Freitag, 24. September 2021

[Autoreninterview] Christiane Bößel

Autoreninterview
Christiane Bößel

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Landei aus Südbayern, tierverrückt (Hühner und Katzen), büchersüchtig, Serienjunkie, liebe Nudeln, meinen Garten und meine Couch
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich schreibe ich, seit ich alle Buchstaben konnte. Hatte also schon immer Geschichten, Figuren, Settings im Kopf. Mein erstes „Buch“ hatte sechs Seiten, war selbst illustriert und hieß „Ausflug in den Zoo“ (da war ich sieben). Leider kein Bestseller geworden. In der Pubertät habe ich dramatische Gedichte und die ersten Kurzgeschichten geschrieben. Später dann vorwiegend Erzählungen, die ich auch bei Postry Slams vorgetragen habe (und auch immer wieder gewonnen habe J ). Durch meinen Sohn ist das Schreiben dann erstmal in den Hintergrund getreten. 2014 musste dann mein erstes Buch endlich raus und ich habe meinen Debütroman begonnen („Liebessprung“). Seitdem habe ich nicht mehr aufgehört.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich schreibe Liebesromane mit mal mehr, mal weniger Erotik, mal im Hier und Jetzt, mal mit Fantasy-Elementen. Lieben darf bei mir jeder, deswegen gibt es bei mir nicht nur Liebe zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen zwei Kerlen oder zwei Mädels. Genremäßig sind meine Bücher Young Adult, New Adult, Gay-Romance und Romantasy zuzuordnen.
Daneben gibt es von mir auch Fachbücher für Deutsch als Fremdsprache und für Schüler*innen mit geringer Lesekompetenz.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Momentan (März 21) arbeite ich am 4. Teil meiner Small Town Reihe und an einem Crossover mit einer Autorenfreundin, in der sich zwei Männer aus jeweils einem unserer Bücher treffen und verlieben. Das macht riesen Spaß und ist sehr inspirierend.
Im Herbst, wenn dieses Interview erscheint stecke ich vermutlich gerade mitten in einem meiner neuen Ideen (noch geheim ;) ). Aber es wird natürlich wieder ganz viel Liebe darin vorkommen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen, meine Hühner beobachten, mit meiner Familie Zeit verbringen (meist nur mein Mann, weil mein siebzehnjähriger Sohn lieber mamalos rumhängt), im Garten sitzen, im Wald oder den Bergen unterwegs sein, Serien schauen
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe New Adult-Bücher und Romance, auch gern M/M und mag viele Autor*innen gleich gern. Eine meiner liebsten ist Sarina Bowen. Aber ich liebe auch die Bücher von Ina Taus oder Svea Lundberg.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das ist mein offizielles Arbeitszimmer. Ich schreibe aber auch gern am Küchentisch oder auf dem Sofa. Meine Ideen kann ich quasi überall entwickeln, manchmal kommen sie „einfach so“.

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ganz unspektakulär:
Meist stehe ich wochentags um 6 Uhr auf, hänge rum und trinke Tee bis ich einigermaßen wach bin. Dann dusche ich und ziehe mich um (was meist auch unspektakulär in Jogginghose oder Leggins ist). So um halb 8 oder 8 setze ich mich an meinen Mac. Ich brauche die Routine beim Schreiben und es ist ja auch ein „Job“, nicht nur Hobby und deswegen benehme ich mich auch so. Ohne feste Zeiten würde ich zu sehr rumtrödeln und nichts schaffen. Ich schreibe dann in der Regel bis mittags, länger reicht meine Konzentration nicht. Dann esse ich und mache Pause, schaue dabei ein wenig fern zum Abschalten. Am Nachmittag mache ich Papierkram oder Haushalt oder Dinge für mich und manchmal auch gar nichts. Zwei Tage die Woche bin ich in meinem Angestelltenverhältnis, wo ich Menschen mit multifaktoriellen Vermittlungshemmnissen in beruflichen Maßnahmen unterstütze. Eine schöne Mischung zum reinen Schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
In beiden Fällen auf jeden Fall Romance! Wobei ich auch gerne Thriller lese.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Meine Oma hat immer gesagt „Wer wois, für wases guad isch“ (Wer weiß, wofür es gut ist) und „alls im Lebm hat soin Sinn“ (alles im Leben hat seinen Sinn). Danach lebe ich. Meine Oma war eine kluge Frau und sie hatte wirklich Recht damit.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich mag tatsächlich Deutschland sehr gern. Meine Lieblingsländer sonst sind Italien und Australien.
An Italien liebe ich Land und Leute. Niemand sieht in Flip Flops, Sonnenbrille und Anzug so cool und attraktiv aus wie italienische Männer! Und natürlich das Essen und die Adria. Ich habe unzählige Urlaube dort verbracht.
An Australien fasziniert mich die Landschaft. Nach dem Abi war ich mal für 2 Monate dort und ich habe mich nie so frei und Eins mit dem Universum gefühlt wie im Outback, der australischen Wüste. Nur rote Erde, Weite und Hitze. Unglaublich schön.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik ist nie schön, aber man lernt damit zu leben. Mir kommt es immer darauf an, wie sie formuliert wird. Einfach nur motzen mag ich nicht, konstruktive Kritik kann einen unheimlich weiterbringen, im Schreiben und in der Persönlichkeit.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich mag mich nicht um alles selbst kümmern und Marketing ist mir ein Graus. Muss man beim Verlag auch tun, aber nicht ausschließlich. Und als SP muss man viel mehr in der Öffentlichkeit stehen, ich bin eher Eigenbrötlerin.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lebt so, wie es euch glücklich macht! Das will ich auch immer mit meinen Büchern ausdrücken.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Abschicken des Kommentars bin ich mit den Datenschutzrichtlinien des Blogs einverstanden.