Donnerstag, 1. Juli 2021

[Autoreninterview] Yule Forrest

Autoreninterview
Yule Forrest

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hi, ich bin Yule, lebe und schreibe im schönen Chiemgau und bin Hybrid-Autorin. Ich schreibe in verschiedenen Genres, in der Hoffnung, dass ich die Faszination am geschriebenen Wort an meine Leser weiterreichen darf.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Als Kind war ich bereits vernarrt in Bücher, vor allem in Hörbücher. Als ich feststellte, dass es bestimmte Geschichten nicht gab, die ich aber gerne gelesen hätte, wurde mir bewusst, dass ich diese dann wohl selbst schreiben muss.
In späteren Jahren als das Thema Berufswahl im Raum stand, wusste ich, dass ich einen Beruf möchte, der mich glücklich macht.
Für mich bedeutet Glück, Anderen etwas Gutes zu tun. Am Ende fand ich mich wieder in der Literaturbranche. Menschen mit geschriebenen Zeilen eine Auszeit schenken, sie zum Lachen und Nachdenken bringen, war und ist genau das, was mir Freude bereitet.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Viele meiner Kurzgeschichten sind in Anthologien erschienen, welche ich teilweise selbst organisiert/herausgegeben habe. Weitere Werke finden sich bei Patreon. Da ich die fünf Sätze nicht sprengen mag, verweise ich auf meine Website. Dort findet ihr alle Infos zu meinen Veröffentlichungen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe gerade an einer Dystopie. Neue Kurzgeschichten sind auch immer in Arbeit, da diese monatlich zum Lesen und Hören bei Patreon veröffentlicht werden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich bin ein sehr umtriebiger Mensch. Ich stelle eigene Kosmetik her, bin aber auch sehr gerne sportlich unterwegs. Vor allem Mermaiding ist ein toller, fantasievoller Ausgleich zum Schreibberuf.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr gerne querbeet. Meine Lieblingsbücher ändern sich ständig, aber die Kreativitäten von Tommy Krappweis und Christian von Aster gehören hier definitiv erwähnt. (Absolute Leseempfehlung)
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich sitze beim Schreiben sehr ungern. Da ich keinen Platz für einen Stehschreibtisch habe, versuche ich es mir mit Notebook auf Couch, Sitzsack & Co. gemütlich einzurichten. Ich sitze nur am Schreibtisch, wenn ich Arbeiten zu erledigen habe, die indirekt mit dem Schreiben zu tun haben – Hörbücher schneiden, Steuerunterlagen sortieren etc.
Mein Schreibplatz ist immer nur mit einem kleinen Licht beleuchtet. Ich mag es düster, wenn ich arbeite. Es ist aufgeräumt, aber ich habe auch gerne viele Stapel auf dem Schreibtisch. Ach, wisst ihr was: Ihr bekommt einfach ein Bild.

 

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein Wecker klingelt um sieben Uhr. Ich bin gar kein Morgenmesch, allerdings auch kein Morgenmuffel. Ich arbeite jeden Tag einige Stunden mit Gesetzen. Danach geht’s für mich direkt zum Sport. Bewegung ist mir als Ausgleich sehr wichtig. Nach Hausarbeit und all den Alltagserledigungen geht es dann spätestens um 20:00 Uhr an die Schreibarbeit.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese und schreibe querbeet, aber am liebsten habe ich die Phantastik.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Es gibt kein Zitat, nach dem ich handle, aber einen Leitsatz, bei dem ich allerdings nicht weiß, woher er genau stammt: Be kind – always!
Die zweite Frage lasse ich mal aus. Soll der Satz beispielhaft für meine Arbeit stehen, oder soll der Satzinhalt meine Arbeitsweise beschreiben? Oder denke ich zu viel über diese Frage nach?
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich mag es kühl. Irland Schottland, England, Schweden … nein, ich denke, ich habe nicht direkt ein Lieblingsland. Ich habe eher eine Lieblingserde und ich würde mir wünschen, dass wir etwas netter zu dieser wären.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik ist für mich sehr wichtig. Ich kann mich ohne Kritik nicht verbessern und bin auch immer sehr dankbar, wenn ich gut begründete Kritik für meine Arbeiten bekomme. Immer her damit.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Selfpublishing ist kostspielig und dazu noch mit sehr viel Aufwand verbunden. Ich arbeite sehr gerne und bin auch ein sehr strukturierter Mensch. Dennoch nutze ich meine Zeit lieber fürs Schreiben als für Marketing- und Businesspläne. Die Entscheidung Verlag fiel mir daher nicht schwer. Leider mussten wir uns dann doch trennen, da die Zusammenarbeit problematisch war. Aus Verlag wurde in diesem Fall dann doch das Selfpublishing, aber das kann sich zum nächsten Roman ja wieder ändern.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest! Bücher sind so viel mehr als nur Druckerschwärze/Pixel auf weißem Untergrund.

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