


Kennen die Coverdesignerinnen vorher das Buch oder kommt der Verlag / die Autorin mit genauen Vorgaben zu dir?
Es wäre schön, wenn man vorher immer die Zeit hätte, das Buch zu lesen, aber die Wahrheit ist: Wir bekommen in der Regel einen Klappentext, Wünsche seitens der Autoren / des Verlages und besprechen diese. Daraufhin wird ein erster Coverentwurf gestaltet, der in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber verfeinert werden kann.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Nach dem Titel.
Nach dem Titel.

Tina, hattest du schon eine Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte? Wer hatte die meisten Ideen eingebracht als es um das Cover ging? Verlag, Autorin oder du?
Ich hatte von der Beschreibung her sofort eine Wüstenlandschaft (obviously!) im Kopf. Der Rest ergibt sich meistens aus den Vorgaben und den Stockphotos, denen man bei der Suche über den Weg läuft. Bei ‚Prinzessin der Wüste‘ konnte ich zum Glück recht frei gestalten und damit war es für mich einfacher, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Hattest du schon eine Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte? Hattest du großes Mitspracherecht?
Ohja! Ich habe mir sogar einmal einen Coverentwurf anfertigen lassen, als das Buch noch ganz am Anfang stand. Und es ist dem Jetzigen sehr ähnlich, aber definitiv viel schöner. Mitspracherecht? Sagen wir es so: Ich war sofort von dem ersten Entwurf hin und weg, da es genau das war, was ich wollte (und ich nicht mal etwas zum Aussehen geäußert hatte),habe ich sofort genommen. An sich hätte ich schon etwas dazu sagen dürfen, wenn es mir nicht gefallen hätte, aber es war einfach Liebe auf dem ersten Blick ;)

Welche Bedeutung haben die Sprünge oben im Cover?
Die Sprünge sollen die innere Zerrissenheit von Sarlia darstellen. Sie steht immer zwischen der Entscheidung, sich zu fügen oder doch zu rebellieren – wobei sie sehr oft zum letzteren Mittel greift.
Die Risse stellen die Dürre und Trockenheit einer Wüste dar.

Die verschiedenen Gelbkombinationen sind wunderschön und so harmonisch, was bedeutet diese Farbe für dich genau?
Wenn ich mir Bilder der Wüste ansehe, sehe ich gelbe Dünenlandschaften. Zudem ist es in Verbindung mit dunklen Orangetönen eine sehr heiße Farbe, was natürlich das Setting des Buches noch einmal untermalt. Der Leser weiß sofort, was ihn erwartet und stimmt ihn ein.
Sie spiegeln für mich das wieder, was ich mir unter einer Wüste vorstelle: heiß, erbarmungslos und dennoch voller Schönheit.

Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Bis auf das, dass es eine Geschichte in einem fiktiven Orient ist und man das sofort erkennen sollte, eigentlich nicht :)

Hast du ein Lieblingszitat oder Lieblingsszene in deinem Buch, welche auch das Cover widerspiegelt?
Da gibt es einige. Aber die passendste Szene dafür ist etwas weiter hinten im Buch versteckt, wo Sarlia sich mit Shiraf in einem etwas entlegenen Teil der Wüste aufhalten und sie zum ersten Mal, die wahre Schönheit der Ödnis erkennt.

Verkauft … Dieses Wort im Titel und die Wüste am Cover haben eine besondere Bedeutung in der Geschichte?
Ja, das haben sie. Sarlia wird ja immerhin an ein für sie fremde Land von ihrem eigenen Vater verkauft und ich dachte mir, es ist der perfekte Titel dafür, weil es einfach die Haupthandlung von Teil eins widerspiegelt.


Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du heute noch etwas ändern wollen?
Nein – ich bin mehr als 100%ig damit zufrieden - ich liebe es einfach
Ich bin zufrieden, wenn die Autorin zufrieden ist. Da ich selber auch als Autorin unterwegs bin, weiß ich, wie wichtig für meine Kollegen und Kunden das passende Cover ist. Mit dem perfekten Wunschcover steht und fällt die eigene Hoffnung, weil viele Leser zuerst das Gewand sehen und sich erst danach – wenn es gefällt – um den Inhalt bemühen. ‚Prinzessin der Wüste‘ gehört für mich aber auch persönlich zu den Designs, die ich sehr mag, weil es eben so gut zum eigentlichen Buch passt.

[Buchvorstellung einmal anders] Prinzessin der Wüste von Bettina Auer

Buchvorstellung einmal anders

[Ich treffe mich heute mit Rian und Bettina Auer, der Autorin von „Prinzessin der Wüste – Verkauft“ an Bord der Seidenen. Die anderen Besatzungsmitglieder schauen und schief an, erwidern aber nichts, als sie Bettina sehen.]

Hallo, danke dass ihr zwei heute für das Buch antwortet. Wollt ihr euch vielleicht gegenseitig interviewen?
Bettina: Hallo Claudia! Klar, wieso eigentlich nicht :)
(Rian sieht Bettina abschätzig an) Na gut … aber ich darf anfangen …
Rian: Bettina, beschreibe uns doch bitte dein Buch in max. 5 Sätzen.
Bettina: Das ist kein Problem! In „Prinzessin der Wüste – Verkauft“ geht es in erster Linie darum, dass Sarlia von ihrem Vater entführt und einige Jahre später an den Königshof von Perséi verkauft wird, um dort Prinz Shiraf zu heiraten, dem sie angeblich noch vor ihrer Geburt versprochen worden ist. Da Sarlia eine sehr rebellische Natur hat, ist es für sie nicht leicht sich in die neue, ungewohnte Umgebung einzufügen, in der absoluter Gehorsam erwartet wird. Und ihr Ehemann besitzt auch nicht gerade ein sonniges Gemüt ….

Rian: Liebst du es eigentlich deine Protagonisten zu quälen? Warum Piraten und die Wüste?
Bettina: Ähm … (rot anlaufen), ehrlich gesagt: Ja. Mir ist auch schon aufgefallen, dass die bösen Charaktere (die meistens keiner mag, außer ich *hust*) meine Liebsten sind und ich gerne mit ihnen Pläne schmiede, um es den Guten nicht so leicht zu machen. Mir macht es sehr viel Spaß Intrigen spinnen.
Warum Piraten und die Wüste? Einfach zu beantworten: Sarlia war eigentlich zuerst die Hauptakteurin in einer Kurzgeschichte, die in einer Anthologie über Piraten erschienen ist. Als dann die Rechte abgelaufen sind, habe ich mich der Geschichte noch einmal gewidmet und festgestellt, dass Sarlia ein Charakter ist, aus dem man noch mehr herausholen könnte. Außerdem schwebte mir die Idee schon länger vor, eine Romantasygeschichte, im Orient angesiedelt, zu schreiben und da dachte ich mir – wieso kombinierst du nicht einfach das Meer mit der Wüste? Zwei Dinge, die so gegensätzlich sind und doch eines gemeinsam haben: Die Schönheit der Natur. Und so widmete ich mich wieder Sarlia und ließ sie in ein neues Abenteuer aufbrechen.
Rian: Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, welche du uns unbedingt vorstellen möchtest? Meine ist: als ich Sarlia küsse, als sie die Seidene verlässt.
Bettina: (mit den Augen rollen) Das ist typisch, Rian … Du kannst wirklich an nichts anderes denken oder? Also … meine Lieblingsszene ist eindeutig, als Sarlia und Shiraf sich das erste Mal im Thronsaal seines Vater treffen und sich in die Augen sehen, nachdem ihr klar wird, wer von den beiden Prinzen den der ihrige ist.
(Rian macht ein würgendes Geräusch): Urgh ....
Bettina: Ein Problem damit?

Rian: Darauf willst du nicht wirklich eine Antwort, oder?
Bettina: Nö – ganz und gar nicht.
Rian: ....
Bettina: Ja, ich mag dich auch *grins*
Rian: Wie viel echte Bettina steckt eigentlich in deinem Buch oder vielleicht sogar in den einzelnen Charakteren?
Bettina: Wohl etwas mehr als mir eigentlich lieb ist … das Rebellische, wenn mir etwas nicht passt wie es sollte, hat sie eindeutig von mir. Ich kann auch ganz schön biestig werden, wenn man mich zu sehr reizt; den Dickschädel übrigens hat sie auch von mir. Ich kann sehr sehr stur sein ... ^_^° Und der Drang zur Freiheit, das tun zu können, was man will. Ich könnte mich auch nicht so leicht wie Sarlia an das Leben gewöhnen, dass man ihr aufgezwungen hat. Ich wäre in ihrer Art die Dinge zu sehen, genauso. Aber … ich bin jemand, den man leichter überzeugen kann, wenn man es richtig anstellt :)
Claudia: Mich würde ja noch jeweils interessieren, welches euer Lieblingszitat ist.
Rian: »Hier in Perséi gibt es keine Schönheit mehr, Sarlia. Eines Tages wirst du das erkennen.«
Bettina: »Die Welt ist nicht grausam. Wir Menschen machen sie zu so einem Ort«, murmelte Sara. »Wir sollten uns an ihrer Schönheit erfreuen und ihr das zurückgeben, was sie uns gibt. Doch es gibt so viel Schlechtes in der Welt, dass es kaum noch möglich ist, wahre Schönheit zu erkennen.«
Rian: Schon aufgefallen, dass die zwei Zitate von der gleichen Person stammen, Bettina?
Bettina: Tja, ich kann auch nichts dafür, wenn Sara etwas mehr Verstand besitzt als andere in der Geschichte.
(Rian sieht Bettina entrüstet an): Was soll das denn bedeuten!

Bettina: Nichts … Nichts …. komm! Machen wir weiter. *verlegen lächeln*
Rian: Die Leser sind immer auch ein bisschen neugierig, möchtest du dich noch in deinen eigenen Worten vorstellen?
Bettina: Puh … kurz überlegen …. Am besten kann man mich eigentlich als verträumt, schusselig, chaotisch, tierlieb und pflegeleicht beschreiben. Das sind schon mal die guten Eigenschaften XD Die schlechten …. Stur und leicht reizbar. In meiner Freizeit sind meine Hobbys außer dem Schreiben, das Lesen, mit Freunden treffen, zocken und mich mit meinen Tieren befassen, woran mein Brotjob schuld daran hat, dass ich einen halben Zoo Zuhause habe ;)
Claudia: Herzlichen Dank für das sehr interessante Gespräch.
Bettina: Ich danke dir, Claudia. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht :)

Rian: Auch von mir ein herzliches Dankeschön!